G20 – das G steht für Gegner der Zivilgesellschaft

    Denn genau diese Zivilgesellschaft ist es, die regelmäßig zum Spielball von Profitinteressen wird , genauso wie Arbeitnehmerrechte, die zur Verfügungsmasse von Großkonzernen mutieren. Mit die Verursacher dieser Probleme versammeln sich nun in Hamburg.


    Ich würde mich gerne von den Ergebnissen dieses Gipfels eines besseren belehren lassen, dass wirklich an Lösungen gearbeitet wird,aber ich fürchte, dass die Weckrufe für die TeilnehmerInnen einfach ungehört verhallen. Dabei wäre es enormst wichtig für soziale Veränderungen zu sorgen.


    Aber auch das Klima ist betroffen. Die G20 sind für 82 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen verantwortlich.


    Falsche Politik, aber nicht nur von den führenden Neoliberalen,sondern auch von Institutionen wie der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds, die mit am Tisch sitzen.


    Vielleicht sieht ja jemand hier positivere Aspekte oder ist optimistischer als ich, aber ich bin sehr skeptisch.


    Man wird sehen, wie sich die Teilnehmer untereinander verhalten , aber eins ist schon jetzt gewiss: der Protest wird alle Dimensionen sprengen, die Hamburg bisher erlebt hat.


    Wer sich dem Widerstand gegen Trump, Erdogan und Putin anschließen und seinem Widerstand Ausdruck verleihen will, sollte im Laufe der Woche auch dorthin kommen. Ein breit angelegtes und massives "Nein" zu Nationalismus, zu neoliberaler Politik und zu den abgehobenen Narrativen der Regierungschefs, gegen den globalen Konfrontationskurs der oligarchen Herrscher,gegen die Parallelwelt der Grossbanken und Konzerne, stattdessen ein Ja zu fairem Handel, sozialer Gerechtigkeit und menschenwürdigen Bedingungen.


    Dass Millionen von Euro für ein Gefängnis für G20 Gegner verschleudert wurden ist nur eine weitere negative Begleiterscheinung. Dass ein Polizeichef, der für Eskalation steht, die Führung innehat, ein weiterer. Nun ja, die Ordnungshüter aus Berlin wurden ja als erstes nach Hause geschickt. Dumm gelaufen für die Polizei.


    Ein Protestcamp wird es trotz aller Widerstände geben, wenn auch am Stadtrand, aber das kann uns nicht aufhalten. Übernachtungsmöglichkeiten setzen wir hoffentlich auch noch durch. Vielleicht sieht man sich ja dort.


    Und hier noch ein internationales Solidaritätsschreiben der NOG20 AktivistInnen:


    http://g20-protest.info/wp-content/uploads/2017/05/Offener-Brief-Hamburg_ohne-Nummern.pdf

  • 1 Antworten
    Zitat

    Nun ja, die Ordnungshüter aus Berlin wurden ja als erstes nach Hause geschickt. Dumm gelaufen für die Polizei.

    Jap, weil natürlich nicht mal 300 Polizisten bei insgesamt um die 15.000, die in HH Dienst schieben beim G20-Gipfel, auch ungemein fehlen werden ???


    Zum Rest; mich werden einfach nur die Hamburger nerven, die an diesen Tagen aus HH fliehen und rund meinem Wohnort alle Autobahnen, Straßen und Erholungsgebiete verstopfen %-|

    Zitat

    Jap, weil natürlich nicht mal 300 Polizisten bei insgesamt um die 15.000, die in HH Dienst schieben beim G20-Gipfel, auch ungemein fehlen werden

    Das ist eher uninteressant, ja, dass ihre weiße Weste, die sie so gerne vor sich her tragen, befleckt ist, fällt da schon mehr ins Gewicht. Dass es nicht die Demonstranten sind, die als erstes negativ auffallen, sondern die Polizei selbst. Ich fands köstlich.

    Zitat

    Zum Rest; mich werden einfach nur die Hamburger nerven, die an diesen Tagen aus HH fliehen und rund meinem Wohnort alle Autobahnen, Straßen und Erholungsgebiete verstopfen

    Die sollen lieber in ihrer Stadt bleiben und sich dem Protest anschließen.

    Zitat

    Zum Rest; mich werden einfach nur die Hamburger nerven, die an diesen Tagen aus HH fliehen und rund meinem Wohnort alle Autobahnen, Straßen und Erholungsgebiete verstopfen %-|

    Dann komm mal nach Hamburg. Was meinst du wie es nervt, seit Wochen nachts von kreisenden Helis wachgehalten zu werden, die irgendwas proben.


    Hier gibts kein anderes Thema mehr und es nervt langsam.

    Das Wunderbare ist, dass der Protest so viele verschiedene Gruppen eint. Von Attac, Naturschutzverbänden über die DGB-Jugend, Heinrlich Böll Stiftung, indischen UmweltaktivistInnen, marxistischen Gruppen, Tierschutzorganisationen bis hin zu linken Türken und Kurden. Find ich großartig. Ein deutliches Zeichen. Da wird Mr. Trump große Augen bekommen, was in good old Germany so abgeht.

    Wer zieht so ein Protestcamp eigentlich auf? Leute, die einer geregelten Arbeit nachgehen? Von was leben eigentlich die Protestcamp-Bewohner? Arbeiten die alle? Dann könnten sie doch gar nicht an den Protesten teilnehmen?


    Oder leben sie als Studenten oder Bezieher von Transferleistungen von unseren Steuergeldern?


    Dann profitieren sie ja vom System, welches sie bekämpfen?

    Zitat

    Das Wunderbare ist, dass der Protest so viele verschiedene Gruppen eint.

    Noch wunderbarer wäre es, wenn all diese Protestler in Form von sozialversicherungspflichtiger Arbeit etwas für die Gemeinschaft täten.

    Zitat

    Da wird M. Trump große Augen bekommen, was in good old Germany so abgeht.

    Ach, was. Da überschätzt Ihr Eure Wirkung.

    Zitat

    Leute, die einer geregelten Arbeit nachgehen? Von was leben eigentlich die Protestcamp-Bewohner? Arbeiten die alle? Dann könnten sie doch gar nicht an den Protesten teilnehmen?


    Oder leben sie als Studenten oder Bezieher von Transferleistungen von unseren Steuergeldern?

    Es gibt angeblich sowas wie Urlaub, auch wenn das manchen Ausbeutern gar nicht recht ist und bei der Linken ist der notwendige und legitime Protest gleichzusetzen mit Arbeit.

    Zitat

    Mr. Trump wird es ziemlich egal sein, was in Old good Germany so angeht ":/

    So empfindlich wie er schon in den USA auf Proteste reagiert,denke ich nicht, dass ihn das gänzlich unberührt lässt und dass Erdogan gerne DemonstrantInnen von seinen Bodyguards würgen und zusammenschlagen lässt,spricht auch für sich.