klar machen kleider irgendwo leute. :)z


    ich denke aber, dass das zunehmend unwichtiger wird. es sei denn natürlich, man arbeitet in einem umfeld, wo kleidung bzw. stil sehr wichtig sind. ich mit meinem schlabberlook könnte wohl schlecht in einer bank arbeiten. ;-D


    die veränderung beobachte ich also auch ein stück weit. allerdings denke ich ist das vor allem durch zwei entwicklungen so: zum einen wird unsere gesellschaft immer älter. mehr ältere menschen bedeutet eben auch mehr rentner auf den strassen. und rentner tendieren nunmal eben dazu, sich nicht in schlips und kragen auf ihren verdienten sonntagsspaziergang zu begeben sondern in eher bequemen sachen in braunen oder beigen tönen. das hat sich mittlerweile grade in punkto herrenmode schon stark durchgesetzt, weil rentner bzw. babyboomer eben kaufkräftige kunden sind.


    die andere entwicklung ist das, was in punkto teenager-mode stattfindet. da sind es ja grade die weiblichen kunden, die wert auf ihr äusseres legen und dann eben jeden verfügbaren euro in irgendwelche billigmode-ketten tragen. dort gibt es dann sachen, durch die ich gar nicht mehr durchsteige. bereits zerschnibbelte jeans oder der used look. ":/ ich denke mal, da geht es dann auch viel um status innerhalb der clique oder einfach um ein durch medien impliziertes schönheitsideal.


    ich finde die entwicklung allerdings nicht ganz so fatal wie vielleicht manch anderer. ;-D ich selbst trage ja seit jeher das, was ich vor allem bequem oder eben den begebenheiten am besten angepasst finde. für mich selbst ist mode daher gar nicht so ein grosses ding. ich finde es daher schön, dass sich heutzutage auch menschen wie ich auf die strasse trauen können, ohne komische blicke zu ernten.

    Also ich mit 42 schon "noch"...werd ich auch sicherlich in zehn Jahren noch tun...


    Ansonsten...Jeans, meistens irgendein Metal-shirt...und passt! ]:D

    Würde ich die Kleidung einer Frau im Gespräch, d.h. so etwa bis 1m Abstand, mustern, so würde mir doch vorgeworfen werden ich starre ihr auf die Brüste oder den Ausschnitt.


    Wandert mein Blick noch tiefer, dann ist das zum Einen unfreundlich und drückt zum Anderen ein sehr geringes Selbstbewußtsein aus.


    Ich empfinde es eher als unhöflich, wenn man seinem gegenüber nicht ins Gesicht schaut. Dabei sollte es aber nicht "starrend", d.h. auf einen Punkt fixiert wirken.


    Wie sich jemand kleidet registriere ich durchaus, solange es halbwegs zur Gelegenheit passt ist mir das durchaus egal.


    Wenn ich jemand bei der Gartenarbeit antreffe, erwarte ich nicht ein perfekt gestyltes Aussehen, saubere und schicke Kleidung. Im Gegenteil, das würde mich doch sehr irritieren.

    Ich befasse mich viel mit Chören. Auf der Bühne und in Videos kann ich deren Kleidung in aller Ruhe begutachten und dabei hören, was sie darbieten. Da scheint es die Regel zu geben:


    Schwarz = düster dreinblickend, musikalisch eintönig, alt, sterbend (klagen über Nachwuchsmangel)


    Bunt = eher flott, fröhlich, junge Menschen.


    Dazwischen die Gospelchöre: Bestattungskleidung mit buntem Schal.


    Da ist die Frage nach der Henne und dem Ei. Kann ein Chor mit ansprechender Kleidung junge Mitglieder gewinnen? Oder müssen junge Sänger/innen vorhanden sein, damit die Klei anspricht?


    Es ist nicht von der Hand zu weisen: Leute machen Kleider, aber auch andersrum.

    Augustus 18.11.17 12:39

    Zitat

    Würde ich die Kleidung einer Frau im Gespräch, d.h. so etwa bis 1m Abstand, mustern, so würde mir doch vorgeworfen werden ich starre ihr auf die Brüste oder den Ausschnitt.

    Naja, diese political correctness wird hier bei med1 bis zum Kot*en beschworen.


    Da wird ja felsenfest behauptet, die Mädels ziehen kurze Röckchen an und lassen ihre Brüste sehen, weil sie sich so wohl dabei fühlen. Stehen vorm Spiegel und bewundern sich. Dann gehen sie raus und wehe, wenn einer guckt.


    Wer als Mann guckt, ausgenommen der ganz junge, sportlich durchtrainierte, ist hier bei med1 ein Lüstling, ein Frauen-Auf-Ihr-Äußeres-Reduzierer, ein Macho. Aber wer gewinnt die Mädels im wahren Leben? Die Weggucker bestimmt nicht.


    Laufen deshalb so viele Frauen in Lumpen rum (früher, als die Zeiten noch farbiger waren, hätte man das so furmulieren können), damit ja keiner guckt? Und nun kommt eine Frau und möchte, dass alle gucken.


    Aber doch nicht hier, liebe Ina ;-D

    Zitat

    oder einfach um ein durch medien impliziertes schönheitsideal

    Wie hieß nochmal die Tante, die bei DSDS zuletzt in der Jury saß und eigentlich nur dafür bekannt war, dass sie YouTuberin ist? Ich muss googeln, moment ... Shirin David!


    Für mein sehr flexibles Geschmacksempfinden war diese Dame fast durchweg ein Griff ins Klo. Sie war meist unpassend (aber auffällig) für ihre Figur gekleidet, hatte ganz grausame Style-Ideen, und bedeutete für meine Augen zumeist Schmerzen. Von Schminke bis zu Textil: eher peinlich und passend zu einer übersteigerten Selbstwahrnehmung.


    Ich hatte mich echt gewundert, wieviele (junge) Menschen von den Bewerbern sie ständig wegen ihres Aussehens anhimmelten. Das war so ein typisches Beispiel für medial inszenierte Schönheitsideale für eine ganz bestimmte Zielgruppe. Ich hoffe jedenfalls stark, dass die mehrheitliche Bevölkerung einen solch künstlichen und hochstilisierten Look nicht unbedingt für erstrebenswert hält.

    Zitat

    Bist du Mark Zuckerberg? ;-D


    Ich bin jetzt auch kein Modefreak, aber so wenig Abwechslung wäre mir doch zu langweilig

    ich steh halt nicht auf bunt. Dafür hab ich Oberteile die schön geschnitten sind, mit Spitze, Hoodies, zum binden hinten am Hals, welche die den Rücken freigeben, v Ausschnitt, u Ausschnitt...


    Ich finde das Abwechslung genug xD


    Und trotzdem brauch ich nur rein greifen.


    Meine Unterwäsche ist auch nur schwarz- daher passt der Slip immer zum BH ;-D


    Dafür trag ich gerne bunte Socken :_D

    Ich achte schon auf die modische Erscheinung der anderen, bloß läuft das meist eher unbewusst ab. Damit die Mode ins Bewusstsein gehoben wird, muss es schon sehr exotisch sein (d. h. aber nicht unbedingt gut), oder eben sehr gefällig. Gerade bei männlichen Klamotten merke ich es dann daran, dass ich sie auch haben will (soviel Frau muss sein ;-D ), ist mir gerade gestern wieder passiert. Kommt allerdings eher selten vor.


    Mir ist Mode immerhin so wichtig, dass ich niemals einen Beruf ergreifen würde, indem Anzug-Pflicht herrscht. Da finde ich zwar einige Modelle (in Kombination mit dem Träger) zwar schon sehr gefällig, aber auf Dauer ist es eben doch irgendwie öde. Klamotten kaufen ist für mich keine Zeitverschwendung, sondern ich mach das gerne. Bloß sind das dann auch keine Shopping-Samstage sondern vielleicht mal eine Stunde nach der Arbeit, das reicht dann schon. Es hat für mich aber auch echt lange gedauert, bis ich einen "Stil" gefunden habe, der mir gefällt und der trotzdem irgendwie individuell ist. Es macht schlussendlich auch einen großen Unterschied, ob man sich mit Mode ein Stück weit "auslebt", oder ob man etwas kompensieren möchte, vorzugsweise mit besonders teuren Stücken.

    Zitat

    Für mein sehr flexibles Geschmacksempfinden war diese Dame fast durchweg ein Griff ins Klo. Sie war meist unpassend (aber auffällig) für ihre Figur gekleidet, hatte ganz grausame Style-Ideen, und bedeutete für meine Augen zumeist Schmerzen. Von Schminke bis zu Textil: eher peinlich und passend zu einer übersteigerten Selbstwahrnehmung.

    Das männliche Gegenstück dazu gibt es heute wieder zu bewundern - Bruce Darnell trägt Rüschenblusen und sogar blauen Lidschatten. Örks!


    Übrigens laufen viele Promis im genauen Gegenteil von modischem Zeug und Styling herum, wenn sie nicht gerade im Job sind.

    Ich hab zwei Jeans, und einen Haufen Shirts. Drei Haufen: einen für Pferd/Arbeit/Garten, einen für Alltag und einen für "will gut aussehen". Ich brauch im Notfall einfach nur von oben runter zu sortieren. Und das lustige daran ist: ich bin quasi in einem Bekleidungsgeschäft aufgewachsen, kann Leute (und auch mich) gut und typgerecht anziehen, habe einige Jahre Kleidung verkauft, aber ich hab echt was spannenderes vor in meinem Leben.


    Mode find ich fade, so als Selbstzweck. Wohlfühlen muss ich mich und zum Anlass passen. Wenn ich in den Spiegel gucke dann muss ich mir gefallen und der Seidenrock im Rosenbeet krankt an kurzer Lebensdauer. Die meisten Klamotten die man so kaufen kann passen eh niemandem wirklich, weil sie mehr so einen imaginiären Durchschnitt anpeilen.


    Alles in allem finde ich Leute super die mir überwiegend ins Gesicht sehen, wenn sie mit mir sprechen. Wirklich richtig super. Und wenn ich mir mühe mit meiner Kleidung gebe, dann weil das MIR sicherheit gibt, zum Beispiel bei einem geschäftstermin oder so. Es wäre so super wenn sich eine entspannte Einstellung da weiter verbreitet.

    Verschw-praktiker

    Zitat

    Wer als Mann guckt, ausgenommen der ganz junge, sportlich durchtrainierte, ist hier bei med1 ein Lüstling, ein Frauen-Auf-Ihr-Äußeres-Reduzierer, ein Macho. Aber wer gewinnt die Mädels im wahren Leben? Die Weggucker bestimmt nicht.

    Es geht hier auch im Gespräche im beruflichen Umfeld. Auch beim Weggehen möchte ich ja nicht mit jeder Frau direkt ins Bett hüpfen.


    Abgesehen davon wäre mir dieses viel zu offensichtliche "Vorgehen" zu plump. Wenn eine Frau (nur) darauf anspricht, dann möchte ich gar nichts mit ihr haben :=o.