• Heute ist internationaler Frauentag

    Warum findest er bei uns in Deutschland kaum Beachtung? Geht es uns Frauen hier so gut? Haben Frauen bei uns genügend Führungspositionen?
  • 49 Antworten
    DieZauberfee schrieb:

    Benachteiligend ist was ganz anders. Zum Beispiel dass Frauen, die mehrere Kinder liebevoll grossziehen und dafür viele Jahre eben nicht berufstätig sein können in der Rente später extrem benachteiligt sind gegenüber kinderlosen Frauen, die "Karriere" gemacht und für den Fortbestand des Generationenvertrages rein gar nichts beigetragen haben.

    Aber sowas interessiert Feministinnen halt in der Regel wenig, weil die "Karrierefrau" halt das feministische Leitbild und die glückliche Mutter das Feindbild ist.

    Am wenigsten interessiert es wohl die Frauen selbst, die zu Hause bleiben. Soweit werden wohl die meisten rechnen können, dass wenn sie für die Zeit ihrer fehlenden Berufstätigkeit, sie auch keine Rente bekommen. Es gibt genug Frauen, die mit zwei, drei Kindern arbeiten gehen und Feministinnen sind.

    Dass das die meisten Frauen einfach gar nicht wollen, das glaub ich dir nicht. So etwas ergibt sich ja dann auch oft erst. Bei dir klingt das so, als würde es nur Paare in totaler Harmonie geben, die alles von vornherein geklärt haben und alles in den gewünschten Bahnen verläuft. Das seh ich als Utopie.

    Souha schrieb:

    Dass das die meisten Frauen einfach gar nicht wollen, das glaub ich dir nicht. So etwas ergibt sich ja dann auch oft erst. Bei dir klingt das so, als würde es nur Paare in totaler Harmonie geben, die alles von vornherein geklärt haben und alles in den gewünschten Bahnen verläuft. Das seh ich als Utopie.

    Nein, viele klären das nicht und auch viele, die es klären, leben es dann nicht so, wenn es um geteilte Erziehung geht (auch in anderen Dingen), denn wenn der Mann doch nicht die Verantwortung übernimmt, die er versprochen hat, so übernehmen die meisten Frauen sehr wohl die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder.

    Ansonsten wird eben beim Rest gleich geklärt, dass Frau zu Hause bleibt und das geht sehr oft von der Frau selbst aus, weil das ihre gewünschten Bahnen sind und das hat oft gar nichts mit ihrem Verdienst zu tun. Es gibt genug Frauen, die gut verdienen und trotzdem zu Hause bleiben. Die Konsequenzen ihrer Entscheidungen kein gleichberechtigtes Leben gelebt zu haben, gefällt ihnen dann aber nicht.

    Es ist aber ganz einfach nicht so, dass nicht alle Frauen unbedingt gleichberechtigt leben wollen. Deswegen schwächt es natürlich die Position der Frauen, die es wollen. Übrig bleibt dann nocht die Schicht, die generell zu wenig verdient, sowohl Mann als auch Frau und auch wenn sie 40 oder mehr Jahre arbeiten, keine große Rente bekommen und auch beide arbeiten, weil sich die Frage, wer zu Hause bleibt, gar nicht stellt.

    Zitat

    Es ist aber ganz einfach nicht so, dass nicht alle Frauen unbedingt gleichberechtigt leben wollen. (Melete)

    GleichbeRECHTigung heißt für mich, dass Frauen und Männer auf RECHTLICHER Ebene gleichgestellt sind, also als männliche und weibliche Individuen gleiche Rechte haben (und das zu fordern hatte der Feminismus vergangener Tage z.B. ein Recht). Gleichberechtigung heißt nicht Quotengleichheit oder statistische Gleichheit und schon gar nicht verordnete Zwangsgleichheit.


    Wenn ein Paar sich eben so oder so entscheidet, zumindest zeitweise - eine „Beziehung“ nach der „traditionellen Rollenverteilung“ zu leben (oder z.B. auch eine Kompromisslösung in der Teilzeitbeschäftigung der Frau suchen), dann muss (müsste) das in einer freien Gesellschaft völlig zulässig sein, auch wenn so was „FeministInnen“ wohl sicherlich ein Dorn im Auge ist – und solche und ähnliche Entscheidungen von Paaren sich genauso sicherlich auch in der Gesamtstatistik Fraueneinkommen/ Männereinkommen niederschlagen.

    • Neu
    mdg schrieb:

    GleichbeRECHTigung heißt für mich, dass Frauen und Männer auf RECHTLICHER Ebene gleichgestellt sind, also als männliche und weibliche Individuen gleiche Rechte haben (und das zu fordern hatte der Feminismus vergangener Tage z.B. ein Recht). Gleichberechtigung heißt nicht Quotengleichheit oder statistische Gleichheit und schon gar nicht verordnete Zwangsgleichheit.

    Für mich heißt Gleichberechtigung, dass es dieses gegender gar nicht gibt, weil es um Menschen geht, die schlicht gleichberechtigt sidn.