Wir hatten vor vier Jahren die letzten Igel im Garten. Es war eigentlich schon ein Wunder, da in drei Richtungen Straßen sind und dort, wo Hecken und Unterwuchs sind, auch Zäune, Maschendraht den Weg versperren.


    Vor 2002, als hinter uns die Gärten verschwanden und Häuser gebaut wurden, hatten wir gelegentlich Besuch von einem Fasan. Das Eichhörnchen, welches sich mehrere Jahre lang in unseren Haselnußsträuchern herumgetrieben hat, ist seit zwei Jahren weggeblieben. Marder gibts dafür mehrere...

    Er kam regelmäßig. Wir hatten ihm sogar einen Namen gegeben, "August". Auch für uns war das überraschend, er war ja auch optisch ein bemerkenswerter Exot. Habe ihn gelegentlich fotografiert, immer durch die geschlossenen Fenster. Wahrscheinlich sagten ihm die weitläufigen, naturnahen Gärten und die benachbarten Elbwiesen zu. Aber ich halte ihn auch für einen Irrgast. Die Chancen, erfolgreich brüten zu können, sind angesichts der vielen Hauskatzen, Marder und der auf den Elbwiesen freilaufenden Hunde doch eher gering gewesen.

    Einmal saß er in einem kleinen, alten Apfelbaum, drunter eine Katze. Bis dahin hatte ich geglaubt, daß sich eine Katze an solch einen großen Vogel nicht herantraut.


    Übrigens der gleiche Baum, auf den sich mal das Eichhörnchen rettete, als es von einer Katze verfolgt wurde. Das ging rasend schnell, die Straße entlang, fast hätte die Katze Erfolg gehabt. Unterm Zaun durch und auf den Baum, gerettet...

    Ich beobachte seit ca. 10 Jahren die gleichen Orte (Feuchtwiesen, Trockenrasen, Magerrasen....) zwecks Schmetterlingsfotografie. Der Rückgang an Arten und deren Zahlen ist wirklich dramatisch. Mittlerweile kommt mir kaum mehr ein Falter vor die Linse. Sehr traurig. Es sollte agrarpolitisch unbedingt was getan werden.


    Gründe bzw. Thesen zu Gründen gibt es so Einige: Pestizide, Düngung, Monokulturen, Zerstörung der Biotope (auch im heimischen Garten das ständige, nutzlose Rasenmähen nicht zu vergessen)

    Heute schien die Sonne und ich bin mit dem Fahrrad rausgefahren . Ich wollte zu einer Stelle an einer ehemaligen Zeche.


    Tja, die sind dabei sämtliche Birken und anderes Gehölz aus mir unbekannten Gründen zu schlagen. Voriges Jahr habe ich dort Hagebutten gepflückt. Ich fand einen Apfelbaum mit winzigen Äpfeln. Um die Birken herum jede Menge Pilze. Ich hoffe ,die machen nicht auf der anderen Seite der Autobahn weiter mit dem plattmachen. Dort sind alte Birnbäume und für mich noch wichtiger: Weinreben. Im Herbst pflückte ich Weintrauben.


    Wem das Gebiet gehört weiß ich nicht, es führt ein öffentlicher Weg durch. Zwischen Bahngleisen und ehemaliger Ruhrchemie.


    Gestern sah ich zum ersten Mal einen Dompfaff.

    Noch was vergessen. Wie jeder sicherlich weiß stehen Weiden, also die mit den Kätzchen , unter Naturschutz. Wegen Bienennahrung. Bei diesem Rundumschlag wurden auch Weiden umgehauen. Wie ist das möglich ? Tun die so als wüßten sie das nicht? Es standen auf dem Weg Wagen von einem Grünflächenamt.

    araschnia_levana

    Ich mache die gleiche Erfahrung. Wir haben einen Naturgarten, umgeben von einer größeren Brachfläche. Selbst hier hat die Insektenvielfalt in den letzten 10 Jahren massiv abgenommen. Aufgrund der früher unglaublichen Artenvielfalt hatte ich 2007 eine Homepage zu unserem Garten gebastelt --> http://almgarten.info. Ungefähr die Hälfte der in den Galerien gezeigten Tiere gibt es mittlerweile nicht mehr.


    LG

    Die Ergebnisse der Vogelzählung liegen jetzt vor.


    So in etwa kann ich die Statistik aus meinem grünen Großstadtgelände bestätigen. Außer Rotkelchen (gabs eher seltener) sind das alles bei uns Gäste, die immer wieder zu sichten sind :-D

    @ Monsti

    Grüße aus Berlin-Kreuzberg *:) Du hast total tolle Fotos hochgeladen :)^ Kann mich gar nicht satt sehen. Viele dieser Insekten kenne ich gar nicht :-/ z.B. Spinner habe ich (glaube ich zumindest) noch nie gesehen oder sie einfach für Nachtfalter gehalten in meiner Unwissenheit.

    Zitat

    Die Ergebnisse der Vogelzählung liegen jetzt vor.

    Wir haben dieses Jahr erstmals seit langem nichts gemeldet.


    Da bei uns an dem Wochenende weder Schnee noch Frost herrschten, waren das Futterhaus und die Futterampel nur mäßig bestückt (nur zur Gewöhnung) und kaum besucht.


    Unsere Meldung hätte das Ergebnis im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verfälscht, obwohl vielleicht gar nicht weniger Vögel in der Gegend waren. Da ahaben wir das lieber gelassen.


    Die Teilzieher wie z.B. Wacholderdrosseln und Bergfinken haben wir in diesem Winter auch noch nicht gesehen ":/ .