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    Sagst du das auch denen aus dem Osten,die immer noch der DDR nachweinen? Deine Antipathie Religionen gegenüber stammt doch auch noch aus der Indroktination der DDR. Wär schön, wenn du dich davon befreien könntest und nicht zu versuchen, anderen das überzustülpen.

    Die meisten weinen dem DDR System nicht nach. dennoch gabe es Entwicklungen, die auch ich als sinnvoll erachte. Es gab in beiden Teilen Deutschlands gute Entwicklungen. Dummerweise wurde darüber nie hinreichend nachgedacht.


    Auch hier war oft das Denken: Im Westen lief es besser, also war alles besser. Eine recht undifferenzierte Herangehensweise.


    Meine Antipatie Religionen gegenüber entstammt nicht eine DDR-Indoktrination. Die DDR-Politik trug ja selbst religiöse Züge. Meine Antipatie Religionen gegenüber erwuchs aus einfachen rationalen Überlegungen mit einem Bezug zu heutigem Wissen und zu unserem heutigen Lebensalltag.


    Ich galt im übrigen auch schon zu DDR-Zeiten als Staatsfeind und meine beruflich Karriere wurde letztendlich massiv beschnitten. Das bedeutet aber noch lange nicht, im Detail jede Entwicklung, die es in der DDR gab, als falsch zu erachten. In der DDR gab es auch hinreichend viele Menschen, die klug handelten und auch für manche kluge Entwicklung sorgten. Mein Denken und Handeln ist nicht lagergeprägt. Die Ablösung der DDR als System war richtig. Ein undifferenziertes Übernehmen des westdeutschen Systems war aber dadurch nicht automatisch richtig.

    interessant kannst du da Beispiele nennen? :)D


    ESTA 1 sehe deinen beitrag genauso :)^ bei burka und den Nikabalso wo man nur die augen sieht, hab ich ein Problem allerdings mit weil ich da angst bekomme, genauso wie bei linken vermummten. Kopftuch und hijab usw. stört mich dagegen null, solange die Frauen und Mädchen es freiwillig tragen.

    also bei Kopftuch und hischab und chimar hab ich null Probleme


    kann sogar schick aussehen, solange sie es freiwillg tragen


    allerdings bei 30 grad in der Bahnbus oder zug tun mir einige leid wegen der Hitze


    sonst nichts


    bei Tschador wächst mein mitleid aber nur im sommer


    wenn kein sommer ist interessiert es mich nicht die bohne da hab ich auch kein mitleid da es ja keine Hitze gibt


    bei nikab und burka hab ich etwas angst


    und die Frauen tun mir total leid da ich denke daß sie es nicht freiwillig tragen


    und dazu noch im sommer tun sie mir doppelt leid

    Zitat

    Ein undifferenziertes Übernehmen des westdeutschen Systems war aber dadurch nicht automatisch richtig.

    Das sehen wohl auch nicht alle so. Aber von anderen verlangst du gleichzeitig, dass sie ihre Identität komplett verleugnen und sehr wohl alles übernehmen.

    sensibelmann99

    Zitat

    Ich würde eher sagen: Leute, die sich als links bezeichnen. Oft genug sind sie es in ihrem Denken und Handeln gar nicht.


    Am Ende halte ich es für ziemlich belanglos, wie sich jemand bezeichnet- ob er sich als links oder rechts sieht- für mich ist entscheidend, ob ein Mensch sich an einem konkreten Problem rational sinnvoll (auch bezüglich der Folgewirkungen) verhält oder nicht. Während meiner politischen Tätigkeit war es egal von welcher sogenannten politischen Richtung ein Vorschlag kam. Es war mir nur wichtig, ob der Vorschlag mir im konkreten Fall sinnvoll und richtig oder blödsinnig erschien. Oft genug musste ich feststellen, dass es aus allen politischen "Lagern" sinnvolle oder blödsinnige Vorschläge gab. Ich musste aber auch erleben, dass manche klugen Vorschläge nur deshalb abgelehnt wurden, weil sie aus dem "falschen" Lager kamen. Ich hielt dieses Lagerdenken mitunter für ziemlich irrsinnig und blockierend.

    :)^

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    Sagst du das auch denen aus dem Osten,die immer noch der DDR nachweinen?

    Ja, das tue ich immer dann, wenn ich merke, dass manche Erscheinung in der DDR zu isoliert betrachtet wird.

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    Deine Antipathie Religionen gegenüber stammt doch auch noch aus der Indroktination der DDR. Wär schön, wenn du dich davon befreien könntest und nicht zu versuchen, anderen das überzustülpen.

    Meine Antipatie Religionen gegenüber entstammt nicht der DDR Indoktrination. Ich war selbst nach der Wende eine zeitlang religiös (evangelische Kirche), um zu erkennen, dass es nicht richtig passt.


    Meine Antipatie Religionen gegenüber stülpe ich nicht über, sondern begründe ich argumentativ (in anderen Fäden).


    Ich behaupte, dass meine Bibelkenntnis die vieler "Christen" deutlich übersteigt.


    Meine Kritik erwächst nicht aus mangelnder Kenntnis, sondern Bildung mit nachfolgender Logik und kausalem Denken.


    Auch wenn meine Kenntnis zum Koran noch lange nicht vollständig ist, so kann ich feststellen, dass dort Vieles keinen oder nur noch rudimentären Bezug zu unserer heutigen Gesellschaft hat und auch in unsere heutige, wesentlich gleichberechtigtere und gebildetere Gesellschaft nicht mehr hineinpasst- ja sogar dieser zuwiderläuft und viele sinnvolle Menschheitsentwicklungen (um die viele Menschen Jahrhunderte gekämpft haben) wieder in die Vergangenheit zurückdrängt. Das will ich nicht.

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    Das tut sie. Dazu braucht sie nicht deinen Rat.

    Dann weißt du ja, wess Geistes Kind sie ist. Wenn du da mit einstimmen willst, nur zu- das hat dann aber rein gar nichts mit Links zu tun, sondern so ziemlich mit dem Gegenteil linker Ideen.


    Und sie könnte schon mal anfangen, den Rat anderer Musliminnen zu folgen, dass es eben nichts besonders Ehrenwertes ist, mit Hidschab herumzulaufen und diesen anderen Menschen auch noch zu empfehlen oder unter Umständen Kindern aufzuschwatzen.


    Und meinen Rat muss niemand annehmen- jemand kann auch mit den Folgen leben. Und ich hoffe, dass diese archaische Denk- und Lebensweise so schnell wie möglich aus unserem Land hier verschwindet- wie auch immer.

    @ Danae87

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    Ich gehe soweit mit, dass ich auch finde streng gläubige Muslime und Rechte sollten sich hinsichtlich ihrer Vorstellung von Familie und Rechte von Frauen und soweiter eigentlich blendend verstehen.

    Sag mal bitte: - hörst du eigentlich deinen eigenen Knall noch?

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    Dann weißt du ja, wess Geistes Kind sie ist. Wenn du da mit einstimmen willst, nur zu

    Tu ich längst. Dazu bedarf es nicht deiner Erlaubnis.Wenn manche Hidschābis vorwurfsvoll fragen, warum man kein Kopftuch trägt, nervt mich das übrigens genauso. Du darfst dich da gerne miteinreihen.

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    Und sie könnte schon mal anfangen, den Rat anderer Musliminnen zu folgen, dass es eben nichts besonders Ehrenwertes ist, mit Hidschab herumzulaufen und diesen anderen Menschen auch noch zu empfehlen oder unter Umständen Kindern aufzuschwatzen.

    Das überlasse den Muslimas bitte selbst. Sie brauchen nicht dich als Sprachrohr. Sie sind genauso reflektierte Wesen wie jeder andere auch, sie brauchen keine Nachhilfe, wenn es darum geht, zu entscheiden, wie sie ihren Glauben leben oder woran sie überhaupt glauben oder glauben wollen.

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    Sie brauchen nicht dich als Sprachrohr.

    Ich fühle mich nicht als Sprachrohr. Ich vertrete lediglich meine Meinung direkt und offen. Fast jeder Mensch kann Hilfe und Unterstützung gebrauchen, wenn es gegen Unsinn geht.

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    Wenn manche Hidschābis vorwurfsvoll fragen, warum man kein Kopftuch trägt, nervt mich das übrigens genauso. Du darfst dich da gerne miteinreihen.

    Dafür gibt es keinen Grund.

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    allerdings bei 30 grad in der Bahnbus oder zug tun mir einige leid wegen der Hitze

    Ich hab mal gefragt und bekam zu hören, es sei mit weniger heiß als ohne. Wollte ich ja nicht glauben, also habe ich es anprobiert und ich muss sagen: am besten ging es mir im schwarzen bodenlangen. Scheint für die Klimatisierung gar nicht so schlecht zu sein, die Farbe plus der Schnitt. Solange sie nicht tonnenweise Kleidung drunter tragen müssen, ist das wohl nicht dramatisch.


    Interessant finde ich übrigens, dass die Interpretation des Kopftuches als etwas der Unterdrückung dienendes, stammt übrigens von den englischen Besatzern Ägyptens. Es diente als Begründung dafür, dass man diese Länder regieren sollte, weil man die armen Frauen retten muss. Ich fürchte ja fast, dass diese Aufladung mit Politik die Bedeutung der Verhüllung weit über das gesteigert hat, was sie sonst erreicht hätte. Und es ist natürlich bizarr, sieht man sich die total einengenden Kleidervorschriften der Engländer für ihre Frauen in der selben zeit an. ;-D ;-D


    Alles in allem denke ich, den Frauen wäre weit mehr geholfen, wenn der Westen da mal verbal abrüsten würde und das ganze schlicht als religiöse Äußerung begreifen würde. Dann wäre der Druck es zu tragen weit geringer, weil da nämlich nicht mehr die Unabhängigkeit aller überwiegend islamischer Staaten von der westlichen Welt mit verhandelt werden würde. Entpolitisierung des Kopftuches, auf das die Frauen freier wählen können.