• Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen?

    Nach den vielen Diskussionen der letzten Wochen zu AfD, Flüchtlingen, Rechtsruck und co. möchte ich folgende Frage stellen: Ist rechtes Gedankengut per se schlecht und zu verurteilen? Muss man davon ausgehen, dass LINKS ein immer positiv besetzter Begriff ist und RECHTS automatisch negativ betrachtet wird? In meiner Weltsicht sind Links und Rechts…
  • 10 Antworten
    DieZauberfee schrieb:
    Shojo schrieb:

    Eine ehrliche und klare wäre mal ein Anfang.

    Wie gesagt, ich bin Christin. Von daher kannst du dir wohl denken, wie ich "Ehe" definiere, welchen Stellenwert Ehe für mich hat und wie ich gleichgeschlechtliche sexuelle Aktivitäten beurteile.

    Alle Formen des geschwisterlichen/freundschaftlichen Zusammenlebens halte ich aber für sehr wertvoll.

    Hier, Zauberfee, für dich: Ehrlich und Klar. Durchlesen, Shojos Frage nochmal angucken, Antwort neu formulieren und dabei den Duden im Hinterkopf behalten.

    TheRealDude schrieb:

    Ja und ja. Kurze Frage, kurze Antwort.

    ... zu der die gar zauberhafteste aller Feen aber scheinbar nicht fähig ist. Wahrscheinlich deswegen, weil sie sich voll und ganz darüber im klaren ist, was sie dann antworten müsste und wie das aussehen würde


    Auch wenn das natürlich impliziert, dass sie sich bisher tatsächlich nocht Illusionen darüber zu machen scheint, dass ihre offensichtliche Abneigung gegen (und Geringschätzung von) Homosexuelle(n), noch nicht bereits für jeden ... naja, offensichtlich ist. Und das ist ja irgendwie fast schon wieder drollig.

    DieZauberfee schrieb:

    Wie gesagt, ich bin Christin. Von daher kannst du dir wohl denken, wie ich "Ehe" definiere, welchen Stellenwert Ehe für mich hat und wie ich gleichgeschlechtliche sexuelle Aktivitäten beurteile.

    Dann schreib es doch einfach mal in aller Klarheit hin. Was ist daran so schwer?


    Und nein, man kann sich das nicht allein deshalb denken, weil Du Dich als "Christin" bezeichnest. Es gibt eine Menge Christen, die das vollkommen anders sehen dürften als Du.

    Naja, zumindest Merkel und auch Angela II. (formerly known as "AKK") betrachten die sog. "Ehe" als Verbindung zwischen "Mann" und "Frau", also müssen gleich- und andersartig-geschlechtliche Verbindungen etwas "anderes" sein ... :=o

    Wir renitenten Besserwisser sollten das endlich mal akzeptieren und unsere XXL-Schlappöhrchen schämenderweise hängenlassen. ]:D

    Shojo schrieb:

    Was meintest Du damit denn dann?

    Na das was da steht. Du stelltest die Frage, ob solche Ansichten in meinen Augen "verfassungskonform und okay" sind. Daraufhin habe ich geantwortet, dass sie für mich persönlich nicht okay sind, aber nicht zwingend im Zusammenhang mit Verfassungskonformität stehen, sondern zuvorderst strafrechtliche Belange berühren.

    Stalfyr schrieb:

    Das sind keine Verfassungs-, sondern strafrechtliche Fragen.

    Dass die grundsätzlich der Verfassung nicht widersprechen müssen, erkennst du daran, dass diese Dinge lange Zeit exakt so waren, das mit der Vergewaltigung in der Ehe meines Wissens sogar bis 1997.

    Naja, ganz so einfach ist es nicht, denn selbst ein Strafrechtsparagraf kann mitunter nicht verfassungskonform sein. Zum Beispiel widersprach der frühere §175 dem Art. 3 der Verfassung, weshalb sich in den 1950er Jahren das BVerfG damit beschäftigen musste. So weit ich es verstehe hat das BVerfG damals nicht geurteilt, dass der §175 verfassungskonform sei, sondern es hat bei der Abwägung der Rechtsgüter der "sittlichen Anschauung des Volkes" einen höheren Stellenwert eingeräumt. Damit blieb er zunächst geltendes Recht. Trotzdem war er damals so wenig verfassungskonform wie heute, nur hat sich die "sittliche Anschauung des Volkes" geändert und spielt in der Abwägung keine Rolle mehr. Der Paragraf wurde zwar nicht vom BVerfG abgeschafft, sondern von der Politik selbst, allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass wenn die Politik das nicht getan hätte, dann hätte das BVerfG in einem neuen Verfahren dafür gesorgt, denn mit der Änderung der "sittlichen Anschauung des Volkes" ändert sich ja auch die sittliche Anschauung der Richter. ;-)

    • Neu
    overcover schrieb:

    Naja, dagegen wettern die Konservativen ja, also gegen eine Änderung der sittlichen Anschauung.

    Das ist zutreffend. Wenn sich die sittliche Anschauung des Volkes ändert, bedeutet es ja nicht, dass sie sich bei allen gleichermaßen ändert, sondern vielmehr geht es um eine Art Durchschnittswert. Mir gefallen ja auch manche Dinge besser, wie sie früher waren, obwohl ich mich nicht als durch und durch konservativ bezeichnen würde. Das macht eben die Diversität unserer Gesellschaft aus und unter diesem Aspekt ist es zu ertragen, wenn die Mitglieder einer konservativen Partei nicht immer mit der Entwicklung Schritt halten. ;-)

    • Neu
    enigmatic1606 schrieb:
    TheRealDude schrieb:

    Ja und ja. Kurze Frage, kurze Antwort.

    ... zu der die gar zauberhafteste aller Feen aber scheinbar nicht fähig ist. ...


    Meine Antwort bezieht sich auf die Ausgangsfrage zu Beginn des thread.

    • Neu
    TheRealDude schrieb:
    enigmatic1606 schrieb:

    ... zu der die gar zauberhafteste aller Feen aber scheinbar nicht fähig ist. ...


    Meine Antwort bezieht sich auf die Ausgangsfrage zu Beginn des thread.

    Aha. Warum du dafür allerdings meinen an die Zauberfee gerichteten Beitrag zitierst, in dem es um eine ganz andere Fragestellung geht, muss ich nicht verstehen, oder ?

    • Neu
    Timbatuku schrieb:
    overcover schrieb:

    Naja, dagegen wettern die Konservativen ja, also gegen eine Änderung der sittlichen Anschauung.

    Das ist zutreffend. Wenn sich die sittliche Anschauung des Volkes ändert, bedeutet es ja nicht, dass sie sich bei allen gleichermaßen ändert, sondern vielmehr geht es um eine Art Durchschnittswert. Mir gefallen ja auch manche Dinge besser, wie sie früher waren, obwohl ich mich nicht als durch und durch konservativ bezeichnen würde. Das macht eben die Diversität unserer Gesellschaft aus und unter diesem Aspekt ist es zu ertragen, wenn die Mitglieder einer konservativen Partei nicht immer mit der Entwicklung Schritt halten. ;-)

    Mir auch. Da gab es z. B. keine Foren die einen um viele Lebensjahre bringen. ;-) Spaß beiseite. Diversität ist richtig und wichtig, solange jeder seinen Kram machen kann (beispielsweise wenn sich Männer gegenseitig sexuell beglücken), ohne dass Menschen rumkrakelen, weil "man das nich macht". Blabla. Offensichtlich, oder?