• #metoo, ich kann es nicht länger hören

    Hi, ich befürchte dass man hiermit eine Diskussion lostritt die man nur wieder einfangen wird können indem man den Faden irgendwann schließen lässt. Aber ich wage es dennoch. Ich möchte Sexuelle-Belästigung, Nötigung und sonstiges auf keinen Fall gut heißen. Das möchte ich ausdrücklich betonen. Aber ... Mich als Mann nervt dieses Thema einfach nur…
  • 4 Antworten
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    Also, ihr hysterischen Frauen seid ja selbst schuld, wenn euch keiner ernst nimmt!

    Also wenn das hier so in dem Faden steht, dann ist das nicht in Ordnung. Und zwar gar nicht in Ordnung.


    Sollte dies aber so hier nicht stehen. Dann wäre es allerdings bezeichnend für den Verlauf dieses Fadens.

    ??? Die "Gegnergruppe" sind natürlich all diejenigen Mädchen/Frauen, die offensives / dreistes / "machtdemonstrierendes" männliches Balz-Verhalten von Jugend an fördern/fordern (und selbst mitspielen, s. Beitrag von ZauberFee) / mit Erfolg belohnen, also "falsch" erziehen. Sprich die überwiegende Mehrheit der geschlechtsreifen Weibchen (wahrscheinlich gehören die meisten lustigerweise beiden Gruppen an ;-D ). Und ich sehe, hinsichtlich des allgemeinen Grades der Verleugnung dieser und weiterer Tatsachen, auch beim besten Willen nicht, dass sich daran jemals etwas ändern wird => Me2-Hysterie ist nicht ernstzunehmen, aber beim heute herrschenden Zeitgeist wohl nicht zu verhindern => Case closed.

    @ BlackToni

    Ja, das kann ich verstehen.


    Wenn es nach Dir ginge, würde sich also etwas ändern.


    So wie ich Dich verstanden habe, würdest Du Dir wünschen, dass Männer so etwas nicht mehr machen. Ich nenne das eine sexismusfreie Gesellschaft. Was hältst Du davon? Ist es das, was Du Dir wünschst? Wie könnte man dieses Ziel erreichen?


    Auf solche Fragen hätte ich im Laufe der Diskussion gerne Antworten bekommen. Bzw. ich versuche es hiermit also noch einmal.


    Ich kann es nämlich nicht mehr hören, und anders als der TE, der sich aus der Diskussion verabschiedet hat, weil er es nicht mehr hören kann, würde ich mir wünschen, dass es mit der Diskussion endlich weiterginge, weil ich es nicht mehr hören kann.

    Zitat

    Ich muss einfach damit klar kommen "die geile, uniformierte Schönheit" mit "dem Hammer-knack Arsch" zu sein die "dir gerne mal einen bläst" und "sich auch mal richtig durchvögeln lässt" und mit dir gemeinsam ein Selfie macht, bei dem du deine Hände an meinen Hintern parkst und mir die Zunge ins Gesicht streckst

    Haha und zwischendurch noch schnell eine Handentspannung für den Chef und ein wenig die Eier kraulen, damit die Power Point Präsentation dann auch mit richtig Schmackes rüberkommt. Für was sonst ist die Mitarbeiterin schließlich auch da, außer fürs Kaffee kochen.

    m+s


    Mal sehn, was Toni dazu sagt, aber um Dich zu zitieren, ich würde mir wünschen, dass Menschen so etwas nicht mehr machen. Wenn man es nur sauber genug trennt, wäre eine sexismusfreie Gesellschaft tatsächlich erstrebenswert, weil in meinem Begriffsverständnis Sexismus immer übergriffig ist, was aber mit dem Spiel von Kennenlernen (und Verführung!) nichts zu tun haben sollte. Hier liegt ein wichtiges Problem, dass der Sexismusbegriff nicht als Mittel der Verunglimpfung und Intrige missbraucht werden darf, damit er greifbar und verständlich bleibt, wie z.B. Diebstahl.


    Von den Frauen wünsche ich mir, dass sie klassische sexistische Vorurteile nicht bedienen, sondern selbstbewusst auftreten und in der Beziehungsanbahnung auch aktiv werden (Klischee "der Mann muss den ersten Schritt tun").


    Denn ich darf mal einen Satz von mir selbst zitieren, der ist hundealt:


    "Wenn ein Mann glaubt, er habe eine Frau erobert, dann hat er nur weit aufgehaltene Türen eingerannt."


    *:)

    Zitat

    Von den Frauen wünsche ich mir, dass sie klassische sexistische Vorurteile nicht bedienen, sondern selbstbewusst auftreten und in der Beziehungsanbahnung auch aktiv werden (Klischee "der Mann muss den ersten Schritt tun").

    Tun sie doch längst. Du bist halt offenbar eine andere Generation, da gilt noch die Etikette von gestern.

    Zitat

    die alten weißen Männer

    jaja, die weißen alten männer mal wieder, aus der zeit gefallene relikte die an allem übel dieser welt schuld sind. unmenschen, die es zu entmachten gilt, nicht wahr? :-/ :|N


    die bedienung solcher feindbilder trägt nicht gerade zur verbesserung des gesellschaftlichen klimas bei, und zur akzeptanz neuer ideen und ideale trägt es auch nicht gerade bei, wenn man versucht sie allen anderen gewaltsam in den rachen zu stopfen.

    Zitat

    jaja, die weißen alten männer mal wieder, aus der zeit gefallene relikte die an allem übel dieser welt schuld sind.

    Ne, wir wollen ja mal nicht übertreiben. "Me too" Verursacher zu sein reicht schon. ;-) Ist halt scheiße, wenn es mancherorts bestätigt wird, versteh ich schon. Man wirft den Frauen vor, Opfer zu spielen, dabei stilisiert man sich doch selbst nur allzugern und theatralisch als solches. Denn viele wollen die Hauptrolle um keinen Preis aufgeben, es soll sich weiterhin alles um den Mann drehen, die hysterische Frau soll einfach die Fresse halten wie früher und mit dem zufrieden sein, was die Männer ihr in ihrer grenzenlosen Großzügigkeit zugestanden haben. Vielleicht sollten sie sich aber doch auch mal selbst hinterfragen, ein ganz klein wenig, und nicht sofort in die Schmollecke flüchten.

    Zitat

    die hysterische Frau soll einfach die Fresse halten wie früher

    die frauen sollen eben nicht "die fresse halten". aber sie sollen doch bitte sexuelle übergriffe anprangern, ohne daraus ein "junge emanzipierte frauen gegen alte weiße männer"-ding zu machen und ohne das ganze als hebel im kampf um gesellschaftliche macht und privilegien zu missbrauchen.

    Souha


    Was das Selbstbewusstsein anbelangt, mache ich mir bei Dir wirklich keine Sorgen ;-) Gleichwohl wage ich nicht, diese Eigenschaft allen weiblichen Menschen Deiner Generation per se zuzuschreiben; denke einmal an die Beiträge im Sexualitäts- und Beziehungsforum, wo Frauen darüber berichten, dass sie ihr Devot-Sein nicht nur beim Sex, sondern auch in der Tages-Beziehung ausleben möchten .-


    Eigentlich kennen wir unser beider Denkweise; ich mag die Deine @:) Aber ja, ich werde in diesem Jahr 60 und stehe - zwangsläufig - dazu. Für altmodisch oder gar "aus der Zeit gefallen" halte ich mich allerdings nicht. Aber vielleicht ist das nur das Echo aus meiner eigenen Filterblase... ]:D


    :)_ @:) *:)

    Zitat

    Ja, das stimmt, aber SOUVERÄN drüber stehen bedeutet eben auch


    - dass gar keine Notwendigkeit gesehen wird, sich da weiter zu zu äussern


    - auch das, was Du schreibst, souverän an einem abprallt

    Was macht ein Mensch aber, dem es eben nicht egal ist? Sich schuldig fühlen, weil er/sie falsch empfindet?


    Sorry, jemand übertritt Grenzen und das darf man SAGEN undzwar ohne deshalb hysterisch zu sein. So wie man sagen darf, wenn man zu Unrecht beschuldigt wurde, ohne deswegen gleich unsouverän zu sein.


    Man siehe sich nur mal die Worte an: Souverän ist nicht gleichbedeutet mit Leck-mich-am-Arsch sondern bedeutet selbst die Führung zu haben und das unumschränkt. Eine souverände Frau zeichnet sich also nicht dadurch aus, dass sie ihre eventuell empfunden Grenzübertretungen einfach weglächelt, sondern dadurch, das sie selbstbestimmt die Zügel in die Hand nimmt, sich abgrenzt und geeignete Maßnahmen einleitet um dies ihre Souveränität bedrohende Verhalten, einzudämmen. Und dazu kann Öffentlichkeit eine gute Methode sein.

    Zitat

    Von den Frauen wünsche ich mir, dass sie klassische sexistische Vorurteile nicht bedienen, sondern selbstbewusst auftreten und in der Beziehungsanbahnung auch aktiv werden (Klischee "der Mann muss den ersten Schritt tun").

    HÄ?! Also muss ich mir die Rechte an meiner Körperlichkeit nun verdienen in dem ich mich so oder so verhalte? Also eine schüchterne Frau hat dann leider leider kein Anrecht darauf nicht angegrabbelt zu werden, weil sie halt auch ansosnten so alte Klischees bedient? Hö? Also im Ernst ... Das ist ein wenig wie in der Geschäftswelt in der Frauen solange mitspielen dürfen solange sie nicht als Frau auffallen. Also Kleidung entsprechend den männlichen Arbeitskleidern nachempfunden und keine Kinder.


    Man kann sich als Frau genauso viele oder wenige absurde Dinge von einem potentiellen Partner wünschen wie ein Mann sich von einer Frau, ohne deshalb das Recht auf nicht-sexistische Verhlatensweisen der Mitmenschen zu verlieren. Hier gab es einen jungen Mann der sich eine Jungfrau als Freundin wünschte. Kann er machen, wird halt die Auswahl einschränken. Und genauso kann sich eine Frau einen Mann wünschen der aktiv auf sie zugeht. Schränkt ihre Auswahl ein, aber wenn ihr das so wichtig ist, bitte. Und dennoch behalten beide das Recht nicht aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert zu werden.

    danae

    Zitat

    HÄ?! Also muss ich mir die Rechte an meiner Körperlichkeit nun verdienen in dem ich mich so oder so verhalte? Also eine schüchterne Frau hat dann leider leider kein Anrecht darauf nicht angegrabbelt zu werden, weil sie halt auch ansosnten so alte Klischees bedient? Hö? Also im Ernst ... Das ist ein wenig wie in der Geschäftswelt in der Frauen solange mitspielen dürfen solange sie nicht als Frau auffallen. Also Kleidung entsprechend den männlichen Arbeitskleidern nachempfunden und keine Kinder.

    Nicht in den falschen Hals kriegen! Meine Grundsatzmeinung hab ich ja schon dargelegt. "Selbstbewusst" heißt nicht, sich irgendwie durchzusetzen und Stärke zu zeigen, sondern einfach "sich seiner selbst bewusst zu sein", das heißt, zu wissen, wer man ist und das anzunehmen und zu leben und eben NICHT unter dem Zwang zu stehen, vermeintliche oder tatsächliche Klischees zu bedienen. So gesehen können schüchterne Menschen auch selbstbewusst sein. (Es gibt auch schüchterne Männer, ich bin so einer).


    *:)