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    Das ist so unfassbar widerlich

    Ja, finde ich auch.

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    Das ist ein ungewöhnlich bescheidener Ansatz. Das Durchschnittseinkommen liegt deutlich höher - verdienen jetzt also die meisten zuviel?

    Also ich beziehe das jetzt rein auf mich. Und ich finde auch nicht, dass die meisten Menschen zuviel verdienen.

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    Da wären wir wieder am Punkt: Wieso machen die das mit? "Lieber Chef, meine 8 Stunden Arbeitszeit sind vorbei, den Rest der Zimmer müsstest du dann putzen. Tschüss."


    Würden genau das alle machen, würden ganz schnell mehr Leute eingestellt werden.

    Lieber Verhueter,


    das ist zwar eine tolle Idee, aber in der Realität wird es eben nicht gemacht, weil genug Arbeitskräfte da sind, die es mit sich machen lassen...

    @ Broderick

    Ein Hinweis dazu: der sog. Arbeitsmarkt unterscheidet sich von einem einfachen, idealen Markt schon grundsätzlich, weil er ganz andere Dynamiken hat. Das heißt, das sich auf dem Arbeitsmarkt eben nicht automatisch ein Gleichgewichtspreis findet, wenn die dafür idealen Bedingungen gegeben sind (also z.B. alle miteinander in Konkurrenz stehen und alle Marktteilnehmer immer alle relevanten Informationen besitzen). Auf einem klassischen, idealen Gütermarkt sind Nachfrage- und Angebotskurven unabhängig voneinander. Ob der Preis für Eier steigt oder sinkt, juckt das Ei wenig. Wenn weniger Eier nachgefragt werden, wird der Produzent die Produktion reduzieren. Auf dem Arbeitsmarkt ist es ein bisschen anders: wenn ein bestimmtes Arbeitsangebot weniger nachgefragt wird, wird der Arbeiter versuchen, sein Angebot auszuweiten (soweit es ihm möglich ist), da er ein bestimmtes Einkommen benötigt, weil er z.B. eine Familie ernähren oder die Miete bezahlen muss ??Dass in der Realität der Sozialstaat mit Transferleistungen aushilft sei hier ausgeblendet, da es nur um die reinen Marktmechanismen geht.??


    Zudem ist das Einkommen des Arbeiters, der Lohn, auch immer die Nachfrage nach Gütern aller Art. Wenn also in einer großen Branche die Löhne sinken, wirkt sich das auf alle anderen Branchen aus. Der Lohn, der in einer bestimmten Branche gezahlt wird, beeinflusst also alle anderen Branchen. Der Arbeitsmarkt ist eben kein "Markt", der sich von selbst reguliert.

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    Der Arbeitsmarkt ist eben kein "Markt", der sich von selbst reguliert.

    Meiner Meinung nach reguliert sich kein Markt von selbst. Die Theorie von Adam Smith etc. ist nichts weiter als eine Theorie. Und die ist meiner Meingun nach oft genug durch die Praxis widerlegt worden.

    "Was sind "einfache Rricks", und wer sollte aus welchem Grund einen Fachkräftemangel herbeischreiben??"


    Mensch, da habe ich doch glatt den Finger einen cm zu weit links gehabt, gut das du mich so herrlich unironisch daran erinnerst.


    Einfache Tricks sind z.B "interessante" Berechnungsgrundlagen, Ausschreibungen von nicht existenten Stellen und Wertschöpfung basierend auf Ausbeutung (wird in den Links weiter unten näher erläutert, sprengt hier den Rahmen).


    Der Sinn ist ebenso einfach erkennbar wie schnell erklärt: Ein Fachkräftemangel, egal ob real oder fiktiv, führt dazu, dass Unternehmen den Eindruck erwecken können, ihnen fehle etwas. Um diesen Mangel zu beseitigen muss dann einerseits der Staat tätig werden (Bildung z.B) und andererseits der Arbeitnehmer (weitere Qualifizierungen etwa). Dadurch steigt für die Unternehmen das Angebot an Arbeitskraft, was ihre Verhandlungsposition stärkt und wofür sie keine eigene Leistung erbringen müssen.


    https://www.youtube.com/watch?v=M9kHQv_wjzQ


    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html


    https://www.xing.com/news/insiders/articles/warum-fachkraftemangel-eine-glatte-luge-ist-1028384


    https://www.tagesspiegel.de/medien/tv-kritik-zum-maerchen-fachkraeftemangel-ard-und-zdf-kratzen-an-der-oberflaeche-und-scheuen-selbstkritik/10232610.html

    der link https://www.karriereletter.de/aufgedeckt-die-wahre-ursache-des-fachkraeftemangels/#comments (war irgendwo in den links oben drin) beschreibt schön pointiert, was ich weiter oben an den personalern schon rumgemeckert habe als einen aspekt des fk-mangels.

    Zitat

    Meiner Meinung nach reguliert sich kein Markt von selbst. Die Theorie von Adam Smith etc. ist nichts weiter als eine Theorie. Und die ist meiner Meinung nach oft genug durch die Praxis widerlegt worden.

    Da braucht es keine Praxis für, die Theorie ist nicht anwendbar. Bleiben wir beim Arbeitsmarkt, im vollkommenen Markt ist er für alle zugänglich und alle greifen auf das gleiche Angebot zu. Das klappt beim Wochenmarkt, aber doch nicht auf einem globalisirten Arbeitsmarkt. Genauso wie die Preise dadurch nicht vergleichbar sind. Oder habt ihr eine Tabelle aller zur verfügung stehenden Arbeitskräfte, inklusive deren Preisen?


    Allerdings glaube ich schon, dass sich der Arbeits- und der Wohnungsmarkt selbst regulieren könnten. Nur das Resultat wäre nicht so berauschend.

    Globalisierung als Idee oder Modell gibts eigentlich garnicht.


    Das ist etwas, was sowieso und ganz natürlich abläuft. Waren bewegen sich gewissermaßen von alleine dahin, wo sie den größten Marktwert abzüglich Transportkosten haben.


    War schon in der Steinzeit so.


    Nur das Gegenteil davon, also Protektionismus, wurde als Idee irgendwann erfunden und künstlich erzwungen.