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    Mein sich sehr fürs alte Griechenland und auch für Altgriechisch begeisternder Vater sprach es wie eine Mischung aus a-e und a-i aus, also schon ae (getrennt), aber das e weicher, fast wie ein i.

    fällt mir grade auf, einige, die Latein in der Schule hatten, sprechen griechischstämmige Fremdwärter lateinisch betont aus, klingt irgendwie lustig manchesmal.


    Wobei die Frage ist, wie haben die alten Römer Latein ausgesprochen ;-)

    Solange in anderen Ländern sehr unbefangen alles was Deutsch ist, der jeweiligen Landessprache angepasst ausgesprochen wird, finde ich es eher lustig, wenn wir dies hier auch so machen.


    Ist einfacher. Ich hab z. B. bis heute nicht herausgefunden, ob Erdogan nun mit oder ohne das überstrichtelte "g" ausgesprochen wird oder nicht, ich sage als so, wie es sich für uns in D liest: ErdoGan, ohne jeden Skrupel. ]:D Zumal: Journalisten wissen das anscheinend auch nicht, denn der eine sagt so - der andere so.

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    Solange in anderen Ländern sehr unbefangen alles was Deutsch ist, der jeweiligen Landessprache angepasst ausgesprochen wird, finde ich es eher lustig, wenn wir dies hier auch so machen.

    So geht es mir auch. Subjektiv habe ich das Gefühl, dass im Ausland so gut wie kein deutscher Name korrekt ausgesprochen wird. Schlimm finde ich das gar nicht. Eher lustig manchml, zum Beispiel wenn die auf BFBS in den Nachrichten über 5km Stau am Mörsenbroicher Ei berichteten. ;-D

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    Journalisten wissen das anscheinend auch nicht, denn der eine sagt so - der andere so.

    Ich habe im Radio auch bei türkischschtämmigen Journalisten verschiedene Aussprachen gehört, daher habe ich es aufgegeben die korrekte Aussprache des Namens Erdogan herauszufinden.


    Seitdem konzetriere ich mich eher auf die korrekte Aussprache von Uludağ, dann freut sich der Dönermann meines Vertrauens. :-)

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    Solange in anderen Ländern sehr unbefangen alles was Deutsch ist, der jeweiligen Landessprache angepasst ausgesprochen wird, finde ich es eher lustig, wenn wir dies hier auch so machen.

    So geht es mir auch.

    Das ist ein allgemeines Phänomen, dass ich mal als Regression zum Mittel bezeichnen möchte. Das Phänomen lässt sich etwa so beschreiben:


    Wenn wir (Deutschen) eine Maßnahme machen, was andere Länder nicht machen, dann wird das, je nach Gusto, als Argument für oder gegen diese Maßnahme herangezogen. (Wenn wir etwas nicht machen, was andere Länder machen, genauso.)


    Das finde ich ziemlich eigenartig. Man kann sich dann ja beliebig etwas herauspicken: Umweltschutz: macht China nicht, brauchen wir also nicht. Todesstrafe: Macht die USA doch auch, also können wir das doch auch machen. Sozialsysteme, Krankenversicherung...hat Land XY auch nicht, brauchen wir also nicht.


    Manchmal ist es ja gut, sich an anderen Ländern zu orientieren. Die Schweizer z.B. haben seit Jahrzehnten ein nächtliches Fahrverbot für Lkw. Das finde ich gut. (Und die Schweiz ist gar nicht pleite, hui, was sagt ihr nun BDA?)


    Aber wenn wir uns immer nur bequem orientieren, und da sagen: Hey, ja, Land xyz macht es (nicht), warum also wir? dann können wir auch gleich jeglichen Fortschritt kneifen.


    Für den vorliegenden Fall: Man kann sich ja winigstens mal bemühen. Die Klicklaute der San (oder Nama) kriegen wir sowieso nicht hin, aber Siobhan künftig als Schö-wo-an, das hat doch was.

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    Ich spreche "danae" übrigens da-na-eh aus, ist das überhaupt richtig?

    Ich auch. So wie es da steht eben.


    Genauso bei Shojo - spreche ich "Sojo" aus - (es sei mir bitte verziehen @:) - aber ganz ehrlich...hmm..."Schoscho" oder auch "Schojo" ist für mich nach der langen Zeit einfach zu befremdlich ;-)).


    Also bei mir ist es generell so, dass ich Namen deren (sprachliche) Herkunft ich nicht richtig zuordnen kann, oder deren Sprache ich nicht beherrsche - einfach so ausspreche wie sie da stehen.