• Schwangerschaftsbetrug

    Hallo... Ich bin vermutlich Opfer eines Schwangerschaftsbetrugs geworden. Ich habe vor einer Woche, die Post erhalten für den Unterhaltsvorschuss und das man mich als Vater angegeben hat. Ich wusste weder von der Schwangerschaft, noch von der Geburt etwas Wenn es so ist, das ich der Vater bin, ok zahle ich den Unterhalt... ABER ich bin mir 100% Sicher,…
  • 85 Antworten

    Ja war doch früher so oder nicht? (Aus meiner Familie haben auch welche heiraten müssen weil sie schwanger war)

    Ich mein er schreibt hier wie schlimm das ist, dass sie ein Kind von ihm bekommen hat und er Unterhalt zahlen muss (wenn es seins ist, was noch zu klären ist). Früher hätte es geheißen jetzt musst du sie heiraten. Was ist denn nun schlimmer? Eine Frau heiraten, die er nicht mag (so abfällig wie er über sie schreibt) oder Unterhalt für ein Kind zahlen, dass er nicht wollte?

    Boah dass man hier immer alles haarklein erklären erläutern und aufdröseln muss.

    Ich finde seinen Auftritt hier auch NULL sympathisch, ehrlich, aber man sollte doch schon so ein bisschen schauen, dass die Argumente und Anmerkungen, die man bringt, nicht nur dazu taugen, ihm eins zu verpassen, sondern auch ein bisschen inhaltlich brauchbar sind. Deinem letzten Beitrag, Pfefferminzbonbon, entnehme ich nicht viel weiter als Häme?

    Di schreibst doch vermutlich auch nicht jemandem, der gerade erfahren hat, dass ihm ein Bein abgenommen wird: "Tja, aber früher wärste gestorben, da überleg mal, was schlimmer wär". Oder einer durch eine Vergewaltigung schwangeren Frau:"Tja, es gibt noch Regionen auf der Erde, da könnte er der Strafe entgehen, indem er dich heiratet, in dem Licht betrachtet hast du es doch eigentlich noch ganz gut getroffen."

    Oder?

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    Nö war nicht hämisch gemeint, nur als Denkanstoß, dass im Falle eines ungeplanten und ungewollten Kindes heute die Möglichkeiten und gesamtgesellschaftlichen Ansichten doch erheblich besser sind als das vor einigen Jahren der Fall war. Man muss das auch mal von so einer Seite betrachten können.

    Ich weiß von einigen (älteren) Paaren, dass sie nicht geheiratet hätten, wenn sie nicht schwanger gewesen wäre.

    Pfefferminzbonbon schrieb:

    Wie gesagt. ER braucht zur Not "nur" zahlen, aber SIE hat das Kind (notfalls allein) großzuziehen.

    Inzwischen noch nicht einmal das - man kann das Kind auch zur Adoption freigeben.

    nee shojo diese Situationen sind damit nicht, null und überhaupt nicht vergleichbar. und das weißt du selbst auch.


    hier haben wir einen Mann, der ohne Gummi rumvögelt und dann der Frau unterstellt, sie habe ihn zwecks Schwangerschaft benutzt.

    Die einzige Konsequenz die für ihn daraus erwächst sind finanzieller Natur, was natürlich bitter ist keine Frage, aber das Kind hat einen Anspruch auf Unterhalt so es denn seines ist.

    Und finde ich es durchaus legitim mal darauf hinzuweisen, dass er froh sein kann, dass keiner von ihm verlangt, diese Frau zu heiraten und das ungewollte Kind mit ihr zusammen aufzuziehen.

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    Das ist ähnlich wie wenn eine Frau auch beschwert, dass der Chef scheiße ist und dann jemand kommt und sagt "sei froh, dass du heute lebst und arbeiten darfst ohne Einverständnis des Mannes". Das ist absolut nicht hilfreich.

    Naja, auch in früheren Jahrhunderten gab es genug uneheliche Kinder!

    Vor allem, wenn zwischen den beiden Beteiligten ein größerer Standesunterschied war, wurde in den seltensten Fällen wegen eines Kindes geheiratet...

    Und gerade in den ärmeren Schichten gab es viele uneheliche Geburten.

    Wenn z.B. eine Fabrikarbeiterin oder Dienstmagd ein Kind von einem angesehenen Kaufmann o.ä. bekam, wurde sie vom Vater des Kindes finanziell unterstützt, und das wars.

    Eine Heirat wäre in solchen Fällen nahezu unmöglich gewesen...


    Anders natürlich, wenn z,B. der Sohn von von Schreiner A die Tochter von Bauer C geschwängert hat. Dann wurde selbstverständlich geheiratet, sonst hätte vor allem das Mädchen ihren guten Ruf verloren und hätte für den Rest ihres Lebens als „leichtfertige Person“ und „Sünderin“ gegolten.

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    Pfefferminzbonbon schrieb:

    nee shojo diese Situationen sind damit nicht, null und überhaupt nicht vergleichbar. und das weißt du selbst auch.

    Ist das so? Derjenige aus meinem Beispiel mit der Amputation kann sein Bein ja auch durch Leichtfertigkeit verloren haben, wenn Du auf den "Selbstdieschuld"-Aspekt abzielst.

    Pfefferminzbonbon schrieb:

    hier haben wir einen Mann, der ohne Gummi rumvögelt und dann der Frau unterstellt, sie habe ihn zwecks Schwangerschaft benutzt

    Kann halt auch sein. Gibt es. Können wir hier nicht beurteilen.

    Pfefferminzbonbon schrieb:

    Die einzige Konsequenz die für ihn daraus erwächst sind finanzieller Natur, was natürlich bitter ist keine Frage, aber das Kind hat einen Anspruch auf Unterhalt so es denn seines ist.

    Ja, den Anspruch hat es, und das finde ich auch trotz aller hässlichen Schattenseiten dieser Regelung grundsätzlich richtig so, aber trotzdem bedeutet das für ihn nicht nur "irgendwie finanzielle Einbußen", was immer so lapidar dahingesagt ist. Ein normales bis passables Gehalt schnurrt durch den Unterhalt (wenn er anfänglich auch der Frau etwas zahlen muss) mitunter auf den Selbstbehalt runter, und auch danach bleibt es eine teuere Angelegenheit, ohne dass er irgendwas davon hat. Und wenn er Kontakt zu dem Kind will, bedeutet das zugleich auch Kontakt mit einer Frau, der er zutraut, ihn absichtlich belogen und benutzt zu haben. Unterhaltspflichtig bleibt er, soweit ich weiß, unter bestimmten Umständen bis zum 27. Lebensjahr des Kindes.

    Das sind nicht einfach nur finanzielle Konsequenzen, das ist ein anderes Leben.

    Das mit dem heiraten "müssen", kenne ich nur von Paaren die schon länger zusammen waren.

    Ein Bauerssohn der mal kurz über die betrunkene Magd gerutscht ist hat die sicher anschließend nicht geheiratet, wenn sie denn schwanger war.

    Shojo schrieb:

    ohne dass er irgendwas davon hat

    Unterhalt hat auch nicht den Anspruch, dass man selbst "etwas davon hat". Wie etliche weitere Zahlungen, die man als Bürger so abdrückt, auch nicht.
    Geht nicht um den Kauf eines schicken Autos.

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    Plüschbiest schrieb:

    Das mit dem heiraten "müssen", kenne ich nur von Paaren die schon länger zusammen waren.

    Ein Bauerssohn der mal kurz über die betrunkene Magd gerutscht ist hat die sicher anschließend nicht geheiratet, wenn sie denn schwanger war.

    Das passiert teilweise auch heute noch so. Mein Neffe wurde von seinen Eltern und den Eltern des Mädchens, mehr oder weniger, in die Ehe gequatscht, weil seine Freundin, die er gerade mal einen Monat kannte, schwanger wurde. Am Ende hielt die Ehe nur ein Jahr und die beiden lebten zu keinem Zeitpunkt zusammen aber die Eltern haben knapp 50.000 Euro für die Hochzeit ausgegeben 8-(X-\

    Plüschbiest schrieb:

    Das mit dem heiraten "müssen", kenne ich nur von Paaren die schon länger zusammen waren.

    Ein Bauerssohn der mal kurz über die betrunkene Magd gerutscht ist hat die sicher anschließend nicht geheiratet, wenn sie denn schwanger war.

    Die Magd war ja auch nicht "standesgemäß".

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