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    Anspruchshaltung mag sein, haben heute wohl sicherlich die meisten Studenten...

    Das glaube ich nicht, kenne ich so auch nicht und selbst wenn es so wäre, muss man sich dem ja nicht anschließen.

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    Aber es ändert nichts daran, dass es beschissen ist, wenn du der jenige bist der immer fast nichts hat.

    So jemand war ich so gesehen und ich fand es überhaupt nicht beschissen.

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    Ich persönlich finde es sehr ungerecht, dass jemand der Bafög bekommt mehr bekommt als meine Freundin, die einfach nur einen geizigen Vater hat.

    "jemand der Bafög bekommt" bekommt auch nicht zwangsläufig mehr.


    Geht es hier wirklich um "eine Freundin"?

    Und wieso ist deine Freundin mit 20 Jahren selbst versichert?


    Wieso sucht sie sich keinen Minijob? Das tun nämlich auch viele Studenten.


    Damit könnte sie, ohne an anderer Stelle wie der KV wieder Probleme zu bekommen, locker 400 dazuverdienen.


    Würde machen: Gratis wohnen dank Papi und 650 Euro "zum Leben".

    Wenn die Eltern privat versichert sind, gibt es leider keine kostenlose Familienversicherung. Wie gesagt es geht um meine beste Freundin, eigentlich ist der Fall einfach: man hat einen Unterhaltsanspruch von ich meine 670 Euro. Und die Eltern zahlen. Wenn das nur in der Realität so funktionieren würde, ohne dass sich Familien völlig zerstreiten. Sie lebt lieber mit weniger Geld als den Ärger mit ihrem Vater zu bekommen. Wie gesagt die 3 Nebenjobs sind nach bedarf und dadurch flexibel einteilbar. Ihr Studium ist auch Vollzeit da bleibt nicht viel Zeit. Mehr als 200 Euro pro Monat sind da während des Semesters nicht drin, aber so kommt sie dann auch schon relativ gut hin. Aber darum geht es nicht: Eltern die Zahlen können, sollten das auch und nicht nur wie sie es für angemessen halten.

    Ich sehe das Problem der Freundin noch immer nicht. Sie kommt gut hin. Hat ihren Vater zu einer eigenen Wohnung breitschlagen können, was bei der kurzen Entfernung nichts ist, wo man sagen müsste, alles andere wäre untragbar.


    Sie bekommt Wohnraum, den sie nicht selbst zahlen muss, und insgesamt 450 Euro (250 vom Vater, 200 durch jobben) "zum leben" - das ist ziemlich gut bedient.


    Was ist mit ihrem Kindergeld, wo bleibt das?

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    ihr WG Zimmer (200€) bezahlt er zum Glück auch noch, wollte sich aber auch lange Zeit weigern, weil sie ja auch bei Mama und Papa wohnen könnte. So musste sie im ersten halben Jahr jeden Tag 7km zur Uni hin radeln.

    7km mit dem Fahrrad ist für mich eine normale Alltagsstrecke. Kostet mich, je nach Weg, ca. 25 Minuten.


    Und so sehr ich den Wunsch nach einem eigenen Dach über dem Kopf nachvollziehen kann, kann man nicht erwarten, dass die Eltern bei 7 km Weg dieses selbstverständlich finanzieren.

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    Finde ein Leben mit ausschließlich Nudeln und Tomatensoße sollten auch Studenten nicht führen müssen.

    Muss sie sicher auch nicht.

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    Sie kann sich nicht Mal regelmäßig das ESsen in der Mensa leisten

    Das geht wohl Einigen so.

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    und da wird es dann zum Problem, wenn man für sein Mittag 7km nach hause fahren muss.

    Das ist jetzt nicht ernst gemeint, oder?

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    Für jeden Luxus (Friseur, eine neue Jacke oder was weiß ich) muss sie Papa anbetteln

    Sie könnte auch arbeiten.

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    Ich persönlich finde es sehr ungerecht, dass jemand der Bafög bekommt mehr bekommt als meine Freundin, die einfach nur einen geizigen Vater hat.

    Dafür muss sie aber sicher auch nichts zurückzahlen! Ich habe Bafög bekommen, wusste das sehr zu schätzen, hatte nach dem Studium aber auch 10.000 Euro Schulden.

    Also bei wenig geld während meiner ausbildung (kein studium aber weit von zuhause weg) bekam ich oft zu hören "lehrjahre sind keine herrenjahre" und das stimmt schon so...


    Bei uns in der ausbildung sind die leute morgens auch 30-40km gefahren gekommen. Mitm zug. Beginn 7:30 ende 16:30 + jeweilige anfahrtszeit.


    Klar kein studium, weniger lernpensum und so... aber naturwissenschaftlicher bereich...also doch ein gewisses lernpensum.


    Ich empfinde 7km also durchaus als machbar. Stulle zum mittag ist jetzt auch kein horror.


    Probleme hätte ich mit dem um 12 musst du daheim sein.


    Da hätte sie aber auch einfach psychologisch rangehen können "mama papa ich bin 18. Ich geb euch bescheid wenns später is (sms) aber sonst bitte ich euch zu respektieren, dass ich erwachsen bin."


    Hat bei mir funktioniert als ich mit 18 nen trip nach berlin gemacht hab nachm abi.


    Natürlich kennt keiner die individuelle situation der familie.


    Von daher urteile ich nicht über ihren anspruch.


    40euro taschengeld ist wirklich wenig aber auch da hätte sie ja die 200 dazu verdienen können wodurch es 240 euro sind. Für spiel spass und klamotten.


    Das ist garnicht mal so wenig.

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    Dafür muss sie aber sicher auch nichts zurückzahlen

    Ja, berücksichtigt man das, hat die Freundin von Makiki durch ihren Vater mehr geschenkt bekommen (450 Euro jeden Monat. Bafög-Höchstsatzempfänger (735 Euro) bekommen monatlich so gesehen nur 367 Euro geschenkt.

    Ob 40 Euro Taschengeld wenig ist kommt ja auch darauf an was alles finanziert wird. Also wenn man alle Kleidung und so gestellt bekommt, dann ist das nicht sooo dramatisch. Klar, da schwingt dann immer Kontrolle durch den Vater mit, aber das ist oft der Preis der Versorgung, die Abhängigkeit.

    Ich find halt, auch wenn es schade ist: Wenn es finanziell nicht möglich ist, dann muss man auch nicht studieren.


    (Fort- oder Weiter-)Bilden kann man sich über genügend andere Wege.


    Und außerdem: Kinder, deren Eltern nicht zahlen wollen, haben eben doch die Möglichkeit. Das ist dann meist das erste mal, an dem man etwas Verantwortung für sich selbst übernimmt und für sich und seine (realistischen) Wünsche einsteht; und man klagen kann (und sollte).


    Denn ich empfinde gegen die Eltern klagen nicht schlimmer, als wenn die Eltern die die Kohle haben, nicht zahlen wollen.....


    Das ist ungefähr so, wie wenn man die Arbeit verliert und aber keinen Antrag stellen möchte..... (Nur ist man hier halt im Zugzwang, wobei es nicht wenige gibt, die lieber Schulden machen, als über Ihren Schatten zu springen).


    Achja: Sollte man mal Klagen: Das bedeutet nicht automatisch, dass man dann Monate lang auf sein Geld warten muss. Das Bafög-Amt (wenn mich nicht alles täuscht, unter gewissen Umständen auch das Jobcenter) tritt dann in Vorleistung und holt sich dann das wieder zurück.

    Es ja eh jedem freigestellt, dass bei seinen Kindern so zu handhaben, wie er möchte.


    Lehrjahre sind keine Herrenjahre... ??manche Sprüche sollten verboten werden?? wenn das jeder der megamäßig schlecht für seine Ausbildung bezahlt wurde so übernimmt, bleibt es bei den Gehältern. Kann ja jeder überlegen, was er dafür tun musste, ob das Geld seiner Arbeit angemessen war,aber grade bei Lehren ist dem oft nicht so. Mein Schwager arbeitet auf dem Bau, na klar er lernt noch viel, hat auch mal zwischendurch Schule, aber auch dafür sind 300€ Gehalt lächerlich wenig. Das darf man nicht auf den Stundenlohn runter rechnen. Der bekommt dafür immerhin das Kindergeld von seiner Mama und sein Papa bezahlt auch noch etwas Unterhalt, sodass er zumindest nicht noch zusätzlich jobben muss und gut hinkommt.


    Wieso wird es überhaupt als so normal wahrgenommen das Studenten jobben? Die Fertigstellung der Ausbildung sollte oberstes Ziel sein und je nach Studiengang ist das ein Vollzeitjob. Wie viel man nun zum Leben meint zu brauchen variiert natürlich stark, 450€ sind in meinen Augen schon sehr wenig, ob meine Freundin einem leid tun muss, ist sicherlich Ansichtssache. Sie hat eine Familie die sie unterstützt, das ist mehr als viele haben. Ich persönlich kenne wenige Studenten, die von unter 600€ Wohnung und Leben finanzieren müssen. Kleinere Jobs haben viele, weil auch von 600€ kein Luxus drin ist. Dass das Studium bei denen dann leidet, sieht aber auch man über all. Mein Freundin brauchte zum Beispiel in vielen Prüfungen den 3. Versuch und ist immer nur mit viel Glück an der Kurswiederholung vorbei gekommen.


    Meine Eltern wollen deswegen gar nicht, dass ich arbeite. Sie wissen: Ein Kurs nicht geschafft = ein Jahr länger studieren=ein Jahr länger Unterhalt zahlen (700x12=8400€)= ein Jahr später fertig werden= ein Jahr Verdienstausfall (1500x12=18 000€) also ja meine Eltern zahlen mir den Unterhalt gerne, weil sie wissen, dass ich dafür Vollzeit studiere. Mag seindass das für euch schon unter verwöhnt läuft. Ich kann von 700€ gut leben, da ist Wohnung mit Freund (vorher wg), gelegentlich essen gehen, Kino und sogar ein Hund drin. (Kind erwähne ich nicht da gibts ja sogar Kindergeld und Im ersten Jahr Elterngeld) Macht mich bestimmt auch zu einem schlechten Chef, wenn ich meinen Azubis später ein vernünftiges Gehalt bezahle und nicht sage "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" Müssen Studenten bettelarm sein, die letzten Jobs annehmen, die überhaupt nichts für Ihre Zukunft bringen, damit es echte Studenten sind und die Eltern sagen können "so war es früher bei uns auch"?


    Hier kommt hinzu, dass es nur eine handvoll Stellen gibt und noch weniger, die mit einem Studium in Regelstudienzeit zu verbinden sind. Meine Freundin macht schon die sinnvollsten: Sitzwache-man kann nebenbei lernen, Tutorenstellen-sinnvoll zur Wiederholung für sich selbst, Nachhilfe-flexibel zwischen durch einschiebbar. Gute Karten haben nur die mit einer Ausbildung, denn die können während der Ferien in ihre ehemaligen Betriebe und sammeln Vitamin B. Ansonsten ist hier in den Ferien tote Hose und alle prügeln sich um wenige Jobs. Selbst für einen Job bei netto an der Kasse braucht Man viel Glück und die Arbeitszeiten sind sehr ungünstig. Aber klar: Wer unbedingt studieren möchte, schafft das sicherlich auch irgendwie in X Jahren, (bestreitet ja auch niemand) aber das sollte jawohl nicht das Ziel sein- arbeiten um studieren zu können...jedenfalls nicht für die Erstausbildung.

    meinetwegen können eltern geld geben wie sie wollen, wenn sie es haben.


    was mich wirklich stört ist die anspruchshaltung, die mitschwingt. "azubipflichtbewusstsein" nannte mein ausbilder das. fand ich arg fies und gemein, aber nach einigen jahren im berufsleben muss ich ihm da schon recht geben.


    auf der einen seite will man erwachsen sein, eine eigene wohnung, weggehen, ins kino, neue handys, klamotten, jeden tag in der mensa essen, nur keine brote schmieren und und und.


    auf der anderen seite will man aber noch soviel kind sein, dass bitte andere einem das alles ermöglichen, weil man ja noch in der ausbildung ist.


    für viele im berufsleben, die seit jahren und jahrzehnten 40 stunden arbeiten, in ihrem beruf fähigkeiten und kentnisse haben und dem unternehmen somit fakisch gewinn bringen, ohne angelernt, begleitet und betreut zu werden, ist es luxus jeden tag essen zu gehen, jedes wochenende party zu machen in irgendwelchen locations oder für 50 eur plus cocktails zu schlürfen.


    warum besteht da dieser anspruch bei leuten, die frisch von der schule sind und gerade erst auf dem weg in ihr späteres arbeitsleben, diesen luxus selbstverständlich zu bekommen?


    so alt bin ich ja noch nicht. allerdings erinnere ich mich an partys einmal im monat, die dann bei jemandem in der wg stattfanden und alle brachten was mit, die bierkästen wurden im discounter geholt und getragen und dazu wurden zwei bleche pizza, chili, nudeln oder sowas wie käse-lauch-suppe von allen zubereitet, ein film aus der videothek dazu, fertig.


    eingekauft wurde im angebot und saisonal, kein convenience und mitgenommen wurden brote (das machen auch heute die meisten kollegen).


    mietraum ist teurer geworden, klar. aber nach abzug der miete sollte bei 300-400 euro wirklich niemand nur von toast und nudeln leben müssen. wenn es dann aber immer vom besten und neuesten sein muss, dann sollte man - meiner meinung nach - dafür eben tatsächlich am wochenende kellnern gehen, regale einräumen oder ähnliches.

    nachtrag: was das bafög angeht, so sehe ich da auch einiges an naivität. das geld ist ja nicht geschenkt, sondern einen teil, der so klein nicht ist, muss man zurückzahlen, so dass der rattenschwanz später kommt.

    Das Bafög musst du ja erst fünf Jahre nach Abschluss zurückzahlen, die Höchstsumme ist inzwischen auf 10.000€ gedeckelt, unabhängig davon ob man mehr bekommen hat, und wenn man es auf einen Schlag zurückzahlt erlassen sie einem die Hälfte. Ich finde das fair.

    Solang man in der ausbildung ist, kostet man oft mehr als man leistet.


    Der ausbildungsbetrieb zahlt drauf. Lehrmaterialien, fehler ausbessern, doppelte Arbeit usw.


    Man kostet somit sogar mehr als ein ungelernter arbeiter, denn der betrieb muss seiner lehrpflicht nachgehen und los wird man einen azubi der nur mist baut auch schwerlich.


    Ich finde du redest dir da die welt etwas schön. Klar wärs schön wenn jeder 1000 euro im monat hat. Einfach so. Poof.


    Allerdings musst du dann eben auf das bedingungslose grundeinkommen hinarbeiten und meiner meinung nach ist das nicht so eben umsetzbar.


    Du kannst gern deinen azubis 1000euro im ersten lehrjahr zahlen... nur misst du das dann als selbst angestellte eben auch rechtfertigen und vorher mal durchrechnen solltest du selbstständig sein. Sonst bricht das deiner firma das genick.

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    Das Bafög musst du ja erst fünf Jahre nach Abschluss zurückzahlen, die Höchstsumme ist inzwischen auf 10.000€ gedeckelt, unabhängig davon ob man mehr bekommen hat, und wenn man es auf einen Schlag zurückzahlt erlassen sie einem die Hälfte. Ich finde das fair.

    keine frage, es ist fair.


    nur diese sich darüber beschweren dass es ja unfair ist, wenn die eigenen elern nur 400 euro schenken, wo andere doch bafög bekommen, das viel höher ist, ist das, wasich als naiv ansehe.


    wenn da kein gefragter studiengang dahinersteckt oder ein leben mit 600 euro nach abzug der miete schon als schwer zu leben empfunden wird, sehe ich schwarz dafür, dass in diesen fünf jahren 5000 gespart wurden oder aber das gehalt so hoch ist, dass eine sinnvolle ratenzahlung nicht ebenso als schrecklich einschränkend empfunden wird.

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    nur diese sich darüber beschweren dass es ja unfair ist, wenn die eigenen elern nur 400 euro schenken, wo andere doch bafög bekommen, das viel höher ist, ist das, wasich als naiv ansehe.

    Ja, absolut. Und man bekommt ja auch nicht gleich den Bafög Höchstsatz (700€, oder?), sondern meist weniger. Wie hier schon jemand schrieb, Eltern mit einem finanziellen Polster sind besser. Es kann immer was sein.


    Ich finde es übrigens auch gut, dass die Eltern in der Pflicht sind, wenn sie es finanzieren können. Man muss sich beim Kinderkriegen bewusst sein, dass man viel Geld investieren muss. Wenn die Eltern das Geld haben, aber sich weigern, die Ausbildung zu fördern, würde ich wohl auch rechtliche Schritte erwägen. Ich hatte das große Glück, dass meine Eltern mich freiwillig unterstützt haben, auch wenn sie nicht viel Geld hatten. :-) ich habe die Hälfte meines Studiums zuhause gelebt. Und habe es durchaus sehr gut überstanden.

    @ hag-tysja:

    Sehe diese Anspruchshaltung auch kritisch... aber das tendiert dann ja gen gesamtgesellschaftliches Problem: Statussymbole und und und - während die Realeinkommen das längst nicht hergeben. Weiß man, wie viele Menschen verschuldet sind, weil sie ggf. nach dem - Eltern sei Dank - Rundum-Sorglos-Paket nicht mit ihrem eigenen Geld hinkommen?


    Vieles gaukelt einfach auch die schöne neue Welt der sozialen Netzwerke vor. Die Tochter meines Partners ist da auch so ein Fall: Anfang 20, verdient als Friseurin gerade mal 1000€ netto. Wohnt noch bei der Mutter, weil von dem Gehalt kaum eine eigene Wohnung drin ist. Aber will unbedingt ein Mini Cabriolet fahren oder einen Fiat 500. Günstigere Automarke kommt nicht in Frage (wir fahren Golf & Corsa...). Zahlt immens viel Geld für ein hippes Fitnessstudio. Instagramm und facebook lassen grüßen - und die Erziehung lässt leider zu wünschen übrig. Und Wohnungssuche: Natürlich nur Beubau und mind. 2 Zimmer. Mit Terrasse. Kein Gespür, dass es mit ihrem Gehalt nicht funktioniert. Gleichzeitig zu stolz, Wohngeld zu beantragen. Das gibt es ja aus einem guten Grund.


    Mir fehlt da (nicht bei allen, aber einigen Menschen) irgendwie die realistische Bodenhaftung...


    Und bzgl. Bafög:


    Diejenigen, die den Höchstsatz bekommen, sind die letzten, die in der Lage sind, über Jahre schon einige Tausend Euro anzusparen. Bafög im Studium, dann ggf. Umzug wg. Job, nicht immer das Traumgehalt am Anfang. Da sind Reserven doch z.T. schon durch Job- & Wohnungssuche nach dem Studium weg. Oder wenn nicht sofort der erste Job da ist und man entweder direkt in Hartz IV rutscht oder es mit Ersparnissen vermeiden will.


    In meinem Berufsfeld schloßss sich ans Studium noch eine teure Pflichtweiterbildung an. Zwei Freundinnen von mir haben BaföG-Höchstsatz bekommen. Dann kamen rd. 20.000€ für die Weiterbildung inkl. einem Jahr fast unbezahltem Arbeiten und und und. Wir sind alle seit 10-11 Jahren mit dem Studium fertig. Die beiden zahlen immer noch ihre Kredite ab - und somit fehlt das Geld für Wohneigentum, Auto,... Bei mir war auch seit 10 Jahren kein Urlaub mehr drin, die Kredite sind aber immerhin abbezahlt (kein BaföG, aber Studienkredit fürs letzte Jahr von rd. 5500€). Waren knapp 30.000€ - und damit hätte man sich andere Dinge aufbauen können.


    Man schleppt BaföG und Studienkredite einfach noch lange als Belastung mit sich rum. Oder einfach als etws, was woanders wieder fehlt.

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    In meinem Berufsfeld schloßss sich ans Studium noch eine teure Pflichtweiterbildung an. Zwei Freundinnen von mir haben BaföG-Höchstsatz bekommen. Dann kamen rd. 20.000€ für die Weiterbildung inkl. einem Jahr fast unbezahltem Arbeiten und und und.

    Das ist aber absolut nicht die Regel.

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    Diejenigen, die den Höchstsatz bekommen, sind die letzten, die in der Lage sind, über Jahre schon einige Tausend Euro anzusparen. Bafög im Studium, dann ggf. Umzug wg. Job, nicht immer das Traumgehalt am Anfang. Da sind Reserven doch z.T. schon durch Job- & Wohnungssuche nach dem Studium weg. Oder wenn nicht sofort der erste Job da ist und man entweder direkt in Hartz IV rutscht oder es mit Ersparnissen vermeiden will.

    Es wären knapp 90€ im Monat. Ich denke, außer wenn man Hartz IV bezieht, sollte das schon möglich sein, auch wenns natürlich nicht toll ist. Im schlimmsten Fall würde ich mir einen Teilkredit aufnehmen und das Bafög sofort zurückzahlen.