Verhandlungssicher/ fließend in Wort und Schrift

    Ich hoffe, dass ich dies hier fragen kann; Google war irgendwie ergebnislos. Ich lese in manchen Stellenanzeigen "deutsch: verhandlungssicher, englisch: fließend in Wort und Schrift". Einmal muss man auch beides verhandlungssicher beherrschen und ein andermal genügt beides in Wort und Schrift, während dann wiederum das Deutsche fließend in Wort und Schrift zu sein hat, während das Englische verhandlungssicher beherrscht werden muss.


    Tja, ich spreche Oxford-Englisch fließend in Wort und Schrift, habe aber Schwierigkeiten mit Chicagoer und Kalifornischem Englisch, während mir Texanisch und auch New Yorker Englisch wiederum leicht fällt, ebenso wie das Verstehen von Cockney... Auf der anderen Seite kann ich kaum in Cockney schreiben und sprechen tue ich auch nur die "Light – Version" (Ich habe keine Probleme mit Abkürzungen und Lautveränderungen, kann aber gar nicht schnell genug reimen, um es zu sprechen).


    Also, drei Fragen:


    1.) Worin besteht der Unterschied zwischen "verhandlungssicher" und "fließend in Wort und Schrift"?


    2.) Kann man seine Muttersprache schlechter sprechen als verhandlungssicher?


    3.) Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um mein Englisch als verhandlungssicher zu bezeichnen? Welchen englischen Dialekt muss ich eigentlich beherrschen (Ich spreche doch auch kein bajuwarisch)?

  • 7 Antworten

    Auch dies ergoogelt?

    http://jobservice.uni-klu.ac.a…e_tipps_unterlagen_21.htm

    cool,

    danke @ Cooking-Woody. Damit sind 2 von 3 Fragen beantwortet:

    Zitat

    Ich kann praktisch jede Art von geschriebenem Text mühelos lesen und habe keine Schwierigkeit gesprochene Sprache zu verstehen.

    Also muesste nich eigentlich schreiben, dass ich verhandlungssicheres Hochdeutsch, Oxford-English, Estuary English, Texanisch, New Yorker Englisch spreche, waerend ich nur Grundkenntnisse in Bajuwarisch, Schwaebisch, Kalifornisch und Cockney habe.... hmmm...


    Ich ueberlege mal laut:


    Wenn man sagt, man spricht Spanisch, dann meint man Castellanisch und nicht Katalanisch, bei Russisch Moskauer Russisch und nicht Wladiwostockisch und bei Franzoesisch Pariser Fransoesisch und kein "Tolousaeng". Kann man dies so festhalten? Dann muesste mit Englisch auch Oxford-Englisch gemeint sein, oder? Welches Deutsch ist eigentlich "hochdeutsch"?

    m a r v i n

    Zitat

    Also, drei Fragen:


    1.) Worin besteht der Unterschied zwischen "verhandlungssicher" und "fließend in Wort und Schrift"?

    Fließend in Wort und Schrift bedeutet nicht, dass man in der Lage ist zu verhandeln. Die Frage ist also, worüber muss man verhandeln können. Ich finde die obige ergoogelte Erklärung recht zutreffend.

    Zitat

    2.) Kann man seine Muttersprache schlechter sprechen als verhandlungssicher?

    Natürlich, denn verhandlungssicher bezieht sich auf die Fachterminologie, das heißt, dass man nicht automatisch in der eigenen Muttersprache verhandlungssicher ist, sofern die Fachterminologie fehlt.

    Zitat

    3.) Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um mein Englisch als verhandlungssicher zu bezeichnen? Welchen englischen Dialekt muss ich eigentlich beherrschen (Ich spreche doch auch kein bajuwarisch)?

    Es geht nicht um den Dialekt. Englisch ist Englisch, egal ob amerikanisches oder englisches.

    re: Kleio

    ersteinmal danke fuer deine antwort.

    Zitat

    Englisch ist Englisch, egal ob amerikanisches oder englisches.

    Kannst du dies naeher erlaeutern? Kann ich dann mein Englisch als verhandlungssicher bezeichnen, weil ich kein Schwierigkeiten habe George W. Bush oder Prinz Harry zu folgen, waehrend ich nicht wirklich in der Lage bin, Dr. Dre zu verstehen?

    m a r v i n

    Zitat

    Kannst du dies naeher erlaeutern? Kann ich dann mein Englisch als verhandlungssicher bezeichnen, weil ich kein Schwierigkeiten habe George W. Bush oder Prinz Harry zu folgen, waehrend ich nicht wirklich in der Lage bin, Dr. Dre zu verstehen?

    Wie schon erwähnt, so hängt es davon ab, in welcher Branche Du Dich bewirbst. Was nützt Dir die politische Terminologie, wenn Du im medizinischen Bereich verhandlungsfähig sein solltest und das z. B. in einer Lizenzabteilung? Gar nichts. Das muss man im Zusammenhang sehen. Um welche Branche geht es und um welchen Job - dass man in einer medizinischen Branche keine Speditionsverhandlungen braucht ist klar und wenn Du über Speditionsterminologie und -kenntnisse verfügst, aber Dir die medizinische Terminologie fehlt, dann verfügst Du in der Medizinbranche kein verhandlungsfähiges Englisch (auch wenn Du Dich fließen und grammatikalisch halbewes richtig unterhalten kannst).. Dasselbe gilt eben auch für die Muttersprache. Verhandlungsfähigkeit wird ja dann verlangt, wenn das ein Teil des Jobs ist, das heißt natürlich auch die gesetzlichen Bestimmungen zu kennen, die dieser Job abverlangt, demnach auch die Terminologie und diese auch in der Fremdsprache zu kennen und anzuwenden.

    @marvin

    als hochdeutsch darfst du getrost das deutsch in der umgebung von ittenberge an der elbe betrachten.


    daselbst wurde martin luther geboren und dort abeitete er.


    für die übersetzung der bibel aus dem lateinischen hatte er "dem volk aufs maul geschaut".und da dieses volk die sprache dieser gegend sprach ist dieses deutsch hochdeutsch.


    stell dir mal vor luther wäre aus leipzig,dresden oder chemnitz ;-D


    logix ;-)