Wahl zum Schöffen

    Hallo zusammen,


    hat jemand von euch auch eine Benachrichtigung von eurer Gemeinde/Stadt bekommen, dass ihr bei der Schöffenwahl dabei seid?


    Hat jemand eine Ahnung, wie groß da die Gefahr ist, gewählt zu werden? Hat jemand schonmal als Schöffe gearbeitet? Muss/sollte ich den Fragebogen ausfüllen oder ist es besser nicht zu antworten, wenn man dieses Amt nicht übernehmen möchte?

  • 12 Antworten

    Ich habe aus beruflichen Gründen keine Möglichlichkeit dieses interessante, verantwortungsvolle Ehrenmamt auszuüben.


    Wenn Du dich nicht selbst beworben hast, hat das jemand anderes getan, der der Meinung ist, dass Du dafür geeignet bist.


    An Deiner Stelle würde ich in der Geschäftstelle des zuständigen Gerichts vorsprechen und Informationen einholen.

    Zitat

    Wenn Du dich nicht selbst beworben hast, hat das jemand anderes getan, der der Meinung ist, dass Du dafür geeignet bist.

    Laut dem Brief wird man zufällig ausgewählt. ":/

    Zitat

    Ich habe aus beruflichen Gründen keine Möglichlichkeit dieses interessante, verantwortungsvolle Ehrenmamt auszuüben.

    Beruflich ist es mir auch ziemlich unmöglich dieses Amt auszufüllen. Aber das scheint wohl egal zu sein. Mein Hauptproblem ist eher, dass ich im Laufe dieses Jahres umziehen werde und ich mehrere Hundert Kilometer entfernt wohnen werde. :-/

    Bin mir relativ sicher, dass ich das irgendwo gelesen habe. Finde es jetzt natürlich nicht mehr %-|. Wenn Du es nicht machen willst, ruf' doch einfach mal dort an und frag' nach. Es kann ja nicht zumutbar sein, wegen dieses Amtes entweder einen geplanten Umzug zu verschieben oder mehrere hundert Kilometer anzureisen.

    Erstmal würde ich prüfen, ob das Schreiben echt ist oder ob sich jemand einen Scherz erlaubt hat. Anschließend solltest du dich im Netz bzw. bei Deiner Gemeinde über die Schöffenwahl informieren. Besonders würde ich der Frage nachgehen, ob die Gemeinde eine "Zufallswahl" getroffen hat oder ob Dich jemand vorgeschlagen hat. Dann hast Du bestimmt alle Antworten zusammen, die Du benötigst.

    Zitat

    Beruflich ist es mir auch ziemlich unmöglich dieses Amt auszufüllen.

    Für die Tätigkeit muss dich der Arbeitgeber freistellen oder du enthältst eine Aufwandentschädigung.

    Zitat

    Mein Hauptproblem ist eher, dass ich im Laufe dieses Jahres umziehen werde

    Dann wirst du auch kein Schöffe mehr sein.


    Aber unabhängig von der Tatsache, dass du für diese Einberufung wohl nicht mehr infrage kommst: gibt es einen Grund warum du das nicht machen möchtest? Bedenken wegen der Verantwortung? Scheuen eines möglichen Aufwands? Ich finde, es gibt noch viel zu wenige Möglichkeiten, sich als Bürger bzw. Laie in die Gewaltenteilung einzubringen. Es gibt zwar leichtgewichtige demokratische Mittel, die Ausgestaltung mit zu beeinflussen (aber selbst den aktiven demokratischen Diskurs scheuen viele Menschen und wollen lieber in Ruhe gelassen werden), aber die Chance auf eine unmittelbare Teilhabe würde ich persönlich sehr willkommen heißen. Ich bin auch überzeugt, dass das den Horizont erweitert und man auch menschlich neue Erfahrungen für sich selbst sammelt. Daran kann man wachsen.

    Ich war sehr lange Zeit Schöffin.


    Wenn Du wegziehst, dann bist du befreit und es rückt jemand für Dich nach. Du bist sogar verpflichtet einen Umzug zu melden.


    Meist sind nicht genug Freiwillige dafür vorhanden, dann werden Schöffen einberufen.


    Ich finde, dass es den Horizont sehr erweitert, wenn man als Laie mal Einblicke in die Gerichtsmaschinerie bekommt. Zu schnell plappert es sich heraus, dass unsere Gerichte viel zu milde Urteile sprechen. Manchmal reichen aber halt die Beweise nicht 100%ig aus. Keiner von uns möchte unschuldig verurteilt werden.