• Was ist für Euch "Meinungsfreiheit"?

    Angeregt duch den Corona-Faden, hier die ganz einfache Frage siehe Titel: - generell? - privat? - Medien? - (dieses) Forum?
  • 84 Antworten

    Meinungsfreiheit heißt, das es jemandem Frei steht, jede nur denkbare Meinung zu haben.

    Und das man diese Meinung auch äußern darf ohne das der Staat eingreift, solange es sich Verleumdung, Beleidung, Lügen handelt. Dann darf der Staat eingreifen, meistens aufgrund von Anzeigen des betroffenen Bürgers.


    Meinungsfreiheit heißt nicht, dass in einem Forum oder einer beim sonstigen Zusammentreffen von Menschen alles geäußert werden darf, wenn derjenige, der das Hausrecht hat, dem nicht zustimmt.


    Meinungsfreiheit hat natürlich auch derjenige, der meint das eine andere Meinung falsch, undurchdacht, blöde, nicht auf Fakten begründet ist.

    Meinungsfreiheit heißt eben nicht, dass man keine Widerworte bekommt oder zukünftig ignoriert wird.


    Meinung kann, muss aber nicht den Fakten entsprechen.Wenn jemand also sagt, dass 2 + 2 = 8 ist, dann wird er sicherlich viel Widerspruch erfahren oder als bescheuert bezeichnet werden. Ändert derjenige seine Meinung dann aufgrund der vorgelegten Fakten nicht, ... tja, dann sollte der Meinungsträger sich nicht wundern, wenn er schlimmstenfalls Freunde verliert oder Familienmitglieder sich abwenden.


    Meinungsfreiheit hat nichts mit Höflichkeit oder Unhöflichkeit zu tun; mit Ausnahme siehe mein erster Absatz.


    Beispiel Corona: Wenn jemand der Meinung ist, das SarsCov-19 nicht existiert / keine Krankheit auslöst / schon lange existiert, dann beruht das nicht auf den bekannten Fakten.

    Da diese Meinungen besonders oft von Leuten mit auch anderen Meinungen, die nicht auf Fakten beruhen, anzutreffen sind und oft mit Verschwörungen erklärt werden, darf man diese Leute durchaus Verschwörungtheoretiker nennen. Wobei das Wort Theorie hier nicht im Wissenschaftlichen sondern im Umgangssprachlichen verwendet wird.


    Aluhutträger sehe ich in diesem Zusammenhang als witzige Bezeichnung und nicht als Beleidigung. Meine Meinung. Kein Fakt. Kann man sicher auch anders sehen.

    Demoverbot? Trotz Erlaubnis von Demos zu anderen Themen kurz vorher? Nur so als Beispiel.

    Gefährlich? Aber nur wenn ein bestimmtes Thema in der Überschrift steht? Macht das Virus da einen Unterschied?

    Fragen über Fragen.

    bion schrieb:

    Na ja, sie stehen bereits oben und im weiteren im Corona-Faden. Im übrigen ist immer noch meine ganz anfängliche ursprüngliche Frage offen, nämlich wo bitte in die Meinungsfreiheit in Deutschland im Zusammenhang mit dem Coronavirus eingegriffen wird (um dies mal aus dem ganzen Wortnebel wieder hervorzuholen).

    Das würde ich auch gerne wissen. Ich habe schon so viele unterschiedliche und sich widersprechende Meinungen zu Corona gelesen (Zeitungsartikel, Blogartikel, Tweets, Forenbeiträge, Leserbriefe), gehört (Radiobeiträge, Podcasts) und gesehen (TV-Beiträge, YouTube-Videos etc.), das ich mich frage, wo denn die hier Meinung verboten wird zu äußern.

    Demonstrationen wurden angemeldet und sind erfolgt. Sie werden jetzt teilweise untersagt, weil sich bei den erfolgten Demos nicht an Auflagen gehalten wurde und jetzt wieder die gleiche Demonstranten auflaufen würden. Wäre sich bislang dran gehalten worden, dürften die Demos auch weiter stattfinden.

    Die Demonstrationen sind je gerade nicht untersagt worden, weil jemand etwas gegen die Meinung der Demonstranten hätte.

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    Missmackintosh schrieb:

    Demoverbot? Trotz Erlaubnis von Demos zu anderen Themen kurz vorher?

    Nein. Demoverbot, weil aus Erfahrung, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen ist, dass die zur Zeit geltenden Hygienevorschriften wiederholt nicht eingehalten werden.


    Versuchen Sie doch mal bei der Wahrheit zu bleiben.

    Missmackintosh schrieb:

    Demoverbot? Trotz Erlaubnis von Demos zu anderen Themen kurz vorher? Nur so als Beispiel.

    Gefährlich? Aber nur wenn ein bestimmtes Thema in der Überschrift steht? Macht das Virus da einen Unterschied?

    Fragen über Fragen.

    Ah, jetzt kommt die Versammlungfreiheit (es muss das Narrativ über unseren vermeintlich unterdrückerischen Staat ja vervollständigt werden). Im Corona-Faden hast diesbezüglich das Folgende geschrieben:

    Zitat

    Die Medien und die Regierung hierzulande hat sich nun auf die Meinung des menschengemachten Klimawandels eingeschossen und ab dann darf darüber nicht mehr diskutiert werden?

    Wir haben in Deutschland schon einmal schmerzhaft erleben müssen was passiert, wenn Menschen nicht mehr über Entscheidungen, oder Meinungen diskutieren dürfen. Diesen Status sollten wir uns nicht noch einmal wünschen.

    Noch einmal. Egal welche Meinung. In einer Demokratie darf sie geäußert werden, solange sie keinen Straftatbestand erfüllt. Und das ist gut so!

    An diese Stelle möchte ich noch mal ganz kurz die von Dir nicht gesehene "Wuchtigkeit" Deiner Worte anmerken. Aber zum Thema: Ist Dir bekannt, dass die Untersagung der Berliner Demo erfolgte, weil der Veranstalter bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, dass das genehmigte Hygienekonzept auf seinen Demos nahezu völlig mißachtet wurde?

    Mich interessiert mehr, wo sie ihre Grenzen findet.

    Sie endet da, wo die Freiheit anderer "attackiert" wird, wo sie zur Herabwürdigung benutzt wird oder um Hetze, Rassismus und Diskriminierung Vorschub zu leisten. Das werde ich NIE als Meinungsfreiheit tolerieren. Die AfD und wie sie alle heißen, brauchen sich gar nicht erst als Opfer zu stilisieren. Das Gleiche gilt für diese komischen Corona Demonstrant*innen. Leute, die sich hier gemein machen mit Rechtsradikalen, Holocaust Leugnern und Reichsbürgern, sind wahrlich entbehrlich. Das galt schon für Pegida, Bärgida und die restlichen *idas.

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    bion schrieb:

    Ist Dir bekannt, dass die Untersagung der Berliner Demo erfolgte, weil der Veranstalter bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, dass das genehmigte Hygienekonzept auf seinen Demos nahezu völlig mißachtet wurde

    Ist dir bekannt, dass die Missachtung des Hygienekonzepts auf diesen Demos nicht die Konsequenzen hatte, welche die Rechtfertigung für das Verbot sind?

    Souha schrieb:

    Mich interessiert mehr, wo sie ihre Grenzen findet.

    Sie endet da, wo die Freiheit anderer "attackiert" wird, wo sie zur Herabwürdigung benutzt wird oder um Hetze, Rassismus und Diskriminierung Vorschub zu leisten. Das werde ich NIE als Meinungsfreiheit tolerieren.

    Das freut mich zu hören, denn das ist genau das, was zur Zeit passiert.

    Souha schrieb:

    Das Gleiche gilt für diese komischen Corona Demonstrant*innen. Leute, die sich hier gemein machen mit Rechtsradikalen, Holocaust Leugnern und Reichsbürgern, sind wahrlich entbehrlich.

    Warst du auf der Demo?

    Wenn ja, wüsstest du, dass der Großteil der dort Anwesenden einfach nur normale, besorgte Bürger waren, die friedlich miteinander demonstriert haben. Ein paar Vollidioten mischen sich immer unter; das war auf der BLM-Demo nicht anders. Sowas gilt doch auch für Kino, Konzerte, Discos und andere Veranstaltungen jeglicher Art. Aber nur weil Menschen dieser Gesinnung vor Ort sind, heißt das nicht, das man ihr Weltbild teilen muss. Salopp formuliert: nur weil ich mich mit einem Nazi persönlich gut verstehe, macht mich das nicht zu einem Nazi.

    Wer Schärfe hereingebracht hat, waren die Gegner der Demo, die alle Leute pauschal als Nazis abgestempelt haben.

    Diese Informationen erhält man eben in gewissen Medien nicht, sondern das, was in deinem letzten Zitat steht.

    Ich glaub, da verstehst Du etwas falsch. Damit mein ich nicht das Verbot der Corona Demo. Wenn man darüber jammert, braucht man derzeit nur nach Weißrussland schauen. Dort werden Demonstrant*innen tatsächlich gewaltsam unterdrückt, willkürlich gefangengenommen oder verschwinden ganz einfach. Hätte man sich hier wenigstens einigermaßen an die Regeln gehalten, dann würde es dieses Verbot nicht geben.


    Nein, die seh ich nicht als besorgte Bürger und die Crux ist, ich würde mich von vornherein nie mit einem Nazi gut verstehen. Nie. Schon allein deshalb würd ich nie auf so eine Demo gehen. Womöglich neben einem mit der Reichskriegsflagge stehen. Nein.

    Jaja aber in einer Dikatur käme man für solche Aussagen ggff in den Knast ohne Gerichtsurteil. Das ist mit ein Grund warum so viele Leute behaupten, wir würden in einer Diktatur leben.

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    Fizzlypuzzly schrieb:

    Meine Güte, schlimmer gehts wohl nimmer. Den Thread hätte man sich schenken können.

    Meinungsfreiheit ;-D

    Souha schrieb:

    Hätte man sich hier wenigstens einigermaßen an die Regeln gehalten, dann würde es dieses Verbot nicht geben.

    Das ist schlichtweg reine Mutmaßung und die Sachlage deutet darauf hin, dass sie falsch ist.

    Souha schrieb:

    Wenn man darüber jammert, braucht man derzeit nur nach Weißrussland schauen. Dort werden Demonstrant*innen tatsächlich gewaltsam unterdrückt, willkürlich gefangengenommen oder verschwinden ganz einfach.

    Du verteidigst also diese Demos in Weißrussland? Interessant.

    Souha schrieb:

    Nein, die seh ich nicht als besorgte Bürger und die Crux ist, ich würde mich von vornherein nie mit einem Nazi gut verstehen. Nie. Schon allein deshalb würd ich nie auf so eine Demo gehen. Womöglich neben einem mit der Reichskriegsflagge stehen. Nein.

    Okay, jetzt bin ich überzeugt davon, dass du sehr wenig wahre Informationen über diese Demos hast.

    Ich halte von jeglicher politischen Gesinnung absolut nichts. Hohlbirnen und stumpfe Parolenbrüller gibt es in allen Lagern. Nur wegen ihrer Gesinnung grenze ich aber diese Menschen nicht aus, auch wenn ich es nicht gutheiße. Solange sie mir mit ihrem Gedankengut vom Leib bleiben, sehe ich keinen Anlass, diese Menschen pauschal zu verteufeln. Was den ersten Eindruck angeht, bin ich frei von Feindbildern und Vorurteilen, denn für mich ist das nichts Anderes als Diskriminierung.

    Auf diesen Demos finden sich immer vereinzelte Spinner, die sie zu ihren Gunsten hijacken möchten; das sind aber wirklich nur Einzelfälle. Die Meisten sind einfach dort, um für ihre Freiheit einzustehen und das darf man niemandem absprechen - völlig gleich, ob Moslem, Nazi, Antifa oder sonstwas. Im Endeffekt geht es nur um den Menschen und sein angeborenes Recht.

    Missmackintosh schrieb:
    Kulturschaffender schrieb:

    Ich war zwar nicht gefragt, aber:

    bion schrieb:

    Und was hat das mit der Meinungsfreiheit zu tun?

    Meinungsfreiheit beinhaltet für mich auch den Respekt vor der anderen Meinung. EinTotschlagargument lässt diesen Respekt vermissen.

    Genau so ist es! Danke für diesen Beitrag.

    Wieso bedanken Sie sich ? SIE lassen doch die Meinung anderer nicht gelten.

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    Silbermondauge schrieb:
    Fizzlypuzzly schrieb:

    Meine Güte, schlimmer gehts wohl nimmer. Den Thread hätte man sich schenken können.

    Meinungsfreiheit ;-D

    :)z:-D;-D

    Lemming500 schrieb:
    Missmackintosh schrieb:

    Demoverbot? Trotz Erlaubnis von Demos zu anderen Themen kurz vorher?

    Nein. Demoverbot, weil aus Erfahrung, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen ist, dass die zur Zeit geltenden Hygienevorschriften wiederholt nicht eingehalten werden.


    Versuchen Sie doch mal bei der Wahrheit zu bleiben.

    Demos können auch abgebrochen werden, wenn sich nicht an die Auflagen gehalten wird. Komisch, bei den diversen Black lives matter-Demos wurde sich auch nicht an die Hygienevorschriften gehalten (jedenfalls war das mein Eindruck zu dem, was ich von der Demo gesehen habe). Auch bei diversen Beerdigungen von Großfamilien und Clans wurde sich häufig meines Wissens nach nicht an die Vorschriften gehalten. Weder Abstand, noch Maske, noch die erlaubte Größenordnung von 150 Menschen. Zuletzt in Essen 750 Teilnehmer an einer Clanmitglied-Beerdigung.


    Versuchen Sie doch mal, bei der Wahrheit zu bleiben.

    BigBlueWolf schrieb:

    Salopp formuliert: nur weil ich mich mit einem Nazi persönlich gut verstehe, macht mich das nicht zu einem Nazi.

    Mich auch nicht, denn ein Nazi wirkt auf mich nicht ansteckend. In diesem rein formellen Punkt könnte ich mit dir sogar einig sein.


    Aber iIch könnte mich mit einem Nazi nicht "persönlich gut verstehen". Um einen Menschen der es richtig findet, andere Menschen aus Rassegründen unzubringen und es dann zu leugnen oder auch nicht, würde ich umgehend Ekelgefühle kriegen, sobald sein Gedankenzeug aus ihm heraus dünstet.


    Das heisst nicht, dass ich ihm seine Meinung nicht lassen muss.

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