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    Solche Fälle sind aber trotzdem eher die Ausnahme als die Regel (gesetzt den Fall, die Ernährung ist wirklich so gesund, da gibt es teilweise auch klaffende Unterschiede zwischen Selbstwahrnehmung und Realität)

    Mag sein dass sowas selten vorkommt - bringt dem Betroffenen aber leider nix.


    Und die Ernährung ist wirklich so gesund und die körperliche Fitness ist wirklich so gut. ;-)

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    Mag sein dass sowas selten vorkommt - bringt dem Betroffenen aber leider nix.

    Bringt dem Betroffenen nichts, sollte einen aber dazu anregen, nicht zu denken, das meiste sei genetisch (und selbst oder gerade wenn es das wäre, muss man es ja nicht mit schlechtem Lebenswandel noch schlimmer machen)

    Ich glaube aber tatsächlich dass das meiste genetisch vorgegeben ist. Ich kenne aber keine Studie zu dem Thema.


    Dafür kenne ich aber mittlerweile einfach so viele junge, schlanke und fitte Menschen mit Bluthochdruck, die keinen einzigen Risikofaktor dafür haben, und halt auch jede Menge ältere, gesunde Menschen mit sehr ungesundem Lebenswandel ("Couchpotato").


    Es kommen einfach nicht alle mit den selben Voraussetzungen auf die Welt.


    Aber wie schon geschrieben wurde: Es nervt so gewaltig, wenn man als junger Mensch mit einer chronischen Erkrankung auf Medikamente angewiesen ist und jeder Fremde einen sofort belehren will, dass das am Lebenswandel liegen muss.

    Ja aber was ist denn das für eine Meinung? Ich kenne niemanden der jung, fit und schlank ist und Hochdruckpatient ist. Das heißt nicht, dass es das nicht gibt. Genauso heißt der Umstand, dass du viele kennst, nicht, dass das wirklich häufig so wäre.

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    Aber wie schon geschrieben wurde: Es nervt so gewaltig, wenn man als junger Mensch mit einer chronischen Erkrankung auf Medikamente angewiesen ist und jeder Fremde einen sofort belehren will, dass das am Lebenswandel liegen muss.

    Hier macht es z.B. niemand...

    Ich finde gesundes Essen und Bewegung und der Einklang mit sich selbst ist wichtig, doch es schließt leider Erkrankungen nicht aus. Was auch immer wir in die Wiege gelegt bekommen weiß keiner von uns.


    Ein Kind mit Diabetes I hat nicht mal plötzlich zu ungesund gelebt.


    Oder Mukoviszidose, gibt es auch keine Heilung.


    Man könnte noch vieles aufzählen und einige Erkrankungen werden erst mit zunehmenden Alter sicht- und spürbar.


    Manche Medikamente sind daher gut für uns, manche sollte man meiden.


    Ein Zuviel von allen ist nie gut.

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    Ich glaube aber tatsächlich dass das meiste genetisch vorgegeben ist. Ich kenne aber keine Studie zu dem Thema.

    die hier sagt 12 jahre unterschied durch lebensführung (5 parameter ausgewertet, z.b. rauchen, sport): https://www.heise.de/tp/features/Lebensstil-kann-einen-Unterschied-bei-der-Lebenserwartung-von-mehr-als-12-Jahren-machen-4050641.html

    Jo, und da sieht man zum Beispiel, wie bereits in der Kindheit die Weichen gestellt bzw. nicht gestellt werden - ohne, dass derjenige dann im Erwachsenenalter dafür kann. Unser Kind musste im Mutterleib bereits 5x Antibiotika über sich ergehen lassen. Die Spätfolgen? Kann keiner sagen.

    Ich habe im Studium auch gelernt, dass Patienten sehr gerne ihre Probleme auf die Genetik schieben, dafür könnten sie nämlich nichts ;-D Eine sehr beliebte Ausrede dafür, seinen Lebensstil nicht ändern zu müssen, denn daran müsste man ja wirklich arbeiten :)z Das gilt selbstverständlich längst nicht für alle Erkrankungen, aber eben für sehr viele Probleme von denen sehr viele Menschen betroffen sind (z.B. metabolisches Syndrom) ;-)

    molli2

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    Ein Kind mit Diabetes I hat nicht mal plötzlich zu ungesund gelebt.

    Diabetes Typ I ist auch eine Autoimmunerkrankung.


    Dafür allein sind auch nicht die Gene verantwortlich. Es müssen mehrere Faktoren zusammenkommen.


    Zum Beispiel Impfungen lösen sehr oft Autoimmunerkrankungen aus.

    Die gute Genetik bringt einen nichts wenn man ungesund lebt. Die gesunde Lebensweise wiederum nichts wenn man eine schlechte Genetik hat.


    Ich kenne zwei Schwestern, die eine 92 und die andere 99. Und beide sind zwar gebrechlich aber geistig top fit. Ich glaube nicht das die sich jemals Gedanken über Ernährung gemacht haben.

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    Wenn wir auch die nicht haltbare Genetik rauslassen.

    Es gibt nun einmal einige Krankheiten, bei denen die Genetik eine Rolle spielt. Ein paar seien genannt:


    Chorea Huntington (Huntington-Krankheit)


    Marfan-Syndrom


    Achalasie


    Mukoviszidose (Cystische Fibrose)


    Phenylketonurie


    Bluterkrankheit (Hämophilie)


    Brugada-Syndrom (erbliche Herzerkrankung)


    Und ja, auch während der Schwangerschaft kann man auf die Genetik einwirken - brauchst du nur einmal eine Stunde röntgen lassen und gucken, ob dabei ein Schaden beim Kind entsteht. Die Wahrscheinlichkeit steigt.


    Wohingegen die Thesen wie Impfung führt zu Autoimmunerkrankungen, Autismus, was auch immer, entweder widerlegt wurde oder aber es noch keine saubere Studien zu gibt.

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    Die gute Genetik bringt einen nichts wenn man ungesund lebt. Die gesunde Lebensweise wiederum nichts wenn man eine schlechte Genetik hat.

    Doch, denn damit holt man immerhin aus der "schlechten Genetik" noch was raus. Was soll denn dieses "Jetzt ist auch egal"-Denken? :|N

    Gerade zum Thema Bluterkrankheit: Da lässt sich im Stammbaum schön nachverfolgen, wo was herkommt. Gut auch bei der russischen Zarenfamilie zu sehen. Aber vielleicht wurden die auch alle nur geimpft und daraus ergab sich dann die Erkrankung auf dem X Chromosom. Oder Jungs leben einfach ungesünder. Oder so.