• Wie krank/kaputt ist unsere Gesellschaft?

    Also wenn ich so die Nachrichten/ Dokus verfolge, dann stelle ich mir sehr oft die Frage, wo das noch hinführen soll. Wie krank ist der Mensch eigentlich? Da werden Kleinstkinder missbraucht und geschändet, es werden Tiere gequält, mit Begeisterung werden Fotos und kleine Videos von schwer verunglückten Menschen gemacht, da bringen sich Menschen in…
  • 77 Antworten

    Also jetzt halte mal den Ball flach, Nutellabrot! Mord und Totschlag, Prügeleien, Vergewaltigungen und Pädophilie, Tierquälerei usw. gab es schon immer! Früher sogar noch schlimmer als heute! Es kommt einem heutzutage nur mehr vor, weil es die Medien mit weltweiter Reichweite gibt und man jeden Pups erfährt.


    Es gibt Leute, die Kriminalität usw. von der frühen Geschichte bis heute erforschen, darum kennt man die Unterschiede.


    Und du willst hier ja wohl nicht erzählen, dass z. B. die Zeiten, in denen unter anderem noch ständig Menschen wegen "keine-Ahnung-was" gefoltert und hingerichtet wurden oder Hexenverfolgung stattfand, so viel besser waren! (und diese Grausamkeiten sind oft sogar noch mitten auf dem Marktplatz vollzogen worden, vor einer johlenden Menschenansammlung und Kinder haben da auch mit zugeschaut)

    Ob es damals auch sowas wie illegale Pferdekutschenrennen durch die Kopfsteinpflaster-Gassen gab, weiß ich allerdings nicht.

    Wo bitteschön liest du, dass ich das gut heiße? Alter, iss mal ein Nutellabrot, vielleicht beruhigt dich das.


    Und danach erzählst du mir, zu welcher Zeit der Menschheit es besser war.

    gauloise schrieb:

    zu welcher Zeit der Menschheit es besser war.

    Im Garten Eden. Aber nur bis das Weib den Apfel vom verbotenen Baum pflückte. ;-)

    Timbatuku schrieb:

    Im Garten Eden. Aber nur bis das Weib den Apfel vom verbotenen Baum pflückte

    Das war doch aber die Schlange, die Eva überredet hat. Der wurden deswegen ja vorher schon die Gliedmaßen schöpfungstechnisch amputiert - vor der zu erwartenden Rache! Wir lernen: Tiere sind schlauer als Menschen und an allem schuld; :=o

    Okay, jetzt wird es albern. Einer fängt damit an, und andere ziehen nach.

    Soviel zum Thema:“miteinander diskutieren“

    Es schafft wohl auch keiner, herauszulesen worum es mir geht. Mir geht es nicht darum, das es auch früher Banküberfälle, Morde oder Vergewaltigungen gab.

    Mir geht es darum, das es extremer geworden ist. Es gibt genug Dinge, die gibt es mMn. erst seit dem Internet, bzw. erst seit der Möglichkeit sowas direkt mit Handy zu fotografieren, zu filmen und mit anderen zu teilen/öffentlich zu machen.

    Die Art der Dinge, die mittlerweile durch die Nachrichten gehen, oder die Masse an zB Vergewaltigungen an Kindern oder sogar Säuglingen. Ich bezweifel, das sowas in der Häufigkeit und dieser Abartigkeit früher auch so vorkam.

    Das waren Terra Bite an Daten, die auf dem Campingplatz sichergestellt wurden. Hat einer ne Ahnung, wie lange es dauern wird um alles gesichtet zu haben?

    Und wenn ich dann hier lese;“dauernd wird auf dem Menschen rumgehackt“, löst das eben bei mir Kopfschütteln aus. Wer hat das denn sonst zu verantworten?

    Ich habe mal ein Interview mit einem ehemaligen Zuhälter mitbekommen. Selbst er sagte, das sogar die Schlägereien im Rotlicht Milieu eine andere Qualität bekommen haben. Früher hat man sich eine in die Fresse gehauen, und wenn einer auf dem Boden lag,war der Kampf beendet und man hat danach ein Bier zusammen getrunken, es war alles gesagt.

    Heute tritt man dem auf dem Boden liegenden solange auf den Kopf, bis der Kopf in zwei Teile auseinandergeht.

    Man hat früher keine fremden Personen U-Bahn Treppen runtergetreten, Obdachlose mit Feuer angesteckt, oder Gullideckel aus der Straße entfernt. Das machen heute Personen „Just for Fun“ weil sie es lustig finden und hochladen wollen.

    Aber ich will nicht alles doppelt schreiben. Außerdem schreibt ihr ja lieber über Adam und Eva.

    Ich frage dich nochmal: wann genau waren die Zeiten deiner Meinung nach besser?

    Du wiederholst nur Dinge, die dich empören.

    Kulturschaffender schrieb:

    Das war doch aber die Schlange, die Eva überredet hat.

    Hm, du, ja, kann sein. Das ist schon so lange her, dass ich mich an Einzelheiten nicht mehr erinnere. Ich weiß nur noch wie Eva mir den Apfel reichte.

    Nutellabrot 77 schrieb:

    Die Art der Dinge, die mittlerweile durch die Nachrichtengehen, oder die Masse an zB Vergewaltigungen an Kindern oder sogar Säuglingen.Ich bezweifel, das sowas in der Häufigkeit und dieser Abartigkeit früher auchso vorkam.

    Und warum hat dann die katholische Kirche so viel aufzuarbeiten?

    Nutellabrot 77 schrieb:

    Das waren Terra Bite an Daten, die auf dem Campingplatzsichergestellt wurden.

    Ja und? 50 Jahre vorher hätte es keine Terabyte Daten gegeben, aber nicht, weil der Missbrauch nicht geschehen wäre, sondern weil es keine Möglichkeit gab, den Missbrauch auf so einfache Art und Weise festzuhalten. War der damalige Missbrauch deswegen besser? Oder war er nicht doch noch schlimmer, weil er mangels Dokumentation seltener aufgedeckt und bewiesen werden konnte?

    Nutellabrot 77 schrieb:

    Ich habe mal ein Interview mit einem ehemaligen Zuhältermitbekommen. Selbst er sagte, das sogar die Schlägereien im Rotlicht Milieueine andere Qualität bekommen haben.

    Na, ob die Zuhälter sich gegenseitig die Fresse heftiger polieren sollte unseren Allerwertesten nicht jucken. Schade um jeden Schlag, der nicht trifft.

    gauloise schrieb:

    Du wiederholst nur Dinge, die dich empören.

    Das Wort "empören" lese ich in letzter Zeit so häufig in den Medien wie nie zuvor. Kann es sein, dass Empören zum Trend geworden ist?

    Timbatuku schrieb:

    Ja und? 50 Jahre vorher hätte es keine Terabyte Daten gegeben, aber nicht, weil der Missbrauch nicht geschehen wäre, sondern weil es keine Möglichkeit gab, den Missbrauch auf so einfache Art und Weise festzuhalten. (...)

    :)z


    Und dazu noch:


    < Öffentliche Wahrnehmung


    Sinkende Kriminalitätsraten sind eigentlich eine gute Nachricht. Sie führen zu weniger Opfern und weniger Arbeit für die Politik. Trotzdem ist diese Entwicklung in der Öffentlichkeit bisher eher unbekannt, was manche Experten wundert. In den Massenmedien spielt das Phänomen eines Kriminalitätsrückgangs praktisch keine Rolle. Steven Pinker führt das auf die Fokussierung der Median auf negative Darstellungen zurück. Er meint:


    „Noch nie hat eine Reporterin in die Kamera gesagt: „Ich berichte live aus einem Land, in dem kein Krieg ausgebrochen ist“ – oder aus einer Stadt, in der kein Sprengsatz gezündet wurde, oder aus einer Schule, in der es keinen Amoklauf gab.“


    Durchschnittliche Bürger bewerten ihren von unmittelbarer Erfahrung geprägten Nahbereich zwar als sicher. Werden sie jedoch zur Situation ihres Landes oder der Welt befragt, sehen sie viele Krisen und äußern sich pessimistisch. So zeigte eine Umfrage dass US-Bürger die seit 1992 fallenden Kriminalitätsraten nicht wahrnahmen und fast in jedem Jahr steigende Raten annahmen. >


    Sylphide schrieb:
    Sylphide schrieb:

    „Noch nie hat eine Reporterin in die Kamera gesagt: „Ich berichte live aus einem Land, in dem kein Krieg ausgebrochen ist“ – oder aus einer Stadt, in der kein Sprengsatz gezündet wurde, oder aus einer Schule, in der es keinen Amoklauf gab.“ (Zitat Steven Pinker)

    Weil zum Glück die schlechten Nachrichten die Ausnahme sind, und nicht die guten. ;-)


    "Nachtreten auf wehrlos am Boden liegende Opfer war vor 30 Jahren noch kaum ein Thema, auch tätliche Angriffe auf Sanitäterinnen waren noch nicht gebräuchlich.

    - Dafür kommte man aber damals auch noch nicht Musik streamen.

    Ach ja, und eigentlich ist der Mensch ja ein Tier"


    (Wischiwaschi-Zitat aus meinem fiktiven Schüleraufsatz zum Thema "war früher alles besser?)

    Ich wollte eigentlich noch etwas anderes schreiben, bevor ich ausgebremst wurde, und mich rechtfertigen musste.

    Wer von Euch kann sich noch an den Fall Marc Dutroux erinnern? Das schockierende an dem Fall mMn. war, das hinterher immer mehr Anwälte, Rechtsanwälte, Ärzte, ranghöhere Polizisten und Richter drin verwickelt waren, und der Fall nie richtig aufgeklärt wurde.

    Das meiste ist heute noch bei Wikipedia nachzulesen. Auch die plötzlichen Unfälle oder Selbstmorde von Zeugen, oder plötzliches Verschwinden von Zeugen waren sehr beklemmend und seltsam.

    Das Kranke an der Sache ist doch, finde ich, das man eigentlich der Polizei und dem Rechtsstaat in Form von Richtern und Anwälten vertrauen können sollte. Wenn die aber auch drin involviert sind, dann ist doch alles zu spät, oder?

    Ich bin mal gespannt, ob alles ans Tageslicht kommt, wer alles in den jüngsten Missbrauchsfällen verwickelt ist/war.

    Denn schon bei dem Fall Dutroux hatte man den Eindruck, das nur bei Normalbürgern bis zum Schluss ermittelt wird, bei den etwas besser gestellten wird jede Menge vertuscht oder verschwiegen.

    Und deswegen hat das Thema mMn auch eine Daseinsberechtigung.