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    Mir erschließt sich einfach nicht, warum man soviel kauft/braucht. Mehr als eine Hose kann ich ja nicht gleichzeitig tragen … Mich würde nur wirklich die Motivation hinter dem Kauf interessieren.

    Aber es gibt doch verschiedene Anlässe und Jahreszeiten. Nur um des Kaufens Willen hole ich mir ganz bestimmt nichts.


    ??Ich habe 3 leichte Sommerhosen, 2 richtig dicke für den Winter, 3 Jeans, 1 "gute" Hose für wenn eine Jeans nicht passend ist, 2 Hosenanzüge (wenn ich heute auf eine Beerdigung muss, ist der morgen vielleicht für die Beratung nicht einsatzbereit), 3 Jogginghosen+ 3 Leggings (Sommer/ Winter, drinnen/draußen, Sport/Freizeit). Macht zusammen 17 (bzw. 11 "richtige") Hosen. Dafür trage ich weder Rock noch Kleider. Schuhe habe ich wenige – allerdings auch je 2x Sandalen, Winterschuhe, Sportschule, Turnschuhe??

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    Bei Kindern versteh ich das noch halbwegs, die versauen sich ja ständig.

    Zu Mens-Zeiten brauchte ich oft eine Hose pro Tag.

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    Ich verstehe das Problem nicht. Das war mit der FAMILIE so abgesprochen

    Mit meinen Töchtern habe ich auch schon Kleidung getauscht – wenn ihnen was zu groß/ mir zu klein war.


    Aber ich glaube, die Aufregung geht hier vorrangig um "Plunder", den manch einer loswerden will.

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    Das ist keine Kritik. Von mir aus könnt ihr 200 Hosen kaufen. Und Shirts. Und Pullis. Mich würde nur wirklich die Motivation hinter dem Kauf interessieren.

    Meine Motivation 25 Hosen im Schrank zu haben ist die, dass ich mich gerne modisch und abwechslungsreich kleide. Ich hab verrissene Jeans, normale Jeans, Skinny Jeans, normal geschnittene Jeans, für den Sommer hab ich Jeans in rosa, türkis, gelb und so weiter ;-D und bei allen anderen Klamotten hab ich ebenfalls gern die Abwechslung, ebenso wie bei Schuhen und Handtaschen ]:D


    Klar, kann man das als übertrieben bezeichnen. Ist es wohl auch irgendwie. Aber ich shoppe halt gerne aus Spaß an der Freude und genauso gerne zieh ich jeden Tag was anderes neu kombiniert an.


    Natürlich mache ich mir mittlerweile aber auch Gedanken über meinen Konsum und hab diesen (für meine Verhältnisse) schon sehr stark eingeschränkt bzw. ich kaufe jetzt teurere Sachen, die dafür aber auch länger halten und ich kaufe keine Klamotten mehr in Geschäften wie dem schwedischen Textilriesen oder Primark.


    Ich hab mir vor ein paar Monaten das Buch "Ich kauf nix" gekauft und das hat mich sehr inspiriert. Für alle Shopaholics, die ihren Konsum überdenken wollen, ist das Buch sehr zu empfehlen :)z

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    Das finde ich überhaupt nicht. Es gibt ja schließlich auch unterschiedliche Geschmäcker, wieso sollte also etwas, was ich nicht (mehr) mag, nicht vielleicht jemand anderem gefallen? ???

    Eben :)^ :)z


    Ich seh' das immer beim Sperrmüll.


    Was ich raus stelle, halte ich für unbrauchbar und unverkäuflich, sonst würde ich es nicht raus stellen. Am nächsten Tag fehlt dann die Hälfte :-o


    Weil es irgendwer eben doch brauchen kann, schön findet oder umarbeitet. :)^


    Klar, im Sozialkaufhaus sollte man auch nur verkaufsfähige Ware abgeben, keine Frage!


    Aber die sind ja nicht der einzige Abnehmer.


    Meine Schwester nimmt sich z.B. total gerne einen Kleiderkarton von mir (ohne bedürftig zu sein). Sie liebt meinen Geschmack und trägt ganz oft Dinge auf, die ich aussortiere.


    Sie freut sich drüber und ich freue mich, wenn ich ein Teil dann nach acht Jahren wieder sehe ;-D :)^


    Mein Vater hat früher immer Sachen vom Sperrmüll geholt und für uns Kinder aufbereitet.


    Unter anderem auch Schlitten.


    Bei einem hat er die Kufen wieder fahrbar gemacht, die Sitzfläche erneuert, mit Winkeln alles verstärkt und dann das ganze Teil bunt angestrichen. Kürzlich sah ich den unverwüstlichen Schlitten meiner Kindheit bei meiner Nichte.


    Das Teil hat nach dem Wegwerfen erneut 40 Jahre auf dem Buckel.


    Wenn das mal nicht nachhaltig ist.

    Es gbit vermutlich einfach eine nicht ganz so eindeutige Grenze zwischen "Ist für mich Müll, aber jemand anders kann es gebrauchen" und zwischen "Es ist und bleibt eine Zumutung". Löchrig-fleckige Altherrenunterhosen gehören bestimmt nicht in den Sack fürs Sozialkaufhaus. ;-)

    Na ja, waren auch schon dabei. ;-D


    Ebenso wie Hosen mit großem Blutfleck oder Löchern im Schritt, Schuhe die extrem verdreckt sind,


    oder Bettdecken mit gelben Flecken.


    Dekoplunder oder altes Geschirr kann man immer guten Gewissens abgeben.

    ":/ Ich bin mir immer noch nicht sicher ;-D Du schreist zuoft Wolf.


    Ich frag nur, weil ich im Keller (trockener Lagerraum, ohne Schimmel oder Leichen) noch viel Geschirr rumgeistern hab. Verkaufen geht micht, weil alt/nicht ganz vollzählig/Ikea, aber zum wegschmeissen ist es mir doch zu schade. Wenn es wirklich willkommen ist, und nicht direkt in der Tonne landet würd ich die Sachen spenden.

    Wir haben zu Hause auch mega-viel Gläser und Geschirr gehabt. Wir haben das alles an einer Flüchtlingsunterkunft abgegeben. Wir hatten angerufen und gefragt, ob die was gebrauchen können und sind dann dort gewesen. Im Sozialkaufhaus bei uns hätten die es auch genommen.


    Bei uns auf der Arbeit war es auch so, dass da früher alle immer ihre ausrangierten Tassen etc. mitgebracht hatten. Dann kam vor 2 Jahren eine Renovierung auf uns zu und wir mussten aussortieren. Wir haben Säckeweise Geschirr weggeschmissen und jetzt habe ich das Verbot ausgesprochen, dass irgendwer was altes mitbringen darf. Jetzt sind die Schränke auch wieder aufgeräumt ;-)

    Geschirr kann man immer überall abgeben.


    Kaputtes Geschirr kann man bei ebay Kleinanzeigen als Poltergeschirr inserieren.


    Wird aber dann oft noch von Geringverdienern, Flüchtlingsfamilien etc für den eigenen Haushalt verwendet.

    Meine Mutter hat ganz viel wirklich altes Geschirr beim Sozialkaufhaus abgegeben. Der erste Schwung war schon beim Abgeben direkt vergeben... Man muss sich vorstellen, dass es wirklich Menschen gibt, die kein Geld für banale Dinge wie Geschirr haben (Bandbreite von Flüchtlingen über unversicherte Wohnungsverwüstungsopfer bis hin zu Frauen, die den prügelnden Mann bei Nacht & Nebel verlassen. Menschen, die eine Mini-Rente bekommen, krank sind,...). Da wird vieles einfach gebraucht - oder ist so alt, dass es wieder Kultstatus hat. Solange es in Ordnung und sauber ist, ruhig versuchen.

    Hm, vor einigen Jahren wurde man hier mit allem beim Sozialkaufhaus wieder weggeschickt.


    Ob das nun Möbel waren oder Geschirr. Ist alles auf dem Sperrmüll gelandet.


    Man sagte uns dass die Kunden des Sozialkaufhauses keine Möbel wollen die älter sind weil diese


    dann zu unhandlich sind.


    Ok, die Möbel um die es ging waren so um die 20 Jahre alt, aber sehr gut gepflegt und hochwertig.


    Dass die Tante deren Haushalt aufgelöst hatte damals einen mittleren 5 Stelligen Betrag investiert hatte.


    Geschirr war auch das was man in den 60ern so hatte, ich glaub von Welleroy&Boch.


    Da sagte man dass das Design nicht gefragt sein.

    Ist vielleicht regionsabhängig. In HH wurden nicht mal aktuelle, noch bei Ikea im Verkauf befindliche Regale (gut erhalten, aber nicht 100% perfekt) angenommen. Hier auf dem Lande hingegen bin ich vorsichtig hingefahren und man hat alles dankbar angenommen. Und ich erlebe beruflich auch, was Patienten sich dort auch kaufen, wo Mangel herrscht,...

    Dass "Gelsenkirchener Barock" in Sozialkaufhäusern trotz bestem Zustand nicht angenommen wird ist logisch.


    Geringverdiener und Harzt 4 Empfänger haben selten ein Auto, und wenn sie eines haben, dann fehlt der Hänger.


    Und eben mal irgendwo leihen ist selten drin.


    Dieses "Aussortieren" von Waren in den Annahmestellen kenne ich so nicht.


    In meiner Gegend wird das so nicht praktiziert.

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    Alles andere wird nie getragen, verstopft Raum, ist für andere Menschen zumeist nicht zumutbar (ich trage es nicht, dann trag du Dämlack es doch (??), mir ist es nichts wert, aber du sollst es schätzen... Was für eine Ungeheuerlichkeit, wenn man es logisch überlegt.

    Ungeheuerlich ist eher die Annahme, dass andere den gleichen Geschmack wie man selbst haben. %-| Außerdem gibt es alle Nase lang irgendwelche Moderevivals. Diesen Sommer war Hippie angesagt, nur leider war das meiste davon in Kunstfaser. Was für ein Glück, dass ich tw noch originale 70er/80er Jahre Kleidung aus Baumwolle und Seide habe. x:)


    Eine schöne Geschichte dazu: vor einigen Jahren habe ich einiges, was mir größentechnisch nicht mehr passte, aussortiert und per Ebay verkauft, darunter ein Indien-Maxikleid aus Baumwollbatist mit feinem Allover-Blumendruck und langen Engelsärmeln. Ein Traumkleid, die Farben allerdings schon etwas ausgeblichen, und an einer kleinen Stelle schon geflickt. Zumal war damals diese Mode nicht gerade in. BenitaB. hätte dieses Kleid in den Müll geschmissen... Es gab einen Run um dieses Kleid, wie ich es bei moderneren Sachen nicht erlebt habe; schließlich ging es für ca 38€ weg, und die neue Eigentümerin war überglücklich. Sie erzählte mir, dass die Frauen in der DDR in den frühen 80ern voller Sehnsucht nach diesen Kleidern in den Westen geblickt hatten und sich etwas ähnliches selbst geschneidert hätten, was an die wunderschönen indischen Originale natürlich nicht herankam. Und nun hatte sie sich mit diesem Kleid 30 Jahre später einen Jugendtraum erfüllt. :-)


    Ich selbst habe einen sehr individuellen Geschmack, der gar nicht modeangepasst ist, irgendetwas zwischen Lagenlook, Flowerpower, Mittelalter, Pirat und Gothic. ;-D Wenn das, was meinem Geschmack entspricht, gerade in ist, freu ich mich, weil ich meine Garderobe um ein paar neue Teile ergänzen kann; ansonsten kaufe ich fast sämtliche Oberbekleidung, auch Schuhe, secondhand und dann in guter Qualität, und nutze die Sachen sehr lange, manchmal auch in veränderter Form: zB zwei wunderschöne Wickelkleider von Bonaparte, die mir zu eng wurden, trage ich jetzt offen als Chasuble. Und es ist auch schon öfter vorgekommen, dass ein Teil lange ungenutzt im Schrank hing, weil es zwar für sich sehr schön ist, aber nirgendwo gut dazupasste, und plötzlich, mit einem neuen Kleidungsstück ergab es eine phantastische Kombination. Wie blöd, wenn ich das nach der Zwei-Jahres-Regel aussortiert hätte!


    Deshalb sortiere ich nur aus, wenn etwas Schäden hat und zugleich nicht werkstatttauglich ist (das wird weggeschmissen), oder wenn mir was größentechnisch nicht passt bzw mir einfach nicht steht (ich kaufe viel via Ebay etc, kanns also nicht anprobieren), das verkaufe ich wieder, wenn ich die Zeit habe, oder ich bringe es zu Sozialläden, und diese Sachen werden auch gerne genommen, weil das kein Billigschund ist.


    Ansonsten wechsel ich zwischen Sommer-und Winterkleidung/schuhen (ich habe einen gut gelüfteten Dachboden, wo nichts muffig wird), sonst würden meine Kleiderschränke aus allen Nähten platzen. |-o ;-D