@ clearness:

    Blut wurde schon überprüft – keine systemische Erkrankung und keine Allergien jeglicher Art.

    @ oleinusa:

    Willkommen im Klub! Geht mir genauso ... bislang keine Diagnose außer "Seborrhoisches Ekzem". Wobei man es sich damit leicht macht, weil ja angeblich genetisch bedingt und keine wirkliche Heilung möglich. Ich werd' trotzdem nicht aufgeben und weiter nach Lösungen suchen (lassen) und Artzttermine vereinbaren.

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    hallo an alle,


    ich bin geheilt :)))))


    ich habe jeden tag im internet nach antworten gesucht und jetzt etwas gefunden dass mir hilft..


    bio-apfelessig! ich dusche mich abends und rasiere mich in der dusche mit ganz normaler rasiercreme nass. danach benutze apfelessig als aftershave – brennt wie hölle aber nach 1 woche sind meine schuppen und roten stellen auf der oberlippe weg.


    ich verteile auch apfelessig auf der augenbrauen und auch dort gehen die schuppen weg.


    ich habe in manchen foren gelesen dass manche leute dort sich torcken rasieren und die haut nach dem duschen von der luft trocknen lassen. ich brauche das nicht.


    hoffe es hilft euch :)


    sorry für die rechtschreibfehler :)


    abraço


    Ole

    Hallo zusammen!


    Ich krame diesen alten Beitrag mal hervor, weil ich offensichtlich einer der Betroffenen bin, von denen es weltweit nur einige Wenige zu geben scheint. Zumindest findet sich im deutsch- und englischsprachigen Internet außer diesem Beitrag hier praktisch keinerlei Beschreibung dieses "Hautkrankheitsbilds". Ich vermute sogar, dass es sich dabei um ein bislang wissenschaftlich wahrscheinlich nicht klassifiziertes Syndrom handelt.


    Da die Links zu den Bildern im Ursprungsbeitrag mittlerweile nicht mehr funktionieren und man daher die Fotos nicht sehen kann, poste ich mal ein Foto von meinem Problem unter folgendem Link:


    https://imgur.com/a/8cJxenc


    Ich gehe stark davon aus, dass es sich um das in diesem Beitragsfaden hier beschriebene und diskutierte Phänomen handelt: Zwischen Mund und Nase bildet sich links und rechts des sogenannten Philtrums (das ist die Rinne in der Mitte, die von der Nase nach unten zur Oberlippe verläuft) jeweils eine örtlich begrenzte Rötung, wobei die beiden Rötungen in der Mitte nicht verbunden sind (das Philtrum selbst ist also nicht gerötet). Manchmal sind die Rötungen sehr schwach oder fast nicht vorhanden, manchmal sind sie sehr stark, ungefähr wie ein mittlerer Sonnenbrand - auf dem oben verlinkten Foto sind sie gerade eher schwach ausgeprägt. Die Rötungen können sich innerhalb von kurzer Zeit von schwach zu stark verändern. Die Rötungen schuppen nicht, tun nicht weh, fühlen sich nicht anders an, sind nicht warm, jucken nicht - einfach rein gar nichts, außer dass sie komisch aussehen mitten im Gesicht.


    Wie auch andere Betroffene hier im Beitrag habe ich bislang keine Erklärung für das Phänomen gefunden. Kurz zu den Eckdaten: Ich bin männlich, 37 Jahre alt, dunkelblond und hellhäutig. Diese Rötungen traten erstmalig vor ca. 2 Jahren auf. Mein erster Verdacht war eine Lebensmittelunverträglichkeit bzw. Allergie auf bestimmte Lebensmittel. Daher startete ich zunächst mit einer genauen Analyse, welche Lebensmittel eventuell infragekämen, indem ich immer wieder nach dem Essen den Status der Rötungen im Spiegel geprüft habe. Zwischenzeitlich hatte ich einige verdächtige Kandidaten, und zwar:


    Zitronen

    Fruchtsäuren (insbesondere Zitronensäure)

    Bier / Wein / Alkohol generell

    Obstsorten (z. B. Kernobst)

    Spritzgiftrückstände auf Gemüse

    Nüsse

    Histamin

    usw.


    Aber obwohl ich sorgfältig nach und nach jedes einzelne bzw. auch Gruppen von Lebensmitteln zeitweise aus der Ernährung entfernte, war kein plausibler Zusammenhang mit den Rötungen festzustellen - sie waren weiterhin in unterschiedlich starker Ausprägung mal da und mal nicht da.


    Als nächstes ging ich über zum Thema Kosmetika. Ich wechselte Deos, Duschgele, Shampoos, After Shaves usw. durch - kein Einfluss. Ich stellte von Nassrasur auf Trockenrasur ohne jegliche After Shaves um - kein Einfluss. Ich wechselte die Zahnpasta - kein Einfluss.


    Irgendwann war dann der Punkt gekommen, wo ich eigentlich alles für mich Denkbare gründlich ausprobiert hatte. Ich sprach das Thema dann mal bei einer Routinekontrolle bei meiner Hausärztin an und die hatte das Phänomen auch noch niemals gesehen. Sie überwies mich damit zur Hautärztin. Die Hautärztinnen (zwei in Gemeinschaftspraxis) hatten das Krankheitsbild auch noch nie gesehen und diagnostizierten ein "atopisches Ekzem" (was vermutlich gern als Sammelbegriff für alle unbekannten Ausschläge und Rötungen herhalten muss...). Immerhin nahmen sie sich sehr viel Zeit und ich ging mit ihnen lang und breit die ganze Geschichte durch, was ich an Lebensmitteln und im Kosmetikabereich usw. schon alles getestet hatte und ausschließen konnte. Es kam auch zur Sprache, dass ich als Kind an Sonnenallergie litt (aber nur im Kleinkindalter) und sie meinten, dass die Sonnenallergie wohl in eine ähnliche Syndromgruppe gehört wie atopische Ekzeme. Ich bekam testweise eine Kortisonsalbe (Dermatop) verschrieben, die aber gar keine Wirkung zeigte. Außerdem schlugen sie eine komplette Allergietestabklärung vor.


    Es wurde dann ein Pricktest am Unterarm durchgeführt. Dabei kam heraus, dass ich absolut keine systemische Allergie habe. Bis auf das Histamintestfeld (das sich bei jedem Menschen röten muss zur Kontrolle) blieben alle anderen Felder völlig normal, also z. B. Pollen, Gräser, Hausstaub und -tiere usw. - rein gar nichts auffällig.


    Es folgte dann der Epikutantest, also der Test auf Kontaktallergien. Dabei kamen folgende Allergien heraus:


    mittelstarke Allergie auf Duftstoff-Mix I

    starke Allergie auf Kolophonium


    Ich fragte dann noch mal ausdrücklich nach: Bei diesen Kontaktallergien treten Symptome laut der Hautätztin wirklich ausschließlich NUR an Stellen auf, die mit dem Allergen ZWINGEND in Kontakt gekommen sein MÜSSEN. Es kann also nicht sein, dass ich z. B. ein Deo mit Duftstof-Mix I Allergenen unter der Achselhöhle benutze und dann diese Rötung über dem Mund bekomme - dies wurde ganz ausdrücklich von der Hautätztin ausgeschlossen. Kontaktallergene kämen also nur infrage, wenn ich den Bereich zwischen Mund und Nase damit dann auch wirklich berühren würde.


    Da ich einen Kontakt mit Duftstoff-Mix I also sehr leicht sicher ausschließen konnte, blieb evtl. noch das Thema Kolophonium übrig. Kolophonium ist ein Harz, das in der Papierherstellung verwendet wird. Rückfragen beim Hersteller der Tempo-Taschentücher haben auch sehr klare Informationen ergeben: Kolophonium kommt IMMER in wirklich JEDEM Papierprodukt vor und es existiert weltweit KEIN Hygiene-, Küchen- oder Schreibpapier, das ohne Kolophonium oder andere Harzprodukte hergestellt werden kann. Man liest zwar im Internet an einigen Stellen andere Behauptungen, aber wenn man mal versucht, eine Kaufmöglichkeit für das angeblich existierende, kolophoniumfreie Papier zu finden, merkt man, dass es sowas nirgendo im Internet zu kaufen gibt - ich glaube daher der Auskunft vom Tempo-Hersteller.


    Jedenfalls war die Idee, dass die Rötung evtl. mit der Benutzung von Papiertaschentüchern oder Servietten/Küchenpapier zusammenhängen könnte, obwohl ich an Fingern und Händen niemals irgendwelche Allergiereaktionen auf Papier hatte. Also bestellte ich mir Stofftaschentücher und verwendete keine Servietten und kein Küchenpapier mehr. Lediglich Toilettenpapier kann man natürlich nicht so einfach ersetzen, aber durch das Händewaschen nach der Benutzung sollten ja keinerlei Kolophonium-Rückstände an den Fingern bleiben können, die man dann in den Bereich zwischen Mund und Nase transportieren könnte. Ergebnis: Keine Verbesserung der Rötungen. Also auch ein Zusammenhang mit der Kontaktallergie scheint unwahrscheinlich.


    Das Ende vom Lied ist aktuell, dass ich von der Hautärtztin die Creme "Elidel" verschrieben bekommen habe, die auch vorher schon mal hier in den Beiträgen erwähnt wurde. Ich wende sie nun dauerhaft morgens und abends einmal an und habe den Eindruck, dass sich die Rötungen dadurch vermindern. Sie verschwinden zwar nicht völlig, aber sie sind meistens nicht mehr stark ausgeprägt und fallen weniger auf. Die genaue Physiologie und Ursache dieses Hautkrankheitsbildes bleibt aber weiterhin unklar. Vielleicht gibt es auch einen Zusammenhang mit Sonnen- oder UV-Einstrahlung.


    Ich will die Diskussion hier gerne noch mal eröffnen und würde mich freuen, wenn sich weitere Betroffene äußern. Vielleicht hat ja tatsächlich mittlerweile schon jemand herausgefunden, was es damit genau auf sich hat.