Dyshidrotisches Ekzem - wer noch?

    Hallo,

    da die Beiträge im Forum zu diesem Thema schon recht alt sind, eröffne ich hier einen neuen Faden.


    Ich leide seit etwa einem guten Jahr unter dieser Hauterkrankung, bis vor kurzem wusste ich gar nicht so genau was das überhaupt ist. Die Diagnose stellte meine Hautärztin aufgrund eines Ausschlags am Fuß. Nun habe ich die Bläschen seit ca 2 Wochen auch noch an den Händen und so langsam quält mich der Juckreiz.


    Gibt es hier Gleichgesinnte, mit dieser Hauterkrankung, die sich ggf mit mir austauschen möchten?


    Ich probieren mein Glück derzeit mit Essig, CalciumTabletten und diversen Salben vom Hautarzt. Aber wie ich gelesen habe, kann die Heilung ein jahrelanger Prozess des Ausprobierens sein, oh man!


    Ich freue mich auf Antworten.:)D

  • 44 Antworten

    Ich mußte erst googlen. Ähnlich aussehende Bläschen habe ich auch manchmal, so einzelne und vorwiegend an den Zehen. Meine sind für mich Hitzepickel. Die jucken auch schrecklich .Die steche ich auf und nehme Ringelblumensalbe, nach ein paar Stunden hört der Juckreiz auf und die Stelle verheilt. Vielleicht sollte ich nicht aufstechen, aber ich kann mit dem Kratzen nicht aufhören , hinterher die Salbe.

    Zugegebener Maßen sehen solche Bläschen sich sehr ähnlich, meine sind wahrscheinlich andere .

    Hat die Hautärztin gesagt woher die Bläschen kommen?

    Ich habe auch anfangs aufgestochen. Der Juckreiz wird dann gelindert. Allerdings hatte sich das bei mir dann auch mal entzündet, an der Fußsohle, so dass ich einige Zeit lang nicht mehr richtig auftreten konnte. Daher versuche ich das Aufstechen zu lassen. Zumal ich bei der Anzahl der Blächen dann den ganzen Tag beschäftigt wäre.


    Nein, das hat die Ärztin nicht gesagt. Es wird ein Fußpilz vermutet. Nur frage ich mich, wie die Bläschen an die Hände kommen, da es ja eigentlich nicht ansteckend ist.

    Ansonsten gibt es tausende mögliche Ursachen. Wie die Nadel im Heuhaufen. Allergiker haben wohl ein höheres Risiko und man vermutet verschiedene Faktoren, wie Stress, Ernährung, Kontaktallergie, Pilz, vermehrtes Schwitzen etc.


    Leidest du denn sehr unter diesen Blasen oder stört es dich nicht arg? Breiten diese sich weiter aus?

    Ich hatte jahrelang ein sog. "Hautekzem". Ich glaube, das ist das gleiche wie das dishydrotische Ekzem.


    Ich hab lange rumprobiert, ehe ich zum Doc gegangen bin. Der verschrieb mir dann Soderm Salbe. (Betamethason) - die erste "Kur" hat nichts gebracht also hab ichs auf eigene Faust ein zweites mal gemacht. Das hat geholfen, seit (ich glaube) 2 Jahren bin ich es los.


    Dazu sollte ich Excipial Creme nehmen, 2 verschiedene. Da die eine davon aber echt eklig gestunken hat, hab ich das gelassen. Mittlerweile nehm ich Sebamed Hautcreme ohne Parfüm und es passt.

    Fiona85 schrieb:

    Leidest du denn sehr unter diesen Blasen oder stört es dich nicht arg? Breiten diese sich weiter aus?

    Nein, die sind nur vereinzelt. Vor Jahren war das schlimmer, die Blasen hatte ich auch an der Handseite. Nach dem aufstechen immer Ringelblumensalbe einmassieren und natürlich nur Zuhause sowas machen. Beim Aufstechen kommt eine klare Flüssigkeit raus. Hast du gelesen, wenn man aufkratzt, entstehen noch mehr Blasen? Im Netz findet man viele Ratschläge.


    Wegen meiner Allergie Chrom, Nickel, Perubalsam , Sonne wenn ich bestimmte Pflanzen angefasst habe, habe ich manchmal Hautausschlag. Hautausschlag ist in den letzten Jahren nicht sehr oft.. Ich versuche , also ich versuche danach zu leben und versuche einiges zu vermeiden.

    doris : Nein, das habe ich so nicht gelesen. Ich weiß nicht unter welchen Vorraussetzungen sie sich weiter verbreiten. Ich frage nur weil es bei mir immer mehr wird…

    Ja diese klare Flüssigkeit ist auch sehr charakteristisch für das Ekzem. Man sieht auch immer die kleinen Wasserbläschen, wie sie unter der Haut sitzen. Und die jucken wie Hölle. Ich kann mich manchmal kaum beherrschen mit dem Kratzen…

    Hallo Pebby,

    das freut mich aber, dass du das Ekzem wieder losgeworden bist. Hattest du das denn auch an den Handinnenflächen/Fußsohlen?


    Mit einer Betamethason-Salbe habe ich es auch beim ersten Mal wegbekommen, da war der Ausschlag nur kleinflächig an der Ferse. Über den Winter hatte ich Ruhe, diesen Sommer kam es erneut und viel schlimmer.

    Gestern war ich beim Hautarzt und habe wieder so eine Salbe aufgeschrieben bekommen, plus eine gegen Fußpilz. Aber bei Cortisonsalben heißt es ja, dass diese langfistig nicht wirken. Anscheinend kann das wohl aber doch so sein, das gibt mir Hoffnung.

    aufkratzen, das steht hier beschrieben, je mehr man kratzt, wobei die Bläschen aufgehen, umso mehr vermehren die sich.

    Ekzem. Hier steht sogar das von Perubalsam. Hatte ich bestimmt schon bevor ich das mit dem Balsam wußte.

    Es gibt noch mehr Seiten, ich habe wahllos welche genommen.


    Gegen Fußpilz soll Teebaumöl helfen. Das ist wieder nichts das ich benutzen kann. Fußpilz hatte ich mal zwischen 2 Zehen, was ich dagegen genommen habe weiß ich nicht mehr, ist schon Jahre her.

    Du solltest besser wissen woher die Anfälligkeit kommt. Wurde ein Hauttest gemacht?

    Fiona85 schrieb:

    das freut mich aber, dass du das Ekzem wieder losgeworden bist. Hattest du das denn auch an den Handinnenflächen/Fußsohlen?

    nein, ich hatte es auf dem Handrücken und an den Fingerinnenseiten. Aber relativ "viel". Handinnenflächen ist natürlich schwierig, weil die Salbe sicher nicht so gut draufbleibt, weil man ja ständig mit irgendwas in Kontakt ist.


    Aber gib nicht auf, ich hab mich jahrelang damit rumgeschlagen und bin es nun einfach so losgeworden.


    Hast du ein Merkblatt mitbekommen? Bei mir stand da allerlei drauf. Vor allem wichtig: Hände trocken halten! Wenig waschen (schwierig zu Corona-Zeiten) usw.


    Von Teebaumöl würde ich die Finger lassen. Das kann zusätzlich reizen und außerdem auch Allergien auslösen. Hab früher bei Unreinheiten darauf geschworen, bis ich nen heftigen Ausschlag davon bekommen habe..


    Hast du denn bei dem Betamethason nen Therapieplan mitbekommen? (von "häufig auftragen" bis "selten auftragen")

    doris : Dann ist wohl Aufkratzen sowie Aufstechen beides nicht so ideal. Aber was will man denn machen wenn der Juckreiz einen wahnsinnig macht?

    Perubalsam? Was ist das?


    pebby : Hast du denn arg darunter gelitten und hat das auch so fürchterlich gejuckt? Habe gelesen dass einige sich abends die Hände creme und dann zum Schlafen Baumwollhandschuhe tragen.


    Ja, Hände trocken halten ist schwierig, zumal ich auch noch zwei Wickelkinder habe.

    Der Arzt sagte bis zu 14 Tage kann ich die Betamethasoncreme auftragen, einmal am Abend. Die Fußpilzcreme auch einmal am Tag, ich fürchte allerdings, dass die eh nichts bringen wird und ich die Betacreme dann auch auf die Fußsohle schmieren werde. Die hilft wenigstens gegen den Juckreiz. Merkblatt habe ich keine bekommen…

    Ich hatte das Anfang des Jahres. Bei mir waren die Handinnenflächen und die Finger seitlich und hinten betroffen. Auslöser ist bei mir ganz klar Stress, ich hatte das bisher 3x in meinem Leben, immer in krass stressigen Zeiten.

    Mir wurde Beta Galen verschrieben, das ist eine Kortison-Salbe und hilft auch gegen den Juckreiz. Zweimal am Tag dünn auftragen.

    Nach ein paar Wochen war es dann wieder ok. Ob alleine die Salbe geholfen hat, oder ob ich besser mit dem Stress umgehen konnte, weiß ich leider auch nicht.

    Fiona85 schrieb:

    pebby: Hast du denn arg darunter gelitten und hat das auch so fürchterlich gejuckt? Habe gelesen dass einige sich abends die Hände creme und dann zum Schlafen Baumwollhandschuhe tragen.

    ja, es hat schrecklich gejuckt. Ich hatte (zumindest gefühlt) gar keine andere Möglichkeit als es aufzukratzen, weil der Juckreiz sich einfach nicht beeinflussen ließ.

    Fiona85 schrieb:

    Ja, Hände trocken halten ist schwierig, zumal ich auch noch zwei Wickelkinder habe.

    Der Arzt sagte bis zu 14 Tage kann ich die Betamethasoncreme auftragen, einmal am Abend.

    ui.... ich sollte sie 3 Wochen insgesamt auftragen. Erst 2x täglich, dann 1x täglich und dann jeden zweiten Tag. Die "Kur" hat aber nicht gereicht bei mir, also hab ich einfach nochmal von vorne angefangen. Insgesamt hab ich also 6 Wochen diese Salbe aufgetragen. Mit Erfolg! Ich hatte seitdem noch einen kleinen "Rückfall", aber das Ekzem ging von alleine wieder weg.


    Ansonsten bin ich den Scheiß wohl los. ;-)

    Fiona85 schrieb:

    Merkblatt habe ich keine bekommen…

    Ok. Ich würde dir jetzt sagen, was da alles draufstand, aber kann ich leider nicht, weil ich mich an das meiste schlicht und ergreifend nicht gehalten habe. Unter Anderem stand da, dass ich mit Einmalhandschuhen duschen gehen soll. Und dass ich mit ner sündhaft teurem Seife die Hände waschen soll. ;-D irgend so ne rückfettende halt.


    Insgesamt gilt einfach: weniger ist mehr. Ich nutze eine seifenfreie Waschemulsion, eine parfümfreie Handcreme und gut ist. Lässt sich gerade jetzt natürlich nicht vermeiden, dass man öfter die Hände wäscht, aber zumindest bei den Pflegeprodukten kann man ja ein Auge drauf werfen, dass man nun nicht unbedingt die Vanille-Pfirsich-Brombeer-Haselnuss-Seife nimmt sondern eine, die nicht zig Inhaltsstoffe hat.


    Ich persönlich gucke immer nach Eucerin oder sebamed, mit beiden hab ich gute Erfahrungen gemacht.

    Hallo,


    ich bin auch betroffen. Zur Zeit hab ich aber keine Bläschen. Hatte aber auch eine Zeit in der ich an einem Fuß und beiden Händen richtig große Stellen mit Bläschen hatte. Ich hatte vom

    Arzt damals auch Cortison Creme verschrieben bekommen. Die Heilung zog sich damals aber über 4 Monate und ich persönlich denke nicht dass die Salbe irgendwas gebracht hat. Ich glaube auch dass die Psyche einen großen Anteil am Ausbruch hat. Manchmal habe ich an den Handseiten vereinzelt Bläschen. Ich mache dann schwarzkümmelöl drauf und esse auch täglich einen Löffel davon. Seither ist es bei mir besser.


    Vg die kleine

    Du könntest es einmal mit Tannolact Umschlägen versuchen, bekommst du rezeptfrei in der Apotheke, zusätzlich eine Basispflege mit Eucerin. Eine Option wäre eine Puva Therapie - Bestrahlungen. Die Ursachen dieser Hauterkrankung sind sehr vielfältig, deshalb sollte die Ursache festgestellt werden, um eine eventuelle Grunderkrankung zu therapieren. Hilfreich wäre eine Vorstellung in einer dermatologischen Fachambulanz einer Hautklinik.

    Das freut mich ja schonmal zu hören, dass einige das mit Kortison-Salbe wegbekommen haben. Man liest soviel schlechtes darüber.


    Meine Hände sehen nach 2 mal Salbe tatsächlich heute besser aus. Ein Lichtblick. Beim Fuß muss ich mal sehen wie er auf die Fußpilzsalbe reagiert. Habe etwas Bammel, dass es ohne Kortison wieder schlimmer wird.


    Ich denke es gestaltet sich wirklich schwierig die Ursache zu finden. Das erste Mal kam das Ekzem letztes Jahr im Sommer und dieses Jahr auch, daher vermute ich einen Zusammenhang mit Hitze/Sonneneinstrahlung. Letztes Jahr nahm ich im Frühjahr allerdings ein Antibiotikum, also evtl gestörte Darmflora/Darmpilz. Hormonelle Schwankungen (Pille absetzen, Schangerschaft) gab es auch und die Ernährung kann ja auch eine Rolle spielen.


    Konntet ihr immer die Ursache finden?


    Ich habe überlegt, wenn es mit der Schulmedizin nicht weggehen sollte, einem Heilpraktiker aufzusuchen. Mal sehen. Hautklinik ist eigentlich so das letzte was ich aufsuchen wollte…


    Von Tannolact habe ich schonmal gehört. Steht schon auf meiner Liste.