Einige Zehen sind geschwollen, heiß und jucken

    Liebes Forum,


    seit 2-3 Wochen bemerke ich etwas Seltsames an meinen Zehen. Es begann mit dem mittleren Zeh am linken Fuß, der im vorderen Gelenk bzw. an der Zehenspitze gerötet, geschwollen und warm war und vor allem nach Berührung furchtbar anfing zu jucken. Erst dachte ich mir nichts weiter dabei, aber als der Zeh direkt nebenan auch noch anfing, habe ich mir das mal etwas genauer angeschaut. Wie gesagt, es betrifft im Moment den zweiten und dritten Zeh des linken Fußes, aber ich habe das Gefühl, bei beiden (!) großen Zehen geht es auch langsam los (hier aber nicht an den Spitzen, sondern direkt unterhalb vom Nagelbett). Erst dachte ich vielleicht an einen Hautpilz, obwohl die Haut völlig unversehrt ist (und eine Behandlung mit Pilzsalbe auch nicht anschlug). Eingewachsen ist auch nichts (das wäre aber auch komisch, wenn das plötzlich bei mehreren Zehen parallel passieren würde und das schreckliche Jucken erklärt sich dadurch auch nicht).


    Ich habe dann mal versucht, mich online schlau zu machen, aber mehr als "Frostbeulen" oder "Covid-Zehen" finde ich nicht (wobei die Beschreibung der Symptome schon größtenteils stimmt, ich aber keine Bläschen oder so auf der Haut habe).


    Ich habe mir allerdings weder Erfrierungen zugezogen, noch war ich (wissentlich) an Covid 19 erkrankt (und auch niemand in meinem Umfeld).


    Hat jemand von euch eine Idee, was das sein könnte? Und falls das nicht besser wird: Zu welchem Arzt geht man damit?



    Vielen Dank und liebe Grüße

    wilker

  • 13 Antworten

    Ich musste auch als erstes an Covid denken, da mir das jetzt schon häufiger begegnet ist, dass die Infektion wohl gerne die Zehen angreift. Kannst du beim Arzt mal Antikörper messen lassen? Vielleicht warst du ansonsten unbemerkt infiziert.

    Hallo,


    das könnten Frostbeulen sein. Ursache ist wohl nicht so klar zu definieren.

    Bei mir war es vielleicht ein Vitamin-/Mineralstoffmangel gewesen, aber auch falsche Kleidung. Als ich 22 Jahre alt gewesen bin, ist das mit einem mal aufgetaucht, als die Außentemperaturen unter zehn Grad gefallen sind.

    Bei meiner Mutter half das Wandern im Schnee, um eine Besserung zu erzielen. Bei mir half das jedoch nichts. Was mir letztendlich geholfen hat, kann ich nicht genau sagen. Aber ab dem dreißigsten Lebensjahr ist das nicht mehr aufgetaucht.


    Kannst ja mal googeln.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Frostbeule

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    Hallo zusammen und danke für euren Input!


    Frostbeulen kann ich eigentlich ausschließen, einfach weil ich seit Wochen nicht in der Kälte war (und wenn, dann im Auto unterwegs). Allerdings habe ich regelmäßig kalte Füße (typisch Frau :-D), aber ob das für Frostbeulen reicht???


    Bei Gicht lese ich vor allem als erstes Symptom extreme Schmerzattacken, die ich definitiv nicht habe. Zudem bin ich weiblich und unter 40. In meiner Altersgruppe scheint Gicht da doch recht unwahrscheinlich?! Und auch sonst gehöre ich eigentlich nicht zur Gicht-"Risikogruppe" (ich bin weder übergewichtig, noch nehme ich Medikamente... ich bewege mich regelmäßig etc.)

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    Gicht ist nicht zwingend eine Frage des Alters. Männer erkranken häufiger dran, weil sie im Schnitt mehr Fleisch konsumieren als Frauen. Die Kristalle der Harsäure lagern sich hierbei in den Gelenken ab.

    Das hat mit viel oder wenig Bewegung nichts zu tun.

    Ich habe bzw. hatte das auch jahrelang immer, wenn es kälter wird draußen. Sobald die Temperaturen unter 15 Grad fielen fing es langsam an. Dabei haben auch keine dicken Socken und Schuhe geholfen. Meine Zehen waren geschwollen, waren rot/lila verfärbt, teilweise taub und es war oft so schlimm das ich kaum laufen konnte, so weh taten meine Füße. Ein warmes Fußbad konnte für kurze Zeit Linderung verschaffen, mehr aber auch nicht. Wobei die Füße so empfindlich waren, dass selbst lauwarmes Wasser sich am Anfang anfühlte wie kochendes Wasser. Dieses Jahr hatte ich es komischerweise nicht.

    Eine Erklärung habe ich dafür nicht wirklich. Meine Ärztin wollte mich zum Rheumatologen überweisen, bin da aber nicht hin, da die Rheumawerte im Blut in Ordnung waren.

    Ich tippe einfach mal drauf, dass ich sehr empfindlich auf kälte reagiere, das merke ich auch an meinen Händen, die Finger werden weiß, taub und schmerzen. Evtl. so etwas ähnliches auch an den Füßen. Nur das ich das an den Füßen ständig hatte und das über mehrere Monate.


    Kläre das mal beim Hausarzt ab, vermutlich wirst du auch zum Rheumatologen geschickt. Covid denke ich eher weniger, gerade weil du es ja nicht hattest. Und es gibt schließlich auch andere Krankheiten oder Ursachen für diese Symptome. Mir kommt es mittlerweile vor, egal welches Symptom man gerade hat, es wird gleich Corona geschrien...%-|

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    Manche Leute haben nur Hautprobleme von Covid. Und weisen stark von sich, dass sie infiziert sind. Erst ein Test bringt es dann zutage.... Sie sind haben sich dann doch infiziert....

    Meine Tochter war so ein Fall.


    Sofern man auf Teebaumöl nicht allergisch ist, würde ich das mal dort verreiben. Teebaumöl wirkt viral und gegen Bakterien. Und lindert auch Juckreiz.

    wilker schrieb:

    GreenVelvet : Ich esse sehr selten Fleisch. Maximal einmal die Woche und dann auch nur in geringen Mengen (meist Geflügel).

    Ok, dann vielleicht doch mal den Arzt bitten auf Covid Antikörper zu testen.

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    vamp28 schrieb:

    Covid denke ich eher weniger, gerade weil du es ja nicht hattest.

    Ich würde sagen, das kann alles sein. Die "Covid-Zehen" treten typischerweise am Ende einer Infektion und auch gerne bei sehr milden oder ganz asymptomatischen Infektionen auf. Sollte es das also sein, so gesehen Grund sich zu freuen - Erkankung gehabt ohne Symptome bis auf die nervigen Zehen, die von alleine besser werden würden.

    Frostbeulen bekommen manche Personen auch bei gemäßigten, aber kühlen Temperaturen. Im Auto ist es nicht schlagartig warm oder auf kurzen Wegstrecken.


    Es können wohl mehrere Aspekte in Frage kommen. Vielleicht kannst du nach und nach einiges ausschließen.