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    Man kann insofern eine "Normalität" schaffen indem man nicht dafür sorgt, dass sich stark Übergewichtige, Hautkranke, Amputierte oder sonstwie körperlich auffällige Menschen nicht "verstecken" sondern einfach ganz normal dazu gehören.

    Wenn das Deine Normalität ist, dann haben wir sie doch. Es muss sich niemand verstecken und es erwartet auch niemand. Es wird aber niemals so eine Art Normalität geben wenn es darum geht das man als normaler Mensch jemanden gegenüber steht der völlig anders aussieht als alle anderen und dennoch ganz normal reagiert. So jetzt steht da das Wort "normaler" Mensch... wenn jetzt jemand versucht das negativ umzudrehen werde ich echt sauer ;-)

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    Mit deiner Aussage, das Du sehr dicke und sehr dünne Menschen nicht ansehen magst , (......) hast Du für mich bewiesen das Du eine Abneigung gegen sehr dicke und sehr dünne Menschen hast.


    Mensch zwetschge1, du bist ja scharfsinnig! Wow! ;-D

    :(v :|N

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    Äh. ich habe den gleichen Faden gelesen. Und wo ist Dein Problem?

    Ich lese hier ganz klar bei einigen die Erwartung heraus, dass man bestimmte Dinge niemandem zumutet und sie – und damit in gewisser Weise auch sich, da man sich ja nicht ätherisch leuchtend von seinem Körper lösen und schwimmen gehen kann – versteckt. Und hier haben viele Leute die Erfahrung gemacht, dass getuschelt, gezischt und gestarrt wird. Das ist von "normal dazugehören", wie es Aessa vorschwebt, doch noch ein gutes Stück entfernt.

    Flusentier, gehe hin und bade. Versuche selbst so unbefangen wie möglich an die Sache ranzugehen und schau erstmal wie es tatsächlich wird. Erwarte nur nicht zuviel weil med1 hat doch gesagt. Med1 und die Realität kennen sich nur vom Hörensagen.


    Aber mach dir selber nicht aus jedem Blick einen Angriff auf deine Person, denn eine auffällige Hautkrankheit zur Kenntnis zu nehmen heißt nicht selbstverständlich, dass sich derjenige auch direkt vor Ekel windet. Und selbst wenn heißt das noch lange nicht, dass er die Person darunter eklig findet. Du bist verständlicherweise empfindlich in dieser Hinsicht und gerade dann muss man aufpassen sich die Signale der Mitmenschen nicht selber böse zu deuten und sich permanent von superplöden flusentierhassenden Bildzeitunglesern umzingelt zu fühlen ;-)


    Und letztenendes gilt nunmal auch für dich, dass du die Leute nehmen musst wie sie kommen, auch die diejenigen die sich nicht umfassend über jede mögliche gesundheitliche Befindlichkeit ihrer Mitmenschen informiert haben. Wenn du Spaß hast und dich wohlfühlst geh weiter hin, wenn es dir zu anstrengend wird dann lass es.

    vielleicht ist der Begriff Erwartung nur unglücklich denn wir leben in einer Gesellschaft und da ist es ganz natürlich das wir aneinander Erwartungen stellen. Ohne Erwartungen und ohne die Erfüllung dieser Erwartungen würde ein Zusammenleben gar nicht funktionieren. Dies ist etwas so grundsätzliches, dass wir darüber eigentlich nicht diskutieren müssen.


    Wenn hier also gefragt wird wie wir hier zu Menschen mit nicht ansteckenden Hautkrankheiten im Schwimmbad stehen kann erwartet werden das diese Menschen ohne Vorurteile behandelt werden weil es genau das ist was unsere Gesellschaft vorschreibt. Es kann aber nicht erwartet werden das ablehnende Gefühle wie zb. Ekel nicht vorhanden sein dürfen. In anderen Bereichen kann ich auch erwarten das man auf meine Befindlichkeiten Rücksicht nimmt. Es ist zb. verboten nackt durch die Stadt zu laufen weil dies den öffentlichen Frieden stört. Ich kann also erwarten, obwohl Nacktheit das natürlichste von der Welt ist, das sich die Meschen bedecken. Abgesehen davon das dieser Fall auch gesetzlich geregelt ist kann ich keinen großen Unterschied zu anderen Beispielen feststellen. Niemand sieht sich gerne schlimme Hautkrankheiten an und wenn es möglich ist, kann ich wohl erwarten das eine betroffene Person diese Stellen verdeckt sofern dies zumutbar ist. Es sollte also klar sein, das niemand sein Gesicht verdecken muss oder im Taucheranzug ins Schwimmbad gehen muss.

    Die Lösung ist doch ganz einfach, wer sich gestört fühlt von sehr dicke oder sehr dünne Menschen, wer sich vor Hautkrankheiten ekelt und keine kleine Kinder im Schwimmbecken haben möchte und so weiter, bleibt einfach von Schwimmhallen und Thermen weg.. Jeder kennt die eigene Grenzen, und wenn man empfindlich ist, kann man ganz ästhetisch zu Hause auf dem Sofa sitzen..

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    Da im Schwimmbad allerdings sowieso fast jeder ins Wasser pinkelt (nur darum stinkt das Chlor so), gehe ich dort ohnehin nicht schwimmen und finde es dort generell eklig. ]:D

    Stimmt. Wissen die meisten nicht, dass es OHNE diesen Natur-Zusatz nicht so riechen würde.

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    Ich lese hier ganz klar bei einigen die Erwartung heraus, dass man bestimmte Dinge niemandem zumutet und sie – und damit in gewisser Weise auch sich, da man sich ja nicht ätherisch leuchtend von seinem Körper lösen und schwimmen gehen kann – versteckt. Und hier haben viele Leute die Erfahrung gemacht, dass getuschelt, gezischt und gestarrt wird. Das ist von "normal dazugehören", wie es Aessa vorschwebt, doch noch ein gutes Stück entfernt.

    Genau das meine ich eben. Es ist eben nicht so, dass einfach akzeptiert wird das Menschen nicht immer dem gesunden Ideal entsprechen.

    Ich finde das absolut widerlich !


    Nicht etwa, dass Menschen mit Hauterkrankungen ins Schwimmbad gehen, sondern wie andere damit umgehen und sich ihr Maul zerreißen, als ob sie perfekt wären. Solange es nicht ansteckend ist (und davon gehe ich erst einmal aus) und für die anderen Menschen kein Risiko besteht, wüsste ich nicht, wieso es mich ekeln oder sonst wie kümmern sollte.


    Mein Gott, wir sind alle Menschen und letztlich ist es doch egal, wie die Haut des einen oder anderen aussieht... wäre schön, wenn es nur ansteckende Hautkrankheiten gebe und genau die, die so intolerant sind, auch darunter leiden müssten.

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    ich finde auch nicht unbedingt, dass rücksichslosigkeit von seiten erkrankter das richtige instrument ist, um die toleranz ihnen gegenüber zu fördern

    Mal ganz davon ab, dass ich den Begriff Toleranz hier auch ein wenig überstrapaziert finde, kann man das ja auf alles anwenden.

    eben darum lecke ich keine frauen mit "ich habe abgetrieben"-t-shirts in katholischen kirchen, renn nicht nackt durch moscheen und pack beim stillen nicht die komplette theke aus.


    ich infiltriere systeme lieber von innen ]:D


    ich denke, der sache der schuppenflechteerkrankten tut man einen größeren dienst, wenn man das langsam in die normalität einsickern lässt als wenn man die totale crash-nummer fährt. genau wie bei allen anderen dingen, die abseits der gesellschaftlichen normalität sind.

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    Dann musst Du Dich auch im heißesten Sommer weitgehend bedecken, wie gut oder schlecht das auch für die Haut sein mag, Du kannst nicht ins Schwimmbad, nicht an den See, nicht an den Strand, nicht in irgendein Wasser außer in einsamen Gegenden oder Deiner eigenen Badewanne, wenn Du eine hast. Und das nicht, weil Du andere Menschen gefährden würdest, sondern weil Du ihre Illusion aufrechterhalten helfen willst, dass Gesundheit der Normalfall sei und alles andere eine seltene Abweichung. Ich finde das unverhältnismäßig. Es führt bei manchen Menschen zu lebenslangem Verstecken, nur damit einige andere nicht manchmal denken müssen: "Huch, oje, au weia". Und je mehr Menschen sich aus selbstgewählter Rücksichtnahme verstecken, desto abnormaler erscheint es, wenn mal jemand sagt: Ich habe zwar Schuppenflechte, aber ich gehe jetzt trotzdem baden. Die Kluft wird immer größer, die Stigmatisierung immer krasser.

    Der Punkt ist halt: Verlangt man von Erkrankten Rücksichtnahme, so müssten diese sich – wie hier zitiert – ja konstant verhüllen und auf alles verzichten.


    Während die Ekelempfindlichen eigentlich "nur" mal weggucken müssten oder einfach Gedanken nicht weiterspinnen müssten. Sie KÖNNTEN jemanden mit Hautkrankheit beim Schwimmen begegnen. Der Krank hat die Symptome aber IMMER und müsste sich somit IMMER verstecken/verhüllen/verzichten.


    Bei aller Toleranz/Intoleranz in beide Richtungen sollte man die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren.

    ehrlich: wenns auffällig ist, schau ich ab und an hin. Nicht weil ich will, sondern weil ich einfach nicht anders kann.


    Aber stören tut mich das jetzt nicht.


    Eher störts mich, wenn Kindern gelernt wird dass man ins Wasser machen darf, wenn jemand 40cm neben dem Becken Wurstsemmeln mampft und alles im Wasser landet, wenn jemand sehr ungepflegt reinkommt (fettige Haare, sehr starke Behaarung...). Aber ändern kann ichs halt nicht, also versuch ich möglichst wenig drüber nachzudenken. ;-)

    Ich hätte damit kein Problem, natürlich ist es nicht schön anzusehen, da ich aber weiß das diese Sachen nicht ansteckend sind würde es mich ja auch nicht weiter stören, wieso sollten die Leute nicht schwimmen gehen?

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    Jeder kennt die eigene Grenzen, und wenn man empfindlich ist, kann man ganz ästhetisch zu Hause auf dem Sofa sitzen..

    Öhm hier darf man nicht empfindlich sein, bei anderen Dingen hingegen wird man halb dazu genötigt empfindlich darauf zu reagieren.


    Sorry, aber wenn jemand auf etwas empfindlich reagiert dann macht er das weil er es so empfindet und nicht weil er es so will!


    Man kann nicht die ganze Welt ändern aber man kann an sich selbst arbeiten, dann ist schon einiges getan....ich weise mal auf den Umgang mit Leuten hin die nicht sozial erwünscht reagieren, da könnte man ansetzen und nicht Sätze bringen das man meinen könnte der Schreiber käme aus der Gosse