immer wieder schwarze Flecken über Handgelenk

    Hallo! Erlaubt mir bitte 2 Fotos von meinem rechten Handgelenk zu zeigen. Seit knapp 3 Jahren treten dort immer wieder pechschwarze Flecken auf. Ein leichter Stoß z.B. an einen Türgriff, oder ein leichter Druck z.B. wenn ich etwas unter dem Sofa raus fischen will, genügt. Dieser Fleck trat am Donnerstag, den 9.7.20 nachts im Bett auf ohne irgendeine Fremdeinwirkung. Das 2. Foto zeigt ihn am Freitag wo er nicht mehr so tief pechschwarz ist, sondern in der Abheilungsphase ins Dunkelrötliche übergeht. In 2 Wochen ist er dann weitestgehend abgeheit, doch ich habe dann schon meist einen neuen, schwarzen Fleck.

    schwarzer Fleck 1

    schwarzer Fleck 2

    Meine Hautärztin, die in erster Linie meinen schwarzen Hautkrebs am Rücken behandelt, spricht von der anderen Seite ihres Schreibtisches aus von "Altersflecken und Altersfalten". Ich bin 63. Mein Internist sagt, er habe sowas noch nie gesehen.Ich finde dieses verschrumpelte Handgelenk mit Fleck einfach nur eklig. Ich scheue mich, jetzt in der kurzärmeligen Zeit mein Handgelenk der Kassiererin im Discounter unter die Nase zu halten.

    Deshalb meine Frage an Euch, ob Ihr sowas schon mal gesehen habt oder am besten ein Mittel dagegen wisst. Vom schwarzen Fleck, der nach 2 Wochen abheilt habe ich im ganzen Internet nichts gefunden. Einen Mückenstich (vor allem im Winter und in der Großstadt) möchte ich ausschließen, Hautkrebs heilt nicht von allein in 2 Wochen und für ein Hämatom ist es viel zu pechschwarz und entsteht zu leicht. Vielen Dank!




  • 46 Antworten

    Nimmst du Blutverdünner? So zumindest haben die blauen Flecken bei dünner Haut plus Blutverdünner bei meiner Oma ausgesehen. Die war aber noch ein gutes Stück älter.

    onodisep schrieb:

    Meine Hautärztin, die in erster Linie meinen schwarzen Hautkrebs am Rücken behandelt, ...

    ... ist die Entdeckung und die Behandlung deines "schwarzen Hautkrebses" zeitlich in etwa deckungsgleich mit dem Auftreten dieser, von dir beschriebenen "Flecken"?


    Wie wird dein "schwarzer Hautkrebs" denn behandelt?

    Bekommst du kurativ irgendein Medikament (welches du seit einem längeren Zeitraum regelmäßig einnimmst) dageben?


    Nicht nur "Blutverdünner" verursachen solche "Fleckerscheinungen" > die tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit > gem. deiner Bilder, wie auch nach deinem Beschreibungsmuster > doch sog. "Hämatome" zu sein scheinen ...

    ... auch spezifische Medis, welche im Bereich der Nachsorge bestimmter Ausprägungen (~malignes Melanom u.a.) des "HautKrebses" zur Anwendung kommen, sind ebenso in der Lage, solche "Hämatome" bzw. diese Art "Fleckbildung" der (offensichtlichen) nur epidermal betroffenen Region zu verursachen.

    Deshalb meine dezidierte Nachfrage.


    Btw. für "Altersflecken" sieht m.E. die signifikante Durchzeichnung (~starke Farbsättigung) dann wohl doch zu auffällig aus.

    onodisep schrieb:

    ( ... ) sondern in der Abheilungsphase ins Dunkelrötliche übergeht. In 2 Wochen ist er dann weitestgehend abgeheilt, ...

    ( ... ) und für ein Hämatom ist es viel zu pechschwarz und entsteht zu leicht.

    ... weil du es da so kategorisch fast auszuschließen scheinst, dass es sich um "Hämatome" handeln könnte > FRAGE: Wie genau heilen diese Flecken denn dann ab?

    Also werden diese nur "blasser", gehen zum Schluß hin ins hellrötliche und sind dann "Schwupps" im üblichen, umgebenden "HautRosa" verschwunden?

    ... oder ist es doch eher so, dass die Flecken nach einpaar Tagen in sämtlichen Farbschattierungen und Nuancen der Farbskalen von gelblich, bräunlich, grünlich changieren? ... ganz so, wie "Hämatome" so grundsätzlich auch abheilen können?

    Wie genau also verhält es sich bei dir?

    onodisep

    Treten diese "Flecken" (~Hauterscheinungen) eigentlich nur bzw. fast ausschließlich auf deinen Handrücken - also an solch "druck-/stoßlastig" exponierten Hautarealen - auf?

    Oder sind auch noch andere Haut-/Körperregionen davon betroffen?

    Bsp. ebenso exponierte Hautstellen an den Beinen > Knie, Schien-/Wadenbein, Knöchel u.a.?

    Mein Vater hatte so etwas alle Nase lang. Wurde als Petechien bezeichnet, Hintergrund waren erhebliche Störungen im roten Blutbild, vor allen Dingen zu wenig Thrombozyten....


    Selbst bei ihm verschwanden diese Flecken aber immer wieder, um dann woanders erneut aufzutreten.

    Hallo! Vielen herzlichen Dank für Eure freundlichen Antworten!

    Ich nehme keine Blutverdünner oder ASS ein.

    Gegen den schwarzen Hautkrebs hilft meines Wissens nur Rausschnippeln samt Lymphknoten. Es gibt ein Chemotherapeutikum, dass man sogar zu Hause nehmen kann, aber das verlängert nur das Überleben und ich habe es nicht.

    Ja, man kann sagen, dass die Flecken (und Runzeln =Fältchen) ungefähr gleichzeitig mit dem Hautkrebs am Rücken auftraten. Blau sind sie nie. Sie sind schlagartig da und pechschwarz, dann gehen sie ins rötlich-bränliche bis nach 2 Wochen nur noch ein Schatten verbleibt. Sie tun nicht weh und bluten nicht. Ich habe eine gute Wundheilung aber leider auch leichte Verletzbarkeit der Haut. Sie treten nur am rechten Handgelenk auf, manchmal auch am Linken. Man kann auch sagen, dass ich einfach 20 Jahre zu jung für diese Erscheinung bin. Ich werde mir Morgen Vitamin K besorgen - ich dachte, das sei nur für die Knochen.

    Ich hab nochmals ein Bild von heute hochgeladen (falls es klappt) Ein zweiter, kleinerer Fleck ist dazu gekommen und beide sind jetzt im Dunkelrot beim Abheilen. Der zweite Fleck kam, als ich auf dem Sofa lag. Ich konnte dabei zuschen.

    Bild von heute

    Petichien sind Kapillarblutungen in die Haut. Die Ursachen können ganz harmlos sein. Du nimmst kein Marcumar oder Xarelto, daher muß eine Blutgerinnungsstörung ausgeschlossen werden. Die Thrombozyten - Blutplättchen zu kontrollieren, ist sehr wichtig. Deine Haut scheint trocken zu sein. Welche Pflegemittel benutzt du? Lasse dich dazu in deiner Apotheke beraten, es gibt sehr gute Pflegemittel gegen trockene Haut, z.b. Eucerin. Alles Gute für dich!

    onodisep

    BenitaB. schrieb:

    Typische Petechien....

    ... mit Verlaub - Nein!


    Petechiale, also diese merkmalstypischen > und dabei charakteristischen > wirklich punktförmigen, flohstichartigen Einzeleffloreszensen > wären kleiner bis max. 3 mm!


    ONODISEP zeigt uns in allen drei eingestellten Bildausschnitten aber eine sehr fleckförmige Erscheinungsform solcher v.a. epidermaler Einblutungen > mit einer definitionsgemäß größeren Manifestation > 3 mm ++


    Es handelt sich m.E. > v.a. nach Sichtung auch des "heutigen" dritten Bildes > mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, dennoch (mein Erstverdachtsmoment, gem. Mitteilung+Bildnachweis des TE im Eingangspost) um sog. Ekchymosen.


    onodisep > diese sind per mediz. Deskription, als eine ausgeprägtere, bzw. die schwere Verlaufsform, pathol. petechialer Hautblutungen, anzusehen - und stets unmittelbar einer fundierten medizinischen Abklärung zuzuführen (!)


    Beiden - also einzeleffloralen Hauteinblutungen (Petechien + Ekchymosen) dahin gemein > gilt dessen als ursächliches pathogenes Vorkommnis > eine Verlaufsform der sog. hämorrhagischen Diathese.


    Aus diesem Grunde, hatte ich in meinen Beiträgen von vor, eine dahingehend einkreisende Abfrage beim TE vorgenommen.

    ... die mir onodisep dankenswerter Weise in seinem heutigen Beitrag dazu in ausführlicher Form bestätigend nachgereicht hatte.


    Hyazynthe schrieb:

    Die Ursachen können ganz harmlos sein.

    ... grundsätzlich vllt. ja - hier aber m.E. mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eher NEIN.


    Warum?

    Der TE gibt uns in seinem Erst-/Eingansbeitrag bekannt, er sei an "schwarzem Hautkrebs" erkrankt, welcher seitens seiner HautÄrztin wohl auch fachmed. behandelt wird ... dies bestätigt onodisep erneut im heutigen Post.


    So - meine Vermutung, nach Kenntis dieser Mitteilungen war:

    > den Zusammenhang "malignes Melanom" und der nun bestätigten zeitlichen Kongruenz mit dem Auftreten dieser "Ekchymosen" dahin zu führen

    > dass m.E. ursächlich eine Verlaufsform der hämorrhagischen Diathese, in diesem speziellen Fall - mit anzunehmend sehr hoher Wahrscheinlichkeit

    > eine Art "Thrombozytopenie" > in äthiologischer Ausprägung einer sog. (thrombozyt.) "Produktionsstörung" vorzuliegen scheint.


    Pathol. Ursächlichkeit:

    ... onodisep teilt ja dazu mit, dass ein sog. "malignes Erkranksbild" bei ihm vorlag, resp. aktiv noch vorliegt

    ... und schon deshalb davon auszugehen war, dass diese Erkrankungsform ebenso "medikamentös" (z.Bsp. mit div. Zytostatika, u.a.) unterstützend behandelt bzw. weiterhin versorgt wurde/wird


    Dies alles sind in summa vorgetragene > pathol. ursächlich zusammenhängende Aspekte, um einen solchen - wie von mir hier - Gedankenansatz daraufhin eingrenzend zu formulieren!


    Es gibt noch eine eher seltenere Verlaufsform dieser (thrombozyt.) hämorrhag. Diathese > die im Bereich der Autoimmun-Erkrankung angesiedelt ist > eine "idiopathisch thrombozytopenische Purpura (nach Werlhof)

    ... wenn schon eine Blutbild-Überprüfung erfolgt > sollte vllt. - je nach med. Einschätzung des Behandlers (FA) - auch ein AutoAntikörper-Test dahin in Erwägung gezogen werden - so als abschließenden Hinweis.


    In jedem Fall - ist dieses vorliegende Erscheinungsbild dringend abklärungsbedürftig!


    "Harmlos" geht - unter den vor gen. und zu Grunde liegenden Umständen - anders!

    "Harmlos" - diese "Diagnose" - bleibt ausschließlich einer/einem niedergelassenen und/oder (Klinik)Facharzt zwingend vorbehalten!


    onodisep - hiermit hast du nun einiges an der Hand, um deine/deinen Behandler = (Fach)Ärztin/(Fach)Arzt mit vllt. relevanten Überlegungen zuzufüttern ...


    Ich empfehle dir dahin tatsächlich - unmittelbar dieses "HautblutungsBild" medizinisch dahin abklären zu lassen ... nicht dass was übersehen wird!

    ... Dir erst alles Gute und eine hoffentlich schnelle GesamtGenesung - wie eine vllt. zielführende Befundung im aktuellen Geschehen. @:):)*


    SeBastian *:)

    Hallo und vielen Dank für die sehr ausführlichen und aufklärenden Antworten!

    Meine Leber ist nicht gut, obwohl ich nie Alkohol trinke, nicht einmal an Sylvester - schmeckt mir nicht. GammaGT ist so bis 100. Auf meine Frage an den Internisten, ob es leukämisch sein könnte, sagte er, dies könne er anhand des Differentialblutbildes ausschließen. Wenn es gut geht habe ich seit Jahren 14.000 Leukos oder manchmal mehr.

    Ja meine Haut ist an den Handgelenken sehr dünn. Bei der Hautärztin habe ich erst im November den nächsten Nachsorgetermin. Jetzt bekäme ich am 21.7. den nächsten Termin. Bis dahin sind die Dinger (Ekchymosen) hoffentlich abgeheilt. Sie hat sehr unterschiedliche Bewertungen. Schlechte, wenn einer nicht dran kam und gute, wer behandelt wurde. Ich finde, man sollte anerkennen wenn eine Praxis überlaufen und schlicht voll ist. Ich war dort wegen meinen Runzeln = Falten und den Flecken. Möglich, dass diese da gerade nicht dunkel aktiv waren. Dabei entdeckte sie durch Zufall das Melanom am Rücken. Die Diagnose hat dann eh eine ganz andere pathologische Gemeinschaftspraxis gestellt.

    onodisep schrieb:

    Hallo und vielen Dank für die sehr ausführlichen und aufklärenden Antworten!

    Meine Leber ist nicht gut, obwohl ich nie Alkohol trinke, nicht einmal an Sylvester - schmeckt mir nicht. GammaGT ist so bis 100. Auf meine Frage an den Internisten, ob es leukämisch sein könnte, sagte er, dies könne er anhand des Differentialblutbildes ausschließen. Wenn es gut geht habe ich seit Jahren 14.000 Leukos oder manchmal mehr.

    Ja meine Haut ist an den Handgelenken sehr dünn. Bei der Hautärztin habe ich erst im November den nächsten Nachsorgetermin. Jetzt bekäme ich am 21.7. den nächsten Termin. Bis dahin sind die Dinger (Ekchymosen) hoffentlich abgeheilt. Sie hat sehr unterschiedliche Bewertungen. Schlechte, wenn einer nicht dran kam und gute, wer behandelt wurde. Ich finde, man sollte anerkennen wenn eine Praxis überlaufen und schlicht voll ist. Ich war dort wegen meinen Runzeln = Falten und den Flecken. Möglich, dass diese da gerade nicht dunkel aktiv waren. Dabei entdeckte sie durch Zufall das Melanom am Rücken. Die Diagnose hat dann eh eine ganz andere pathologische Gemeinschaftspraxis gestellt.

    Wie ist der Befund der Transaminasen ( GOt und GPT )? CRP erhöht? Wende dich, wenn möglich, an eine dermatologische Fachklinik / Universitätsklinikum. Ich könnte dir eine sehr gute Klinik empfehlen, die Chefärztin ist mir persönlich bekannt, aber Namen von Ärzten nennen, ist in der Öffentlichkeit verboten.

    FA für Dermatologie oder Internist?