Leberfleck: Frage zu Pathologie-Befund

    Hallo,


    mir wurden in der vergangenen Woche zwei Leberflecke (Ohr & Rücken) präventiv weggeschnitten.


    Heute teilte mir mein Hautarzt das pathologische Gutachten mit:




    Ohr: Naevuszellnaevus vom Compound-Typ mit Atypien, knapp in einen seitlichen Präparatrand ausgedehnt.


    O-Ton Arzt: nicht gut- aber auch nicht bösartig, gut das es weg ist.




    Rücken: Naevuszellnaevus vom Compound-Typ, in sano excidiert.


    O-Ton Arzt: alles in Ordnung.




    Für beide Befunde gilt: kein Anhalt für Malignität.




    Zum ersten Befund habe ich nun noch interessehalber eine Frage, welche ich ungern bis zum nächsten Arzttermin (Fäden ziehen) aufschieben möchte.


    Was beschreibt der Pathologe mit: "knapp in einen seitlichen Präparatrand ausgedehnt" ?


    Bezieht er sich hier auf den Leberfleck der in eine bestimmte Richtung ausgedehnt/gerichtet ist oder weißt er daraufhin, dass der Hautarzt nicht genug Sicherheitsgewebe rund um den Leberfleck entfernt hat? Beim Rückenbefund steht an der Stelle nach dem Komma "in sano excidiert" ~ im gesunden Gewebe rausgeschnitten.


    Oder meint der Pathologe vlt. etwas völlig anderes?


    Vorab vielen Dank für Eure Meinungen & Hilfe :)^

  • 1 Antwort

    Hey hoernchen22,


    "in sano excidiert" (in sano-lat.:im gesunden)heisst, dass alle betroffenen Zellen aus dem gesunden Gewebe entfernt wurden & somit keine Zellen mehr vom Naevus vorhanden sind. - also: gut :-)


    und ich glaube, mit dem "Naevuszellnaevus vom Compound-Typ mit Atypien, knapp in einen seitlichen Präparatrand ausgedehnt. " meint der Pathologe:


    da der Naevus atypisch(man sagt auch dysplastisch) war (d.h. unruhig von Farbe und Rand) , wird er an der einen Seite leicht "ausgefranzt" gewesen sein. Wahrscheinlich hätte dieser Naevus irgendwann mal Potenzial gehabt, sich zu einem Melanom zu entwickeln , deshalb ist es gut, dass er jetzt raus ist ..


    Hattest Du jetzt nochmal Gelegenheit gehabt den Arzt zu fragen?