Massiver Haarausfall mit 25

    Hallo liebe Community,


    ich leide unter stärkerem Haarausfall (w. 25 J.). Am Anfang habe ich meinen dünner werdenden Pferdeschwanz und die ganzen Haare in der Dusche und auf dem Boden ignoriert. Bis ich mich auf Fotos sah und bis meine Freunde / die Familie mich darauf ansprachen : meine Haare sind weniger geworden und mein Scheitel breiter. Die Kopfhaut schimmert durch. Die Haare hängen müde, fadlos und ultra dünn einfach herunter.

    Hinzu: ich habe von Natur aus dünnes, feines Haar die unfassbar schnell fettet. Ich wasche heute meine Haare und morgen schaut es aus als hätte ich TAGE meine Haare nicht gewaschen. Hinzu kommen oft Juckanfälle mit großen fettigen Schuppen.


    Vor drei Wochen beim Hautarzt gewesen, Blut abgenommen: Blutwerte laut Laborparameter und Dermatologe in Ordnung. Doch ich sehe einen leicht erniedrigten TSH Wert (obwohl im Referenzbereich) , MCH MCV auch erniedrigt, RDW hoch (alle Werte aber knapp im Referenzbereich). Der Ärztin ist mein Haarausfall aufgefallen, sie meinte schaut nach Haarausfallmuster des Androgenem Typ aus. Das wollte ich natürlich nicht gerne hören, hatte so sehr gehofft dass es an meinen Blutwerten liegt, an der Schilddrüse oder so. Für Juckreiz und Schuppung habe ich Cloderm als 4 wöchige Kur erhalten , über den Haarausfall haben wir nicht geredet, ich solle in 4 Wochen wieder kommen.

    Ich befürchte sie sagt hormonel/erblich bedingt und ich kriege diese Minoxidiltropfen(oder wie die auch heißen).

    Ich bin erst 25, färbe föhne glätte locke strapaziere meine Haar ÜBERHAUPT NICHT. Nutze wegen dem Juckreiz nur noch Babyshampoo mit milden Tensiden, jetzt ja nur noch Cloderm als Kur. Ernähre mich relativ normal, nicht zuuu gesund aber auch nicht ungesund, lebe weder vegan noch vegetarisch, nehme Kurkuma, Nahrungsergänzungsmittel und wat weiss ich noch. Habe die Pille nie genommen und darf diese auch nicht nehmen. Ich binde meine Haare nicht mehr zum Dutt, habe mein wunderschönes langes Haar auf Kinnhöhe geschnitten. Mehr fällt mir nicht ein, ich fühle mich machtlos und ohnmächtig. Für eine Haartransplantation werde ich die nächsten Jahre kein Geld haben. Derzeit habe ich sehr viel Stress, gesundheitlich und beruflich und privat. Also in allen Bereichen aber ich kann es nunmal derzeit nicht runterschrauben, ich kämpfe mich durch.

    Hat jemand Erfahrung mit Haarausfall in jungen Jahren?

    Mein Selbstbewusstsein schwindet...und schwindet dahin.

  • 30 Antworten

    Ich habe keine Erfahrung mit Haarausfall in jungen Jahren - allerdings habe ich schon viel Zeit wegen der Schilddrüse in Arztpraxen verbracht und früher auch im Krankenhaus. Von daher habe ich mitbekommen, dass auch geringfügige Abweichungen bei den SD- Werten zum Beispiel zu Haarausfall führen können.

    Ich würde mir ene zweite Meinung einholen - am besten in der Ambulanz eines Krankenhauses (z.B. Nuklearmedizin). Dort sehen dich dann mehrere Ärzte bzw. die Ärzte beraten sich untereinander.


    Sind die Autoimmunwerte der SD geprüft worden?


    Ich weiß nicht, was deine Ärztin meint mit "Haarausfallmuster des androgenen Typs" meint. Heißt das übersetzt "ich bin zu faul, nach der Ursache für das Problem meiner Patientin zu suchen" ???


    Da hilft nur eine Zweitmeinung.

    MorgenLefay schrieb:

    Derzeit habe ich sehr viel Stress, gesundheitlich und beruflich und privat.

    Das könnte ein wesentlicher Faktor sein, der in vielen Fällen mehr als unterschätzt wird.

    MorgenLefay schrieb:

    Hinzu: ich habe von Natur aus dünnes, feines Haar die unfassbar schnell fettet. Ich wasche heute meine Haare und morgen schaut es aus als hätte ich TAGE meine Haare nicht gewaschen. Hinzu kommen oft Juckanfälle mit großen fettigen Schuppen.

    Ich kann mir gut vorstellen, wie Du dein fettiges Haar kräftig rubbelst, sowohl beim Waschvorgang wie beim Trocknen. Das und tägl. waschen, führt zu noch mehr Produktion von Schuppen und Juckanfällen durch Überstrapazierung, mMn.


    MorgenLefay schrieb:

    Also in allen Bereichen aber ich kann es nunmal derzeit nicht runterschrauben, ich kämpfe mich durch.

    Das kann niemand, allerdings könntest Du mit meinen o. g. Möglichkeiten anfangen.


    MorgenLefay schrieb:

    Ich befürchte sie sagt hormonel/erblich bedingt und ich kriege diese Minoxidiltropfen(oder wie die auch heißen).

    Was abzuwarten bleibt. Wenn es diesbezügl. keinen Befund gibt, siehe oben;-)

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    Ich hatte mit Anfang 20 auch extrem Haarausfall. Überall lagen Haare rum, der Zopf wurde immer dünner und man sah die Kopfhaut durch.

    Bei mir waren die Blutwerte bis auf erhöhtes Androstendion in Ordnung.

    Mir hat Minoxidil Lösung sehr gut geholfen. Erst verschlimmert sich der Haarausfall, aber dann lässt er nach und bei mir sind viele Haare nachgewachsen, wenn meine Haare auch nie wieder so füllig wie früher geworden sind.

    Mit 30 hatte ich stressbedingt wieder extremen Haarausfall. Hormonwerte waren aber okay. Ich hab Minoxidil trotzdem wieder genommen und es hat wieder geholfen.

    Also wenn du keine Ursache findest oder es wirklich erblich bedingt ist, dann ist Minoxidil auf jeden Fall ein Versuch wert.

    Ferritin, Ferritinsättigung, Vit.D usw wurde untersucht? Hormonstatus?


    es gibt so viele Gründe für Haarausfall, lass dich nicht einfach so mit "androgenetischer Alopezie" abspeisen


    diese genetische Form haben sehr viel mehr Frauen als man denkt, meist setzt es aber erst ab der Menopause ein - außerdem selbst in jüngeren Jahren fallen die Haare dabei schleichend aus und wachsen einfach nicht mehr nach


    ein auffallender Haarausfall mit mehr als 100 Haaren pro Tag spricht für ein anderes Problem dass im Vordergrund steht

    viele Frauen haben auch einen Haarausfall unter einem Ferritinwert von 70, die offizielle Untergrenze von 30 ist viel zu niedrig angesetzt

    Rotschopf2 schrieb:


    Sind die Autoimmunwerte der SD geprüft worden?


    Hallo Rotschopf,

    ich weiss nicht welche Autoimmunwerte der Sd meinst, lediglich TSH t3,T4. Im Referenzbereich aber alle eher im erniedrigten Bereich. In der Familie habe ich drei Tanten mit Schilddrüsenüberfunktion. Einer wurde sogar die SD entfernt. Aber das interessiert den Ärzten nicht, wenn alles im Referenzwert, dann "super".


    Nuklearmediziner? Ich dachte ich muss zum Endokrinologen. Hat der Nuklearmediziner dir die SD-Problematik diagnostiziert oder geht es um Bildgebende Verfahren wie SD-Szintigraphie etc ?

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    Fizzlypuzzly schrieb:

    Ich kann mir gut vorstellen, wie Du dein fettiges Haar kräftig rubbelst, sowohl beim Waschvorgang wie beim Trocknen. Das und tägl. waschen, führt zu noch mehr Produktion von Schuppen und Juckanfällen durch Überstrapazierung, mMn.

    Ach nein Fizzlypuzzly, wirklich nicht. Mit liebe und Zeit unter der Dusche massiert, nicht zu kalt, nicht zu heißes Wasser. Gerubbelt nie. Zum Thema waschen: Ich hab es mal mit dem "ausfetten" und "abgewöhnen" von regelmäßigem Haarewaschen versucht, denn ich wollte auch wie manch glücklichen anderen Frauen mir die Haare auch nur 1-2 die Woche waschen müssen. Resultat: Pilz auf der Kopfhaut. Meine Kopfhaut hat ganz schrecklich darauf reagiert, uuuuuunheimlich gejuckt, ich habe mir die Haut wundgekratzt. Abgesehen vom Geruch und dem ästhetisch nicht so ansprechendem Bild. Da ich jeden Tag in der Uni ganz engen Kontakt zu Kommilitonen etc habe muss ich die Haare wirklich jeden zweiten Tag waschen.

    EdenRose schrieb:

    Ich hatte mit Anfang 20 auch extrem Haarausfall. Überall lagen Haare rum, der Zopf wurde immer dünner und man sah die Kopfhaut durch.

    Bei mir waren die Blutwerte bis auf erhöhtes Androstendion in Ordnung.

    Mir hat Minoxidil Lösung sehr gut geholfen. Erst verschlimmert sich der Haarausfall, aber dann lässt er nach und bei mir sind viele Haare nachgewachsen, wenn meine Haare auch nie wieder so füllig wie früher geworden sind.

    Mit 30 hatte ich stressbedingt wieder extremen Haarausfall. Hormonwerte waren aber okay. Ich hab Minoxidil trotzdem wieder genommen und es hat wieder geholfen.

    Also wenn du keine Ursache findest oder es wirklich erblich bedingt ist, dann ist Minoxidil auf jeden Fall ein Versuch wert.

    Stimmt es, dass das Absetzten dieser Tropfen den Haarausfall sofort wieder aktivieren?

    Und hattest du auch Probleme mit dicken Härchen im Gesichtsbereich (Kinn,Hals,Wange)?

    Ferritin war gut, wirklich im mittleren Normbereich.

    Vit D auch gut, substituiere ich auch in regelmäßigen Abständen da er mal echt im Keller war.

    Meine Mutter hat ja auch androgenetischen Haarausfall aber in meinem Alter hatte sie so volles Haar und der begann ja auch erst bei meiner Mutter mit Ende 40. Ich müsste halt mein Arzt überzeugen nochmal ein Blutbild zu machen, nur wie. Meisten reagieren die ja allergisch wenn man auf Dinge beharrt.

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    Wichtig ist es die Lösung noch weiter aufzutragen, auch wenn der Haarausfall weg ist. Ich hab es immer ein Jahr genommen. Beim ersten Mal habe ich es abrupt abgesetzt und nach drei Wochen war der Haarausfall wieder da. Ich habe es dann wieder einige Monate genommen. Und dann hab ich es langsam ausgeschlichen. Ich hab wochenlang nur die Hälfte genommen und dann einige Wochen nur jeden zweiten oder dritten Tag. Da sind dann kaum Haare ausgefallen und das Ergebnis war weitgehend stabil.

    So hab ich es auch beim letzten Mal gemacht.


    Ich hatte leider verstärkten Haarwuchs an den Wangen, allerdings keine dicken Haare sondern nur dichteren Flaum.

    MorgenLefay schrieb:
    Rotschopf2 schrieb:

    Sind die Autoimmunwerte der SD geprüft worden?

    Hallo Rotschopf,

    ich weiss nicht welche Autoimmunwerte der Sd meinst, lediglich TSH t3,T4. Im Referenzbereich aber alle eher im erniedrigten Bereich....


    Nuklearmediziner? Ich dachte ich muss zum Endokrinologen. Hat der Nuklearmediziner dir die SD-Problematik diagnostiziert oder geht es um Bildgebende Verfahren wie SD-Szintigraphie etc ?

    TPO-AK und TRAK


    Ich habe auch keine SD mehr. Bei mir machte die Diagnostik immer ein Nuklearmediziner, da ich immer in die nuklearmedizinische Ambulanz des Krankenhauses gehe.

    Nuklarmediziner haben sehr viel mit der SD zu tun.

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    MorgenLefay schrieb:

    Ach nein Fizzlypuzzly, wirklich nicht. Mit liebe und Zeit unter der Dusche massiert, nicht zu kalt, nicht zu heißes Wasser. Gerubbelt nie.

    :-DDeine Antwort gefällt mir, so erfrischend.

    Ich glaube dir das, nur gefühlt machen 90% diesen Fehler. Und selbst massieren könnte schon zuviel sein, versuche doch einfach mal nur die Haare zu waschen ohne die Kopfhaut groß zu berühren, so als Tipp.


    Ich weiss wie schrecklich es ist, Haare zu verlieren. Durch Stress hatte ich mind. 6 Monate eine totale Pläte und die ersten Haare die dann kamen waren kraus und grau - und das als junge Frau auch in deinem Alter. Deshalb mein Hinweis, Stress nicht zu unterschätzen.


    Ich hoffe für dich und wünsche dir, dass die Ursache schnell gefunden wird:)*

    Privatärzte zieren sich da nicht so, kostet zwar etwas aber das war es mir ehrlich gesagt wert, ich habe nämlich androgenetischen Haarausfall seit ich 15 bin - aber eben nicht nur!

    raus kam beim letzten mal dass ich Eisenmangel habe, Ferritin leicht erniedrigt, Ferritinsättigung und Vit. B12 beides zu niedrig


    ein starker plötzlicher Haarausfall hat immer einen Grund und wenn es nur Stress ist

    Rotschopf2 schrieb:

    TPO-AK und TRAK


    Ich habe auch keine SD mehr. Bei mir machte die Diagnostik immer ein Nuklearmediziner, da ich immer in die nuklearmedizinische Ambulanz des Krankenhauses gehe.

    Nuklarmediziner haben sehr viel mit der SD zu tun.

    Interessant, werde ich angriff nehmen

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