Scabies/ Krätze

    Guten Tag,


    kann es sein, daß Jacutin bei Krätze nicht hilft? Wir haben bereits eine zwei mal je dreitägige Behandlung hinter uns gebracht. Der Juckreiz ist stärker als zuvor.


    Wie sieht es aus mit Kopf- bzw. Haarbefall? Wie müssen wir die Wäsche behandeln? Reicht es nicht aus, sie bei 60 Grad zu waschen, oder muß man sie vor dem Waschen erst ein paar Tage in Plastiksäcken verschlossen aufbewahren? Gibt es inzwischen bessere Mittel als Jacutin? Sollte eine orale Begleittherapie erfolgen? Wie lange kann der Juckreiz weiterbestehen, nachdem die Jacutinbehandlung erfoglt ist?


    Mit freundlichen Grüßen

  • 2 Antworten

    Re: Scabies - Krätze

    1. Wesen der Erkrankung


    Die Skabies ist eine ausschließlich durch die Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei scabi-ei) verursachte Hauterkrankung des Menschen, die i.d.R. mit einem starken Juckreiz einhergeht.


    2. Pathogenese


    Die Schädigung der Haut resultiert aus der Reizung und Gewebszerstörung durch diese Grabmilben, hauptsächlich durch die Weibchen aufgrund deren Bohrtätigkeit im Stratum corneum. Die Schadwirkung wird verstärkt durch die aus den Bohrgängen auf die Haut in kleine Bohrtaschen auswandernden Larven. Diese und die sich entwickelnden Nymphen sowie die dort lebenden Männchen und die jungen Weibchen üben ebenfalls Reizwirkung auf die Haut aus. Die von den Taschen aus sich in das Stratum corneum einbohrenden, bereits begatteten Weibchen setzen weitere Gewebeschäden.


    Die erste Phase des Befalls ist in zwei bis sechs Wochen nach Befallsbeginn abgeschlossen. Ihr folgt eine zweite Befallsphase, die in vielen Fällen durch allergische Abläufe bestimmt sein kann. Zunächst tritt eine Allergie vom Soforttyp auf. Ihr kann eine vom Spättyp folgen. Ausgelöst wird die Allergie durch Allergene, die über die Ausscheidungen oder über zerfallende Körper toter Milben ins Gewebe gelangen. Die Hautreaktionen beschränken sich oftmals nicht nur auf das Gewebe und den Sitz bzw. die Zerfallsstelle der Milben oder die Orte ihrer Ausscheidungen, sondern sie erstrecken sich gelegentlich auch auf Stellen, die vor längerer Zeit mit Milben oder anderen parasitären Gliedertieren befallen waren.


    Die Symptomatik kann durch Einschleppung von Erregern in die Bohrgänge, durch Kratzeffekte sowie indirekt durch synchrone Erkrankungen z.B. der Leber und des Blut- bzw. des Immunsystems (u.a. Tumorerkrankungen, Leukämie oder HIV-Infektionen), Zn-, Mg oder Vitamin-A-Mangel, Cortison-Applikationen, Bestrahlungen oder Operationen (z.B. eine Milzexstirpation) verstärkt werden. In Ausnahmefällen können die mit Milben hineingetragenen Erreger ursächlich für eine Abzessbildung, eine Lymphangitis oder eine akute Glomerulonephritis sein. Für den Ausbruch der mit erheblichen, ausgebreiteten Hautveränderungen einhergehenden krustösen Krätze werden in einer Reihe von Fällen ein beeinträchtigtes Immunsystem und/oder Mangelerkrankungen (s.o.) verantwortlich gemacht.


    3. Milbenzyklus


    Die Entwicklung der Milben erfolgt in und auf der Haut: Aus den im parallel zur Hautoberfläche im Stratum corneum verlaufenden, blind endenden Hautbohrgang von Weibchen abgesetzten Eiern schlüpfen sechsbeinige Larven. Sie durchbohren die Gänge und wandern zur Hautoberfläche. Dort entwickeln sie sich zu den achtbeinigen Nymphen. Nach kurzem Reifevorgang entstehen daraus die Männchen und etwas verzögert die Weibchen (mit ebenfalls jeweils vier Beinpaaren). Männchen und Weibchen kopulieren in den Bohrtaschen, bevor die Weibchen mit der Anlage der Bohrgänge beginnen.


    Pro Tag schaffen die Weibchen 0,5-5,0 nun Bohrgangslänge. Bei der mit starker Krustenbildung verlaufenden Scabies norvegica (s. u.) sitzen die Milbenweibchen häufig auf deren parakeratotischem Grund in Furchen. Dort findet im Falle einer solchen Erkrankungsform auch die Eiablage und der Larvenschlupf statt. Die Gesamtentwicklungszeit dauert für Männchen 9-14, für Weibchen 12 bis 21 Tage. Pro Weibchen werden durchschnittlich 40-50 längsovale, weißliche, 0,16-0,19 x 0,08-0,10 mm große Eier erzeugt.


    Die Lebensdauer der Weibchen erreicht drei bis acht Wochen.


    4. Epidemiologie


    Die Milben leben von Zellflüssigkeit, Lymphe und Epidermiszellen. Sie werden insbesondere in der Familie und in Gemeinschaftseinrichtungen (vornehmlich in Jugend- und Altenheimen sowie Krankenhäusern) relativ schnell verbreitet. Vor allem enge Hautkontakte wie Geschlechtsverkehr, Stillen und Kuscheln aber auch asymptomatisch befallene Personen tragen erheblich zur Milbenverbreitung bei. Einem hohen Befallsrisiko sind grundsätzlich Betreuer infizierter Personen ausgesetzt, wenn sie enge körperliche Kontakte zu den Betreuten nicht ausweichen können.


    Hoch milbenhaltig sind z.B. die Krusten bei der Scabies norvegica. Beengte und hygienisch mangelhafte Wohnverhältnisse sowie Sekundärerkrankungen begünstigen die Ausbreitung des Befalls. Gelegentlich werden die Milben auch über ausgetauschte, nicht oder unzulänglich gewaschene Kleidung, Bettwäsche und Matratzen, Bettvorleger, Decken, Plüschtiere, Kissen, Handtücher, Thermometer, Blutdruckmanschetten und dem Körper eng anliegende textile Haltebänder übertragen.


    Die Krätzemilbe ist kosmopolitisch verbreitet. Ihre Einschleppung über den Reiseverkehr ist jahreszeitlich nicht beschränkt. In Europa nördlich der Alpen ist jedoch die Ausbreitungsgefahr der Krätze im Herbst und im Winter größer als zu anderen Jahreszeiten.


    Die Übertragung der Milben findet i.d.R. durch begattete Weibchen statt. Sie bohren sich binnen 30 Minuten in die Hornschicht der Haut ihres neuen Wirtes ein. Die extrakorporale Überlebenszeit der Milben und die Bewahrung ihrer Einbohrfähigkeit hängen stark von der Temperatur und Luftfeuchte ab. Bei Temperaturen bis 25°C und 90% relativer Luftfeuchte oder wechselnden Raumtemperaturen um 18°C können die Milben ein bis vier Tage befallsfähig überleben, bei 12°C und feuchter Luft sogar bis 14 Tage. Die Grenze zur Immobilität liegt bei 16°C.


    5. Krankheitsbild


    Bei Erstbefall dauert es je nach der initialen Anzahl der Milben zwei bis sechs, im Durchschnitt vier Wochen, bis die ersten Symptome auftreten. Sie bestehen in einem leichten Brennen bis zu heftigem Juckreiz. Dieser ist in der Phase starker Milbenvermehrung und -bohrtätigkeit vor allem nachts unter Bettwärme heftig. Ihm folgt eine Stecknadelkopfgroße Vesikel-, dann eine oft erythematöse Papel- und schließlich die Pustelbildung.


    Diese Erscheinungen können einzeln oder in Gruppen vorliegen. Der zuweilen nachfolgende generalisierte Hautausschlag (Sekundärexanthem) ist eine Folge der Sensibilisierung. Der Ausschlag tritt häufig um die Brustwarze und am Handrücken auf. Er bleibt bei unzulänglicher antiparasitärer Therapie oder fortwährender Reinfestation weiterbestehen oder wird sogar verstärkt. Eine solche Symptomatik an den typischen Skabiesstellen und/oder an nichttypischen Befallsstellen kann auch durch einen fordaufenden alleinigen oder erst zusätzlichen Kontakt zu Milben von Tieren (Tier- und Trugkrätze (=Pseudoskabies)) bzw. freilebenden Milben ausgelöst bzw. weiter unterhalten werden. Nur wenige Milben reichen zur Erzeugung einer Befallssymptomatik aus.


    Das Krankheitsbild kann durch schwere wie die zu zweitens aufgeführten immunitätsmindernden Einflüsse, Mangelkrankheiten sowie durch Kratzeffekte deutlich verstärkt bzw. verändert werden. Prädilektionsstellen bei der gewöhnlichen, d.h. nichtkrustigen Form der Krätze sind die Zwischenfingerräume, die Handgelenke, die Umgebung der Brustwarzen, die Ellenbogen, die Leistenregion und der Penis. Vereinzelt tritt eine Ausbreitung auf Arme, Achseln, Schenkel, später auf Finger und Nagelumgebung und/oder Fußsohlen, Bauch, Rücken, Nacken bzw. das Gesicht einschließlich Ohren ein. Bei Säuglingen und gelegentlich bei Kleinkindern sind eher Gesicht, behaarte Kopfhaut, Handflächen und/oder Fingerrücken befallen. Prädilektionsstellen bei der hoch kontagiösen, nur noch schwachen oder keinen Juckreiz aufweisenden, aber von starker Schuppen- und Borkenbildung begleiteten Scabies norvegica sind die Finger, der Handrücken, die Haut über der Handwurzel und die Ellenbogen.


    Außer den cremeartigen, grau, gelb, grünlich oder bräunlich gefärbten Borken sowie Krusten treten bei dieser Krätzeform an den Streckflächen der Extremitäten Fissuren auf. Eine Ausbreitungstendenz besteht in Richtung auf die Kopfhaut, die Ohren, die Zehen, die Fußsohlen und den Rücken. Die Nägel können verfärbt, laminiert, verdickt, rauh oder/und erweicht sein. Die Haut unter den 3-15 mm dicken Krusten, die meist lokal begrenzt auftreten, ist rot, glatt, glänzend und zuweilen feucht. Bei der mehr erythematosquamösen Form der Scabies norvegica sind die Krusten dünner, z.T. schuppig und mehr diffus verteilt. Die knotige Form der Krätze wird als Ergebnis einer Überempfindlichkeitsreaktion auf die Zerfalls- und Ausscheidungsprodukte der Milben gedeutet. Die nur geringfügig hervortretenden, glatten, runden, festen, roten bis rotbraunen Knoten bilden sich an Stellen mit dünner Haut, z.B. um die Genitalien und an den Achseln. Sie verschwinden i.d.R. binnen drei, in seltenen Fällen erst nach 12 Monaten.


    6. Diagnostik


    Krätzeverdächtig ist zunächst jede Person mit den o.g. typischen Hauterscheinungen, insbesondere mit unerklärlich starkem Juckreiz. Abgeklärt wird ein vermuteter Krätzemilbenbefall durch die Suche nach Bohrgängen, Papeln und Vesikeln unter Zuhilfenahme einer starken Lupe.


    Die z.B. per Skalpell eröffneten Milbengänge können durch Einreiben von Tinte und durch ihr anschließendes Abtupfen mit Ethylalkohol getränkten Tupferbällchen oder nach Klebefilmabriss und Einfärben mit Filzstift sichtbar gemacht werden. Die Milben selbst sind aus den Gängen durch Kratzen mit einem Rundkörperskalpell oder mit einem scharfen Löffel zu gewinnen. Die herauspräparierten Materialien (Geschabsei) werden in einem Blockschälchen in 5 ml 20-%iger Kalilauge über eine Stunde bei ca. 20°C mazeriert, dann bei 1500 U über vier Minuten zentrifugiert und der Bodensatz mikroskopisch auf Milben und deren Eier untersucht. Eine leichte, weitere Erwärmung des Hautmaterials z.B. auf der Heizung beschleunigt den Mazerationsprozess.


    Der Bohrgangsinhalt kann ferner mit einer Nadel entnommen und unmittelbar danach unter Erwärmung in einem Deckglaspräparat in Kalilauge unter Zusatz von zwei Tropfen Mineralöl untersucht werden. Die Herstellung von Hautschnitten aus Biopsie-Material ist eine weitere Möglichkeit zum Milbennachweis, ebenso die Entnahme von Gewebe des parakeratotischen Randes der Fingernagelplatte. Papulöse Herde im Gesicht enthalten fast nie Milben.


    Gelingt der Milbennachweis mehrfach nicht, etwa bei einer starken, ausgebreiteten Überempfindlichkeitsreaktion, so kann das Ergebnis einer antiparasitären Probebehandlung Aufschluss über einen eventuellen Befall geben. Die Behandlung sollte als sog. "Sicherheitsbehandlung" (Ganzkörper ohne Kopf) erfolgen. Auch Borken können stark milbenhaltig sein, etwa bei Scabies norvegica.


    Im Falle des Verdachts auf Befall mit Milben vom Tier oder mit freilebenden Milben (s.o.) helfen ebenfalls Hautproben weiter. Die Tier- bzw. Trugkrätze- Milben weichen morphologisch von Sarcoptes scabiei scabiei ab, und ihre Anzahl ist i.d.R. geringer als bei Krätzemilbenbefall.


    7. Differentialdiagnose


    Differentialdiagostisch ist die Diagnose "Krätze" je nach Befallssymptomatik abzugrenzen gegen parasitärbedingte Erkrankungen wie Tier- und Trugkrätze, die Demodexinfektion, Herbstmilbendermatitis (Erntekrätze), Körper- und Filzlausbefall sowie gegen nicht parasitär verursachte Hauterkrankungen. Hierzu gehören bakteriell infizierte Erkrankungen der Haut, Ekzeme wie das postskabiöse Ekzem oder postskabiös persistierende Papeln, Pityriasis rosea, manche Formen von Urticaria, Sabra-Dermatitis, symptomatischer Juckreiz bei Diabetes mellitus, Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen, Tinea corporis und inguinalis, Insektenstichreaktionen und Insektenwahn mit Kratzeffekten an der Hand (Symptom-Ursachen bei letzterem: Kratzen oder Eigentherapie).


    Die klinischen Bilder bei der Tier- und der Trugkrätze können denen der Krätze sehr ähnlich sein. In der Regel verschwinden die klinischen Erscheinungen alsbald nach Absterben der Tierkrätzenmilben in der Haut bzw. binnen acht Tagen nach Einstellung des Kontakts zu den Milbenquellen (Wirtstiere). Wie die Symptome der Tierkrätze verschwinden auch die der Trugkrätze binnen weniger Tage nach Beendigung des Kontakts mit der Milbenquelle (z.B. Nahrungs- und Futtermittel, Gegenstände oder Raumflächen).


    8. Bekämpfung


    A. Therapie


    Im Allgemeinen beginnt die Therapie mit einem Ganzkörper-Bad. Vor der Anwendung des gewählten Mittels muss die Haut trocken und wieder auf die normale Hauttemperatur abgekühlt sein. Bei Antikrätzesprays z.B. "Spregal*" (Wirkstoff: S-Bioallethrin) kann das Bad entfallen. Soweit notwendig, bzw. bei Scabies norvegica in jedem Fall, muss vor der Krätzenmilben tötenden Mittelapplikation zudem eine hornschichterweichende Behandlung stattfinden.


    Das gewählte Antikrätzepräparat sollte vor dem Zubettgehen auf alle Befalls- und potentiellen Befalls-, besonders intensiv auf die Prädilektionsstellen aufgetragen werden. Immer ist der ganze Körper mit Ausnahme von Gesicht und behaartem Kopf in die Behandlung einzubeziehen. Alle Personen mit Hautkontakt zum Befallenen, auch die ohne krätzeverdächtige Symptome, sind als potentielle Verbreiter mitzubehandeln. Eine zusätzliche Behandlung von Kopfhaut, Gesicht und Nacken kann bei Kleinstkindern und im Falle von Scabies norvegica erforderlich werden.


    Die Behandlung muss in der folgenden Nacht und ggf. in weiteren Nächten wiederholt werden, soweit nicht ausdrücklich anderes in der Gebrauchsanweisung vorgeschrieben ist. Ein nachfolgend erforderliches Bad darf je nach Krätzemittel erst 12 bis 24 Stunden post applicationem stattfinden. Eine kürzere Einwirkzeit der Mittel und eine zweiseitige Halbkörperbehandlung sowie das deutlich frühere Baden ist i.d.R. jedoch bei Kleinkindern unumgehbar.


    Sehr häufig wird die Organochlorverbindung Lindan (y-HCH) gegen die Milben eingesetzt. Sie kann in Form von Cremes, Lotios, Gels, Pudersprays und Emulsionen verwendet werden. Die Emulsion kommt z.B. o,3%ig bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahre an drei aufeinander folgenden Abenden zum Einsatz und wird am folgenden Morgen abgeduscht. Bei 3- bis 9-jährigen sind i.d.R. zwei Applikationen in eintägiger Folge und mit einer Einwirkzeit von drei Stunden ausreichend.


    Bei o,3%igen Lindan-Mitteln sollte die Behandlung gegen nachgeschlüpfte Larven sicherheitshalber nach sieben bis acht (-zehn) Tagen wiederholt werden. Bei 1%igen Präparaten ist die Wiederholung im Allgemeinen nicht notwendig, jedoch ist bei diesen Mitteln die absorbierte Wirkstoffmenge zumeist deutlich höher als bei o,3%igen. Bei Säuglingen und Kleinkindern bis drei Jahre sind nur o,3%ige Präparate an lediglich zwei aufeinander folgenden Tagen für jeweils drei Stunden anzuwenden. Ggf. ist die Anwendungsfläche und -häufigkeit durch körperhälften- oder sogar körperabschnittsweises Vorgehen zu strecken. Mittelbeispiele: Jacutin-Emulsion, Delitex-Puder, HCH-Salbe, Kwell, Kwellada (je 1%ig).


    Als weiterer Wirkstoff wird gegen Krätzemilbenbefall - vor allem auch der schwer therapierbaren knotigen Krätze - Crotanüton, ein organisches Säureamid in Form von Cremes oder Lotio verwendet, letztere z. B. 1o%ig über zwei bis fünf aufeinander folgende Nächte. Danach wird die Haut gewaschen. Crotamitonpräparate wirken zusätzlich juckreizmindernd. Zugleich sind sie irritierend für nicht intakte Haut und Schleimhäute. Mittelbeispiele: Crotamitex*-Lotio, -Gel und -Salbe, Euraxil*-Creme und -Lotio.


    Zugelassen ist ferner ein mit Piperonylbutoxid synergisierter S-Bioallethrin-Ganzkörperspray. Trotz seiner kurzen Einwirkzeit ist der Spray auch bei knotiger Scabies wirksam. Die unter Umständen Reizungen erzeugende Benetzung von Schleimhaut kann durch Abdeckung mit Handtüchern verhindert werden. Stellen im Gesicht, die nicht besprüht werden können, sind z. B. über benetzte Wattetupfer behandelbar. Die Behandlungen mit dem Spray sollten, insbesondere wenn mehrere Personen unmittelbar nacheinander zu therapieren sind, in gut durchlüfteten Räumen vorgenommen werden. Die einmalige Behandlung reicht i.d.R. aus. Mittelbeispiel: Spregal*-Lösung (Spray).


    In vielen Fällen wirkt das Benzylbenzoat, 10 bis 30%ig als Emulsion, mit einem ca. fünf cm breiten Pinsel auf die Haut aufgetragen, befallstilgend nach einer Einwirkzeit von mind. fünf bis fünfzehn Minuten. Danach ist das Mittel abzuwaschen. Die Behandlung ist je nach Stärke der Symptomatik nach einem Tag bzw. einer Woche ein- bis zweimal zu wiederholen. Vollbäder sollten aber erst 48 Stunden nach der letzten Applikation genommen werden. Benzylbenzoat wirkt stark reizend auf die verletzte Haut und Schleimhäute. Dies ist bei Krätze insbesondere für excoriierte oder ekzematös veränderte Hautzonen, z.B. die Skrotalregion zu beachten. Benzylbenzoat kann auch im Wechsel mit Crotamiton- oder Disulfirammitteln in sonst therapietoleranten Fällen in z.B. viertägigen Abständen verwendet werden. Mittelbeispiele: Antiscabiosum 1o%ig für Kinder bzw. sonst 25%ig als Emulsion, Kontakte Derm Lotion, Labocane Anti-Juckreiz-Salbe, Sanifect-Lösung zur Pinselung, -Pumpspray und -Puder, Soladerm-N3-Salbe.


    Präzipitatschwefel kann in Salbenform (5 bis 15%ig, bei Kindern 2,5 bis 3%ig) gegen Krätzemilben ebenfalls befallstilgend wirksam sein. Er ist auch bei Stillenden und Schwangeren sowie Kleinkindern verwendbar, billig und leicht rezeptier- und applizierbar. Bei Kindern kann auch der Kopf mit solcher Salbe behandelt werden. Das Abwaschen des Schwefels erfolgt am 3. Tag post applicationem.


    Mittel zur oralen Behandlung sind in Deutschland nicht zugelassen.


    Im Falle der zuweilen auftretenden Toleranz gegen die in Deutschland zugelassenen Mittel können andere z.B. auf Schwefelverbindungen oder auf Birkenteer (Unguentum antiscabiosum) basierende oder im Ausland vertriebene, äußerlich anwendbare Präparate mit nachstehend aufgeführten Wirkstoffen befallstilgend wirksam sein, wie


    > das ölig-flüssige oder als Shampoo formulierte 2,7-Dimethylthianthren, das selbst bei nur einmaliger therapeutischer Applikation befallstilgend wirken kann,


    > das Tetraethylthiurammonosulfid (25%ig), dessen Präparate mit Wasser 2-3fach verdünnt auf die gereinigte Haut - ausgenommen das Gesicht und Kopfhaar - an zwei bis drei aufeinander folgenden Tagen aufgetragen werden (Unverträglichkeit können bei Kindern und nach Alkoholgenuss auftreten),


    > das Disulfiram (2%ig), in wässriger Lösung,


    oder Mittel mit Wirkstoffen aus anderen chemischen Gruppen wie


    > Malathion, Trichlorfon, Permethrin und Dixanthogen, Niem-Öl und Ivermectin bzw. Thiabendazol.


    In letzter Zeit wird häufiger von Befallstilgungserfolgen mit dem für humanmedizinische Indikationen in Deutschland nicht zugelassenen makrocyklischen Lakton Ivermectin berichtet. Therapieversuche mit solchen Mitteln in Deutschland, die über sog. Auslandsapotheken beschafft wurden, verliefen - soweit bisher bekannt - befallstilgend. Der aus dem Ausland vereinzelt berichtete, d.h. unterstellte letale Ausgang oraler Behandlungen mit Ivermectin bei älteren Patienten (>6o Jahre alte), der z.T. erst nach Wochen oder Monaten auftreten soll, wurde aus Deutschland bisher nicht bekannt. Das Insektizid, akarizid und anthelmintisch wirkende Ivermectin wird in Eigenverantwortung des verordnenden Arztes gegen Krätzemilben ein bis maximal zweimal - dann je nach Präparat im Abstand von ein bis acht Tagen - in einer Dosis von (jeweils) (200) bis 250 ?g/kg KGW pro Person verwendet. Mittelbeispiele: für Deutschland keine, ersatzweiser Einsatz der für Krätze im Ausland zugelassenen Präparate Mectizan* und Stromectol*. Auch Thiabendazol, im Ausland per os verwendet, wurde in Deutschland zur Anwendung gegen Krätze bisher nicht zugelassen. Es verursacht nicht selten erhebliche Nebenwirkungen.


    Die möglicherweise auftretende o.g. Allergie vom Spättyp (postscabiöses Ekzem oder ekzemartige Sekundärveränderungen) im Anschluss an eine befallstilgende Lokaltherapie lässt sich z.B. mittels Ölbädern oder weicher Zinkpaste (2%ig) oder kortikoidhaltiger Salben beherrschen. Knotige Prozesse sind u.a. mit io-20%iger Ichthyolsalbe oder 3 bis 5%igem Salicylsäure-Öl oder 5%iger Vaseline, entzündliche Abläufe z.B. mit Kortikoide und Antiseptika enthaltenden Salben, u.U. letztere im Wechsel mit Salicylsäure-Vaseline anzugehen. Hydrocortison-Creme 1% hilft gegen den stark lästigen Juckreiz, der trotz spezifischer, erfolgreicher Antimilbenbehandlung noch einige Zeit weiterbestehen kann (postscabiöses Ekzem).


    B. Hygienemaßnahmen und Entwesung


    Der Wechsel der Körper- und der Unterkleidung sowie der Bettwäsche und ggf. der Bettdecken sollte alle 12 bis 24 Stunden vorgenommen werden. Die Handtücher sind zweimal täglich zu wechseln. Ein Wechsel der durch das Krätzemittel via Haut imprägnierten Nachtkleidung ist erst nach einigen (bei Lindanmitteln i.d.R. vier) Tagen angezeigt. Die Mittelrestwirkung macht die Milben befallsunfähig.


    Die Oberbekleidung braucht nur in Ausnahmefällen entwest zu werden, z.B. durch mind. siebentägiges Durchlüften oder chemische Reinigung. Für Bettwäsche, Unterbekleidung, Blutdruckmanschetten und Handtücher reicht dafür das normale Waschen bei 6o°C aus. Auch ein bis 14-tägiges Unbenutztlassen der Textilien in Plastiksäcken schädigt die Milben so, dass sie nicht mehr befallsfähig sind. Möbel, wie Betten, Sessel und Fußbodenbeläge sind mittels starker Staubsauger von Milben befreibar. Ein wiederholtes Staubsaugen ist im Falle von Scabies norvegica unverzichtbar. Plüschtiere und Schuhe können schnell durch Einfrieren milbenfrei gemacht werden.


    Der Einsatz chemischer Mittel zur Entwesung milbentragender Gegenstände und Räume ist i.d.R. nicht erforderlich, da die o.g. nichtchemischen Maßnahmen fast immer ausreichen. Ist die Anwendung chemischer Mittel nicht zu umgehen, werden als wirksame chemische Mittel Flüssigpräparate auf Malathion- und Puder auf Temephosbasis empfohlen. Nach der Entwesung kann eine sachgerechte Dekontamination und Reinigung der behandelten Gegenstände erforderlich sein.


    9. Gesetzliche Bestimmungen


    Nach § 45 Abs. 1 des Bundes-Seuchengesetzes "dürfen Lehrer, zur Vorbereitung auf den Beruf des Lehrers in Schulen tätige Personen, die an Krätze erkrankt oder verdächtig sind, die dem Schulbetrieb dienenden Räume nicht betreten, Einrichtungen der Schule nicht benutzen und an Veranstaltungen der Schule nicht teilnehmen, bis nach dem Urteil des behandelnden Arztes oder des Gesundheitsamtes eine Weiterverbreitung der Krätze durch sie nicht mehr zu befürchten ist."


    Danach darf von dem Patienten keine Weiterverbreitungs- und somit keine Ansteckungsgefahr mehr ausgehen. Es ist für die Erteilung der Erlaubnis zum Wiederbesuch der Gemeinschaftseinrichtungen daher entscheidend, dass überlebende Milben nicht mehr in der Lage sind, einen neuen Krätzefall zu verursachen. Wann dieser Zeitpunkt erreicht ist, hängt also vom Zeitpunkt des Eintritts des Verlustes der Fähigkeit der Milben zur Infektion aufgrund der Therapie- und Entwesungsmaßnahmen ab.


    Es kommt demnach nicht auf die Dauer der absoluten Überlebenszeit der Milben an sondern auf die Zeitdauer ihrer Fähigkeit im Anschluss an die Therapie und die Entwesung, neue Personen über den direkten oder indirekten Kontakt (z.B. über eine Blutdruckmessmanschette oder eine Decke) zu befallen und sich auf ihnen fortzupflanzen. Der Zeitpunkt der praktischen Milbenfreiheit bzw. der des Auffindens von ausschließlich toten Milben ist das sicherste Kriterium für die Beendigung der Ansteckungsgefahr. Dennoch wird der Termin des Verlustes der Fähigkeit der Milben zur Neuinfestation i.d.R. erheblich früher erreicht.


    Das heißt, der zeitliche Ablauf der Wirkung der eingesetzten therapeutischen Akarizide sowie der der eingesetzten Entwesungsmittel und -verfahren bestimmt den Termin des Verlustes der Fähigkeit der Milben zur Neuinfestation entscheidend mit. Die letale Schädigung der Milben kann bereits nach wenigen Stunden, aber auch erst nach mehreren Tagen, zuweilen erst nach ein bis drei Wochen erreicht sein.


    Sofern schon unmittelbar nach der ersten Mittelapplikation, d.h. binnen eines halben Tages alle auf der Haut befindlichen oder die auf die Haut auf- und auswandernden Krätzemilben letal geschädigt sind und die notwendigen Entwesungsmaßnahmen ebenfalls in letal milbenschädigender Weise sachgerecht durchgeführt wurden, besteht kein Grund den Befallenen den Besuch von Schulen und den von anderen Gemeinschaftseinrichtungen länger als einen Tag zu verwehren. Erst nach der letzten sachgerechten Mittelanwendung und einer Erfolgskontrolle in entsprechendem Abstand ohne den Nachweis von lebenden Milben kann die endgültige Milbenfreiheit durch den behandelnden Arzt bescheinigt werden.


    Die Tilgung der Milbenpopulation am Krätzepatienten geht aber nicht unbedingt mit klinischer Symptomfreiheit einher. Die Abheilung der Hautveränderungen kann noch Tage bis einige Wochen nach Abschluss der befallstilgenden Therapie und der wirksamen Entwesung von befallener Kleidung, Wäsche und Gegenständen anhalten. Die Ursache dessen liegt in einer allergischen Reaktion auf das Vorhandensein lebender, aber nicht mehr vitaler sowie toter Milben und von Milbenteilen bzw. in einer sensibilisierenden Lokaltherapie oder in einer Premdkörperreaktion auf die Parasiten und die Reste von diesen.


    Anders als bei der Verlausung lösen bei der Krätze bereits begründete Verdachtsfälle angemessene Maßnahmen aus. Die Maßnahmen gelten außer für Schulen auch für weitere Gemeinschaftseinrichtungen (s. §§ 48 Abs. 1, 48 a Abs. 1 Bundes-Seuchengesetz).

    Re: Scabies

    Anfrage bzgl. Scabies !


    Bei mir wurde ca. Mitte (!) Februar 2001 von einem Hautarzt Scabies diagnostiziert. Als Behandlung verordnete er mir das Mittel Lyclear, (Permethrin 5%) welches nur in einer internationalen Apotheke um S 420,-- gekauft werden konnte. Nach einer warmen Dusche, habe ich die Creme Lyclear aufgetragen. Nach ca. 8-12 Stunden ist diese wieder abzuwaschen.


    Dieses Mittel wird derzeit als "Wundermittel" gehandelt.


    Ca. 2 Tage später setzte jedoch wieder der Juckreiz ein. Der Hautarzt diagnostizierte sog. Postscabies, welche mit einer Cortisonsalbe behandelt wurde. Der Juckreiz war einmal stärker und dann wieder schwächer, vergangen ist der Juckreiz bis dato nicht.


    Als ich Mitte Mai wieder zum Hautarzt ging, wurde nochmals Scabies diagnostiziert, mit der gleichen Behandlung, welche jedoch nunmehr ein zweites Mal nach 7 Tagen zu wiederholen ist.


    Bei mir ist scheinbar diese Scabies, teilweise auch schon Krustenbildung, obwohl auf absolute Reinlichkeit (tägliches Duschen) Bedacht genommen wird, sehr hartnäckig. Dies äußert sich dahingehend, dass einmal der Juckreiz stärker bzw. dann wieder schwächer wird. In der Nacht - kein Juckreiz


    Gibt es eine Kombination von mehreren Mitteln, Cremen bzw. Tabletten, welche diese Scabies endlich den Garaus macht ??


    Wirken normale Schwefelbäder (=Vollbad mit Schwefelzusatz? Soll zuerst vor dem Auftragen der Creme Lyclear ein Vollbad genommen werden (oder reicht eine Dusche. Welche Behandlungen können sie vorschlagen ????

    Scabies-Krätze

    Meine Tochter(5) leidet seit ca 4 Wochen an Krätze. Nach anfänglicher Weigerung haben wir es nun doch mit Jacutin versucht, aber nach 2 tägiger Pause kamen heute schon wieder neue Flecken. Ich möchte Sie aber nicht schon wieder mit jacutin behandeln (1. Behandlung 3 Nächte außer Gesicht und Kopf). Wer kann mir helfen ????

    Schwanger und Krätze

    Ich habe aus Südspanien Krätze mitgebracht und bin im 5. Monat schwanger. Wer kann mir sagen, ob ich z. B. Spregal verwenden darf? Reicht bei Spregal tatsächlich eine einmalige Anwendung aus? Ich kann keine großen Experimente machen, daher müßte ich es genau wissen. Jacutin (Lindan) kommt ja absolut nicht in Frage.

    Scabier - Krätze

    Hilfe, ich glaube ich habe Scabies !!!


    Wer kann Scabies sicher diagnostizieren oder ausschließen ??? Gibt es einen Spezialisten oder eine spezielle Krankenhaus-Abteilung bzw. Kontaktadresse ? Spregal Spray und Crotamitex-Salbe trocknet zwar die Kratzstellen aus, hilft aber nur bedingt. Ich habe vermutlich Scabies am ganzen Körper (auch im Gesicht und auf der Kopfhaut).


    Wer hat Erfahrung mit der Tablette STROMECTOL ? Wann wird sie in Deutschland zugelassen ?


    Vielen Dank

    Scabies-Krätze

    Ich bin vor einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen worden,mit zu spät erkanntem Milbenbefall,da ich bei der ersten Untersuchung falsch diagnostiziert wurde,damit meine ich das mir mit einer Pinzette regelrech ein Hautstück herausgerissen wurde,wo man ja vorsichtig abtragen muß.Nachdem ich dann in ein anderes Krankenhaus auf eigenen Wunsch überwiesen wurde,hat man es zum Glück erkannt. Auf alle Fälle bin ich dann mit dem neuen Mittel namens " Lyclear" behandelt worden das sehr schnell Wirkung zeigte.


    Doch eine Woche darauf bildeten sich sehr weit verstreute Sekretbläschen,und auch Milbenhügelähnliche Wölbungen. Kann es sein das ich trotz aller Vorkehrungen und gleichzeitiger Behandlung meines Partners wieder einen Befall habe ?

    scabies

    ich dachte schon ich bin die einzige. ich habe seit september letzten jahres (wahrscheinlich)mit krätze zu tun. erst wurde ich auf utikaria behandelt mit etlichen kortisonsalben und antiallergika! dann wurde im februar diesen jahres scabies diagnostiziert (durch anschauen!).ich habe eine kur mit antiscabiosum25%gemacht. es kam sofort wieder! dann noch eine kur. danach hatte ich ca. vier wochen ruhe, dann von einem tag zum anderen alles wieder voller eiternder pusteln.ich war im urlaub, durch starke sonnenbäder ging es dann,wieder in daheim habe ich jacutin probiert! wieder rückfall! jetzt nochmal mit antisc. drei wochen ruhe und wieder geht es los!ich brauche bald einen psychiater wenn ich das nicht bald bekämpfe!ich bin so panisch was wäsche und möbel angeht. meine schuhe sind ständig im eisfach und vieles habe ich entsorgt.hat jemand einen rat?ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll und die ärzte haben auch nichts als ihre kuren die nicht helfen!ich lebe übrigens allein, daher fällt die wiederansteckung durch partner weg.

    Re: scabies

    Guten Tag.


    Naja, es ist hart, wenn man damit zu tun hat. Auch ich kann ein Lied davon singen...


    Bei mir war die Sache auch extrem hartnäckig. Am besten, ich sage gar nicht, wie oft ich Jacutin und (fast) alle anderen hier aufgeführten Mittel angewendet habe, denn dann glaubt mir keiner, daß ich diese Kuren (bisher noch gesund) überstanden habe.


    Das würde ich jedoch niemand empfehlen.


    Der Durchbruch bei mir kam jedoch durch die Tablette STROMECTOL, die der Arzt aufschreiben muß (bitte nicht zu klein dosieren (geht nach Körpergewicht) sonst muß man´s auch hier zwei mal machen ) und die man in einer internationelen Apotheke bekommt.


    Es gibt einfach immer ein paar Ecken, die man beim Einsprühen oder Einreiben nicht erreicht, zum Beispiel den Bereich untern den Findernägeln, Hornhautbereiche an den Füßen, Bereiche im Gesicht oder auf der Kopfhaut usw...


    Daher ist die Tablette am besten.


    Es kann jedoch nichts schaden, die Fingernägel kurz zu schneiden und evtl. Hornhäute zu entfernen.


    Ausch Personen, die stark schwitzen, können die Mittel auch gleich wieder "ausschwemmen" und so die Milben zum Teil nicht wirklich töten.


    Man muß sagen, daß sich Ärzte (ich habe wirklich eine Unzahl aufgesucht) oftmals nicht so sehr auskennen. Es ist ja auch keine "wichtige" Krankheit.


    Es gab durchaus die Meinung, daß Krätze NIE auf der Kopfhaut oder im Gesicht


    vorkommt. Aber das stimmt so sicher nicht. Grundsätzlich kann das vorkommen (wenn auch selten).


    Auch das "Entwesen" wird von Ärzten unterschiedlich gesehen. Von drei Tagen bis 4 Wochen im Plastiksack war alles vertreten.


    Der vorletzte Arzt hat Stromectol nur so schwach dosiert aufgeschrieben, daß es (fast) gar nicht geholfen hat. Erst der letzte hat die richtige Dosierung (nach Körpergewicht) aufgeschrieben.


    Aber noch folgende wichtige Hinweise:


    Man KANN sich auch (besonders wenn man lange drauf fixiert ist) ein bißchen was einbilden. Man muß den Mitteln auch die Zeit geben zu wirken. Auch die Hautreaktionen NACH der Krätze jucken.


    ANSTECKEN kann man bei normalem Kontakt so leicht niemand. Ich habe keine Person in der Arbeit angesteckt, obwohl Bürostühle teilweise auch gemeinsam genutzt und Hände geschüttelt wurden.


    Nicht jeder arzt schreibt STROMECTOL auf. Man muß eben eindeutig sein, daß man die "Tablette" will. Wird sie nicht aufgeschrieben, sollte man einfach zum nächsten Arzt gehen.


    Nicht verzweifeln. Jeder kriegt es los. Eigentlich ist die Erkrankung ja nicht sooo schlim. Schlecht sind eben nur die schädlichen Mittel.


    Alles Gute und VIEL ERFOLG BEI DER BEHANDLUNG !

    Re: scabies

    Guten Tag.


    Naja, es ist hart, wenn man damit zu tun hat. Auch ich kann ein Lied davon singen...


    Bei mir war die Sache auch extrem hartnäckig. Am besten, ich sage gar nicht, wie oft ich Jacutin und (fast) alle anderen hier aufgeführten Mittel angewendet habe, denn dann glaubt mir keiner, daß ich diese Kuren (bisher noch gesund) überstanden habe.


    Das würde ich jedoch niemand empfehlen.


    Der Durchbruch bei mir kam jedoch durch die Tablette STROMECTOL, die der Arzt aufschreiben muß (bitte nicht zu klein dosieren (geht nach Körpergewicht) sonst muß man´s auch hier zwei mal machen ) und die man in einer internationelen Apotheke bekommt.


    Es gibt einfach immer ein paar Ecken, die man beim Einsprühen oder Einreiben nicht erreicht, zum Beispiel den Bereich untern den Findernägeln, Hornhautbereiche an den Füßen, Bereiche im Gesicht oder auf der Kopfhaut usw...


    Daher ist die Tablette am besten.


    Es kann jedoch nichts schaden, die Fingernägel kurz zu schneiden und evtl. Hornhäute zu entfernen.


    Ausch Personen, die stark schwitzen, können die Mittel auch gleich wieder "ausschwemmen" und so die Milben zum Teil nicht wirklich töten.


    Man muß sagen, daß sich Ärzte (ich habe wirklich eine Unzahl aufgesucht) oftmals nicht so sehr auskennen. Es ist ja auch keine "wichtige" Krankheit.


    Es gab durchaus die Meinung, daß Krätze NIE auf der Kopfhaut oder im Gesicht


    vorkommt. Aber das stimmt so sicher nicht. Grundsätzlich kann das vorkommen (wenn auch selten).


    Auch das "Entwesen" wird von Ärzten unterschiedlich gesehen. Von drei Tagen bis 4 Wochen im Plastiksack war alles vertreten.


    Der vorletzte Arzt hat Stromectol nur so schwach dosiert aufgeschrieben, daß es (fast) gar nicht geholfen hat. Erst der letzte hat die richtige Dosierung (nach Körpergewicht) aufgeschrieben.


    Aber noch folgende wichtige Hinweise:


    Man KANN sich auch (besonders wenn man lange drauf fixiert ist) ein bißchen was einbilden. Man muß den Mitteln auch die Zeit geben zu wirken. Auch die Hautreaktionen NACH der Krätze jucken.


    ANSTECKEN kann man bei normalem Kontakt so leicht niemand. Ich habe keine Person in der Arbeit angesteckt, obwohl Bürostühle teilweise auch gemeinsam genutzt und Hände geschüttelt wurden.


    Nicht jeder arzt schreibt STROMECTOL auf. Man muß eben eindeutig sein, daß man die "Tablette" will. Wird sie nicht aufgeschrieben, sollte man einfach zum nächsten Arzt gehen.


    Nicht verzweifeln. Jeder kriegt es los. Eigentlich ist die Erkrankung ja nicht sooo schlim. Schlecht sind eben nur die schädlichen Mittel.


    Alles Gute und VIEL ERFOLG BEI DER BEHANDLUNG !

  • Hautkongress
    Anzeige

    Teebaum Oel/Creme/Duschgel

    http://www.medicine-worldwide.…en/parasiten/skabies.html


    schreibt:"...Obgleich sich der Juckreiz nach erfolgreicher Therapie gewöhnlich nach zwei Tagen bessert, kann er als immunologische Reaktion auf das Milbenprotein noch über Wochen fortbestehen. Dies darf nicht als Therapieversagen fehlinterpretiert werden. Zu häufige Anwendung der Skabiesmittel kann nämlich ihrerseits zu einer Hautirritation führen..."


    mein Tip:Teebaum Oel/Creme/Duschgel


    hilft in allen Stadien der Behandlung, gibt es billig in Drogerie-Ketten,


    stoppt Juckreiz, regeneriert die Haut, toetet *angeblich* Milben.

    Psychische Folgen

    Hallo,


    bei meiner Tochter(6) wurde vor 5 Wochen Verdacht auf Skabies diagnostiziert. Ich empfinde die ganze Situation jetzt schon als absoluten Alptraum und frage mich ob es auch Studien gibt ueber die Psychischen Folgen einer Skabies Infektion. Es faellt mir schwer mich auf andere Dinge zu konzentrieren und habe schon das Gefuehl, dass sich das auf meine Kinder abfaerbt. Ich beobachte jede kleine Hautveraenderung und habe totalen Horror vor einer erneuten Infektion.


    Viel Erfolg bei der Bekaempfung,


    Laura