• Scabies/ Krätze

    Guten Tag, kann es sein, daß Jacutin bei Krätze nicht hilft? Wir haben bereits eine zwei mal je dreitägige Behandlung hinter uns gebracht. Der Juckreiz ist stärker als zuvor. Wie sieht es aus mit Kopf- bzw. Haarbefall? Wie müssen wir die Wäsche behandeln? Reicht es nicht aus, sie bei 60 Grad zu waschen, oder muß man sie vor dem Waschen erst ein paar…
  • 2 Antworten

    Hallo Ihr ebenfalls Leidgeplagten,


    Lese nun schon zum vermehrten Male Eure doch sehr interessanten Beiträge zu den kleinen Krabbeltierchen. Ich habe mir die Mitbewohner bereits vor 1,5 Jahren zugezogen. Vermutlich im Sommerurlaub im Wellnesshotel. Da gab es ganz viele Kuschelecken mit Kissen und Decken die von allen benutzt wurden. Berechne ich den Zeitfaktor bis zum Ausbruch, würde das in etwa passen. Aber genau kann man es nie nachweisen. Leider.


    Habe in unserer Stadt bereits 5 verschiedene Hautärzte aufgesucht. Mit den abenteuerlichsten Diagnosen. Skabis habe ich dann selbst herausgefunden über Bilder und Beschreibungen im Internet. Erst eine Aertztin in Ausbildung 4. Lehrjahr (war Vertretung für meine eigentliche Hausärztin) diagnostizierte sofort und eindeutig Skabis. Das hat dann ca. bis dahin ein halbes Jahr gedauert. Dann kam das uebliche Prozedere... Permetrin 3 Anwendungen. Und " sie " kamen immer wieder. Habe dann Termin beim Chefarzt in der Uni Privatsprechstunde vereinbart in der Hoffnung der nimmt sich Zeit für mich und versteht, Pustekuchen, ich würde das überbewerten.


    Bin nun nicht mehr bereit Chemie an meinen Körper zu lassen. Jetzt versuche ich es alternativ. Aufkratzen der Pickel damit die Tierchen vertrieben werden, dann desinfizieren mit Hautdesinfektion, dann fett Teebaumoel drauf, stinkt abartig aber hilft. Nachteil: ist wesentlich langwieriger, aber chemiefrei. Habt Ihr das schon mal probiert. Ich wäre auch sehr interessiert an anderen alternativen Methoden, weil wenn das Gesundheitswesen uns nicht hilft, müssen wir uns ja wohl selbst helfen. Freue mich ueber Eure Anregungen.


    Eure Bikerelli

    Hallo liebe Leidensgenossen!


    Vor ca. 4 Monaten hats mich dann auch mal erwischt. Mein Exfreund hat mich wissentlich (!) und ohne Vorwarnung mit den Plagegeistern angesteckt.


    Seit dem das bekannte Prozedere. Zum Glück wurde es relativ schnell – nach Aufsuchen der 3. Notaufnahme – festgestellt. Ich hatte einfach keine Nerven auf einen Hautarzttermin zu warten...


    Also Diagnose stand fest, verschrieben wurde uns Infectoscab 5%, da es vom Krankenhaus spezielle Rezepte gibt wurde man pro Packung mal eben 48 € los, bei einem 3 Personenhaushalt war der ganze Spaß ganz schön teuer.


    Naja die erste Behandlung verlief erst ganz gut, es erfolgte aber so 6 Wochen später eine neu Ansteckung. Diesmal nur noch schlimmer. Man hätte mal gleich so schlau sein sollen und die Behandlung eine Woche später wiederholen sollen, aber gut meine Naivität der Packungsbeilage zu glauben wurde ja ausreichend bestraft ;-) Zumal es auch schwierig ist das Zeug loszuwerden wenn einer der betroffenen Personen sich nicht an die ganze dazugehörige Prozedur hält. Es erfolgte eine 2. Behandlung mit Infectostab 5% vor ca. 2 Wochen. Diesmal wurde es nichtmal annähernd besser, ja ich weiß man muss dem allen auch Zeit geben zu wirken, aber die Nerven halt, oder das was davon übrig ist. Ich jedenfalls zum meinem Hautarzt, der hat mir ohne großes Gerede und mit dem Zusatz das ich mich ja mit der Prozedur auskenne Antiscabiosum 25% verschrieben. Aus einer 3 Tages Kur hab ich mal eben 4 gemacht, so nach dem Motto viel hilft viel... jedenfalls war gestern Abend die letzte "Ölung". Brennt schön auf der Haut aber dann hat man wenigstens irgendwie das Gefühl das wenigstens was passiert. Das Brennen wurde dann von Abend zu Abend weniger. Solange das Zeugs drauf war war ich relativ Juckfrei, jetz is das Zeug runter...und siehe da, schlaflos vor lauter gekratze...Ansonsten bin ich sehr penibel was die dazugehörigen Methoden angeht. Mind. 2 mal täglich neue Klamotten, jeden Tag neue Schuhe, täglich saugen und dampfreinigen,nur mit Schuhe inne Wohnung, waschen bei 70°C – merkwürdiger Weise halten das meine Klamotten alle aus – Couch & Co. wurde mit Folie abgedeckt, 2 Zimmer der Wohnung werden gar nicht erst betreten und und und... Werde jedenfalls die 3 Tages Kur wegen der Problematik mit den Eiern wiederholen in ner Woche und einfach mal versuchen zu warten. Ich habe das Gefühl das ich irgendwas übersehe wodurch ich die Dinger nicht loswerde...


    Wenn man sich nicht kratzt heult man und andersrum... bin echt am verzweifeln... Man weiß irgendwann nicht mehr ob es die Viecher sind oder die danach typischen Reaktionen... es ist zum verrückt werden...Wäre schön ein paar mehr positive Berichte zu lesen... Aber es tut schon gut nicht komplett allein damit dazustehen...


    Liebe Grüße an alle

    Also vor Jahren (2007) hatte ich das zeug auch mal gehabt. Mir half weder Antiscabiosum, Infectoscab, Essig noch sonstiges hausmittelchen. Es war nervig und erfolglos.


    Erst nach der 3 maligen Behandlung (Abstände weiss ich nicht mehr) mit Tabletten (Ivermectin) + penible Hygiene (Jeden tag alles waschen und putzen. Es gingen so einige Packungen an Einweghandschuhen dabei weg. Da kannst du dir gleich Vorratspack bei einer apotheke bestellen) + Geduld, ging der Spuck weg. Aber wirklich alles penibel putzen und waschen.

    Liebe Leidensgenossen,


    Vor ca. einderthalb Wochen hat meine Hautärztin bei mir Scabies diagnostiziert. Mir wurde Infecto Scab (5%) verschrieben. Da ich versehentlich auch meine Mutter angesteckt habe, bekam sie auf Empfehlung der Ärztin dieselbe Salbe verschrieben.


    Noch am selben Tag schmierte ich mich komplett damit ein und duschte mich nach 8 Stunden ab. Als ich jedoch im Internet nachgelesen habe , dass man die Salbe 12 Stunden einwirken lassen muss , geriet ich in Panik und ließ mir am nächsten Tag ein zweites Rezept ausstellen. Ich rieb mich wieder ein und ließ die Salbe ein zweites Mal einwirken, diesmal die vorgeschriebenen 12 Stunden. Nebenbei wechselte ich täglich meine Bettwäsche , desinfizierte soweit es ging jeden berührten Bereich und wusch meinen KOMPLETTEN Kleiderschrank auf entweder 90 oder 60 Grad. Mein Klamotten bügelte ich dann noch von innen und von außen um wirklich sicher zu sein das ich die Viecher loswerde.


    Seid 4 Tagen wechsel ich nicht meine Bettwäsche , gehe jedoch täglich duschen und versuch getragene Kleiderstücke wegen meiner Paranoia fern von meinen frisch gewaschenen , ungetragenen Sachen zu halten.


    Trotz aller Mühe habe ich beobachtet , das sich wieder wenige kleine Pustelchen/Pickelchen an meinen Händen gebildet haben, diese jucken auch. Komisch ist nur das sie nicht jeden Tag jucken sondern z.B jeden 2 Tag , jedoch nachts. Einerseits habe ich Angst , dass ich die Milben nicht losgeworden bin , andererseits könnten es auch Erscheinungen von sogennanten " Post Scabies " sein , quasi eine allergische Reaktion auf das Kot und die Milbenüberreste, davor hat mich auch meine Ärztin gewarnt.


    Ich bin mir unschlüssig, da diese Krankheit auch einen hohen psychischen Druck mit sich zieht.


    Würde mich auf eine Antwort freuen die mir weiterhilft.


    LG

    Hallo ihr lieben Scabies geplagten. Auch mich hat es erwischt. Vorige Woche Donnerstag bekam ich vom Hautarzt die Diagnose Krätze. Es war erst mal ein Schlag vors Gesicht, bin ich doch eigentlich sehr reinlich und weiss immer noch nicht, wo ich es herhaben könnte.


    Ich habe am selben Tag InfectScab 5% angewendet und meinen ganzen Körper damit eingerieben. Aber, es wurde einfach nicht besser, also habe ich für mich und die komplette Familie in Frankreich Stromectol besorgt. In der Beschreibung stand über 84 kg 6 Tablettten. Nun lesse ich aber, dass es 0,2 Gramm pro kg Körpergewicht braucht. Das wäre bei meinem Gewicht von knappen 120 kg dann ja nicht 6 Tabletten sondern 8 Tabletten?


    Aber was ich eigentlich gerne wissen wollte, ich habe mit Donnerstags mit InfectScab 5% eingerieben, das Mittal war gute 10 Stunden auf meinem Körper und Samstags haben wir alle Stromectol eingenommen.


    DIe Salbe wäre heuer also bei Tag 6 und die Tabletten wären heuer bei Tag 4. Bis gestern hatte ich auch das Gefühl, es würde besser werden. Aber seit heute habe ich an den typischen Stellen wieder vermehrt stark juckende rote Pusteln.


    Ich habe Salbe sowie Tabletten für noch jeweils eine Anwendung hier. Wollte eigentlich morgen nur die Salbe nochmals anwenden, da man viel liest, dass man sie nach 7 Tagen nochmal anwensen soll und das Stromectol wollte ich nach 10 Tagen, also um den 2 Januar rum nochmals einnehmen, da ich da auch schon mehrmals gelesen habe, dass man die nach 10 Tagen nochmals einnehmen soll.


    Wäre das so sinnvoll, oder soll ich morgen lieber beides zusammen benutzen?


    Ich werde hier bald verrückt, auch in der Sorge, dass sich der Partner und das Kind angesteckt haben könnte, auch wenn keiner auch nur das kleinste Anzeichen einer Ansteckung hat.


    Habe mich vor dem Erkennen der Erkrankung beim Hautarzt bald 5 Wochen mit dem Hausarzt rumgeschlagen, der sagte es käme von einem Blutdruckmedilament.


    Ich hoffe, es kann mir jemand helfen, denn ich bin schon fix und fertig. Bin nur noch am waschen und saugen und und und.

    Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Krätze bei kurzem Handkontakt?

    Ich mache mir (begründete?) Sorgen. Ich jobbe im Einzelhandel an der Kasse in einem Supermarkt in Bahnhofsnähe. Unser Kundenstamm besteht zu 50% aus Obdachlosen und sehr viele von ihnen sind von Krätze betroffen, einige haben sogar schon richtig verkrustete Hände wie hier zu sehen.


    Leider halten bei der Wechselgeldausgabe besonders die kontaktarmen Menschen meine Hände oft lange fest. Ich desinfiziere meine Hände etwa alle 20 Minuten, ist das überhaupt wirksam gegen Milben?


    Heute habe ich erfahren, dass eine Kollegin nun auch betroffen ist.


    Wie groß ist die Ansteckungsgefahr bei kurzem Handkontakt? Wenn ich fünf Stunden arbeite, habe ich in diesem Zeitraum Kontakt zu mindestens zehn Betroffenen.


    Sollte ich besser Handschuhe tragen?

    Ich wurde im September angesteckt...:( ich will gar nicht viel schreiben außer das ich seit 2 monaten den blanken horror erlebe und der mist wirklich schon mein komplettes leben beherrscht...


    mein riesen problem ist ich habe einen kleinen sohn (5jahre)


    ich wurde mitlerweile 9x mit Infectoscab mein Sohn 6x mit Infectobringtnichts eingeschmiert. es ist der größte horror den ich je erlebt habe!


    der größte horror ist das ich meinen lütten sowas zumute.


    ich hatte von meinem arzt stromectol verschrieben bekommen, morgen wäre die zweite kur dran, die werde ich jetzt aber nicht machen, da mein lütter vor ein paar tagen einen rückfall hatte, 2 von 3 verschiedenen ärzte sagen IST NICHTS! einer sagt komm montag wieder wenn das kortisonnicht hilft, dann ist es scabies...:((((


    es ist das schrecklichste was es gibt wenn dein kind so verzweifelt neben dir steht und sagt es juckt mach es weg... heul schon wieder...


    wieso nur????


    ich wollte eigentlich nur wissen, ob jemand weiß ob man die stromectol auch kindern geben darf? hat das jemand schon gemacht? wollte montag in die uniklinik oder ins tropeninstitut und darum bitten...


    hab nur angst...ist ja schliesslich nicht ohne...:((((


    hat jemand erfahrung?

    ICH BIN DIESE PICKEL SCHON SEIT LÄNGERER ZEIT VOLLSTÄNDIG LOSGEWORDEN.


    Im Drogeriemarkt kaufte ich mir ...one drog only..ein Mundwasser mit ätherischen Ölen.


    Dieses Mundwasser rieb ich auf die betroffenen Hautstellen und liess es ein wirken (ca.10 -30 Minuten lang ).


    Im Anschluss schmierte ich grosszügig Flüssigseife (ich nahm axe oder duschdas ) auf diese Hautstellen und liess die Seife entweder tagsüber oder nachts in die Haut einwirken.


    Diesen Vorgang wiederholte ich einmal täglich über mehrere Tage verteilt...da diese Pickel die Eigenschaft haben immer wieder an die gleiche Stelle zurückzukehren..Durch die Seife wurde auch die Ausbreitung verhindert.


    Nun sind ZUM GLÜCK schon seit längerer Zeit diese Pickel verschwunden... :-D

    ich habe von meinem apotheker etwas zusammen gemischt bekommen. wurde damals im ersten weltkrieg schon verwendet sagt er! hilft wohl ganz gut aber ich frag mich einfach auch ob diese kleinen pusteln die ständig neu kommen (bh region) auch mit nachreaktionen zu tun haben oder ob es immer noch potenzielle milben sein können...?! ???

    Und ich denke nicht, dass es noch Milben sind. Meine Haut ist alles, aber nicht glatt. Wenn man sich mal zu Gemüte führt, dass sie 9 x InfectoScab benutzt hat, dann hat die Haut doch ganz schön drunter gelitten. Unter der Brust ist halt auch immer etwas feuchter (jenachdem) und ich hatte das auch ganz schön lange. Es wird besser, durchhalten!


    Mir hilft sehr gut auf diese Stellen Linola oder Bepanthen auftragen.


    Zur absoluten Gewissheit, ist es immer am Besten den Hautarzt einmal drüber schauen lassen.

    Hallo (wahrscheinlich) Mitbetroffene,


    ich möchte nach dem Lesen diverser Seiten dieses Forums relativ ungeordnet einige eigene Erfahrungen beitragen.

    Symptome

    Vor ca. 3 Wochen fielen mir morgens beim Aufwachen leicht juckende Pusteln an den Innenseiten meiner Handgelenke auf. Für Mückenstiche waren sie zu klein und scharf begrenzt und zahlreich.


    Flohstiche (zumindestens meiner Erfahrung nach die von Katzenflöhen, die gerne auch mal an Menschen naschen) hinterlassen einen kreisrund ausgestanzten, deutlich erkennbaren roten Punkt, der hier fehlte. Außerdem war keinerlei Flohkot, schwärzliche Krümel, die sich im Wasser zu Blutschlieren auflösen, zu finden.


    Im Internet las ich was von "Wanzenstraßen", den schnurförmig hintereinander gesetzten Stichen von Bettwanzen, die nach einem ergiebigen Gefäß forschen.


    Das hielt ich erstmal für möglich, also umwickelte ich die Bettpfosten aus Nachweisgründen mit beidseitigem Klebeband und schlief einige Nächte unter einem extrem engmaschigen Moskitonetz mit Boden, was aber am Auftreten der Bläschen nichts änderte, die nach und nach auch am Unterarm sowie der Achselgegend auftauchten. Auch am Klebeband fing sich absolut nichts, was nach Bettwanze aussah.


    Eine Bekannte mit medizinischer Ausbildung und Erfahrung mit Krätzepatienten meinte jedoch zum Krätzeverdacht, Bohrgänge wären nicht zu entdecken und es sähe am ehesten nach allergischer Reaktion/Nesselsucht aus.


    Schließlich tauchten die Pusteln dann aber auch um den Bauchnabel sowie in der Leistenbeuge auf und das verstärkt gegen Abend, verbunden mit Juckreiz. Nach wie vor war keinerlei Spur von Bohrgängen zu entdecken, und Kontrollen mit einer starken Lupe auf der Haut zeigten einfach nichts, was auch nur entfernte Ähnlichkeit mit der Abbildung der männlichen Sarcoptes scabiei gehabt hätte, die ja auf der Haut herumtappen sollte.

    Eigene Maßnahmen

    Da mich das Jucken störte, es sich nicht um Mücken/Flöhe/Bettwanzen handelte, habe ich einfach mal so getan, als handele es sich um Krätze oder irgendwelche anderen Hautbewohner (z.B. Demodex folliculorum, die olle Talgmilbe, vielleicht ausnahmsweise nicht unauffällig, sondern erzürnt und Amok laufend?) und an verschiedenen Stellen im Internet gelesen, was Betroffene gegen den Befall und Juckreiz unternahmen.


    An einer Stelle war da von 5%iger Essiglösung die Rede, die eine Betroffene großzügig bis zum Verschwinden aller Symptome über längere Zeit auf sich und allen Einrichtungsgegenständen sowie Bett und Kleidung versprühte.


    Also sprühte ich ebenfalls 5%ige Essiglösung auf die juckenden Hautstellen und hatte für einige Zeit ein deutliches Gefühl der Juckreizreduzierung und Hautberuhigung. Schließlich, um auch unterwegs Pusteln behandeln zu können, kam ich auf die Idee, Essiglösung in einem kleinen Glasröhrchen mitzunehmen, wie es z.B. in homöopathischen Taschenapotheken verwendet wird. Das erlaubte mir nun, gezielt, mit geringstem Essigverbrauch, eine in Minuten entstehende Pustel ebenso wie den damit verbundenen Juckreiz zum Verschwinden zu bringen, indem ich das Röhrchen einfach über die Pustel stülpte und ca. 1 min so gegen die Haut drückte, daß die Pustel komplett im Essig gebadet wurde. Unglaublich, wie schnell danach die Haut wieder glatt und ohne Juckreiz war, was jeweils auch länger anhielt.


    Diese Methode eignet sich zumindestens bei mir hervorragend für – z.B. beim Fernsehen – die Behandlung einzelner, stark juckender Pusteln, wird aber natürlich uneffektiv bei größeren, betroffenen Hautbereichen.


    Also dachte ich, Essig ist hilfreich, aber man müßte ihn längere Zeit an die Hautoberfläche binden können, ohne sich jedesmal damit längere Zeit beschäftigen zu müssen. Ein Essigbad wäre also ganz sinnvoll gewesen, allerdings hatte ich keine 25 Liter Essigessenz vorrätig, um in 5%iger Essiglösung komplett baden zu können.


    Daß so ein Bad recht hilfreich wäre, bewies mir allerdings der folgende Vorfall. Beim Sport fingen meine Füße nach einigen Stunden intensiver Betätigung und Schwitzen plötzlich an, infernalisch zu jucken, speziell an der Knöchelinnen- und Außenseite sowie etwas weniger auf dem Fußrücken. Als ich zu Hause nachsah, sah ich Unmengen roter Flecken, nicht Pusteln, dicht an dicht, wie gesagt mit Schwerpunkt zwischen Achillessehne und Knöcheln. Da sich diese Punkte nicht an meinem ebenfalls naßgeschwitzen Oberkörper, z.B. zwischen den Brustmuskeln zeigten, schloß ich eine "Schweißallergie" eher aus und begann wirklich an Kleinstlebewesen zu glauben, die besonders in den eher luftigen, aber schön feuchten Bereiches des Schuhes aktiv wurden. Um möglichst flächendeckend dagegen vorzugehen, nahm ich ein Fußbad, in daß ich drei Flaschen Essigessenz schüttete. Damit war die Konzentration zwar weit unter 5%, wozu ich ja ein Teil Essigessenz mit 4 Teilen Wasser hätte mischen müssen, der positive Effekt trat jedoch trotzdem rasant ein und der ganze, rote, juckende Spuk verschwand innerhalb von Minuten und tauchte auch nicht wieder auf, bis ich wieder Sport trieb und in meinen Schuhen herumschwitzte.


    Um die Essigwirkung möglichst nachhaltig zu machen, dachte ich nun über die Herstellung einer eigenen Essigsalbe oder Emulsion nach. Der Einfachheit halber las ich nicht erst das Hobbythek-Buch "Salben selbst gemacht" (oder so ähnlich), sondern vermengte 5%ige Essiglösung einfach mit einer Wund- und Heilsalbe. Dieses Erzeugnis wirkte tatsächlich auf die Pusteln, wenn auch langsamer als die Glasröhrchen-Methode. Allerdings fand ich den Vorgang des Eincremens immer noch zu aufwändig und wollte lieber etwas Flüssigeres. Meine erste Idee war, einfach irgend eine Körpermilch mit Essiglösung aufzupeppen. Nachdem ich allerdings die Inhaltsstoffe studiert hatte, habe ich darauf verzichtet, da es sich bei den vorhandenen um Chemie-Cocktails mit mehreren Konservierungsstoffen und Mengen überflüssiger Inhaltsstoffe handelte. Ich wollte einen Essigträger, mit dem ich nicht noch zusätzlichen Müll auf meine gerade im Ausnahmezustand befindliche Haut auftrage. Sahne wäre im Prinzip zwar eine Emulsion und passend gewesen, aber leider als Träger ausgerechnet für eine Säure nicht zu gebrauchen. Schließlich verschob ich aus Zeitgründen, weil da irgendwo was juckte, die perfekte Erfindung und vermengte einfach 30 gr, 10%iger Essiglösung mit 70 gr. Olivenöl.


    Diese Mischung trennt sich natürlich beim Stehen, da sie keinen Emulgator enthält. Das umging ich jedoch, indem ich die Mischung vor dem Auftragen einfach stark schüttelte, was zu einer undurchsichtigen, feinverteilten Ol/Essigmischung führt, die sich einfach großflächig auf die Haut auftragen ließ, sie nicht reizte und die Pusteln für Stunden verschwinden ließ. Nebenbei hatte ich übrigens auch die Wirkung von japanischem Heilpflanzenöl, Teebaumöl sowie Multiplasan, einem Muskel-Einreibemittel, das ein Gemisch zahlreicher, ätherischer Öle enthält, ausprobiert. Keines dieser Mittel brachte die juckenden Pusteln so schnell zum Verschwinden wie 5%ige Essiglösung bzw. das Olivenöl-Essiggemisch, wobei das Ölgemisch den Vorteil hatte, daß es auch die Neuentstehung von Pusteln verhindert, was für die einfache Essiglösung nach dem Verdunsten nicht zutrifft.


    Bei meinen Internetrecherchen hatte ich etwas über einen sogenannten Stichheiler Kobra? (gibt's z.B. bei Globetrotter) gefunden, der durch Hyperthermie, also Überhitzung z.B. nach Stichen Insektengifte unter der Haut zersetzt, was den Juckreiz abrupt verschwinden lassen soll. Außerdem hatte ich gelesen, daß Milben bzw. deren Nymphen Sonnenstrahlung schlecht vertragen. Als mal wieder nach nur teilweiser Einschmierung mit Essig/Öl irgendwo ein Aufstand der Kleinstlebewesen ausbrach (an die die Nesselsucht und allergische Reaktion glaubte ich mittlerweile nicht mehr), richtete ich deswegen experimentierfreudig und radikal eine handelübliche 40-W-IR-Lampe auf die betroffenen Hautbereiche, so, daß ich die Wärme gerade noch aushalten konnte. Das erwies sich als Volltreffer! Bei zunehmender Erwärmung der Haut war plötzlich durch zunächst zunehmenden Juckreiz genau zu spüren, wo da jemand herumtunnelte, bis der Juckreiz ebenso wie eventuelle Pusteln bei weiterer Erwärmung abrupt verschwanden und das auch über die ganze Nacht bzw. viele Stunden blieben. Nach der Aktion war in den Bereichen, in denen sich vorher Pusteln befanden, rasch verlaufende, größere Hautrötungen sichtbar. In Bereichen, in denen vorher kein Juckreiz auftrat, nahm die Haut dagegen schneller wieder ihre normale Farbe an, woraus ich schloß, daß die Bestrahlung irgendwie dafür sorgte, daß mein Körper unter zusätzlicher Blutzufuhr endlich die Aliens entsorgen konnte.


    Bestätigt wurde die Wirksamkeit dieses Vorgehens durch meine Beobachtungen während einer kürzlichen, echten Grippe, bei der ich 3 Tage lang teilweise bis zu 40 Grad Fieber hatte. Während des Fiebers traten ebenfalls an diversen Hautstellen, an denen zuvor juckende Pusteln typischerweise auftraten (Achseln, Bauchnabel, Leiste, Arminnenseiten) diese verlaufenden, roten Flecken auf, und die Pusteln sowie der Juckreiz verschwanden. Nach dem Abklingen des Fiebers war ich einige Tage komplett Juckreiz- und Pustelfrei, bis dann, da ich natürlch, während ich flachlag, nicht all meine Sachen ausgekocht und eingefroren hatte, wieder zaghaft einige Pusteln an den Innenseiten der Handgelenke auftauchten.


    Dieses Erlebnis zeigte mir, daß man sich nicht, wie ich es mit der IR-Lampe getan hatte, schmerzhaft garen muß, sondern eine leichte Temperaturerhöhung auf ca.39 bis 40 Grad die ungebetenen Gäste schon für das Immunsystem angreifbar macht, was auch die Berichte über die Wirksamkeit von Saunagängen erklären dürfte.

    Falls irgendwelche Medizinprodukte-Hersteller mitlesen: Bringt doch bitte ganz schnell ein Gerät auf den Markt, das einen IR-Strahler enthält, dessen Wellenlänge darauf abgestimmt ist, nur bis auf Milbentiefe in die Haut einzudringen. Zusätzlich sollte das Gerät per IR-Thermometer die Hauttemperatur im bestrahlten Bereich überwachen, daraus die Temperatur im Zielbereich hochrechnen und den Strahler so regeln, das die Temperatur dort so hoch wie nötig, aber so niedrig wie möglich gehalten wird (z.B. 40°C) – und fertig ist die giftfreie Milbenvernichtungsmaschine! Das ist technisch einfachst sowie kostengünstig, pinkelt aber natürlich der Permethrin-erzeugenden Industrie an's Bein;-)


    Um mal zum Ende zu kommen: Nach der Grippe war ich clean, bei den ersten Anzeichen einer Neubesiedelung habe ich gleich mit Essig-Öl sowie IR draufgehauen, so daß die verschüchterten Siedler zur Zeit schon wieder vom Aussterben bedroht sind.


    Vorher werde ich als wißbegieriger Mensch allerdings noch schnell herauszubekommen versuchen, ob sich noch irgendwas besseres als Öl/Essig finden läßt, z.B., was sich alles an Küchengewürzen (Nelken/Fenchel/Thymian/Rosmarin/Wermut usw.) eignet. Tabaksud hörte sich auch interessant an, wenn nicht zu viel Nikotin durch die Haut kommt, was ja bestimmt schon irgendwo aufopferungsvoll erforscht wurde.


    Was mir auch einleuchtet: die Oberflächenspannung von Wasser z.B. mit Spülmittel verringern und sehen, ob dann schon Wasser ausreicht, um die illegalen Tiefbauarbeiter absaufen zu lassen.

    Grundhaltung

    Warum, wird sich jetzt vielleicht mancher Leser fragen, ist der oder die nicht einfach zum Hautarzt gegangen und hat sich mit Permethrinsalbe eingeschmiert sowie noch etwas Cortisonsalbe obendrauf?


    Antwort: Ich habe neben einigen medizinischen Ausbildungen Chemie studiert und damit glücklicherweise meine Unschuld bzgl. des wahllosen Einsatzes von Giftmüll an und im eigenen Körper verloren.


    Z.B. Permethrin, wird von der amerikanischen Gesundheitsbehörde als leicht (was genau heißt das eigentlich in diesem Zusammenhang?) krebserregend eingestuft.


    Ist die typisch menschlich-blöde "Weiterentwicklung" des natürlichen Chrysanthemengiftes, das aus gutem Grund und genialerweise nach getaner Arbeit schnell zerfällt, während die künstlichen Pyrethroide über Jahre an behandelten Flächen haften bleiben, was, wie mittlerweile z.B. Erfahrungen mit Beschäftigen in der Bekleidungsindustrie zeigen, die beim Auspacken von Lieferungen täglich mit hohen Konzentrationen an Pyrethroiden konfrontiert werden, gesundheitliche nicht ohne Folgen bleibt (neurotoxisch wirkt).


    Laut Werbung ist Permethrin übrigens deshalb nicht für Wirbeltiere schädlich, weil es im Körper wieder abgebaut und ausgeschieden werden kann.


    Wie jeder, der Selbstversuche mit Alkohol unternommen hat, weiß, ist die Fähigkeit zur Selbstentgiftung jedoch nicht zu jeder Tageszeit gleich und stark reduziert, wenn z.B. Lebererkrankungen bestehen, genetisch bedingt bestimmte, benötigte Enzyme nicht oder nur in geringer Menge produziert werden (bei Asiaten verbreitet) oder der Organismus z.B. durch Schmermetalle/Umweltgifte/Virenerkrankungen an seine Selbstregulationsgrenzen gebracht wurde. Außerdem hängt's nun mal von der Dosis ab, ob Selbstentgiftung überhaupt noch funktionieren kann.


    Da in diesem Forum auch ab und zu die Frage nach der Behandlung von Tieren gestellt wurde, möchte ich noch hinzufügen, daß Katzen Permethrin auch bei optimaler Gesundheit nicht wie Menschen oder Hunde abbauen können, da ihnen dazu eben Enzyme fehlen, die bei anderen Wirbeltieren vorhanden sind, weshalb es auch wenig ratsam wäre, sie mal eben mit Sprays einzusprühen, die "die natürliche Abwehrkraft der Chrysantheme" (in "optimierter" Form, nämlich jahrelang giftig) enthalten.


    Zu Cortison und Lieblingspräparaten von Dermatologen in Form chemischer Rundumschläge bei unklarer Ursache (z.B. Decoderm trivalent) empfehle ich die Konsultation einer Suchmaschine.

    Ärzte

    Die sind eigentlich nicht zu beneiden. Ausnahme vielleicht Chirurgen/Radiologen/Orthopäden/Pathologen.


    Allgemeinmediziner und alle, die bei "systemischen" Erkrankungen konsultiert werden, sollen dagegen etwas leisten, was schlichtweg unmöglich ist, nämlich die Folgen von Eingriffen in das laufende System Mensch stets richtig einschätzen, bei einem hundertausendstel der Information über den jedesmal genetisch/epigenetisch etwas anderen Patienten, die eigentlich in letzter Konsequenz nötig wären und auch noch fehlerfrei und genau zum richtigen Zeitpunkt hunderte von Medikamenten verabreichen, und das ganze üblicherweise ohne umfassende Rückmeldung über den wirklichen Behandlungseffekt.


    Das könnte auf keinen Fall funktionieren, gäbe es nicht den segensreichen Placeboeffekt und die dankenswerterweise eingebauten Selbstheilungskräfte, was wahrscheinlich auf's Selbe hinausläuft.


    Ich bewundere also in gewisser Weise diese Menschen, die irgendwie damit klarkommen, auf ihrem Spezialgebiet lebenslang nur Dilettanten und Ratende sein zu können, weil dieses Spezialgebiet einfach enorm anspruchsvoll ist und die sich eventuell bemühen, trotzdem gute Arbeit abzuliefern.


    Die Konsequenz für mich aus dem Umstand, daß auch und gerade Ärzte nur mit Wasser kochen, ist aber auch, daß ich lieber erstmal selber sehe, was ich tun kann, bevor ich Ärzteroulette spiele.


    Was ich allen anderen Juckreiz-geplagten wünsche: Daß sie die Nerven behalten und das Problem angehen wie ein Kreuzworträtsel. Natürlich habe ich gut reden, da ich zufällig über mehrere – vielleicht auch nur bei mir?? – juckreizreduzierende Mittel stolperte, bevor der Juckreiz richtig penetrant wurde.


    Daher habe ich hier vor allem die Sache mit der IR-Lampe, die ich noch nicht in anderen Forenbeiträgen entdeckt habe, beschrieben, damit vielleicht auch andere damit erstmal Juckreizpausen einlegen und nervlich wieder auf den Teppich kommen können, was mich freuen würde.


    Wie gesagt ist es nicht nur unnötig, sondern auch nicht empfehlenswert, voll draufzuhalten bis es schmerzt, da sonst Schäden in tieferen Hautschichten angerichtet werden könnten, weshalb ich Nachahmung auch nur auf eigene Gefahr empfehle.


    Also, allen viel Erfolg, mein Mitgefühl und meinen Dank für die zahlreichen guten Tipps in den bisherigen Beiträgen.