@ Resi87 + Blausimme

    Ich würde vorsichtig sein mit solchen Zeitangaben. Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und es kommt natürlich darauf an wie gross der Chirurg die Wunde macht. 8 - 10 Wochen wird meistens mal gesagt weil das vielleicht so in ihren Medizinbücher steht, aber es können genau so 12 - 16 Wochen sein (ich habe schon alle möglichen Varianten gehabt). Kommt halt darauf an, wie sich die Wunde entwickelt und vorallem wie sie gepflegt wird. Dass eine zugenähte Wunde nach Entfernung der Fistel automatisch zu einem Rezidiv führt ist falsch! Die offene Wundbehandlung ist zwar die sicherste, aber nicht die einzige. Bei der zugenähten Wunde ist eine Bettruhe im Krankenhaus von mind. 5 Tagen Pflicht (auch keine Toilette). Dann kann man nach Hause gehen und wenn alles gut geht, ist die ganze Geschichte in ca 2 Wochen beendet. Diese Variante ist sehr riskant und nur möglich, wenn kein Eiter in der Wunde ist. Vielleicht hat es noch andere medizinische Kriterien, die ich aber nicht kenne. Bei mir hat es funktioniert. Ich lag 5 Tage im Krankenhaus und durfte mich nur mässig bewegen, aber auf keinen Fall aufstehen. Es war die Hölle, aber ich habe es gerne in Kauf genommen. Danach gab es als ich wieder zu Hause war einen kritischen Zeitpunkt. Die Wunde schien sich wieder entzündet zu haben es kam bereits ein wenig Eiter aus einer Stelle. Ich kriegte dann Antibiotika und Gott sei dank hat es dann schön geheilt und die Entzündung ging wieder weg. Es sind jetzt ca 4 Monate vergangen und die Narbe sieht immernoch schön aus. Nachdem ich über 2 Jahre lang mit einer offenen Wunde gelebt hatte und insgesamt 4 Operationen (3mal offene Wundbehandlung inkl 1mal Vakuumverband und 1mal zugenäht) durchmachen musste, kann ich jetzt endlich sagen dass ich über dem Berg bin.


    Ich würde Dir, Blausimme, empfehlen einen erfahren Chirurgen zu suchen und vor der OP die möglichen Varianten besprechen. Er kann Dir genau sagen, was für DICH die beste Lösung ist. Mach Dir keine Sorgen. Positiv denken hilft auch sehr! Irgendwann ist das Ganze vorbei. Ich drücke Dir die Daumen.


    Gruss,


    mailman

    @Resi

    Ich habe keinen Plan welche Tamponade mein Doc verwendet, vermute aber mal, es ganz normale bzw. einfache!! Aber wie schon gesagt, laut Doc scheint die Wunde spitzenmässig auszusehen. Er hat wohl nicht vor etwas anderes zu testen!!


    in ner viertel Stunde gehts los zum doc! tamponade ziehen war total lustig heut, hat so gesüppt, dass ich überhaupt nix gemerkt hab!!!!

    Hab echt Schiss!

    Danke für die bisherigen Antworten!


    Ich hab echt mega Bammel. Das Problem ist, dass ich so Zeugs wie Wunden, Blut, Eiter usw. an mir selbst fast nicht ertragen kann. Ich fall da regelrecht in Ohnmacht. Deshalb weiß ich echt nicht wie ich das überleben soll! Mir wird schlecht wenn ich nur daran denke. Wundversorgung bei anderen Menschen macht mir echt gar nichts aus, aber bei mir selbst...das geht gaaar nich!


    Hinzu kommt noch, dass ich nicht auf dem Bauch liegen kann. Dabei denke ich immer, ich würde ersticken. Und nur auf der Seite liegen, geht das überhaupt?


    Hab nochmal ne Frage: Darf ich mir das Krankenhaus selbst aussuchen? Woher weiß ich welche Klinik bzw. Arzt der richtige ist?

    aufm bauch...

    blausimme, alles easy ! interessanterweise fand ich das nicht unbedingt ein problem, im KH nach den OPs direkt auf (!) der wunde zu liegen- die schwestern fanden es gut und die docs auch, viel wichtiger: es machte mir nicht unbedingt was aus. gut war auf jeden fall die kompression der wunde. so sagte man(n). auch danach, alsó wieder zuhause, laß dir ein paar prima schmerzmittel verschreiben, sowas muss sich niemand bewusst antun, und dann wirst du zwar vorsichtig, aber auch auf den po navigieren, im bett ! ;-)


    mailman, heftige story.... !


    ich werd nach ostern mal versuchen, bei nem niedergelassenen chirurgen, der mir von einer angenehmen gastroeterologischen empfohlen wurde, einen termin zu bekommen. dann geh ich erhobenen hauptes trotzig in die nächste runde (5)


    interessant im vorfeld: wg. mandelentzündung futterte ich letztens antibiotika, und siehe da, die wunde am steiß blutete, trieb klares und rötliches wundwasser aus, aber ohne "gelb" angetrocknet in der ES kompresse. kaum bin ich 9 tage danach, gehts wieder richtung gegenteil: wenig "rot", wieder mehr "auch gelblich". sorry, aber ich find das auch nicht lecker, hoffe aber, daß mit solchen bildern sehr viele hier vielleicht was anfangen können. für mich deutet das darauf hin, daß "innen" noch was ist, was leider "raus" muß. aber nicht "von selbst" (mit antibiotika) geht ?


    wisst ihr, nach einem jahr nun, was ich echt schade finde, mal ganz ohne selbstmitleid, denn an sich bin ich nur ziemlich sauer wegen der ganzen sch....: die wunde war echt groß, heilte zunächst recht prima auf "mini" und ich ärger mich, daß da jetzt wieder gebaggert werden muß.


    und ich wiederhole gerne meine allgemeine these zum thema, meine fresse, was gab das fast für ein drama (!), als ich das versuchte, letztens meinem hausarzt zu erklären: ich bin fest davon überzeugt, daß der schlüssel zur heilung (bei nicht übersehenen reststücken der fistel oder extrem ungünstiger genetischer disposition) darin liegt, auf eine absolut konstante und optimale wundversorgung zu achten. und dazu sind zweierlei dinge notwendig. a) verlässliches und regelmäßig ein un dasselbe pflegepersonal (nicht 1/20, wer grad zeit und "lust" hat) und b) das bester "material", welches zur versorgung der wunde am markt ist.


    und das sind NICHT simple mullkompressen, plaster drüber, hose hoch, tschüß bis morgen.....


    was ich zum k*... finde ist, daß man als angeschmierter kassen patient depp weder gefragt wird, noch eine chance hat, einfach aus der privaten kasse dazuzuzahlen. wie sagte mein hausarzt noch so prima zum thema treffend: ich darf ihnen garnicht, auch wenn es vielleicht etwas besser wäre, das andere antibiotikum aufschreiben, auch und vor allem dann nicht, wenn sie die differenz zuzahlen... warum ? die verlogenheit der kassen und ärzte bzw. deren "organisation" möchte nicht, daß eine zweiklassen gesellschaft an patienten geschaffen wird, vom einkommen abhängig ! ich sage dazu nur, ohne eine grundsatzdiskussion heraufbeschwören zu wollen hier: verlogener unsinn ! ich war pünklich auf termin beim doc und ohne termin und nach aussen erkennbar ohne notfall indikation wurden 3 patienten, die "auftauchten", am wartezimmer vorbei direkt in die praxis geschleust. as usual, meine lieben mitleidenden. privat geht vor kasse und ich wartete auf ein blödes rezept über eine stunde.


    und das beste ist: als akut seit einem jahr betroffener kann / darf ich natürlich nicht in privat bzw. private zusatzleistungen wechseln.


    ist ja prima, mit der "alle zahlen 10 euro" kassen solidargemeinschaft... hehe... am besten, man regelt das mit einem niedergelassenen arzt komplett cash an der kasse vorbei auf honorarbasis und privatrezept ?


    sorry, wenn das ein bischen abschweifte....


    die steiß-soap an meinem po geht weiter - stay tuned ! :-)


    ***gute besserung*** *:)

    tach leute,


    ich glaube ich bin wieder von so einer Fistel befallen. Habe heute morgen Blut auf dem Klopapier feststellen können. So n Mist auch. Werd jetzt erst mal wieder zum Arzt. Wäre jetzt meine 2.te OP. Würde die jetzt lieber in einer Klinik, mit stationärem Aufenthalt, operieren lassen. Kennt einer von euch eine gute Klinik in Rheinland-Pfalz ? Und auf was sollte ich achten um es nicht wieder zu einem Rezidiv kommen zu lassen?

    tach homer

    jo, dann laß uns mal am dienstag zum doc ... ;-)


    erstmal abklären lassen, vielleicht isses ja doch keins.


    rezidiv verhindern ?


    du, wenns daran liegt, daß leider trotz grossflächigen ausschneidens ins gesunde gewebe hinein (und die sparen wirklich nicht) reste der fistel oder "weitere anlagen" übersehen wurden / werden und die sich dann nach einiger zeit "melden", kannst du gar nix machen. dasselbe gilt für "genetische disposition", falls da irgendwelche zellen anfangen, glauben zu müssen, es wär klasse, zu "mutieren"...


    ...alles andere ist meiner meinung nach eine frage der postoperativen pflege. und darüber ist schon soooo viel geschrieben worden ;-)


    gute besserung und ostergrüße an alle ! *:)

    Verhärtung?!..

    Hallo Zusammen,


    Nun, die Abszess-Eröffnung ist nun wieder zugewachsen, mein Arzt hat mich aber dennoch beim Chirurgen angemeldet, um dieses Ding raus zu holen. Ich fühle mich eigentlich zur Zeit wohl, habe keine Beschwerden. Aber da wo der Abszess gewuchert hat, taste ich nun eine hufeisenförmige Verhärtung. Ich nehm mal an, dass das vom vorerst verbliebenen Abszessbeutel kommt, nimmt mich aber dennoch wunder, ob das jemand erlebt hat?

    @Stefan

    Du hast mich noch gefragt,ob man sich die Abszess-Eröffnung nicht hätte sparen könnte, wenn der Eingriff unter Vollnarkose erfolgt wäre. Nun ich denke hier in der Schweiz sieht die Behandlung etwas anders aus. Mir wurde gesagt, dass möglichst ein Eingriff am Entzündeten Abszess vermieden werden soll.


    Ich hätte aber auch keinen Tag länger mit diesem Ding ausgehalten, und ich denke eine Notfallsexzision gibt es wohl nur sehr selten. :-/


    meine Hausärztin meinte aber auch, dass sie die Wunde wohl zunähen werden, und dies sollte ebenfalls nicht bei entzündetem Zustand geschehen.


    Naja,ich warte nun mal den Besuch beim Chirurgen ab.


    Werde mich dann wieder melden.


    Alles Gute den Mitleidenden...

    sagt mal, so ne Fistel ist doch optisch so ein kleines Loch in der Steißbeinregion oder? weil die von mir vermutete "Fistel" (sorry, aber ich hab noch nie eine gesehen) sieht aus wie so ne ganz kleine Schwellung (vielleicht 8mm) oder wie ein Pickel nach dem rasieren. Kanns sein, dass es doch kein Rezidiv ist? naja, werd dennoch zum Doc,

    Morgen gehts zum Doc :°(

    Morgen geh ich zu meinem Hausarzt.


    Meine Mam ist jetzt schon am heulen.


    Hätte ich evtl. nach der OP einen Anspruch auf einen Pflegedienst der mir die Wunde täglich versorgt (bin Kassenpatient)?


    Seid mir nicht böse, aber mir wird fast schon schlecht wenn ich Eure Beiträge nur lese...Ich bin ein mega Weichei in Sachen Wunde und so!


    Dennoch lese ich sehr gerne und höchst interessiert Eure Beiträge.


    Es gibt glaub keine bessere OP Vorbereitung als hier zu lesen.


    Es tut auch total gut, seine Angst, die Frustration usw. hier los zu werden- unter Gleichgesinnten.


    Woher weiß ich denn ob eine Klinik gut oder weniger gut in Sachen Steißfistel-OP ist? Gibt's da große Unterschiede? Und kann ich mir die Klinik selbst aussuchen. Ich würd tausende von Kilometer auf mich nehmen nur um in guten Händen zu sein. Hab nämlich schon öffters raushören können, dass die Wundbehandlung von großer Bedeutung ist!


    Bin echt forh, dass es Euch gibt!

    Geschrieben von Purzel80:

    Zitat

    Allerdings kenn ich mich mit dieser Lappentechnik überhaupt nich aus - bei mir läuft grad die offene Wundheilung.

    Die Fistel wird ja in einem ovalen Schnitt herausgenommen. Vom oberen Ende der Wunde wird dann ein weiterer Schnitt schräg nach unten durch die gesunde Haut gesetzt. Und entlang dieses Schnittes wird das gesamte Gewebe in die Wunde hineingezogen/geschwenkt und vernäht.


    Klingt eigentlich genial, aber auch sehr schmerzhaft, da die Haut um 2-3cm gedehnt wird...


    Ich hoffe halt auch, dass alles gut läuft und ich nach 2 Wochen wirklich dauerhaft von der Fistel befreit bin...

    @Blausimme

    Ob du Anspruch auf Pflegedienst hast, kann ich dir nicht sagen, aber du kannst zur Nachbehandlung doch einfach zu einem Arzt in deiner Nähe bzw. zum Hausarzt gehen. Lass dich von den Horrorgeschichten hier bloß nicht einschüchtern, ich bin manchmal auch echt geschockt was ich hier so lese, vor allem weil ich mich gerade in der Heilungsphase befinde. Vielleicht kann dein Arzt dir ja eine gute Klinik empfehlen, aber wie schon gesagt, eine Steißbeinfistelentfernung ist für erfahrene Chirurgen wirklich ein Klacks!

    @Maverick93

    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das aussehen soll wenn's fertig ist! Hört sich aber interessant an!

    @ Blausimme

    mach dir mal keine Sorgen....


    ich wurde vor 5 Monaten auch operiert und das schlimmste dabei war die Infusionsnadel im Arm *g* . Auch die Nachbehandlung sollte sich komplikationslos gestalten(beim Tamponieren hat die Krankenschwester immer voll langsam und gewissenhaft gearbeitet, sodass es wirklich keine großartigen Schmerzen gab). Das einzige brutale bei mir war, als sich eine Tasche gebildet hatte und da rumgemacht wurde vom Arzt, das war echt schlimm (vorallem weil ich halt auch an dem Tag kein Schmerzmittel hatte). Aber sonst tät ich mir bei der Sache keine Sorgen machen.

    Hallo @ euch alle

    Verfolge schon ziemlich lange eure Beiträge,weil ich unter anderem auch erst vermutet habe,das ich eine Steißbeinfistel habe.Hatte einen Abzsess am Steißbein,der auch am 23.12.diagnostiziert wurde wurde dann im KH am 1.2.05 aber an einer Fissur operiert(fälschiger weise...siehe unter "Analfisteln"Magen -Darm))kam dann nach drei Tagen nach Hause und stellte dann fest ,das der Abzsess immer noch da war:°(,mußte dann eine Woche später als Notfall nochmal operiert werden und der Abzsess wurde gespalten......,hat aber mittlerweile eine Fistel gebildet,die mit einer Fadendrainage (Faden) jetzt nun mal vorhanden ist und die mir auch erhebliche Probleme macht.


    Die soll jetzt im April operiert werden,Diagnose:


    "transsphinktäre Analfistel mit Abszess perianal,mit Fadendrainage der Analfistel bei 6 uhr ssl"


    Als ich bei der Wiedervorstellung den Arzt fragte,ob es eine Steißbeinfistel ist und wie groß die Wunde sein würde,sagte er mir :"Nein ,es ist KEINE Steißbeinfistel und die Wunde wäre ca. Pfenniggroß!!!"...KANN DAS SEIN


    Der Abzsess lag aber am Steißbein,jetzt frage ich euch :Kennt sich jemand damit aus

    Ich bin so was von unsicher,habe auch schon mit dem Gedanken gespielt,das KH zu wechseln,aber Proktologie -Ärzte sind hier nicht soo gut vertreten und mein HA meinte ....."Lassen sie die das doch jetzt zu ende machen,was die angefangen haben,ist zwar sch..... ,was da gelaufen ist,aber DAS werden die sich jetzt wohl nicht mehr erlauben"


    Man ,ich bin so unsicher,zumal die OP jetzt bald bevor steht:-(


    kann mir von euch einer helfen und hatte das vielleicht auch schon mal???


    Gruß

    oh mann,


    sorry, aber mit Analfisteln etc. kenn ich mich wirklich nicht aus.


    Das einzige was ich weiß ist, dass eine Analfistel medizinisch tatsächlich GAR NICHTS mit einer Steißbeinfistel zu tun hat.


    mal nebenbei für alle die mit ner Steißbeinfistel zu tun haben,


    ich habe eben so eine amerikanische Seite zu Sinus Pilonidalis gefunden : http://www.pilonidal.org


    vielleicht wurde sie schonmal hier gepostet, ich weiß es nicht


    schaut aber mal rein