Juhuuu!

    War heute Morgen mal wieder beim Arzt und er hat gesagt dass meine Wunde gut und sehr sauber aussieht, das hat mich sehr beruhigt. Außerdem kann ich mittlerweile wieder einigermaßen sitzen und es tut auch so nicht mehr so weh. Auf dem Rücken liegen kann ich zwar noch nicht wieder, aber das wird schon noch! :)^

    @rausdamit

    Dein Artikel vom 27.03.05 4.08 Uhr kann ich nur zustimmen und ich kann nur an jedem hier appellieren:


    Es ist meiner Meinung nach scheißegal welches Krankenhaus Ihr aufsucht. Eine Steißbein-OP gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Chirugen. Viel wichtiger ist es Euch Gedanken zu machen ob Euer Krankenhaus Euch eine ordentliche Nachsorge bieten kann. Ich lese hier immer wieder "die Wundversorgung habe ich über Ostern selber gemacht" oder, "ich gehe 1x pro Woche zum Arzt".


    Ich gebe Euch schriftlich, das nächste Rezidiv ist vorprogrammiert. Es können sich über Nacht Taschen bilden. Wenn die nicht rechtzeitig erkannt werden und beseitigt werden habt Ihr erneut einen Hohlraum und somit ist die neue Fistel geboren. Und Taschen könnt Ihr nicht selber erkennen. Ich bin, bis die Wunde komplett verschlossen war täglich im Krankenhaus gewesen. Auch entgegen Willen der Chirugen. Ich war sogar eine echte Nervensäge. Aber es hat was gebracht. Die Wunde ist verschlossen. Es fehlt ledeglich noch ein bißchen Haut. Nun gehe ich nur noch 2x die Woche. Es wollten mich schon Ärzte endgültig entlassen. Ich gehe aber trotzdem. Bis alles komplett verheilt ist.


    Und glaubt mir, Ärzte wollen nur Kosten sparen. Sie operieren lieber noch einmal mehr, als die Wundheilung komplett zu Ende zu bringen. Mein Chirug erzählte mir, daß ab 1. April für diese Operation von der Krankenkasse nur noch 4 Nachsorgebehandlungen bezahlt werden. Meines erachtens völlig unzureichend und schon fast kriminell. Es bringt nichts darüber zu rätseln wie lange es Dauert und ob es weh tut. Es dauert lange und es tut anfangs auch weh. Auch nach 5 Jahren merkt man unregelmäßig noch die Narbe. Lasst es Euch operieren, seht zu daß Ihr eine Top deLuxe Nachsorge bekommt, bis die Wunde komplett verheilt ist und lernt mit der Narbe zu leben. Es gibt weit aus schlimmeres auf der Welt. Und glaubt mir, ich lebe mit dem Scheiß jetzt schon 12 Jahre und wurde 5 Mal operiert. Und ich glaube 4 OPs hätte ich mir ersparen können, wenn die Wunde optimal versorgt worden wäre.


    So Kopf Hoch !


    Gruß


    Ralf

    @flachi

    So ein Schwachsinn, dass ein Rezidiv vorprogrammiert ist, wenn man nicht jeden Tag zum Arzt rennt! Nur weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast heißt das doch nicht automatisch, dass es bei anderen auch so laufen muss! Du hast schon recht, beim Sinus Pilonidalis sind 10% OP und 90% Nachsorge, aber wenn man die Wunde sorgfältig jeden Tag reinigt, sich schont und sie alle paar Tage vom Arzt kontrollieren lässt dann passiert normalerweise auch nichts! Kein Wunder dass sich da Taschen bilden, wenn man total hysterisch jeden Tag ins Krankenhaus rennt und sich selbst verrückt macht...

    ich bin anfangs täglich zum Arzt, ungefair 2 Wochen lang


    und dann bin ich alle 2 Tage zum Arzt, das zog sich dann so 4 Wochen


    und dann bin ich so alle 3 Tage bis die Wunde fast 100% verheilt war. danach bin ich nochmal 3-4mal 1 wöchentlich und jetzt gar nicht mehr, es sei denn ich hab nen Verdacht oder so.

    @Resi87

    Stimmt, bin vielleicht ein bißchen zu übervorsichtig. Aber es als totalen Schwachsinn zu bezeichnen.....???? Ich bin den Kram nach 5 Jahren Problemen dadurch losgeworden. Als ich noch genauso gedacht hatte wie Du, hatte ich immer mit einem Rezidiv zu kämpfen. Und es kam auf jeden Fall aus Mangel der Nachsorge. Und ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich über Nacht die Wunde zum negativen Entwickeln kann. Wenn Du in der glücklichen Lage bist und hinten Augen hast und deine fachlichen Kentnisse so ausreichend sind um die Lage selber einzuschätzen sei froh. Ich gehe davon aus, daß hier im Forum die Betroffenen ernstgemeinte Hilfe brauchen und ich gehe davon aus, daß jeder mit seinem Kram möglichst ohne Rezidiv davonkommen möchte. Dies kann er aber nur mit ärztlicher Betreuung. Und wenn die Betroffenen mit Ihrem Krankenhaus einen Deal treffen können, daß sie nicht warten müssen sind sie täglich auch mit max. 10Min damit durch. Das ist glaube ich auch nicht zuviel verlangt. Ich will nur jedem hier die Fehler ersparen die ich gemacht habe. Sicherlich gehst Du den bequemsten weg, aber ob er der bessere ist ????

    @flachi

    Nur wenn man nicht jeden Tag zum Arzt geht ist das noch lange nicht "Mangel der Nachsorge". Im Gegenteil, ich gehe sehr gewissenhaft mit dieser Krankheit um und pflege die Wunde so gut ich kann. Bei mir ist ja bisher auch alles gut gegangen, warum sollte ich also öfter als nötig zum Arzt gehen? Insofern kann ich es schon verstehen dass man aufgrund schlechter Erfahrungen vorsichtiger wird. Mit Bequemlichkeit hat das allerdings überhaupt nichts zu tun, was soll denn das. Ich würde alles dafür tun, dass die Wunde ohne Komplikationen heilt, aber davon jeden Tag zum Arzt zu rennen wird es meiner Meinung nach auch nicht besser!


    Ich finde, jeder sollte es so halten wie er meint dass es für ihn am besten ist. Schließlich macht nunmal jeder Mensch andere Erfahrungen.

    @ Flachi,

    du sagst du hattest mehrere Rezidive...


    wie lange hat es denn immer gedauert bis eins kam? und wie wurdest du darauf aufmerksam?


    hat deine Wunde während der Wundheilung Probleme gemacht? (geeitert etc. ?) würde mich sehr interessieren, da ich vor knapp 5 Monaten operiert wurde, meine Wunde jetzt vor kurzem komplett zu gegangen ist, (eigentlich ohne Komplikationen, lediglich eine Tasche hatte sich in den ersten 2 Wochen gebildet, die aber sofort erkannt und beseitigt wurde(man..., war das schmerzhaft)), und ich jetzt darum bange ob ich es hinter mich gebracht habe oder Angst davor haben muss ein Rezidiv zu bekommen.


    Zur Zeit enthaare ich die Steißbeinregion und wasche die Gegend bis zu 3x am Tag. Was hast du nach der Wundheilung getan?


    gruß

    @Homer996

    Hallo !


    Meine 1. Sinus P. OP war im Sommer 1994. Die Wundheilung verlief völlig unproblematisch. Nach ca. 4 Monaten war ich die Sorge gänzlich los. Hatte auch nichts weiteres mehr gemacht. Der Gedanke an die Sinus P. kam zwar immer wieder mal auf, meistens wenn ich mal zu lange gesessen habe und das Steißbein schmerzte, oder ich mal eine Pickel auf der Pobacke hatte, ansonsten aber absolut schmerzfrei und ohne Probleme. Im Frühjahr 2000, also 6 (!) Jahre später bemerkte ich wieder ein Druck am Steißbein und ein Loch aus dem es rauseiterte. Diagnose: Sinus P. die 2te. Damals glaubte man nicht an ein Rezidiv. Dafür war ich schon zu lange davon ab. Also eine völlige zufällige Neubildung einer Fistel. Da ich Angst vor Vollnarkosen hatte entschloß ich mich damals die OP von einen ortsansässigen Chirugen ambulant unter örtlicher Betäubung durchführen zu lassen. Ich bekam ca. 20 Spritzen rund um das Steißbein gesetzt und es wurde losoperiert. Da nicht mehr geschnitten wurde, sondern die Fistel herausgebrannt wurde, merkte ich trotz Betäubung doch relativ viel. Hitze spürt man trotz Betäubung immer irgendwie. Deshalb konnte der Chirug wohl auch nicht richtig schneiden. Vermute ich mal. Die Wundbehandlung dauerte diesmal ein 3/4-Jahr, heilte auch nicht richtig zu. Bis mein Hausarzt meinte ich müsse nochmal unters Messer, da ist wohl noch nicht alles raus. Also im Winter 2000 die 3. OP. Diesmal aber unter Vollnarkose im Krankenhaus. Dort wurde mir der "Arsch" auch richtig aufgerissen. So manche Krankenschwester meinte so ein großes Loch hätten sie noch nie gesehen. Ich kam die ersten 3 Monate täglich zum Verbandswechsel ins KH, anschließend die nächsten 3 Monate alle 2 Tage, dann nur noch 1 mal die Woche. Aber auch dieses Mal verheilte die Wunde nicht richtig. Sie riss einfach immer wieder ein, hatte immer wieder ein Ziehen und ein Druckgefühl und immer mal wieder blutete es und es kam Wundwasser. Als im Urlaub dann die Narbe einriss und ich vom oberen Teil nach unten rausgucken konnte ging ich wieder ins Krankenhaus und OP Nr. 4 stand an. Das war im Spätsommer 2001. Auch hier wieder: ein 3/4-Jahr verging und die Wunde war zu. 3 Wochen später war sie wieder eingerissen, verheilte wieder, ging wieder auf, verheilte wieder......usw..usw. Das ganze schaute ich mir bis Dezember 2004 an, bis ich dann mal wieder ins KH ging. Diagnose: Sinus P-Rezidiv. OP Nr. 5 stand an. Ich kannte meine Fistel inzwischen so gut, daß ich mit dem Chefarzt eine Wette aufstellte. Ich beschrieb Ihm haargenau den Verlauf der Fistel und war fest davon überzeugt, daß sie nur oberflächlich verläuft. Die Wette habe ich gewonnen. Sie verlief aalglatt von oben nach unten genau in der Gesäßfalte ohne nach links und nach rechts zu wuchern. Sie war auch nur oberflächlich. Die OP Nr. 5 wurde im Januar 2005 durchgeführt. Es wurde, da die Fistel nur Oberflächlich verlief auch nur ca. 3cm tief geschnitten. Da die Fistel nicht entzündet war wurden diesmal die Ränder vernäht und die Mitte offen gelassen. Die Fäden wurden nach 2 Wochen gezogen und nach 2 Monaten war alles hochgranuliert. Diesmal schwor ich mir, täglich zum Arzt zu gehen, da das letzte Rezidiv ganz klar aus einer Tasche entstanden ist. Und siehe da, es kam öfters mal vor, daß die Wundbehandlung beeinflusst werden musste. (Tasche aufschneiden, Haut wegätzen, Haare beseitigen, Fädenreste wurden 4 Wochen später noch gefunden etc., Wunde musste von irgensolchen weißen Sekret befreit werden usw) Es war schon recht nervig. Aber ich bin bis anfang März täglich, und auch am Wochenende beim Chirugen gewesen und habe auch darauf bestanden immer von den gleichen Schwestern und Ärzten betreut zu werden. Seit März gehe ich nur noch 2x wöchentlich, da die Wunde vollständig verschlossen ist und nur noch auf 2cm die Hautschichten fehlen. Jezt muß man eigentlich nur noch darauf achten, daß die Hautschichten sich nicht überwälzen. Dann kommt der Ätzstift. Ich bin diesmal aber davon überzeugt, ich bin es los. So gut wie jetzt fühlte ich mich seit Frühjahr 2000 nicht mehr.


    Klar, wem die Fistel so zugesetzt hat wird sie auch nicht wieder vergessen. Ich sehe eigentlich nur zu, daß ich weiterhin das Steißbein täglich ausdusche, 1-2 mal wöchentlich ein Kamillebad nehme und werde als nächstes über eine dauerhafte Haarentfernung mit der Lasertherapie gedanken machen. Ich hoffe allerdings, daß ich im Kopf irgendwann mal soweit bin, daß ich die Fistel gänzlich vergessen kann.


    gruß


    Ralf

    @homer996--Nachtrag--

    Achso, mach Dich nicht so verrückt wie ich es bin. Wenn die Wunde komplett verheilt ist und bleibt und nicht wieder aufgeht, glaube einfach daran es überstanden zu haben. Und versuche es zu vergessen. Ansonsten wirst Du verrückt.


    Gruß


    Ralf

    @ flachi:

    ja klar, nur ich kanns nicht einfach mal so vergessen, da es für mich beruflich total katastrophal wäre ein Rezidiv zu bekommen.


    Ich bin auch öfter beim Doc gewesen zum Rasieren, Hautränder wegätzen und so weiter. Im Moment ist eigentlich alles zu, denk ich mal. Also ein Loch oder so ist nicht mehr da, aber die Haut die ich jetzt hab sieht ziemlich blaß aus und an manchen Stellen so ein wenig bläulich, ist das normal? ahja, an den seiten sind 2 kleine Schwellungen, aber weder rötlich noch kann ich sie reindrücken (man denke an Hohlräume). War ja auch heute wieder beim Doc und der meinte es wär alles ok

    @homer996

    Schwellungen sind i.d.R. nicht sehr schön. Meine letzte Schwellung war ein Rezidiv. (Ansammlung von Wundwasser)


    Aber wenn Dein Arzt sagt, es sei alles OK, glaube Ihm. Er ist schließlich vom Fach. Ich würde diese Aussage vielleicht nochmal von einem Chirugen überprüfen lassen. Allgemeinmediziner schätzen sowas gerne mal falsch ein. Die verschiedenen Hautfarben hatte ich auch. Hat sich bei mir inzwischen auch normalisiert.


    Gruß


    Ralf

    @ flachi

    Deine Story klingt nicht sehr ermutigend für mich, denn ich werde in einer Woche operiert...


    Bei mir wird das Ganze mit einem Schwenklappen zugemacht. Heißt das jetzt auch, dass ein Rezidiv vorprogrammiert ist? Weiß jemand wie lange der stationäre Aufenthalt im Schnitt dauert? Bei meinem S.P. haben sich nie irgendwelche Entzündungszeichen gezeigt. Es sind in unregelmäßigen Intervallen minimalste Mengen klarer oder manchmal auch leicht rötlicher, geruchsloser Flüssigkeit auf Druck ausgetreten.


    Auf der Seite http://www.pilonidal.org steht, dass für Lappentechniken ausschließlich spezialisierte Operateure in Frage kommen dürfen. Ob mein Chirurg jetzt auf solche Techniken spezialisiert ist, weiß ich nicht. Er ist mir jedenfalls von einem Notarzt, den ich von meiner Tätigkeit beim Roten Kreuz her gut kenne und der bei meiner OP das Anästhesiemäßige übernimmt, ausdrücklich empfohlen worden. Was sagt ihr dazu?


    Hoffentlich gibt es bei der Heilung keine Komplikationen. Ich möchte am 5. Mai wieder auf meinem Fahrrad sitzen können oder zumindest zu einem Konzert von den Toten Hosen gehen können. Mal sehen...

    @Maverick93

    Hallo !


    Laut Aussage meines Chirugen gibt es kein Patentrezept für eine OP-Methode. Die Rezidivrate ist bei allen Methoden annähernd dieselbe. Mit der Schwenklappenmethode habe ich selber keine Erfahrungen gemacht, habe aber viel positives davon gelesen. Daß Deine Sinus P. keine Entzündungszeichen aufweist soll ein gutes Zeichen sein. Es soll sich dann besser operieren und besser wieder verheilen. Das mit dem 5. Mai wirst Du sicherlich auch hinbekommen.


    Gruß


    Ralf