Vollnarkose ist eigentlich gar nicht schlimm! bekommst das Beteubungszeug und plötzlich fallen die Augen zu und im gleichen Moment machst du sie wieder auf und bist ganz wo anders und alles ist bereits erledigt. Also mach dir mal keinen Kopf über die Narkose, die ist echt harmlos! Ich hatte übrigens davor auch Angst vor der Infusions spritze, was sich aber auch als eher nicht so schlimm rausstellte

    Narkose...

    ist 'ne sehr tolle Droge :-)


    Fühlt sich immer sehr krass an, wenn das Zeug in die Vene gespritzt wird. Man fühlt richtig, wie es sich ausbreitet im Körper. Irgendwann erreicht es Herz/Gehirn, und man fängt bisschen an zu lachen und ist wenige Sekunden später weg vom Fenster :-)


    Wenn man aufwacht ist man noch sehr benebelt und nur bedingt ansprechbar/aktionsfähig. Am ersten Tag konnte ich mich sowieso nicht von Fleck rühren und hab fast den ganzen Tag dann durchgeschlafen.


    Ein großer Pluspunkt für stationären Aufenthalt.


    Zweiter Pluspunkt ist halt, dass sofort Ärzte/Schwestern da sind, falls was ist ...

    owei owei was ich hier gelesen habe stimmt mich nicht gerade glücklich.


    Ich beschäftige mich erst seit heute mit dem Thema.


    Bin heute Morgen erst drauf gestoßen.


    Da ich in der Steißbeingegend leicht geblutet habe.


    Bevor ich schlafen gegangen bin hatte ich nämlich nichts.


    Naja dann hab ich mir ein Spiegel geschnappt und mal geschaut...und was kriegt man da zu sehen? Zwei kleine Löcher wo eigentlich keine sein sollten. Bin eigentlich noch total geschockt, von so was hatte ich bis eben noch nie was gehört. Ich habe im Moment nur Hoffnung dass ich noch in einem frühen Stadium bin. Hatte bis heute NIE was bemerkt. Habe auch im Moment überhaupt keine Schmerzen (und hatte auch nie welche). Und so eine große Schwellung mit Eiter usw. konnte ich auch nicht entdecken.


    Naja jetzt hoffe ich das ihr mir ein paar Tipps geben könnt wie ich am besten weiter vorgehen soll oder ob es doch was anderes ist?!


    Mein erster Gedanke war direkt am Dienstag (Montag ist ja Feiertag) mal zum Hausarzt zu gehen. Nur bin ich mir nicht so sicher ob der da 100% bewandert ist. Aber das wäre zumindest der erste Schritt.


    Ich danke euch schon mal *:)

    natürlich zum hausarzt. ein pilonidalsinus ist nichts extravagantes, das erkennt sogar ne krankenschwester ;-)


    das sollte keine probleme geben. zum entfernen solltest du allerdings einen chirurgen aufsuchen.

    naja, tommy...

    nix für ungut, im prinzip stimmt das schon, was du sagst. aber im prinzip ist nach der ersten OP auch alles gelaufen und heilt prima ab. was ich damitr sagen will, ist schlicht: ich habe hier vor ca. 14 monaten angefangen, regelmäßig zu lesen, am anfang auch ziemlich zurückblätternd. es ist nicht so, daß die diagnose immer richtig gestellt wurde, bzw. es wurde auch schonmal eine salbe verschrieben etc. pp. von hausärzten oder hautärzten. auch lustige horrorgeschichten, wo der entzündet schmerzhafte sinus ausgedrückt wurde, als handele es sich um einen pickel. also extravagant ist der sinus p. ganz bestimmt nicht, trotzdem gibt es bei einer so einfach zu operierenden sache offensichtlich massive unterschiede, den auch "richtig" zu behandeln. und das fängt an sich schon bei der diagnose an.


    h4rdy, geh ruhig (betonung ruhig) zu deinem hausarzt und hör dir an, was er dazu sagt. wenn er anbietet, dich zu einem chirurgen oder kolo-proktologen zu überweisen, zögere nicht... :-/


    zum thema vollnarkose schließe ich mich kalimar zur beruhigung larrys an: wenn an der angelegenheit was positives war, dann das, mit schmerzendem po mit prima zeug "abgeschossen" zu werden, absolut professionell dosiert und überwacht, und beim aufwachen dämmert man langsam angenehm schläfrig und schmerzfrei wieder zu sich, im bewußtsein, die fistel los zu sein. prima !


    spätestens zum 02. juni bei mir wieder.


    gute besserung ! *:)

    @Prinzessin-Castrop

    Hi erstmal. Also ich denk das du so ziemlich die gleiche Wunde hast wie ich von der größe jedenfalls. Bei mir war der Aufenhalt im krankenhaus weit schmerzfreier als die woche die ich darauf daheim verbrachte. Das lag aber daran, dass der Arzt nachdem er die Fistel raushatte das rohe Fleisch verödet und somit abgetötet hat. Bis das tote Fleisch nach und nach abgegangen ist (nach dem Duschen; beim Verbandswechsel, usw.) hat es ungefähr eine Woche gedauert, danach hatte ich sehr kurze Nächte für die nächsten 10 Tage. Jedes mal wenn ich mich im Bett rumgedreht hab, hatte ich das Gefühl mir haut einer mit dem Hammer auf mein Steißbein.

    Verschiedenes

    ---> Narkose, stimmt sehr nett. Sobald man ein komisches Gefühl im Mund bekommt ist man wech. Probleme habe ich nur mit der Psyche ... da schraubt jemand an dir rum ohne dass du dich wehren kannst. Schon der Gedanke daran macht mir Gänsehaut.


    ---> Wundeinlage 6 Tage in der Wunde, Hilfe das würde ich nicht aushalten. Wenn ich überlege was bei mir für ein Schmodder rausläuft... das muß doch müffeln nach 6 Tagen. Was die meisten nicht wissen. Nach OP hat man das Recht auf einige Nachbehandlungen in der Ambulanz. Da würde ich mich mal hinmachen wenn ich Zweifel an Behandlungsmethoden hab.


    ----> Hausarzt oder gleich Chirurg?


    Ich würde erstmal zum Hausarzt gehen der muß es eh irgendwann mal sehen. Mein Hausarzt bekommt so die Eckdaten mit. Vor OP, Nach OP und die letzte Wundheilung. Ich will ihm ja auch nix vorenthalten :-)


    -----> meine Motivation


    ist ziemlich am Boden. Ich hab keinen Bock mehr zum Arzt zu gehen und ich versuche das Loch zu ignorieren. Ich dusche 2 mal täglich aus... Leg Mullkompressen rein und schaue ob alles frei von Belegen ist. Zu mehr kann ich mich nicht aufraffen. Ich weiß das ist nicht ok. Aber ich hab wirklich keinen Bock mehr drauf.


    Um die Motivation zu steigern werde ich sobald ich meine Digicam habe meine eigene Homepage machen um einfach den Verlauf zu sehen. Ich spüre zwar das sich neues Fleisch bildet.... Aber das Loch scheint mir so groß wie vorher.


    Ab Dienstag geh ich wieder Arbeiten(hatte eine Woche Urlaub). Da bin ich sowieso in der Stadt und werde meine Arztbesuche wieder ernster nehmen. Also sollte sich jemand von Euch auch in einem "Ich hab keinen Bock mehr auf meine Wunde" Tief befinden, bleib cool mir gehts nicht anders.


    Ich würde jedem zu'r OP raten der eine Fistel hat allerdings habe ich mir vorher viel zu wenig Gedanken gemacht wie das "danach" aussieht.. nämlich unglaublich nervig ... aber läßt sich das ändern ? Nein !! also Augen zu und durch.


    Ich hoffe ich hab jetzt niemanden demotiviert.


    Gruß Simone


    P.S Adresse der HP geb ich dann hier bekannt.

    ---> Wundeinlage 6 Tage in der Wunde, Hilfe das würde ich nicht aushalten. Wenn ich überlege was bei mir für ein Schmodder rausläuft... das muß doch müffeln nach 6 Tagen.


    ne, tut es nicht, weil die äußeren kompressen ja zweimal täglich gewechselt werden. lediglich die iod-tamponade ist noch drin. ;-) aber übermorgen hab ich ja meinen termin beim chirurgen, dann wird die tamponade entfernt. hoffentlich wird es nicth zu schmerzhaft.


    ich werde berichten! :D

    @simone

    de-motivation


    -> ich kann absolut nachvollziehen, was du meinst. dazu kommt, daß man sich irgendwann vielleicht "verarscht" vorkommt, denn zum beispiel in meinem fall ging unnötig viel wasser den rhein hinunter, ich befinde mich in monat 15 der "offenen" fistelgrube und weiss nun, daß das nicht hätte sein müssen. frustration macht sich breit, depression auch. ich will mich nicht lustig machen über "echte" fälle von depressionen, aber es gab in den letzten tagen wieder massive schübe, wo ich nur hätte heulen können. habe den mir wichtigsten job des jahres, auf den ich mich schon sehr freute, abgesagt, um mich der erneuten operation zu stellen. und warum ? weil in sachen wundbehandlung geschludert wurde. weil viel zu oberflächig, zu schnell, zu nachlässig und desinteressiert mit mir als durchaus "leidendem" patienten umgegangen wurde. ich dummerweise mit der wundbehandlung an der komplett falschen adresse gewesen zu sein scheine. flachi wird sich freuen, daß ich das nochmal ganz klar formuliere:


    die OP ist absolut nicht das problem im prozess, den sinus pilonidalis loszuwerden


    die postoperativ pingelig engmaschig geplante und mit disziplin durchgehaltene wundbehandlung durch eine sorgsam damit umgehenden praxis ist das A und O !!!


    ich habe in 2004 ein komplettes vierteljahr und damit ca. 20.000 euro umsatz verloren, während ich ca. 150 stunden darauf wartete, im krankenhaus 5 stunden behandelt zu werden. nur mal zur statistik... das warten habe ich stur ertragen, es war und ist absolut klar, daß notfälle vorrang haben in einer ambulanz, und kinder, die den laden wegen winzigster platzwunden zusammenbrüllen und privatpatienten, die selbstverständlich sofort behandelt werden. alles kein thema. etwa 600 euro in taxen und strassenbahn fürs zum teil wirklich tagtägliche pilgern investiert, kompressen und fixomull könnte ich auch mal zusammenrechnen, fürs finanzamt, denn erstattet bekomme ich nix. alles scheißegal, wenn es denn etwas gebracht hätte. wo ist der fehler ? ich werde den vergleich kennenlernen, da ich ja jetzt bei einem niedergelassenen chirurgen angemeldet bin. der davon sprach, die wunde müsse genau beobachtet werden, gereinigt, ränder rasiert, mit ätzstift korrigiert werden...


    eben nicht draufschaun, kommentar "schön sauber" (btw. wie soll die denn sonst aussehen, wenn ich nach absprache frisch ausgeduscht ins kh komme ?) und übergabe an eine schwester, die ne kompresse draufpackt.


    nach der dritten op gab man mir zudem unmissverständlich zu verstehen, nunja, eine gewisse oberschwester auch vorher (!), daß ich nicht unbedingt "erwünscht" sei, bzw. mein regelmäßiger besuch auch nicht notwendig. das hat mir nach der vierten am 18.12. dann auch gereicht, sodaß ich zum januar hin beschloß, mir die blöde kompresse nur noch selbst zwischen die backen zu klemmen (war ja im prizip "nur" ein korrekturschnitt mit oberflächlichem rezidiv), statt mich im kh nach stunden der warterei blöd von schwester "x" anmachen zu lassen.


    war ein fehler !


    man mag jetzt spekulieren, ob es einen unterschied gemacht hätte, wäre ich dort weiter hingegangen oder nicht, wie geschehen, aber wie schon berichtet, ist das alles recht unschön verwachsen und "kein wunder, daß sich das entzündet hat"...


    um auf das stichwort zurückzukommen:


    demotiviert bin ich im sinn von "der sache müde". aber ich will diese scheisse jetzt endlich und final hinter mich bringen. und zu diesem zweck werde ich mich nicht in ein auto setzen und den hintern damit stark belasten, bis die ver... wunde zu ist. und wenn es sein muß, besorg ich mir ein feldbett für das wartezimmer meines ausgewählten chirurgen.... :-)


    war mal wieder ein etwas längerer text, aber es tat gut, sich den frust mal von der seele zu tippen, zumal ich hoffe, daß nicht nur zwischen den zeilen einige verwertbare informationen dabei waren.


    die interessante frage ist nun nur: angenommen, ich schaffe es nicht bis zum 02.06., gehe ich dann mit OP nummer 5 zur uni klinik, oder ins marienhospital, oder ins st. vinzenz ?


    >ach ja, was den schmodder angeht, iod-kompresse hin oder her, wenn es nicht der blutstillung dient raus damit und immer schön die granutalion anregen, in dem man täglich schön duscht. die erste postoperative dusche nach der "grossen OP" im märz ´04 war mit abstand der angenehmste moment des ganzen kh aufenthaltes...:-/


    gute besserung und kämpft euch durch ! *:)

    hattet ihr während der wundheilung eigentlich schmerzen während des sitzens?


    ich kann nämlich relativ problemlos sitzen und tue das eigentlich auch momentan (leider) die meiste zeit. allerdings beunruhigt es mich ziemlich, wenn ich lese, dass das bei anderen zu rezidiven geführt hat (unter anderem jedenfalls).


    andererseits denke ich mir: solange ich mit irgendetwas keine schmerzen habe, warum soll ich es dann unterlassen?

    Ab welchen Tag nach der OP wird die Wunde denn ausgewaschen? Stelle mir das bei einer offenen Wunde dieser größe ziemlich schmerzhaft vor.


    Wenn ich direkt nach der OP wieder entlassen werde, kann ich dann am nächsten Tag schon zum Arzt laufen???


    Werde extra nicht meinen Hausarzt nehmen, da wäre ich ewig hin unterwegs. 5 min. zu Fuss von hier ist auch nen hausarzt, werde dann wohl den nehmen. Woran kann ich erkennen das dieser auch gut über die Wundheilung bbescheid weiss. Kommt vielleicht von Euch jemand aus dem südlichen Berlin un kann mir jemanden entfehlen?


    Habe Morgen OP Voruntersuchung beim Hausarzt. Hab jetzt schon voll schiß vor der Blutabnahme.... :°( :°( :°(

    @rausdamit und @simone

    Hallo Ihr beiden !


    Auch ich kann Euren Frust voll nachvollziehen. Hatte und habe ihn schließlich lang genug und manchmal immer noch. Ich habe die Erfahrung gemacht damit leben zu lernen. Seht es mal so, es ist eine Krankheit, die anscheinend nicht völlig zu korrigieren ist. Wie viele Krankheiten. Und es ist ja einfach so, daß früher oder später fast jeder mit irgendeiner Krankheit einen "Laster" besitzt, mit dem er einfach leben lernen muß. Der eine hat Rheuma, der andere kreisrunder Haarausfall, der andere Hämorrieden, der andere einen Banscheibenvorfall, alles Krankheiten die man schlecht wieder los wird, geschweige denn ein Leben behält. Wir werden alle älter und merken langsam, daß auch wir nur Menschen sind, die gebrechlich und verwundbar sind. Wir gehen immer davon aus, daß unser Körper ideal aussehen muß, zu 1000% funktionieren muß etc. Das ist aber irgendwann vorbei. Irgendwann kommen die kleinen wewechen. Und zu der gehört wohl auch die Steißbeinfistel. Ich nehme den ganzen Scheiß nach der 5. OP nur noch mit Humor und bin froh über jeden Tag wo die Narbe nicht blutet und mir nicht schmerzt. Ich bin inzwischen seit gut 2 Monaten "geschlossen". Hatte vor ca. 1 Monateinen leichten blutigen riß in der Narbe ging dann aber auch wieder vorbei. Gem. Ärzten sollte ich es überstanden haben. Aber stellt Euch vor, jetzt spielt die Psyche wieder verrückt. Man fragt sich auf einmal "Ist es wirklich vorbei ?" Man legt sich trotzdem immer noch eine Wundauflage in die Falte und wartet regelrecht wieder darauf das es anfängt zu bluten. Und ich bin überzeugt davon, es wird auch irgendwann wieder anfangen. Aber, ich habe mich im Januar zum letzten Mal operieren lassen. Wenn es jetzt noch ein Rezidiv gibt lebe ich damit. Ich muß schließlich jetzt auch mit dem Gedanken an ein Rezidiv leben. Jedesmal wenn man nach langem Sitzen, Wetterwechsel oder ungewohten Arbeiten die Narbe spürt wird man sowieso wieder daran erinnert. Versucht es so wie ich, findet Euch mit Eurer Krankheit ab, wenn es akut ist operiert Euch, holt das maximale an Nachsorge heraus und lebt damit. Sonst frustriert man wirklich und wir alle brauchen dann keinen Chirugen mehr, sondern einen Psychater.


    Gruß und Kopf hoch


    der nicht mehr so frustrierte (oder doch noch)


    Ralf

    Das hört sich ja echt hart an, bin doch erst 25. Macht es denn überhaupt sinn sich das wegmachen zu lassen? Ich habe keine schmerzen, alle zwei Monate entzündet es sichblutet und eitert 2 - 4 Tage, und dann habe ich wieder 2 Monate meine Ruhe. Wenn ich höre, dass manche schon Ihre fünfte OP hinter sich haben fragt man sich doch echt ob mans dann überhaupt machen soll.


    Ist es denn die Regel dass soviele ops folgen?