Hallo,


    im August 2005 wurde das bei mir in der Notfallklinik auch diagnostiziert, war sehr weit fortgeschritten. Der Arzt wollte gar nicht mehr draufdrücken, da sonst der Eiter rausgespritzt wäre und das relativ dreckig geworden wäre :-). Aber es hat sich, in meinen Augen, relativ schnell entwickelt. Am 1. Aug. hatte ich ein klein wenig Schmerzen an der Poritze und dachte, ja vielleicht ist da nur was geschwollen, da ich zuvor bei einem Feuerwerk am Boden sass und vielleicht falsch sass. Das war nicht so, denn der Schmerz wurde von Tag zu Tag stärker, bis ich und meine Mutter weniger als 2 Wochen später in die Notfallklinik zu gehen. Wir hatten Glück: Wir kamen sofort dran und nach einer halben Stunde des Tatütata war ich auf dem Operationstisch mit Rückenmarkpunktierun bereit. 15min und die Sache war geritzt.


    Jedoch waren die ersten 2 Wochen nach der OP die reinste Qual: Schmerzen, da die Haut um die Wunde (Mehr als 6cm tief!) enzunden war. :-(


    Doch danach ging alles relativ schnell: Ich konnte fast eine Stunde lang sitzen, von Woche zu Woche länger und Schmerzen hatte ich auch keine.


    Dann trat eine "Ruhpause" ein, wo die Wunde etwa nach 1,5cm tief war und einfach nicht zu gehen wollte. Dies dauerte bis Ende 2005 an (!), was natürlich aus Sicht meines Hautarztes nicht mehr normal war. Dieser stellte bei einer regelmässigen Untersuchung der Wunde fest, dass ich ein klitzekleines Löchlein in der Wunde hatte, ca. 1cm tief und musste mit der Sonde behandelt werden, das ging auch schnell zu (ca. 2 Wochen).


    Und heute haben wir den Januar und ich habe immer noch diesen Mist am A****. Der Arzt hat aber gesagt, dass die Wunde (hoffentlich) Ende Januar/Anfang Februar weg ist, da es fast nur noch eine Art tiefe Schürfung ist (weniger als 0,5cm tief)


    Jetzt hoffe ich sehr, dass das bald vorbei ist. Aber ich kann alle beruhigen: Der Arzt hat gesagt, dass mein Fall sehr selten auftritt, er hatte sogar eine Patientin, die eine viel grössere Wunde hatte als ich und nach weniger als 2 Monaten (Durchschnittslänge) verheilt war. (Es muss von Innen nach Aussen heilen, damit nicht eine weitere Infektion auftritt)

    Ich bins nochmal^^


    Also wie gesagt ich hab ein kleines Loch hinten (ohne Schmerzer oder sonst was)


    War doch noch nicht beim Arzt weil ich keine Zeit hatte.


    Aber wollte nochmal fragen wie schnell sich die Teile entwickeln?


    Ich könnte mich nemlich erst frühestens am 2. März operieren lassen weil das vorher aus zeitlichen Gründen einfach nicht klappen würde.


    Wäre das arg schlimm? Weil die Fistel (wenns überhaut eine ist) ist ja noch im Anfangsstadium denk ich mal...

    > Brumi

    Ferndiagnosen und pauschalisierte Antworten auf Heilverlauf oder Verschlimmerung eines Sinus P. Verdachtes sind so gut wie völlig unmöglich, daher ist Deine Frage leider auch nicht wirklich zu beantworten. Generell lässt sich aber bestimmt sagen, daß die Entwicklung einer Steißbeinfistel durchaus sehr schnell sehr sehr unangenehm werden kann. Wenn ich an meinen Verlauf zurückdenke, lag zwischen "ach dieser blöde Pickel wieder" bis beinahe Not-OP wegen unerträglicher Schmerzen und einer beängstigenden Ausbreitung unter der Haut liegender "Blasen" keine 30 Stunden. Es geht bestimmt nicht darum, Dir oder anderen "Fistel Novizen" hier Angst zu machen - aber so eine Sache, wenn es denn ne Steißbeinfistel sein sollte, kann Dich sehr schnell in arge Bedrängnis bringen ! Achja, die Alternative zur "Blasenbildung" unter der Haut (extrem Schmerzhaft) ist die "spontane" Entleerung des Abzesses - ggf. eine Riesensauerei, besonders, wenn Dir sowas bei der Arbeit oder in der Öffentlichkeit passiert. Tja... Ich fürchte, daß diese Zeilen nicht unbedingt beruhigen oder gute Laune verbreiten - das beste ist in der Tat, ohne daß sich eine entzündliche Verkomplizierung einstellt die Sache so schnell woe möglich operativ anzugehen. Einleuchtend, daß es eine gewisse Chance gibt, daß das OP Areal nicht unbedingt großes Ausmaß annimmt. Keine Garantie, aber besser als Ausräumung / Herausschneiden eines ausgebreitet entzündlichen Bereiches...


    Naja, die Realität ist wohl, daß mehr oder weniger alle eine solche (erste) OP schieben, wie es eben geht. Aber sinnvoll ist das nicht.


    Viel Glück und gute Besserung, die Entscheidung obliegt Dir ganz alleine !

    Hab heute meine Wunde gesehen!

    Bin grad zurück vom Arzt. Hier meine Erfahrungen!


    Am Montag wurde ich, wie schon erwähnt, operiert. Man war das eine gute Entscheidung!!! (ist doch toll, wenn jemand mal was positives berichtet oder ;-) )


    Ab heute kann ich ohne Verband leben. Ich hab auf der Wunde eine Kompresse. Die 2 letzten Besuche waren schmerzhaft als die Tamponade aus der Wunde entfernt wurde. Aber hey, besser als die grausamen Schmerzen eines Abszesses.


    Hab mir die Wunde im Spiegel angeschaut, und bin echt froh. Nur 2cm Länge.


    Ich habe mich relativ schnell für die OP entschieden bevor das Ausmass der Entzündung noch schlimmer wird. Welch gute Entscheidung! Danke an das Forum und den guten Ratschlägen.


    Der Arzt meinte, dass die Wunte super aussieht und keine Verunreinigung vorhanden ist. "Seeeeeeehr sauber!"


    ab morgen soll ich 2 mal täglich die Wunde ausduschen.


    Bis dann :-)

    Und hier meine Erfahrung

    Hallo zusammen,


    nachdem meine Wundheilung sich Woche für Woche verlaaaaaaaaangsamt, dachte ich mir, dass ich mich mal nach diversen Foren umschauen. Bin nach der kurzen Suche auf dieses wirklich geniale Forum gestossen und habe schon einige der 158 Seiten gelesen. :)D Nun werde ich hier auch mal meine Erfahrungen mit der Steißbeinfistel niederschreiben. {:(


    Als ich Mitte November einen kleinen Pickel oberhalb der Poritze bemerkte, dachte ich es sei ein Pickel, der wie immer von selbst verschwindet. Denn ich hatte schon seit einigen Monaten immer mal wieder einen kleinen Pickel und der verschwand sehr schnell wieder. Einen Tag später im Training merkte ich, dass der ja immer schmerzhafter wurde und ich mich gar nicht mehr setzen konnte. Widerrum ein Tag später bin ich dann frühzeitig von der Arbeit weg und schnell nach Hause, um mir Teebaumöl drauf zuschmieren. Der "Pickel" zog nicht mehr so stark und so konnt ich den Tag fast überstehen... Am Abend jedoch waren die Schmerzen kaum zum aushalten, sodass ich direkt ins Krankenhaus gefahren bin.


    "Oh je warum sind sie nicht früher gekommen??? Sie bleiben hier!"


    Am nächsten Morgen wurde ich operiert, alles bestens gelaufen. Ich bekam ne Vollnarkos und nach ca. 30 Minuten war ich schon wieder auf meinem Zimmer. Ich hatte absolut keine schmerzen oder sonstiges. Am Nachmittag bin ich dann auch mal ein paar Schritte gelaufen, oh je das ging nur sehr schwer.


    Am nächsten Tag wurde das erste mal der Verband gewechselt und zum Glück gab es vorher gescheite Tröpfchen, dadurch waren die Schmerzen zum aushalten. Sitzen oder auf dem Rücken liegen ging selbstverständlicher Weise noch nicht.


    Am nächsten Tag, wo ich eigentlich entlassen werden sollte, ist der Ärztin ein kleines Missgeschick passiert und sie riss an der Tamponade ohne sie vorher einzuweichen. Das Resultat war ein vollgebluteter Patient, der sich dann ausduschen durfte.


    Danach musste ich mich auf Eis legen und das war total ekelhaft ... Gut lange Rede kurzer Sinn, ich kam zwei Tage später als geplant aus dem Krankenhaus.


    In den ersten paar Wochen ging die Wundheilung doch sehr schnell voran, wobei ich drei Tage nach meiner Entlassung erneut in die Chirugie musste, da in dem Loch sich noch eine Wunde gebildet hatte und diese kleine Wunde wurde dann zugenäht bzw geödet.


    Ich esse regelmäßig hochkonzentriertes Eiweis unter meinem Quark und dies soll ja angeblich die Wundheilung beschleunigen.


    Nach 3 Wochen konnte ich wieder einigermaßen sitzen und nach 7 Wochen sogar aufm Rücken liegen. Ich habe das Eiweis abgesetzt und seitdem ist seit ca. 2 Wochen Stillstand, die Wunde heilt nicht mehr zu und die letzten 0,8 cm wollen einfach nicht heilen...


    Vorallem blutet es jedes mal, wenn ich die Tamponade heraus ziehe, ist das im Sinne des Erfinders?


    Bei mir wird täglich noch der Verband gewechselt, also Tamponade einweichen, rausziehen, ausduschen, Wunde mit Octenisept säubern, Kompresse mit Octenisept tränken und dann wieder Pflaster drauf und gut ist.


    Wie sieht es mit Sport aus, mein Arzt kennt sich da leider viel zu wenig aus und ich habe sonst auch keinerlei Ahnung wie es weiter geht. Vorallem wie lange geht das letzte Stück noch? Meine Wunde war ca. 8cmx6cmx4cm (lang/tief/breit)


    Über jede Info bezüglich Sport bzw Beschleunigung der Wundheilung würde ich mich freuen.


    Mein Rat: Auf alle Fälle gleich zum Arzt gehen, denn je größer die Dinger werden, desto ekelhafter wird das Ganze.

    Hoi derRob21,

    Wie das mit Sport aussieht kann ich dir leider nicht sagen, ich könnte jetzt, nachdem meine OP mit den gleichen Wundmassen wie du, fünf Wochen her ist, noch keinen Sport treiben, wobei Hausarbeit ja oft an Sport grenzt und das geht dann schon :-D.


    Was das Tamponade wechsel betrifft, kann ich dir nur, wie es hier in der Schweiz gehandhabt wird, Calciumalginatkompressen empfehlen. Die kleben nirgends an, da sie in Verbindung mit dem Wundsekret ein Gel bilden, das heisst sie werden nicht trocken und kleben nicht an. Ich bindamit vollauf zufrieden, da ich bei keinem Verbandswechselwirklich Schmerzen hatte. Ich weiss allerdings nicht, ob es diese Art von Verband auch in Deutschland gibt, ich kanns nur als Tipp weitergeben. Ist echt ne super Sache:)^.


    Grüesli milusha

    Ich Reihe mich mal ein ..

    Hallo,


    ich Reihe mich mal ein in den Kreis der Fistel betroffenen. :-(


    Kurz nach Weihnachten hatte ich im Hintern ein leichtes ziehen, ich hab mir in den ersten Tagen nichts dabei gedacht. Nach Ursachen und ein wenig suchen im Internet, bin ich dann auf dieses Forum gestossen und ich habe mir dann schon gedacht das es sich um eine Fistel handelt.


    Bin danach gleich zu einen Internisten zur Untersuchung gegangen


    (davor muss man keine Angst haben, der sieht sowas täglich).


    Dieser stellte dann eine Fissur oder eine mögliche Fistel fest und


    hat mich zur Klärung zu einem Proktologen überwiesen (da wollte ich eigentlich gleich als erstes hin, aber wegen der Feiertage waren alle Praxen hier in der Gegend geschlossen).


    Ein paar Tage später bin ich dann gleich zu einen Facharzt, der dann die besagte Steißbeinfistel festgestellt hat und wollte mir diese dann eine Woche später ambulant entfernen und zunähen.


    Da mir dort die Beratung nicht gefallen hat (mir wurde ein unnötiger Einlauf verpasst und ich musste den Arzt mit ein Paar Fragen hinterherlaufen) bin ich zu einen anderen gegangen.


    Ergebnis:


    Eine nach meinen Eindruck gute Gemeinschaftspraxis, mit


    angeschlossener Klinik, gefunden


    die damit meines erachtens oft mit Fisteln konfrontiert werden.


    Anfang/Mitte Februar wird dieses Ding stationär mit ein Paar Tagen Krankenhausaufenthalt rausgeschnitten und nicht vernäht sondern, wie den meisten, hier offen gelassen.


    Kleiner Tipp in Krankenhäusern werden Fisteln, wegen des Aufwandes oft zugenäht, eine offene Wundheilung ist aber auf jedenfall zu bevorzugen! Lieber einmal 4-8 blöde Wochen als


    2 oder 3 mal sowas mitzumachen.


    Vor der OP oder der anschliessenden offenen Wundbehandlung habe ich jetzt keine große Bedenken, da mir jetzt schon klar ist,


    dass es keine schöne Zeit wird. Aber die geht ja schließlich auch vorbei. ;-)


    Was mich jetzt eigentlich brennend interessieren würdet, auch wenn es von der Größe der Wunde abhängt, wie lange seit Ihr krankgeschrieben gewesen oder wie lange hat es bei euch gedauert bis Ihr wieder arbeiten konntet?


    Sind 3 Wochen Krankschreibung realistisch, bis das ärgste überstanden ist? Ich möchte nämlich so kurz wie möglich von der Arbeit weg sein.


    Grüße,


    Twin

    Einen wunderschönen guten Morgen,


    also seit zwei Tagen bekomm ich eine Art Gitter, welches in Salbe getränkt ist, in die Wunde und dann die Kompresse, wie besprieben, ins Löchlein eingeführt. Bei zwei Verbandswechseln hat es nicht mehr verklebt, ABER bisher heilt es nicht wirklich viel schneller zu.


    Ich würde schon gerne wieder Eishockey spielen, ich weiß nicht in wie weit das mit Hausarbeit zu tun hat :-)


    Jeder Arzt erzählt mir was anderes, der eine ... " Ja sie können Sport machen" der andere widerrum "Von der Bewegung würde das gehen, aber wenn Schweiß in die Wunde kommt, ist das Risiko für eine Entzündung sehr hoch" wieder ein anderer Arzt erzählt mir, dass ich Sport machen darf, wenn ich es nach dem Sport gleich ausdusche ...???


    Was soll man den Halbgöttern in weiß noch glauben???{:(

    @ twin:

    Ich war von der Op an 6 Wochen krank geschrieben, sodass ich gerade noch das Krankengeld umgehen konnte. Die Belastung beim sitzen ist zu enorm gewesen und seit zwei Wochen geh ich wieder arbeiten und nun geht die Heilung nicht wirklich voran. Jedoch kann ich nicht einschätzen in wie weit das was damit zu hat.


    Ein Freund von mir ist nach 3 Wochen auch wieder arbeiten gegangen und bei ihm ging es auch!

    Calciumalginatkompressen

    aaaalso:


    ich habs nach recherche und anregung auch durch dieses forum hier meinem damals 2004 zuständigem uni-klinikum vorgeschlagen. negativ. angeblich für diese art von wunde nicht wirklich geeignet, auch nicht der richtlinie des hauses entsprechend - so im kern die aussagen. ich wurde dort 4x mit befund sinus p. operiert ! (1x appendizitis, währenddessen - sozusagen zwischendurch auch mal eben, wo ich ja sowiso grad da war, kein scherz, ist so passiert) jedesmal erhielt ich mesalt kompressen und das wars. ebenso jedesmal, also über einen recht langen zeitraum hinweg, verklebten diese vereinfacht "salz kompressen" in meiner wunde und das lösen unter der dusche bereitete nicht selten heftige probleme (schmerz und tränen). ok. wechsel. juni 2005 dann niedergelassener koloproktologisch spezialisierer chirurg. op 1 nur simple es kompressen in 10x10, auch er hielt vorerst mal nicht viel von calciumalginatkompressen, die ich durchaus sofort vorgeschlagen hatte. nach op 2 (also op 5) dann plötzlich doch mal eine testreihe. und siehe da: der verbandwechsel war auf einmal fast ein spaziergang, kein verkleben, grossartige wundreinigung, beruhigte das umfeld - top. rest dann mit "sorbalgon". natürlich nicht billig und genau das dürfte das (einer der) problem (e) sein. muß aber sagen, daß ich mich grad echt zusammenreissen muß, um nicht sehr böse zu werden, denn die ganze sch... hätte ich eventuell mit drei dingen sehr verkürzen können:


    a) wesentlich früher die erste OP überhaupt ! meine schuld.


    b) penible und sorgfältige wundkontrolle - nicht im KH (!!!)


    c) von anfang an die wundversorgung mit alginaten (?!?!?!)


    meine wunde zickt noch rum, reisst immer mal wieder leicht ein, werde mir morgen nochmal sorbalgon bestellen. mein doc hat mir watte dazwischengesteckt, halte ich nichts von, bereich ich ziemlich gereizt - ist schon kurios, am ende ist man heilfroh, daß diese kompressen nicht verschreibungspflichtig sind...


    kurz zum sport: laß es sein!


    bin 2004 zu früh in den job zurück, es hat mir auf gut deutsch den arsch (die wunde/narbe) aufgerissen, ich bin ein dummer selbiger, daß ich neben der bescheidenen wundkontrolle für dieses dann folgende rezidiv wirklich mal gut aktiv beteiligt war....

    Sport und Krankschreibung

    Hallo alle miteinander,


    ich kann immer nur für mich sprechen, ich betone dies stets, weil ich offensichtlich zu den Nutzern gehöre, die Glück hatten.


    Mein Prof meinte bezüglich des Sports, man solle ausprobieren, was geht, Schweiß und ein Reissen der Wunde würden jedoch deutliche Gefahren darstellen. Wenn der Mediziner das schon so sagt......ist es wahrscheinlich eher ein Glücksfall, wenn man mit Sport keine Probleme bekommt.


    Tatsächlich habe ich über die Wundheilung hinaus zunächst noch weitere 2 Wochen gewartet, bis ich mit Sport anfangen wollte, aber gleich bei der ersten Sporteinheit habe ich einen sehr leichten Riss der Narbe feststellen müssen und dann erst mal schleunigst wieder 4 Wochen gewartet. Und wegen des dann wieder auftretenden Problems eines leichten Risses (dann aber nur noch oberflächlich) nochmal 4 Wochen. Seit dem gehts es, habe auch bewusst darauf geachtet, eine übermäßige Dehnung der Region zu vermeiden (beispielsweise nur gehen und nicht laufen auf dem Band). Mittlerweile kann ich wieder alles machen.


    Krankschreibung ist etwas, das stark vom Einzelfall abhängt. Ich habe einen Bürojob und sitze sehr viel. Außerdem musste ich nach Anweisung die Wunde 4x täglich ausduschen, was an meiner Arbeitsstätte nicht möglich war. Somit habe ich mit meinem Chef das Gespräch gesucht, war 2 Wochen krank und habe dann 5 Stunden täglich gearbeitet (ca. 4 Wochen), dann 6 weil ich mit 3x ausduschen auskam und nach 10 Wochen habe ich dann wieder voll gearbeitet.


    Lasst Euch als Menschen vor der OP von diesem Forum nicht erschrecken, sondern seht es als Warnung, vieles nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und gleich von Beginn an wirklich an der Heilung mitzuwirken.


    Grüße und beste Genesungswünsche an alle von

    Hallo alle zusammen,

    das mit den Calciumalginatkompressen kann ich, wie so mancher hier schon gelesen hat, nur bestätigen. Was die Kosten betrifft kann ich nur von der Schweiz reden, hier kosten sie nicht die Welt eine Zehnerpackung mit 5X5 grossen Kompressen kostet hier umgerechnet ca.25 Euro, das ist für manchen schon eine Menge Geld und in der Schweiz ist man auch noch privat versichert, das heisst man zahlt immer einen Eigenanteil + nochmals 10% Selbstbehalt. Aber ich finde es lohnt sich. Andere geben, für diesen Zeitraum in dem man diese Kompressen braucht, mehr Geld für Zigaretten etc. aus, oder nicht?


    Zur schnelleren Wundheilung empfehle ich immer noch Arnica D6 (ist ein homöophatisches Mittel) das hat bei mir super gewirkt und tut es immer noch. Mein Loch ist seit meiner OP am 19.12.05 schon soweit zu, dass ich statt zwei Kompressen nur noch eine halbe brauche. Das heisst ich hab von vier Zentimeter Tiefe jetzt gerade mal noch einen der zuwachsen muss und ich bin überzeugt, dass das Arnica da sehr gute Dienste geleistet hat und natürlich auch die sanften Verbandswechsel mit den beschriebenen Calciumalginatkompressen.


    Was den Sport betrifft, ist Hausarbeit tatsächlich nicht mit Eishockey zu vergleichen. Ich würde es, wenn ich du wäre, nicht machen, wie du das machst ist ja logischer Weise deine Sache, die Bewegungen und der Schweiss finde ich nicht mal das Hauptproblem, aber was ist wenn du unglücklich stürzt?


    Arbeiten gegangen bin ich erst nach vier Wochenund ich muss sagen, wenn ich gekonnt hätte, hätte ich damit noch gewartet, da ich abends nach einem Tag Arbeit scon ziemlich fertig bin und auch meine Wunde spüre, das heisst ich hab Scmerzen, einen ganzen Tag sitzen würde zum Beispiel auch immer noch nicht gehen, bin froh wenn ich nach einer halben Stunde Autofahrt bis zum Geschäft wieder aufstehen darf. Aber da ist ja jeder anders. Ich glaub das muss echt jeder für sich rausfinden.


    Genug "gequasselt".


    Gruss


    milusha

    Fistelgröße

    Hallo,


    ich hätte mal eine Frage, woher weis der Chirurg, wieviel Gewebe er um die Fistel herausschneiden muss?


    Ich hab hier im Forum jetzt schon von den unterschiedlichen Wundgrößen gelesen, das muss ja irgendwie mit der größe des "Fistelbaues" zusammenhängen.


    Grüße,


    Twin

    hi Twin

    während der OP spritzt der Doc eine blaue Flüssigkeit direkt in die Fistel. Die Flüssigkeit dringt in die Gänge ein und füllt diese aus. Alles was blau ist schneidet er weg.


    Gruß


    Simone

    5 Jahre und kein Ende in Sicht

    Hallo liebe Steissbeingemeinde.


    Auf den Seiten 4, 5, 12 und 21 kann man meine ersten Beiträge nachlesen wenn man möchte (muss ja nicht 8-) ). Ist ja wirklich so viel dazugekommen. Hoffe das es allen besser geht und die Heilung gelingt!


    Kurzfassung:


    2001 erste stationäre OP, Wunde heilt nicht, Narbe reisst ständig. Ertrage diesen Zustand bis 2003. Werde im Januar '03 wieder stationär operiert. Wunde heilt nicht und Narbe reisst wieder. Im April '03 erneute stationäre OP. Wunde heilt schlecht und wächst übel zusammen. Ambulante Korrektur-OP im Mai '03. Schlechte Wundheilung. Anätzung mit einem Höllenstein um die Wundheilung anzuregen. Wird nichts. In Verbindung mit Zinkbrausetabletten scheine ich die Lösung gefunden zu haben. Wunde schliesst sich anscheinend zum erstenmal seit 2001 richtig. Allerdings hält dieser glaube nur einen Monat. Danach reisst die Wunde ständig wieder auf. Nichts hilft. Psychisch schaffe ich es nicht mich nochmal auf den OP-Tisch zu legen. Gehe also nicht zum Arzt. Wunde reisst, will zugehen, doch reisst erneut usw.


    Denke mir "Nun ja, vielleicht zuviel Zug auf der Narbe in der unteren Pofalte". Habe mich vor drei Woche durchgerungen mal einen Kontrollbesuch bei einem Chirurg zu machen. Er meint folgendes: "Es ist keine Fistel zu erkennen, aber wenn die Wunde nicht zugeht muss wohl etwas da sein. Wir müssen operieren"


    Das heisst wieder radikal alles da hinten unten ausschneiden :-(


    Man kann mir angeblich erst nach der OP sagen ob da eine Fistel war oder nicht. Habt ihr da andere Erfahrungen, z.B. mit Ultraschall nicht offene Fistelgänge zu erkennen? Meine anderen Fisteln waren immer offensichtlich.


    Bin mir unsicher ob ich mich operieren lassen sollte. Wenn keine Fistel da ist, und die Operation umsonst war, dann weiss ich nicht wie ich reagiere. Mit dem Bewusstsein das die kommenden "Qualen der Wundversorgung", die Angst das etwas falsch zuwachsen könnte, durch hineinfallende Haare doch wieder eine Fistel kommt, und und und. Ich glaube ihr könnt das nachempfinden?


    Habe versucht mich durch die Beiträge durchzulesen und bin auf ähnliche Fälle gestossen, wo die Narbe reisst und die Wundheilung nicht voran geht.


    Hat jemand hier ärztlich "abgesicherte" Erfahrung im Umgang mit ständig reissenden Narben und einer dauerhaft erfolgreichen Lösung?


    Ich wünsche allen gute Besserung!


    zweifler

    @Zweifler

    Das hört sich ja richtig bitter an bei Dir :-o


    Also ich habe meine Wunde jetzt 1 Jahr.


    Ist mir auch schon bestimmt 3 oder 4 Mal wieder aufgerissen.


    Die letzten 2 Monate ca. gehts allerdings gut vorwärts.


    Das liegt daran,


    a) dass der Doktor mittlerweile jede Woche einmal mit ner Pinzette durch die Wunde geht und nach verirrten Haaren sucht (war vorher immer der Fall)


    b) ich mir mittlerweile 1x die Woche bis ca. 5-10cm umtern Hintern ALLES an Haaren wegrasiere (also auch vorne am Schritt, an den Beinen usw.).


    c) meine Mutter jetzt fast täglich mit Rasierer, Pinzette und Taschenlampe bewaffnet auf die Wunde guckt und so viele Haare wie möglich beseitigt.


    (Ob es jetzt nachwachsende oder lose vom Kopf sind spielt dabei keine Rolle).


    Also bei mir waren es allem Anschein nach wirklich NUR Haare.


    Also bin ich jetzt megapingelig was Vorbeuge usw. angeht und jetzt scheints zu funktionieren.

    Oje oje

    Also ich gehe mal davon aus, dass ich auch betroffen bin!


    Nun gut. Geht die Welt ja nicht von unter...oder doch???:-/ Das Hauptproblem welches ich sehe,ist folgendes: Mal angenommen ich befinde mich "noch" im Frühstadium, wovon ich mal ausgehe,das "DING" wird mir entfernt und alles ist soweit gut!


    1. Wenn ich mich nachts mal während des schlafens doch auf´m Rücken drehe,sterbe ich vor schmerzen??:-o 2.Wann kann man grob gesagt wieder arbeiten (schon körperlich schwer), wenn man wie gesagt ,schon im Frühstadium das machen lässt.


    Jetzt mach ich mich schon verrückt deswegen!!!


    Das schlimme ist, mein "Allgemeinarzt" konnte mir nicht wirklich sagen ob ich so´ne Fistel habe. Dann hab ich dieses Forum gelesen und anhand der von anderen beschriebenen Symtome (Schmerzen beim sitzen, ´ne Vertiefung am/über´m Steiss) gehe ich jetzt mal davon aus! Werde mich heute noch informieren wo sich so ein gescheiter Doc aufhält, der mir dann Klarheit verschafft.


    Falls ich doch nicht betroffen bin (die Hoffnung stirbt zuletzt), werde ich es euch wissen lassen. Ob betroffen oder nicht, ich wünsche allen eine zügige Genesung und alles Gute für die Zukunft*:)

    Hallo zusammen

    ich ehöre anscheinend zu den wenigen Ausnahmen, bei denen es so gut wie keine Komplikationen gibt, binseit fünf Wochen operiert, mein Loch, das mal die Masse 10x6x4 (L/B/T) hatte ist schon über die Hälfte zu. Mein Hausarzt hat heute morgen gemeint, dass ich wenn die Wundheilung so weitergeht in zwei Wochen fast alles vorbei sein müsste. Nur mit meinem genähtenLoch hab ich noch etwas Probleme, es geht immer wieder auf, da es an einer ungeschickten Stelle ist, ist aber nicht der rede wert.


    Es kann auch so gut gehen wie bei mir.


    LG


    milusha

    hey flachi *:)

    ich hab mich zwischendurch mal wieder eingebracht, jo.


    ich würd mal meinen, in abhängigkeit von körperlich anstrengenden jobs hab ich grad ne phase von heftiger narbenzickigkeit, die abstände zum arztbesuch sind seit 04.01. auf 3 wochen gelegt, wenn was sein sollte, natürlich früher. letzter befund ist ein leichtes einreissen der doch noch recht dünnen haut nach oben hin, ich weigere mich, mir watte in die rima ani (oder wie auch immer, wollte es "nett" ausdrücken) zu fummeln, weil das so unglaublich fusselt und bleibe erstmal weiter bei sorbalgon. doc ist der meinung, daß es gut sei, da noch was zwischen zu haben, was auch den schweiss ein wenig aufnimmt. ansonsten wiegesagt zickig. generell um einiges besser, gottseidank, aber auch die paranoia, ob da wieder was sein könnte, oder das nur verletzungen (in) der narbe sind. naja, ein fahrad werd ich mir im frühjahr 2006 jedenfalls noch nicht kaufen gehn ! :-)


    weiter gehts...

    @rausdamit

    Hallo !


    Da wir ja so ziemlich gleichviel OPs hintereinander hatten und die gleiche Problematik mit dem Einreissen hatten, will ich Dir mal einen Tipp geben. Wenn es bei Dir schon soweit verheilt ist, daß die Wunde geschlossen ist, und nur manchmal ein bischen einreisst, kaufe Dir eine Narbensalbe "Contractubex". Die ist zwar schweineteuer, wirkt aber Wunder. Ich benutze sie seit März, und habe seitdem RUHE. Kein zwicken der Narbe mehr, kein Einreissen mehr, manchmal kann ich die Narbe sogar mal für ein paar Tage vergessen. Die Narbe bildet sich dadurch sogar zurück und ist sehr geschmeidig. Zusätzlich geht meine Frau alle 2 Wochen mit einer Nagelschere dabei und schneidet mit nachgewachsene Haare weg. (Kein Haarentfernungsgel etc. das reizt die Haut nur unötig) Und ich lege mir auch nix mehr zwischen die Pobacken. Dieses scheuert nur unnötig an der Wunde. Ich lasse mir aber trotzdem noch täglich von meiner Frau die Narbe begutachten. Weil ganz trauen tue ich dem Frieden noch nicht. Also ! Contractubex kaufen und Geduld haben. Es wird dann schon.


    P.S. Ich bin mir sicher, daß es diesmal geklappt hat, weil ich entgegen Meinung der Ärzte bis zum Schluß tamponiert habe. Selbst als ich noch 1/2 mm goßes Loch hatte. Immer was reingesteckt. Also ein Hautüberwachsen ausgeschlossen. Und ich bin mir sicher, daß in der Vergangenheit mich die Ärzte viel zu früh als geheilt entlassen hatten. Na ja, viel Glück noch


    Gruß


    Flachi