Hallo. Ich hab auch Probleme am Steissbein. Dort haben sich bei mir Eiterkrater gebildet.


    Diese Woche Dienstag waren die Beulen am Steissbein noch relativ klein, taten aber weh. Sie waren lediglich rot.


    Dann hab ich noch einen Tag gewartet und am Abend des Mittwochs hatte ich grosse Schmerzen und bin am Donnerstagmorgen zum Hausarzt gegangen. Diagnose:


    Abszess am Steissbein


    Mein Arzt meinte, ich müsse zum Unfallchirurgen. Vielleicht müsse man das aufschneiden. Ich ging also direkt zum Unfallchirurgen und wollte mich untersuchen lassen. die Warteschlange war sehr lang und ich hab plötzlich SCHISS bekommen! Aufschneiden?!? Nie und Nimmer!!! Ich hab sofort den 5ten Gang nach Hause geschaltet.


    Ich hab dann im Internet folgenden Artikel gelesen:


    Grundsätzlich sollte man, entgegen althergebrachter Meinungen, keinen Abszeß, Furunkel oder Karbunkel aufschneiden, um den Eiter zu entfernen.


    (Quelle: http://www.deam.de/krank/00004.htm)


    Ich hab mir dann Teebaumöl besorgt. ab und zu hab ich das dann verwendet. In regelmässigen Zeitabständen hab ich dann sie Salbe "Ichtholan 20%" auf meine Stelle geschmiert. Kurz vorm Einschlafen hatte ich dann grausame Schmerzen. Ich nahm dann eine Schmerztablette und konnte dann einschlafen. Als ich dann aufwachte sah ich, dass das ganze Eiter rausgekommen ist. Die Beule war weg und ich hatte keine Schmerzen mehr.


    Ich bin dann wieder zum Hausarzt gegangen, damit er mir ein Antibiotikum verschreibt. Er tat dies aber nicht, sondern schickte mich wieder zum Chirurgen. GRRRRRR!!!


    Bin dann halt sicherheitshalber heute zum Chirurgen gegangen. Der schaute sich die Wunde an, und sah, dass die Stelle dich vom Eiter schon entleert hatte. Er meinte aber, dass man trotzdem die Stelle operieren müsse. Ich bekam dann wieder Panik. Die Assistentin gab mir einen OP-Termin für kommenden Montag. Nun hab ich echt Muffensausen!


    Ich hab grad KEINE Schmerzen! Soll ich trotzdem hingehen und mich aufschneiden lassen??? Jetzt ist doch alles ok. Was soll ich machen?

    Zur schnelleren Wundheilung kann ich nur Arnica D6 3X am Tag sechs Kügelchen empfehlen. Bei mir sind es jetzt drei ein halb Wochen her seit meiner OP und mein genähtes Loch ist schon bis auf zwei Milimeter zu und das offene Loch das auch so gross wie ein Pfirsich war, ist jetzt schon zur Hälfte zu und war nicht entzündet und ohne Schmerzen. Ich empfehle auch jedem das Loch mit Calciumalginat-Kompressen auszufüllen (Firma Lohmann und Rauscher, sie heissen Suprasorb) die bilden mit der Wundflüssigkeit ein Gel, das trocknet nicht und tut beim Verbandswechsel auch nicht weh. Genug gelabert, ich denke jeder wird den besten Weg für sich finden. Allen gute Besserung.


    Bis dann


    milusha

    Hallo jaccoman

    ich würde mich an deiner Stelle sofort operieren lassen. Ich hatte auch mega Angst vor der OP, wie glaub ich fast jeder normale Mensch hat. Bei mir war auch Eiter und da muss man auf alle Fälle operieren, da der Eiter auf sämtliche umliegende Organe und Knochen übergreifen kann.Ich will dir sicher keine Angst machen aber es wäre wirklich irre wenn du das ignorierst. Dass du keine Schmerzen mehr hast ist logisch, da der Druck jetzt weg ist. Die Zeit nach der OP ist sicher auch nicht wirklich prikelnd da du nur auf der Site oder dem Bauch liegen darfst aber das ist allemal besser als mit seiner Gesundheit zu spielen. Das ist nicht böse gemeint sondern nur eine ehrliche Meinung von jemandem der es schon hinter sich hat und ganz froh darüber ist.


    Gruss


    milusha

    jaccoman

    op... asap (as soon as possible)


    und das "nicht aufschneiden zum entfernen" ist eine meinung. mehr nicht. ist doch sehr schmerzhafter unsinn, täte man nichts im akuten zustand. sorry, aber so seltsam die medizin manchmal ist, aber so sadistisch in unserem jahrhundert nun auch wieder nicht. wenn der notfall ein notfall ist, wird ohne wenn und aber operiert und der ganze bereich gereinigt. ist dann ggf. ne sauerei, um die das op team nicht zu beneiden ist, aber es geht in erster linie um schmerzlinderung und entlastung. und natürlich auch um ausräumung der fistel. ohne "abfluß" gibt es definitiv großen ärger und es droht - auch das wurde schonmal erwähnt, nur ganz nebenbei - eine sepsis (blutvergiftung). ich HABE die sache ein paarmal rausgezögert und den eiter abfliessen lassen und bin jahre(!)lang mit einem plaster auf dem "pickel" rumgelaufen, daß es mir nicht die unterhose einsaut, wenn was kommt. alleine den gedanken daran find ich heute sehr befremdlich. und auch mit ichtolan hab ich experimentiert... vergiß es. zum aufschneiden noch ne sache: wie stehst du denn zu einer appendizitis ? eitrig auch ? nicht auf- / wegschneiden ? hey, die bekommen einen durchbruch mit einer sehr realen überlebenschance für den patienten heute durch lavage (wenns sein muß, mehrfach) wieder hin. auf gut deutsch: die machen die sauerei dann einfach sauber, indem sie deinen darm teilweise rausholen und da mal mit warmem wasser gut durchspülen.... man würde sonst schlicht sterben. sorry, zurück zum sinus p. - ich hatte halt beide vergnügen zeitgleich aufeinander folgend: du hast glück gehabt. erstmal. die sache kann auch mit hohem fieber sehr ernst enden. also op ohne wenn und aber.


    nochwas: man kann, darf und soll (gerne) auf dem rücken liegen. direkt auf der wunde. jawoll. ;-) in den ersten zwei tagen nach op wird das recht gerne gesehen, da die kompression zur blutstillung recht gut beiträgt. ganz nach geschmack und schmerzempfinden halt. aber kein dogma...


    gute besserung und sammel deinen mut zusammen. op !

    Vielen Dank für eure Beiträge

    Erstmal vielen Dank für eure Beiträge, das bedeutet mir wirklich sehr viel, da ihr das schon hinter euch habt und ihr mir Ratschläge geben könnt.


    Nun habe ich noch Fragen:


    Sind euch Fälle bekannt, wo diese Fisteln nie wieder gekommen sind, obwohl man NICHT operiert hat?


    Ausserdem hab ich Montag einen OP-Termin bei einem Unfallchirurgen, den ich aber gar nicht kenne! Wie erkenne ich, dass er die Sache drauf hat? Ich hab schon oft lesen müssen, dass man zu einem guten Chirug gehen sollte.


    Sollte ich den Termin absagen und lieber zu einem Spezialisten gehen, oder ist dies eher ein Routineeingriff für jeden Chirurgen? Hab weniger Angst vor den folgenden Schmerzen als vor den Händen eines ungeschickten Chirurgen!

    laß dich operieren. besser is dat. hatte über acht jahre meine fistel. wurde immer größer. nun entfernt u ich habe keine schmerzen mehr. war auch bei einem normalen chirurgen den ich nicht kannte u er hat das wirklich gut gemacht. das loch ist natürlich am anfang sehr groß u man sollte sich sehr schonen aber nach ein paar wochen wächst es langsam zu. die schmerzen die nach der op auftreten können sind nicht zu vergleichen mit den jahrelangen schmerzen u einschränkungen der fistel. so war es zumindest bei mir. hatte auch immer total angst aber bin jetzt froh das meine beule weg ist. das loch war am anfang schon ekelig an zu schauen aber man gewöhnt sich dran. dauert bis es zu ist zwar wochen oder monate aber danach hast du ruhe. nicht mehr warten, zu gefährlich. und dein arzt weiß schon zu welchem chirurgen er dich schickt. viel glück deine fistelusch.;-)

    Arzt in Berlin?

    Liebes Forum,


    bin ganz ehrfürchtig vor der hier versammelten Fistel- und Abszesskompetenz. Leide gerade (wieder) unter so einer Beule und würde OP, wenn es geht, gern vermeiden. Nun wohne ich seit kurzem in Berlin, Prenzlauer Berg - und wollte fragen, ob jemand einen kompetenten, möglichst auch naturheilkundlich arbeitenden Arzt kennt, den er/sie empfehlen kann. Wäre sehr dankbar für baldige Rückmeldung.

    Hallo Neuberliner

    ich muss mich gerade ernsthaft fragen, wie genau du hier gelesen hast. Es ist wirklich nicht böse gemeint aber auf deine Frage wird den wenigsten was einfallen, zumal hier kein Text steht, dass einer von uns, die wir diese Fistel zum Teil auch schon "mal wieder" hatten es ohne OP wegbekommen hat. Mit Antibiotika wirst du schon kurzfristig Erfolg haben weil dadurch die Entzündung, die durch den "Fremdkörper" (Haar) aufgetreten ist verschwindet, aber die Fistel und das Haar bleibt, also kommt auch die Entzündung, die Schmerzen immer wieder, solange die Ursache nicht beseitigt wurde. Nach der OP kannst du gut und gerne auf die Homöopathie zurückgreifen, das hab ich auch gemacht, zur schnelleren Wundheilung und Entzündungshemmung der offenen Wunde, aber das "Ding" muss raus, da hilft alles Schönreden nichts und das hast du hier gewiss schon in fast jedem Text gelesen. Sei mir nicht böse.


    milusha

    Hi,


    Hab bei mir auch ein Loch hinten entdeckt. (bin 18) Es ist recht winzig (Glück gehabt, dass mir das überhaupt aufgefallen ist!)


    Hab hier ja schon gelesen, dass das auf jeden Fall wegoperiert werden muss.


    Meine Frage?


    Wird das wieder zugenäht? (hab gelesen dass das manchmal bis zu einem Jahr dauert wenn es nicht zugenäht wird!?!)


    Wie lange braucht die Heilung dass man wieder normal Laufen und weggehen kann?


    Ich werde morgen zum Arzt gehe und schauen was er dazu sagt.

    @Brumi

    Schon mal ne gute Entscheidung direkt zum Arzt zu gehen, kann nur von Vorteil sein :)^


    Also bist Du wieder normal laufen kannst dauerts vielleicht 1-2 Wochen.


    (Du kannst vorher auch laufen nur merkst Du es dann halt noch.


    Beim Sitzen wirds schon schwieriger.


    Bei mir hats da zwar auch nur ein paar Wochen gedauert, aber das hängt wohl auch viel von der Person ab.


    Falls du mit "weggehen" "einen Saufen" meinst dann würde ich damit auf jeden Fall div. Wochen/Monate pause machen.


    Ich habe so ca. 6-7 Wochen nach der OP wieder angefangen mit Disco/Kneipe/usw.


    Teilweise hat es keinerlei auswirkungen gehabt, teilweise aber auch arg negative, also solltest Du kein Komasaufen oder sowas betreiben.


    Und Schnaps kommt auch nich so gut.


    Das sind zumindest meine Erfahrungen.

    Habs jetzt hinter mir!

    Heute wurde ich operiert. Die Operation verlief wohl ganz gut. Gedauert hat das ganze sehr kurz, also ca. 2-3 Minuten. Es wurde auch ein Haar mit rausgeschnitten. Meine Wunde ist mit 2cm relativ klein. Vorraussichtlich, so Gott will, bin ich in 4-6 Wochen wieder 100% heil.


    Sitzen kann ich relativ gut, legt vielleicht an der Betäubung, obwohl die OP schon 3,5 Stunden her ist.


    Ich bin froh, dass ich es hinter mir hab. Hab noch Schmerztropfen bekommen, falls ich schmerzen haben sollte.


    Vielen Dank an die User des Forums, dir mir Ratschläge gegeben habe. Da ich nun zum "Club der operierten Steissbeine" gehöre, werde ich versuchen, meine Erfahrungen hier zu posten und stehe für Fragen gerne zur Verfügung.

    frage an jaccoman

    hey du!


    hab seit weihnachten auch so ne fistel. es tut zwar nicht mehr weh, ist aber dennoch irgendwie ein unangenehmes gefühl, wenn man weiss, dass da was ist, was sich jederzeit wieder entzünden kann.


    bei wem hast du deine fistel denn entfernen lassen? beim chirurgen? kannst du ne normale hose anziehen, oder ist der verband riesengross?? wie sollst du deine wunde jetzt behandeln? mit mullbinden ausstopfen?


    wär voll lieb, wenn du kurz was dazu schreiben könntest, hab nämlich obachen schiss vor ner op....


    glg*

    Hallo vera2006

    Ich habe mich in einer Praxis von einem Unfallchirurgen operieren lassen. Ich bekam eine örtliche Betäubing und habe nix gespürt. Das einzige was ich gespürt habe, war die Betäubungsspritze, war aber auch nicht schlimm.


    Ich kann ganz normal meine Hose anziehen, brauche aber etwas Hilfe von meiner Mutter.


    Mein Verband ist nicht sehr gross, ich würde sagen so gross wie eine CD-Hülle.


    Ich kann immer noch den Umständen entsprechen sehr gut sitzen und liegen.


    Ich hatte auch sehr grosse Angst vor der OP (Lies mal die letzten 2 Seiten hier ;-))


    Ich habe vor der OP noch mit der Arzthelferin gesprochen und habe ihr gesagt, dass ich zur Zeit überhaupt keine Schmerzen habe, da vo 2 Tagen die Stelle aufgeplatzt ist. Sie meinte, dass es viel angenehmer für Patienten ist, wenn sie das Steissbein operieren lassen, wenn sie KEINE Schmerzen dort haben, und sich das Eiter vorher schon entleert hat.


    Ich hatte Angst, dass ich umsonst gehe, da ich ja keine Schmerzen habe. Der Arzt sagt aber dasselbe wie die USer im Forum:"Wenn du dich nicht operieren lässt, dann kommt die Entzündung immer wieder!"


    Ich hatte echt keine Lust die fürchterlichen Schmerzen der letzten Woche nocheinmal durchzumachen, und habe mich dann halt operieren lassen. Zum Glück, da ja bei der OP tatsächlich ein Haar entfernt wurde!


    Zu deiner Frage, wie ich die Wunde behandeln muss:


    Ich hab da noch keine Ahnung. Ich muss ja sowieso morgen wieder zum Arzt. Der wird dann wohl das Verband und die Tamponade wechseln (Hab wieder Bammel).


    Der Arzt wird mir bestimmt sagen, was ich noch machen muss. Ich muss ja die ersten Tage jeden Tag beim Arzt erscheinen, wegen dem Verband und so.


    Ich hoffe ich konnte etwas helfen.