@Hetty

    Hallöle Hetty,


    sind wohl beide gleichzeitig online in diesem Forum. Danke für deine Beiträge. Auch wenn eine Analfistel was anderes ist als eine Steißbeinfistel, aber Fistel beleibt Fistel. Und dank dir werde ich beim nächsten Mal einen Sitzring ausprobieren.


    Ja also helfen würde ich dir gerne. Aber dir passiert genau das was ich vorher auch bei anderen gelesen hatte und wovor ich am meisten Angst hatte: Die Wunde heilt einfach nicht ab.


    Ich weiß darüber nicht viel, aber es hat auch schon andere in diesem Forum gegeben die sowas erlebt haben. Deren Beiträge stehen hier noch drin und du solltest dich über die angegebenen Email-Adressen direkt mit ihnen in Verbindung setzen. Schau mal ein paar Seiten zurück.


    Vielleicht das diese Personen mehr dazu wissen. Ich erinnere mich das eine Betroffene zuerst gleiche Probleme hatte wie du, letztendlich die Wunde aber doch angeheilt ist. Ich meine sie hat auch was zur Behandlung geschrieben.


    Tut mir Leid das ich nicht wirklich weiter helfen kann. Aber mein Wissen beschränkt sich zum größten Teil auf die Sachen die sich auf meinen eigenen Erfahrungen beziehen. Aber es hat mehrere Personen in diesem Forum gegeben die ähnliche Probleme hatten. Wenigstens das weiß ich noch.


    Viel Glück und eine endgültige Wundgenesung,

    @maurice und an alle die es brauchen!

    Hallo ebenfalls,


    danke für Deinen Tip. Werde mich mal weiter umsehen. Ich hoffe doch für Dich, daß Du keinen Sitzring brauchen wirst! :-)


    Solltest Du es dann doch müssen, ein Hinweis: Probier ihn im Laden aus. Es gibt verschiedene Größen für unterschiedliche Gewichte. Es kommt dann auch darauf an, wo der Schnitt ist. Bei mir war der genau da wo man drauf sitzt und wo der Ring ein Loch hat. Also recht praktisch. Sogar Autofahren geht damit super.


    Ich glaube, was viele hier auch brauchen sind aufmunternde Worte, daß man nicht alleine ist und vorallem Zuspruch. Zumal wenn man wie ich glaubt, alles falsch gemacht zu haben. Zu spät zum Arzt, falschen Chirugen erwischt, zu früh arbeiten gegangen, braucht man das besonders. Vielen Dank hiermit auch an alle, die immer wieder nette Worte finden. Schuldgefühle was verkehrt gemacht zu haben hat man schon genug.


    In diesem Sinne


    an Dich und alle, alles Gute

    Hinweis auf einen fachwissenschaftlichen Link

    Hallo, allerseits,


    zunächst einmal vielen Dank an Endless81 und nochmals an Maurice für die wiederum hilfreichen Ausführungen. Ich möchte heute auf die meines Erachtens beste Abhandlung zum Thema hinweisen, die es im Internet gibt. Es handelt sich um die Ausführungen zum Pilonidalsinus (also zur Steißbeinfistel), die in den "Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft" enthalten sind. Man findet sie unter


    http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/derm-013.htm


    Dieser Artikel ist (eben weil er von Fachärzten verfaßt wurde) wirklich sehr lesenswert. Allerdings könnten die vielen darin vorkommenden Fremdwörter und Fachausdrücke auf den ersten Blick etwas abschreckend wirken. Deshalb füge ich jetzt mal eine Liste der wichtigsten Fremdwörter, die in jenem Artikel vorkommen, an, um Leuten, die daran Interesse haben, die Lektüre etwas zu erleichtern (die Reihenfolge entspricht der Reihenfolge, in der die Wörter dort erscheinen):


    subkutan - unter der Haut befindlich


    Synonyme - gleichbedeutende Wörter


    asymptomatisch - ohne Symptome verlaufend


    abszedierend - eiternd


    Ätiopathogenese - "Entstehungsbedingungen"


    multifaktoriell - auf vielen verschiedenen Ursachen beruhend


    Nates - Gesäß


    Adipositas - Fettsucht


    Rima ani - Gesäßfalte ("Poritze)


    interdigital - zwischen den Fingern


    Spontanperforation - plötzlicher Durchbruch


    maligne - bösartig (d.h. Krebs)


    Meningitis - Gehirnhautentzündung


    Histologie - Wissenschaft vom Körpergewebe


    Epithel - Hautschicht


    Inspektion - Betrachtung


    Palpation - Betasten


    Sondierung - Ansetzen einer Sonde (Ultraschall?)


    Primärporus - das zuerst entstandene Löchlein


    differentialdiagnostisch - um Verwechslungen zu vermeiden


    Toxizität - Giftigkeit


    Exzision - Herausschneiden


    Rezidivquote - Rückfallquote


    Sakralfaszie - hier wohl: die Oberfläche des Knochens


    Antibiose - Verabreichung von Antibiotika


    Zirkumzision - "Drumherum"-Schneiden


    Rezidive - "Rückfällige"


    Ich melde mich dann spätestens wieder, sobald ich etwas zu berichten habe, was von allgemeinen Interesse sein könnte.


    Viele Grüße an alle! Johannes

    @Hetty und Johannes

    Also nun mal wirklich Hetty. Ich glaube nicht das du irgendwas falsch gemacht hast. Ein bisschen Glück braucht halt auch jeder. Den falschen Chirurgen hätte jeder erwischen können.


    Zu spät zum Arzt? Ich war erst nach ... äh ... 10 Jahren (glaube ich) beim Arzt. Und mir geht es jetzt auch wieder gut. So schlimm war es dann doch nicht.

    Zitat

    An alle anderen: Geht trotzdem so früh wie möglich zum Arzt. Ich hatte nur Glück!

    Zu früh arbeiten gegangen? Wäre ich nicht erst um 18 Uhr entlassen worden, wäre ich am gleichen Tag wieder Arbeiten gegangen. So musste ich bis zum nächsten Tag warten. Da habe ich aber im Stehen weiter gearbeitet, denn sitzen (ohne Ring) ging da nicht (Bürojob). Trotzdem verlief meine Heilung optimal.


    Und nun sag mir bitte nochmal was du falsch gemacht haben sollst? Das kann es nicht gewesen sein! Mach dich jetzt nicht selber verantwortlich für den Scheiß. Die Ärzte wissen noch nicht mal woran es liegt. Also ist es nichts offensichtliches! Ich denke mal du hast einfach eine Pechsträhne erwischt.


    Vielen Dank aber nochmal für den Tipp mit dem Sitzring. Ich werde es nicht vergessen und hoffen ihn nie mehr brauchen zu müssen.


    Johannes kann ich nur danken für die gute Recherche. Die Seiten die du gefunden hast sagen fast alles. Echt nur empfehlenswert für alle andere! Und auch für die Arbeit mit dem Übersetzen. So wird der Text für alle verständlich.


    Ich kann nur hoffen das es noch mehr Beiträge von euch beiden und den vielen anderen die hier schon wertvolle Tipps gegeben haben, in Zukunft geben wird. Dann wird dieses Forum für jeden erst wertvoll!

    Warum aufschneiden aber nicht operieren?

    Hallo nochmals!


    Heute ist absolut mein Tag glaube ich. Ich habe soeben den Artikel den Johannes gefunden hat und oben als Link aufgenommen hat, aufmerksam gelesen.


    Und da fand ich eine Antwort auf eine häufig gestellte Frage oder Bemerkung. Einige haben berichtet das die Fistel lediglich gespalten (= aufgeschnitten) wurde und nicht wie sonst komplett heraus operiert wurde. Das konnte ich bisher auch nicht verstehen. Aber siehe da:

    Zitat

    Methode der Wahl bei der akut abszedierenden (=eiternden) Form ist die Operation: Nach völliger Enthaarung der Region wird der Abszess - möglichst in Vollnarkose - abgedeckelt (=gespalten), um eine wirksame Drainage einzuleiten. Die radikale Exzision (vollständige Entfernung der Fistel) sollte noch nicht erfolgen, da die Rezidivquote in diesem Stadium bei 41% (18) liegt.

    Darin liegt also der Grund für diese Spaltungen. Bei akute eiternden Fisteln ist die Gefahr zu groß die Fistel in einem "Arbeitsschritt" zu entfernen. Man hat dann eine 60:40 Chance das die Fistel wiederkommt.


    Wenn die Fistel wieder abgeklungen ist kann man sie vollständig herausoperieren. Dazu werden die immer wiederkehrenden 3 Methoden im Artikel beschrieben.


    Was mir dabei wieder auffiel ist die Verdoppelung der Rezidivrate bei Wundverschluß. Bei offener Wunde liegt die Chance auf Wiederholung bei circa 10%. Bei verschlossener Wunde bei gut 20%!


    Das sollte man noch wissen bevor man sich operieren lässt!

    Re

    Puhh wurde heute viel geschrieben. Leider hab ich kaum Zeitalles so genau zulesen. Zu dem was hängen geblieben ist, schreibe ich nun mal:


    Einen Sitzring brauchte ich keinen. Mein Sinus saß so weit oben, dass der nichts genutzt hätte.


    Ich lief 8 Jahre damit rum. Ich denke ein Aufschub von 3 Monaten ist ok. Aber das muss letztendlich der Arzt entscheiden.

    @ Maurice:

    Mein Arzt sagte, ich solle mich nach dem Heilprozess nicht regelmäßig rasieren. Die kurzen Haarstoppel würden ein Einwachsen begünstigen. Dafür spüle ich die Ritze morgens und abends immer aus.


    Dass eine akute Fistel nicht sofort entfernt werden soll, macht mich etwas nervös. Aber damals vor 8 Jahren sagte der Arzt, ich solle in 2 Wochen wiederkommen, wenn die Schwellung wieder abgeklungen wäre. Ob da was dran war. Im August bin ich jedenfalls sofort unters Messer gekommen. Naja, abwarten. Momentan bin ich beschwerdefrei. Das zählt.


    Eins ist aber sicher. Wir sind Laien. Viel mehr wie Erfahrungsberichte können wir kaum zum besten geben. Auch wenn ein Sinus wohl unter den Ärzten als leicht diagnostizierbar und einfach zu operieren gilt. Also nicht alles auf die Goldwage legen, was hier steht, auch wenn alle auf mich einen sehr ernsthaften und hilfsbereiten Eindruck machen.


    Jetzt aber nochmal zu mir.


    Meine OP ist 4 Monate her. Längst ist die Wunde zu. Trotzden reißt in der Mitte der Pofalte immer wieder ein ganz kleiner Teil Haut ein und juckt. Dann wächst es wieder schnell zu. Nach ner Woche das selbe Spiel. Kennt ihr das?


    Ansonsten hab ich keine Probleme mehr.


    Noch ne kurze bitte. Wenn ihr "befallen" seit, geht zum Arzt. Es ist wirklich nicht so schlimm. Ausser dem Verbandswechsel, hatte ich keine Schmerzen.


    Viele Grüße vom Biernot.

    Das Thema kennen alle oda?! =)

    Tja ich bins auch nochmal ihr Lieben =)


    Ich wollt nur schnell vom heutigen POSITIVEN Verbandswechsel berichten: 6. Tag nach der OP: Es hat sich total verbessert, es hat innerhalb eines Tages der Heilprozess richtig Gas gegeben und die Wunde ist n ganzes Stück kleiner geworden! Meine Mutter UND der Arzt haben es gesehn und beide waren erstaunt! Kaum zu glauben was in 24h alles passiert! Toll, der menschliche Organismus! Ich finds echt erstaunlich und kaum zu glauben! Psychisch gehts mir jeden Tag besser und bei dem Gedanken daran dass ich bisher nur gute Erfahrungen mit dem Wundheilungsprozess meiner bisherigen Wunden hatte gehts mir gleich besser :-) Ich berichte weiter =)


    Eure Cindy *kuss*

    Ein kleines Geschichtlein

    Hallo zusammen!


    Zunächstmal möchte ich sagen, daß ich wahnsinnig froh bin dieses Forum und Euch gefunden zu haben, denn man fühlt sich dann nicht mehr ganz so allein mit diesem verflixten Mistding am Steiß!:-D


    Also, ich bin 27 Jahre alt (weibl.) und bei mir ging es letztes Jahr im April los...


    Mir wuchs ein unwahrscheinlich schmerzhafter und dicker Pickel am Hintern, genauer gesagt am so gennannten Steg. Es war allerdings nur eine Rötung zu sehen.3 Wochen habe ich mich damit rumgequält, weil ich mir dachte, daß mich der Arzt auslacht, wenn ich ihm wegen einem Pickel einen Besuch abstatte. Naja, nach 3 Wochen dann ließen die Schmerzen langsam nach, aber es blieb noch immer ein Knubbel. Also, ab zum Hausarzt, der mit Worten wie "Oh, oh!" und "Wie lange die eigentliche Wundheilung dauert, sage ich Ihnen am Besten erst beim nächsten Mal" den VERDACHT auf Steißbeinfistel äußerte. Naja, hab ich mir gedacht, so schlimm kann das doch eigentlich nicht sein. Ich bin gegangen mit der Anweisung wiederzukommen, sobald es wieder dick wird. Außerdem solle ich nicht heiß baden (meine Lieblingsbeschäftigung bis dato), nicht in Urlaub in den Süden... Okay, kein Problem, bei mir drehte sich alles nur um den anstehenden Umzug. Ich habe mir also nicht allzu große Gedanken gemacht, da ich von einer Fistel noch nie etwas gehört hatte, war allerdings doch etwas beunruhigt, weil der Arzt so komische Äußerungen gemacht hat ("Das ist keine angenehme Sache") hat. Aber es war ja nur der Verdacht auf Steißbeinfistel!


    Leider machte sich meine Fistel immer wieder mal bemerkar (vielleicht alle 4 Wochen für ein paar Tage), sodaß ich doch immer wieder daran errinnert wurde, daß da an meinem Steißbein etwas ist... Es wurde allerdings nicht mehr dick, sondern tat einfach nur beim Sitzen weh. Also, so schlau wie ich wahr, habe ich mir bei jedem Mucks von dem Mistding einen Kühlakku draufgelegt - denn ich sollte ja Hitze meiden, sagte mein Arzt. Half nur leider garnichts. :o(


    Die Schmerzen kamen immer öfters und ich fing an Bekannte zu fragen, die mit so etwas schon Erfahrungen gemacht haben. Ich hörte die tollsten Dinger! Wundheilung von mehreren Monaten??? Ich traute meinen Ohren nicht! Aber was soll´s: versuchen weiter zu ignorieren und zu hoffen, denn meine Bekannten hatten diese Informationen auch nur von einem anderen Bekannten, der jemanden kennt usw. Da werden schonmal schnell aus 2 Wochen mehrere Monate...


    Trotz alledem wurden die Abstände der Schmerzen (noch immer ohne neue Schwellung) immer kürzer. Es war soweit, daß ich schon keine Jeans mehr anziehen konnte, weil sie am Hintern zu eng saß und sich am Abend wieder das Mistding meldete. Auch angelehnt sitzen war auf einmal nicht mehr drin. :oD


    Dann brachte mich meine Freundin auf die Idee mal im Internet nach diesem Thema zu suchen, da ich mich ja noch nicht wirklich damit auskannte. Gesagt - getan! Ich habe auf Anhieb diese Seite gefunden (ca. 1 Monat her) und habe wirklich jeden Artikel innerhalb von 2 Tagen gelesen... Das hätte ich vielleicht lieber nicht tun sollen, denn so niedergeschlagen war ich schon lange nicht mehr! Aber ich habe immernoch gehofft, daß es bei mir keine Fistel ist, denn es hat nie genässt (weder Eiter noch Blut) und man sieht auch äußerlich nichts. Dann allerdings habe ich mich vor dem Spiegel verrenkt und einen stecknadelgroßen Außgang entdeckt - OH NEIN! Also, soll es wohl doch so sein! Na prima! Totale Niedergeschlagenheit kam über mich -sowie die pure Angst!


    Ihr kennt es doch bestimmt auch, wenn Freunde und Eltern sagen:


    " Ach, das ist doch gar nicht schlimm!"


    "Du hättest Dir das alles garnicht durchlesen sollen, die übertreiben doch sowieso alle!"


    " Ja klar, als wenn sie dir soooo eine große offenen Wunde verpassen und dich dann nach Hause schicken!"


    "Nur warte doch erstmal ab. Vielleicht hast du ja etwas ganz anderes!"


    "Was willst Du denn erst machen, wenn du mal ein Kind gebären mußt?"


    USW. :-(


    Ich wurde sauer, fühlte mich irgendwie alleingelassen und vergrub mich in Selbstmitleid (tut machmal gut :o) ).


    Dann, vor ca. 3 Wochen fing es wieder an... Es bildete sich ein neuer dicker "Pickel" weiter oben am Steiß! Schmerzen! Also, neuen Termin beim Hausarzt gemacht (2 Wochen später, weil er Urlaub hatte) und mit Angst und Magenschmerzen daraufhin gefiebert. Vorsorglich habe ich schon mal ein paar neue Jogginhosen gekauft, für den mit Sicherheit bevorstehendne Krankenhausaufenthalt (arbeitstechnisch zur Zeit total ungünstig).


    Mein Hausarzt war total verdattert, daß ich glaubte ich habe eine Steißbeinfistel! Er könne nichts derartiges sehen!!! Er habe letztes Jahr nur den Verdacht geäußert!! Ich solle den Kubbel einfach wegmassieren lassen!!!! Ich dachte ich höre nicht richtig!!!


    Also, neuen Termin bei dem Hausarzt von meinem Freund gemacht! Und wieder mit Angst und Bangen auf den Termin gewartet. (Vielleicht ist es doch keine Fistel?)


    Der schaute einmal drauf, und schickte mich direkt, ohne über Los zu gehen, zum Chirurgen.


    So, nun habe ich Tabletten verschrieben bekommen (Skid) und muß am Freitag wieder hin. Er meinte, es gibt halt nur die Möglichkeit der offenen Wundheilung und daß es leider einige Wochen dauert, bis sie die Wunde zugeheilt ist. Er würde es in der Praxis machen - mit Narkose. Anschließend könnte ich nach Hause.


    So, nun habe ich einige Fragen:


    Kann es sein, daß ich mehrere Fistel habe, da ich den neuen Pickel viel weiter oberhalb des letzten bekommen habe?Oder ist es ein großer?


    Wie schlimm sind die Schmerzen bei einer offenen Wundheilung?


    Kann ich Hosen tragen, oder nur Jogger?


    Kann ich schmerzfrei laufen und liegen?


    Ab wann kann man wieder sitzen?


    Nach wieviel Tagen bzw. Wochen konntet Ihr wieder zur Arbeit? (Bürojob)


    Ist der Verbandwechsel immer schmerzhaft?


    Ist das Ausspülen schmerzhaft?


    Ist es schmerzhaft auf die Toilette zu gehen?


    Auf gut Deutsch: Ich habe Angst vor den Schmerzen und der lagen Wundheilung! Ich bin ziemlich schmerzempfindlich!Kann mir jemand diese Angst nehmen?


    Ist eine ambulate OP zu empfehlen? (Ich weiß, daß Maurice eine hatte. )


    Kann ich meiner Mutter wirklich zumuten, den Verband zu wechseln, wo ich schon eine wahsinns-angst vor dem Loch habe? Mein Freund ist ausgerechnet seit heute zur Reha.


    Ich hoffe jemand hat sich die Mühe gemacht meine "kleine" Geschichte zu lesen und kann mir antworten und mir die Angst etwas nehmen. Auf jeden Fall hat es gutgetan sich mal alles von der Seele zu schreiben. :-D


    Vielen Dank an alle in diesem Forum! ;-)

    Ach ja!

    Achja, mein EHEMALIGER Hausarzt meinte auch noch: "Eine Fistel ist das beschissenste was man kriegen kann!"


    Macht Mut, hmm???!!!


    Nachdem ich ja nun auf seine Anweisung hin auch 1 1/2 Jahr schön meinen Hintern mit Kühlakkus gekühlt habe und auf die Badewanne kpl. verzichtet habe - und mir wahrscheinlich noch Hämorroiden gezüchtet habe -


    sagte mir letzte Woche der Chirurg, es könnte auch helfen wenn ich mich alle 2 Tage in eine warme Wanne setzte...


    Klasse Tipp! Vielen Dank auch! :oD


    Gutes Nächtle

    Tuddeldulli und eine (vielleicht nicht so wichtige) Frage

    Hallo, Tuddeldulli (und Ihr anderen natürlich auch)!


    Vielleicht freut es Dich, wenn auch Du hier erstmal herzlich willkommen geheißen wirst - obwohl ich persönlich erst seit kurzem von meinem fürchterlichen "Untermieter" (der Steißbeinfistel also) weiß und auch erst vor ein paar Tagen auf dieses Forum gestoßen bin, so daß ich Dir Deine Fragen leider (noch) nicht aus eigener Erfahrung beantworten kann. Bevor sich andere Deiner annehmen, möchte ich Dich aber vorerst schon mal auf die vielen Erfahrungsberichte hinweisen, die in diesem Forum zu lesen sind (es sind ja wohl mittlerweile insgesamt 17 "Seiten"). Ich habe sie jedenfalls in den letzten Tagen komplett durchgelesen und meine, daß die Antworten auf alle Deine Fragen darin irgendwie schon enthalten sind. Aber ich gehe davon aus bzw. hoffe, daß Du in Kürze auch noch einmal eine Extra-Antwort auf die Fragen bekommst, wie Du sie formuliert hast.


    Eine Frage möchte ich dabei gleich noch anfügen: Wie sieht es denn eigentlich - vornehm ausgedrückt - mit der Bewerkstelligung des Stuhlgangs in den ersten Tagen nach der OP aus? Kann man sein Geschäft da in gewohnter Weise verrichten, oder muß man etwa mit einer Bettpfanne oder ähnlichem herumhantieren?


    Aber Vorsicht! Wer mir sagt, daß das letztere der Fall sei, der riskiert, daß ich die OP hinauszögere, bis die Fistel bis zu den Kniekehlen reicht! - Na ja, das war nur ein kleiner Scherz ... Aber es wäre interessant, das zu wissen, damit man sich gegebenenfalls darauf - um nicht zu sagen: auch darauf - mental vorbereiten kann.


    Herzliche Grüße an alle! Johannes

    Ich bin zwar nicht Tudelldulli, aber dreist wie ich bin...

    ... geb ich auch mal was zum Besten. Ich hatte auch vor kurzen das "Vergnügen". Aber nach der OP war ich wie neu geboren. Ok. Sagen wir eine Woche nach der OP. Und vor der OP habe ich auch nur eine Woche gelitten. Ging alles ziemlich schnell. Erst leichte Schmerzen, die dann immer stärker geworden sind und mich schließlich dazu bewegt haben gleich ins Krankenhaus zu gehen, da eine Tour von Arzt zu Arzt in meiner humpelnden Fortbewegungsart garnicht nach meinem Geschmack war und in einem Krankenhaus ja alles auf einem Haufen ist. Die haben mich dann auch gleich dabehalten. Laut Arzt hatte ich "eine Operation gewonnen". Da ist mir erstmal die Kinnlade runtergeklappt. Und dann hab ich ihn gefragt wann ich wieder rauskomm oder ob das nur ambulant gemacht wird? 3-4 Tage war die Antwort. Plus 4-6 Wochen Wundheilung. Und schon lag ich unterm Messer. Jetzt, gut 2 Wochen nach der OP bin ich sogut wie schmerzfrei und hoffe das beste für meinen Hintern.


    Jetzt zu deiner Frage: Der Thron war für mich nach der OP kein Problem. Klar, es ist nicht so einfach wie normal, da man sich ja erstmal auspacken muss, aber da die Wunde ja doch ein Stück über dem Ausgang lag, ging das eigentlich dann doch ganz gut. Ich weiß ja nicht wie es bei dir mit den Schmerzen steht, aber ich halte normal einiges aus, würde ich sagen. Und bei der Sache war ich gegen Ende echt am jammern. Und nach der Op war nur noch der Wundschmerz da und mit dem konnte ich da gut leben. Also, OP in dem Fall, umso schneller, umso besser. Zumindest nach meinem Wissensstand und in meinem Fall.


    Wünsche dir auf jeden Fall viel Glück!


    Sitzen kann so schön sein!!!


    Martin

    Oh, da hab ich wohl was falsch verstanden...

    ... Der Titel deines Beitrags hat mich da etwas irritiert Tuddeldulli hatte ja auch einige Fragen.


    Dann will ich mal nicht Schweigen und versuche dir weiterzuhelfen...


    ...


    Wie schlimm sind die Schmerzen bei einer offenen Wundheilung?


    Wie schon gesagt, gut erträglich! Merkt man nur wenn man sich bewegt oder drauf liegt. Sitzen konnte ich anderthalb Wochen nicht, dann ein paar Tage mit Sitzkissen, und 2 Wochen nach der OP wieder ganz normal. Also, was ich damit sagen wollte: Du wirst es überleben! Es findet sich schon immer eine schmerzfreie Position.


    ...


    Kann ich Hosen tragen, oder nur Jogger?


    Ich weiß ja nicht was du unter Hosen verstehst. Allzu eng sollten sie sicher nicht sein, aber das Problem habe ich ja als männliches Wesen eher weniger. Eine Woche nach der OP konnte ich wieder auf 100% meines Kleiderschranks zugreifen. Davor mussten Jogginghosen herhalten.


    ...


    Kann ich schmerzfrei laufen und liegen?


    Nächste Frage, selbe Antwort, eine Woche und alles geht wieder.


    ...


    Nach wieviel Tagen bzw. Wochen konntet Ihr wieder zur Arbeit? (Bürojob)


    Ich war nach anderthalb Wochen wieder in der Schule.


    ...


    Ist der Verbandwechsel immer schmerzhaft?


    Ist das Ausspülen schmerzhaft?


    Verbandswechsel war die ersten Tage immer eine schmerzhafte Sache. Aber das tut ne Minute weh und dann ist das vorbei. Die Schmerzen legen sich von Tag zu Tag. Mittlerweile "kitzelt" es nurnoch. beim Ausspülen ist es dasselbe.


    ...


    Die andere Frage habe ich ja Johannes schon beantwortet.


    Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen!


    Viel Glück wünsche ich!


    Martin

    @ Tuddeldulli / Unbenanwortete Frage

    Ich kann mir den Erfahrungen von Johannes und Martin anschliessen. Die Beschreibungen der Schmerzen von Martin passen genau zu meinen. Sie klingen ab nach circa einer Woche und bis dahin kannst du ja immer noch die Schmerztabletten nehmen. Dann spürst du sogar den Verbandwechsel nicht mehr. Nach einer Woche hast du zwar immer noch eine große Wunde, aber schmerzen tut sie nur bei direkter Berührung. Wenn erst mal ein paar Mulden drin stecken fühlst du nichts mehr.


    Zum Stuhlgang: Das Problem ist hauptsächlich das aufspritzende Wasser der Toilette. Das sollte möglichst nicht in oder in die Nähe der Wunde kommen, Wir wollen uns ja keine Keime enschleppen.


    Also heißt es dafür zu sorgen das kein Wasser aufspritzen kann. Ich lege dazu Klopapier in die Toilette auf die Oberfläche des Wassers. Das klappt immer sehr gut.


    Schmerzen hatte ich nur beim ersten Mal, ziemlich kurz nach der OP. Da spannte die Wunde doch ziemlich, aber es war nicht mörderisch.


    Ob es mehr als eine Fistel ist bezweifele ich. Ich hatte insgesamt 3 solcher Hubbel unter der Haut die sich auch ein wenig durch die Gegend schieben liessen. Ich denke mal deiner ist halt ein wenig größer, aber man kann das von Außen wirklich nur sehr schlecht beurteilen. Und wenn dann auch nur wenn man die Stelle "live" vor Augen hat und einiges an Erfahrung mitbringt. Also wirst du dich an deinen Chirurgen wenden müssen.


    Meine Wunde hat meine Freundin versorgt. Die ist gelernte Arzthelferin und hat schon einige schlimmerere Sachen gesehen (arbeitete zeitweise auf der Notaufnahme). Ich bin in solchen Sachen kein Held, aber das was ich im Spiegel sehen konnte war dann doch nicht das absolute Grauen. Ich denke deine Mutter sollte damit klar kommen können.


    Aber immer schön die Wunde bis zum Grund mit Mulden ausstopfen!


    Ob man eine ambulante OP empfehlen kann liegt bei jedem anders. Es hängt aber maßgeblich von dem Chirurgen und die Umgebung ab. Meiner machte ein kompetenter, ruhiger und netter Eindruck. Er lies sich Zeit für meine Fragen (trotz Massenabfertigung) und behielt auch immer die Oberhand bei meinen Fragen. Ich hatte ein gutes Gefühl also bin ich da geblieben. Außerdem hatte ich keine Lust auf 1 1/2 Wochen KH. Da liege ich lieber Zuhause und lasse mich von einer mir bekannten "Schwester" versorgen.


    Also Kopf hoch und Zähne zusammenbeißen. Aber wenn du es hinter dir hast, wirst du wie alle anderen hier froh sein es gemacht zu haben. Und du wirst festgestellt haben das wir doch nicht gelogen haben.


    Gute Besserung und Grüße an die anderen hier,

    @tuddelduli

    Hi Du,


    auch ich kann einen Kommentar wieder nicht lassen. :-)


    Ich für meinen Teil finde es schade, daß ich dieses Forum vor meiner ersten OP nicht kannte, sonst hätte ich vieles anders gemacht.


    Bei mir war es eine Analfistel und auch nicht sehr angenehm.


    Was Maurice sagt, kann ich nur zustimmen. Du mußt Vertrauen zu Deinen Arzt haben.


    Ich würde allerdings mich nicht mehr ambulant schneiden lassen. Das war mehr oder weniger nicht so doll. Ich habe die Narkose und die Schmerzmittel nicht vertragen und war ziemlich geschlaucht.


    Außerdem muß 24 Stunden nach der OP jemand bei Dir sein.


    Ich mußte zudem jeden Tag nach der OP zum Chirugen fahren und das war wegen dem Kreislauf nicht so ohne.


    Im Krankenhaus fühlte ich mich persönlich besser aufgehoben. Ich war beim ersten mal (Fistelspaltung zum Darm) 4 Tage da und nach beim zweiten Mal (zwei Leerlaufende Fistelgänge) auch 4 Tage.


    Die Entscheidung liegt bei Dir. Klar, ich war auch froh wie ich wieder zu hause war, aber ich wußte auch mitlerweile wie ich die Wunde zu versorgen hatte und hatte keinen Bammel davor.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg und gute Besserung.

    @ Maurice:

    Schöne Größe und Danke für Deine netten Worte!