@zauberwald81

    Danke für Deine Antwort!


    Also wenn man es genau nimmt wurde da dreimal rummgeschnitten. Der erste Chrirug hatte sog. Taschen geschnitten, die aber schnell zuheilten und es sich wieder entzündete. Er hat nicht erkannt, daß der Fistelgang noch tiefer bis zum Darm ging. Sein Kollege (er war in Urlaub :-( ) hat dann ganz aufgeräumt und ähnlich wie bei der Steißbeinfistel tief in die "Pofalte" geschnitten. Was er neu gemacht hat ist zu! Tja, und im Krankenhaus hat man dann richtig in die Tiefe (bis zum Darm) gespalten. Vom Ende dieses Ausganges bis in die Falte läuft halt die Rille die nicht heilen will. Wie gesagt, durchblutet ist sie gut. Nur kommt immer wieder Stuhl dran! Mein Hausarzt weiß auch nicht mehr weiter und viel Vertrauen in einen neuen Arzt habe ich im Moment nicht. Aber der Chirug im Krankenhaus versucht im Moment alles und macht sich auch schlau. Wenn alle Stricke reißen muß ich es wohl nähen lassen.


    Vielleicht fällt jemanden bei Lesen noch was ein.


    Euch allen noch viel Erfolg und gute Besserung!

    Hallo,


    also erstmal @ Maurice. Meine Op ist mittlerweile fast eine Woche her und ich hatte schon einige Verbandswechsel. Schmerzen hab ich seitdem noch immer keine. Und meine Ärzte meinen, es sieht so gut aus, dass da auch nix mehr kommen wird.


    Natürlich ist das eine größere Sache, wenn man die Fistel schon lange hat und die Wunde dann größer wird.


    Ich habe es mir halt sofort rausschneiden lassen.


    Deshalb kann ich nur allen raten, nicht lange zu überlegen. Je schneller es gemacht wird, desto kleiner ist die Wunde.


    Ich würde da auch keine anderen Disskusionen aufkommen lassen. Leider hab ich während meiner Arbeit im Krankenhaus genug Leute damit gesehen, an denen auch schon viel herum gedoktert wurde, aber am Ende half nur eins: Alles muß raus.


    Ob man sich das ambulant machen lässt, muß man selbst entscheiden. Manche sagen, sie fühlen sich gut aufgehoben auf station und manchen halten das da nicht aus.


    Wenn man allein zu Hause ist, sollte man vielleicht auch auf Station bleiben. Aber wenn man Unterstüzung hat, spricht nichts gegen eine ambulante OP. Und mal ganz ehrlich gesagt - ich habe die Erfahrung gemacht, dass die ambulanten Chirurgen besser sind, als die Leute im Krankenhaus. Aber jedem das seine.


    Ich bin jedenfalls sehr zufrieden.

    An Tuddeldulli :-)

    Ich kann MSCinderellaQueen nur recht geben. Lass Dich bloß nicht ambulant operieren. Es ist vorab nicht abzusehen wie groß die Wunde wird. Man hat mir vorher auch immer gesagt, daß wird nicht viel und danach war das Hallo aber groß.


    Du solltest auch bedenken, daß du nach der OP am zweiten Tag den ersten Verbandwechel vor Dir hast. Das heißt, daß Du ab dann die Kommpressen auch alleine einlegen mußt. Ich war damals für die kompetente Hilfe der Schwestern sehr danbar. Länger als 4 -5 Tage wird der Aufenhalt schon nicht dauern.


    Desweiteren rate ich Dir den Arzt zu wechseln. Es ist allgemein bekannt, daß bei einer Steißbeinfistel nur die Radikalmethode hilft. Dies kannst Du auch in diversen medizinischen Veröffentlichungen hier im Netz nachlesen. Diese rumdoktorei führt zu nichts hier muß ich Maurice auf jeden Fall recht geben.


    Also nimm allen Mut zusammen und lass Dich ordentlich operieren.


    Übrigens bei meiner letzten Fistel vor einem Jahr bin am 23.12. aus dem Krankenhaus gekommen. Da hat das Weihnachtsfest direkt eine andere Bedeutung. Aber Spaß beiseite es ist alles nicht so schlimm !!!

    @Zauberwald81

    Also am 21.11 schriebst du es wäre der 2. Tag nach der OP. Deswegen habe ich geschrieben was ich geschrieben habe. Sei froh das du keine größeren Schmerzen hast. Ich glaube damit bist du eine Ausnahme.


    Ich habe an dir aber mal eine Frage. Da du im KH arbeitest kannst du sie mir vielleicht auch beantworten. Meine Freundin hat ebenfalls in einem KH (Uni-KH) gearbeitet. Seitdem sie dort raus ist betet sie fast jeden Tag nie in ein KH zu müssen. Laut ihren Aussagen passieren dort keine größeren Katastrophen weil die erfahrenen Schwestern und einige der angehenden Assistenz-Ärzte "aufpassen". Von den richtigen Doktoren und Professoren ist sie überhaupt nicht begeistert. Diese würden unglaublich dumme Fehler machen in der Diagnose und Behandlung. Und das nicht gerade selten.


    Hast du dasselbe Gefühl in deinem KH? Oder ist (hoffentlich) das KH meiner Freundin eine Ausnahme?

    @Maurice

    Hallöchen!


    Las grad deine Frage wg dem Krankenhaus :-)


    Also ich hab auch bis juli im krhs gearbeitet und ich kann dir sagen, dass ich auch solche erfahrungen gemacht habe! leider! Unser Krankenhaus hat einen hervorragenden Ruf und die Leute kommen teilweise kilometerweit nur um sich hier behandeln zu lassen! Kann ich kein Stück verstehen! Ich hab mir geschworen, dass ich mich NIE (auch nicht als Notfall) wieder in dieses krhs begeben werde!!!! Nie wieder! Ich hab da Sachen mitbekommen! Da kamen die Patienten aus dem OP und waren grad auf der Station angelangt da fiel den Ärzten ein, dass sie was VERGESSEN haben!! Und das am Herzen!!! Unmöglich! Das war jetzt nur ein Beispiel von vielen und mehr erzähl ich lieber nicht, sonst gehen manche garnicht mehr ins krhs ;(


    Ich hab dort jetzt stationär 4/5 Tage gelegen und am Schlimmsten war, dass ich immer alles *überprüfen* musste, d.h. die Infusionen die mir im Aufwachraum angehangen wurden.. etc! ganz schön anstrengend! Aber wenn man einmal im krhs gearbeitet hat, ist man sehr sehr vorsichtig!!! Man weiß was da ab geht! ;((

    @ Maurice

    Hi,


    also ich muß dir da leider recht geben. Ich habe auch erst in einem Uni-KH gearbeitet und jetzt in einem Klinikum.


    Ich habe auch die Erfahrung gemacht. Die Assistenz-Ärzte sind immer sehr genau und behandeln einen meistens auch gut. Sie sind ja noch neu und lernen noch, daher gehen Sie alle Fälle durch, die irgendwas mit deiner Erkrankung zu tun haben könnte.


    Oberärzte oder Proffesoren oder so sind meistens in Ihren Diagnosen sehr schnell und übersehen oft Kleinigkeiten. Zeit ist Geld und da haben sie wohl leider keine Zeit, sich intensiv mit jemanden zu beschäftigen. Ich habe schon Fälle erlebt, da sind leider Patienten gestorben, weil der Chefarzt Sie wieder nach Hause geschickt hat.


    Ich persönlich setze mein Vertrauen auch am liebsten in junge Ärzte.


    Auch die meisten Krankenschwester sind sehr gut. Die müssen ja auch nicht das Geld reinbringen. Leider ist es so.


    Sie sind zwar nicht immer alle freundlich, aber der Job ist auch sehr stressig.


    Ich glaube, jeder der mal im Krankenhaus gearbeitet hat, verliert ein bißchen das Vertrauen darin.


    Deshalb hab ich auch geschrieben, dass ich die besten Erfahrungen mit ambulanten Ärzten gemacht habe.

    Back from OP!! :-)

    Hi. ich wollte mich wieder zurück melden. Wurde am 20.11 operiert, also knapp vor ner Woche. Ich hatte riesenschiss vor der Op. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das schlimmste war, die narkosenadel eingestochen zu bekommen. das wars auch schon. Gut, jetzt hab ich ein riesen Loch da hinten, sieht unschön aus ihr kennt das ja aber da muss man jetzt durch, immer schön pflegen usw....


    ich dusche die wunde 2 mal am tag aus, verbandswechsel mit eingeschlossen. Welche salbe habt ihr?


    An alle die es noch vor sich haben. Hey, wenn ichs geschafft habt, dann macht ihr es auch!


    Gute besserung an alle.

    @an alle

    Hallo Zusammen,


    ich habe in diesem und einem anderen Forum ja schon von meinem Problem erzählt daß nach einer Analfistel OP auch ein Schnitt gemacht wurde ähnlich der Steißbeinfistel. Diese Stelle vom After bis zum Ende der Pofalte heilt sehr sehr schlecht.


    Nun hatte mein Arzt im Krankenhaus mehrere Alternativen. Wir versuchen im Moment mit Medikamenten eine evt. Entzündung im Darm zu bekämpfen. Bevor jemand schreit - eine Coloskopie habe ich voriges Jahr gemacht, außer Polypen und einer leichten Reizung keine Anhalt für Magnilität oder Crohn.


    Ein Vorschlag war, wenn es denn nun garnicht von alleine zugeht, die Wunde zu nähen. Ich schleppe damit jetzt über ein Jahr rum und habe die Nase langsam voll.


    Meine Frage: Hat jemand Erfahrung mit dem Nähen solcher oder ähnlicher Wunden in dem Bereich? Würde mich über eine Antwort sehr freuen.


    Bis dann ...

    Spezialistensache

    Hallo liebe Forumbesucher,


    ich bin Assistenzarzt der chirurgischen Klinik und


    habe heute ein kleines Jubiläum. Hab die 25. Pilonidalfistel


    entfernt.


    Ich habe mit Interesse viele Beiträge zu diesem Thema


    gelesen. Zum einen ist dieses Krankheitsbild tatsächlich keine Seltenheit. Wir führen im Schnitt ca. 5 - 6 Fistelexzisionen pro Woche durch.


    Um einige hier zu beruhigen:


    Es ist eine sehr banale OP.


    Es wird einfach Methylenblau mit etwas Druck


    in die Fistelöffnungen gespritzt (nach der Narkose).


    Dann findet die radikale Exzision statt; nach dem


    Motto: Alles weg was irgendwie blau ist inkl. der Zystenhöhle bis auf die präsakrale Faszie.


    Sollte man nicht selber sehen, einige machens recht


    brutal. Ggf. wird die Wunde etwas verödet, haben betroffene mit Regionalanästhesie vielleicht bemerkt, dass es plötzlich etwas nach Feuerlager roch.


    Verbunden, fertig.


    Insgesamt dauert die OP 10-15 Minuten (inkl. verbinden).


    Durch die Vorbereitungen für die OP fällt in der Regel


    eine Aufenhaltsdauer von 45-60 Minuten je nach Anästhesie an.


    Vielen Dank an die Leser, die an die Assistenzärzte glauben ;-)


    Aber es kommt tatsächlich selten vor, dass erfahrene Chirugen einen sinus pilonidalis entfernen.


    Es ist halt eine klassische "Einsteiger-OP" für angehende


    Chirurgen. Aber keine Sorge, wir müssen uns behaupten


    und machen es somit sehr genau.


    Als kleinen Tipp zur postoperativen Nachsorge kann ich


    diese VitaminC + Zink Kappseln von Aldi empfehlen ;-)


    Sie unterstützen die Wundheilung enorm.


    Für weitere Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.


    Aber jetzt muss ich in die Ambulanz :-(


    Gute Besserung an alle

    Steißbeinabzess

    Hallo!


    Heut hab ich meinen E-Brief erhalten und auf einmal sah ich, dass ich scheinbar nicht nur eine fistel sondern auch einen steißbeinabzess hatte.. ist ja nett, das auch mal zu erfahren!! man bekommt echt nix mit! Hat von euch schonmal jmd. gehört was das ist? Deshalb haben sie bis auf den Steiß alles weggeschnitten ;-(


    Bye, Cindy

    @Cindy

    Hallo Leidensgenosse!


    wie ich ja schon öfter geschrieben habe, habe ich mit Ärzten auch so meine Erfahrung. Was sie so alles sagen und was nicht.


    Die beiden ambulanten Ärzte haben mir auch nicht genau gesagt, was sie gemacht haben. Es wurde nach der OP nur gesagt, vielleicht ist da noch was, wir konnten nicht tief schneiden. Ich weiß bis heute nicht, warum ich eine so riesige Narbe habe.


    Im Krankenhaus war das allerdings anders! Der hat sich vorher nicht festgelegt und nur gesagt es könnte sein, daß .... Und nach der OP hat mir erklärt was er gemacht hat.


    Was ich so gehört habe gehören Abzesse und Fistel engzusammen. Nach dem entfernen des Abzesses bleiben die Fisteln meistens übrig.


    Daherr hasse ich auch die Narkose so. Man hat keine Chance mehr, noch was zu erfahren oder zu sagen. So bin ich nach der zweiten ambulaten OP aufgewacht mit einem Loch in der Schamlippe. Weil dort angeblich ein Abzess war! Bin bis heute nicht sicher.


    Im Krankenhaus wurde das vor 2 Monaten überprüft und ein leerer Fistelgang gefunden. Vielleicht auch erst durch das Schneiden entstanden.


    Den einzigen Rat den ich Dir da geben kann - nerve die Ärzte vorher und nachher. Laß Dir zur Not alles aufmalen. Ignoriere ihre müden Gesichter. Verdammt, ich bin doch betroffen und will wissen was da los ist!


    Mach Dir wegen der Größe mal keinen Kopf. Die schneiden auch oft soviel weg um die Wundheilung zu verbessern. (hat mir der Krankenhausarzt erklärt!) :-o


    Ich wünsche Dir noch viel Glück und würde mich freuen von Dir zu hören.

    An den Metzger :-D / Bupivacain

    Na endlich mal die Chance einen der "Metzger" :-o zu fragen und ich finde einfach keine guten Fragen ..... Mist.


    Jedenfalls vielen Dank für die Einblicke aus der anderen Perspektive. Das veröden kenne ich aus der Nachbehandlung (2. Tag - Tamponagenwechsel). Roch wirklich sehr komisch, spürte aber gar nichts.


    Was sind denn deine Erfahrungen mit den Fisteln. Zunähen oder offen lassen (auch wenn die Frage nicht pauschal beantwortet werden kann)? Ambulant oder stationär? Rezidivrate? Häufigkeit? Verbreitung unter Männer & Frauen? Hast du vielleicht 'nen netten Link auf eine spezifischere Seite?


    Finde es gut wenn sich auch die "andere Seite" öfters in dieses Forum verirren würde.


    Gruß,

    Fistel

    Danke Hetty! Ich find dass das sooo gut tut, sich mit anderen auch Betroffenen zu unterhalten.. in der realität spricht ja keiner drüber! Alle denken sofort an Unsauberheit *lol*


    Ich werd den Arzt das nächste Mal auch zur Rede stellen, hatte den Brief nur leíder erst im Auto nach hause gelesen.


    Ich weiß garnicht, wann ich wieder in die Schule kann.. wurd vor 16Tagen operiert.. und die Wunde ist bis aufs Steissbein! Könnt ihr mir da mit euren Erfahrungen vielleicht weiterhelfen? Wann seit ihr wieder arbeiten gegangen?


    Cindy

    VERBANDSWECHSEL

    Jetzt ist mir noch eine weitere Frage an euch eingefallen =)


    Ich lese hier immer wieder.. " ich dusche 3mal am Tag und mache danach den Verbandswechsel"... Wieso macht ihr denn selber? mir haben sie gesagt, dass ich alle 1-2 Tage zum Arzt muss zum verbinden, vorher kann ich duschen und dann dahin! was ist wohl besser? Habs eigentlich immer bisher als sehr angenehm empfunden, alle paar Tage einen Spezialisten draufschauen zu lassen, damit falls was mit der Wunde ist, sei es Eiter etc.. schnell handeln kann. Will diesen Horror auch nie wieder mitmachen müssen =)

    @Cindy

    Ich freue mich, daß ich Dir wenigstens moralische Unterstützung geben kann.


    Zu Deiner Frage: Ich hatte zwar keine Steißbeinfistel aber aufgrund der Abzesse rundrum ebenfalls ein großes Loch. Als ich das ambulat hab machen lassen, mußte ich auch ca. 2 Wochen jeden Tag zum Verbandswechsel hin. Nach dem die Wunde etwas kleiner wurde brauchte ich nicht mehr sooft hin.


    Ich sollte die Wunde ausduschen, dann muß die Kompresse ja raus! Daher muß man danach eine neue vorlegen. Daß Du bei dieser riesen Wunde erstmal zu Arzt muß, finde ich merkwürdig. Ich bin aber auch jetzt Fistelfahren, so daß der Krankenhausarzt mir durchaus zutraute alles sleber zu machen. Im Krankenhaus wurden mir nach der letzten Fistel-op nur die Compressen gezogen und den Rest durfte ich alleine machen.


    Auch wenn ich mich wiederhole: Mache Dich mit dem Loch vertraut! jetzt nach zwei Wochen wird es auch schon besser aussehen. Nach dem ersten Schock wird es selbstverständlich für Dich die Wunde zu versorgen.


    Von wegen wann wieder Schule: Bist Du so scharf drauf ? ;-)


    Jetzt mal im Ernst: Das kommt immer auf dich selber an. Maurice, auch hier sehr aktiv, ging schon am nächsten Tag wieder arbeiten. Ich war immer mehrere Wochen krank geschrieben. Da Du ausduschen mußt, solltest Du abwarten, bis Du nur noch zweimal am Tag (morgens und Abends ) ausduschen brauchst.


    Dann kommt es drauf an ob Du sitzen kannst. Ein Sitzring wäre nicht schlecht. Und vorallem wie Du dich fühlst. Schaffst Du schon den Schulstress? Und letztlich Rücksprache mit dem Doc. Der kann die Wunde besser beurteilen.


    Ich hatte das Problem, daß ich häufig Stuhlgang habe und nach jedem Klo gehen Duschen mußte! Mach Du das mal im Büro :-D


    Frag ruhig weiter, wenn wir Dir helfen können.


    Bis später und weiterhin viel Glück