Hallo zusammen...


    habe auch eine steißbeinfistel und möchte die mit der pit picking methode entfernen lassen da es meine erste ist und sie auch eher klein ist!


    mein frage:


    weiss jemand ob es in köln oder umgebung eine klinik gibt die so operiert??


    kenne nur die in regensburg!


    danke

    Hallo nochmals,


    Ich bin bischen unsicher, weil mein Hausarzt wechselt meinen Verband nur 2 Mal wöchentlich. Er legt ein graues Vlies in die Wunde. Es heißt SUPRASORB. Ich dusche die Wunde auch nur 2 Mal wöchentlich aus, immer vor dem Verbandwechsel.


    Deswegen hätte ich eine Frage an euch:


    wie genau heißt Ihre Alginat-Tamponade? Welche farbe hat das Zeug und wie sieht es aus?


    Danke

    Hi Pali,


    das Alginat-Fliess was ich hatte nannte sich: DRACOALGIN ( hier der Link http://www.draco.de/documents/5001/Gebrauchsanweisung_DracoAlgin.pdf). Das Stück sieht wie weisse gepresste Zuckerwatte aus und fusselte beim zuschneiden. Und wie gesagt wenn ich's nicht alle 8std. gewechselt hätte , dann wäre ich wohl von dem Geruch umgefallen...


    Na ja, aber im Internet steht ja zu saugosorb (bis zu 7 Tage ):


    ---

    Zitat
    Zitat

    "Suprasorb A ist aufgrund seiner extrem hohen Saugfähigkeit (bis zum 20fachen des Eigengewichts) zur Versorgung stark exudierenden Wunden wie z. B. Ulcera, Decubiti, frischer Spalthautentnahmestellen und infizierter Wunden geeignet.


    Der Verband kann je nach Wundtyp und Exudationsgrad bis zu 7 Tage auf der Wunde verbleiben. Tiefe Wunden und Wundhöhlen werden mit Suprasorb A Tamponaden versorgt.


    Fixierung je nach Exudation mit Suprasorb H Hydrokolloid, Suprasorb M PU-Membran oder Suprasorb F Folien-Wundverband. "-

    <--


    Dann wird's wohl OK sein ....

    Hallo


    Zum Thema Steissbeinfistel:


    es existieren 2 Hauptvarianten der operativen Versorgung:


    1. offene Excision des Areals: abhängig vom Entzündungsgrad, der Tiefe und der Weite der Fistelgänge ergeben sich verschiedene Ausmasse der offenen Wunde (teilweise z.B. 12x12 cm). Mitunter kann die Wunde bis auf den Knochen des Kreuzbeines oder Steissbeines reichen (ca. 2 -7 cm je nach Körper). Der vorwiegende Anteil der verbliebenen Wunde besteht aus Fettgewebe (Adipozyten), welches nur eine langsame Wundheilung ermöglicht aufgrund seiner schlechten Durchblutung , das Granulationsgewebe welches zum Auffüllen des Defektes notwendig ist entsteht aus dem fibroblastenreichen Bindegewebe.


    Die Haut (Epithelialisierungsphase) bildet sich von den Rändern der Wunde her. Wundheilungszeiten von mehrerer Wochen bis Monaten sind beschrieben.


    2. Wiederverschliessung der excidierten Zone:


    a) die primäre Wiederverschliessung: nicht empfehlenswert weil die Rezidivrate (Wiedereintreten von Entzündung, Abszessbildung etc.) sehr hoch ist (Zuviel Spannung auf der Wunde oder Exzisionsareal mit Bedacht auf primären Verschluss zu klein gewählt, so dass infizierte Areale nicht vollständig entfernt wurden. ).


    b) Schwenklappenplastik nach Schrudde (plastischer Chirurg): hierbei wird das excidierte Areal mittels eines halbovalen Vollhautlappens (gestielte Plastik) in das excidierte Areal hineinrotiert und entsprechend der plastisch-chirurgischen Kunst spannungsfrei und vollständig verschlossen. Die Wunde entspricht hierbei somit einer klassischen Schnittwunde welche primär vernäht wird. Das Rezidivrisiko für Fisteln und Abszesse ist nicht höher als die Komplettexcision (aber kontroverse Diskussion herrschen auch hier auf beiden Seiten), Studienbelege über die Rezidivraten liegen mir nicht vor. Vorteil ist, dass der primäre Hautverschluss nach normalerweise 12-14 Tagen zur Entfernung der Hautfäden führt. Verzögerte bzw. komplizierte Wundheilungsstörungen treten per se bei Immunsupprimierten auf zu denen Diabetiker gehören, aber auch Adipositas verkompliziert in beiden fällen die Heilungstendenzen.


    Wundversorgung der offenen Wunden:


    1. Trockene Wundbehandlung ist falsch ! Trockene Wunden benötigen länger zum Ausheilen, sind nicht physiologisch und können sich superinfizieren.


    2. Feuchte Kammer: prinzipiell richtig, ABER da IMMER Bakterien die Hautoberfläche besiedeln kann es hier zu einer Mileuverschiebung kommen die eine Superinfektion begünstigen: daher keine luftdichten Kammern bilden sei es mit Folien oder Fettgazen über einen längeren Zeitraum.


    3. Geeignet: feucht aber kontinuierlich reinigend:


    a) häufig waschen oder


    b) Sitzbäder oder


    c) Feuchte Kompressen oder


    d) für medizinische Zwecke zugelassene Saugpumpen (nur im krankenhaus und normalerweise nicht nach Steissbeinfistelop


    eingesetzt da zu teuer)


    e) andere Substanzen die einen KONTINUIERLICHEN Flüssigkeitsstrom aus der Wunde Richtung Verband zulassen


    (Selbstreinigungseffekt) mit:


    -Zucker (Osmotischer Gradient), gelierend, bakteriostatisch bis -zid da es diesen die Flüssigkeit entzieht. Da Nahrungsmittel:


    medizinisch nicht zugelassen


    -Salz (osmotischer Gradient): ungeeignet weil es brennt und die Wunde austrocknet aber nicht gelierend wirkt.


    -Hydrogele + Alginate + sonstige Gelbildner (Wasserbindungseigenschaft mittels Aufquellung): kommerziell, relativ teuer


    aber sehr gute eigenschaften da: nicht austrocknend, keine feuchte Kammer bildend, da atmungsaktiv oder


    flüssigkeitsentziehend, Abgabe von wundheilungsfördernenden Substanzen. ABER: nicht bei infizierten, übel (fäkal oder f


    faulend) riechenden Wunden einsetzen. Hier hilft nur systemische Antibiose, + lokale antiseptische Wundreinigung. Erst dann


    kann es wieder damit fortgefahren werden. Hierbei (infizierte Wunden oder Zweifel) aber immer Rücksprache mit dem


    behandelnden Arzt .

    Hallo,


    bin neu hier wurde vor 7 tagen wegen der steißbeinfstel operiert!


    Hätte mal ein paar fragen!!


    Beim ausduschen tut es irgendwie weh wenn ich den duschstrahl auf die wunde halte!


    Beim gehen brennt es manchmal an der wunde und Wundrändern!


    habe auserdem so ein gelbes zeug in meiner wunde, stinkt aber nicht nach eiter !


    meine kompressen lege ich mit kochsalzlösung ein!


    lg Tomeko


    hoffe mir kann einer helfen

    Hallo


    Ja, auch ich trage dieses Ding da noch mit mir rum. Habe jetzt ein Jahr lang versucht, dies per Heilpraktiker zu bearbeiten, aber leider nur mit mäßigem Erfolg. Nun steh ich kurz vor der Operation....


    von daher mehrere Fragen:


    - kennt jemand einen guten Arzt, gutes Krankenhaus dafür in Berlin ?


    - würde gerne ambulant operiert werden, aber nach diesen Horrormeldungen teilweise hier... Also was empfiehlt sich?


    - mein Hausarzt meinte ich solle vorher eine Darmspiegelung machen. Muß das sein?


    Und nun noch was interessantes...


    Ich gehe davon aus, daß in meinem Fall ein ungeborener Zwilling die Ursache für meine Steißbeinfistel ist. Dieser evtl. an dieser Stelle dort mit mir verwachsen ist. Heutzutage kennt sich immer noch kaum ein Arzt damit aus. Von daher suche ich natürlich am liebsten so einen Arzt. In der Hoffnung das dies auch anschließend per Laboruntersuchung bestätigt werden kann. Dann könnte ich mir sicher sein und die psychologischen Folgen dessen - besser bearbeiten. Dazu empfehle ich folgendes Buch. "Der verlorene Zwilling, Das Drama im Mutterleib" - zu finden unter: http://www.ifosys.de/


    Vielleicht hat da jemand ähnliche Erfahrungen? oder einen Tip diesbezüglich?

    Hi, kurzes update!


    Wie auf Seite 383 beschrieben wurde ich ja am 26.01 auch wegen einer Fistel am Po aufgeschnitten...


    Bin zur Zeit immer noch Krankgeschrieben da es ja eine offene Wundheilung ist!Die Wunde ist noch eher Trichterförmig groß, d.h. obenrum sieht es wie eine Schürfwunde aus, geht aber dann Bleistiftgroß ca noch 4-5cm runter auf den Wundgrund!Muss immer noch täglich ausduschen und eine Salbe für die Wunde verwenden!Langes sitzen kann ich immer noch nicht!


    Würde auch seit langem auch gerne wieder arbeiten gehen, aber mein Arzt verbietet es mir mit der Begründung das mit einer offenen Wunde nicht zu spaßen sei und keiner bei einer Infektion der Wunde aufkommen würde, wenn ich dabei gearbeitet hätte!Wenn ich aber bereit wäre selber das Risiko zu tragen und und arbeiten gehen würde, müsste ich dann selber die Kosten zahlen!


    Mein Arbeitgeber machte letzte Woche auch schon Stress, bedingt durch die Urlaubszeit!Er verlangte von mir ein ärztliches Attest worauf stehen sollte, ab wann ich wieder Einsatzfähig bin!


    Auf diesem Attest vom Arzt stand dann das ich in den nächsten vier Wochen noch AU bin und das dies keine endgültige Stellungsnahme wäre....


    Was soll ich machen, damit die Wundheilung schneller voran geht?


    Angeblich wächst meine Wunde nicht der Regel nach zu....


    Normalerweise soll sie von unten nach oben hin zuwachsen, das ist bei mir nicht der Fall.Obenrum wächst sie schneller als von der Tiefe heraus!


    Lg Sven

    Hallo nochmal,


    jetzt weiß ich endlich genau, was für eine Tamponade verwendet mein Arzt. Es ist SUPRASORB A +Ag (30cm, 2g / Packung). Es ist ein graues Vlies mit Silber. Verbandwechsel ist nur zwei Mal wöchentlich, Montags und Freitags. Nach 3 Tage ist es aber unangenehm, weil die Kompresse ziemlich voll ist und es fängt an auszufließen (und riechen). Es hängt aber davon ab, wie gut die Kompresse zugeklebt wird. Sonst bin ich damit sehr zufrieden. Ich wurde am 30.04.09 operiert, die Wunde war ungefär wie eine Pflaume groß (wurde mir gesagt, ich habe das nicht gesehen). Jetzt ist es 2 Woche her und die Wunde ist nur halb so groß, außerdem habe ich seit 2 Tagen überhaupt keine Schmerzen. Vorher war manchmal auch das Stehen problematisch. Sitzen meide ich, obwohl es schmerzlos ist (nur bischen unangenehm). Ab Montag werde ich auch normal arbeiten. Ich bin Elektroniker und meine Arbeit kann ich auch stehend erledigen.


    Soviel zum SUPRASORB A +Ag


    Wenn jemand damit auch irgendwelche Erfahrungen hat, her damit :-)

    Hallo, ich hoffe das ich hier richtig bin. Habe mich hier neu angemeldet, da ich vor ca 4 Monaten eine Steissbeinfistel OP hatte, sie auch wie mein Arzt sagte, gut zuwächst, aber ich jetzt tierische Probleme mit meiner Narbe habe.


    Die Narbe war zu, und da ich Busfahrer bin, meinte mein Arzt, ich soll langsam versuchen die Stelle zu belasten. Ich habe an 2 Tagen je 2 Stunden im Auto gesessen, und die Narbe ging wieder auf. Nach 2 Wochen war Sie wieder mal zu, und dann sollte ich wieder üben, und nach einer Stunde im Auto, war Sie wieder aufgegangen. Das ganze Spiel ging nun schon viermal. Ist das normal, hat da jemand Erfahrung oder was ist da los ?


    Bin immer noch Krank geschrieben, nun seit 4 Monaten...und so langsam weiss ich nicht mehr weiter.

    Ein herzliches Hallo an alle Mitsteißbeinfistel geplagten.


    Ich wurde am 4.3.2009 an einer Steißbeinfistel operiert und ohne die Stelle meiner Mutter gezeigt zu haben wäre das auch nicht so schnell geschehen, klar ich hab gemerkt dass da ab und zu mal was eitert dachte aber eher an einen pickel als an eine Steißbeinfistel, sogar geblutet hat es einmal richtig. Schmerzen hatte ich allerdings gar keine , ab und zu ein wenig Juckreiz an der betreffenden Stelle. Was ich damals noch nicht wusste dass sich mittlerweile 3 Fistelgänge am Steißbein gebildet hatten. Also ab ins Krankenhaus und dort die Diagnose : Steißbeinfistel. Vorgehensweise : Radikale Exzision. Also einen Op-Termin für den nächsten tag abgemacht und abgings ! Am 3. Tag wurde ich weitestgehend schmerzfrei mit einer 8 cm tiefen, 4 cm breiten und 8 cm hohen Fleischwunde entlassen. Hierbei setzt das Krankenhaus auf die Offene Wundheilung. Mein Oberarzt empfahl mir 3-4 x Täglich ausduschen und neu verbinden um eine Granulation durch den Ständigen Reiz zu fördern und um die Keime aus der Wunde zu bekommen. Verbunden wird das ganze dann mit einer feuchten Kompresse. Ohne Wissen meiner behandelnden Ärzte benutzen wir ab und zu eine Alginatkompresse und ein Gel.


    Hierzu muss aber gesagt werden dass meine Mutter seit 20 Jahren Krankenschwester auf einer Chirugischen Station ist.


    Die Nachuntersuchungen fanden/finden alle im Krankenhaus statt.


    Jemand der seine Wunde selbst verbindet und/oder nur alle 3 Tage einen Arzt sieht kann Veränderungen in der Wundheilung schlechter selbst erkennen und sollte meiner Meinung nach darauf bestehen im Krankenhaus weiterbehandelt zu werden, denn viele Hausärzte weisen auch nach jahrelanger Praxiserfahrung kaum Erfahrung mit offenen Wundheilungen in der Größenordnung auf bzw bilden sich nur unzureichend weiter , was nicht immer an den Ärzten selbst liegt.


    Zum Beispiel bilden sich in meinem jetzigen Wundheilungsstadium immer wieder kleine Häutchen unter denen sich kleine Lücken befinden, da es von oben schneller zuwächst als von innen. Diese Häutchen werden bei mir fast täglich entfernt bis sich das Fleisch an den betreffenden Stellen von unten nachgebildet hat.


    Aus diesen Lücken können auch Rezidive werden!


    So das wars von mir.


    Achja ich bin 19 jahre alt und männlich ^^

    Hallo ihr!


    Also ich habe mich schonmal hier verewigt und mache es nun wieder. Ich wurde mitte Dezember operiert... 2 relativ kleine Schnitte... 3x2x2 und 2x1x1 (LxBxT). Hat bis April gedauert bis alles wieder nach offener Wundbehandlung zu war ... und jetzt am Freitag kam auf einmal so ein ganz leichter schmerz unterhalb des Steißbeins! Ich kann ihn nicht genau lokalisieren wenn ich dort hinten rumtaste und drücke. Der schmerz ist auch nicht immer da... auch beim sitzen nicht, aber manchmal beim aufstehen oder hinsetzen... Ich weiß noch als ich mein Steißbeinscheiss hatte war hinten alles ganz fest also die haut am Steißbein war fest und auch die Pobacken oben waren richtig hart... das ist grad nicht der fall...


    Meiner freundin hab ich gesagt die soll mal hinten gucken ob die was sieht und tatsache ... da war wieder ein kleines loch, mit paar haaren drinnen ... die haare hat sie rausgeholt mit der pinzette und am abend war das loch schon kleiner und am nächsten tag zu!... Es sind also keine Löcher mehr da!


    Jetzt habe ich ein bissel Angst ein Rezidiv zu haben... oder spielen einem die nerven und die Psyche einen Streich! Ich meine es ist wirklich 0 dramatisch, geschweige denn unangenehm dieser schmerz... er ist einfach ein bissel da, und wenn dann nur manchmal!


    Gibts Leute die das selbe schon erlebt haben so kurze Zeit nach der OP? (5 Monate)


    Liebe Grüße!

    Hallo bin neu auf http://www.med1.de/. Und sah gerade das Forum Steißbeinfistel. Und stöberte ein bisschen darin. Bin selbst nicht davon betroffen, aber ich hatte mal einen Freund der damit Probleme hat. Will dir jetzt keine Angst machen, aber er hat heute noch Probleme damit und das seit 10 Jahren schon. Es gab mal bessere Zeiten, aber dann immer wieder Entzündungen.


    Lg Manu

    Einen so langen Faden habe ich noch nie gesehen, aber ich mußte drüber stolpern, weil ich in meiner Jugend, da war ich gerade mal 18( das liegt derweilen 34 Jahre zurück) das ertse mal mit einer Steißbeinfistel geplagt war. Ich habe sie nicht lange verschleppt.


    Sie war dermaßen unangenehm und schmerzhaft, dass ich mich sofort zum Arzt begab. Der machte mit mir einen OP- Termin und dann wurde das Ding mit einem Schnitt unter Vollnarkose entfernt.


    Mir wurde erklärt, dass bei dieser Fistel eine Lokalanäthesie nicht wirken und ich die Schmerzen nicht aushalten würde. Man hat mir einen Draen in die Wunde gestopft und mich am selben Tag entlassen. Eine Woche lang mußte ich täglich zur Wundkontrolle, wo mir der Draen gewechselt und die Wunde mit Wasserstoffperoxid gereinigt wurde. Das war alles auszuhalten.


    Leider bekam ich eine solche Fistel 2 Jahre später nochmal. Die Prozedur war die gleiche, nur dass zur Wundreinigung nicht H2O2 verwendet wurde, sondern Sepso- Tinktur. Ich hätte dem Doc mit dem nackten A... ins Gesicht springen können, so hat das Zeug gebrannt. Seitdem bin ich verschont davon geblieben. Aber ich kann mit allen mitfühlen, die sich mit so einem Ding rumplagen mußten. Schnell zum Arzt gehen und schnell entfernen lassen rate ich nur.


    Carlo.

    Hallo an Alle


    Also ich weiß, dass man hier und auch sonst ganz schön viel Horromeldungen über Fisteln lesen kann. Mir wurde am 23. Jänner ein perianaler Abszess entfernt, eine Ringdrainage gelegt und 6 Wochen später eine transsphinktäre Fistel (Fistel geht durch beide Schließmuskeln) entfernt. Bei der ersten OP war ich eine Nacht im KH, bei der zweiten OP 5 Tage. Ich konnte die Narkose wählen und entschied mich für Vollnarkose. Es ist sicher nicht das angenehmste, was ich je erlebt habe, aber ich möchte hier einige Tipps aus meiner Warte geben, die das ganze gut und positiv verlaufen lassen können. Aber bitte dies nur als meine Tipps betrachten, immer die Vorgangsweise mit dem jeweiligen Spezialisten abklären!


    1. Eine Operation sollte unbedingt von einem Spezialisten durchgeführt werden, da es zum Teil (nicht gefährliche) aber schwierige OP's sein können (je nach Fistel Art, und da gibt es einige). Dafür sind Proktologen zuständig! Also unbedingt recherchieren, welches KH auf Proktologie spezialisiert ist. In Wien ist das z. B. das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern. Sobald man einmal weiß, dass man am richtigen Ort ist, fühlt man sich schon mal viel besser!


    2. Die Wunde: die ist groß und man erschrickt mal fürs erste ganz schön, sie muss aber offen bleiben und langsam verheilen, um ein Rezidiv zu verringern. Aber es ist auch faszinierend, was der Körper im Stande ist zu heilen. Meine 2. OP ist 9 Wochen her, ich habe immer noch eine kleine Öffnung, aber ich nehme den Heilungsfortschritt durchaus wahr, auch wenn nur in kleinen Schritten. Meine Ärzte empfahlen mir die Wunde auszuduschen (keine Sitzbäder, feuchte Tücher, keine Desinfektionsmittel, kein Salz, kein Zucker, etc. etc. NUR Wasser), und das mindestens 3 mal täglich und nach jedem Stuhlgang. Das Ausduschen tat mir nicht weh. Die Wunde an sich nässt natürlich (Wundsekret), und das war bei mir sicher 7 Wochen der Fall. Ich habe mir gute Damenbinden gekauft, die man täglich tragen kann und diese mehrmals täglich gewechselt. Mit der Zeit nässt die Wunde weniger und ich kaufte mir leichte Slipeinlagen. Das ist erstens eine gute und zweitens günsitge Variante. Jetzt brauche ich nichts mehr. Ich trage Boxershorts, da diese viel weniger an der Wunde reiben.


    3. Schmerzen - nicht den Helden spielen, meinte mein Arzt, sondern Schmerzmittel nehmen, das habe ich auch die ersten 5 Tage nach der OP gemacht.


    4. Coloskopie: bei meiner zweiten OP wurde auch eine CO gemacht, um Darmentzündungen auszuschließen. Eine reine Routinesache, die (Ich bin 39) auch zur Standard-Krebs-Vorsorgeuntersuchung gehört. Die CO wurde bei mir während der OP durchgeführt.


    5. Stuhlgang: ich esse einmal täglich Joghurt mit Früchten und Flohsamen - die machen den Stuhlgang angenehm weich ohne Durchfall zu bekommen!


    Das ganze ist mühsam und langwierig, aber es gibt Methoden um es etwas angenehmer zu gestalten. Ich hoffe, dass ich aus meiner Warte etwas "positiv" aufklären konnte.


    Liebe Grüße und gute Heilung allen Leidensgenossen

    @ salz7000

    mein Protologe ist auch absuluter Spezalist auf diesem Gebiet er wendet neuste Methoden aus den USA und Griechenland an ich geb dir recht das man nur bei jemand machnen lassen sollte der sich damit auskennent sonst kann es eine lange und langwierige Sachen sein.

    ich bin erst 15 jahre alt und bei mir wurde auch eine steißbeinfistel festgestell. am samstag hatte ich schmerzen und montag war ich beim arzt. der hat dan einen abszess zum platzten gebracht und mich zu einem chirurgen geschickt. am dienstag war ich dan beim chirurgen und der meinte das das halt operiert werden muss. jetzt muss ich bis nächste woche montag warten und mir kommt das eigentlich seltsam vor den je länger ich warten muss wird das doch größer oder nicht?? bitte um hilfe

    Hallo ihr,


    ich rate jedem sich operieren zu lassen. Das ganze ist zwar recht hässlich (wer so weit zurückblättern mag kann meine Leidensgeschichte im Zeitraum ca. März bis August 2006 nachlesen) aberr ich bin nun seit 3 Jahren fistelfrei und auch die Begleiterscheinungen wie Narben- und Druckschmerzen usw. waren 1 Jahr nachdem die Riesenwunde zu war, verschwunden. ;-D Je länger man wartet, desto schlimmer wird es! Also, keine Angst und nur Mut, es kann nur besser werden! :)^ Und keine Angst vor Schmerzen, dafür gibt es Schmerzmittel und man findet immer etwas, das hilft. ;-) Eine gute und schnelle Genesung wünsche ich euch allen!

    Hallo zusammen,


    hatte jetzt Gott sei Dank 4 Jahre Ruhe mit der Fistel.


    Das erste mal hab´ich´s auch sofort operieren lassen.


    Vor einem Jahr war die Narbe auch so, dass sie mal gehalten hat.


    Darauf hin konnte ich auch wieder Sport treiben usw....bin auch brav den Halbmarathon in Bonn gelaufen ohne dass die dünnen Narbe gemeckert hätte.


    Letzten Sonntag hatte ich beim Autofahren schmerzen ( ihr wisst schon wo...oberhalb der Narbe)


    Gestern ist der Pickel explodiert...heute gespalten und Montag hab´ich einen OP Termin.


    Das einzige wovor ich Angst habe ist, dass es wieder 2 Jahre dauert biss ich schmerzfrei bin, so wie beim letzten mal...Ihr hört von mir. Drückt die Daumen!!!


    In diesem Forum habe ich den Tipp mit dem St. Marien Hospital in Bonn gelesen und war darauf hin heute auch dort. Ich muss schon sagen, kein Vergleich zu früheren Krankenhäusern...die waren alle sehr nett und waren darauf bedacht, dass es sowenig wie möglich weh tut!Bis jetzt echt Super!:)^


    Viele Grüße


    P.S. Wenn ich mal viel Lust und wieder bessere Laune habe, schreibe ich euch mal wie´s bei mir beim ersten Mal war und wie es auf keinen Fall laufen sollte


    Bis die Tage ich werde Bericht erstatten