Re: Maurice

    Hallo Maurice,


    im Moment habe ich einen etwa 3cm großen Schnitt nach der Öffnung meines Abszesses.


    Nach der Untersuchung heute zeigte mir der Arzt einen etwa 10cm langen und 3cm breiten Schnitt um die Fistel vollständig zu entfernen.


    Das hat mich erst einmal von den Socken gehauen.:-o


    Er meinte auch weiterhin das ich um einen stationären Aufenthalt (ca. 3-5 Tage UNI-Klinik) nicht rum komme.


    Die Nachbehandlung hat er mir so geschildert wie bei dir.


    Wäre es ratsam erst einmal die Wunde des Abszesses verheilen zu lassen (evtl. wäre der Schnitt ja nicht ganz so gross) oder sofort zu operieren???

    Re: littlefoot

    Also ich bin ja kein Arzt. Außerdem beschäftige ich mich mit dem Thema intensiv erst seit einem halben Jahr.


    Aber ich glaube nicht das die Größe des Schnittes mit deinem Abzess zusammenhängt. Bei der Radikal-OP schneidet der Chirurg immer ein wenig gesundes Gewebe um die Fistel mit weg, um sicher zu gehen das auch wirklich alles von der Fistel entfernt wird. Denn wenn nicht alles weg ist kommt sie 100% wieder.


    Die Größe des Schnittes orientiert sich also an der Größe der Fistel. Wenigstens wurde es mir immer so erklärt und so wird es auch in den Artikeln die ich habe finden können, beschrieben.


    Wenn dein Arzt einen so gro0en Schnitt voraussieht, dann ist deine Fistel und/oder die Kanäle bereits ziemlich weit entwickelt. Ich denke mal das der gro0e Schnitt auch der Grund für den Krankenhausaufenthalt ist. Bei mir war er ja "nur" 7x3x4 (LxBxT).


    Bei Zulu (siehe oben) war er auch vergleichsweise groß. Vielleicht kann er dir näheres erzählen zu seiner OP und seinen Erfahrungen- Denn er macht bereits das durch, was dir noch bevor steht.

    Leidensgenosse

    Ihr macht mir echt Angst. Ich laufe jetzt


    schon seit sieben Jahren damit rum. Ich


    hatte nie Schmerzen, ausser damals, als


    ich beim Skifahren paarmal auf den


    Hintern gefallen bin. Konnte danach


    kaum mehr laufen. Nach der Hafenrund-


    fahrt beim Arzt, habe ich es lieber bei


    den verschriebenen Salben gelassen und


    bin nicht mehr hin.


    Jetzt die Tage habe ich gemerkt, dass


    Ich noch eine zweite Fistel bekommen


    habe. Aber ne ganz kleine. Die andere


    ist erbsengroß. Jetzt im Sommer gehe ich


    aber nicht mehr zum Arzt. Aber im Herbst


    muss ich wohl. Wie sieht die Ritze eigentlich


    nach der OP aus???


    Mann hab ich Muffe.


    Vor allem kann ich nicht wochenlang der


    Arbeit fernbleiben.


    Gruß

    Re: Marius

    Hallöchen Marius,


    herzlich wilkommen ;-D


    Tja nach der OP sieht die Ritze so aus wie vorher nur mit 'ner Narbe drin. Stört einem nicht weiter, es sei denn du stellst deinen Hintern gerne zur Schau :-D


    Ob es bei dir so wird wie bei Zulu, Littlefoot oder mir, mußt du erst mal abwarten. Es gibt auch kleine Fistel die sogar unter örtlicher Betäubung entfernt werden können. Und wenn sie noch klein sind, hast du es bestimmt auch schnell hinter dir.


    Geh in jeden Fall noch zum Arzt, aber laß dich besser nicht vor'm oder im Sommer operieren. Warte die etwas kälteren Jahreszeiten ab. Verlege die OP in eine für die Arbeit möglichst günstige Zeit in den kälteren Jahreszeiten.


    Nochmals, wenn es klein ist, bist du in kürzester Zeit wieder auf der Arbeit. In der Regel wird man 4 Wochen krank geschrieben. Aber das hängt ganz von der Art und Größe der OP und Wunde ab.


    Informier dich und viel Glück!

    Re: Maurice

    Erstmal vielen Dank an Maurice und natürlich auch die anderen.


    Ich habe mal das komplette Thema durchgelesen. Von entferntem


    Gewebe, groß wie ein Pfirsich, wird da geredet. Nicht das ich danach


    kein Arsch mehr in der Hose habe ?


    Ich habe beide Fisteln ganz oben an der Ritze. Ausser haut und Knochen


    ist doch dort nix.


    Auch ist mir noch nicht klar, wie sowas wachsen kann. Das Loch an der


    Haut bleibt ja an der gleichen Stelle. Innen endet der Fistelkanal am


    Steißbein. (Knochen) Diese Stelle kann doch schließlich auch nicht


    wandern.


    Naja. Vielleicht hab ich ja auch Glück.

    Persönliche Fistelgeschichte

    Hallo erst mal an alle Leidensgenossen,


    ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe mir erst einmal alle Beiträge durchgelesen. Ich denke, dass ich vielleicht auch ein paar nützliche Tipps hier abgeben kann, da ich schon zwei OP´s hinter mir habe.


    Angefangen hat das ganze Thema mit 16 Jahren. Es war einfach ein kleiner Punkt am oberen Ende der Pospalte, aus dem immer wieder ein bißchen Sekret ausgetreten ist. Eigentlich nichts wildes, nur eben unangenehm. Es hat nicht geschmerzt und auch nicht irgendwie behindert. Mein Arzt hat es eigentlich sofort als Steißbeinfistel identifiziert und es war klar, dass die nur durch eine OP zu entfernen ist. Die OP wurde im Krankenhaus unter Vollnarkose gemacht. Sie haben damals einen etwa 6 cm langen Schnitt gemacht der etwa 3 cm tief war. Das Gewebe wird oval ausgeschnitten. Für alle die denken, dass Ihre Fistel nicht so groß wäre weil man von außen nichts sieht - der Arzt spritzt vor der OP eine Kontrastflüssigkeit in die Fistelgänge. Alles was sich verfärbt wird großzügig weggeschnitten. Und je länger man mit der OP wartet, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fistel sich weiter ausbreitet.


    Der Chirurg hatte die tolle Idee, den Schnitt oben und unter mit zwei drei Stichen zuzunähen, damit die Wundheilung schneller von statten geht. Ganz toll - die Schmerzen nach der OP waren viel größer, weil das ganze unter Spannung stand und außerdem haben sich zwei Taschen gebildet, die viel schwerer sauber zu halten waren. Das Ende vom Lied war, dass nach ca. 8 Wochen eine Tasche immer noch nicht richtig zugewachsen war und geeitert hatte. Also noch einmal ins Krankenhaus und ausschaben. Nach ca. 4 Wochen später war die Wunde dann entgültig verheilt. Die Narbe war nicht besonders schön und bei Belastung hat Sie immer ein wenig geschmerzt. Auch noch Jahre danach. Na ja, ich habe gedacht das muss eben so sein. So ein Forum kannte man ja noch nicht.


    Im Jahr 2000, 12 Jahre nach meiner ersten OP, bekam ich auf einmal wieder starke Narbenschmerzen. Die hatte ich vorher schon öfter bekommen, wenn ich die Narbe stark belastet hatte z.B. bei Sit-ups. Die Schmerzen ließen aber meistens nach 2 Tagen wieder nach. Dieses mal jedoch schwoll die Narbe sehr stark an. Sie war heiß und äußerst druckempfindlich. Man konnte fast zusehen, wie sie stündlich immer größer wurde. Ich bekam Fieber und mir war schlecht vor Schmerzen. Als ich nach zwei Tagen abends zum Arzt ging hat er mich sofort in ein Krankenhaus eingeliefert. Ich wurde sofort am nächsten Morgen operiert.


    Diesmal mit einer Rückenmark-Narkose. Ich kann nur sagen super. Der Chirurg hatte diesmal ein richtig großes Loch geschnitten. Ca. 10 cm lang und 6 cm tief. Nach der OP war ich nicht so kaputt wie nach einer Vollnarkose. Die Tamponage wurde nach einem Tag das erste mal gewechselt. Das war wirklich das schlimmste an der ganzen Geschichte. Ging aber auch schnell vorbei. An diesem Tag wurden die Kompressen noch ein paar mal von den Schwestern gewechselt. Ein Tag später mußte ich das schon selbst machen - und duschen wird zur Lieblingsbeschäftigung. Mindestens 6 mal am Tag sollte ich die Wunde ausduschen. Danach habe ich sie nur ausgerieben (kostet anfangs tierisch Überwindung) und das wars. Keine Sitzbäder, denn dann sitzt man die ganze Zeit in den eigenen Keimen.


    Der Chefarzt hat mir eine Wundheilung von ca. 8 bis 9 Wochen prognostiziert aufgrund der Größe der Wunde.


    Weil ich aber auch in 6 Wochen nach Australien wollte hat man versucht die Wundheilung etwas zu beschleunigen. Dabei wurde nach etwa drei Tagen keine Kompressen mehr in die Wunde gelegt, sondern Schaumstoff. Ich konnte mir das Anfangs überhaupt nicht vorstellen was das sein sollte. Dieser medizische Schaumstoff wird so zurecht geschnitten, dass er die ganze Wunde ausfüllt. Die poröse Oberfläche führt zu einer besseren Gewebebildung. Nach und nach kann man den Schaumstoffkeil immer kleiner machen. Das war wirklich eine Super-Sache. Und nach ca. 6 Wochen war die Wunde auch ganz geschlossen. Ich habe nun überhaupt keine Probleme mehr mit dieser Narbe. Ich kann sie voll belasten und habe keine Schmerzen. Auch ist diese viel besser (schöner) verheilt die erste. Hoffen wir dass es so bleibt. Ganz sicher sein kann man wahrscheinlich nicht. Da ich aber Vergleichswerte habe bin ich zumindest optimistisch.


    Fazit: Jedem der eine Steißbeinfistel hat kann man nur raten diese so schnell wie möglich operativ entfernen zu lassen. Alles andere ist nur aufgeschoben aber nicht aufgehoben. Es hat nur eine größere OP zur Folge.


    Außerdem geht in ein Krankenhaus, dass sich damit auskennt und einen guten Ruf für Fistel-OP´s hat. Es ist eigentlich ein lapidarer Eingriff aber man braucht offensichtlich doch etwas Erfahrung damit es zu keinem Rückfall kommt. Fragt nach der Möglichkeit einer Rückenmark-Narkose. Die ist viel verträglicher (ist natürlich individuell verschieden). Zumindest ist das meine Erfahrung. Außerdem fragt euren behandelnden Arzt nach diesem medizinischen Schaumstoff zur Wundbehandlung. Bei mir hat es hervorragend geklappt.


    Ich hoffe ich habe denjenigen, denen es noch bevorsteht nicht all zuviel Angst gemacht. Aber ich finde es besser, wenn man weiß was auf einen zukommt. Und verglichen mit den Schmerzen einer geschlossenen und verkapselten Fistel ist die OP ein klacks.


    Viel Erfolg und gute Besserung.

    Ihr macht euch alle bekloppt

    Hallöchen allerseits,


    Auch ich sitze gerade zu Hause, weil mir eine Fistel entfernt wurde. Liest man hier die Beiträge könnte man denken, daß sich hier nur die übelsten Fistelträger versammelt haben. Übel meine ich hier natürlich nur in Bezug auf die Krankheitsgeschichte. Alle die es getroffen hat rate ich einfach mal im bekanntenkreis das Thema anzusprechen. Habe ich auch getan! Bei jeder zweiten Person hört man habe ich auch schon gehabt oder kenne jemanden der auch eine Narbe am Steiß bis zum Hintern hat. Laßt euch alle nicht verrückt machen!!!!!!! Sicher ist es eine unangenehme Sache! MEHR ABER AUCH NICHT!!!! Besorgt euch nach der OP jede Menge DVD´s Bücher etc. , stellt die Coach so zum Fernseher das Ihr auf der Seite liegen könnt und wartet ab!!! Dies ist kein Weltuntergang!!! Ich denke es ist nur natürlich, daß sich in dem Forum nur die stark geplagten Rat suchen. Es gibt jedoch ungleich mehr Fälle, in denen die OP ohne Komplikationen verläuft und die Fistel nicht mehr auftritt!!! Nur leider hört man von den unkomplizierten Fällen nichts.


    Ich bin am 13.2. operiert worden. 8cm lange Narbe, die Fistelgänge wurden großflächig herausgenommen und die Stelle wurde wieder vernäht. Mir ging es nur dirrekt nach der OP nicht besonders. 4 Tage lang konnte ich nicht wirklich sitzen, das wars bis jetzt!!! Es ist schon fast wieder verheilt!! Kann bereits wieder mehrere Stunden ohne Beschwerden sitzen. Eine Entzündung ist ebenso nicht aufgetreten!!!! Sollte die Fistel wieder kommen setzte ich mich halt wieder vor den Fernseher und entpsanne ein wenig!


    ALSO AN ALLE:


    ES IST IN DEN MEISTEN FÄLLEN WENIGER SCHLIMM ALS ERWARTET!!!!

    Re: Mülli

    Toll das du es so locker nimmst. Ich bin zwar der selben Meinung wie du, und eine OP und die Heilung dannach machen mir keine Angst mehr. Jedoch kann ich deine These über die Rezedivrate leider nicht bestätigen. Natürlich schließen sich hauptsächlich diejenigen in Foren zusammen, dennen es dreckig geht oder gegangen ist. Aber wenn ich mir all die Untersuchungen von unabhängigen Institutionen durchsehe, sind die Menschen die nur 1x befallen werden in der absoluten Minderheit. Lediglich so um die 20% haben nach der OP nie mehr beschwerden. Vor allem ist die Wiederholung bei OP's wie deine wobei man die Wunde zunäht, verdammt groß. Ich frag mich warum dein Arzt sowas prehistorisches überhaupt gemacht hat. Klar ist es bei dir fast schon verheilt, die Wunde mußte schließlich nicht zuwachsen. Aber was ist das Resultat deiner schnelle Genesung auf längere Sicht? Rede mal mit Menschen die auch zugenäht wurden. Findest du darunter jemand der keine Fistel mehr bekommen hat? Die OP muß bei denen aber schon mehr als ein paar Jahre zurück liegen. Was nützt mir da eine schnelle Genesung, wenn ich alle paar Jahre wieder flach liege?


    Übrigens habe ich in meiner Umgebung auch nachgefragt, aber mit 'nem anderen Resultat wie du. Von allen Menschen die ich darüber gesprochen habe, war nur einer bisher ein Mal operiert worden. Bei ihm lag die OP jedoch auch gerade mal 4 Jahre zurück.


    Ich war gestern bei meinem Chirurgen. Auf den Tag genau nach 4 Monaten ist die Wunde zu und ich habe diese OP samt Heilung wohl hinter mir. Ich kann nur hoffen nicht nochmal operiert zu werden. Falls wieder eine Fistel ensteht, bin ich sofort beim Arzt und schrecke bestimmt nicht vor einer OP zurück.


    Mülli, da ist noch was was die meisten vor der OP zurückschreckt: die lange Genesungszeit bei offenen OP-Wunden. Ich weiß zwar nicht was du beruflich machst, aber viele haben nicht so verständnissvolle Chefs oder können einfach nicht lange von der Arbeit wegbleiben. Andere stehen kurz vor Prüfungen oder ihrer Diplomarbeit. Ich kann schon verstehen warum man sih dann doch mehr Gedanken macht wie du.

    Re: Maurice

    Was bleibt mir anderes übrig, als es locker zu nehmen????


    Wieso denkst Du, daß die Behandlung, in dem man die Wunde zunäht prähistorisch ist??? Ich möchte Dich ja nicht kritisieren aber bist Du Arzt

    Auch ich habe verschiedene Methoden mit Kunden zu reden? Mir ist die 3 Wochen Heilung und eine Deiner Meinung nach 20%ige komplette Heilungschance lieber als eine halbjährige offene Wunde! Da geh ich lieber in 4 Jahren nochmal ins Krankenhaus. Wer garantiert Dir denn, daß Du keine Fistel mehr bekommst? Ich denke es kommt doch nur darauf an, daß dieses Ding komplett weggeschnitten wird!? Ob es dann wieder zugenäht wird oder nicht ist doch egal. Der Arzt sagte mir bei 50% der Betroffenen geht daß mit dem zunähen gut, die anderen 50% bekommen eine Entzündung, dann werden die Fäden gezogen und man hat die gleiche Wunde wie bei Dir! Wieso ist dies prähistorisch????


    Zum Arbeitgeber kann ich nur sagen, wenn man krank ist, ist man halt krank, was soll man machen? Wenn man in Zehn Jahren vielleicht 4 Tage krank war. Sollte jeder Arbeitgeber auch mal Verständnis für eine etwas längere Krankheitsgeschichte haben. Wenn nicht ist man halt beim falschen Arbeitgeber! Ich weiß das hört sich vielleicht höchnäßig an, aber daß ist meine Meinung. Übrigens, wenn man will kann man Diplomarbeiten auch im Stehen schreiben!


    Sei mir nicht böße, aber ich möchte nur, daß die Leute hier die ganze Sache ein bißchen lockerer sehen.


    Habt alle keine Muffe, daß geht vorbei kommt vielleicht wieder (wer rasiert sich schon die nächsten 30-40 Jahre den Hintern) aber was solls!!!!!

    Re: Mülli

    Ich bin dir sicherlich nicht böße wegen deiner Meinung! Versteh mich nicht falsch. Und kritisieren sollte man in Foren wie dieses, was bringen sie denn sonst?


    Aber warum die Behandlung meiner Meinung nach Prähistorisch sei? Na dann informiere dich mal! Nein ich bin kein Arzt, aber wenigstens informiere ich mich so gut es geht und glaube nicht nur das was mir der Chirurg verzapft. Es gibt dazu genug Lesestoff im Netz und jede Menge Erfahrungen anderer in vielen Foren.


    Nicht meiner Meinung nach ist es Prähistorisch und verursacht eine weitaus größere Rezidivrate, sondern das ist die Meinung die du überall finden wirst und die in allen Untersuchungen immer wieder bestätigt wird.


    Außerdem gelten die 20% "lebenslange" Genesung nur für diejenigen die sich eben nicht für's Zuhähen entschieden haben.


    Wenn du glaubst das es mit dem Fädenziehen bei Entzündung der Wunde getan ist, bist du ziemlich leichtgläubig (entschuldige). Die Wunde wird entweder ausgeschabt oder es wird noch mehr Gewebe weggeschnitten. Und das meist wieder unter Vollnarkose. Dannach fängt die Heilung wieder von vorne an.


    Warum sollte ich mich für eine OP entscheiden die bei 50% Entzündungen verursacht und eine wesentlich größere Rezidivrate hat als die offene Wunde? Ich laufe lieber 4 Monate mit einer offenen Wunde durch die Gegend (übrigens überhaupt nicht so schlimm wie du dir das vielleicht vorstellst) und habe eine größere Chance die Fisteln nicht wieder zu bekommen, als mich alle paar Jahre wieder, für 4-6 Wochen damit rumärgern zu müssen.


    Mit der Arbeit, deiner Gesundheit und einem Chef hast du verdammt viel Glück. Nicht jeder war nur 4 Tage Krank in den letzten 10 Jahren!


    Für mich war das die erste richtige Krankheit in 29 Jahren überhaupt, aber sie hat mir ziemliche Kopfzerbrechen gemacht. Ich führe 2 Unternehmen und in diesen schwierigen Zeiten geht meine ganze Energie und Zeit in diesen beiden Firmen. Ich hatte so gesehen keine Zeit um Krank zu feiern und war daher am Tag nach der OP wieder auf der Arbeit. Natürlich nicht das Beste was man machen kann aber ich habe wohl noch Glück gehabt. Außerdem habe ich die OP so lange verschoben bis ein geeigneter Zeitpunkt (verlängertes Wochenende) eine längere Auszeit ermöglichte.


    Aber viel haben nicht soviel Glück wie wir. Vieles hängt ab von der Art der Arbeit, die gegenwärtige wirtschaftliche Situation des Unternehmens in dem man arbeitet und die Gesundheit der Menschen. Es gibt doch nun wirklich genug Menschen die um ihren Arbeitstellen momentan bangen müssen. Und wem trifft es da immer als erster? Eben der Kranke.


    Und viele haben leider nicht nur Fisteln. Furunkeln und AI (Akne Inversa) plagen ein Großteil von Ihnen ebenfalls. Beide sind chronisch und verursachen immer wieder längere Ausfallzeiten. Viele haben auch ein schlechtes Immunsystem und sind daher viel Anfälliger für Krankheiten.


    Da will man den Arbeitgeber nicht auch noch mit den Fistel zusätzlich strapazieren und macht sich hier so seine Gedanken.


    Und mal ehrlich, viele Chefs gehen über Leichen wenn es sein muß.


    Deine Aussage man wäre halt sonst beim falschen Arbeitgeber ist bei 4,7 Millionen Arbeitslosen wirklich ein bisschen Ignorant formuliert worden, oder nicht? So einfach ist es heute nicht mehr wie vor 3 Jahren.


    Klar Diplomarbeiten oder Klausuren kann man auch im Stehen schreiben. Aber optimal ist diese Lösung nun wirklich nicht. Und ein Teil der Konzentration geht auch verloren. Ich hätte keine Klausur oder Diplomarbeit schrieben können am Tag nach der OP. War schon froh meine Routinearbeiten erledigt zu haben.


    In einem sind wir einer Meinung. Ich finde auch die Leute sollten die Sache Lockerer sehen. Es ist ja nun auch kein Weltuntergang. Aber alle sollten individuell die beste OP passend zu Ihrer eigenen Situation wählen. (Also auch die OP mit Zunähen der Wunde, wenn sie sich vorher gründlich und unabhängig informiert haben.)

    Steißbeinfistel nach 4 wochen fast zu

    Hallo alle Lieben Leidensgenossen.


    Ich finds toll das es so ein gutes forum gibt wo man seine erlebnisse mitteilen kann. Am anfang wusste ich auch nicht das es eine steißbeinfistel gibt so nen mist. Und nun sieht man das es sehr viele haben.


    Naja bei mirwar das so:


    Ich hatte einen ziemlich großen pickel am steißbein. Am anfang war er recht klein wurde aber schnell größer. Nach der arbeit habe ich nur gemerkt wie meine shorts nass wurde und es wa eiter und blut. Binn dann doch mal direkt ins KH gefahren und die haben mich direkt dort behalten und wollten mich auch noch sogar direkt Operiren. Da es sich schon ziemlich enzündet hatte und ich Fieber hatte. Da ich aber gegessen habe haben sie die OP vverschoben. Wurde dann am nächsten Tag um 14 Uhr operiert. Dauerrte ungefähr 30 min. Ich hatte dann eine 3-4 cm breite und ca 6 cm tiefe Wunde. (Offene Wundheilung). Die wunde sollte bzw. darf nach 24 stunden nicht mehr bluten.. bei mr ja. Sie haben mir dann 2 tage nach der OP eine kleine vene zugehneht (sie war am blute) Und nach 5 tagen wurde ich entlassen. Danach geht die schose, Verbandwechsel bzw. Tamponage bei chirirgen weiter. Die ersten 2 wochen jeden Tag danach alle 2 Tage. Wurde am 6.02.03 Operiert und erstmal bis 10.03.03 krankgeschrieben.


    Die wunde heilt verdammmt schnell. Sie ist so gut wie zu. Es ist nur noch ein kleiner ritz zu sehen. Jeden tag fleißig duschen und die wunde ausspülen. Hatt gerreicht.


    Salbe: Furacin Sol sie ist perfekt.


    Also das wars... wer noch fragen hat kann mich ruhig anmailen. Beantworte sehr gerne und helfe natürlich auch.


    Mitsos172@aol.com


    Mfg


    Mitsos

    hallo leidensgenossen

    ist ja toll das ich nicht die einzige bin!!!!


    ich bin 16 und hatte schon 5mal eine steissbeinfistel wurde 4mal bereits operiert(einmal meinte der arzt er hätte das so im griff:-( das habe ich dann bei der nächsten op gesehen!)an alle die das ganze mehrfach gehabt haben:hattet ihr manchmal auch das gefühl das euch keiner mehr glaubt???


    ist mir so gegangen bin 4 wochen zum arzt gelaufen der wollte mir nicht glauben,meinte aber man könnte rein prophylaktisch das komplette narbengewebe entfernen!!!


    vor 3 wochen die letzte op!werde nie krank geschrieben weil ich ja in die schule muss!also schon nach einer woche wieder hin mit meinem kaputten hintern,kann nur laufen wie ente alle meinten ich hätt mir in die hose gesch... na supi jedenfalls weiss ich jetzt das ich nicht alleine bin.wünsche euch allen das das ganze nie wieder kommt,ist die unangenehmste stelle die ich kenn!ciao leute

    Analfistel

    An alle Leidgeplagten


    Ich habe zu meiner Fistel ( Analfistel) kein Forum gefunden und schreibe hier meinen Beitrag.


    Habe am Faschingsdienstag immer mehr Probleme mit dem Sitzen bekommen und die Schmerzen wurden immer stärker. Ich hatte den Verdacht, dass vieleicht am Beckenknochen eine Art Überbein oder ähnliches wächst. Bin dann am Donnerstag zum Orthopäden zur Untersuchung mit der Diagnosse Abzess am Hintern. Aussage des Artztes wäre im Anfangsstadium mit Antipiotika behandelbar. Die ersten zwei Tage bis Samstag teilweise so schmerzhaft uns stark geschwollen, dass ich nachts nicht mehr wusste wie ich mich legen sollte. Danach eine wesetliche Verbesserung bis Montag, so dass ich den Hausartz aufsuchte. Er sagte könne nichts machen aber ein stärkeres Antibiotika wäre vieleicht nützlich, wenn dass bis Ende der Woche nicht hilft sollte ich einen Chirurgen aufsuchen. Die Schmerzem wurden Tag für Tag kleiner nur der Abszess ging nicht weg. Er hat sich an der Oberfläche verhärtet bzw. verkapselt. Ging dann am Freitag früh schweren Herzens (ich bin etwas Feige was Krankheiten betrifft) zum Chirurgen. Der sagte dann um Gottes Willen sie hätten schon früher kommen sollen. Der Abszess wurde unter lockaler Beteubung sofort aufgeschnitten (ca. 2 cm lang und 1-2 cm tief) und die Wunde entsprechend versorgt. Musste dann Freitag nachmittag nochmals zum Verband wechseln und übers Wochenende versorgte mich meine Frau bzw. ich selber. Sollte dann täglich bereits ab Sonntag ein Kamillebad und das täglich durchführen. Die Wunde schwellte ab, so dass die Wunde etwas auseinanderklafte. Ab Montag war ich bis Freitag alle 2 Tage beim Chirurgen, der sagte, dass wir am Freitag noch mal nach einer möglichen Fistel unterhalb des ausgeschnittenen Abszesses suchen müsten. Das niederschmetternde Ergebnis war, dass wirklich unterhalb des Abszesses eine der Arzt sagte ca. 8 cm tiefe Fistel liegt und die muss raus . Ob innerhalb der Fistel noch Abzeigungen liegen (er sprach von Fuchsbaufistel) konnte er nicht erkennen.


    Ich sollte jetzt darauf achten, dass der Abzess weiter gepflegt wird und weiter abheilt. Werde jetzt am 02.04.2003 mit Endoskop untersucht, wo die Fistel am Darm andockt um den ungefähren Verlauf und die Lände der Fistel zu erkennen.


    Habe jetzt nach Bekanntgabe viel recherchiert und unter anderem dieses Forum entdeckt. Mich wundert es nur, dass keiner Probleme mit Analfistel hat.


    Bin ich der Einzige oder vieleicht im falschen Bereich des Forums gelandet?


    Wer hatte schon Probleme mit Analfisteln und kann mir davon berichten im Forum oder ggf. mir direkt mailen (guenter.hutter@epost.de)


    Habe im Internet viel über die Operationsmethoden und die Gefahren gelesen, unter anderem, dass die Fistel durch den inneren und äußeren Schließmuskel verlaufen und bei der Operatien Inkontinent entstehen kann.


    Bin für jede Antwort (persönliche oder Erfahrungen anderer, Krankeitsverlauf, Krankenhäuser, etc.) diesbezüglich sehr dankbar.


    Herzliche Grüße und gute Genessung wünscht


    Günter

    Hallo Leidensgenossen!

    Ich habe nun zum dritten mal eine Steißbeinfistel.


    ich dachte mir nun mal, daß ich doch mal im www danach suchen könnte, zecks Ursachen und so. Dabei bin ich auf dieses forum gestoßen. Ich bin jetzt doch etwas beruhigter, da ich nun weiß, das ich nicht "alleine" bin mit dieser doch etwas unangenehmen Erkrankung. Nur was ich hier so gelesen habe, hat mich doch etwas erschreckt.


    Natürlich ist diese Sache nicht gerade angenehm, aber so schlimm wie es hier von dem ein oder anderen beschrieben wird ist es nun auch nicht.


    Ich habe das erstemal 1998 eine Fistel gehabt. Aber bevor ich überhaupt wußte was mich da am Po ärgerte, bin ich noch ca 2 Wochen arbeiten gegangen. Aber dieser Schmerz wollte nun doch nicht wieder verschwinden. Also dachte ich mir, Mensch, du mußt doch mal zum Doc gehen. Wie es der Zufall wollte, war mein Hausarzt im Urlaub. Nun ja, dachte ich, gehst du mal ins Krankenhaus in den notdienst. Gesagt getan. Der Arzt dort meinte, das ding sei zwar schon recht dick angeschwollen, aber mit Salbe bekämen wir das wieder hin. Es dauerte auch nicht lange und der Schmerz war weg. Gott sei dank dachte ich. Pustekuchen, keine 2 Tage später war es wieder soweit. Naja, ich wieder ins Krankenhaus. Als ich dann dran war kam die Ernüchterung, es sollte operativ entfernt werden. Ok dachte ich, wenn es dann besser wird. Ich also ins Krankenhaus. Dann ging es los, erstmal die normalen Untersuchungen etc. Einen Tag später kam ich dann unter das Messer. Als ich dann nach der OP aufwachte fühlte ich mich recht gut, keine Schmerzen oder sonstiges. ich dachte, na endlich, das hab ich hinter mir. Naja 2 Tage später kam dann der große schock: die Tamponade sollte gezogen werden. Hmm, was das dachte ich?? Bis mich dann ein Arzt aufklärte. Oh Schreck, dachte aber das wird ja wohl nicht dein Untergang sein. Aber ich musste wenige Zeit später feststellen, daß ich noch nie einen solch wiederlichen Schmerz gespürt hatte. Aber, das ging schnell wieder vorbei ;-). Und dann war offene Wundheilung angesagt, täglich ausduschen usw.


    Aber mein Fazit ist: Leute habt keine Angst euch das Ding wegschneiden zulassen. Das übelste daran ist wirklich nur das ziehn der Tamponade, und das ist ja nur einmal :-). Ich bin am Freitag, 28.03.03, nun leider schon das 3. mal daran operiert worden. Die Tamponade ist nun auch schon gezogen wurden. Und ich muss sagen, es geht jeden Tag besser. Klar ich merke es noch ein wenig beim sitzen aber das geht auch wieder vorbei. Das einzige was doof ist, es dauert halt eine kleine ewigkeit bis das ganze wieder verheilt ist, aber mit ein paar Videos, Büchern und dem PC geht die Zeit schon rum.


    P.S.: Lasst euch das Loch bitte nicht zunähen, habe mal gehört das das überhaupt nicht gut sein soll. immer offene Wundheilung machen, fährt mann am besten mit. Cu

    Ich hätte da auch noch ein paar Tipps...

    Als erstes möchte ich loswerden, dass ich wirklich erstaunt darüber bin, wieviele Leute dasselbe Problem haben, wie ich. Anfänglich kam ich mir wirklich "dreckig" vor und habe mich nicht getraut, meinen Freunden und Bekannten zu sagen, dass ich am Hintern operiert worden bin. Nachdem ich dann doch den Mut gefasst hatte, durfte ich mir dann solche Sprüche wie "Du bist aber ein grosses Arschloch" oder wenn ich etwas geschenkt bekommen habe "Hier, jetzt darfst Du Dir ein Loch in den Arsch freuen" anhören. Mittlerweile komme ich ganz gut damit zurecht.


    Am 03.03.03 war ich abends beim Arzt, weil ich es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe schon öfter "da hinten" einen leichten Schmerz/ Druck verspürt, doch das ging auch wieder weg und ich habe mir weiter keine Sorgen darüber gemacht. Es musste wohl auch erst so weit kommen, dass ich weder auf dem Rücken liegen, geschweige denn überhaupt noch sitzen konnte. Ich war also beim Arzt und der hat mich sofort ins Krankenhaus geschickt. Ich bin abends um 19 Uhr noch ins Krankenhaus gefahren und wurde gleich da behalten. Ich wurde vor der OP gar nicht richtig aufgeklärt - zumindest nicht darüber, dass das ein so wahnsinnig grosses Loch ist und das es von alleine zuwachsen muss.


    Nach der OP war meine Mutter die Einzige, die mir erzählt hat, wie riesig dieses Loch eigentlich ist! Sie sagte, es sei faustgroß und ganz runter bis zum Steiß - man konnte den Knochen sehen... Ich habe mir dieses Loch bisher noch nicht ansehen können. Ich finde es bemerkenswert, dass einige Leute hier sich die Wunde selber versorgen. Mein Arzt wollte das zuerst auch von mir, doch ich habe so lange rumgejammert "ich kann das nicht sehen", dass er mir einen ambulanten Pflegedienst verschrieben hat. Dieser Pflegedienst kommt nun schon seit einem Monat morgens zu mir nach Hause und duscht meine Wunde aus und macht den Verbandswechsel. Zuerst wurde die Verbandsmethode vom Krankenhaus weitergeführt:


    - Wunde ausduschen


    - Wunde mit Fibrulan-Salbe eingeschmiert


    - mit in Ringerlösung, Kochsalzlösung oder Octenisept getränkte Kompressen in die Wunde gelegt (in das Loch passten anfänglich 10!!! Kompressen)


    - mit einer Zetuvit-Platte abgedeckt


    - mit Fixomull-Pflaster zugeklebt


    Die Leute vom Pflegedienst waren gar nicht so überzeugt von dieser Methode, da die Kompressen täglich "rausgerupft" wurden und möglicherweise auch gesundes Gewebe, welches sich gerade erst gebildet hat, wieder zerstört wird. Ich habe einen sehr guten Pflegedienst, die mit verschiedenen Herstellern von Verbandmaterial zusammenarbeiten und wir haben einen Termin ausgemacht (ich hatte ja eh nichts zu verlieren und diese Person kommt kostenlos zu mir nach Hause). Es war eine Dame von der Firma Assist, die sehr erfahren war und viele schöne Sachen/ Proben in ihrer Tasche dabei hatte. Sie war auch der Meinung, dass die Methode mit den Kompressen sehr veraltet ist und das es viel effektivere Sachen gibt. Sie hat mir zur Probe unter Anderem solch kleine Kissen da gelassen, die mit Schaumstoff gefüllt sind, womit das Loch ausgefüllt wird. Obendrein auch noch ein riesiges Pflaster. Wir sollten das einfach mal damit ausprobieren und ich muss sagen, dass ich mich gleich am ersten Tag schon viel besser gefühlt habe und vor allem: ich hatte nicht mehr so einen dicken Verband am Hintern. Ich habe mich für diese Methode entschieden. Das Problem war nun nur doch der Arzt, der mir dieses Material rezeptieren sollte. Natürlich ist das sehr teuer, doch ich hatte Glück... Mein Arzt ist sehr interessiert und offen - aber vor allem: er hält nicht an den alten Methoden fest!


    Diese Schaumstoffkissen müssen auch nicht täglich gewechselt werden, d. h. es muss auch nicht mehr täglich ausgeduscht werden (das ist vielleicht der einzige Nachteil, da es nach einiger Zeit unangenehm riecht). Diese Kissen können 4 - 5 Tage in der Wunde bleiben, doch ich wechsel alle 2 Tage, bis die Wunde noch so viel Sekret absondert.


    Mein Verbandswechsel sieht nun so aus:


    alle zwei Tage...


    - Wunde ausduschen


    - Wunde mit Ringerlösung ausspülen


    - Wunde mit NuGel einschmieren


    - Kissen in die Wunde


    - Pflaster drauf - fertig


    Es kommt trotzdem noch jeden Tag der Pflegedienst vorbei, um nachzuschauen, ob das Pflaster noch sitzt und ob alles in Ordnung ist!


    Seitdem ich diese neue Methode habe, ist die Wundheilung erfreulicherweise viel schneller voran gekommen und ich bereue es auf gar keinen Fall. Ich kann nur jedem raten, den Arzt oder den Pflegedienst anzusprechen, ob sie noch Alternativen zur herkömmlichen Methode kennen.


    Also dann viel Glück!

    Hatte Fistel vor 4 Jahren ist jetzt wieder da

    Hallo erstmal,


    ich hatte vor 4 Jahren bei der Bundeswehr eine Steissbeinfistel, der Arzt zu dem ich Abends beim Notdienst bin hat sie recht schnell damals diagnostiziert. War in nem Zivilkrankenhaus.


    Der wusste sogar was über die Geschichte, dass dies auch bei GIs in Vietnam aufgetreten ist vom Jeep fahren auf den Plastiksitzen. Jeepfahrerkrankheit, meinte er.


    Mit diesem Befund ging ich dann ins BWK ( Bundeswehrkrankenhaus ) in Ulm.


    Die haben sowas wies aussieht jede woche zur Behandlung ...


    Wo gibt es sonst viele Junge Männer wenn nicht beim Bund.


    Dort wurde es dann unter einer Rückenmarksnarkose entfernt. Sie haben es dann zugenäht und nach kurzem sttionärem aufenthalt lies man mich wieder nach Hause.


    Dort war ich dann wohl zu aktiv und die Wunde hat geeitert, also wieder zurück ins BWK, aufschneiden und ausheilen lassen. War dann dort 1 Woche wieder stationär.


    Dort wuchs dann die ca. 3-4 cm tiefe Tasche mit hilfe eines 2 komponenten Schaumstoffes eigentlich recht schnell wieder zu.


    Der Schaumstoff würde aus 2 komponenten angerührt, die zähe Masse wurde dann in die Wunde gegossen, wo sie dann zu einem Schaum aushärtete. Leider hab ich die bezeichnung dafür nicht mehr.


    Und jetzt hab ich es vor 3 Tagen bemerkt dass der Mist wieder da ist ...


    Ist ohne Schmerzen gekommen, ich merke es nur an der Kruste die sich in den Fusseln, die sich ja immer am Ende der Pofalte ansammeln, bildete ... war nicht viel, ein paar krümel. Dann mal ein paar kleine Flecken in der Hellen Unterhose.


    Nach dem betrachten meines Verlängerten Rücken stand fest dass da ein kleines, ca. 4 mm großes Löchlein ist ...


    Und meine Stimmung war im Eimer.


    am nächsten Tag zum Hausarzt, dem gleich das mit dem Vorfall bei der Bundeswehr erzählt, er mich zum Chirug über wiesen, der steckte dann ne Sterile Sonde ( sah aus wie ne Stricknadel :-) ) in das Loch und sagte dass das Loch bisher nur ca. 5mm tief ist und er hoffe dass sich noch keine Verzweigungen und Gänge gebildet haben. Hoffe ich auch ...


    in 4 Tagen ( Donnerstag kommts raus )


    Der Tipp mit dem Medizinischen Schaumstoff ist gut, das werde ich gleich dem Chirurgen Sagen dass ich das Verbandsmaterial will !!!


    Also, dass wars soweit von mir.


    Achso ja, Sitzbäder mit Betaisodona Lösung !!! Das ist so ne Jodlösung, brennt aber nicht und Ausduschen !


    Allen eine Gute Besserung euere


    Arme Sau

    Bei mir hat´s 2 Monate gedauert

    Hallo erstmal,


    ich könnte hier vieles wiederholen, will ich aber nicht. Deshalb nur soviel ich war erstaunt wie oft die Sache vorkommt und wie verschieden es verläuft.


    Ich wurde am 13.02.03 operiert.Ca 1 Jahr vorher hatte ich mal einen Pickel am Popo ;-D der verschwand dann wieder. Plötzlich bildete sich an der rechten Po Backe eine Hühnerei große Beule- ich konnte nicht mehr sitzen. Habe dann noch dummerweise 2 Wochen gewartet, so nach dem Motto:"geht schon wieder weg" war aber nicht so. Ich habe mich notfallmäßig im Krankenhaus vorgestellt und wurde noch am selben Tag operiert. Das Teil wurde rausgeschnitten und anschließend hatte ich ein ovales Loch etwa 10 cm Lang bis zu 5 cm Breit und 3 cm tief. Nach 6 Tagen konnte ich wieder nach Hause. Die Wundheilung erfolgte offen, d.h. die Wund wurde mit Kompressen ausgelgt die mit 0,9 %tiger Kochsalzlösung getränkt wurden. Nach 2 Wochen tat es nicht mehr weh aber sitzen war für ca. 4 Wochen nicht drinn. Da die Fistel in der Po Spalte etwa mittag lab, gab es eine Reizung der Haut auf der gegenüberliegenden Seite( immer feucht). Habe ich mit Bepanten in Griff bekommen. Jetzt ist die Wunde ziemlich gut abgeheilt ( noch etwa 2X1 cm) und wird mit Silbernitrat haltiger Salbe behandelt.Bis nach Ostern bin ich noch Krank geschrieben.


    Ich kann nur jeden Raten:"Geht sofort zum Arzt".

    Angeboren?

    Meine Schwester ist Kinderkrankenschwester und sie hat mir gesagt, (Steißbein)fistel seien angeboren und man könne sich keine "aneignen"?!


    ist das so (sie kennt sich nicht so gut aus mit fisteln, besser gesgat nur bei kleinkindern)