@ Thüringer und alle anderen :

    Hallo, so war heute beim Hausarzt und der sagte, das die Wunde alles andere wie gut aussieht. Sehr ungleichmässig rausgeschnitten und überhapt nicht sauber operiert. Die wundversorgung die die fachklinik mir empfohlen hat, mit Betaisadonna, sagt mein Arzt wäre unverantwortlich, denn die würde zwar desinfizieren, aber die Wundheilung verlangsamen. Bekomme jetzt wieder täglich die Wundversorgung mit Tamponade gemacht. Ist mir auch lieber.


    Dann habe ich nochmal in der Klinik angerufen, und mir den Arzt geben lassen der mich operiert hat, und gefragt, was das mit diesem Sitzen sitzen sitzen zu bedeuten hat. Ob das die Wundheilung verbessern würde. Nein, wäre nur eine angenehmere Lebensqualität. Wenn ich Schmerzen hätte, bräuchte ich mich natürlich auch nicht zu setzen.


    So alle 4 Stunden nehme ich jetzt Tilidin gegen die Schmerzen, die auch ohne Sitzen vorhanden sind, und schaue der Wundheilung entgegen.

    Ich versuch mal zu antworten, wobei das aber icht für jeden zutreffen muss. :-)


    1. Wie ist dass denn mit dem auf's Klo gehen, ich kanns mir nicht wirklich Vorstellen.


    Du kannst ganz normal auf den Topf, aber danach orentlich sauber machen und immer nach vorne säubern, nie nach hinten.


    2. Wie ist dass mit dem im Bett liegen, wie muss ich mir das vorstellen. Kann ich überhaupt auf dem Rücken liegen, oder ist es zu schmerzhaft ?


    Du wirst aufwachen und höchstwahrscheinlich schon auf dem Rücken liegen. Das empfinden ist bei jedem anders. Ich hatte ein Druckgefühl, eigentlich keinen wirklichen Schmerz


    3. Wie ist das mit dem Wundverschluss, der Chiruge sagte etwas von Vernähen, da ich aber schon davor etwas darüber im Internet gelesen habe irritiert mich das ganze doch etwas. Er sagt zudem dass man beim zunähen eine Drainage "einführen" (ich weiß nicht ob das der richtig ausdruck dafür ist) soll. Als zweite Variante sagt er etwas von einer Hautlappen Methode die ich aber nicht wirklich mitbekommen habe, was ist das genau ?


    Offene Wundheilung ist wohl offensichtlich die sicherste Methode, bei vielen klappt es aber auch mit dem Vernähen. Ich selber bin froh die offene zu haben, sagt doch auch meine Hausärztin das es die komplikationsloseste ist.


    4. Wie lang sollte ich einplanen nicht in die Schule zu kommen (habe etwa 2-3 Wochen gedacht)?


    Das kommt auf die Größe der Wunde und dein "Heilfleisch" an :-)


    Meine OP war am 12.01.2010 und ich kann mich wieder problemlos setzen und habe keinerlei unangenehme Gefühle an der Kehrseite.


    5. Kann ich überhaupt laufen ?


    Ja klar!!!!! Die wird ja kein Bein abgenommen, nur ein Steak rausgeschnitten :-):-)


    6. Wie lange dauert es, bis die Wunde so zu geheilt ist, dass ich wieder normal sitzen kann, vielleicht auch wieder in die Schule gehen kann?


    Siehe Punkt 4.


    7. Was hat man denn im Krankenhaus an, also sollte ich so etwas wie Jogginghose oder so etwas mitnehmen ?


    Also wenn es stationär gemacht wird, solltest du schon etwas mitnehmen, so für drei Tage. Waschsachen, Unterwäsche, Jogginghose usw.


    8. Einer der wichtigsten Stichpunkte. Wie ist denn normal das Essen im Krankenhaus ? Ich wurde noch nie im Krankenhaus operiert, deswegen die dumme Frage. Nur einmal ambulant.


    Das kommt auf das Krankenhaus an. Bei mir war es einigermaßen verträglich, soll heißen, ich musste nicht gleich aufs Klo und ko......


    Du wirst auf alle Fälle ernährungstechnisch keine Einschränkungen bekommen, sprich du bekommst ganz normales Essen

    @ MiniKellek

    Hab mal geantwortet, aber die Anrede vergessen, also schau dir den Beitrag hier drüber durch

    @ rene75

    Hast dich also übers Wochenende retten können. Was deine Hausärztin da sagt, iss ja alles andere als aufmuternd. So was nennt sich Fachklinik, na ja man kann es vorher nie wissen.


    Zumindest scheint sich deine Hausärztin gut auszukennen, also biste anscheinend in guten Händen.


    Ach bevor ich´s vergesse:


    "Die wundversorgung die die fachklinik mir empfohlen hat, mit , sagt mein Arzt wäre unverantwortlich, denn die würde zwar desinfizieren, aber die Wundheilung verlangsamen."


    Ich bekomme auch nur Betaisadonna. Ich hatte es schon mal geschrieben, meine Ärztin findet eine zu schnelle Wundheilung nicht so prikelnd, da sie die Erfahrung gemacht hat, das bei zu schnellem zuheilen, eben Probleme auftreten mit Sekretkanälen usw, die im letzten Stadium nicht zuwachsen wollen.


    Ich bin richtig zufrieden, bis jetzt zumindest!!! Man weis ja nie.............

    **** @thüringer71 **


    Vielen Danke für deine schnelle und gute Antwort ;-) Falls mir noch was einfallen sollte weiß ich ja an wen ich mich wenden kann :-DAber trotzdem nochmal zu Punkt 7 bei meinen Fragen dort oben. Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen dass ich da ne Jogginghose anziehe, wird das nicht etwas eng wenn ich dann dazu noch nen fetten Verband drüber habe ?


    An alle die, die OP vielleicht nach mir noch vor sich haben. Ich werde in der 2. Februar Woche operiert und werden dann von meinen tollen Fistel-OP/Krankenhaus Erfahrungen schreiben.


    Gruß, und Gute Nacht an alle ;-)

    "Aber trotzdem nochmal zu Punkt 7 bei meinen Fragen dort oben. Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen dass ich da ne Jogginghose anziehe, wird das nicht etwas eng wenn ich dann dazu noch nen fetten Verband drüber habe ? "


    Nee nee, du darfst nicht denken das du da ne Pampers anhast. Meist wird tamponiert, das heißt die Wunde wird mit Mullkompressen ausgefüllt, darüber kommt eine flache Kompresse und ein großes Pflaster. Du passt damit sogar locker in eine Jeans

    Hallo


    Ich habe 2 Steissbeinfistel-OPs hinter mir (s.g. Dermoidfisteln).


    Die erste mit 17 jahren, die zweite an genau der gleichen Stelle mit 45 Jahren. Beim ersten mal wurde die OP-Wunde geklammert (war ne echte Quälerei damals mit Entzündung). Beim zweiten mal wurde die Wunde offen gelassen um so von inner heraus zu heilen. Hat wunderbar funktioniert - war ein sehr tiefer Schnitt. Der Chirurg meinte, besser mehr als zu wenig Gewebe entfernen, da die Gefahr bei Fisteln immer besteht, dass sie sich an gleicher Stelle neu bilden ( der Entstehungsmechanismus ist wohl mmer noch nicht so richtig klar).


    Hat ne ganze weile gedauert ca. 4 Wochen bis alles verheilt war. Allerdings hab ich so ein rotes Geel (Name vergessen) für die Wunde bekommen, welches ich täglich in die Wunde einbringen musste.


    gruss


    Günter_84

    Hallo,


    mir fällt dann doch gerade noch eine Frage ein. Wie sieht nach der Wundheilung eigentlich dass Gewebe, welches herausgeschnitten wurde aus ? Mir ist klar, dass es dann nicht genau gleich aussieht wie die Haut die zuvor da war, aber ist dann dort eine rießen Narbe ? Stell ich mir etwas schreklich vor.


    gruß


    minikellek

    Hallo


    Klar bleibt da eine Narbe ... und da die Wunde bei mir nicht genäht wurde, ist die auch sichbar (aber eben in der "Kimme" versteckt).


    Die narbigen Kriegen - das sind die besten ! (K.M.) ... :-)


    Gruss


    Günter

    @ MiniKellek

    Zu den OP Methoden: such doch mal in einer bekannten Suchmaschine nach "Fisteloperation nach Bascom" sowie "Schwenklappenplastik nach Limberg"


    Da wirst Du einiges finden.


    Die in Betracht gezogene Drainage ist auch nicht ungewöhnlich, wenn Du hier mal so 100 Seiten gelesen hast, wirst Du sicher zahlreiche Fälle finden, die davon berichten.


    Beste Genesungswünsche an alle Betroffenen von @:)

    Nachdem auch ich schon 2x operiert wurde, möcht ich auch nochmal meinen Senf dazu geben :-)


    Ich kann absolut die offene Wundheilung empfehlen! Die Wunde heilt zwar viel langsamer, aber dafür sauber und gleichmäßig zu. Ich hatte bei beiden OP's die offene Wundheilung und würde sie sofort wieder wählen. Ich kenne wirklich nur wenige Leute bei denen eine Naht gehalten bzw. sich die Wunde durch die Naht nicht entzündet hat.


    Bei der 1. OP wurde meine Wunde auch immer straff und fest austamponiert (das Loch reichte bis auf den Knochen). Dauer der Wundheilung: 6 Monate, dafür aber tip-top ohne "wildes Fleisch" und irgendwelchen auffälligen Verwucherungen. War zwar eine halbe Ewigkeit aber mein Hausarzt sagte damals auch, es soll so langsam wie möglich zuheilen, dass sei am besten. Es wurde sogar täglich das Fibrin abgetragen (Fibrin ist ein Eiweiß das durch die Blutgerinnung entsteht und die Wundheilung beschleunigt), damit alles langsamer heilt.


    2. OP vor 3 Wochen ambulant unter lokaler Betäubung (das Loch reichte nicht bis auf den Knochen). Die Wunde wird jeden 2. Tag von mir ausgeduscht und danach vom Chirurgen in der Praxis mit einer kleinen Kompresse und Betaisodona-Salbe austamponiert. Der Grund: Betaisodona desinfiziert die Wunde und verhindert die Keimansammlung und somit auch eine Entzündung. Der Heilungsprozess dauert dadurch wieder länger weil auch hierbei alles langsamer wächst, aber auch er sagt, eine langsame und offene Wundheilung sei das Beste.


    Zudem sagt er: Je größer das Loch, desto fester sollte austamponiert und die Heilung verlangsamt werden, damit sich die Wunde tatsächlich auch in Ruhe schließen kann und die Narbe genügend Zeit hat sich zu bilden und zu festigen.


    Meine jetzige Wunde heilt problemlos. War zwar nur Haselnuss groß und ich bin schon 3,5 Wochen mit der Heilung beschäftigt, aber in diesem Fall vertraue ich voll und ganz meinem Arzt.


    Schade dass es für unser Problem kein Patentrezept mit Dauerlösung gibt %-|

    hallo..


    war heute beim arzt, der mir leider eine steißbeinfistel prognostiziert hat und gleich meinte, dass ich operiert werden müsse.


    gleichzeitig "wies" er mich in das regio.klinikum in Pinneberg ein, angeblich eins der besten in norddeutschland.


    Nun würde mich interessieren, ob jemand weiß, ob diese wirklich gute arbeit abliefern - vllt. war dort ja bereits jemand dort wg. einer fistel oder kennt jemanden, etc.


    habe den termin für morgen und soll auch direkt entlassen werden am nachmittag - ist das empfehlenswert?


    hoffe, dass mir jemand heute noch antworten kann!


    DANKE!

    Nicht verzweifeln, hier lesen ;-)

    So, ich "schmeiß" hier jetzt einfach nochmal was in den Chat, weil es mir einfach wichtig ist und die Sache immer noch zu wenige Leute/Ärzte wissen!


    Ich hatte bis vor 3 Wochen auch eine Steißbeinfistel, nicht so schlimm da nur eine Öffnung und relativ kleiner Abszess; aber Sitzen war doch unangenehm und schmerzhaft.


    Nach langem "um die OP drücken" hab ich in einem anderen Forum von der "Pit Picking"-Methode nach Bascom gelesen. Bei dieser wirklich genialen Methode wird nur minimal was weggeschnitten und es wird in lokaler Betäubung gemacht. Das kam mir sehr entgegen, weil ich weniger Schiss vor der eigentlichen OP als vielmehr vor der rießen OP-Wunde bei der klassischen OP und der anschließenden "tollen" Narbe hatte.


    Die Pit-Picking-OP wird aber nur von sehr wenigen Ärzten in Deutschland durchgeführt. Eine gute Übersicht über das ganze Thema inkl. Arztliste findet sich übrigens hier:


    http://www.pilonidal.org/


    Joa, so hab ich mir dann nen Termin in der Klinik in Gelsenkirchen geholt und bin morgens hingefahren. Dort lief alles super freundlich und schnell ab. Fistel angeschaut und schon lag ich unter dem Messer. Die "OP" dauerte nur 15 Minuten und war bis auf die Betäubungsspritze :=o völlig schmerzfrei! Auch nach der OP hatte ich zu keinem Zeitpunkt Schmerzen. Die Wunde (bleibt auch offen, aber nur so groß wie ein Fingernagel) hat auch die ersten Tage schön gesifft, ist dann aber rasend schnell zugewachsen. Übrigens bin ich nach der OP rund 300 km mit dem Auto selbst wieder nach Hause gefahren, alles kein Problem. :-)


    Joa, also mein Rat lautet: LASST ES MIT DER PIT-PICKUNG-METHODE MACHEN WENN ES MÖGLICH IST!!!! Die ist GENIAL!


    Die tollen Ärzte von einer Uniklinik im Saarland wollten mich wie gewohnt aufschneiden und offen zuheilen lassen, mit den bekannten Problemen. Sie sagten, diese "neue Methode sei Schwachsinn". Ich frag mich nun aber als Geheilter, wessen Methode schwachsinniger ist. Ich denke mal eher, bei der klassischen OP gibt es für das KH mehr zu verdienen, das ist der Grund.


    Wenn ihr Fragen habt oder Fotos wollt, bin ich Euch gerne behilflich. Mir wurde wie gesagt auch durch so ein Forum geholfen und ich bin endlos froh darüber. Deshalb teile ich gerne meine positiven Erfahrungen mit andern "Fistelopfern". ;-) Schreibt einfach ne PM, ich antworte schnellstmöglich. :p>

    @ messerattacke

    Das hört sich alles richtig gut an und für jeden bei dem das klappt, freut mich das. Aber wie @ Pali schon einwirft, darf es vom entstehen bis zum entfernen nicht allzu lange dauern. Ich denke, wenn die Fistel erst mal Kanäle gebildet hat und es mit dieser Methode gemacht wird, ist man schon von vornherein wieder Kandidat für den OP-Metzger :-)


    Meine Ärztin erzählte mir von einem Fall aus ihrer Praxis. Frau kam zu ihr mit ner Fistel, so wie wir sie alle kennen. Noch nicht wirklich lästig, aber eben da. Dieser Frau war der Job erst mal wichtiger und wollte ein halbes Jahr später wiederkommen. Nach einem viertel Jahr stand sie wieder in der Tür, hatte tierische Schmerzen und im Endeffekt hatte sich in diesem viertel Jahr ein Eitergürtel in Hintern gebildet. Ihr wurde der halbe Hintern entfernt.


    Soviel dazu, wieviel Zeit man in Extremfällen vom entdecken der Fistel bis zum Worst Case haben kann.


    Im übrigen, meine OP ist jetzt drei einhalb Wochen her und die Heilung verläuft mit zweimal Duschen (morgens u. abends) und regelmäßigen Arztbesuchen bestens. Schmerzen gibts nicht, nur das sitzen kann noch unangenehm werden, wenn es länger als ne Stunde dauert.

    Guten Abend an alle ;-),


    bei mir ist es morgen Früh so weit ! Um knapp 7 Uhr soll ich i.d. Klinik sein. Ich hab die Fistel jetzt schon 1 Jahr (!). An alle die denken warum ich nicht zum Arzt bin und es hab früher machen lasse, die Antwort lautet, ich wusste bis vor ca. 1 1/2 Monaten nicht was es ist. Die Untersuchung hat bis Anfang Jannuar gedauert. OP Termin ist morgen am 11.2.2010 ;-) Die Fistel soll aber einen Durchmesser von max. 1,5cm haben, aber muss natürlich etwas größer rausgeschnitten werden und wird entweder zu genäht oder mit der Schwenklappenmethode geschlossen. Denk ich jedenfalls :). Naja, wünscht mir viel Glück :°_ . Ich poste dann nächste Woche wenn ich entweder zu Hause bin, oder im KH Internet habe !

    Moin!


    Ich wurde, wie bereits ja "angekündigt", operiert.. am 03.02!


    Man behielt mich eine Nacht noch im Klinikum und wurde dann am Donnerstag (04.02.) entlassen.


    Ich muss sagen, ich habe es mir eigentlich schlimmer vorgestellt, aber die Untersuchungen bzw. Ausspülen & "Verband"-Wechsel (Kompressen) sind schon die Hölle.


    Ich war gestern, also genau eine Woche nach der OP, bei der 2. Nachuntersuchung und dort war leider "nur" die Aushilfe vor Ort und nicht mein Arzt (Chefarzt).


    Vorher (Montag) war der Chefarzt eigentlich guter Dinge und meinte es würde gut aussehen. Doch nun gestern meinte der andere Arzt es würde noch etwas suppen und das wäre nicht gut (dass es suppt, weiß ich ja selber). Er spülte das also aus, reißte mir den Hintern auseinander und packte wieder ein paar Kompressen rein, inkl. einer Salbe - habe sonst nie irgendwelche Salben benutzt.


    Das tat echt schweinisch weh der ganze Ablauf, also das musste echt nicht sein!!


    Seitdem blutet das auch wieder (hatte jetzt zirka 6 Tage mehr oder weniger ohne Blut), am selben Tag relativ viel und in dieser Nacht auch wieder.


    Tut euch das Reinmachen denn gar nicht weh? Macht ihr das selbst?


    Ich mache das zwar auch selbst, nur ich bekomme die Kompressen irgendwie nicht richtig rein, weil mein "Loch" ziemlich weit beim Anus also in der Falte sitzt und man da nicht so gut rankommt.


    Habt ihr da irgendwelche Tipps, wie man das am besten (selber) macht?


    Oder sonst noch irgendwelche anderen Tipps? Wundersalben? Mache regelmäßige Bäder mit Kamillin, ist das empfehlenswert?


    Habe auch keine Ahnung, ob das da hinten gut verheilt, weil ich das auch nicht sehe und auch nicht sehen möchte :D


    Die Schmerzen wurden zwar schon weniger, jedoch sind die Untersuchungen bzw. Kompressen-Wechsel & Ausspülungen vom Arzt immer wie ein Rückschlag für mich, da es mir danach nicht wirklich gut geht.


    Morgen habe ich einen erneuten Termin bei meinem normalen Arzt/Proktologen und werde mal sehen, was der meint.


    Gruß und gute Besserung an alle mit 'ner fiesen Fistel ;-)

    Hallo Leidensgenossen,


    nachdem ich mein "Ding" etwa 10 Jahre mit mir rumschleppte, hab ich es vor knapp 3 Wochen stationär entfernen lassen. Meine "Ausschnitt" war 10x8 cm groß und ging bis zum Steißbein. War während der OP mit einer Rückenmarksnarkose betäubt, kann ich nur empfehlen. Zwei Tage nach der OP durfte ich bereits nach Hause. Das Autofahren (80km von der Klinik nach Hause) war etwas unangenehm aber erträglich.


    Vor allem der psychische Effekt nach der OP ist toll. Man ist wie befreit. Die Überwindung hat sich gelohnt.


    Meine Wunde pflege ich selbst, da ich allein wohne. Im Prinzip ist das recht simpel. Ich dusche die Wunde gut aus, täglich 3 mal. Morgens und Abends kombiniere ich das Ausduschen mit einem kurzen Sitzbad in Salzwasser (ca. 1EL Kochsalz vom Supermarkt pro Liter Wasser). D.h. ich dusche kurz die Wunde aus, mache das Sitzbad und dusche danach die Wunde nochmal aus. Geht recht schnell wenn man sich dran gewöhnt hat.


    Nach dem Duschen tupfe ich Wunde trocken. Benutze dafür Einmal-Handtücher, die fusseln nicht. Dann creme ich meine Wunde gut mit Bepanthenol-Salbe ein, drücke vorsichtig 3 gefaltete Kompressen in die Wunde und decke das Ganze mit dem Salbenläppchen (Zemuko Fliesskompresse) ab, das ich zum Einreiben genutzt habe. Darüber kommt dann eine auslaufsichere "Windel" bzw. Saug-Vorlage und fertig.


    Überwindung hat mich am Anfang das Einreiben der Wunde gekostet. Bin einmal fast ohnmächtig geworden. Aber hab mich recht schnell dran gewöhnt. Jetzt funktioniert das wie geschmiert. ;-D


    Die Kompressen sind dafür wichtig, dass Wunde langsam von unten ausheilt, müssen also bis zum Boden der Wunde gedrückt (sanft) werden. Die Salbe ist dafür wichtig, dass die Kompressen nicht festkleben. Und soll natürlich auch die Wundheilung beschleunigen.


    Diesen Montag, 2 Wochen nach der OP, hatte ich meine erste Nachuntersuchung. Die Wunde sieht sehr gut aus, sagte mein behandelnder Chirurg... :)z Meine nächste Untersuchung ist in 4 Wochen.


    Eine Sache die noch für wichtig halte und hier kaum erwähnt wird, ist die Ernährung nach der OP. Ich achte darauf vitaminreich und ausgewogen zu essen. Der Körper braucht schließlich ordentliches "Baumaterial". Zusätzlich trinke ich täglich eine große Portion Baby-Milch, denn was für Babys gut ist, kann für meinen Popo nicht schlecht sein... ;-D


    Alles Gute!

    *:)So, nun muss ich kurz mein Leid klagen: vor drei Wochen habe ich meine 4. Steissbein-Fistel-Op gehabt. Zu meiner Veranlagung zur Fistelbildung kommt bei mir eine Immunschwäche (selektiver IGA-Mangel) dazu, also eine genetisch bedingte Wundheilungsstörung:


    - Dezember 2006 - Hühnereigroßes Loch - zwei Fisteln mussten "ausgegraben" werden - Wundheilung ca. 5 Monate.


    - April 2007 - nochmalige Öffnung der Wunde wegen Infektion, kleine Fistel wollte grad wieder loslegen


    - Dezember 2008 - Männerfaustgroßes Loch - eine Fistel musste entfernt werden - Wundheilung bis vor Op am 19.01.2010 nicht beendet


    - Januar 2010 - 10 cm lang - 6 cm breit - 5 cm tief - Wundheilung super angelaufen, werde mit Ligasano weiß "ausgestopft"


    So, nun zur momentanen Lage: ich bekam nach der Diagnose, dass es sich wieder um eine Fistel handelt einen Nervenzusammenbruch - ich wollte fast nicht mehr. Heute sehe ich das anders, aber es war für mich das Ende der Welt. Ich bin der festen Überzeugung, es gibt nur wenig harmlose Krankheiten, die so extrem an die Psyche gehen....


    Nach Aufwachen aus der Narkose war mir anhand der Schmerzen und der "Pampers", die mir am Hintern pappte klar, dass es wieder ein Krater geworden ist. Das Entfernen der Jodoform-Streifentamponade hat mich dann entgültig fertig gemacht. Ich dachte nur noch daran, wie schmerzhaft die letzte Wundbehandlung über Monate war und mich verließ der Lebensmut.


    Nach zwei Tagen KH durfte ich heim, allerdings alles zwei Tage zum ambulanten Behandlung ins KH. Dann, nach einer Woche, behandelte mich ein Chirurg weiter.


    Dieser vermittelte mir eine Wundmanagerin, die bei mir mit Ligasano-Streifenschaumstoff anfing....mein Lebensgefährte - EIN ABSOLUTES GOLDSTÜCK - wurde von Ihr angelernt, meine Wunde täglich mit Ligasano zu "füllen", erst kommt ein wenig Prontosan-Wundspüllösung in die Wunde, dann führt er den Schaumstoffschlach auf den Wundboden ein und füllt die Wunde auf. Oben bleibt ein "Stippi" übrig und mit einer Saugkompresse und Fixo-Stretch werde ich dann "zugepflastert".


    Leute, was soll ich Euch sagen: Im Gegensatz zu den letzten OP's bin ich seit einer Woche schmerzfrei, der Wechsel vom Ligasano täglich ist fast schmerzfrei, ich kann es kaum glauben.


    Die Wunde sieht nach drei Wochen schon besser und fortschrittlicher aus, als nach mehr als 2 Monaten sonst......


    ES GEHT NACH VORNE!!!!!!!!!!!!!! Bitte, lasst Euch nicht den Mut nehmen, es gibt gute Alternativen, es geht immer weiter voran in der Erforschung dieser Erkrankung.


    Ich bin guter Dinge und habe mir gedacht, dass ich in ca. 4 Wochen nochmal hier Bericht erstatte, wie es mit der Wundbehandlung weiterläuft. Vielleicht mache ich jemandem Mut damit!


    Ach noch am Rande: dieses Ligasano sorgt dafür, dass die Wunde zwar von der Flüssigkeit befreit wird, aber das Wundmilieu bleibt erhalten. Somit wird die Durchblutung richtig angekurbelt und alles kommt richtig in Bewegung. ;-)