Wir haben aktuell Probleme mit unsern Servern.
In ein paar Minuten wird ein neues Update eingespielt, welches die Probleme lösen wird.
Wir bitten um Entschuldigung!

    @ Arthuras

    war deine Wunde vorher zugenäht?


    Also ich kann jetzt nur von mir sprechen, ich habe von Anfang an nur die kompressen reinbekommen, vorher einen dicken Streifen Salbe in die Wunde und danach wird mir eine kleine Kompresse reingestopft und damit komm ich super zurecht.


    Gruß

    @ Arthuras

    Also ich habe die ganze Zeit nur so Kompressen rein gemacht. War eigentlich ganz super. Nur brennt halt das Ausduschen die ersten Tage nachdem sich die Wundflüssigkeit bildet, saumäßig. :-X


    Ich habe am Anfang immer 3 Kompressen zusammengefaltet und zum Schluss nur noch eine. Bis sie nicht mehr gehalten haben. Aber pass auf die Wundränder auf. Tu sie nicht zu weit rein, sonst reißt du dir immer wieder die Wundränder auf und das ist nicht sehr angenehm.


    Gruß

    Durch das Internet war mir schon vor 2 Jahren klar dass ich eine Steißbeinfistel habe. Durch die schrecklichen Bilder die man sehen konnte habe ich mich aber nie getraut da irgendwas machen zu lassen. Jetzt nach 2 Jahren war es dann aber doch mal soweit, weil es von alleine ja auch nicht weggeht. Die Tage, an denen ich mit dem Ding Probleme hatte konnte ich aber an einer Hand abzählen (Glück?)


    Sicher gibt es große Unterschiede zwischen den Verläufen, aber ich habe mich total verunsichern lassen von den ganzen Horrorstories. Letztendlich kam ich am Freitag ins Krankenhaus, wurde unter Vollnarkose operiert, hatte bisher noch nicht einen einzigen Schmerz feststellen können und ich bin mir nicht mal sicher ob mich der Hausarzt überhaupt krankschreibt, da auch das Sitzen keinerlei Beschwerden macht. 2 Jahre Angst vor der OP wegen so einem Pippifax ... Es wurden 3x1 cm rausgeschnitten und die Wunde zugenäht, da keine akute Entzündung vorhanden war. Wenn jetzt kein Rezidiv entsteht dann ist echt jede Erkältung schlimmer ...


    Natürlich gibt es auch ganz andere Fälle, ich spreche nur für meinen Fall, aber es gibt tatsächlich sehr große Unterschiede im Krankheitsbild. Wenn man schlank ist wie ich können auch gar keine großen Wunden entstehen die ewig lange in der Heilung dauern, aber ich hatte immer nur diese riesigen Wunden im Kopf und einfach Angst. Total bescheuert eigentlich ... Also: wenn man so ein Ding hat direkt zum Arzt, erst recht wenn es nicht entzündet ist, dann kann das ganze durchaus mit recht kleinem Aufwand aus der Welt geschafft werden

    Zum Thema Wundnachsorge


    ... mal ein paar Erfahrungswerte:


    Statt trockenen Kompressen bzw. Jodtamponade sind eher Alginat-Tamponaden oder auch Tamponaden mit Salbengrundlage empfehlenswert, da in Alginat-Kompressen kein Gewebe aufgrund der Gelbildung einwachsen kann. Außerdem lassen sich diese SCHMERZFREI und GEWEBESCHONEND wieder entfernen.


    Mein Mann bekommt Alginat-Kompressen mit Silberionen; Silber wirkt antibakteriell. So kann sich der ganze Mist auch nicht entzünden.


    Hätte ich damlas schon das alles gewusst, was ich heute über feuchte Wundheilung weiß, mir wäre 2006 so einiges erspart geblieben.


    Leider sind viele Ärzte und auch Krankenhäuser nicht auf dem neuesten Stand und haben auch noch nie etwas von feuchter Wundheilung gehört.


    Alginat-Kompressen, normale Kompressen und Saugkompressen für den Sekundärverband sowie Fixomull zum kleben kann man sich auf Kassenrezept verschreiben lassen. Meines Wissens nach auch Hydrogele und einige Wundspüllösungen. Das wissen mache Ärzte nicht oder sie machen es nicht gerne, weil das Budget überstrapaziert ist.


    Ein Hydrogel unter dem Alginat ist bei mit Fibrin belegten Wunden zu empfehlen. Hydogele lösen das Fibrin an, so dass man es beim nächsten Verbandswechsel einfach wegwischen kann.


    Falls die Wunde generell zu trocken ist, ist ebenfalls ein Hydrogel zu empfehlen und man sollte das Alginat vorm einlegen in die Wunde etwas mit einer geeigneten Wundspüllösung (Elektrolytlösung) befeuchten.


    Außerdem sollte man, bevor man den Sekundärverband auflegt, die Wundränder ein bißchen mit Zinksalbe oder Panthenolsalbe eincremen, damit die Wundränder nicht aufweichen.


    Mit ausduschen, Wunde komplett säubern so dass alle Beläge möglichst weg sind, angefeuchtetes Alginat rein, Wundränder eincremen, Sekundärverband drüber, festkleben und danach die Wunde 2-3 Tage ruhen lassen haben wir von der Schnelligkeit der Heilung her die besten Erfahrungen gemacht. Den Sekundärverband wechseln wir täglich, solange die Wunde aber nicht übermäßig mit Fibrin belegt ist lassen wir die Wunde aber 2 bis 3 Tage in Ruhe. Jeden Tag an die Wunde muss man eigentlich nur wenns nicht gerade Winter ist (im Sommer vermehren sich Bakterien aufgrund der höheren Temperaturen viel schneller), die Wunde Fibrinbeläge hat (Hydrogel + Alginat) um die Wundreinigung zu gewährleisten oder andere Wundheilungsstörungen vorhanden sind.


    Wichtig bei Alginat ist noch, dass man die Wunden nicht bis zum geht-nicht-mehr ausstopft, da Alginat aufquillt und die Wunde sonst nicht kleiner wird. Locker und ein bißchen Platz lassen ist völlig ausreichend.


    Ich hoffe, das war hilfreich. Rückfragen beantworte ich gerne sobald ich wieder ans Internet komme.


    Gutes gelingen, alles liebe und schnelle Heilung, *:)


    Schnürzel

    kleiner Nachtrag:


    Derjenige, der die Wunde reinigt und verbindet, sollte selbstverstädlich die Hände vorher waschen und Handschuhe tragen. Wir nehmen immer puderfreie, unsterile Latexhandschuhe. Die sind auch nicht sehr teuer; eine 100er Packung ab 4 € aufwärts.


    Liebe Grüße, *:)


    Schnürzel

    Hallo an alle (ex-) betroffenen,


    hab das probem, dass in meiner wunde momentan immer noch fibrinbeläge sind, die ich trotz 3 mal ausduschen pro tag nicht entfernen kann.


    müssen die beläge raus? was kann man gegen diese fibrinbeläge machen?


    vg

    Liebe Fistelgemeinde!


    Glücklicherweise befinde ich mich mit meinem zweiten Loch auf den letzten Metern! Im nachhinein kann ich nur sagen, dass das EDH in Hannover einen verdammt guten Job geleistet hat.


    Ich wurde am 19.10.10 operiert und ca. 5 Tage danach sah es so aus:


    http://img607.imageshack.us/i/p1000953large.jpg/


    Der Doc nannte die Maße 8x12cm und bis zum Knochen runter...was sonst.


    Die Versorgung war sehr einfach: 2mal ausduschen, Kompressen mit Lavasept – später mit Kochsalz angefeuchtet, alles in die Wunde rein, dickere Kompresse drüber, fertig.


    Alles recht schmerzfrei und ohne Schmerztabletten. Die Nachbehandlung war zwar nicht immer schön, da mir sogenannte "falsche Haut" an der Wunde entfernt wurde und es danach stark blutete.


    Für die Damen: Sex ist möglich. Nach rund zwei Wochen sollte es keine Problem sein. Nach einigen anderen Wochen mehr, konnte auch wieder ohne Probleme und mit ausgestopfter Wunde unten liegen :)^


    Von Alginaten und ähnliches halte ich nicht so viel, da die Wunde gesund ist.


    Und wenn euch auch so etwas Gutes widerfährt, dass ist schon einen Asbach Uralt wert *:)

    also war bisher bei zwei chirurgen und habe auch ne zweitmeinung eingeholt:


    beide meinen, dass ich das fibrin nicht manuell entfernen soll. 3 mal ausduschen pro tag reicht und die menge fibrin, die man damit rausbekommt, ist genau die richtige. angeblich ist etwas fibrin in der wunde sogar gesund und zeugt von aktivität der heilung. nach dem duschen 15 min luft hinlassen und dann kompresse drüber kleben (nicht rein und nicht ausstopfen).


    gestern hab ich noch silbernitrat reinbekommen, das sollte irgendwas wegätzen und nun is bei mir alle 3 stunden die schicht kompressen voll... keine ahnung ob das so sein soll.


    beide chirurgen haben unabhängig voneinander (sind 2 unterschiedliche krankenhäuser) genau das gleiche gesagt.


    alginat-kompressen finden sie überflüssig, da diese zuviel fibrin entfernen...


    da soll sich noch jemand auskennen...

    Ich habe im Moment etwas Angst und hoffe man kann mir hier vlt helfen/beruhigen.


    Gestern habe ich einen winzigen Knubbel knapp über der Pofalte bemerkt und ziemlich rumgeknibbelt.. da wars dann erstmal geschwollen.


    Heute merk ich es immernoch ganz leicht, wenn ich draufdrücke tut es ganz schön weh. Ein Nässen konnte ich bisher glaube ich nicht wirklich feststellen, auch kein Blut.


    Nun frag ich mich, ist das einfach nur ein Pickelchen, die tun bei Druck manchmal ja auch sehr weh, oder muss ich mir Sorgen machen, dass das eine Fistel sein könnte?


    Wäre ein Gang zum Hautarzt angemessen?


    Schmerzen beim sitzen hab ich eigentlich keine, außer ich fletze mich hin und übe durch das Sitzen so direkt starken Druck auf die Stelle..

    Hallo liebe Leidensgenossen.


    Da das hier anscheinend der meistbesuchte "Fistel-Thread" ist und ich im Moment quasi ans Bett gefesselt bin, möchte auch ich euch meinen Leidensweg beschreiben.


    Im Zivildienst 2007 fing vermutlich alles an, ich viel beim Schleppen von Möbeln auf meinen allerwertesten, habe aber zunächst außer einem "aua" nichts weiter davon gemerkt. Ein paar Wochen später bemerkte ich dann auf der Toilette die Fistelöffnungen, aus denen Sekret austrat. Also ab zum Hausarzt, der mich sofort zum Chirurgen überwies. Der diagnostizierte sofort die Steißbeinfistel (erste Reaktion: Steißbein-Was???) und gab mir einen OP Termin. Nervös ohne Ende, auch wegen der Vollnarkose (ich bin ein Schisser) wurde ich dann ambulant operiert. Der Anästhesist verpasste mir durch die Kanüle vorher den Rausch meines Lebens, um mich zu beruhigen. Was dann passierte weiß ich nicht mehr, aber mann musste mich mit 4-Mann in den OP tragen – es war mir wohl wirklich alles egal. OP soweit gut verlaufen – offene Wundheilung. Als ich aber zu Hause war fingen starke Nachblutungen an. Der Doc öffnete erst nachmittags seine Praxis und ich stand direkt wieder vor seiner Tür, nachdem mein Kreislauf am Boden war und unser Bad aussah wie ein Schlachthof. Kurz mit 2 Stichen vernäht und die Blutung stoppte zum Glück. Nach einer Portion Kochsalzlösung und zwei Gläsern Wasser konnte ich wieder nach Hause. Die Heilung danach zog sich ca. 6 Wochen hin und alles war gut soweit verheilt. Auf die Wundversorgung muss ich wohl nicht mehr eingehen, meine Familie und meine Freundin mussten einiges mitmachen.


    Das Ganze ist nun 3 1/2 Jahre her. Vor ein paar Wochen dann der Schock: Auf der Narbe bildete sich eine seltsame Wulst, aber ansonsten keine Beschwerden. Guter Dinge wurde ich wieder zum Chirurgen überwiesen, ich habe erwartet dass er es vielleicht oberflächlich nochmal aufschneiden muss – nix da. Rezidiv – neue OP. Gestern war es dann soweit, wieder ambulant (ich hatte mir eigentlich geschworen beim nächsten Mal ins Krankenhaus zu gehen, aber dachte es lag vielleicht auch am Doc und habe mich woanders operieren lassen). Kurzes Vorgespräch mit Chirurg ("ich versuche es klein zu halten) und Anästhesist (Auf meine Frage nach Beruhigungsmittel: "So einen Scheiß machen wir nicht" ;-) ) und dann ab in den OP. Dann das böse Erwachen mit den Worten "Es ist leider wieder ziemlich viel gewesen". Ok dachte ich mir und eine halbe Stunde später nach Hause. Ich hatte den Chirurgen schon vorher auf die starken Nachblutungen beim letzten Mal hingewiesen, aber es kam natürlich wieder genauso. Ich lag gegen 16:30 schon wieder in meinem Bettchen da spürte ich wie es triefte, Verband vollgesuppt und ab zur Praxis. Der Chirurg war zum Glück nach Praxisschluss per Handy erreichbar und meinte ich solle zur Praxis kommen. Und wieder das gleiche Spiel: Nochmal örtlich betäubt, genäht ....., alles war gut. Nachdem ich wieder fast 2 Stunden zu Hause war, unglaublich: Es ging wieder los. Also wieder angerufen, inzwischen war es 21:30, der Chirurg kam nochmal zur Praxis. Wieder war ein kleines Gefäß aufgegangen, wieder vernäht. Dann legte er mir gerinnugsfördernde Einlagen in die Wunde, verpackte alles und hat die Wunde providorisch vernäht. Die Fäden werden dann morgen wieder gezogen und ich hoffe, dass es nicht wieder anfängt zu bluten. Also insgesamt meine Empfehlung an alle Betroffenen: Seid nicht zu doof wie ich und lasst es im Krankenhaus machen. Wenn es gestern noch einmal angefangen hätte wäre ich auch da gelandet. Mein Kreislauf war auch wieder ziemlich am Boden und wenn wir ein weiteres Mal zur Praxis gefahren wären, wäre ich wohl aus den Latschen gekippt. An dieser Stelle würde mich interessieren, wer ebenfalls Erfahrungen mit starken Nachblutungen gemacht hat? Der Doc meinte ich solle mal testen lassen, ob bei mir eine Gerinnungsstörung vorliegt, in dem Maße hätte er das noch nicht erlebt. Ich als Laie würde sagen: Kein Wunder dass ich blute wie ein Schwein – ich habe ein riesiges offenes Loch am Hintern! Was meint ihr?


    Naja im Moment ist jedenfalls alles ok, es liegen nur wieder ein paar Wochen Heilungsprozess vor mir.


    Ich möchte niemanden schockieren oder davon abhalten sich operieren zu lassen, die OP an sich verlief ohne Probleme und Schmerzen habe ich null! Es ärgert mich aber, dass der modernen Medizin nichts besseres einfällt als einen mit einem großen Loch am Hintern zurückzulassen. Ich kenne natürlich auch die anderen Methoden, habe allerdings ein Rezidiv und wirklich einig scheinen die Mediziner sich ja nicht zu sein, welche Methode die beste ist. Auch welche die beste Methode ist, um ein Rezidiv zu vermeiden, ist ja unklar: Rasieren? Nicht Rasieren wegen der nachwachsenden spitzen Haare? Es ist zum verrückt werden.


    Ich hoffe jedenfalls das Thema hat sich jetzt für mich erledigt. Sollte das Ding nochmal auftauchen – ich weiß nicht was ich machen würde – aber kein drittes Mal offene Wundheilung!


    LG aus Essen, Sebastian.

    @ seba_cra

    Ich persönlich würde den Proktologen eindeutig bevorzugen. Außerdem unbedingt ins Krankenhaus. Bei mir wurde bei der ersten OP zwar ein kleines Loch geschnitten, aber beim rausholen der Tamponade wurden Arterien und Venen verletzt. Das Blut tropfte in einem guten Tempo raus. Wie man die Wunde am besten nachbehandelt...keine Ahnung. Kann sein, dass Deine Wunde zu schnell oberflächliche Haut gebildet hat und das letzte Sekret nicht raus konnte.


    Nach meiner 2. OP, welche ein Proktologe durchführte, fühle ich mich deutlich besser behandelt als bei einem "normalen" Chirurgen. Das bringt schon was.


    Um eine offene Wundheilung wird man nicht drumherum kommen. Zumindest dann, wenn man schon eine größere Fistel bzw. mehrere Fisteln besitzt. Was das bluten angeht, so sind wir alle unterschiedlich. Bei einem gerinnt es recht schnell, der andere muss erst mal etwas warten und laufen lassen. Könnte evtl. an Deinem Gerinnungsfaktor liegen.


    Rasieren werde ich mich nicht. Lasern wäre eine Alternative – aber auch kostspielig.


    Wünsche Dir alles Gute!


    Gruß,


    Dennis

    Hi, mein Mann hat auch eine Steißbeinfistel, die noch ziemlich klein ist (vom Volumen her ein größerer Pickel) sich aber regelmäßig durch Schmerzen und Eiter bemerkbar macht.


    Ab welcher Größe kann man sicher sagen, dass sich eine Fistel nicht mehr spontan zurückbilden wird, und ab wann übernimmt die Kasse eine solche Fistel-OP?

    @ bumblebeebee

    also um eine Op wird dein Mann wohl nicht drumherum kommen. Je eher er hingeht umso besser, bei einer kleineren Fistel kann man, so wie ich hier im Forum gelesen habe, wohl auch noch andere Opmethoden anwenden, als die offene Wundheilung, aber da bin ich mir nicht sicher. Ich selber habe leider auch ein bissel zu lange damit gewartet, weil ich dachte das Ding könnt ja auch von alleine weggehen... Am besten ihr sucht so schnell wie möglich einen Chirurgen auf. Und soweit ich weiß übernimmt die Kasse eine solche Op immer...


    Wünsche gute Besserung *:)


    Gruß

    Liebe Leidensgenossen,


    es tut gut zu lesen, dass man mit diesem Mist nicht ganz alleine ist! :)^


    Ich habe gerade - wie viele von Euch - meine 2. OP hinter mir und hoffe, dass sich das Thema nun endgültig erledigt hat. Anfang 2008 hatte ich meine erste OP, damals ist alles gut geheilt und ich hatte ca. 1.5 Jahre Ruhe. Aber Ende 2010 spürte ich wieder den bekannten Druck beim Sitzen und ließ mich checken - mit der bekannten Diagnose. Vor 5 Tagen war die OP, jetzt befinde ich mich wieder daheim und warte, bis diese kapitale Wunde wieder zugewachsen ist.


    Beim Durchlesen von Euren Threads ist mir aufgefallen, dass viele Leute viele unterschiedliche Meinungen bzgl. Behandlung / Schmerzen etc. haben. Vielleicht dazu ein paar Kommentare:


    - Lasst - solltet ihr im Zweifel sein - Euren Hintern frühzeitig von einem Hautarzt oder einem Proktologen untersuchen! Klar - schön ist anders; aber wenn da etwas ist, dann werdet ihr früher oder später damit zum Arzt müssen! Aber ihr könnt hier bzgl. Schmerzen und Umfang der OP noch was rausreißen; wenn ihr wartet, wird es tendenziell fieser (ein wenig zu vergleichen mit dem regelmäßigen Zahnarztbesuch...)


    - Der Schmerz eines solchen Abzesses ist sicherlich nie zu vergleichen! Das ist sowieso eine individuelle Sache (manche sind empfindlicher, manche weniger), aber es kommt auch darauf an, wie das Ding in Deinem Körper liegt. Die Schmerzen vor meiner ersten OP waren UNERTRÄGLICH, jetzt vor der zweiten einigermaßen im Rahmen


    - Auch scheint mir der Umfang einer OP immer ziemlich unterschiedlich zu sein; mal schreibt jemand von einer kleinen Wunde (3 cm ist definitiv klein!), bei mir waren es immer ziemliche Krater (erste OP: 12 x 3 x 7cm, jetzt: 10 x 4 x 8cm). Das hat übrigens auch nichts mit Übergewicht oder so zu tun...


    - Was sicherlich immer Sinn macht: Lasst den Kram stationär und im Krankenhaus (natürlich dort bei einem Fachmann!) operieren! Hier habt ihr beste Wundversorgung gerade in den ersten 48 Stunden. Und hier platzt gerne noch einmal ein Gefäß.


    - Was - zumindest auf Basis meiner Erfahrungen - auch stimmt: Die Schmerzen, die man nach der OP hat, stehen im krassen Gegensatz zu der Optik der Wunde! Sieht echt fies aus, aber meistens lässt sich damit echt leben!


    - Beim Verbinden scheinen hier echt die Meinungen weit auseinanderzugehen! Sicherlich muss man hier in Betracht ziehen, welche Qualität das eigene Heilfleisch hat! Ich habe ein sehr gutes Heilfleisch, deshalb wird bei mir überhaupt kein Spökes mit Salben, feuchter Wundheilung etc. gemacht! Ca. 2 mal täglich werden die Saugkompressen in der Wunde entfernt, dann dusche ich die Wunde aus, danach kommen wieder Saugkompressen in die Wunde, eine Platte davor - und fertig ist der Spaß


    - Wenn man das ganze so "plain vanilla" macht wie ich, muss man wissen, dass das Herausziehen der Kompressen beim Verbandswechsel durchaus unangenehm ist - was allerdings (so mein Prof.) auch sein muss, damit sich keine neuen Hautschichten bilden und der Wachstumsimpuls bleibt. Aber hier muss man halt die Zähne zusammenbeißen - nach 3 Minuten ist der Schmerz wieder weg


    - Auf diese Weise ist bei mir die Wunde beim ersten Mal top zugeheilt.


    Also zusammengefasst: Drückt Euch nicht vor der OP, sondern lasst es checkern - und versucht, das ganze so sportlich wie möglich zu nehmen. Denn die offene Wundbehandlung ist leider alternativlos (bloß nicht zunähen lassen! In 40% der Fälle geht das schief - bei offener angeblich nur bei 8%), und ändern kann man das ganze sowieso leider nicht.


    Wenn ihr Fragen habt, schießt los - ich beschäftige mich ja derzeit sowieso mit dem Thema!


    Viele Grüße, gute Besserung - und Kopf hoch!


    C.

    Hallo liebe Fistel-Geplagte,


    jetzt möchte auch ich mich hier mal zu Wort melden. Immer wieder lese ich, wie langwierig und teils komplikationsreich die Wundheilung nach einer Steißbeinfistel OP ist. Das muss nicht sein, auch wenn die meisten Kliniken so behandeln.


    Ich selbst hatte vier Steißbeinfistelöffnungen. Ende Januar ließ ich mich bei Herrn Dr. Igors Iesalnieks im Marienhospital Gelsenkirchen nach der Karydakis Methode operieren. Hierbei ist keine offene Wundheilung nötig. Die Naht verläuft nicht – wie üblich – in der Poritze, was leicht zu Entzündungen und Rezidiven führt, sondern es wird eine Lappenplastik durchgeführt, d.h. die Naht verläuft in einem ca. 1-2 Zentimeter großen Abstand seitlich zur Poritze/Pofalte. Zu 99 % entsteht kein Rezidiv.


    Ich wurde montags nachmittags in Vollnarkose (Spinalanästhesie ist auch möglich) operiert. Bis zum nächsten morgen sollte ich auf dem Rücken liegend verbringen. Die Schmerzen waren wirklich nicht stark. Ab dem nächsten Vormittag lief ich in der gesamten Klinik rum, konnte auch schon zeitweise sitzen. Lediglich das Aufstehen auf dem Bett und das Aufstehen von Stühlen waren schmerzhaft.


    Am vierten Tag wurde die Drainage für abfließendes Blut entfernt und ich wurde nach Hause entlassen. Keinerlei Wundversorgung. Kein Blut auf dem Pflaster. Ich habe lediglich morgens und abends fünf Minuten einen seichten Duschstrahl auf die Naht gehalten. Die Naht wurde am zehnten postoperativen Tag entfernt.


    Vielen Patienten kann Herr Dr. Iesalnieks auch mit der Pit Picking Methode, die ambulant innerhalb von 10 Minuten durchgeführt wird, helfen. In solchen Fällen ist noch nichtmal die Karydakis OP notwendig.


    Ich kann Herrn Dr. Iesalnieks nur empfehlen. Er ist eine Koryphäe auf dem Gebiet. Ruft einfach bei der proktologischen Ambulanz des Marienhospitals an ( http://marienhospital.eu/index.php?id=2195 ) und lasst euch einen Termin geben. Auch eine Anfahrt von mehreren hundert Kilometern würde ich in Kauf nehmen. Es kommen Patienten aus ganz Deutschland sowie aus dem benachbarten Ausland. Und das hat seinen Grund.


    mfg Gerrit ;-)

    Hallo zusammen,


    ums vorweg zu nehmen, ich habe zur Wundversorgung meine Freundin als Krankenschwester und eine Wundmanagerin zur Hand, durch die ich eigentlich bestmöglich (moderne Wundversorgung) versorgt bin. Ich kann gerne viele Tipps diesbezüglich geben, der Haken ist nur, bei mir hilft es alles nix. Zur Vorgeschichte:


    1. OP: Juni 2010  3x2x3cm Wunde heilte bis Januar 2011 nur mittig bis auf Hautniveau. Habe zwar viel gesessen, aber keinen Sport o. ä. gemacht. Ober- und unterhalb der Mitte stagnierte die Wundheilung seit November, überhaupt war die Wundheilung seeehr langsam.


    Also zweite OP anfang Januar 2011 zur Auffrischung:


    2. OP: 5x3x2.5cm Wunde, die nach 3 wöchigen Alginatauflagen und 12tägiger Vakuumtherapie schon auf Hautniveau und gleichmäßig zugeheilt war. Das war der 14 Februar. Seitdem stagniert wieder alles, teilweise reißt die Wunde sogar immer wieder ein, und man sieht er Rück- als Fortschritte. Dabei stehe und liege ich nur, vermeide somit jeglichen Druck und Zug auf bzw. an der Wunde.


    Jetzt die Frage an ALLE, DIE ÄHNLICHE ERFAHRUNGEN gemacht haben:


    - wie lange verlief bei euch die Wundheilung ? ist die Wunde jetzt zu ?


    - habt ihr euch auf chronische krankheiten (autoimmunerkrankung o.ä.) untersuchen lassen ?


    - was haben die behandelden ärzte vorgeschlagen ? woran lag/liegt es womöglich ?


    - kennt ihr so etwas wie eine Spezialklinik für solche Probleme ?


    Ich selbst habe beispielsweise kein Diabetes o.ä., werde mich aber womöglich darauf untersuchen lassen. Ich werde demnächst nen guten Arzt aufsuchen, aber jeder hat ja ne andere Meinung. Daher wäre ich froh um ähnliche Erfahrungsberichte, die einen erfolgreichen Abschluss haben. Nach neun Monaten durchgehender offener Wunde reicht es langsam (aber wem sag ich das hier).


    MFG

    @ namengebend

    hallo erstmal :-) Deine 2. Op zur Auffrischung wie du gesagt hast, oder is das eine neue Fistel gewesen?


    Also ich wurde am 8.1 2011 operiert, meine Wunde war 8x3x5 cm groß, am Anfang heilte es bei mir sehr gut, nur habe ich auch seit 3 Wochen das Gefühl da tut sich nichts mehr, meine Wunde ist noch einen 1cm breit und ungefähr 1,5 cm tief aber eben auch seit 3 wochen, Meine Chirurgin meinte wenn sich da die nächsten Tage nix mehr tut, dann wird sie es ein wenig anätzen, so das dass Gewebe wieder in schwung kommt denn es soll wohl normal sein das es zum ende hin immer ein wenig stagniert( wie sie es ausgedrückt hat :-) ) ... Ich habe auch eine offene Wundheilung und bekomme seit 2 Wochen nur einen kleks salbe rein und eine kompresse reingelegt die ich öfter als normal am tag wechseln muß, (da ich leider eine allergie gegen das weiße pflaster habe, und meine haut so schon mit pusteln und quaddeln übersäht ist, das weder ich selber noch andere mir das pflaster abmachen können, weil es so schmerzt) und das tägliche Ausduschen mache ich natürlich und neuderdings auch mal ein sitzbad mit salz wozu mir meine Chirurgin geraten hat... :-)


    mh, hast du denn schonmal bei dir beobachtet, wie andere wunden bei dir heilen? gehts da schnell oder eher auch langsam? und was sagt denn dein doc dazu? kann der dir nich auch weiterhelfen? ich kann's verstehen, ich habe auch keine lust mehr auf den scheiss :(v ich wünsche trotzdem gute besserung @:)


    liebe grüße