Nachdem auch ich schon 2x operiert wurde, möcht ich auch nochmal meinen Senf dazu geben :-)


    Ich kann absolut die offene Wundheilung empfehlen! Die Wunde heilt zwar viel langsamer, aber dafür sauber und gleichmäßig zu. Ich hatte bei beiden OP's die offene Wundheilung und würde sie sofort wieder wählen. Ich kenne wirklich nur wenige Leute bei denen eine Naht gehalten bzw. sich die Wunde durch die Naht nicht entzündet hat.


    Bei der 1. OP wurde meine Wunde auch immer straff und fest austamponiert (das Loch reichte bis auf den Knochen). Dauer der Wundheilung: 6 Monate, dafür aber tip-top ohne "wildes Fleisch" und irgendwelchen auffälligen Verwucherungen. War zwar eine halbe Ewigkeit aber mein Hausarzt sagte damals auch, es soll so langsam wie möglich zuheilen, dass sei am besten. Es wurde sogar täglich das Fibrin abgetragen (Fibrin ist ein Eiweiß das durch die Blutgerinnung entsteht und die Wundheilung beschleunigt), damit alles langsamer heilt.


    2. OP vor 3 Wochen ambulant unter lokaler Betäubung (das Loch reichte nicht bis auf den Knochen). Die Wunde wird jeden 2. Tag von mir ausgeduscht und danach vom Chirurgen in der Praxis mit einer kleinen Kompresse und Betaisodona-Salbe austamponiert. Der Grund: Betaisodona desinfiziert die Wunde und verhindert die Keimansammlung und somit auch eine Entzündung. Der Heilungsprozess dauert dadurch wieder länger weil auch hierbei alles langsamer wächst, aber auch er sagt, eine langsame und offene Wundheilung sei das Beste.


    Zudem sagt er: Je größer das Loch, desto fester sollte austamponiert und die Heilung verlangsamt werden, damit sich die Wunde tatsächlich auch in Ruhe schließen kann und die Narbe genügend Zeit hat sich zu bilden und zu festigen.


    Meine jetzige Wunde heilt problemlos. War zwar nur Haselnuss groß und ich bin schon 3,5 Wochen mit der Heilung beschäftigt, aber in diesem Fall vertraue ich voll und ganz meinem Arzt.


    Schade dass es für unser Problem kein Patentrezept mit Dauerlösung gibt %-|

    hallo..


    war heute beim arzt, der mir leider eine steißbeinfistel prognostiziert hat und gleich meinte, dass ich operiert werden müsse.


    gleichzeitig "wies" er mich in das regio.klinikum in Pinneberg ein, angeblich eins der besten in norddeutschland.


    Nun würde mich interessieren, ob jemand weiß, ob diese wirklich gute arbeit abliefern - vllt. war dort ja bereits jemand dort wg. einer fistel oder kennt jemanden, etc.


    habe den termin für morgen und soll auch direkt entlassen werden am nachmittag - ist das empfehlenswert?


    hoffe, dass mir jemand heute noch antworten kann!


    DANKE!

    Nicht verzweifeln, hier lesen ;-)

    So, ich "schmeiß" hier jetzt einfach nochmal was in den Chat, weil es mir einfach wichtig ist und die Sache immer noch zu wenige Leute/Ärzte wissen!


    Ich hatte bis vor 3 Wochen auch eine Steißbeinfistel, nicht so schlimm da nur eine Öffnung und relativ kleiner Abszess; aber Sitzen war doch unangenehm und schmerzhaft.


    Nach langem "um die OP drücken" hab ich in einem anderen Forum von der "Pit Picking"-Methode nach Bascom gelesen. Bei dieser wirklich genialen Methode wird nur minimal was weggeschnitten und es wird in lokaler Betäubung gemacht. Das kam mir sehr entgegen, weil ich weniger Schiss vor der eigentlichen OP als vielmehr vor der rießen OP-Wunde bei der klassischen OP und der anschließenden "tollen" Narbe hatte.


    Die Pit-Picking-OP wird aber nur von sehr wenigen Ärzten in Deutschland durchgeführt. Eine gute Übersicht über das ganze Thema inkl. Arztliste findet sich übrigens hier:


    http://www.pilonidal.org/


    Joa, so hab ich mir dann nen Termin in der Klinik in Gelsenkirchen geholt und bin morgens hingefahren. Dort lief alles super freundlich und schnell ab. Fistel angeschaut und schon lag ich unter dem Messer. Die "OP" dauerte nur 15 Minuten und war bis auf die Betäubungsspritze :=o völlig schmerzfrei! Auch nach der OP hatte ich zu keinem Zeitpunkt Schmerzen. Die Wunde (bleibt auch offen, aber nur so groß wie ein Fingernagel) hat auch die ersten Tage schön gesifft, ist dann aber rasend schnell zugewachsen. Übrigens bin ich nach der OP rund 300 km mit dem Auto selbst wieder nach Hause gefahren, alles kein Problem. :-)


    Joa, also mein Rat lautet: LASST ES MIT DER PIT-PICKUNG-METHODE MACHEN WENN ES MÖGLICH IST!!!! Die ist GENIAL!


    Die tollen Ärzte von einer Uniklinik im Saarland wollten mich wie gewohnt aufschneiden und offen zuheilen lassen, mit den bekannten Problemen. Sie sagten, diese "neue Methode sei Schwachsinn". Ich frag mich nun aber als Geheilter, wessen Methode schwachsinniger ist. Ich denke mal eher, bei der klassischen OP gibt es für das KH mehr zu verdienen, das ist der Grund.


    Wenn ihr Fragen habt oder Fotos wollt, bin ich Euch gerne behilflich. Mir wurde wie gesagt auch durch so ein Forum geholfen und ich bin endlos froh darüber. Deshalb teile ich gerne meine positiven Erfahrungen mit andern "Fistelopfern". ;-) Schreibt einfach ne PM, ich antworte schnellstmöglich. :p>

    @ messerattacke

    Das hört sich alles richtig gut an und für jeden bei dem das klappt, freut mich das. Aber wie @ Pali schon einwirft, darf es vom entstehen bis zum entfernen nicht allzu lange dauern. Ich denke, wenn die Fistel erst mal Kanäle gebildet hat und es mit dieser Methode gemacht wird, ist man schon von vornherein wieder Kandidat für den OP-Metzger :-)


    Meine Ärztin erzählte mir von einem Fall aus ihrer Praxis. Frau kam zu ihr mit ner Fistel, so wie wir sie alle kennen. Noch nicht wirklich lästig, aber eben da. Dieser Frau war der Job erst mal wichtiger und wollte ein halbes Jahr später wiederkommen. Nach einem viertel Jahr stand sie wieder in der Tür, hatte tierische Schmerzen und im Endeffekt hatte sich in diesem viertel Jahr ein Eitergürtel in Hintern gebildet. Ihr wurde der halbe Hintern entfernt.


    Soviel dazu, wieviel Zeit man in Extremfällen vom entdecken der Fistel bis zum Worst Case haben kann.


    Im übrigen, meine OP ist jetzt drei einhalb Wochen her und die Heilung verläuft mit zweimal Duschen (morgens u. abends) und regelmäßigen Arztbesuchen bestens. Schmerzen gibts nicht, nur das sitzen kann noch unangenehm werden, wenn es länger als ne Stunde dauert.

    Guten Abend an alle ;-),


    bei mir ist es morgen Früh so weit ! Um knapp 7 Uhr soll ich i.d. Klinik sein. Ich hab die Fistel jetzt schon 1 Jahr (!). An alle die denken warum ich nicht zum Arzt bin und es hab früher machen lasse, die Antwort lautet, ich wusste bis vor ca. 1 1/2 Monaten nicht was es ist. Die Untersuchung hat bis Anfang Jannuar gedauert. OP Termin ist morgen am 11.2.2010 ;-) Die Fistel soll aber einen Durchmesser von max. 1,5cm haben, aber muss natürlich etwas größer rausgeschnitten werden und wird entweder zu genäht oder mit der Schwenklappenmethode geschlossen. Denk ich jedenfalls :). Naja, wünscht mir viel Glück :°_ . Ich poste dann nächste Woche wenn ich entweder zu Hause bin, oder im KH Internet habe !

    Moin!


    Ich wurde, wie bereits ja "angekündigt", operiert.. am 03.02!


    Man behielt mich eine Nacht noch im Klinikum und wurde dann am Donnerstag (04.02.) entlassen.


    Ich muss sagen, ich habe es mir eigentlich schlimmer vorgestellt, aber die Untersuchungen bzw. Ausspülen & "Verband"-Wechsel (Kompressen) sind schon die Hölle.


    Ich war gestern, also genau eine Woche nach der OP, bei der 2. Nachuntersuchung und dort war leider "nur" die Aushilfe vor Ort und nicht mein Arzt (Chefarzt).


    Vorher (Montag) war der Chefarzt eigentlich guter Dinge und meinte es würde gut aussehen. Doch nun gestern meinte der andere Arzt es würde noch etwas suppen und das wäre nicht gut (dass es suppt, weiß ich ja selber). Er spülte das also aus, reißte mir den Hintern auseinander und packte wieder ein paar Kompressen rein, inkl. einer Salbe - habe sonst nie irgendwelche Salben benutzt.


    Das tat echt schweinisch weh der ganze Ablauf, also das musste echt nicht sein!!


    Seitdem blutet das auch wieder (hatte jetzt zirka 6 Tage mehr oder weniger ohne Blut), am selben Tag relativ viel und in dieser Nacht auch wieder.


    Tut euch das Reinmachen denn gar nicht weh? Macht ihr das selbst?


    Ich mache das zwar auch selbst, nur ich bekomme die Kompressen irgendwie nicht richtig rein, weil mein "Loch" ziemlich weit beim Anus also in der Falte sitzt und man da nicht so gut rankommt.


    Habt ihr da irgendwelche Tipps, wie man das am besten (selber) macht?


    Oder sonst noch irgendwelche anderen Tipps? Wundersalben? Mache regelmäßige Bäder mit Kamillin, ist das empfehlenswert?


    Habe auch keine Ahnung, ob das da hinten gut verheilt, weil ich das auch nicht sehe und auch nicht sehen möchte :D


    Die Schmerzen wurden zwar schon weniger, jedoch sind die Untersuchungen bzw. Kompressen-Wechsel & Ausspülungen vom Arzt immer wie ein Rückschlag für mich, da es mir danach nicht wirklich gut geht.


    Morgen habe ich einen erneuten Termin bei meinem normalen Arzt/Proktologen und werde mal sehen, was der meint.


    Gruß und gute Besserung an alle mit 'ner fiesen Fistel ;-)

    Hallo Leidensgenossen,


    nachdem ich mein "Ding" etwa 10 Jahre mit mir rumschleppte, hab ich es vor knapp 3 Wochen stationär entfernen lassen. Meine "Ausschnitt" war 10x8 cm groß und ging bis zum Steißbein. War während der OP mit einer Rückenmarksnarkose betäubt, kann ich nur empfehlen. Zwei Tage nach der OP durfte ich bereits nach Hause. Das Autofahren (80km von der Klinik nach Hause) war etwas unangenehm aber erträglich.


    Vor allem der psychische Effekt nach der OP ist toll. Man ist wie befreit. Die Überwindung hat sich gelohnt.


    Meine Wunde pflege ich selbst, da ich allein wohne. Im Prinzip ist das recht simpel. Ich dusche die Wunde gut aus, täglich 3 mal. Morgens und Abends kombiniere ich das Ausduschen mit einem kurzen Sitzbad in Salzwasser (ca. 1EL Kochsalz vom Supermarkt pro Liter Wasser). D.h. ich dusche kurz die Wunde aus, mache das Sitzbad und dusche danach die Wunde nochmal aus. Geht recht schnell wenn man sich dran gewöhnt hat.


    Nach dem Duschen tupfe ich Wunde trocken. Benutze dafür Einmal-Handtücher, die fusseln nicht. Dann creme ich meine Wunde gut mit Bepanthenol-Salbe ein, drücke vorsichtig 3 gefaltete Kompressen in die Wunde und decke das Ganze mit dem Salbenläppchen (Zemuko Fliesskompresse) ab, das ich zum Einreiben genutzt habe. Darüber kommt dann eine auslaufsichere "Windel" bzw. Saug-Vorlage und fertig.


    Überwindung hat mich am Anfang das Einreiben der Wunde gekostet. Bin einmal fast ohnmächtig geworden. Aber hab mich recht schnell dran gewöhnt. Jetzt funktioniert das wie geschmiert. ;-D


    Die Kompressen sind dafür wichtig, dass Wunde langsam von unten ausheilt, müssen also bis zum Boden der Wunde gedrückt (sanft) werden. Die Salbe ist dafür wichtig, dass die Kompressen nicht festkleben. Und soll natürlich auch die Wundheilung beschleunigen.


    Diesen Montag, 2 Wochen nach der OP, hatte ich meine erste Nachuntersuchung. Die Wunde sieht sehr gut aus, sagte mein behandelnder Chirurg... :)z Meine nächste Untersuchung ist in 4 Wochen.


    Eine Sache die noch für wichtig halte und hier kaum erwähnt wird, ist die Ernährung nach der OP. Ich achte darauf vitaminreich und ausgewogen zu essen. Der Körper braucht schließlich ordentliches "Baumaterial". Zusätzlich trinke ich täglich eine große Portion Baby-Milch, denn was für Babys gut ist, kann für meinen Popo nicht schlecht sein... ;-D


    Alles Gute!

    *:)So, nun muss ich kurz mein Leid klagen: vor drei Wochen habe ich meine 4. Steissbein-Fistel-Op gehabt. Zu meiner Veranlagung zur Fistelbildung kommt bei mir eine Immunschwäche (selektiver IGA-Mangel) dazu, also eine genetisch bedingte Wundheilungsstörung:


    - Dezember 2006 - Hühnereigroßes Loch - zwei Fisteln mussten "ausgegraben" werden - Wundheilung ca. 5 Monate.


    - April 2007 - nochmalige Öffnung der Wunde wegen Infektion, kleine Fistel wollte grad wieder loslegen


    - Dezember 2008 - Männerfaustgroßes Loch - eine Fistel musste entfernt werden - Wundheilung bis vor Op am 19.01.2010 nicht beendet


    - Januar 2010 - 10 cm lang - 6 cm breit - 5 cm tief - Wundheilung super angelaufen, werde mit Ligasano weiß "ausgestopft"


    So, nun zur momentanen Lage: ich bekam nach der Diagnose, dass es sich wieder um eine Fistel handelt einen Nervenzusammenbruch - ich wollte fast nicht mehr. Heute sehe ich das anders, aber es war für mich das Ende der Welt. Ich bin der festen Überzeugung, es gibt nur wenig harmlose Krankheiten, die so extrem an die Psyche gehen....


    Nach Aufwachen aus der Narkose war mir anhand der Schmerzen und der "Pampers", die mir am Hintern pappte klar, dass es wieder ein Krater geworden ist. Das Entfernen der Jodoform-Streifentamponade hat mich dann entgültig fertig gemacht. Ich dachte nur noch daran, wie schmerzhaft die letzte Wundbehandlung über Monate war und mich verließ der Lebensmut.


    Nach zwei Tagen KH durfte ich heim, allerdings alles zwei Tage zum ambulanten Behandlung ins KH. Dann, nach einer Woche, behandelte mich ein Chirurg weiter.


    Dieser vermittelte mir eine Wundmanagerin, die bei mir mit Ligasano-Streifenschaumstoff anfing....mein Lebensgefährte - EIN ABSOLUTES GOLDSTÜCK - wurde von Ihr angelernt, meine Wunde täglich mit Ligasano zu "füllen", erst kommt ein wenig Prontosan-Wundspüllösung in die Wunde, dann führt er den Schaumstoffschlach auf den Wundboden ein und füllt die Wunde auf. Oben bleibt ein "Stippi" übrig und mit einer Saugkompresse und Fixo-Stretch werde ich dann "zugepflastert".


    Leute, was soll ich Euch sagen: Im Gegensatz zu den letzten OP's bin ich seit einer Woche schmerzfrei, der Wechsel vom Ligasano täglich ist fast schmerzfrei, ich kann es kaum glauben.


    Die Wunde sieht nach drei Wochen schon besser und fortschrittlicher aus, als nach mehr als 2 Monaten sonst......


    ES GEHT NACH VORNE!!!!!!!!!!!!!! Bitte, lasst Euch nicht den Mut nehmen, es gibt gute Alternativen, es geht immer weiter voran in der Erforschung dieser Erkrankung.


    Ich bin guter Dinge und habe mir gedacht, dass ich in ca. 4 Wochen nochmal hier Bericht erstatte, wie es mit der Wundbehandlung weiterläuft. Vielleicht mache ich jemandem Mut damit!


    Ach noch am Rande: dieses Ligasano sorgt dafür, dass die Wunde zwar von der Flüssigkeit befreit wird, aber das Wundmilieu bleibt erhalten. Somit wird die Durchblutung richtig angekurbelt und alles kommt richtig in Bewegung. ;-)

    Moin, so nachdem jetzt nun ca 3 Wochen her sind, seid der dritten OP wollte ich mal kurz einen Bericht abgeben. Mein Arzt hat nun seit ca 10 Tagen ein neues Verbansmittel an mir getestet. Eine Silberfolie wird in die Wunde eingelegt, und dann kommt so eine Art Kugel in die Wunde. Die soll die Wundflüssigkeit aufsaugen. In dieser Kugel befinden sich wie so kleine Schaumstoffkugeln. Allerdings ist die Wunde immer noch sehr stark am nässen. Den Verband also die Saugkompressen, die oben drauf geklebt werden, muss ich 3 mal täglich wechseln, so stark ist es noch am nässen. Ausserdem sieht mein ganzer Po aus wie eine rote Feuerlandschaft. Aber die Wunde selber würde gut aussehen meint mein Hausarzt. Ist natürlich nach 3 Wochen noch genauso gross wie vorher.

    Hallo Rene!


    Also bei mir isset fast 4 Wochen her und ich werde seit 14 Tagen mit Ligasano Schaumstoff behandelt (siehe Eintrag von mir genau vor Deinem).


    Das mit der Silberfolie hab ich auch schon mal gehört, bin mal gespannt, wie Deine weiteren Erfahrungen sind. Man ist ja regelrecht süchtig nach Neuigkeiten zu diesem Thema....


    Wie steckst Du es denn psychisch so weg


    Naja, erstmal weiterhin gute Besserung und nicht unterkriegen lassen.:)^

    Weg stecken ist gut....bin seit Januar 2009 deswegen Krank geschrieben, da ich Busfahrer bin und die ganzen Monate nie ohne Schmerzen sitzen konnte. Nach der ersten sehr umfangreichen OP, war die Narbe nicht zugeheilt, dann die zweite OP, danach wieder das gleiche. Dann sagten die Ärzte warten warten warten und nun die dritte sehr umfangreiche OP. Habe bei der Silberfolie so meine Bedenken, da ich allergisch auf Silberringe und Ohrringe reagiere. Aber mein Hausarzt meint, wäre nicht so schlimm, da es nur Silberione wären. Naja...

    Guten Mittag an alle *:)


    So dann auch mal mein Bericht. Hatte letzte Woche Donnerstag, 11.2 meine OP. Die Wunde wurde mit der Limberg Lappen Methode verschlossen. Habe bis jetzt keine Probleme. Hatte die ersten Tage bis Sonntag Morgen eine Drainage drin, damit war das Liegen auf dem Rücken etwas schwierig und schmerzhaft. Habe Nachts immer per Infusion irgendwas bekommen, hat aber gegen die Schmerzen nicht wirklich geholfen. Hab dann aber 2 x Paracetamol bekommen und die haben für ne Weile dann geholfen. Schmerzen hatte ich eigentlich nur die ersten 3 Tage, bis die Drainage draußen war. Das "entfernen" der Drainage war meiner Meinung nach sehr Schmerzhaft, hatte auch schon eine Drainage im Knie wegen einer Knie OP. Die Drainage am Steißbein war aber nicht so schmerzhaft. Naja ich kann gerade einigermaßen gut sitzen und bin seit gestern Morgen nach dem Frühstück im Krankenhaus und nach der Entfernung der Drainage wieder zu Hause. Ich muss nun jeden Tag 1 - 2 mal Mulkompressen auf die "Wunde" drauf und mit diesem "Pflasterklebeband" befestigen. Aufs Klo zu sitzen ist noch etwas schmerzhaft ist aber aus zu halten. In ca. 2 Wochen muss ich zum Fädenziehen, da freu ich mich schon rießig drauf :(v Heut Mittag geht's noch zum Chirugen nebenan der die Nachbehandlung bzw. Wundversorgung nach der OP macht. Falls noch jemand kurz vor der OP steht und noch Fragen hat, einfach stellen.


    Gruß

    Hallo auch,


    wollte einfach mal meine Erfahrungen mit der unangenehmen Sache mitteilen, da ich solch eine Steissbeinfistel zum zweiten Mal habe.


    Erste Steissbeinfistel war 2007:


    Ich bin ca. 6 Monate damit rumgelaufen. Nachdem es drei Monate lang immer wieder aus dieser kleinen Öffnung genässt hatte, bin ich mal zum Arzt gegangen. Als der Arzt das Löchlein sah, schickte er mich sofort zur chirurgischen Ambulanz. Die schickten mich dann gleich wieder weiter ins Krankenhaus. Anfang August wurde ich in einem Bremer Krankenhaus operiert. Dort wurde die OP vorbei mit mir abgesprochen. Schnitt, schnitt und wieder zugenäht. Ich war froh, dass dann alles vorbei war. Die Schmerzen waren auch auszuhalten. Lediglich das Duschen, Klogang (immer aufpassen, dass nichts an den Verband kam) und die ständigen Verbandswechsel zu Hause und beim Arzt waren echt abnervend. Aber die Krankschreibung war gar nicht so schlecht . Das war aber auch das Einzige.


    Danach habe ich mir gleich gesagt, immer schön untersuchen lassen. Ein halbes Jahr habe ich das auch gemacht. Danach war es aus dem Sinn, weil ja bis dahin nichts mehr vorgefallen war.


    Zweite Steissbeinfistel habe ich gerade. Ca. 2 ½ Jahren nach der Ersten:


    Es fing mal wieder mit einem kleinen Pickel an. Haut-Antibiotikum benutzt, aber es hat nichts gebracht. Ca. 2 Wochen lang hat es wieder genässt, wenn auch nur minimal. Geschmerzt hat es aber nicht. Am 01.02.2010 war ich dann beim Arzt. Zwei Tage später war ich dann gleich in der chirurgischen Ambulanz im Krankenhaus. Die haben das durch einen kleinen Schnitt geöffnet, damit die Entzündung verschwindet und die OP dadurch kleiner ausfällt. 11 Tage bin ich dann eben mit eben mit Pflaster auf geöffneten Stelle rumgelaufen. Am 12.02.2010 wurde ich dann in einem im Landkreis Rotenburg liegendes Krankenhaus operiert. Es wurde wie zuvor auch wieder zugenäht. Ich hatte lediglich einen kleinen Wundschmerz. Am 14.02. (Sonntag) wurde ich schon wieder aus dem KH entlassen. Wenn alles gut geht, muss ich nur zum Verbandwechsel. In ca. 12 Tagen zum Fäden ziehen. Danach sehne ich mich schon.


    Vielleicht ein kleiner Rat:


    Wenn ihr sowas habt, zieht jede Operationsmethode in Betracht. Sprecht alles mit dem Arzt ab und lasst euch nicht abwimmeln. Immer nervend nachfragen.


    Das Einzige was zu sagen bleibt: kleines Loch, große Wirkung!!!