arme studi !

    das mit der betäubung - vergiss es. lokal ist das betroffene areal überhaupt nicht mit einer simplen betäubung in den griff zu bekommen. aber laß uns das ganze positiv formulieren:


    a) du warst schnell beim doc - gut !


    b) es ist das, was wir möglicherweise denken, was es ist... hm...


    c) tu dir den gefallen und laß dir die OP nicht ambulanz aufschwatzen !


    d) entspanne dich, meine narkosen waren 1A und ich war nach dem aufwachen im KH dermaßen erleichtert, auch daß ich dort die ersten tage wundversorgt wurde etc. -achja: auch die schmerzmedikation unmittelbar nach der OP ist im KH "optimaler" als sich zuhause ein tablettchen zu pfeifen...


    ...was nicht heißen soll, daß es nach der OP schweinemäßig wehtut. dem ist nicht so. der "vorher-nachher" effekt ist sensationell. im positiven sinne.


    e) jetzt suchst du dir ein KH deines vertrauens, möglichst aber nicht zwingend mit einer koloproktologischen abteilung, kannst dich auch wenn es psychisch besser für dich passt nach (?!) der OP rückwirkend von deinem haut-/ hausarzt überweisen lassen.


    soll heißen, es ist dein hintern und du kannst die folgenden schritte frei entscheiden. die indikation zur OP wird ohnehin vom KH ärztlich bestätigt werden, und die notwendigen checks (blutwerte) machen die sowiso vor ort...


    kopf hoch und nimms gelassen, bald bist du einen sinus ärmer ;-)


    [b]*gute besserung !*

    @studi82

    Hallo!


    als ich deinen Beitrag ließ, hätte ich meinen können, er wäre von mir, denn ich hatte auch wahnsinnig Bammel davor, zum Arzt zu gehen. Nun bin ich 16 Jahre alt und meine Wunde will einfach nicht richtig zuheilen. Die 2. Operation hab ich schon 3 Monate hinter mir, und ich muss sagen, ich bin etwas verzweifelt, wobei ich dich hiermit nicht einschüchtern will. Meiner Meinung ist längeres Warten auf keinen Fall eine Lösung. Das Ding muss da weg!!!


    Solange es noch nicht entzündet ist, bietet es sich sowieso an, es durch eine OP entfernen zu lassen. Und du musst dich dafür auch auf keinen Fall schämen, weil du ja wie du selbst weißt, den sinus unverschuldet bekommen hast. Es gibt außerdem genügend Kliniken, die sich schon öfters mit so was auseinandergesetzt haben. Für die ist das Alltag und nicht irgendwas, was sie noch nie zu Gesicht bekommen haben. Also ich rate dir: Fass dir den Mut und geh zum Arzt, denn du tust dir dabei selbst einen riesigen Gefallen, sollte es auch nicht so scheinen!!!


    Schöne Grüße aus dem Schwabenland!


    Boarder59

    @studi82

    Hallo !


    Auch ich will mal meinen Saft hierzu geben.


    Aus meiner Erfahrung (Ich wurde 3x stationär unter Vollnarkose und einmal ambulant örtlich operiert) kann ich Dir nur raten Dich stationär unter Vollnarkose operieren zu lassen.


    Ambulant unter örtlicher Betäubung ist auch möglich. Der Chirug bekommt die Region auch anständigt betäubt. Ich hatte ca. 20 Betäubungsspritzen rund um das Steißbein bekommen. Dies war sehr schmerzhaft. Von der OP habe ich eigentlich keine Schmerzen verspürt. Es war allerdings recht unangenehm. Es schmerzt allerdings wenn der Chirug rund um den Steiß "brennt". Hitzeschmerz kann man nicht betäuben. Das tat schon ein wenig weh. Anschließend konnte ich nach HAuse. Einen Tag später hatte ich starke Nachblutungen und bin doch im Krankenhaus gelandet.


    Also lieber gleich stationär. Die nötige Versorgung ist dort für die ersten Tage gegeben. Und die NAchsorge ist meineserachtens, gerade in den ersten TAgen, wichtiger als alles andere.


    Hab keinen Schiß vor der Vollnarkose. Das ist wirklich das harmloseste an der ganzen Sache.


    Kopf hoch !


    Ralf

    @studi82 (Verschiedene Arten der Betäubung)

    Hallo, studi,


    hat denn Dein Chirurg überhaupt angedeutet, daß er den Eingriff eventuell mit einer nur örtlichen Betäubung, also ambulant, erledigen kann bzw. will? Wenn er nur gesagt hat: "muß aber operiert werden, alles rausholen", hört sich das meines Erachtens eher nach einer "richtigen", also stationären, OP an. Und eine solche ist (da kann ich rausdamit nur zustimmen) ohnehin besser.


    Mich hat man dabei vor anderthalb Monaten vor die Wahl "Allgemeinanästhesie" (Vollnarkose) oder "Spinalanästhesie" gestellt, und ich habe mich nach einer Beratung durch die Narkoseärztin für die Spinalanästhesie entschieden. Dabei wird das Betäubungsmittel in den mit Nervenwasser (Liquor) gefüllten Raum der Lendenwirbelsäule gespritzt. (Es handelt sich also um etwas völlig anderes als eine simple "örtliche Betäubung".)


    Konkret lief das Ganze dann so ab: Ca. 3 Stunden vor der OP wurde mir eine sog. Scheiß-egal-Tablette verabreicht, so daß ich sogar noch ein wenig geschlafen habe. Dann ging es in den OP, wo zunächst die Injektion in die Wirbelsäule erfolgte (hat nur einmal kurz gepiekst). Nach wenigen Minuten war vom Bauchnabel bis zu den Füßen alles völlig taub. Die absolut schmerzfreie OP habe ich dann bei vollem Bewußtsein (allerdings immer noch etwas müde) miterlebt, wobei die Narkoseärztin ein bißchen Smalltalk mit mir machte.


    Der Vorteil dieser Methode: Kurz nach der OP ist man sofort wieder fit und kann gleich etwas trinken. Das ist besonders gut, weil man in den Stunden vor der OP nichts trinken (und essen) darf und daher einen tierischen Durst hat. (Essen kann man übrigens auch gleich wieder - mir wurde ca. 1 Stunde nach der OP das Mittagessen serviert!)


    Der Nachteil: Die Beine bleiben noch stundenlang nach der OP taub. Ich konnte erst nach 6-7 Stunden wieder selbständig aufstehen und gehen.


    Ich bin auch schon mal unter Vollnarkose operiert worden (an der


    Hand) und habe deshalb die Möglichkeit zum Vergleichen. Wahrscheinlich würde ich mich wieder für eine Spinalanästhesie entscheiden, doch letztlich ist das wohl eine Geschmacksfrage.


    Alles Gute für Dich!


    Johannes

    auch Betroffen....

    Hallo ihr alle hier.....


    Ich hab hier die halbe Nacht den Thread durchgelesen.


    Bei manchen Postings wird mir Angst und Bange.....


    Ich hab bei mir, ebenfalls eine Steißbeinfistel festgestellt und


    mache im moment gerade einen Termin beim Arzt.


    Die symptomatik ist bei mir exakt die, die hier auch von den meisten Beschrieben wird.


    3 kleine Löcher ca 5 cm über dem Anus.


    Verdickung ca. Erbsengroß würde ich sagen.


    Bis gestern tat es auch rein gar nicht weh, nur als ich es entdeckt hatte; seit dem drückt es beim Hinsetzen.


    Psychosomatisch....


    Naja mir ist auf jedenfall dem dem gedanken an eine OP nicht gerade wohl zumute, um nicht zu sagen das ich unheimlich Schiss habe.


    Ich hoffe es wird nicht so schlimm.


    Danke erstmal für dieses Forum es ist unheimlich Informativ !!


    Ingo

    @ ALL:

    Danke wieder mal für die Hilfe; ja also wenn ich was machen lasse dann auf alle Fälle Vollnarkose ich halte das sonst nicht aus. Und wo, das schau ich noch.


    So heute hat der Arzt schon mal etwas mehr geredet mit mir; also ich hab ihn zwar nicht recht verstanden; aber er sagte es folgendermaßen:


    Erst meinte er "wenn ich sie wäre hätte ich es gar nicht machen lassen und drauf ankommen lassen" oder sowas...ich hoffe, ich hab das falsch verstanden weil das hört ich ja an, als ob ich jetzt hier die wäre die da gesagt hat "bitte wegmachen"; ich hab mich an die Ärzte gewandt um überhaupt erst mal zu erfahren ob überhaupt IRGENDWAS gemacht werden muß, hätt er gesagt lassen wir so.. kein Thema!


    Dann meinte er: erst einmal soll ich das, was er jetzt gemacht, also das aufritzen und säubern, verheilen lassen; danach ...in ein, zwei Monaten...soll ich weiter schauen und zwar erst wenn es wieder verheilt ist, soll ich mir überlegen, was ich will;


    er meinte es sei nicht immer unbedingt nötig zu operieren, es gäbe auch seltene Fälle das es nicht wieder kommt;


    wenn wir es jetzt sofort machen würden, müßte man "wild rumschneiden" und ich hätte einen größeren Schnitt;


    lieber erst verheilen lassen und dann genau rausmachen:


    Das war jetzt seine Empfehlung, erst heilen lassen und dann machen...


    ich bin dennoch recht verunsichert..


    ihr sagt alle sofort KH oder eben ambulant machen lassen.. also nicht erst warten?


    Nur, keiner der beiden Ärzte hat das Wort Steißbeinfistel bis jetzt in den Mund genommen.


    So egal jetz, der Arzt ist eh erst mal weg für 2 Wochen, gehe dann wieder zum Hautarzt und werde den jetzt mal eingehender befragen.


    Und JETZT gehe ich arbeiten und heute Abend auf nen Geburtstag, keine Lust mich weiter verrückt zu machen ;-).


    Also, danke noch mal und nen schönen Tag euch allen!!

    ? ! ? !

    studi, ich werd nicht wirklich schlau aus dem, was zwischen dir und dem arzt "besprochen" wurde. ehrlichgesagt, konfusion und desinformation - ahnungslosigkeit dieses docs ?


    unglaublich, daß du noch nicht mal eine diagnose erfahren konntest, für was er das denn hielt, was er da "aufritzte"... kann ja sein, daß ich mich irre, aber rein subjektiv mein gefühl äußernd: ich halte den typ für einen volldeppen. bitte wer soll sich überlegen, was dann folgt ? was du willst ? spinnt der ? klassischer fall von "sich aus der verantwortung zu ziehen" ? oder wozu soll das gut sein... haarsträubend !! auch dieser text, falls zitat wörtlicher rede "wild rumschneiden". ein guter arzt sollte helfen und nicht in einer solchen situation angst und panik schüren. mir fehlen die worte. was für ein....


    geh bitte zur ch. ambulanz eines "großen" KH in deiner nähe, gewissermaßen "unverbindlich" und laß da mal einen erfahrenen chirurgen draufschauen....

    hallihallo!

    Also ich hab mal wieder den letzten Beitrag von studi82 gelesen. Erschreckend?! oder doch eher Überraschend?! Normalerweise ist man ja im Glauben, Ärzte seien Ärzte weil sie einfach mehr Bescheid über unseren Organismus haben als wir selbst. Doch offenbar liefert uns dieser Beitrag das Begenbeispiel. Ich kann mich dem Rat von "rausdamit" nur anschießen!!! Geh am besten mal in ein größeres Krankenhaus, dort sollte es Ärzte geben, die wenigstens ein bisschen Ahnung von so was haben!


    Viele aufbauende Grüße von mir!

    @ingope und @studi82

    @ingope

    Hallo, Ingo,


    also, ich finde, Du machst das schon alles richtig:


    1. Du hast Dir die Mühe gemacht, den Thread durchzulesen. Das ist in der Tat sehr empfehlenswert, da man dabei eine Menge lernen kann (und da hier dadurch nicht immer dieselben Fragen beantwortet werden müssen).


    2. Du bist Dir aufgrund einer Selbstdiagnose sicher, daß Du einen Pilonidalsinus hast. Das ist meines Erachtens absolut okay. Denn diese kleinen Löcher oberhalb des Anus sind eben DAS typische und unverwechselbare Symptom eines Pilonidalsinus. Auch ich war mir seinerzeit aufgrund einer Selbstdiagnose sicher. Und wenn die Eigendiagnose zugleich die Erkenntnis beinhaltet, daß nun ein Arztbesuch notwendig ist, ist es natürlich um so besser.


    3. Bei dem Gedanken an die OP ist Dir zwar nicht gerade wohl zumute, aber Du sagst zugleich, daß Du hoffst, es werde nicht schlimm werden. Mit anderen Worten: Trotz Deiner Befürchtungen bist Du für eine OP bereit. Sehr gut! Und noch besser ist dies: Sicherlich gibt es keinen hier, der sich auf die OP gefreut hat; aber die Erfahrungsberichte zeigen doch auch, daß die OP in den allermeisten Fällen im nachhineinen als das angesehen wird, was am unproblematischsten war.


    Schöne Grüße eines (jetzt in Niedersachsen lebenden) Landsmanns nach Schleswig-Holstein!


    Johannes

    @studi82

    Hallo, studi, auch ich stehe Deinem Bericht etwas ratlos gegenüber. Zusätzlich zu dem, was rausdamit bereits gesagt hat, möchte ich noch auf eine Sache hinweisen:


    Wenn Dein Chirurg gesagt hat, es gebe auch seltene Fälle, wo es nicht wiederkommt, dann kann er eigentlich nur meinen, daß es sich NICHT WIEDER ENTZÜNDET. Soweit ich weiß, soll es solche (überaus seltenen) Fälle in der Tat geben. Wenn er diese Information allerdings mit der Behauptung verbunden hat, eine OP sei nicht immer notwendig, so ist das meines Wissens zumindest verantwortungslos. In der GESAMTEN Fachliteratur (innerhalb und außerhalb des Internet) wird nämlich durchweg betont, daß eine OP in Form einer Exzision IMMER notwendig ist. Denn abgesehen davon, daß man ja vorher nicht wissen kann, ob es sich denn wieder entzünden wird oder nicht, besteht auch bei einem still vor sich hin schlummernden und sozusagen "bechwerdefreien" Sinus das Risiko maligner Entartung (Krebs). Und die Vorstellung, die Fistel, Zyste (oder was auch immer sich da unter der Haut gebildet hat) könne von alleine wieder weggehen, wäre schlichtweg absurd.


    In diesem Sinne auch an Dich schöne Grüße!


    Johannes


    P.S.: Daß noch kein Arzt Dir gegenüber das Wort "Steißbeinfistel" in den Mund genommen hat, könnte darin begründet sein, daß dies gewissermaßen nur ein umgangssprachlicher (und auch nicht ganz korrekter) Begriff ist; er wird deshalb von Medizinern normalerweise vermieden.

    @Johannes13

    Erst einmal vielen Dank für deine aufbauenenden Worte.


    Ich habe mir heute morgen gleich einen Überwisungschein des Hausarztes geholt.


    Das nächste Problem ist einen Arzt zu finden der das ganze dann auch Behandelt. Unserer städtisches Krankenhaus hier am Ort werde ich meiden da ich damit genug Erfahrungen habe ( medizinische Ausbildung, somit Vorbelastet)


    Nun hab ich den halben morgen in Kiel umher Telefoniert.


    Die Klink macht das nicht, die auch nicht. Uni Klinik keinen erreicht.


    Privatklinik in Kiel, umheimlich Unfreundlich, und Termin in über einem Monat.


    Nun habe ich im städtischen Krankenhaus Kiel für Montag einen Vorstellungstermin.


    Außerordentlich Freundlich am Telefon, den Ablauf vorab sehr nett Erklärt.


    Bin gespannt was weiter passiert.


    Klar, ich freue mich nicht auf die OP aber wovor ich noch mehr Angst habe ist das es noch größer wird (momentan ca. Erbsengröße) und die OP dann noch "heftiger" wird.


    Wenn ich hier eines gelernt habe ist es, das man schnell reagieren sollte und es nicht auf die lange Bank schiebt.


    Danke dafür !!


    Dieses Forum hat mir schon sehr geholfen und mich auch sehr bestärkt schnell zu Handeln.


    Ingo

    *:)

    es ist erstaunlich, immer wieder absolut erstaunlich, mit welcher Gelassenheit manche Ärzte mit unserer Gesundheit umgehen. Bin Handwerker, Selbständig. Wenn ich solch einen Stuß tagtäglich von mir geben würde, wie es offenbar sehr viele Mediziner tun, ich würde mit sicherheit nicht hier sitzen und jetzt posten können, denn unter Brücken gibt es irgendwie keinen Internetanschluß >:(.


    Was mich jedoch sehr erfreut, ist die zunehmende Selbständigkeit der Menschen und Mitbürger, eben diesen Herren in weiß nicht alles so ohne weiteres abzunehmen alles als bare Münze hinzunehmen.


    Wie es bei mir war, kennt ihr und ich muß immer wieder feststellen, daß mein Hausarzt wie auch die Chirurgen in der Klink bei uns wirklich sehr gut waren, sind :-D. Hatte wohl riesen Schwein.

    @ rausdamit

    Ists wieder ein bischen besser bei Dir mit der Arbeit

    Hast sehr gestreßt geklungen, letztlich.


    Bei mir waren auch zwei Wochen totaler Streß angesagt, ob des meinem nicht mehr vorhandenen Fistelding wirklich so gut getan hat??? Sind jetzt neun Wochen, also ganz zugeheilt ist des Teil noch nicht, aber ich bin guter Dinge und selbst wenn, dann geh ich halt wieder hin zum KH, sind ja auch nette Schwestern da ;-D


    Allen gute Besserung und einen tollen Heilungsverlauf *:)

    @ingope

    Also, Ingo, wenn Du schon für Montag einen Vorstellungstermin in Kiel hast, dann kann man ja wohl davon ausgehen, daß die OP ziemlich bald über die Bühne gehen wird. Insofern ist Deine Sorge, daß das Ding in der Zwischenzeit noch größer werden könnte, überflüssig. Denn sooo schnell vergrößert es sich nun auch wieder nicht.


    Gewiß, wenn Du absolutes Pech hast, könnte es passieren, daß es sich in der Zwischenzeit entzündet. Aber zum einen ist das ziemlich unwahrscheinlich. (Warum sollte es sich gerade in diesen drei Tagen entzünden, nachdem Du das Ding wahrscheinlich schon mehrere Monate, wenn nicht Jahre unbemerkt mit Dir herumträgst?) Und zum anderen würde auch eine Entzündung nichts an der "Heftigkeit" der OP ändern. Ich selbst (hatte das Ganze leider hinausgezögert und) bin mit einem sehr stark entzündeten Sinus operiert worden; doch wurde mir danach auf Nachfrage ausdrücklich versichert, daß die Wunde nicht größer ausgefallen wäre, wenn ich eine Woche vorher, also noch in "unentzündetem" Zustand, gekommen wäre.


    Also: Weiter so! - und viele Grüße,


    Johannes

    @ingope (Nachtrag)

    Tja, nun muß ich leider noch einen Nachtrag anfügen, da ich vielleicht etwas mißverstanden habe: Handelt es sich bei der erbsengroßen Verdickung, die Du erwähnt hast, möglicherweise bereits um eine Entzündung? (Die Stelle müßte dann spürbar schmerzen.)


    Falls ja, wäre allerdings auch das nicht wirklich schlimm. Vielmehr gibt es dann drei Möglichkeiten:


    1. Entweder das Ganze verschlimmert sich bis zu Deinem Krankenhaustermin nicht (bzw. nicht wesentlich).


    2. Oder es verschlimmert sich, aber der "drückende" Eiter (ggf. mit Blut vermischt) fließt nach kurzer Zeit von selbst durch die kleinen Löcher ab (dazu sind die ja da). Dabei kann man übrigens versuchen, ein wenig nachzuhelfen, indem man einen leichten Druck auf das Steißbein ausübt. (Manche Ärzte wenden dieses Verfahren an, um bei der Diagnose auf "Nummer sicher" zu gehen.) Zur Gewohnheit darf das allerdings auf keinen Fall werden, da es grundsätzlich nicht gut ist, an entzündeten Stellen herumzudrücken!


    3. Oder die Stelle schwillt sehr stark an, und die Schmerzen werden ziemlich unangenehm, da der Eiter trotz der Löcher nicht mehr abfließen kann. Das KANN in der Tat sehr schnell passieren! (Möglicherweise meintest Du dies - und nicht die Fistel an sich -, als Du von einer möglichen Vergrößerung gesprochen hast?). Aber auch in diesem Fall sollten die Schmerzen wenigstens bis Montag auszuhalten sein. Notfalls kann aber auch ein Arzt noch vorher einen "Entlastungsschnitt" durchführen (siehe oben den Bericht, den studi82 darüber gegeben hat).


    Im übrigen bleibt es bei dem, was ich vorhin geschrieben habe.


    Nochmals viele Grüße und ein komplikationsloses Wochenende!


    Johannes

    @Johannes13

    Erstmal vielen herzlichen Dank für deine Erklärungen, die


    ich sehr interessiert Lese.


    Die Stelle schmerzt tatsächlich etwas aber nicht erheblich.


    Es ist mehr eine Art druckschmerz.


    Es blutzt ab und zu ganz leicht, aber nicht wirklich viel.


    Das merkwürdige ist aber das es seit vorgestern, also seitdem ich mir sicher bin das es ein Fistel ist, es mehr wehtut als sonst (sonst hab ich es kaum bemerkt), von daher mein verdacht das


    es psychosomatisch ist.


    Jetzt im nachhinein erinnere ich mich auch das es schön "früher"....sagen wir mal vor einem Jahr, an der Stelle etwas "gedrückt" hat, was aber nach einem oder max zwei Tagen wieder verschwunden war. Diese "Löcher" habe ich erst einige Tage.


    Die Stelle ist schon etwas wärmer als normal von daher gehe ich davon aus das eine, wenn auch nicht erhebliche, Entzündung vorliegt.


    Ich denke, wenn es nicht schlimmer wird, ist es ohne weiteres bis Montag auszuhalten, ansonsten werde ich eben schon vorher ins Krankenhaus müssen und mir helfen lassen, aber ich hoffe mal das es so bleiben wird.


    Nun hab ich noch eine Frage zur anästhesie während der OP.


    Was würdet ihr empfehlen?


    Spinale Anästhesie oder Vollnarkose?


    Eigentlich war ich fest auf die spinale "Eingeschossen" nun aber mal eine andere Sicht:


    Ich sprach heute mit einem bekannten der bei einer sehr großen Firma in Hamburg arbeitet die Krankenhäuser beliefert.


    Medikamente, sprich Pharmaindustrie (USA) usw... es ist ein Hersteller dieser Sachen, kein Medizinzubehör Lieferant.


    Er selbst hat eine etwas höhere medizinische Ausbildung und er hat gesagt er würde jedesmal die Vollnarkose der spinalen vorziehen.


    Er meinte das heutzutage aufgrund der entwicklung der Medikamente die leute viel besser mit Vollnarkosen fertigwerden als früher und die spinale schon div. risiken mit sich bringt.


    Er nannte div. Beispiele das würde hier aber den Rahmen sprengen.


    Was haltet Ihr davon? Was würdet ihr machen?


    Bin mir jetzt über die spinale nicht mehr so ganz im sicheren.


    Naja ich sagte ja ich bin nicht gerade der Mensch der OP´s mag.


    uaahh bin ich nervös.


    Vielen Dank für eure Antworten.


    Ingo

    Vollnarkose oder Spinalanästhesie?

    Zu dieser von Ingo gestellten "Gewissensfrage" möchte ich hier auf zwei Webpages hinweisen, auf denen die beiden Anästhesie-Formen jeweils sehr ausführlich dargestellt werden, inkl. der jeweiligen Vor- und Nachteile bzw. Risiken (einfach anklicken):


    Zur Vollnarkose:


    http://www.gesundheitpro.de/pa…erzbehandlung/vollnarkose


    Zur Spinalanästhesie:


    http://www.gesundheitpro.de/pa…andlung/spinalanaesthesie


    BEIDE Methoden haben Risiken; und die Entscheidung hängt nicht zuletzt davon ab, welche Krankengeschichte jeder einzelne hat. Insofern sollte man in der Anonymität des Internets meines Erachtens sehr vorsichtig sein, eine der beiden Methoden als die einzig richtige zu empfehlen.


    Dazu noch folgender Gedanke: Normalerweise findet vor der OP ja ein Vorgespräch mit dem Anästhesisten statt. Vielleicht sollte man die Methode wählen, zu dem dieser einem dabei rät? Könnte ja sein, daß er die jeweilige Methode nicht nur deshalb empfiehlt, weil er sie (unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen) in dem speziellen Fall für die bessere hält, sondern auch deshalb, weil er sie besser beherrscht. Oder ist das zu primitiv gedacht?

    @ ingope:

    Ich hoffe, diese Hinweise helfen Dir ein wenig weiter. Aber es wäre natürlich gut, wenn hier vielleicht auch noch andere schreiben, wie sie die Sache sehen. - Was Du über Deine möglicherweise entzündete Stelle schreibst, bewegt sich durchaus im Rahmen des Normalen und hört sich tatsächlich nicht besonders bedrohlich an. Insofern bin ich guter Hoffnung, daß Du bis zu Deinem Termin nichts Schlimmeres mehr zu befürchten hast (und danach natürlich auch nicht). - Johannes

    @ Johannes13

    Vielen Dank, ich werde mir die beiden Links von dir nachher sehr aufmerksam durchlesen, da ich mir im moment keinewegs sicher bin für welche der beiden Methoden ich mich entscheiden soll.


    Ich werde mir alles durchlesen was möglich ist, hoffe natürlich auch noch ein paar andere Erfahrungen lesen können, und es nachher im persönlichen Gespräch im Krankenhaus, meine Krankheitsgeschichte eingeschlossen, entscheiden müssen.


    Ich hatte gestern geschrieben das meine "Fistel", bzw der bereich am Steißbein, etwas wärmer ist als normal und leicht weh tut.


    Heute morgen bin ich aufgewacht und.....nichts....es tut rein gar nicht mehr weh, ich spüre es nicht einmal mehr....und es ist auch nicht einmal wärmer an der stelle...


    Das ist jetzt so wie vor einem jahr (was ich schon beschrieben hatte) es war plötzlich "weg"


    Ich bin gespannt was am Montag die ärzte im Krankenhaus sagen.


    viele Grüße


    Ingo

    @ingope

    Ja, Ingo,


    so, wie Du es jetzt beschreibst - nämlich daß die Beschwerden plötzlich weg sind, nach einiger Zeit wiederkommen und dann wieder verschwinden - kann es Monate oder gar Jahre gehen, wenn man nichts unternimmt. Aber unter der Haut und somit unsichtbar wird der Sinus von Mal zu Mal größer, und eines schönen Tages ist es dann soweit, daß "es" eben nicht mehr weggeht, sondern sich so stark entzündet, daß sich am Steißbein eine Beule bildet, die so groß werden kann wie ein Hühnerei. Und dann hat man keinen großen Spielraum mehr, sich für einen zeitlich günstigen OP-Termin zu entscheiden, sondern kann wegen der Schmerzen nur hoffen, daß man so schnell wie möglich unters Messer kommt. (Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung). Insofern ist es sehr gut, daß Du (trotz der vermeintlichen Verbesserung) weiterhin an dem Arzttermin festhältst. So bleibst Du gewissermaßen "der Herr der Lage".


    Weiterhin alles Gute und - trotz allem - ein schönes Wochende!


    Johannes

    atmung / beatmung / bauchlage

    nur kurz 2 cent von mir zum thema spinal versus vollnarkose, hab das natürlich auch mit den aufklärenden anaesthesisten besprochen bzw. gefragt, ob spinal nicht "besser" wäre. im prinzip ist ihnen (in meinem KH) bei einer solchen OP, während derer sich der patient in bauchlage befindet, die vollnarkose deutlich lieber. oder klarer formuliert: sie machen wenn es irgend geht keine spinale ! begründung: bei spinaler anaesthesie kommt es manchmal zu ausstrahlungen der betäubung in den oberkörper, so daß beim patienten ein starkes gefühl der beklemmung / atemnot auftreten kann. zumal dieser auf dem bauch liegend ohnehin die atmung als beschwerlicher wahrnehmen kann. die vollnarkose, mit intubation zur sauerstoffversorgung, ist heute sehr exakt und schonend dosierbar - wie ich am eigenen leib 4x sehr zufrieden erlebt habe. nach- oder nebenwirkungen: keine. außer natürlich, daß man natürlich eine weile noch leicht euphorisch in watte gepackt dämmert.... *grins*


    ganz persönlich dazu noch: wenn die mir also am steiß herumschneiden und machen und tun, reichte es mir nicht aus, davon nur nichts zu spüren ! ich will davon rein garnichts mitbekommen - auch keine gespräche untereinander, die die OP kommentieren. auch das gefühl der "halben lähmung", wie beschrieben, für mich ist das nix. die sollen im OP ihren job machen, ruhig ablästern, wie riesig und eklig die fistel ist, die sie grad rausschneiden, daß es dabei "blutet, wie sau", nebenbei wie die kohlroulade heute in der kantine war und daß sie der meinung sind, ich wär schon ein bischen adipös oder so... mir egal - sollen sie alles so "besprechen", hautsache ich bekomm davon nix mit. ;-D


    achja @ ingo: nu mach bloß nicht den fehler und fasse das als "entwarnung".... verstehen könnte ichs, hab ja auch so gehandelt - aber genau davon möchte ich leidensgenossInnen abhalten bzw. abraten ! der moment, sich der OP zu stellen, ist immer "ungünstig". aber akut in riesen beulen zugeeitert bekommst du schmerzen, die in keinem verhältnis dazu stehen, JETZT zu handeln... in diesem sinne


    gute besserung ! *:)


    p.s.: was mich angeht, ich glaub ich laß am montag nochmal nachsehen...

    @Johannes13 und @rausdamit

    Vielen Dank für eure Kommentare.


    Nein, trotz einer momentanen Verbesserung werde ich den Termin der OP nicht verlegen bzw. absagen.


    Es ist notwendig das JETZT gehandelt wird und nicht erst wenn es


    gar nicht mehr anders geht vor Schmerzen.


    Ich möchte die Fistel so schnell es geht entfernt haben auch wenn mir alles andere als wohl bei dem gedanken an die OP ist.


    Montag 11.15 Uhr bin ich im Krankenhaus und hoffe das ich es bal hinter mir habe.


    Ich werde spätestens Montag nachmittag von dem Vorstellungstermin berichten.


    Zur art der anästhesie bin ich mir noch gar nicht im klaren aber ich denke das werde ich Montag zusammen mit dem Krankenhaus entscheiden.


    Nichts desto trotz würden mich anderen meinungen zur anästhesie wie die von rausdamit sehr interessieren.


    Ich danke euch !


    viele Grüße


    Ingo