Wir haben aktuell Probleme mit unsern Servern.
In ein paar Minuten wird ein neues Update eingespielt, welches die Probleme lösen wird.
Wir bitten um Entschuldigung!

    @flachi

    Hallo Ralf,


    ich komme aus Kiel und habe mich auch in Kiel von zwei (2 OP's)niedergelassenen Chirurgen, die auch beide Fachärzte für Proktologie sind, operieren lassen.


    Den Chirurgen von meiner zweiten OP kann ich nur empfehlen. Ich halte ihn für einen sehr guten Arzt und Chirurgen und würde immer wieder zu ihm gehen.


    Schönen Tag,


    Birgit

    @ RobertD

    Hallo. Wenn die Wunde verheilt ist bleibt eine Narbe nach, die dann Naht nenne.


    Mein Schwager hatte ein offene Wundheilung und der hat das auch immer "Naht" genannt.


    Also mein erste OP war extrem. Alles weg und dann offene Wundheilung.


    Nun möchte ich, dass der Doc. näht, sofern er nicht wieder so "tief" operieren muß.


    Allerdings weiß ich nun nicht, ob das Nähen die bessere Möglichkeit zur offenen Wundheilung ist.


    Mein Schwager hatte nach der ersten OP ebenfalls Probleme mit der Nabe (angeschwollen, rot, drückendes Gefühl usw). Er wurde dann auch ein zweites Mal operriert und anschließend genäht. Das war vor 11 oder 12 Jahren und seitdem ist gut.


    Allerdings ist ja jeder Mensch anders und das, was der eine gut verträgt, muß beim anderen nicht auch helfen.


    Bei der Spinale kann ich mich nicht darann erinnern, dass ich dort ne Betäubungsspritze bekommen habe.


    Ich glaube der Bereich wurde mit einer Flüssigkeit (zum kühlen oder so?) eingerieben und den "Stich" ins Mark habe ich gut mitbekommen.


    Das andere ist die "Narkose". Also Spinale und ein "Schlafmittel" intervenös.


    Also das Lustige "Zähl mal bis 10", wo bei 4 schon Finito war...dann aufgewacht und alles war schon vorbei.


    Irgendwie erschrickt es mich, dass einige "opfer" schon 5 mal operiert werden mußten.


    Welche sinnvollen "Nachbehandlung" oder profilaktische Massnahmen gibt es denn, um das Rückfallrisiko zu vermindern (sauberhalten, rasieren ist klar).


    Gruß


    der Fistelfeind

    @flachi

    Ich hatte meine erste, und nun auch meine zweit, Op bei Dr. Michalski in der Paracelsius Klinik in Glückstadt.


    Der Arzt ist sehr nett, gar nicht abgehoben. Macht gerne mal nen Spass und ist ein sehr menschlicher Typ. Er weiß jedenfalls was er tut und hat einige Jahre Erfahrung mit Fisteln.


    Das Krankenhaus ist ebenfalls ok. Esssen ist gut, drei Menüs zur Auswahl, außerdem max. Zweibettzimmer. Die Hälfte meines Aufenthaltes verbrachte ich alleine in einem solchen Zimmer.


    Die Schwestern sind auch sehr freundlich und neben dem KH schließt sich ein schöner Park mit See an. Recht idyllisch.


    Was mich etwas gestört hat ist, dass der Doc. vor seinen Behandlungen nicht viel erzählt - er macht einfach und das teilweise recht schmerzhaft. Allerdings bin ich dann auch ganz froh, wenn er fertig ist, als wenn er sagt "Zähne zusammenbeißen, das tut gleich ordentlich weh".


    Das "gute" ist ja, dass unsere OP's keine Schwerwiegenden sind und nichts passieren kann.


    Ich mache mir jetzt schon mehr Gedanken über die ersten 2-3 Wochen Behandlung, als über die OP selber.

    @Fistelfeind

    Hallo !


    Glückstadt hört sich gut an, zumal dort viele Verwandte wohnen und ich die Klinik auch kenne. Was für Methoden werden dort angewandt ? Wird dort die Wunde auch öfter zugenäht, oder macht er in Deinem Fall eine Ausnahme. Mein Chirug bot mir das Zunähen auf nachfrage auch an, ich weiß aber, daß er generell die Offene Wundheilung bevorzugt. Ich habe nun ein bißchen bedenken zu Ihm zu gehen, schließlich will ich ja nicht sein Versuchskanninchen sein. Du schreibst, daß Dein Schwager ebenfalls vor 12 Jahren eine geschwollene Nath hatte. War es bei Ihm ebenfalls eine erneute Fistel, oder waren es irgendwelche Nachfolgen aus der 1. OP. Ich hatte vor 2 Wochen ebenfalls ein wahnsinns Spannen und jucken in meiner Narbe. Sie wurde grün und blau und es riß erst unterhalb der Narbe ein und dann der grün/blaue Teil selber und es kam Wundwasser heraus und klares Blut. Kein Eiter etc. Es war auch nur die Haut eingerissen, zwar tief eingerissen, aber die typischen Fistellöcher fehlten ebenfalls. Als ich bei meinem Chirugen vorstellig wurde, sagte er ganz klar:


    Steißbeinfistel, muß operiert werden. Was ich Ihm aber nicht glaube. Nach 2 Wochen war alles wieder zu. Und ich bin wieder Schmerzfrei. Ich zeigte es dem Chirugen, er sagte: Tja, kannst Glück haben, daß es jetzt vorbei ist, kann aber bald wieder einreißen. OP verschoben.


    Wenn man eine entzündliche Fistel hat, wächst es doch nicht innerhalb von 1,5 Wochen wieder zu, als ob nichts gewesen wäre ?


    Schließlich fehlte der Eiter, die Fistellöcher, der Steißbeinschmerz, etc....


    Kann es evtl. doch irgendwas anderes sein, was durch schlechte Wundheilung/Wundbehandlung entstanden ist (Hohlräume unter der Haut etc ???)


    Ich habe eigentlich nur Angst, daß die Chirugen zu shcnell schneiden. Für denen ist alles Unkompliziert. Die langwierige Wundbehandlung müssen Die ja nicht machen.


    Und um nur Gewissheit zu haben ob eine Steißbeinfistel vorliegt sich aufschneiden zu lassen ????


    Ich suche am besten einen Chirugen in Schleswig-Holstein, der einschlägige Erfahrungen mit dem Zunähen und Fisteln gemacht hat und auch bereit ist modernere OP-Methoden anzuwenden als dieses klassische aufschlitzen und bluten lassen.


    Wäre schön, wenn Ihr mir noch Chirugen und Krankenhäuser nennt, die sich damit auskennen !


    Gruß


    Ralf

    genau das...

    "Angst, daß die Chirugen zu shcnell schneiden. Für denen ist alles Unkompliziert. Die langwierige Wundbehandlung müssen Die ja nicht machen."


    Neben dem simplen Fakt, daß ich a) im Moment wirklich die Kohlen dringenst brauche, die ich verdiene und b) vor der Diagnose "Rezidiv" und noch ne OP Schiß habe, "glaube" ich trotz gegenteiliger Beobachtungen nicht 100% an ein Rezidiv. Hab ja erzählt, da war am 25.09. ein harter Job, wo mir anschließend massivst die Restwunde schmerzte. Meine Vermutung: eingerissen, teils eben auch tief bzw. nicht so direkt sichtbar. Wobei das Begutachten des einenen Po im Spiegel ein ganz eigenes Thema ist ??? OK weiter gings und (vor?)letzte Woche etwa bildete sich im oberen Bereich der "Naht" (frisch verheilter Wundbereich) eine Art "Blase", spannte unter dem frischen Häutchen und ich bekam mächtig Angst. Nachts nach einem Job bemerkt. Kompresse drauf und noch ne "Saug" zusätzlich geklebt und Ding öffnete sich, Exsudat sah für meinen Geschmack total unauffällig aus.


    Jetzt ist es so, daß der Po fleißig "arbeitet" und neben nicht so klar beschreibbaren Schmerzen mal mehr, mal weniger rausgetrieben wird. Erschrocken hab ich aber gestern im Spiegel gesehen, daß sich dort, wo die "Blase" war, zwei Löcher gebildet haben, die verdammt nach den typischen Zeichen aussehen.


    Aaaargh. Meine Hoffnung / Vermutung: Der frische Defekt in der Wunde vom 25.09. heilt / treibt von unten nach oben und konnte nicht ausreichend abfließen. Daher Körper, ja nicht doof, einen "Notausgang" angelegt. Einen Fremdkörper glaube ich nicht (eingeschlossen zu haben) - nach Entzündung fühlt es sich manchmal aber schon an... (Paranoia...)


    Das "Problem" nun ist, wenn ich damit zur UniKlinkik fahre, dem chir. Team den Steiß zeige, setzte ich 100 zu 1, daß sofort die Indikation zu einer neuen OP gestellt wird. Ist ja auch einfacher. Schneiden und raus, auch wenn vielleicht nicht unbedingt nötig. Wer weiss das schon. Schaden kanns ja nicht, also Schnipp-Schnapp. Nur, auch ganz klar: WIR haben den Spaß mit der langwierigen Wundversorgung, bis endlich Abheilung. DIE verdienen daran im Zweifel auch... (nicht falsch verstehen, bitte ! Ich gehe davon aus, daß Docs immer helfen & heilen wollen und dies über die Absicht der Gewinnerzielung stellen !)


    Meine Güte, wenn es doch eine Methode gäbe, den Steiß mittels "bildgebendem Verfahren" zu durchleuchten, das Gebiet auf dem Schirm und klar erkennbar, ob neues Haarnest, Fremdkörper-verkapselung, oder "nur" kleine Entzündung / Irritation... wenn man das nur sehen könnte...


    (...hab auch keine Lust, daß die mir wieder mit Sonden im Po herumstochern.... jaja... singt nur "Feigling..." ;-D )


    ***disclaimer: jedem Neuling rate ich nach wie vor, sofort zum Chirurgen zu gehen, um sich den Sinus P. herausschneiden zu lassen !!! Ich beschreibe oben nur meine Gedanken zwischen dritter und vierter OP und die Unsicherheit, ob nun Rezidiv oder nicht !***


    gute Besserung ! *:)

    @rausdamit

    Hi, hmmmmmm schöner scheiß Dein Steiß. Ich bin mir auch nicht so sicher was bei mir los is. Anscheinend hat es aber mit Arbeit zu tun, wie bei Dir. Immer wenn ich n Knochenjob hinter mir hab, ja dann.................... . Wochenende, relative Ruhe, wobei die auch nur relativ ist;-), schon ist es fast gut. Kann es sein, daß zu frühes Arbeiten, Belastung im Allgemeinen gar net gut ist für des Teil, sprich die Wundheilung


    Jedenfalls beobachte ich die ganze Geschichte äußerst Skeptisch. Wobei, beobachte mal den Hintern so ohne weiteres ;-D.


    Ich wünsch es Dir, keine neue OP, denn im Prinzip reicht es ja einmal und mir und allen anderen hier auch.


    Gute Besserung und Greats

    Fistel - das unbekannte Wesen

    Morgen um 14.00 Uhr habe ich das "Aufklärungsgespräche" mit dem Narkose-Onkel und dem Chirurgen.


    Hab mir ein paar Sachen aus dem Forum aufgeschrieben, die ich dann ansprechen werde (Heilungsmethoden: Offen oder doch nähen, Schaumstoff statt Mullbinden, schonender Verbandwechsel mit Ringerlösung, was bringt Zucker bei der Heilung, Sitzbäder mit Betaisodona/Kochsalz, ab wann und wie oft ausduschen, Verwenden von Salben usw.).


    Mein Doc "macht" leider immer sehr schnell, ohne großartig zu sagen, WAS er da überhaupt macht. Allerdings ist er immer sehr selbstsicher und kommt auch kompetent rüber - das bringt dann wieder Vertraun.

    @ rausdamit:

    Hab am Montag Bekanntschaft mit der Sonde gemacht - schrecklich! Kommt gleich nach dem Schmerz des ersten Tamponadewechsels! Warum wird denn nicht mal betäubt? Muß man heutzutage Schmerzen wirklich noch in Kauf nehmen ?


    Das werd ich ihm auch Morgen mal klarmachen - die Behandlung nach der ersten OP war ne Höllenfahrt, die ich in der extremen Form nicht nochmal haben muß!


    Bei mir sind die Anzeichen auch so gewesen wie bei Dir, rausdamit.


    Also Spannen an der Wunde, rotgeschwollen und verdickt. Bis ich beim Duschen in ner Blutpfüze stand!


    Dann gleich mit Überweisung zum Chirurgen, der in 4 Sitzungen versucht hat alles so (ohne OP) hinzubekommen. Es war bei mir auch nur Blut, ohne Eiter.


    Er hat alles versucht und dann nach der Sonden-Geschichte hat er erstmalig von ner OP gesprochen (deshalb denke ich nicht, dass er aus Geldesgründen für die Op ist).


    Wenn die Behandlung "danach" mit Betäubung verlaufen wäre, wäre es nur halb so schlimm.


    Aber wie ich gelesen habe war es bei den meisten so wie bei mir. Tamponadenwechsel = Hardcore-Schmerz.

    @flachi

    Paracelsius Glückstadt ist alles in allem echt gut. Personal, Futter usw. kann man nicht meckern.


    Und der Chirurg ist echt in Ordnung - er tut halt sein Bestes.


    BEi den letzten 6 Besuchen in der Praxis mußte ich keine 5 Minuten warten - das war in der Zeit meiner ersten OP anders, da war es brechend voll.


    Ein Vorteil der Praxisgebühr ? Leider soll es um die Paracelsius Klinik nicht gut bestellt sein. Die Ärzte sollen angeblich boykotiert werden (hat irgendwas mit dem Hauptsitz der Paracelsius Klinik GmbH zutun).


    Kannst ja einfach mal Doctor Michalski aufsuchen und Dir selbst ein Bild machen. Für mich macht er einen sachverständigen, symphatischen Eindruck.


    Gruß


    Fistelfeind

    Betäubung

    Also, das mit der Betäubung ist für mich echt schleierhaft, Fistelfeind.


    Als mir einmal ein Abszess per Entlastungsschnitt geöffnet wurde, hat der Chirug sogar eine "örtliche Betäubung" gesetzt. Im Wissen, dass sie an einer hoch entzündeten Stelle nicht wirklich gut wirken kann. Erst recht, wenn der Abszess so unter druck stand, dass obwohl ja nicht direkt hinein, sonderen darüber, beim rausziehen der Nadel es gleich wie eine Fontäne herausgesprudelt ist. Natürlich nicht nur der Eiter sondern auch das Betäubungsmittel.


    Naja, er wollte es wenigstens probieren.....


    Folge war eine kaum merkbare Betäubung und höllische Schmerzen beim Aufschneiden des Abszesses. Das anschliessende "reindrehen" der Tamponage als eine Art Drenage war auch sehr schmerzhaft.


    Naja, was muss das muss dachte ich mir, und somit bin ich denke ich mal, bestens "vorbereitet" für meine PS OP *lol

    bin wieder aus dem K. raus

    also ich bin jetzt wieder raus aus dem kr. haus .


    op ist ohne probleme verlaufen . der schnitt ist ca 10 cm lang .


    mit schmerzen und so hält sich das im mom noch in grenzen . war der richtige entschluß zum arzt zu gehen .


    ich schreib alles mal genauer wenn ich mich wieder hinsetzen kann .im stehen schreiben ist s..... !


    mfg sebastian

    Neues von der Fistelfront

    Hi. War heute beim Aufklärungsgespräch und letzten Behandlung. Der Befund hat sich zur letzten Untersuchung am Montag verändert.


    Wie es aussieht wird er nun nähen können, weil es sich stark verbessert hat (wie auch immer das geschehen ist).


    Mit Chance ist die Sache in 2 Wochen ausgesessen und die Wunde verheilt.


    Der Doc meint außerdem, dass mehr als 2 OP's sehr selten sind. Nur eine OP ist normal, eine zweite ist meist nur erforderlich, wenn sich Hohlräume oder kleine Kanäle unter der Wunde gebildet haben (keine Entzündung, sondern eine Infektion - da gibst wohl einen Unterschied).


    Diese Nachricht war natürlich sehr erfreulich.


    Sobald ich wieder aus dem KH raus bin (mit Chance schon Morgen Abend - am Tag der OP :DD ) schreib ich meinen "Bericht" hierrein.


    Am meisten Gedanken mache ich mir im Moment um diesen elenden Tropf am Arm und die fiese Spinale.


    Gruß


    Fistelfeind

    komme gerade von der Klinik

    .....hallo Leute!


    komm gerade von der Uniklinik. Habe mich jetzt einfach nochmals untersuchen lassen, weil ich Gewissheit wollte, ob meine Wunde, die jetzt bereits verschlossen ist, so gut verheilt ist oder nicht. Und der Oberarzt hatte mich bestätigt. Die Wunde ist soweit gut verheilt. Ich hab ihn dann auf die Nachversorgung der Narbe angesprochen und er sagte mir überaschenderweise, dass die Haare im Steißbeinbereich NICHT entfernt werden müssten. Er meinte nämlich, dass von außen keine Haare einwachsen könnten, sondern dass es sich bei einem PS um ursprüngliche Rückenmarkszellen handelt, die Haare produzieren können. So entsteht dieses "Haarnestgrübchen". Denke, dass ich mir die Enthaarung nun einfach sparen werde, denn so ist es auch nicht so umständlich und ich muss mich nicht permanent darum kümmern.


    Desweiteren sei es eher erforderlich, die Narbe trocken zu halten. Deshalb immer: Kompresse rein und fertig, jeden Tag gut reinigen und dann müsste es auch gut klappen. Ich selbst hab beim ersten Mal die 30% der Rezidivmöglichkeit getroffen. Hoffe jetzt durch die 2. OP, die mittlerweile auch schon 4 Monate zurückliegt, die anderen 70% erlangt zu haben!!!


    Viele Grüße und alles Gute weiterhin!


    Borader59

    @Boarder 59 (Enthaarung unnötig?)

    Trotz meiner Skepsis gegenüber der "Affentheorie" als der einzig möglichen Erklärung für die Entstehung von Steißbeinfisteln muß ich zugeben: Die Sache mit den Rückenmarkszellen ist interessant und würde jedenfalls erklären, wieso es offenbar immer wieder vorkommt, daß auch bei Leuten, die sich eifrig um die Enthaarung und Hygiene der Steißbeinregion kümmern, Rezidive auftreten.


    In der Fachliteratur wird die "genetische" Erklärungsmöglichkeit ja auch keineswegs (von allen) als "falsch" bezeichnet. Nur gibt es eben AUCH die Theorie mit den eingewachsenen Haaren, die sogar von den meisten favorisiert wird (und die konsequenterweise mit der Empfehlung, für die Enthaarung der Steißbeinregion zu sorgen, gekoppelt ist).


    Aber wie dem auch sei: Die Gelehrten sind sich offenbar nicht einig, und ich vermute mittlerweile, daß dies daran liegt, daß beide Erklärungsmöglichkeiten ihr Recht haben. Mit anderen Worten: Was bei der einen Gruppe der Patienten durch eingewachsene Haare verursacht wird, beruht bei der anderen Gruppe eben auf genetischer Veranlagung (also auf den Rückenmarkszellen). Oder andere Möglichkeit: Was bei ALLEN auf genetischer Veranlagung beruht, wird durch eingewachsene Haare begünstigt. Aber wie gesagt: Das sind nur Vermutungen.


    Daß jedoch das Hineinwachsen von Haaren prinizipiell ausgeschlossen sein soll, wage ich zu bezweifeln. Auch hier im Forum gibt es ja Leute, die beobachtet haben (wollen?), daß sich bei ihnen Haare in die Haut hineinbohren. Insofern denke ich, daß eine konsequente Enthaarung jedenfalls nicht schaden kann. Aber auch wenn man darauf verzichtet, sollte man meines Erachtens wenigstens von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob einzelne Haare im Begriff sind, in die Haut einzuwachsen, und ggf. zumindest diese entfernen. Sicher ist sicher.

    Einwachsen

    Meine Freundin (hatte ich schon mal geschrieben) hat devinitiv schon Haare entfernt, die gerade dabei waren sich einzubohren. Und dass schon mehrmals!


    Ich schliesse mich den Ausführungen von Johannes an. Für mich als Leihe bleibt nun die Frage, wie man denn ein Rezidiv vermeiden kann, wenn es genetisch an den Rückenmarkszellen liegt (z.b. angenommen, man ist sozusagen per Laser enthaart, betreibt ausreichend hygiene usw)!? Dann kann doch der PS theoretisch immer wieder kommen,..sozusagend immer wenn die Zellen gerade lust haben solch "Zeug" zu produzieren!! Das wäre ja verherend!!


    Nachdenkliche Grüsse und Gute Besserung

    Wieder zurück von OP 2

    Hallo Leute!


    Unverhofft kommt oft. Gestern Morgen OP und um 19.00 Uhr wieder nach Hause :-)


    Was war geschehen?


    Also: Unter der eigentlichen Wunde hat sich ein Fistelkanal gebildet ( Hohltaum/Tasche).


    Vor der OP hat der Doc mit dieser blauen Flüssigkeit rumgepütschert und konnt damit das Ausmass der Infektion sehen.


    Nähen ging nicht mehr (vielleicht auch ganz gut so). Er hat 10 cm lang aufgeschnitten - allerdings nicht so tief, sondern nur bis zum "Kanal".


    Dort wurde dann alles schön ausgescharbt und ne' Jod-Tamponade eingelegt (ich frau mich schon auf die Qualen am Montag, wenn diese Tamponade wieder raus kommt!)


    "Anschluß" an den Tropf, sowie Spinale verliefen "befriedigend" - also nicht so schlimm wie beim ersten Mal. Alles schön vereist und auf die OP brauchte ich auch nicht lange warten.


    Ich kann einigermaßen (in Schräglage) sitzen und mich bewegen. Wenn ich nichts mache bin ich schmerzfrei (nur Bewegungsschmerz).


    An alle unentschlossenen im Norden: Ich kann euch meinen Doc. und das gute Personal nur empfehlen!


    Ich bin auch nur bis 19.11 krank geschrieben. Nur 2 statt der erwarteten 4 Wochen. Auch das nehme ich als gutes Zeichen auf!


    Gruß


    Fistelfeind

    Erster Tamponadenwechsel

    @Fistelfeind

    Erst einmal "willkommen zurück" und Gute Besserung.


    Lese ich richtig, dass bei Dir erst nach mehr als 48 Stunden erstmals die Tamponade gewechselt wird!? Halte ich persönlich für etwas zu lange. Normal müssten doch max 24 Stunden sein, oder!?

    @ Ralf

    Ja, war wieder in Glückstadt in der Paracelsus Klinik. Mein Arzt ist dort Anzutreffen. Bevor Du ins KH reingehst, steht auf der rechten Seite ein großes Schild mit den Ärzten der Klink. Es gibt dort nur eine chirurgische Praxis - Dr. Michalski heißt der gute Mann - und der ist vom Fach.

    @RobertD

    Die Tamponade wird weitaus mehr als 48 Std "Drinn" sein. OP war Freitag um 8.00 Uhr und Wechsel ist Morgen Nachmittag so zwischen 15.00Uhr - 16.00 Uhr.


    Die Tamponade soll mindestens 48 Stunden drinn sein. Das Jod-Tuch "arbeitet" in der Wunde. Es bekämpft Bakterien und säubert das Ganze.


    Was Du mit den 24 Std meinst ist vielleicht die Blutung. Die Wunde darf nach 24 Std nicht mehr bluten (also keine starken Blutungen).


    Ich werf mir morgen vor dem Wechsel 2 Togal ein und hoffe, dass ich zusätzlich noch eine Betäubungsspritze bekomme.


    Mein erster Wechsel nach der ersten OP war echt heavy und das brauch ich kein zweites Mal.


    Gibts sonst noch gute Tips, wie man den ersten Wechsel so schmerzarm wie möglich gestallten kann ???


    Gruß


    FF

    @Fistelfeind

    Um den ersten und die folgenden Tamponadenwechsel so schmerzarm wie möglich zu gestalten, wurde mir damals empfohlen, jeweils kurz vor dem Arztbesuch zu duschen, also dafür zu sorgen, daß die Tamponade feucht ist. Ob das viel genützt hat, weiß ich allerdings nicht. Denn es tat trotzdem ziemlich weh. Aber vielleicht wäre der Wechsel ja ohne vorheriges Anfeuchten noch schmerzhafter gewesen.


    Viele Grüße und gute Wundheilung!


    Johannes

    tamponade raus ?

    :)D .... aaalso ganz klar postoperativ das echte "highlight" an schmerz, wenn (hinterher klüger) man seinen frisch operierten po nicht selbst aus dem bett bekommt und die schwestern etwas zu knapp vor der visite die wundränder mit nacl beträufeln. will sagen: böse falle besteht ganz klar darin, daß sich die fasern der tamponade mit der wunde verkleben. und das tun sie logischerweise beim austrocknen recht erfolgreich. wechselt man dann ohne anzufeuchten.... :°(


    nach dem ersten wechsel stationär, also dann tag 3 frühmorgens, durfte ich duschen gehen und konnte / sollte den strahl auch (nicht zu fest gerichtet) auf die wunde richten. die tamonade war also schön triefend nass, hatte dann aber erst beim nächsten mal den mut, sie selbst zu ziehen. vorteil "nass": sie klebt (hoffentlich) nirgendwo mehr fest - nachteil: die tamponade vergrößert ihr volumen, vgl. "tampon" (nicht gar so extrem, lol) ... klare sache: vorteil überwiegt !!!


    wieder zuhause hab ichs denn so gemacht:


    täglich morgens geduscht, auch die wunde, viel zeit eingeplant (dauert mitunter schon ca. 15 minuten, bis man die tamonade soweit hat...) und die füllung entfernt. dann eine große saugkompresse davor (nicht rein, hatte nicht den mut), vorlage dazu, netzhöschen hoch, anziehen und per strassenbahn (prima, weil stehend) zur uniklinik. diese prozedur dann über wochen.


    im prinzip, bis der "keil" im hintern nicht mehr wirklich tief war und ich per auflage von kompresse die wunde im prinzip genauso verbinden konnte, wie im KH. hatte aber auch psychologische gründe, weil ich es echt nicht konnte, mir nahezu "blind" mit kompresse tief in die wunde zu greifen... so way ! %-|


    ach ja: mittel der wahl @ uni war "mesalt" zur förderung der wundheilung. klebt durch die ziehende wirkung logischerweise ganz prima mit der wunde zusammen, half mir sehr, aber ausduschen vor entfernen logischerweise pflicht...


    ansonsten gibts von mir nix neues. ich schiebe und denke nicht an ein reziviv sondern hoffe, daß die wunde direkt unter der oberfläche nur "dumm rumzickt" und sich die sache "aussitzen" lässt... ;-D


    gute besserung !!! *:)