@ RobertD

    Was hindert Dich an das Zunähen ???? Es gibt hier immer welche, die meinen offen ist besser oder zunähen sei besser. Ich habe mich jetzt 4x mit offener Wundheilung operieren lassen. Ich hielt die Nachsorge (zum Schluß ein 3/4-Jahr) recht müßig und kompliziert. Und wieder gekommen ist es sowiso wieder. Mein Bruder hat sich vor 3 Jahren zunähen lassen und ist wunschlos glücklich. Ich glaube es gibt kein Patentrezept. Ich werde mich, wenn der Arzt es zulässt, mich zunähen lassen und mir eine Antibiothika Kette einnähen lassen, die täglich ein Stück hinausgezogen wird. Es soll die Wundheilung um einiges beschleunigen. Und wenn es nicht klappt, schlimmstenfalls bin ich im halben Jahr wieder unter dem OP. Die Nachsorge kannst Du i.d.R in der chirugischen Ambulanz im Krankenhaus machen, oder bei Deinem Hausarzt. Spreche einfach mit Ihm darüber. Bei mir war es kein Problem. Ich wurde morgens immer vorgezogen. Fur meinen Hausarzt und seinen Sprechstundengehilfinnen war es routine.


    Gruß


    Ralf

    Vorsicht!

    Zitat

    Versuche es einfach mit Pilca med an einer Stelle, die verwundet ist.

    Um Himmels willen! NIEMALS eine Enthaarungscreme auf einer verwundeten oder entzündeten Hautstelle anwenden! Nicht mal in die NÄHE einer solchen Stelle darf die Creme gelangen.


    (Das gleiche gilt - und hier erst recht - in bezug auf die Haut in der Nähe von offenen Wunden.)

    @ Robert D und Johannes13

    Ich meinte natürlich: Versuche es mal an einer Stelle, die nicht verwundet ist.


    Sorry, aber ich schreibe zur zeit während der Arbeitszeit, da muß es schnell gehen !


    Gruß


    Ralf

    hallöchen

    ich bins mal wieder. da ich bisher nur fragen gestellt habe möchte ich einmal einen kleinen erfahrungsbeitrag leisten.


    habe mir letzten freitag pilca med aus dem internet kommen lassen und habe dieser an der bikinizone getestet, da ich mich ans hinterteil nicht so recht traue :-o. die haut hat sich nicht entzündet, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich schon öfter die normale pilca benutzt habe und die reaktion die selbe war. also keine ahnung ob pilca med besser ist - ich bilde es mir zumindest ein *lol*


    ob dieses ständige enthaarung jedoch eine dauerlösung für mich ist bezweifle ich jedoch mittlerweile weil sich immer ein paar härchen durchsetzen. spiele mit dem gedanken einer laserbehandlung um ein für alle mal ruhe zu haben. werde das aber erst nach der op entscheiden und auch meine frauenärztin dazu befragen (da hab ich eh nen termin *g*)


    so long, ich wünsche euch allen gute besserung und vor allem dass die sch... niiiieee mehr wiederkommt.


    greets

    @alle, die hier etwas fachkundiger zu sein scheinen

    .....da ich letztes Mal überhaupt keine Antworten auf meine Frage bekommen hab', versuche ich es jetzt einfach nochmal.


    Vor ein paar Tagen schien ich endlich mit der Wundbehandlung fertig zu sein und ich hatte alles mehr oder weniger abgehakt. Meine 2. Operation mit Exzision und anschließender offener Wundbehandlung habe ich am 29. Juli hinter mich gebracht. Der Arzt sagte mir, dass man es beim 2. Mal einfach sekundär heilen lassen sollte. Es würde länger dauern als bei einer primären Naht, doch die Rezidivrate sei nicht so hoch, was meinem Wissen nach gar nicht stimmt.


    Ja und jetzt tritt aus der Wunde erneut etwas Sekret aus, wobei die Menge wirklich minimal ist. Zur besseren Übersicht ein kleiner Steckbrief der noch offenen Wunde (ca. 5mm):


    - das Sekret ist gelblich, hat keinen "strengen geruch, der für Eiter ja normalerweise charakteristisch ist (liege ich da richtig???)


    - manchmal ist ein leichtes jucken zu spüren.


    - Befindet sich ca. 3 cm über dem After


    Den Beschreibungen nach meinen Eltern sieht die Wunde nur oberflächlich aus. Es soll "lediglich die letzte Hautschicht fehlen". Doch ich hab gehört, dass die durchschnittliche Wundheilungsdauer ca. 10 Wochen dauert.....ich hab bereits gleich 15 hinter mir und bin bald am Verzweifeln. Behandelt wird die Wunde mit einer sterilen kompresse und einer Antibiotikumsalbe.


    Nun, was meint ihr dazu? Ein erneuter Rezidiv. Wie jeder von euch könnte ich mir das aus zeitlichen Gründen nicht nochmal leisten. Ich bin erst in der 11. Klassenstufe aufem Gymnasium, doch nochmehr verpassen geht einfach nicht.


    Ich hoffe ihr könnte mir ein paar Antworten geben!


    Vielen Dank und allen eine gute Besserung. Lasst den Kopf nicht hängen, auch wenns sehr schwer fällt!


    Simon

    hab noch was vergessen....

    könnte es denn sein, dass durch den Stuhlgang Bakterien in die Nähe der Wunde gelangen können und sie deshalb nicht zuheilen will. ich mein, ich pass da auch wie nochmal was, aber es wäre ja theoretisch möglich oder?!


    Schöne Grüße


    Simon

    @Boarder 59

    Hallo ! Deine Geschichte kenne ich. Ich habe das gleiche hinter mir. Wunde zu, ein paar Tage später kam ein bißchen Sekret, sah nur oberflächlich aus, wuchs wieder zu. War dann mal wieder auf. Dies ging bei mir 3 Jahre so. Lezte Woche eskalierte es und landete beim Chirugen. Ich habe mir auch immer was vorgemacht, von wegen ist nur oberflächlich und es fehlt nur etwas Haut. Bei mir ist es wieder ein Rezidiv. Ich würde an Deiner Stelle zum Chirugen und es abklären lassen. Schließlich ist er der Speziallist. Ich habe von vielen Fällen gehört, wo die Wunde zugewachsen ist und diejenigen nichts mehr davon gehört und gespürt haben. Die sind es zur Zeit auch los. Alle anderen wo die Haut mal wieder einriß und Siffte und Schmerzte wurden überwiegend enttäuscht und landeten wieder unterm Messer.


    Ich gebe Dir nur einen Tipp ! Warte nicht zu lange mit dem Gang zum Arzt, Du machst dich sonst nur verrückt.


    Bei mir war es jeden Tag ein Wechselbad der Gefühle. Zwischen der Hoffnung es geschafft zu haben und die Angst ein Rezidiv zu bekommen. Und ich muß sagen, jede Enttäuschung war ein Schlag in die Seele.


    Gruß


    Ralf

    @Boarder 59

    Achja, zu Deinem Nachtrag:


    Es gibt so viele Theorien zum Thema Steißbeinfistel, ich kann mir vorstellen daß man durch den Stuhlgang Bakterien in die Wunde bekommen kann. Aber es können auch zehntausend andere Faktoren sein, die zu einem Rezidiv führen. Vielleicht auch einer, den wir alle noch nicht kennen.


    Gruß


    Ralf

    @Boarder59/Simon (und @flachi)

    Hallo, Simon,


    daß ein Rezidiv sich durch eine nicht bzw. nur langsam zuheilende Wunde bemerkbar machen könnte - und noch dazu nur 3 Monate nach der OP -, wäre mir neu. (@flachi: Natürlich ist es beunruhigend zu hören, daß Deine Wunde nach drei Jahren immer noch nicht zugewachsen ist. Aber damit, daß es bei Dir jetzt zu einem Rezidiv gekommen ist, hat das wohl nichts zu tun. Was Deine extrem verlangsamte Wundheilung angeht, machen mich eher Deine obigen Ausführungen über den leichtfertigen Gebrauch von Enthaarungsschaum stutzig. Solange die Wunde nicht vollständig verschlossen ist, sollte man überhaupt keine chemischen Enthaarungsprodukte verwenden!)


    So, Simon, bevor Du nun also in Panik gerätst, laß Dir erstmal gesagt sein, daß es durchaus normal ist, daß das letzte kleine Stück der Wunde am längsten braucht, um wieder zuzuheilen, bzw. daß dieses Stück dazu neigt, wieder aufzugehen. So sagte es mir jedenfalls mein Chirurg.


    Ich wurde gut zwei Wochen nach Dir operiert und habe jetzt genau die gleichen "Beschwerden" wie Du. (Der von Dir verfaßte Steckbrief könnte von mir stammen.) Konkret war es bei mir so: Auch ich dachte vor ein paar Tagen, die Wunde sei nun vollständig verschlossen. Aber als dann das letzte Stück Schorf abging, wurden darunter dann eben diese verflixten letzten 5 mm sichtbar.


    Wie gesagt: Das ist lästig, aber normal (auch bei sonstigen Wunden). Die Angaben zur durchschnittlichen Wundheilungsdauer beziehen sich also offenbar auf den "Großteil" der Wunde, nicht unbedingt auch auf den letzten kleinen Rest.


    Bei dem Sekret, von dem Du spricht, handelt es sich um das sog. "Exsudat" – ein normales Nebenprodukt der Wundheilung. Mehr Informationen dazu (und zur Frage, wie Exsudat von Eiter zu unterscheiden ist) findest Du am Ende meines Beitrages vom 25.09.04 (20:11) und in meinem Beitrag vom 04.10.04 (3:04). Eigentlich müßtest Du mit dem Exsudat schon Bekanntschaft gemacht haben, als vor ein paar Wochen bzw. Monaten der größte Teil Deiner Wunde zuheilte.


    Normalerweise hat das Exsudat schon einen unangenehmen Geruch. Aber wenn die Menge, wie Du sagst, nur minimal ist, kann man natürlich nichts riechen (bei mir riecht die minimale Menge auch nicht).


    Was Deine Frage bezüglich des Stuhlgangs betrifft: Gegen Bakterien kann man sich in DIESEM Bereich wohl nicht vollständig wehren. Aber mit der verlangsamten Heilung der letzten 5 mm haben sie sicher nichts zu tun – es sei denn, sie hätten zu einer Entzündung geführt. Aber abgesehen davon, daß Du dann auch andere Beschwerden hättest (Schmerzen, Schwellung, möglicherweise auch Fieber), kannst Du eigentlich beruhigt sein. Denn mit seinen "eigenen" Bakterien infiziert man sich nicht so schnell.


    Kurz und gut: Um auch die letzten 5 mm zum Zuheilen zu bringen, kann man eigentlich nichts anderes tun, als abzuwarten. Eine gesunde Ernährung und vor allem auch die Einnahme von Zink-Tabletten (aus der Drogerie oder der Apotheke) sollen aber förderlich sein. Daß bei Dir (weiterhin) Exsudat auftritt, ist jedenfalls schon mal gut. Denn dieses ist, wie gesagt, ein Nebenprodukt der HEILUNG und zeigt demzufolge, daß Deine Wunde nach wie vor daran arbeitet, sich selbst zum Verschwinden zu bringen.


    Viele Grüße – und laß auch Du den Kopf nicht hängen!


    Johannes

    @all

    wenn ich mir das alles so durchlese scheint die rezidivquote ja relativ hoch zu sein (graus!). ich kann nur hoffen, dass die leute bei denen es keinen Rückfall gab sich hier im forum einfach nicht mehr melden, weil es ja keinen grund mehr gibt. jedenfalls nehme ich jetzt schon seit 12 tagen zinktabletten (sozusagen vorbeugend - jetzt haltet ihr mich wahrscheinlich für irre), aber somit habe ich zumindest das gefühl "etwas zu tun", obs hilft? wer weiss. schaden wird es wohl nicht. ich will einfach nur dass die wunde nach der op sauber verheilt und ich danach nie wieder was mit einem steißbeinfistel zu tun haben muss.

    Das Affen-Gen, Ralf (Flachi) und überhaupt -

    es ist klasse, dem Feind einen Namen geben zu können, zumal er immer mal wieder anklopft und nervt, "an Schmerzen gewöhnt" - Argh ! Es waren sehr viele gute Beiträge in den letzten 2 Seiten ! ;-) Jedenfalls gefällt mir die Nummer mit dem "Affengen" gut, zumindest als Ziel der Wut, nicht wirklich in letzter Konsequenz bierernst und gläubig, obwohl, wie ich schonmal schrieb: es ärgert schon, daß SP (sinus p) so dermaßen verbreitet und häufig auftritt, demgegenüber jedoch kaum klare Veröffentlichungen draussen sind. Daher, gut daß es sich mal einer traut: Das Affengen ist schuld ! ;-D


    Haltet mich für temporär (?) durchgeknallt, dem Rezidiv 3 entgegenschauend abwartend, jaja... Mein "beim Job aufgerissener A...." bildete letztlich eine dünne Hautblase, unter der sich Exsudat befand, welches sich gestern nacht in eine Lage Kompressen (steril) und Saugkompresse (nichtsteril) selbstständig entlud. Farb und Geruchsbefund eher positiv, da sehr "flüssig", hellgelb - rot (blutig) gemischt und daher beruhigend, der Situation entsprechend. Trotzdem denke ich nicht, daß ich länger als 12h Zögern sollte und werde wohl nachher mal zum KH pilgern. Wenn nix hilft beuge ich mich der Diagnose "Schnipp-Schnapp" und hoffe auf Termin "zwischendurch" am Freitag, sage den Job ab und hätte bis Dienstag Ruhe. Vorausgesetzt "kleine OP" und ambulant. Als nunmehr angehender "Profi" verordne ich mir eine nach Möglichkeit ambulante OP in Vollnarkose (Klinik) - nehme meine getippte Meinung allgemein jedoch keinen Millimeter zurück, was "Anfänger" mit Sinus EINS betrifft.


    Ach ja, da war irgendwo die Frage nach dem "WO" und "Wie dahinkommen" der post OP Wundbehandlung: per vom Hausarzt ausgestelltem "grünen Berechtigungsschein" ist das KH in der Lage, die Leistungen des Verbandswechselns und der "Wundbeschau" kassenärztlich abzurechnen. Daher solltest Du in der Regel ein gerne gesehener Gast sein... (hmmm....)


    Ich hab auch etwas mehr als 15 Min. zur Uni Klinik, welche nicht das nächstgelegene KH ist. Hab mir (je) eine Monatskarte Preisstufe "A" für die Strassenbahn gekauft und bin damit prima (stehend) gefahren. Klasse Sache. In locker geschnittenem Trainingsanzug natürlich... hehe....


    Bevors zu lang wird, Danke in die Runde, es ist schon absolut prima, wer hier was textet zum gemeinschaftlichen Leiden und als mich begleitendes "Tagebuch" auch eine echte Erleichterung, sich ab und an mal was von der Seele zu tippen !


    ***gute Besserung !*** *:)

    @rausdamit

    Hallo Leidensgenosse !


    Lass es stationär unter Vollnarkose machen ! Ambulant habe ich solche schlechten Erfahrungen gemacht. OP, nach Hause am nächsten Tag starke Nachblutungen zu Hause gehabt, kein Arzt da. Als der Arzt bei mir zu Hause ankam war das Badezimmer vollgeblutet, ich saß in der Badewanne um nichts weiter einzusauen in einer Blutlarche und landete im Krankenhaus um die aufgegangenen Blutgefäße schließen zu lassen. KRankenhausaufenhalt sind doch nur max. 4-5 Tage. Und ich glaube die Zeit mußt Du dir geben. Tja, das mit der embryonalen Stammzelle vom Affen klingt zwar gut, aber es ist nur eine von den verschiedenen Theorien die es gibt. Es ist wie mit dem lieben Gott, entweder man glaubt dran, oder man lässt es. Ich glaube evtl. es hängt viel mit der Nachsorge zusammen. Passt die Schwester einmal beim Tamponieren nicht richtig auf, wächst in der Wunde etwas zu schnell zusammen, es bildet sich eine Höhle und es geht wieder los. Vermute ich persönlich. Ich glaube, daß die OP nicht das große Problem ist und ein jeder einigermaßen ausgebildeter Chirug so etwas auf die Reihe bekommt. Aber das Tamponieren muß Präzisionsarbeit sein. Ich werde mir für die Nachsorge jemanden suchen, den ich jeden Tag habe und auch weiß worauf zu achten ist.


    Wie gesagt, ist nur eine Vermutung von mir. Wenn ich ein Patentrezept für unser Problem hätte, würden wir hier alle nicht mehr posten.


    P.S. 2 meiner Kollegen müssen sich Hämorriden rausoperieren lassen. Ich glaube da sind wir mit unserer Fistel besser dran !


    Gruß


    Ralf

    Hallo zusammen,

    da sich ja hier in letzter Zeit hauptsächlich nur noch negative "Meldungen" häufen, hier mal ein kurzer Bericht von mir *:) Wurde letztes Jahr im Juni operiert (das erste mal-und hoffentlich bleibts auch dabei). Muss flachi zustimmen, finde die Nachversorgung auch extrem wichtig, d.h. die Kompresse immer schön IN die Wunde legen, damit das Loch von unten zuheilen kann. Dazu hab ich noch Zinktabletten zur besseren Wundheilung geschluckt (Schleichwerbung: Zinkorotat POS). Wunde war nach ca. 2 1/2 Monaten zu. Seitdem ist meine Freundin so lieb und schaut ca. alle 2 Wochen nach dem "Umfeld" meiner Narbe und zupft die Härchen aussenrum mit einer Pinzette. Findet fast jedesmal einige quer unter der haut gewachsene Haare und entfernt sie. Kann also nur empfehlen sich einen Freiwilligen, Freundin, Frau, Mutter.... mit guten Augen zu suchen, die sich nicht scheuen da hinten ;-D mal nach dem rechten zu sehen. Gute Besserung an alle!

    Servus

    da hier sich die Rezidive häufen drängt sich doch die Frage auf woher die kommen. Wärend der Wundschließung hat der Arzt wöchentlich die Wunde vor sich ( zumindest bei mir isses so ).


    Wenn man dannach immer schön enthaart und regelmäßig ( vielleicht alle 2-3 Wochen ) beim Doc vorbeischaut müsste die Gefahr eines Rückfalls doch extrem niedrig sein. Er kann ja die Fistel im Anfangsstadium schon behandeln.


    So stell ich mir das wenigstens vor.


    Aber i nix wiss