Theorie...., Uhrzeit: ZÄHNE!?

    Das mit den Affen ist wirklich gut. Ich habe im Netz (weis leider nicht mehr wo) eine Ausführung einer OP-Schwester gelesen, die auch von einem sog. "Zelldefekt"!? geredet hat. Kurz, es befinden sich in dem Bereich Zellen (aus der Uhrzeit), die dafür gedacht waren z.B. Haare zu produzieren,...wo sie heute aber nichts mehr zu suchen haben.


    Und jetzt kommt aber der Hammer: es soll auch Zellen geben, die an dieser Stelle des Steissbeines versuchen Zähne zu bilden, und es sei schon vor gekommen, dass beim operieren (rausschneiden) ganz winzige Zähne zum vorscheingekommen sein. *erschreck


    Daran kann ich nun wirklich nicht so richtig glauben....., und denke da eher an ein "Horrosmärchen!


    Oder hat auch noch jemand von der Theorie gehöhrt

    @Robert D

    So komisch es klingen mag, aber mir hat man auch einmal davon erzählt. Dies soll es wirklich geben. Jedoch glaube ich nicht wirklich dran. Nun, es können alle möglichen Ursachen vorliegen, die einen Sinus hervorrufen. Doch ich denke, dass nur durch eine OP das ganze erfolgreich therapiert werden kann. Meine meinung jedenfalls.


    Ich grüble seit Längerem schon über eine dauerhafte haarentfernung durch den Laser. Der Kostenpunkt wäre mir dafür relativ "egal". Aber es wäre doch herrlich, wenn man nicht alle paar Wochen die doch ungünstige Stelle enthaaren müsste!


    Deshalb: weiß jemand von euch, was so eine Behandlung kostet? oder kommt jemand dieses forums aus dem Raum Ulm und weiß, wo das angeboten wird?


    Viele Grüße


    Simon

    Zur Affen-Theorie ;-D

    Hier noch ein paar Überlegungen zur Affen-Theorie. In den "Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft", auf die ich schon mehrfach hingewiesen habe (der entsprechende Link findet sich in einer meiner vorigen Beiträge), kann man nachlesen, daß während des 2. Weltkriegs nicht weniger als 77.637 amerikanische Soldaten an einem Pilonidalsinus operiert wurden. Da nun diese überdurchschnittliche Quote, wie ich vermute, kein Zufall sein kann, gibt es nur drei Erklärungsmöglichkeiten:


    1. Möglichkeit: Die Soldaten hatten unter ungünstigen hygienischen Bedingungen wenig Zeit und wenig Lust, sich um die Entfernung von möglicherweise eingewachsenen Haaren in der Steißbeinregion zu kümmern. Es wäre ja zumindest denkbar, daß sie sich in ihrer Situation gezwungen sahen, andere Prioritäten zu setzen. Klingt meines Erachtens irgendwie plausibel, aber - leider, leider – es paßt ja nicht zur Affentheorie.


    Deshalb kommt dann wohl doch eher die 2. Möglichkeit in Betracht: Die Amis haben vorwiegend solche Leute in den Krieg geschickt, bei denen die Affengene noch besonders gut erhalten waren! - Nun, auch das ist aber nicht ganz überzeugend. Denn mir ist nicht bekannt, daß damals schon derartig komplizierte Gen-Tests durchgeführt wurden, wie sie wohl zur Ermittlung der affenähnlichen Soldaten nötig gewesen wären.


    Deshalb bleibt nur noch die 3. Möglichkeit übrig: Diejenigen in amerikanische Uniformen gehüllten Wesen, die unsere Großeltern hier 1945 begrüßen durften, waren nicht nur affenähnlich, sondern es waren tatsächlich Affen! Und ihnen wurden natürlich gar keine Steißbeinfisteln, sondern – wahrscheinlich versehentlich – ihre kleine Affenschwänzchen wegoperiert. Traurig, traurig, aber so wird es wohl gewesen sein. :°( Ob bei dieser Tierquälerei allerdings auch die Zähne entfernt wurden, mit denen Affenpopos – wie ich gerade erfahren habe – wohl normalerweise ausgestattet sind, weiß ich leider nicht. Vielleicht blieb den armen Affen ja wenigstens dieser Verlust erspart.


    Damit darf ich wohl den Anspruch erheben, das Problem endgültig gelöst zu haben. ;-)


    Johannes *:)

    @Johannes13

    Hallo !


    Ich stimme Dir zu, daß die Affen-Theorie recht unglaubwürdig klingt. Genauso wenig kann ich aber die Theorie mit den eingewachsenen Haaren nachvollziehen. Ich habe die letzen Jahre wirklich täglich Steißbeinpflege gehabt und peinlichst genau auf die Hygiene geachtet und werde den Scheiß nicht los. Außerdem glaube ich das keiner, der mit diesem Problem zu kämpfen hatte sich jemals um irgendwelche eingewachsenen Haare in der Steißbeinregion gekümmert hatte. Da braucht man auch keinen 2. Weltkrieg für.


    Wie die Steißbeinfistel entsteht, weiß ich auch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, daß die Rezidive durch mangelnder Nachsorge in der Wundheilung entstehen. Ich war beim letzten Befall täglich in der Ambulanz im KRankenhaus und hatte täglich andere Schwestern und Ärzte, die meine Wunde tamponierten. Jeder sah die Wunde immer das erste mal. Ich möchte fast wetten, daß einer von denen hier und da mal eine Höhle übersehen hatte, oder durch schlechtes tamponieren eine Höhle produziert hatte, die in den letzten 3 Jahren sich mit Wundwasser gefüllt hatte und jetzt durch die Haut gegangen ist.


    Ich werde nach meiner OP in 2 Wochen, falls der Chirug doch die offene Wundheilung anstrebt, die NAchsorge bei meinem Hausarzte machen lassen. Da gibt es max. nur 2 Schwestern die das machen dürfen.


    Ich habe immer noch nichts gehört von dieser Methode mit dem zunähen und der Antibiothika-Kette die mit eingenäht wird und täglich ein bißchen gezogen wird. Wie heißt dieses Verfahren und gibt es da Erfahrungswerte ??? Ich hatte schonmal was vom zunähen und Wundwasser absaugen gehört. Aber von einer Kette ??


    Gruß


    Ralf

    @flachi/Ralf: Antibiotische Kette etc.

    Hallo, Ralf,


    ich habe gerade mal ein bißchen in Sachen "Antibiotikakette" recherchiert und bin tatsächlich fündig geworden. Ein paar Informationen dazu findest Du unter


    http://dk.netdoktor.netcare.at…te/details.asp?IntId=2881


    (einfach anklicken)


    Zwar sind die dortigen Informationen nicht sehr zahlreich, aber sie dürften immerhin zeigen, daß es sich bei dieser Methode nicht um etwas völlig Exotisches handelt.


    Dein Plan, nach der nächsten OP besonders darauf zu achten, daß Deine Wunde sachgerecht und sorgfältig tamponiert wird, hört sich gut an. Vielleicht nützt es auch etwas, wenn Du versuchst, das Tamponieren nach der OP so bald wie möglich SELBST zu bewerkstelligen. Man kann dann z.B. ein Wattestäbchen zur Hilfe nehmen und damit gewährleisten, daß die Wunde durch die Tamponade auch tatsächlich vollständig ausgefüllt wird.


    Was schließlich eine eindeutige Theorie zur Entstehung des Pilonidalsinus angeht, so meine auch ich, daß es uns hier kaum möglich sein wird, das Rätsel knacken, um das sich die Wissenschaft offenbar schon seit langem erfolglos bemüht. Mein Beispiel mit den Amis sollte ja eigentlich auch nur besagen, daß die "Affentheorie" jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluß ist und daß die "übliche" Erklärungsmöglichkeit (eingewachsene Haare usw.) zumindest in sehr vielen Fällen ihre Berechtigung haben dürfte.


    Weiterhin alles Gute und viele Grüße!


    Johannes

    Fortsetzung

    ... zumindest in sehr vielen Fällen ihre Berechtigung haben dürfte. Denn auffällig ist es natürlich schon, daß die Häufigkeit von Steißbeinfisteln bei den besagten Soldaten sehr weit über dem Durchschnitt lag. Nicht von ungefähr ist ja auch die Bezeichnung "jeep rider's disease" geläufig. Bei Leuten, die viel sitzen (nicht nur in irgendwelchen Jeeps und Panzern, sondern auch im Büro, im Auto usw.) ist eben die Wahrscheinlichkeit, daß sich durch den ständigen auf das Gesäß ausgeübten Druck Haare in dasselbe bohren, sehr viel höher.


    P.S.: @flachi/Ralf, es versteht sich natürlich von selbst, daß das, was ich oben über Tamponaden, Wattestäbchen usw. gesagt habe, sich für Dich erübrigen würde, wenn Du Dich diesmal nicht für die offene Wundheilung entscheiden solltest.

    @Johannes13

    Gibt es eigentlich glaubwürdige und überzeugende Nachteile einer geschlossenen Wundbehandlung ? Mein Chirug ist zwar der offenen überzeugt, meinte aber das bei der Geschlossenen die Rezidivrate genauso hoch ist. Ich sehe die Vorteile ganz klar bei der Dauer der Wundheilung.


    Gruß


    Ralf

    @flachi/Ralf: Rezidivquoten

    Hallo, Ralf,


    abgesehen von einer wahrscheinlich oder möglicherweise höheren Rezidivquote sind mir keine Nachteile der geschlossenen Wundheilung bekannt. Und was diese Quote angeht, ist zweierlei zu berücksichtigen:


    Einerseits: In den von mir immer wieder zitierten "Leitlinien" (http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/derm-013.htm) werden verschiedene Studien erwähnt, die zwar kein einheitliches Bild ergeben, von denen aber die meisten zu dem Ergebnis führten, daß die Rezidivquote bei der offenen Wundheilung geringer ist als bei der geschlossenen. Den einzelnen Studien zufolge beträgt die Quote im Vergleich


    0% (offen) zu 4,4% (geschlossen),


    5% zu 10%,


    12% zu 20%,


    13% zu 25%,


    16% zu 24%;


    30% (!) zu 30% (!).


    Andererseits: Diese Studien stammen allesamt aus den 80er und 90er Jahren. In neueren Untersuchungen, die ich außerhalb des Internets gelesen habe (ich wohne in der Nähe der Bibliothek des Uniklinikums bzw. der medizinischen Fakulät und habe es diesbezüglich recht einfach), scheint der Trend aufgrund verbesserter Wundverschluß-Techniken eher dahin zu gehen, beide Methoden in bezug auf die Rezidivquote als ungefähr gleichwertig anzusehen. Deshalb und weil es natürlich auch bei der offenen Heilung zu Rezidiven kommen kann, sollte man in dieser Frage heutzutage vielleicht nicht mehr allzu dogmatisch urteilen.


    Übrigens: Auf der Seite http://www.coloproktologie.org…ogie/pilonidal_sinus.html (auch diese Webpage sei hier, besonders für "Anfänger", zum Lesen empfohlen) heißt es: "Der Sinus pilonidalis ist eine Erkrankung, die zum Wiederauftreten (Rezidiv) neigt. (...) (Allerdings) nimmt die Häufigkeit des Auftretens der Erkrankung mit dem Alter ab, jenseits des 45. Lebensjahres ist sie selten. Es scheint daher von entscheidender Bedeutung zu sein, nicht durch ausgedehnte Eingriffe in jüngeren Jahren Defekte zu erzeugen, die über dieses Alter hinaus Konsequenzen haben." :-|


    Na gut, das mit den 45 Jahren ist wohl nur ein schwacher Trost – aber immerhin.


    Viele Grüße –


    Johannes

    @ Johannes 13

    Vielen Dank für den Link. Dort steht ja einiges drin, was wirklich bemerkenswert ist. Werde meinem Chirugen mal hiermit konfrontieren. Komischerweise hatte ich das Gefühl dem Verfasser jedes Wort zu glauben.


    Sag mal, sind die schon Fälle vorgekommen, wo eine Sinus diagnostiziert wurde und es keine war ?


    Ich hatte vor 1 Woche noch 3 ca. 2cm große Risse.


    Es trat reines Blut aus. Es kam kein Eiter sondern nur Wundwasser. Es war alles Geruchsneutral. Außer ein ziehen (Wie man es bei Schnittverletzungen hat) hatte ich absolut keine Schmerzen. Außer den Rissen waren noch nichtmal Löcher zu sehen.


    Die Risse verheilen zur Zeit im Rasanten Tempo und ich vermute, wenn ich in 2 Wochen unterm OP liege sieht alles wieder Top aus.


    Eigentlich sind das doch alles keine Anzeichen für ein Rezidiv, oder ?


    Ist es nicht vielleicht möglich, daß durch die vorhergegangenden Operationen sich einfach nur Hohlräume gebildet hatten, die sich entluden ?


    Ich weiß auch nicht, wie ich das mal abklären sollte. Denn die Ärzte, vor allem Chirugen lassen da auch nicht viel mit einander sprechen.


    Gruß


    Ralf

    ein kleiner zwischenbericht

    hi leutz,


    finds auch echt supi dass man sich hier alles von der seele schreiben kann. ich hab zwar einen sehr lieben freund (den ich schon für die wundnachversorgung eingeteilt habe *g*), aber sich mit leidensgenossen auszutauschen tut schon sehr gut.


    Ein kurzer Zwischenbericht: (wen's interessiert, ansonsten einfach drüberlesen :-x)


    War heute zwecks OP-Terminvereinbarung mal wieder beim Onkel Doc Chirurge und hab mir schon sämtliche Fragen zurechtgelegt wegen Narkoseart und Wundheilung etc...Da wollte er nochmal einen Blick auf meinen Sinus werfen. Ein kurzes Drücken und Brummeln; da sagte er mir dass mein "Untermieter" so rapide geschrumpft sei, dass er erst abwarten will ob es sich weiter zurückbildet bevor er einen Termin für die OP macht. Aha! Jetzt soll ich also in 14 Tagen nochmal zum Anschauen kommen. Irgendwie war ich da schon etwas verwirrt, weil ich fest mit einer OP gerechnet habe und sie so legen wollte, dass ich für zwei unangenehme Termine wo ich keine Lust drauf hab, wenigstens eine gute Ausrede hab und nun das!!


    So wie ich das sehe werde ich aber um eine OP früher oder später nicht drum rum kommen, auch wenn mein Sinus tatsächlich wieder verschwinden sollte. Da seid ihr doch bestimmt meiner Meinung oder?


    Na gut, ich werd jetzt erstmal abwarten was die nächsten zwei Wochen passiert.


    Übrigens hat mir mein Arzt erklärt, dass es sich als Embryo bereits herausstellt ob man anfällig für PS ist, während der Entwicklung im Mutterleib von Rückenmark, Knochen etc. Eigentlich ist es mir egal woher es kommt, hauptsache ich bin es bald für immer los!


    Bis demnächst!

    @emma25

    Hallo !


    Es ist absolut deprimierend so etwas wieder zu hören. Über die Unschlüssigkeit der verschiedenen Ärzte. Wie soll man da als Laie den Überblick behalten und eine Entscheidung treffen, was für einem Selber das Richtige ist. Ich mache zur Zeit genau die gleiche Erfahrung. Es wächst bei mir auch alles zusammen und bin absolut schmerzfrei. Wenn ich auf mein inneres Gefühl höre, bin ich auch überzeugt, daß es keine Sinus gibt. Ich Wette, wenn ich zu 10 Chirugen gehe, werde ich 10 verschiedene Meinungen hören.


    Man ist doch zu allem bereit. Man will es doch nur richtig machen.


    Als ich den Link von Johannes gelesen hatte, fiel ich vom glauben ab. Wieder eine andere Theorie und Methode.


    Das ist schon heftig.


    Gruß


    Ralf

    @Boarder59 - @flachi - @emma25

    @Boarder59/Simon

    Bei mir sind die letzten 5mm jetzt verschlossen. Zu früh will ich mich nicht freuen. Aber soweit ich das beurteilen kann, macht das Ganze einen relativ stabilen Eindruck. Wie sieht’s bei Dir aus?

    @flachi/Ralf

    Daß schon mal ein Sinus diagnostiziert wurde, der gar keiner war – wer kann das wissen? Da es in jedem Beruf schwarze Schafe gibt, lautet die Antwort wahrscheinlich: ja. Nach meinen Informationen muß differentialdiagnostisch aber lediglich ausgeschlossen werden, daß es sich statt dessen um eine Anal- oder eine Crohn-Fistel handelt. Und nach den Bildern zu urteilen, die es auch dazu gibt, müßte man als Arzt wohl schon blind sein, um hier etwas zu verwechseln ...


    Die Symptome eines Rezidivs sind meines Wissens normalerweise die gleichen wie die eines erstmalig auftretenden Sinus. Insofern stehe ich dem, was Du jetzt beschreibst (Risse, reines Blut, kein Eiter, keine Schmerzen), etwas ratlos gegenüber. (Das Fehlen von Löchern besagt allerdings nicht viel, da eine Fistel natürlich eine gewisse Zeit brauchen würde, um nach draußen vorzustoßen.)


    Aber wenn Dein Chirurg Dich operieren will, wäre es natürlich völlig abwegig, Dir hier im Internet zu etwas anderem zu raten – noch dazu, wenn man kein Fachmann ist. Möglicherweise bietet es sich jedoch an, daß Du vorher noch einmal einen anderen Arzt aufsuchst – und zwar keinen Chirurgen, sondern vielleicht einen Hautarzt. Denn es soll ja Chirurgen geben, die auch im Zweifelsfall lieber das Messer rausholen, als gar nichts zu tun ...


    Ach so, noch eins: Solange Du noch irgendwelche offenen Stellen/Wunden o.ä. hast, benutze bloß nicht diesen Enthaarungsschaum, von dem Du berichtet hast, sondern nimm zum Enthaaren lieber eine Pinzette. Das ist zwar etwas zeitraubend und mühsam, aber nicht schmerzhaft.

    @emma25

    Wenn sich Dein Sinus "zurückgebildet" hat – schön und gut. Aber auch bei anderen und mir war es so, daß sich der Sinus in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu Wort meldete und sich dann wieder zurückbildete – allerdings nur, um das nächste Mal um so schlimmer wiederzukommen. Deshalb leuchtet mir der Sinn des von Deinem Chirurgen empfohlenen Abwartens nicht ganz ein (vielleicht läßt sich ein "zurückgebildeter" Sinus besser operieren?).


    Eines steht jedenfalls fest: "zurückbilden" ist nicht das gleiche wie "vollständig verschwinden". Und von allein verschwinden wird der Sinus auf keinen Fall (sondern gewissermaßen nur "über seine Leiche"). Falls Du Dir das antun willst, kannst Du Dir zum Beweis die Bilder von herausgeschnittenen Pilonidalsinus in der Mitte und unten auf der Seite http://www.pilonidal.org/knowledge_base/pictures3.htm


    ansehen (falls Du gerade sitzt und Dir das zutraust, genügt es, den Link einfach anzuklicken). So etwas geht nicht von alleine wieder weg!


    Aber Du bist ja innerlich schon auf eine OP eingestellt, und insofern will ich hier auch keine offenen Türen einrennen, sondern Dir fürs erste nur wünschen, daß sich die prophylaktische Einnahme von Zink rentieren möge. ;-)


    Viele Grüße!


    Johannes

    Zurückgebildet?

    Hmmm, das kann schon sein, das er sich zurückgebildet hat. Aber weg geht er wohl nicht von alleine, da muss ich Johannes recht geben.


    Bei mir ist er scheinbar auch immer wieder zurückgegangen, um dann umso heftiger wieder zu kommen. Wie schon geschrieben, hatte ich bei den anfänglichen entzündungen kaum schmerzen und er ist von alleine (ohne zu platzen) wieder wegegeangen. Seit ca. einem Jahr nun, bilden sich, wenn er sich entzündet dicke Abszesse, die regelmässig platzen würden, wenn ich sie nicht aufschneiden hät lassen.


    Aktuell habe ich "keine Probleme". Wenn ich die Region betastet kann ich nicht mal richtig eine verhärtung bzw. erhöhung merken.


    Was das nun für auswirkungen auf die OP hat würde mich auch mal interessieren. Ich denke mal nicht, das weniger wegeschnitten wird, nur weil man nichts ertasten kann, oder!?


    Trotzdem habe ich wie schon gesagt, ca. 3 kleine Löcher, die meist "zu" sind.


    Werden die erneuten Entzündungen eigentlich zwingend durch NEU eingewachsene Haare, Zelltrümmer und dem ganzen Zeig hervorgerufen, oder kommt sie durch die noch evtl. vorhandenen Haare in den Kanälen oder der Haut. Denke mal nicht, das die Haare wirklich, wenn der Abszess sich z.b. öffnet "nach draussen gespühlt" werden, oder!?

    so hallo

    @ Johannes:

    Na wenigstens hast du den erwünschten Erfolg. Ich hoff ich bekomm das jetzt auch noch mehr oder weniger bald hin. das beunruhigende ist eben, dass meine Eltern die Lage immer als "gut und oberflächlich" bezeichnen. Das eine Mal sagen sie "heut sieht's aber echt super aus. Des braucht nicht mehr lange, ist ja auch nur noch stecknadelgroß." das andere mal soll es wieder ein minimaler riss. ich mein, meine eltern sind ja auch nicht vom Fach und deshalb bin ich ihnen ja nicht böse. Nur es ist eben einfach die Ungewissheit, die mich plagt. Mein Vater sagte mir dann, meine Mutter sollte doch besser nochmal einen Termin im KH vereinbaren, um mal den Oberarzt dadrauf schauen zu lassen. Ist glaub auch besser so. Denn dann weiß ich endlich ob ich schon wieder nen rezidiv hab - schon allein der Gedanke daran läst mich schauern - oder ob mir eine 3. operation doch erspart bleibt!


    Viele "heilende Grüße"


    Simon

    @Boarder59/Simon

    Hi, Simon,


    was Deine letzten 5 mm betrifft, fällt mir noch folgendes ein: Du gehst ja noch zur Schule. Geht Ihr da im Sportunterricht womöglich schwimmen? Falls ja, solltest Du daran auf keinen Fall teilnehmen, solange die Wunde nicht verheilt ist. Denn das Chlorwasser wäre für die Heilung alles andere als gut.


    Falls Du Dich aber wegen der Beschwerden vom Schwimmen (oder gar vom Sportunterricht überhaupt) sowieso schon hast beurlauben lassen, will ich Dir wenigstens noch das "Rezept" verraten, das bei mir Wunder gewirkt hat. Ich habe dieses Rezept von einem befreundeten Mediziner (der viel von Wundheilung, aber leider wenig von Fisteln versteht). Er empfahl mir folgendes:


    Nach Stuhlgang und anschließender gründlicher Dusche sollte ich ein Stück Kompresse bzw. ein Stück zusammengefalteter Gaze (ca. 5 x 5 x 0,5 cm) mit 0,9prozentiger Natriumchlorid-Lösung - also Kochsalzlösung (na ja, NaCl kennst Du ja aus dem Chemieunterricht) – tränken, es dann auf bzw. in die letzten 5 mm legen und es dort mit den üblichen elastischen Pflasterstreifen befestigen. Nach dem nächsten Stuhlgang (der aber möglichst erst 24 Stunden nach dem vorherigen stattfinden sollte :-) und einer wiederum gründlichen Dusche sollte ich diese Prozedur dann bis zum gewünschten Heilungserfolg täglich wiederholen. Wie gesagt, bei mir hat das Wunder gewirkt: Die letzten 5 mm waren schon nach 48 Stunden verschlossen! (0,9%ige NaCl-Lösung - im Prinzip ist das ja nicht viel mehr als Wasser - gibt es in der Apotheke; die Mullbinde sollte zwar feucht sein, aber nicht so feucht, daß die Lösung raustropft.)


    Der Zweck der Übung besteht übrigens darin, daß die Wunde auf diese Weise feucht gehalten wird. Die Meinung früherer Generationen, eine Wunde müsse möglichst trocken gehalten (und deswegen womöglich sogar gefönt) werden, hat sich inzwischen als völlig verkehrt erwiesen und wird deshalb auch von niemandem mehr vertreten. Außerdem nimmt die feuchte Gaze angeblich das Exsudat besser auf.


    Wenn auch diese Methode nichts wirkt oder wenn sie Dir nicht geheuer sein sollte, dann helfen, wie gesagt, nur abwarten, gesunde Ernährung, Zink-Tabletten einnehmen – und: viel trinken!


    Ansonsten kann aber auch ein neuer Termin bei dem Oberarzt sicher nichts schaden.


    Viele Grüße und eine möglichst baldige völlige Heilung!


    Johannes