komme gerade von der Klinik

    .....hallo Leute!


    komm gerade von der Uniklinik. Habe mich jetzt einfach nochmals untersuchen lassen, weil ich Gewissheit wollte, ob meine Wunde, die jetzt bereits verschlossen ist, so gut verheilt ist oder nicht. Und der Oberarzt hatte mich bestätigt. Die Wunde ist soweit gut verheilt. Ich hab ihn dann auf die Nachversorgung der Narbe angesprochen und er sagte mir überaschenderweise, dass die Haare im Steißbeinbereich NICHT entfernt werden müssten. Er meinte nämlich, dass von außen keine Haare einwachsen könnten, sondern dass es sich bei einem PS um ursprüngliche Rückenmarkszellen handelt, die Haare produzieren können. So entsteht dieses "Haarnestgrübchen". Denke, dass ich mir die Enthaarung nun einfach sparen werde, denn so ist es auch nicht so umständlich und ich muss mich nicht permanent darum kümmern.


    Desweiteren sei es eher erforderlich, die Narbe trocken zu halten. Deshalb immer: Kompresse rein und fertig, jeden Tag gut reinigen und dann müsste es auch gut klappen. Ich selbst hab beim ersten Mal die 30% der Rezidivmöglichkeit getroffen. Hoffe jetzt durch die 2. OP, die mittlerweile auch schon 4 Monate zurückliegt, die anderen 70% erlangt zu haben!!!


    Viele Grüße und alles Gute weiterhin!


    Borader59

    @Boarder 59 (Enthaarung unnötig?)

    Trotz meiner Skepsis gegenüber der "Affentheorie" als der einzig möglichen Erklärung für die Entstehung von Steißbeinfisteln muß ich zugeben: Die Sache mit den Rückenmarkszellen ist interessant und würde jedenfalls erklären, wieso es offenbar immer wieder vorkommt, daß auch bei Leuten, die sich eifrig um die Enthaarung und Hygiene der Steißbeinregion kümmern, Rezidive auftreten.


    In der Fachliteratur wird die "genetische" Erklärungsmöglichkeit ja auch keineswegs (von allen) als "falsch" bezeichnet. Nur gibt es eben AUCH die Theorie mit den eingewachsenen Haaren, die sogar von den meisten favorisiert wird (und die konsequenterweise mit der Empfehlung, für die Enthaarung der Steißbeinregion zu sorgen, gekoppelt ist).


    Aber wie dem auch sei: Die Gelehrten sind sich offenbar nicht einig, und ich vermute mittlerweile, daß dies daran liegt, daß beide Erklärungsmöglichkeiten ihr Recht haben. Mit anderen Worten: Was bei der einen Gruppe der Patienten durch eingewachsene Haare verursacht wird, beruht bei der anderen Gruppe eben auf genetischer Veranlagung (also auf den Rückenmarkszellen). Oder andere Möglichkeit: Was bei ALLEN auf genetischer Veranlagung beruht, wird durch eingewachsene Haare begünstigt. Aber wie gesagt: Das sind nur Vermutungen.


    Daß jedoch das Hineinwachsen von Haaren prinizipiell ausgeschlossen sein soll, wage ich zu bezweifeln. Auch hier im Forum gibt es ja Leute, die beobachtet haben (wollen?), daß sich bei ihnen Haare in die Haut hineinbohren. Insofern denke ich, daß eine konsequente Enthaarung jedenfalls nicht schaden kann. Aber auch wenn man darauf verzichtet, sollte man meines Erachtens wenigstens von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob einzelne Haare im Begriff sind, in die Haut einzuwachsen, und ggf. zumindest diese entfernen. Sicher ist sicher.

    Einwachsen

    Meine Freundin (hatte ich schon mal geschrieben) hat devinitiv schon Haare entfernt, die gerade dabei waren sich einzubohren. Und dass schon mehrmals!


    Ich schliesse mich den Ausführungen von Johannes an. Für mich als Leihe bleibt nun die Frage, wie man denn ein Rezidiv vermeiden kann, wenn es genetisch an den Rückenmarkszellen liegt (z.b. angenommen, man ist sozusagen per Laser enthaart, betreibt ausreichend hygiene usw)!? Dann kann doch der PS theoretisch immer wieder kommen,..sozusagend immer wenn die Zellen gerade lust haben solch "Zeug" zu produzieren!! Das wäre ja verherend!!


    Nachdenkliche Grüsse und Gute Besserung

    Wieder zurück von OP 2

    Hallo Leute!


    Unverhofft kommt oft. Gestern Morgen OP und um 19.00 Uhr wieder nach Hause :-)


    Was war geschehen?


    Also: Unter der eigentlichen Wunde hat sich ein Fistelkanal gebildet ( Hohltaum/Tasche).


    Vor der OP hat der Doc mit dieser blauen Flüssigkeit rumgepütschert und konnt damit das Ausmass der Infektion sehen.


    Nähen ging nicht mehr (vielleicht auch ganz gut so). Er hat 10 cm lang aufgeschnitten - allerdings nicht so tief, sondern nur bis zum "Kanal".


    Dort wurde dann alles schön ausgescharbt und ne' Jod-Tamponade eingelegt (ich frau mich schon auf die Qualen am Montag, wenn diese Tamponade wieder raus kommt!)


    "Anschluß" an den Tropf, sowie Spinale verliefen "befriedigend" - also nicht so schlimm wie beim ersten Mal. Alles schön vereist und auf die OP brauchte ich auch nicht lange warten.


    Ich kann einigermaßen (in Schräglage) sitzen und mich bewegen. Wenn ich nichts mache bin ich schmerzfrei (nur Bewegungsschmerz).


    An alle unentschlossenen im Norden: Ich kann euch meinen Doc. und das gute Personal nur empfehlen!


    Ich bin auch nur bis 19.11 krank geschrieben. Nur 2 statt der erwarteten 4 Wochen. Auch das nehme ich als gutes Zeichen auf!


    Gruß


    Fistelfeind

    Erster Tamponadenwechsel

    @Fistelfeind

    Erst einmal "willkommen zurück" und Gute Besserung.


    Lese ich richtig, dass bei Dir erst nach mehr als 48 Stunden erstmals die Tamponade gewechselt wird!? Halte ich persönlich für etwas zu lange. Normal müssten doch max 24 Stunden sein, oder!?

    @ Ralf

    Ja, war wieder in Glückstadt in der Paracelsus Klinik. Mein Arzt ist dort Anzutreffen. Bevor Du ins KH reingehst, steht auf der rechten Seite ein großes Schild mit den Ärzten der Klink. Es gibt dort nur eine chirurgische Praxis - Dr. Michalski heißt der gute Mann - und der ist vom Fach.

    @RobertD

    Die Tamponade wird weitaus mehr als 48 Std "Drinn" sein. OP war Freitag um 8.00 Uhr und Wechsel ist Morgen Nachmittag so zwischen 15.00Uhr - 16.00 Uhr.


    Die Tamponade soll mindestens 48 Stunden drinn sein. Das Jod-Tuch "arbeitet" in der Wunde. Es bekämpft Bakterien und säubert das Ganze.


    Was Du mit den 24 Std meinst ist vielleicht die Blutung. Die Wunde darf nach 24 Std nicht mehr bluten (also keine starken Blutungen).


    Ich werf mir morgen vor dem Wechsel 2 Togal ein und hoffe, dass ich zusätzlich noch eine Betäubungsspritze bekomme.


    Mein erster Wechsel nach der ersten OP war echt heavy und das brauch ich kein zweites Mal.


    Gibts sonst noch gute Tips, wie man den ersten Wechsel so schmerzarm wie möglich gestallten kann ???


    Gruß


    FF

    @Fistelfeind

    Um den ersten und die folgenden Tamponadenwechsel so schmerzarm wie möglich zu gestalten, wurde mir damals empfohlen, jeweils kurz vor dem Arztbesuch zu duschen, also dafür zu sorgen, daß die Tamponade feucht ist. Ob das viel genützt hat, weiß ich allerdings nicht. Denn es tat trotzdem ziemlich weh. Aber vielleicht wäre der Wechsel ja ohne vorheriges Anfeuchten noch schmerzhafter gewesen.


    Viele Grüße und gute Wundheilung!


    Johannes

    tamponade raus ?

    :)D .... aaalso ganz klar postoperativ das echte "highlight" an schmerz, wenn (hinterher klüger) man seinen frisch operierten po nicht selbst aus dem bett bekommt und die schwestern etwas zu knapp vor der visite die wundränder mit nacl beträufeln. will sagen: böse falle besteht ganz klar darin, daß sich die fasern der tamponade mit der wunde verkleben. und das tun sie logischerweise beim austrocknen recht erfolgreich. wechselt man dann ohne anzufeuchten.... :°(


    nach dem ersten wechsel stationär, also dann tag 3 frühmorgens, durfte ich duschen gehen und konnte / sollte den strahl auch (nicht zu fest gerichtet) auf die wunde richten. die tamonade war also schön triefend nass, hatte dann aber erst beim nächsten mal den mut, sie selbst zu ziehen. vorteil "nass": sie klebt (hoffentlich) nirgendwo mehr fest - nachteil: die tamponade vergrößert ihr volumen, vgl. "tampon" (nicht gar so extrem, lol) ... klare sache: vorteil überwiegt !!!


    wieder zuhause hab ichs denn so gemacht:


    täglich morgens geduscht, auch die wunde, viel zeit eingeplant (dauert mitunter schon ca. 15 minuten, bis man die tamonade soweit hat...) und die füllung entfernt. dann eine große saugkompresse davor (nicht rein, hatte nicht den mut), vorlage dazu, netzhöschen hoch, anziehen und per strassenbahn (prima, weil stehend) zur uniklinik. diese prozedur dann über wochen.


    im prinzip, bis der "keil" im hintern nicht mehr wirklich tief war und ich per auflage von kompresse die wunde im prinzip genauso verbinden konnte, wie im KH. hatte aber auch psychologische gründe, weil ich es echt nicht konnte, mir nahezu "blind" mit kompresse tief in die wunde zu greifen... so way ! %-|


    ach ja: mittel der wahl @ uni war "mesalt" zur förderung der wundheilung. klebt durch die ziehende wirkung logischerweise ganz prima mit der wunde zusammen, half mir sehr, aber ausduschen vor entfernen logischerweise pflicht...


    ansonsten gibts von mir nix neues. ich schiebe und denke nicht an ein reziviv sondern hoffe, daß die wunde direkt unter der oberfläche nur "dumm rumzickt" und sich die sache "aussitzen" lässt... ;-D


    gute besserung !!! *:)

    @ all

    herjehhhhhh, gräuslisch was Ihr hier schreibt:-o. Bei mir wurde nach der OP ein Vakuumverband auf die Wunde geklebt. War eine Woche im KH, der Verband wurde einmal gewechselt, was nicht sonderlich weh tat, eher nur unangenehm war. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, weshalb diese Methode nicht anderswo angewand wird, da die Wunde ja Luft und Bakteriendicht abgedeckt, weil mit einer Folie zugeklebt ist. So war es mir möglich, schon am Morgen nach der OP zu duschen, konnte mich frei bewegen, hatte keine Schmerzen, ehrlich easy :-D. Hab mal gehört, es soll etwas teurer sein, wobei, hmmmmmmm, wenn ich überlege, was die Tamponadewechsel inkl. Doc und Schwester etc. kosten, denke ich mal es wird sich die Waage halten %-|.


    Bei mir is nach wie vor des selbe, die Wunde is noch nicht ganz zugeheilt, wobei ich aber auch nichts unternehme, außer täglich gnadenlos ausduschen, also voll druff mit dem Brausestrahl ;-D, mach ich eh seit der Entlassung aus dem KH, Anfangs zögerlich, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, bei soooooooooooooooo einem "Riesenloch" im Hinterteil ;-D, daß sowas nicht furchtbar wehtut. Aber ich hatte von Anfang an keine Schmerzen, so unwirklich es sich vielleicht lesen mag. Wenn ich zurückblicke, die drei Tage mit Entzündung, davon zwei Tage mit wirklichen Schmerzen, seit der OP nichts, was wirklich auch nur einen kurzen Moment wirklich doll weh tat, Schmerzen verursacht hätte. Ich denke, ich hatte Glück mit meinen Ärzten und meinem KH :-D.


    Gute Besserung @ all *:)

    infos zur ersten op

    also jetzt wo ich wieder einigermaßen sitzen kann mal nen paar deteils von meiner ersten op .


    also die op war am montag . dienstag wurde antibiotika abgesetzt und erste sitzbäde da tamponage entvernt werden sollte .


    ich schreib das mit absicht so weil mein hausarzt am donnerstag noch einen von den jod dingern gefunden hat .


    nunja weiter im text Mitwochs noch nen paar sitzbäder mit kamille und am donnerstag wurde ich entlassen . zu diesem zeitpunkt bin ich davon ausgegangen das die wunde ca 50 cent stück groß ist so wie mir die pfleger im kr. haus berichtet hatten .


    dann kam der do nachmittag . besuch beim hausarzt um krankenschein zu verlängern . natürlich wollte sich mein arzt die wunde ansehen und was findet sich in der wunde ? natürlich einer von diesen jod tupfern . vereitert und entzündet bis zum gehtnichtmehr . der geruch beim entvernen des tupvers ist unbeschreiblich . genau so die schmerzen .


    wunde wurde dann nochmal gereinigt womit der bisherige heilungsproßess natürlich was fürn A.... war .


    jetzt habe ich es aber glaube ich wieder im griff . ich mache alle 4 std kamillen sitzbäder und alle 2 std " verbandwechsel"


    mein verband besteht aus 3 mul kompressen die mit kochsalzlösung getränkt in die wunde kommen . darüber kommt dan eine vorlage 20 X 40 cm . alles lose in die hose .


    aso antibiotika gibt es seit do auch wieder . krankenschein habe ich erstmal bis zum 19. also 2 wochen .


    die wunde ansich ist ca 10 cm LANG UND ca 1,5 cm breit . es bildet sich immer noch leicht eiter . mal schauen was mein arzt morgen bei der kontrolle sagt .


    so gebt mal bitte ein paar komentare ab ob das alles so normal ist oder was ich besser machen kann .


    mfg sebastian

    Ich habe die Op zwar noch nicht hinter mir, aber finde alle 2 Std. Verbandswechsel recht viel. Jedenfalls von den Berichten die ich so gelesen habe. Selbst wenn eine Entzündung und Eiterabsonderung vorliegt finde ich es etwas zu häufig. Aber was sagen die "Profis"...!?

    @ka_os und @Ispup

    @ka_os/Katrin

    Wenn Du schon weißt, daß es sich um einen Pilonidalsinus handelt, kannst Du Dir einen Besuch beim Hautarzt sparen und gleich zum Chirurgen oder Proktologen gehen. (Dorthin würde der Hautarzt Dich dann nämlich sowieso überweisen.)

    @Ispup/Sebastian

    Im großen und ganzen dürfte sich Dein Bericht im Rahmen des Üblichen bewegen. Hier jedoch zwei Anmerkungen:


    1) Wenn Deine Wunde tatsächlich eitern sollte, wäre das keineswegs normal. Möglicherweise meinst Du aber gar nicht Eiter, sondern "Exsudat" - ein normales Nebenprodukt der Wundheilung. Siehe dazu die Ausführungen am Ende meines Beitrages vom 25.9.04 (20:11 h) und meinen Beitrag vom 04.10.04 (3:04 h).


    2) Damit, daß Du alle 4 Stunden badest und alle 2 Stunden den "Verband" wechselst, liegst Du meines Wisssens sehr deutlich über dem Durchschnitt (was ja aber nicht unbedingt nachteilig sein muß). Ich selbst sollte damals gar keine Bäder nehmen, sondern duschen (zwei- bis dreimal täglich); und den Verband sollte ich nur morgens und abends wechseln.


    Viele Grüße an Euch beide!


    Johannes