@maverick

    Bei mir hat es vom Auftreten der Symptome, die Du jetzt beschreibst, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem - quasi über Nacht - eine riesige und sehr schmerzhafte Eiterbeule am Steiß entstand und ich mich einer OP unterziehen mußte...


    ... ca. 10 Jahre gedauert, aber der "Ausbruch" in die "teuflische Phase" war dermaßen schmerzhaft, daß ich ---trotzdem ich gerade die nächste wahrscheinlich fällige OP ein wenig "schiebe"--- ganz klar nur eines machen kann: DICH ausdrücklich WARNEN !!!


    Ich habe es erlebt und Schmerzen ertragen, die einen wirklich an die Grenzen treiben. Das perfide, und das kann auch nicht oft genug wiederholt werden: wir können uns hier gerne über die Vorzüge / Unterschiede der spinalen und "kompletten" Narkose unterhalten, aber wer behauptet, man bekäme DIESE Schmerzen medikamentös in den Griff LÜGT sich in die Tasche. Vergiß es ! Sobald sich Dein schlummernd verpennter Sinus "entscheidet", daß es "ernst" wird.... Du wirst den Tag verfluchen, an dem Du Dir versucht hast, einzureden: "ach wo, abwarten, ist ja gar nicht so schlimm...." !!!


    Habe nun noch kommende Woche eine Produktion, die ich unbedingt machen WILL, und dann gehe ich den Weg nach Canossa und unterwerfe mich dem geschliffenen Messer, ich spüre: so wird es sein.


    **gute besserung !!** *:)

    @Maverik

    "Harte Worte" von Rausdamit, aber ich stimme ihm absolut zu. Das geschrieben spiegelt z.b. auch genau meine Erfahrungen wieder. Und ich bin da sicher nicht der einzigste, bei dem es so war.


    Momentan habe ich absolut keine Beschwerden, keinen Ausfluss, ...als wenn der PS nie dagewesen wäre. ABER, ich weiss er wird sich wieder melden, da bin ich mir 100%ig sicher. Und dann würde es wieder das volle Programm geben: Salbe, Antibiotika bis zum Platzen bzw. Entlastungschnitt, Nachversorgung mit Spülungen, wieder salben usw...!!! Neee,nee, nicht mehr mit mir. Morgen habe ich endlich einen Termin bei einem niedergelasassenen Chirugen (Coloproktologe), der sich meinen PS mal anschauen wird. Mal sehen was der sagt....

    Welcher Chirug ist gut für mich ??

    Hallo mal an alle. Ich bin im Kopf soweit und will mich operieren lassen. Mein Hausarzt meint, daß kann ich gut und gerne hier bei uns in Brunsbüttel machen lassen. Dort war ich auch beim Chrfarzt, der auch keine Probleme sah. "Arsch aufreißen und offen heilen lassen." Aber Brunsbüttel ist ein kleines Nest mit 14000 Einwohnern und ich weiß nicht, ob er genügend Erfahrungen gemacht hat mit der Sinus P., und ob er wirklich auf dem neusten Stand ist, was die OP-Methoden und Maßnahmen zur Wundheilung betreffen. Man muß wissen, daß ich mich dort schon 3 Mal unters Messer gelegt hatte. Das 1. Mal dauerte es 6 Jahre zum Rezidiv, das 2. Mal ein halbes Jahr und das letzte mal ist jetzt 3 Jahre her, aber 3 Jahre mit immer mal wieder neuen Löchern. Ich mache dem Chirugen auch keinen Vorwurf, es kann einem ja keiner Garantieren, daß es Weggeht. Auch mache ich mir Sorgen, daß ein nicht routinierter Chirug einem schlimmeres Verletzt, (Schließmuskel, After, etc.) Wo bekommt man Informationen her, welcher Arzt sich auf sowas wirklich spezialisiert hat, sprich wieviele Operationen im Jahr in welchem Krankenhaus durchgeführt werden ? Oder mache ich mich eigentlich nur verrückt und sollte mich vertauenvoll an meinem Chirugen wenden ??


    Gruß


    Ralf

    Neues aus dem "Fistelgebirge"

    @Flachi

    Genau die gleichen fragen, den Chirugen betreffend habe ich mir auch gestellt.


    Leider gibt es sowas wie "Stiftung Warentest" für Chirugen und Ärzte allgemein nicht. Habe im Internet versucht infos zu bekommen, vergebends.


    Ich war heute nun das erste Mal bei einem Chirugen der sich u.a. auf Coloproktologie spezialisiert hat.


    Nach kurzer Schilderung meines Leidensweg, ein Blick auf die betroffende Region, 2 Kanäle entdeckt, davon einer mit Talk verstoppft. Ein richtiger Druck an der richtigen Stelle und schon kam etwas Eiter zum Vorschein. *erstauntwar


    Danach kam natürlich das, worauf ich am wenigsten Lust hatte: Sondieren! Zu meinem verwundern musste ich feststellen, dass ich ausser ein leichtes Picksen nichts davon gemerkt habe, ausser beim rausziehen der Sonde, hat es ein wenig wehgetan.


    Ergebnis: "Eine Sondierung war nur bis ca. 1 cm möglich"!. Der Chirug ist in guter Hoffnung, dass nicht sooo viel weggeschnitten werden muss. Auf meine Frage der OP-Methode gibts bei ihm nur eine Antwort und die ist absolut Überzeugend: offene Wundheilung. Alles andere (Vernähen, plastische Chirugie) hat sich einfach nicht bewert, so seine Ausführungen. Er hat das dann noch einmal (wie hier auch schon oft im Forum) ausführlich erklärt, warum die offene Wundheilung besser ist.....

    puh ! klingt gut @ RobD

    steht zwar schon im betreff, aber will sagen, daß ich finde, es gut klingt und du dich dort wohl mit gutem gefühl in die narkose wirst fallenlassen können ! :-)


    bin gespannt, ob ich mein mir gestecktes timing werde einhalten können und ob es mir gelingt, a) die rotation in der ambulanz mißachtend von einem der beiden chirurgen ab märz behandelt zu werden und b) ganz klar unmißverständlich "private sonderleistungen" im vorfeld abzuklären, wie zb vakuumverband und längerer stat. aufenthalt zugunsten insges. kürzerer wundheilung in gänze--->


    nunja, erstam wieder das gewohnte *:)

    *gute besserung !**

    von mir in die runde der geplagten.... :°(

    OP bis Jaunuar hinauszögern ???

    Hallo in die Runde ! Nachdem ich nun Gewissheit habe mir eine erneute Sinus P. erworben zu haben will ich mich auch operieren lassen. Ich möchte mir aber nicht die Vorweinachtszeit versauen lassen und beruflich habe ich dieses Jahr auch noch einiges zu erledigen. Außerdem würde ich im Januar das Krankenhaustagegeld schon für nächstes Jahr bezahlt haben, wenn ich die OP im Januar machen würde. Zur Zeit habe ich zwei Löcher (eins ziemlich weit oben in der alten Narbe und eins ziemlich weit unten in der Narbe.)


    Es eitert nicht und vom Steißbein merke ich auch absolut keinen Schmerz. Was für ein Risiko gehe ich ein, wenn ich die OP erst im Januar machen lasse ???


    Achso, mich würde mal Interessieren wie weit Eure Narbe an Euer Poloch geht. Ich habe nämlich mal gehört, daß bei einer Rezidiv-OP immer ein bißchen mehr als die alte Narbe geschnitten wird. Habe ein bißchen schiß das die mir mein Poloch wegnehmen und hat eigenlich mal jemand davon gehört, daß man durch eine Steißbeinfistel (nicht Analfistel !!!) einen künstlichen Darmausgang oder Schließmuskelprobleme bekommen hatte ??? Und wie tief kann man überhaupt schneiden ???


    Das sind nämlich meine größten Sorgen !


    Gruß


    Ralf

    hallöchen,


    seit heute steht mein op-termin definitiv fest; der 6. dezember! jetzt heisst es noch zum anästhesisten dackeln und alles weitere für die op besprechen (vollnarkose - bin begeistert).


    habe heut auch schon das rezept für mein schmerzmittelchen bekommen (wie beruhigend :-o) - tramadolor-lösung. hat jemand von euch schon erfahrung damit?


    mein doc will die wundränder leicht nähen, aber nicht die ganze wunde verschließen (das "dürfe man nicht machen"). läuft das jetzt noch unter sekundärer wundheilung oder ist das schon die geschlossene? naja ich werd ihm jetzt einfach mal vertrauen dass er es gut macht... ich will es nun einfach nur noch hinter mich bringen und hoffen, dass alles gut und schnell verheilt.


    auf meine frage wie lang ich wahrscheinlich krankgeschrieben werde meinte er ich solle mich mal auf 3 wochen einstellen. gut, dann ist das jahr für mich gelaufen und hoffe dass das neue gutes bringt.


    so long, gute besserung *:)

    @Flachi

    Also was das herauszögern angeht kann ich Dir zumindesten eine ganz aktuelle Meinung meines Chirugen (der mich übrigends nicht operieren wird- da er nur eine Praxis hat).


    Er hatte sich ja meinen PS am Mittwoch auch angesehen und ich habe auch mit ihm über die möglichkeit des herausszögerns geredet, da ich am Montag noch ein Vorstellungsgespräch habe, hinter dem ein toller Job steht. Ich wollte nämlich versuchen, den OP-Termin über eine evtl. Probezeit herauszögern, da ich momentan auch keine Beschwerden habe (3 Pits, meist offen).


    Er hatte absolut nichts dagegen, dass ich die Probezeit ersteinmal antrete und auch zurnot das halbe Jahr arbeiten gehe. Solange sich halt keine Entzündung bildet, sei das kein Problem. Er hat aber natürlich noch mal unterstrichen, dass die OP längerfristig nötig sein wird, um "Heilung" zu schaffen. Er empfiehlt die Region nur mit klarem Wasser zu waschen und mit ganz leichtem "rubbeln" versuchen die Pits offen zu lassen, da Talkverstopfungen durch Bakterien, Entzündungen hervorrufen können.


    Ich war mit dem Ergebnis natürlich erstmal zufrieden, und habe grosses Vertrauen in den Chirug. Er hat viele Jahre in einem Berliner Klinikum als Proktologe und Allgemeichirug gearbeitet, und auch operiert.


    Zum Thema "Darm" kann ich leider nichts sagen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es notwendig sein müsste einen künstlichen Darmausgang zu schaffen, wegen einer PS OP!?!?

    @RobertD

    Schön auch mal sowas zu hören. Mein Chirug sah es nämlich auch absolut für in Ordnung mit der OP noch ein bißchen zu warten. Aber man hört ja immer irgendwelche Horrormeldungen und man soll sich auch nicht immer auf die Meinung eines Arztes verlassen. Ich habe halt nur unwarscheinlich schiß davor, daß die OP an den Schließmuskel, Darm, Poloch herangeht. Ich glaube, dann kann man sich nur noch erschießen. Vor allem, wie kann ein Arzt eine Sinus P. von einer Analfistel durch äußerliches Begutachten unterscheiden ??


    Gruß


    Ralf

    @Flachi

    Ich glaube es gibt da erstmal einen grundlegenden Unterschied zu einer Analfistel und einer Steisbeinfistel (mit Kanal zum Darm).


    Die Analfistel lokalisiert sich ja von vornherein an einer ganz anderen Stelle (direkt neben dem Poloch), und entsteht dort ja auch. Bei einer Steissbeinfistel kann es in (wirklich sehr seltenen Fällen) passieren, dass ein Fistelkanal nicht noch aussen "wächst" sondern auch nach innen und somit auch in Richtung Darm. Es handelt sich dann bei letzterem nicht um eine ANALFISTEL sonder eben immernoch um eine Steissbeinfistel. Aber ich denke mal das weisst Du ja auch und meintest das auch so.


    So weit ich weiss, könnten sich nur neue Fistelkanäle bilden, wenn eine Entzündung, bzw. ein eitriger Abszess ensteht. Solange Du aber beschwerdenfrei bist, sehe ich keinen Grund, nicht noch ein wenig mit der OP warten zu können.


    Theoretisch, wenn du eh die offene Wundheilung wählst, könntest Du warten, bis es die ersten Anzeichen einer Entzündung gibt (bei mir bis jetzt immer gut und rechtzeitig erkennbar), um dann sofort die OP machen zu lassen. Wenn Du es zunähen lassen möchtest geht das natürlich nicht. Sicher nicht die Ideallösung, aber ich denke mal es ist zumindestens möglich, um eine kürzere Zeit zu überbrücken. Wie gesagt, mein Chirug hat bei einem halben Jahr keine Probleme gesehen!


    Gute Besserung @all


    P.S.: Trotzdem "Rausdamit"!! :-)

    @ alle: brauche schnellen tip und rat!!!

    hallo zusammen,


    vielleicht kennt mich noch einer! ich war hier im forum mal von ende januar bis mai sehr oft tätig, weil ich auch im janunar an einer steißbeinfistel operiert wurde! das war damals ein recht großes loch bei mir. es dauerte auch 2-3 monate bis das es zu war, da ich eine offene wundheilung hatte. zum glück hatte ich absolut keine schmerzen gehabt. es war nur eine langwierige sache!


    nun glaube ich hat es mich in einer anderen form wieder getroffen!


    ich hab seit montag direkt am after oder sagen wir poloch (hört sich besser) links einen abzess sitzen. war dann am mittwoch direkt beim chirurgen und der meinte das ich 5 tage antibiotika nehmen soll, da wohl noch kein eiter darin wäre. gut, nun hab ich 3 1/2 tage antibiotika genommen und der abzess / pickel / geschwür ist aber nicht kleiner geworden; eher sogar noch größer und ziemlich fest (spannt sehr und tut beim draufdrücken leicht weh). jetzt meine frage? was ist das? hatte jmd hier schon mal solch etwas?? was kann man dagegen tun und muss man sich das rausschneiden lassen? wenn ja wie lange ist man dann wieder außer gefecht gesetzt?


    danke schon mal im voraus für die tips und ratschläge!


    werde dann am montag direkt zu meinem hausarzt gehen und mich zum chirurgen überweisen lassen. bin nämlich momentan zu hause und war am mittwoch bei einem chirurgen, der halt nun ein bissel weiter weg ist, weil ich dort studiere! kann diesen mist aber jetzt echt nicht gebrauchen, da ich bald schon klausuren schreibe und noch so viel lernen muss.


    das leid nimmt glaube ich nie ein ende!


    gruß an alle

    @ flachi

    also der arzt oder chirurg bei dem ich am montag war, meinte das es halt ein abzess ist, wo noch kein eiter drin ist und der mit 5 tagen antibiotika halt wieder weg gehen würde. nur ich traue dem nicht, weil ich halt zum ersten male bei ihm war! studiere halt in trier und komme aber aus koblenz. bin auch jetzt wieder zu hause und werde somit am montag zu meinem arzt gehen, wo ich im januar operiert wurde.


    ich hoffe mal das es nichts langwieriges ist! von mir aus kann der das gerne am montag ambulant rausschneiden und dann ist gut. will nur schnell wieder sitzen!


    ich denke aber das da jetzt schon eiter bei mir drin ist, weil es beim draufdrücken schon leicht weh tut. und irgendwie scheint das ding auch zu wachsen! hab jetzt eben mal so eine schwarze salbe draufgeschmiert, die abzesse rauszieht und das ding zum platzen bringt! hoffe dadurch kann ich alles verkürzen!


    vielleicht sind das ja echt nur hämorriden! wie werden die denn behandelt??? hatte so dinger zum glück noch nie!


    danke schon mal im voraus!


    gruß

    @schlaftablette

    Hatte selber auch noch keine Hämorriden, soll aber ähnliche Symphome haben. Hallte uns mal auf dem Laufenden ! Wäre unwarscheinlich Interessant was es nun ist, und ob irgendein Zusammenhang mit deiner ehemaligen Sinus P. zu finden ist !


    Gruß


    Ralf

    @Schlaftablette

    Suche doch mal im Internet nach den einschlägigen Seiten zum Thema "Analfistel". Ich weis leider auch nicht sehr viel darüber, nur das sie in der Region um das Poloch Abszesse bildet. Die OP und auch Behandlung ist unterschiedlich zum PS und soll, laut Aussagen um einiges "krasser" sein als bei einer PS-OP.


    Hoffe Für Dich, dass es KEINE ANALFISTEL ist.


    Hämoriden, kann evtl. auch sein. Ich hatte vor vielen Jahren mal welche, die aber von alleine weggegangen sind. Ich hatte damals Schmerzen beim Stuhlgang (drücken) und laufen. Sie waren sogar schon einwenig "herausgetreten". War ziemlich schmerzhaft. Aber es ist schon eigentlich so, dass diese Teile ja IM After sitzen und nicht drumherum. Alos eigentlich nicht so passend zu deiner Diagnose, aussderdem häätest Du dann andere Schmerzen.


    Halte uns auf dem laufendem!!!