4 1/2 Wochen nach der OP --- und kein Rezidiv in Sicht

    Hallo zusammen,


    wie in meinen vorherigen Beiträgen angekündigt, ein kleines Zwischenfazit. Zunächst aber eine kleine Korrektur: die Wunde war 6 cm lang und 2 cm tief. Das Maß, was ich zuerst angab, war wohl auf "Sich-Selbst-Froh-Machen-Wollen" zurückzuführen. Auf jeden Fall ist die Wunde jetzt noch ca. 3,5 cm lang und einen knappen cm tief.


    Man kann sehr schön erkennen, wie der Körper an den Wundrändern hoch neues Narbengewebe gebildet hat. Die Heilung verläuft wie eine Art Reißverschluß. Ich gehe jeden zweiten Tag zum Verbandwechsel und öfter wird die Wunde auch seit zwei Wochen nicht gesäubert. Ausduschen, dann im Krankenhaus das restliche Fibrin mit OCTENISEPT entfernen und ein Stück ALGINAT rein. Inzwischen passen aber nur noch Streifen von ALGINAT-Kompressen rein. Beim vorletzten Mal machte sich die Tamponade selbstständig, so klein ist das Loch. Ein gutes Gefühl.


    Auf jeden Fall ist das A&O aus meiner Erfahrung hier in Trier, daß wirklich bis zum Schluß die Wunde tamponiert wird. Dann ist die Chance einer Hohlraumbildung minimal.


    Seit der OP habe ich übrigens meine Ernährung sehr in Richtung Vitamin C und Eiweiß (Fisch) bzw. Gemüse an sich verschoben. Eine gute Nährstoffversorgung des Körpers und eine starke Immunabwehr im Winter scheinen den Heilungsprozeß in Verbindung mit dem ALGINAT sehr zu unterstützen.


    Auf jeden Fall bestätigt man mir hier auch meine Ansicht, mit der ich als Ratschlag an alle anderen enden möchte: die Gewebeneubildung läuft optimal (und damit verminderte Rezidiv-Gefahr), wenn die OP DANN erfolgt, wenn die Fistel nicht entzündet ist (also nach Eröffnen des Abszesses und dessen Abheilung). Also: wartet nicht. Es ist nicht schlimm. Und eine 6 cm Wunde ist echt nicht schlimm, wenn man es sich auch so vorstellt.

    Drückeberger hat Morgen OP-Vorbereitung-Freitag OP

    Haaalooo !


    Übermorgen ist es bei mir soweit ! Morgen leztes OP Gespräch, Blut abnehmen etc. und am Freitag wird mir zum 5. Mal innerhalb der lezten 10 Jahre der Arsch aufgerissen. Der Zeitpunkt ist optimal, Weihnachten ist vorüber, der Urlaub vorbei, der Schreibtisch aufgeräumt, die Fistel völlig ruhig und unauffällig, sogar keine Löcher mehr zu sehen....


    Und jetzt drückt mir mal alle die Daumen das es jezt das letzte mal sein wird. Wird ne harte Zeit. Vollnarkose, 4-7 Tage Krankenhausaufenthalt, 6 Monate offene Wundheilung, mir wird jetzt schon schlecht.


    Falls ich die OP überlebe, werde ich berichten.


    Gruß @ all


    Ralf

    steissbeinfistel homöopathisch oder ganzheitlich heilen

    hallo ihr Leidgenossen,


    mir ist ganz schlecht, wenn ich eure Berichte so lese. Hat einer von euch vielleicht Erfahrungen die nicht auf dem OP-Tisch geendet sind?


    Bitte-Bitte-Bitte, ich will mich als Mutter von drei kleinen Kindern nicht ins Krankenhaus legen, geschweige denn mich endlich kurieren.


    Liebe Grüße LLiol

    sorry, aber--->

    "geschweige denn mich endlich kurieren."


    wi(e)derspruch in sich selbst


    horror = NEIN


    ärger, länger wierig als man / frau sich hofft: leider ja (oft)


    aber (!!!):


    tu dir den gefallen, geh es so früh wie möglich an.


    soweit in <D> leider keine sinnvolle alternative zur OP


    aber, und ich spreche wirklich aus erfahrung, laß es machen,


    das "nachher" ist definitiv so "schlimm es auch aussehen mag"


    viel leichter und einfacher, als mit "dem problem" weiter zu leben,


    als wär nix...


    und wie schon oft divers geposted: JE FRÜHER, desto BESSER !


    es ist "nur" eine OP, es ist "nur" eine rel. gr. "fleischwunde",


    aber.... (!!!!!!!!)


    in der regel bist du die fistelscheiße danach los


    UND


    die wunde als solche verheilt echt zügig....


    nur mut !


    liebe grüße & "gute besserung" !!! *:)

    rausdamit zustimmen....

    Ohne Witz...ich spreche auch aus Erfahrung.


    1. Teilweise gibt es hier in den Post nur Extremfälle, das ist eher die Ausnahme. Nicht einschüchtern lassen.


    2. Bei diesem "Ich mach lieber örtliche Betäubung...blablabla Scheiße" ist es warscheinlich, dass du es nicht rum hast. Diese Teile sitzen wirklich Tief.


    3. Am Anfang sieht die offene Wunde brutal aus, aber wie ich schon gepostet habe, konnte ich nach nicht mal 2 Wochen schon wieder alles machen.


    Jetzt sind fast 4 Wochen vergangen und meine Wunde wird von Tag zu Tag kleiner. Ich merke manchmal garnicht, dass da noch was ist. Nur der Tamponadenwechsel erinnert mich noch daran.


    Nach 2 Wochen waren Schmerzen = 0.000


    Hier jetzt nochmal mein Tipp:


    MACHT EINE OP UND LASST DIE WUNDE OFFEN HEILEN!!!


    UND DAS MÖGLICHST SCHNELL....


    Ansonsten gute Besserung an alle.

    Ich bin wieder hier !!!!

    Haaaallooo Leidensgenossen !!


    Bin wieder da, gerade nal 1 Std. aus dem Krankenhaus, vor 4 Tagen operiert, das 4. Rezidiv entfernt. Habe glück gehabt. Aufgrund der doch rechtzeitigen OP im nicht entzündlichen Zustand brauchte der Chirug nur ca. 2cm Tief auf 10cm Länge die alte Narbe öffnen. Die Fistel konnte somit entfernt werden, war nicht verzweigt nach links und nach rechts. Er nähte die Wundränder an und ließ Das Wundinnere offen. So erhofft er sich eine schnellere Wundheilung. Es tut nach 4 Tagen noch höllisch weh und heute morgen hat es noch sehr stark nach dem Tamponadewechsel geblutet. Sitzen ist quasi nicht drin, autofahren schion gar nicht. Ich hoffe, daß sich das zügügst noch ändern wird. Also, bis die Tage !


    Gruß


    Ralf

    Lange Heilungsphase nach Steißbeinfistel-OP

    Bis zum Juni 2004 hatte ich noch nie von Steißbeinfisteln gehört. Inzwischen bin ich schon zweimal daran operiert worden. Anfang 2004 bemerkte ich einen kleinen, blutenden "Pickel", den ich zunächst nicht ernst nahm, da er nur sporadisch blutete. Meiner Frau kam es aber komisch vor, dass der "Pickel" nicht dauerhaft abheilte. Den eigenartigen Geruch hielt ich für Schweiß. Als während eines Nordseeaufenthaltes das Bluten überhaupt nicht mehr aufhörte, entschloss ich mich, die Sache meinem Hausarzt zu zeigen. Dieser verwies mich zu meinem Dermatologen, der dann sofort die Diagnose "Sinus pilonidalis" stellte. Zwei Tage später, Anfang Juni, wurde ich vom Dermatologen ambulant operiert. Die OP wurde unter Lokalanästhesie ohne Kontrastmittel durchgeführt. Die Wunde wurde zugenäht, nach ca. 2,5 Wochen bin ich wieder arbeiten gegangen.


    Anfang Juli war die Wunde zugeheilt. Nach ca. einer Woche fing sie aber wieder an zu bluten und wurde sehr schmerzhaft. Vor der OP hatte ich kaum Schmerzen. Mein Hautarzt schickte mich jetzt zu einer stationären OP in eine Klinik. Er empfahl mir die Fachklinik Hornheide (Hautklinik der Uni Münster). Dort bin ich Anfang August radikal operiert worden. Die OP wurde unter Vollnarkose mit Kontrastmittel durchgeführt. Die Fistel war sehr in die Tiefe gegangen. Die Wunde war ca. 5 cm im Durchmesser und ca. 12 cm in der Tiefe. Das Loch ging um den Steißbeinknochen herum. Ich blieb ungefähr eine Woche in der Klinik. Die Wunde wurde täglich ausgeduscht und mit Aquacel (Alginat) tamponiert. Für eine so große offene Wunde hielten sich die Schmerzen erstaunlicherweise in Grenzen.


    Die weitere Wundversorgung übernahm dann mein Hautarzt. Anfangs war ich jeden 2. Tag zum Tamponaden- und Verbandswechsel bei ihm, nachdem ich zu Hause die Wunde ausgeduscht hatte. Vor der Tamponade hat der Hautarzt die Wunde jedes Mal mit Wasserstoffperoxyd ausgespült und mit Kochsalzlösung ausgetupft, was beides sehr unangenehm, weil schmerzhaft war. Die Heilung machte nach ca. 2 Wochen beim Hautarzt rasante Fortschritte. Bis Ende September 2004 war das Loch nur noch ca. 1,5 cm tief. Mein Hautarzt war mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Diese letzten 1,5 cm brauchten aber mit weiteren Aquacel-Tamponaden bis Ende November.


    Immer wieder entfernte der Hautarzt Haare, die in die Wunde hineinwuchsen. Diese Haare könnten eine erneute Steißbeinfistel auslösen.


    Jetzt begann der eigentlich unangenehmste Heilungsabschnitt: das Bilden einer geschlossenen Haut über der Wunde. Diese Phase ist besonders schmerzhaft, da die Nerven der oberen Hautschicht wieder zusammenwachsen müssen. Sitzen ist nur in einer entlastenden Schonhaltung möglich, Autofahren wegen der akuten Schmerzen nicht zu empfehlen.


    Die Wundversorgung wird in der letzten Phase mit Salben-Gaze durchgeführt, die die Heilung fördern soll. Mittlerweile ist fast Ende Januar 2005, ohne dass die Wunde ganz zugeheilt ist. Immer, wenn das Loch ein paar Quadratmillimeter kleiner war, ist beim nächsten Arztbesuch dass dünne Häutchen wieder aufgerissen, obwohl ich versuche, die Wunde nicht zu belasten. Inzwischen bin ich mehr, als ein halbes Jahr lang krank geschrieben und schon ganz verzweifelt. Die Wunde blutet immer noch regelmäßig und die Schmerzen haben auch noch nicht nachgelassen. Heute hat mein Arzt die Wunde "zur Anregung einer besseren Heilung" mit Silbernitrat verätzt. Das war noch einmal um Längen schmerzhafter, als die letzten Phasen. Heute kann ich noch schlechter sitzen als vorher.


    Ich bin ziemlich ratlos. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, was ich noch unternehmen kann.

    halli hallo!

    @Gerika:

    Hallo erstmal!


    Ich bin jetzt schon länger aus dem Forum fern, denn soweit ich das beurteilen kann ist meine Wunde nach der 2. OP im Juni gut verheilt und ich kann wieder alles machen (Sport etc.).


    Das Komische, als ich deinen bericht gelesen hab' ist, dass es bei dir höllisch schmerzt. Die meisten hier im Forum berichten darüber, dass die Wunde kaum schmerzt, höchstens beim Wechseln der Tamponade. Bei mir persönlich wollte die Wunde am schlussendlich auch fast nicht zuheilen. Doch dann hatte man bei dir NaCl-Lösung gebraucht, welche man in der Apotheke für ein paar Euro erwerben kann. Obwohl sie in Verruf ist, die Wunde unnötig auszutrocknen, was ja für eine positive Wundheilung unvorteilhaft ist, schwöre ich darauf. Vielleicht solltest du auch den bereich nochmals untersuchen lassen, denn es kann sicher auch sein - ich will dir da jetzt keine Sorgen bereiten - dass sich ein neuer Rezidiv gebildet hat! Ansonsten würde ich die "meine" Methode empfehlen.


    Ich hoffe, dir wenigstens ein bisschen weitergeholfen haben zu können! Bei mir war es fast auch schon so, aber ganz wichtig ist, dass du an die Heilung glaubst und ja nicht aufgibst!!!!!!


    Grüße von mir!

    Fistel!!

    hallo!


    Auch ich habe unter einer Steißbeinfistel gelitten.


    Ich wurde deswegen 2 Mal operiert!! Nach der 1. OP stellte ich fest, dass die Fistel nicht verschwand u. die Wunde entzündete sich. Ich wurde deshalb noch einmal operiert. Auch nach der 2. OP war die Fistel noch da, bis sie sich langer Zeit stillgelegt hat. Mein Hausarzt hat die Wunde mit Kompressen u. Betaisdona-Salbe behandelt, ich musste Sitzbäder machen...schrecklich.


    Nach der OP konnte ich nicht mehr sitzen...es tat sehr weh..

    Vielleicht doch ein Rezidiv?

    Ich war gestern wieder beim Hautarzt zum Verbandswechsel. Der ist mit dem Heilungsverlauf voll zufrieden und meint, die Schmerzen im letzten Abschnitt wären völlig normal. Das Bluten wäre ein gutes Zeichen und das Ätzen mit Silbernitrat hätte er zur Entfernung eines Granuloms gemacht. Er hat mir einen Sitzring verschrieben und meinte, ich solle mich wieder ans normale Sitzen gewöhnen und ab Donnerstag wieder Arbeiten gehen. Seit gestern Nachmittag versuche ich, mit diesem Teil zu sitzen. Es ist immer noch sehr schmerzhaft.


    Aber gestern Abend habe ich etwas sehr beunruhigendes beobachtet: Beim Toilettengang war hinterher hinten die ganze Brille blutverschmiert. Das war mehr, als ich mir von der offenen Restwunde erklären konnte, zumal der Verband nur wenig verblutet war. Heute morgen hat meine Frau unterhalb der Wunde drei blutige Punkte entdeckt, die Umgebung hat den gleichen üblen Geruch, wie vor meinen ersten beiden Operationen. Mir ist unerklärlich, wie nach einer radikalen OP mit Kontrastmittel und ständiger ärztlicher Wundversorgung es jetzt schon wieder zu einem Rückfall kommen kann. Morgen werde ich die vermeintlichen Fistelgänge meinem Hautarzt zeigen. Im Zweifel fahre ich lieber noch einmal in die Fachklinik Hornheide, wo die letzte OP durchgeführt wurde. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht schon wieder eine Fistel hab.

    @Gerika

    Hallo Leidensgenosse !


    Tut mir leid, aber ich glaube an ein Rezidiv. Ähnlich war es bei mir auch. Tu Dir einen Gefallen und gehe nicht mehr zu Deinem Hautarzt, sondern gehe in Dein nächstliegendes Krankenhaus und werde einem Chirugen vorstellig. Ich kann Dir sagen, daß Du so keine Ruhe mehr bekommen wirst. Das mit den aufgerissenen Hautteilen und Bluten habe ich 3 Jahre durchgemacht. Nun bin ich das 5. Mal operiert worden. Gehe zu einem Chirugen !!!!!!!!


    Mach es !!!!!! und nicht zu einem Hautarzt !!!!!!


    Bei meinem Hautarzt habe ich auch die Erfahrung gemacht, daß er von einer Sinus P. genausoviel Ahnung hat, wie ich vom Kochen. Und ich kann nicht kochen !


    *grins*


    Halt die Ohren steif !


    Gruß


    Ralf

    Ralf @ Gerika > Ratschlag

    ... möchte mich flachis meinung vorbehaltlos anschließen und empfehle, eine klinik / ein KH aufzusuchen. zum thema ambulant vs. stationär ist schon vieles geschrieben, nach meinen letzten 2 OPs war ich umgehend wieder zuhause und psychisch fand ich das prima !


    update meiner lage: nach wie vor boykottiere ich jeden kontakt zum KH oder zu einem doc, pflege (d.h. dusche und verbinde) nach altem schema und lasse die zeit arbeiten. sitzen nach wie vor öfter mal "nervend" bis schmerzhaft, denke aber, das könnte durchaus am zusammenwachsen der oberen hautschicht(en) liegen - nunja, ich hoffe es. vom versuch, das aussehen der zu wechselnden kompresse zu interpretieren habe ich auch mitlerweile aufgegeben, bin schon froh, daß nicht nach jedem stuhlgang (wie nach OP 3) blut tropft.... o.ä.


    jo, arbeite auch wieder, versuche positiv zu denken etc....


    wenns ein weiteres rezidiv geben wird, verhindern werd ichs wohl kaum.... dann sei es einfach so... was bleibt einem ausser gelassenheit ? ;-)


    * *:) gute besserung !!!*