@purzel80

    HI !


    So einen blöden Schwachsinn, den Dein Arzt da von sich gebeben hat, habe ich noch nie gehört. Selbstverständlich kann er Dich auch ohne Beule operieren. Meines erachtens sogar noch viel besser, weil die Sinus P. dann sich im nicht entzündlichen Status befindet. Fistel ist Fistel ob mit Beule oder ohne und es muß raus. Und mache Dir keine Illusionen über die Größe des Schnitts. Das hat auch nichts mit einem Beulenrückgang zu tun. Die Fistel ist einfach da. Ob sie gerade entzündet ist oder nicht und wird auf keinen Fall kleiner oder gänlich zurückgehen. Wenn Dein Arzt Dich nicht operieren will, weil die Beule nicht mehr da ist, ist er unfähig. Dann gehe sofort zu einem anderen Chirugen !


    Gruß und gute Besserung !


    Ralf

    hey flachi!

    Oh... das ist natürlich mal ne Neuigkeit... er meinte halt nur, wenn keine Beule ist, ist die OP absolut nicht notwendig. Auch nach meiner Info, dass ich die Fistel schon seit mehr als 10 Jahren mit mir herumtrage wollte er die OP noch auf Sommer verschieben!


    Naja, dann warte ich einfach mal, was er nun am Dienstag sagen wird...!!!!!!!


    Vielen Dank für die schnelle Info!!!! Darauf brauch ich erstmal nen ordentlichen Kaffee!!! hehe

    Steißbeinfistel die 2te

    Hallo,


    ich hab mal eine Frage und zwar:


    Ich wurde letztes Jaht im September operiert wegen einer Steißbeinfistel, war 5 Tage im Krankenhaus und danach 1 Woche zu Hause, dann bin ich wieder arbeiten gegangen, arbeite im Call-Center und sitzte den ganzen Tag also 8 Stunden. Kann dadurch der Heilungsprozess beeinträchtigt werden?


    Und wenn ich mir die Berichte so durchlese dann les ich immer das ihr jeden Tag mehrmals duscht, die Schwestern im Krankenhaus meinten ud auch die Ärzte das ich es einmal ausduschen soll.


    Kann es daran liegen das ich es jetzt noch mal lassen machen muss?


    Und wie oft kommt es vor das eine Fistel wiederkommt?


    Wie lange wart ihr krankgeschrieben?


    Fragen über Fragen und das waren bestimmt noch nicht alle.... :-)


    Freue mich über antworten!


    Miriam

    @Miriam83

    Ich handhabe das so wie das letzte mal, vor 5 Jahren. 3 mal täglich ausduschen oder Sitzbad machen, damit der Dreck rauskommt. Außerdem nach jedem Stuhlgang, da dann natürlich die Gefahr, dass Keime in die Wunde gelangen, größer sind.


    Ist natürlich möglich, dass nach einer unsauberen Wundabheilung dass Ding wieder kommt, deshalb ist die Wundheilung mit der wichtigste Prozess.


    Ich selber arbeite auch in einer Hotline, sitze also auch an die 8 Stunden pro Tag. Dass die Fistel aber deshalb wieder ausgebrochen ist möchte ich bezweifeln, kann aber dennoch ein Faktor sein. Einfach öfters mal im Stehen telefonieren, wenn möglich.


    Eine Fistel kann immer wieder kommen, wenn eben das oben genannte eintritt, wenn z.B. Haare einwachsen, bei der OP nicht komplett alles entfernt wurde etc.


    Bei der ersten OP war ich ca. 3 Wochen arbeitsunfähig. Diesmal, 1 Woche nach der OP, bin ich noch zusätzlich für 1 1/2 Wochen krank geschrieben.

    @purzel80

    LoL, also der Chirurg hört sich wirklich etwas komisch an. Die Fistel sollte auch ohne Entzündung raus. Das Abszess kannste z.B. durch langes hartes sitzen ganz gut wieder provozieren. Mein Chirurg konnte die Größe der Fistel ziemlich gut vorherbestimmen. Es gab eine Fistelöffnung, bei der er von einem Verlauf nach oben gerechnet hat, was auch so war.


    In eigener Sache: Heute bei Belastung wieder etwas mehr Schmerzen, mal schauen wie es morgen geht. Ich habe den Eindruck dass sich so gelbliches in der Kompresse wieder findet. Ob das einfach wegen der langsam versiegenden Blutung mehr wirkt oder tatsächlich mehr ist, soll mir morgen der Arzt sagen. Nicht dass sich da was entzündet :°(

    @ Stefan 13

    Im Moment bin ich total hin und hergerissen weil mein Hausarzt meint das es nicht nochmal operiert werden müsste der Chefarzt aus dem Krankenhaus aber meint das es gemacht werden sollte.


    War dann auch noch bei einem dritten Arzt, der meinte auch das es gemacht werden sollte.


    Noch mal Ergänzend, zum Arzt bin ich jetzt wieder weil es bei sitzen anfing wieder weh zu tun.


    Und der dritte arzt meinte es würde weh tun weil die Narbe schlecht verheilt ist, kann das mit dem sitzen zusammenhängen?


    Der Arzt im KH meinte da wären wieder Fistelgänge, er hat da mit so einem Metallding rumgestochert, mein Hausarzt machte das gleiche fand aber nichts.


    Außerdem sagte er noch das es allgemein nicht so gut aussieht....


    ....bin echt total ratlos.....


    Miriam

    was für ein irrsinn

    nene.... kopfschüttelnd die zeilen über den doc gelesen, der die OP abblasen will, sollte sich die "beule" auf null zurückgebildet haben. hab ja u.a. hier schon vieles gelesen, aber das war echt neu ;-/


    ansonsten an sich wieder die klassiker, wie bei mir: wie oft kann so ein scheissteil wiederkommen, wie oft sollte man duschen und oder sitzbaden und wie schnell ist man wieder im job. stefan, das "gelbliche" in der kompresse hab ich auch seit geraumer zeit, dazu diversen druckschmerz bei bestimmten sitzhaltungen, kurzum: ich gehe von einem rezidiv aus, aber bestimmt diesmal woandershin damit. in den nächsten zwei wochen habe ich buchungen, die ich auf jeden fall machen will, psychologisch ziemlich wichtig für mich, ich habe schon dermaßen viel abgesagt, daß es neben den finanziellen folgen auch sehr an der substanz kratzt, grad als freiberufler. also, ich betätige mich unvernünftigerweise mal wieder als "schieber" und will meine nächste OP dann sehr gerne auf den 21.03. legen. die frage ist nur, wo.


    und ganz allgemein: nein, keine trockenen verbände mehr, diesmal will ichs mit alginaten versuchen. überhaupt: ich habe niemanden, der diese wunde versorgen kann und die versorgung, die mir bislang zuteil wurde, war wohl "fehlerhaft", neben meiner "wundheilungsstörung", um das mal ein bischen aufzuteilen. jedenfalls bin ich der festen auffassung, daß die postoperative pflege gerade an dieser für den patienten zur selbstversorgung äußerst schwer zugänglichen stelle von größter bedeutung ist. eben nicht darin bestehen kann, daß täglich / alle zwei / alle drei tage wechselndes personal des pflege oder ärzteteams legidlich attestieren "sauber" und zack kompresse rein / drauf, tschüß. das frischgeduscht die kompresse zwischen die pobacken klemmen kann ich selbst. natürlich nicht im absolut frischen postOP status, um himmels willen. aber das relativiert sich nach 6-10 tagen ohnehin schon sehr. an sich sollte aber sehr viel aufmerksam mit dieser wunde umgegangen werden. also bei gutem licht die wunde auchmal mit einer lupe auf haare hin untersuchen ? nur mal so eine idee... hat bei mir nie jemand gemacht, ihr glaubt es nicht, wo ich zum teil im KH "abgefertigt" wurde. lachhaft, da hätte ich mir den weg sparen können. andererseits verwende ich im schnitt konzentrierte 10 minuten alleine damit, peinlichst genau das netzhöschen auf haare hin abzusuchen, bevor ich damit die kompressen im wundbereich fixiere (neben fixomull)... das nützt natürlich nix, wenn da "sonstwie" was in der wunde ist. das kann ich nicht sehen... wird dann aber fein vom körper verkapselt und fertig ist das rezidiv. tja... letzten endes eine ganz beschissene erkrankung, bei der die probleme eigentlich erst nach der OP beginnen. will damit niemanden beunruhigen, eher "sensibilisieren". wie oft schon geschrieben: neben den wechseln der tamponade vielleicht sind die tage postOP herrlich, vor allem dann doch erfrischend schmerzfreier - im vergleich zum leben mit der fistel. und rumzögern bringt einem höchstens weiter höchst schmerzhaften ärger. tja, womit ich mir im prinzip wunderbar selbst widerspreche, aber ich denke, ihr könnt das schon ein stückweit nachvollziehen...


    however: gute besserung !! *:)

    Ich höre hier eigentlich fast immer nur von Leuten, die sich erst operieren ließen, als sich das Ding entzündet hatte. Klar, dass das dann offen heilen muss. Aber liegen auch irgendwelche Erfahrungswerte vor, wo eine OP im entzündngsfreien Stadium gemacht wurde und dabei eine asymmetrische Excision mit paramedianer Naht (Karydakis) oder eine Verschiebelappenplastik (Limberg, Schruddi-Olivari,...) angewendet wurde?

    @rausdamit

    Ein Rezidiv nach einer Woche schon??? Das glaube ich eher nicht, bzw. hoffe es nicht... soll mal mein Arzt rein schauen. Heute morgen sind die Schmerzen wieder weg. Vielleicht irre ich mich auch, und der Schmerz ist als einziger noch übrig geblieben und daher so penetrant ;-D gestern Abend war auch weniger gelbes Zeug noch drinnen, minimal. Meine Mutter meinte schon dass das winzige bisschen auch vom Wundwasser kommen könnte, mal sehen.


    Ja, im Vergleich dass ich vor 5 Jahren 1 1/2 Wochen im Krankenhaus war und jetzt nur 3 Tage, ist doch echt ein Witz. So ein Scheiss ist einfach brutal wichtig in der Post-OP Phase, und da schicken einen die Leute heim, das klappt schon so. Kein Wunder wenn es nie zu 100%igen Ergebnissen kommen kann, höchstens zu 100%igen Rezidiven.

    @Miriam83

    Hmmmm, ich war beim ersten mal auch nen ordentlicher Drückeberger, hat mir ne schöne große Wunde eingebracht. Bei der 2. jetzt, hatte ich auch abartig Angst, habe trotzdem so schnell wie möglich nen OP Termin gemacht, da am 22.03. ein externes Studium beginnt wo ich fit sein möchte.


    Sie es mal so. Entzünden wird es sich wohl immer wieder, bloß wo wann und wodurch ist immer die Frage. Machst Du es aber jetzt raus, hast Du die Sorgen gleich vom Tisch. Ich würde da eher mal auf den Chirurgen hören als auf den Hausarzt. Bei dem Thema haben, meinen Erfahrunen nach, nicht grad alle die Beste Ahnung von.

    Ich höre hier eigentlich fast immer nur von Leuten, die sich erst operieren ließen, als sich das Ding entzündet hatte. Klar, dass das dann offen heilen muss. Aber liegen auch irgendwelche Erfahrungswerte vor, wo eine OP im entzündngsfreien Stadium gemacht wurde und dabei eine asymmetrische Excision mit paramedianer Naht (Karydakis) oder eine Verschiebelappenplastik (Limberg, Schruddi-Olivari,...) angewendet wurde?


    Meine Frage deshalb, weil ich letzten Freitag bei einem Chirurgen und Spezialist für Enddarmerkrankungen war und der hat gesagt, dass es möglich ist, einen primären Wundverschluss zu machen, wenn noch nichts entzündet ist, ohne dass das Rezidivrisiko wesentlich erhöht wird. Ich hab mir jetzt halt von diesem Chirurgen eine Einweisung fürs KH geholt und am Freitag gehe ich in die Ambulanz und lasse mir einen Termin geben...

    @purzel80

    Sicherlich hat Dein Arzt recht, daß man die OP ohne Beule (im nicht entzündlichen Status) auf Sommer verschieben kann. Es soll sich sogar eine nicht entzündliche Fistel besser operieren lassen als eine entzündete. So eine OP ist dann sogar planbar. Du lebst aber dann mit dem Risiko, daß die Fistel sich zu jederzeit neu entzünden kann und jederzeit sich wieder eine Beule bildet, sich sogar ein Abzess bildet. Und glaube mir, sie entzündet sich immer dann, wenn Du es gerade nicht gebrauchen kannst. Also, lasse es möglichst bald operieren. Und zum Thema auf Sommer verschieben möchte ich mal hinzufügen: Es ist nicht schön bei +30 Grad mit einem verbundenen Hintern durch die Gegend zu laufen. Du kannst nicht schwimmen, nicht am Strand sein, Du schwitzt wie Sau, Schweiß ist auch nicht unbedingt Heilungsfördernd und brennt wie Sau in der Wunde. Sehe zu, daß Du noch vor dem Sommer davon befreit wirst. Und, wenn es wirklich eine Fistel ist, notwendig ist die OP. Ob mit Beule oder ohne !


    Gruß


    Ralf

    @Miriam83

    Hallo !


    Bin auch nach 4 Tagen Krankenhaus und 1 Woche zu Hause wieder arbeiten gegangen. Bin auch 8 Stunden im Büro sitzend tätig. Ist kein Problem. Wunde habe ich in der Mittagspause ausgeduscht, anschließend ein Kamillebad genommen und zum tamponieren ins Krankenhaus. Ich glaube nicht, daß es eine negative Auswirkung auf die Wundheilung gemacht hat. Ich habe auch gelesen, daß einige die Wunde mehrfach täglich ausduschen. Halte ich aber für unsinnig. Die Wunde muß auch mal die Chance bekommen zu heilen. Ich glaube 1x täglich langt völlig. Tja, Rezidive können immer wieder kommen. Ob und wie oft, hängt von Deinem Schicksal ab. Glaube ich. Leider. Du kannst nur alles dafür tun, daß das Rezidiv nicht durch Nachbehandlungsfehlern entsteht.


    Und höre auf die Chirugen und nicht auf Deinem Hausarzt. Bei dem geringsten Verdacht auf Steißbeinfistel, laß Dich operieren. Ansonsten wird es nicht besser.


    Gruß


    Ralf

    @Stefan13

    Hatte auch oft so was gelbliches in der Wundauflage. Mal war es gelb, mal grün, ich glaube sogar auch mal blau. Das war bei mir alles Wundwasser im Mix mit geronnenem Blut. Solange es nicht eklig abstoßend riecht, würde ich mir keine gedanken machen.


    Gruß


    Ralf

    @rausdamit

    Haaaloo!


    Schön mal wieder was von Dir zu hören. Ich wünsche Dir, daß Du dir diesmal die Klinik nach der Nachsorgemöglichkeit wählst. Die OP kann eigentlich jeder Chirug. Aber die Nachsorge....?? Ich hatte einen Deal mit der Oberschwester gemacht. Ich durfte nach der Öffnungszeit in der Mittagspause kommen und wurde von max. 3 Schwestern behandelt. Die Oberschwester hat den anderen Schwestern genaustens erzählt worauf sie zu achten haben. Und mach dich im Kopf frei. Sehe die neue OP als Chance den Scheiß loszuwerden. Halte dein täglichen Besuch im KH ein. Laß dich nicht so früh abwimmeln. (Bei mir sagte der Arzt bereits nach 3 Wochen ich solle nicht mehr täglich kommen. Bin trotzdem noch 4 weitere Wochen täglich in KH gegangen. Bis er den Schwestern es verboten hatte mich täglich zu versorgen.) Jetzt gehe ich nur noch 2 mal die Woche. Aber es funzt gut. Mache den Schwestern klar, daß deren Job nicht nur das tamponieren ist, sondern sie sich auch täglich die Wunde anschauen müssen, ob sich taschen bilden, oder Haare einwachsen. Wenn sie dabei pennen, ist alles wieder im arsch. Und, ich weiß es fällt schwer, aber denke positiv. Es klappt bestimmt irgendwann. Dusche es täglich aus, nehme zusätzlich täglich 10 Min ein Kamille-Sitzbad, Schlucke 2 Wochen vor der OP Arnica-Kügelchen und bleib dabei bis die Wunde gänzlich verschlossen ist. Und lasse die Wunde bis zum wirklichen Schluß austamponieren. Dann klappt es schon.


    Gruß


    Ralf

    @Maverick93

    Hatte 4x im entzündlichen Stadium eine OP und die lezte im nicht entzündlichen Stadium. Bei der lezten OP brauchte der Chirug nur ca. 2 cm tief schneiden und hatte die Wundränder vernäht. Der Rest mußte von unten her zuheilen. Ist jetzt 1 1/2 Monate her und bin (hoffentlich) ende März damit durch. Bei den anderen OP's


    Tieeefste Wunden halbes bis 3/4 Jahr Wundheilung und zum Schluß rezidiv.


    Also, ich würde zusehen, daß sich die Fistel nicht entzündet.


    Gruß


    Ralf

    Zitat

    Also, ich würde zusehen, daß sich die Fistel nicht entzündet.

    Deshalb lasse ich mir auch am Freitag einen Termin geben und ich denke mir, wenn die Fi(e)stel nie irgendwelche entzündlichen Zeichen gezeigt hat, wird ein komplettes Vernähen oder eine Verschiebelappenplastik kein Problem sein...