Zitat

    mein hba1c wert lag bei der diagnose bei 4,9%, nach zwei monaten gezwungenermaßen low carb bei 4,7%. also alles im grünen bereich.

    ???


    Eine Verbesserung von rund 10 mg/dl und eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Wenn du vorher 7% gehabt hättest und jetzt 6%, dann würde ich dir vielleicht auch recht geben mit : wer heilt, hat recht.


    Aber so, steht der Aufwand, in keinerlei Verhältnis zum Erfolg.


    Bei 4,9% kannst du vorher ja auch nicht viel falsch gemacht, es sei den du hattest wirklich das "Glück", dass der Diabetes erst wenige Wochen vor dem Labortermin entstanden ist.


    Anders kann ich mir die 4,9% eigentlich nicht erklären.

    Zitat

    meine insulinwerte sind übrigens 20-fach ! erhöht, also statt einem wert von 10 einheiten pro ml blut, drei stunden nach dem essen, hab ich 200 einheiten. also zusätzliches insulin wäre ja noch schädlicher.

    In diesem Fall würde es mich mal interessieren, wie eine 26 jährige und schlanke Frau, so eine starke Insulinresistenz entwickelt.


    Wurde da schon mal eine These aufgestellt und wurden schon mal die Antikörper bestimmt?


    Es ist bei diesen Werten, ja nur eine Frage der Zeit, bis die Bauchspeicheldrüse ganz ihre Arbeit einstellt und sich ein Typ 1 Diabetes entwickelt. Natürlich kannst du dies eine zeitlang hinauszögern, mit deiner jetzigen Ernährung (ja, da würde ich sie sogar empfehlen ;-) ), aber ich befürchte irgendwann könnte es trotzdem passieren, dass du ein Typ 1 Diabetiker wirst.

    Zitat

    die studie festigt die vermutung, dass die offiziell anerkannten grenzwerte weit nach unten korrigiert werden müssen.

    :|N


    Ja, am besten auf 50 mg/dll, den dann könnte man jeden zum Diabetiker machen, was die Pharmaindustrie sicherlich begrüßen würde.


    Man darf nicht vergessen, dass ein großer Anteil von Studien, im Hintergrund, von Pharmakonzern "gesponsert" werden


    Dazu sage ich nur, traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast.


    Betrachten wir uns doch mal unseren Körper. Bei einem Wert von ca. 180 mg/dl, beginnt er den Zucker über die Nieren ausspülen.


    Jetzt stellt sie mir die Frage, warum er dies nicht schon bei zb. 140 mg/dl macht, was ja eigentlich Sinn machen würde, wenn man davon ausgeht, dass Nüchternwerte von rund 80 mg/dl, schon zu hoch wären.


    Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen und ein Nüchternwert um die 100 mg/dl, ist sicherlich noch kein Problem.

    @ praxa

    Ich z.B. hatte bei der Diagnose nach (kohlehydratreichem) Essen auch Werte von 200mg/dl, bekam Metformin und die Werte gingen auf 140 mg/dl zurück.


    So meinte ich das - wieso also hätte ich gleich mit Insulin anfangen sollen ?


    Wenn Metformin nicht so gut hilft, oder man Dauerdurchfall bekommt, dann ist das natürlich anders...(wobei es da ja auch noch die Sulfonylharnstoffe gibt ?)


    Aber zurück zur TE...ich hatte auch schon den Verdacht, dass es evtl ein Typ1 ist, der sich nicht ganz hopplahopp entwickelt ?


    LG Asiga

    Zitat

    In diesem Fall würde es mich mal interessieren, wie eine 26 jährige und schlanke Frau, so eine starke Insulinresistenz entwickelt.


    Wurde da schon mal eine These aufgestellt und wurden schon mal die Antikörper bestimmt?

    1. natürlich wurde bereits ein antikörpertest gemacht. der war negativ.


    2. mein endokrinologe bestätigte mir, dass vor allen schlanke junge frauen mit pcos oft eine starke insulinresistenz entwickeln. so selten sei das gar nicht (natürlich dachte ich am anfang so etwas würde nur übergewichtigen passieren, aber das wies er vehement zurück: bei schlanken würde das nur seltener untersucht, es sei aber oft bei pcos der fall)


    3. die nierenschwelle liegt bei jedem menschen unterschiedlich hoch/niedrig. es gibt leute mit einer nierenschwelle von 140 mg/dl, aber auch welche mit fast 200. vor allem leute mit mody haben eine niedrigere schwelle.


    mir fällt auf, du gibst kaum an, woher du deine informationen beziehst, praxa. ein paar links wären nicht schlecht zum nachvollziehen und nachlesen. 8-)


    4. meine verringerung des hba1c wertes von 4,9 auf 4,7 % ist für mich ein großer erfolg, denn man muss auch folgendermaßen denken: ich hatte mit dieser ernährung kein einziges mal einen unterzucker, was ich früher mit der "normalen" ernährung öfter hattee. d.h. ich habe nun weder unterzuckerungen noch zu hohe werte, sondern es hat sich auf beiden seiten stabilisiert. davor schwankten meine werte zwischen 50 und 200. inzwischen zwischen 70 und 120. und insgesamt ergab es trotzdem eine senkung, obwohl ich keinen unterzucker mehr habe, das ist das eigentlich überraschende daran.


    sehr interessante diskussion hier, ich mag den faden :)^


    4.

    @ Asiga

    Zitat

    bekam Metformin und die Werte gingen auf 140 mg/dl zurück.

    Ist natürlich auch etwas grenzwertig.


    Ich hätte ohne Insulin, Werte zwischen 200-250 mg/dl und mit Metformin alleine würde ich meine Werte nie auf ein anständiges Maß bekommen, zumindest dann nicht, wenn ich meine Lebensqualität halbwegs behalten möchte.


    Als bei mir, vor über 10 Jahren Diabetes festgestellt wurde, habe ich gleich auf Insulin bestanden. Ich nehme zwar auch noch etwas Metformin, aber nur weil ich einen relativ hohen BE Faktor von 3 habe und mit dem Metformin etwas weniger spritzen muss.

    Zitat

    So meinte ich das – wieso also hätte ich gleich mit Insulin anfangen sollen ?

    Weil Insulin, dass einzigste ist, was wirklich vernünftig wirkt und keine Nebenwirkungen hat, zumindest dann nicht, wenn man es in einem normalen Rahmen spritzt. Die Gefahr einer Hypoglykämie ist natürlich vorhanden, tritt aber in der Regel nur am Anfang öfters auf, wenn man noch unerfahren ist. Später ist eine Hypoglykämie eher die Ausnahme und meist auf einen "Rechenfehler" zurückzuführen.


    Schädlich wird es auch, wenn sehr hohe Dosen gespritzt werden müssen, bei zum Beispiel einer sehr hohen Insulinresistenz, aber da kann man dann eh nur zwischen Pest und Cholera wählen.


    .....entweder zu hohen Blutzucker oder zu viel Insulin.


    Wie schon gesagt, es ist natürlich eine teure Therapie und viele Ärzte versuchen dies aus Kostengründen, so lange wie möglich hinauszuzögern. Hinzu kommt auch, dass viele Patienten "Angst" haben, zu spritzen.


    Für mich ist es auf jeden Fall mehr Segen, als Fluch.

    Zitat

    ...(wobei es da ja auch noch die Sulfonylharnstoffe gibt ?)

    Davon halte ich nun überhaupt nichts, dass einzigste was dafür spricht, ist die gute Wirksamkeit der Medikamente.


    Doch die Nachteile, wie Gewichtszunahme durch das viele Insulin, Unterzuckerungen, das Versagen der β-Zellen nach längere Einnahme, sowie die mögliche Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen, halte ich für zu gravierend.

    @ womeiyoujiehunle

    Zitat

    dass vor allen schlanke junge frauen mit pcos

    Das ist wohl wahr, aber ich finde keine Andeutung von dir, dass du PCOS hast. Wenn ja, dann frage ich mich, warum du das Metformin dann nicht nimmst. Als Off-Label-Use bei PCOS bietet sich Metformin doch an und für deinen Diabetes sowieso. Wenn du es wirklich nicht vertragen solltest, kannst du es ja immer noch absetzen.

    Zitat

    die nierenschwelle liegt bei jedem menschen unterschiedlich hoch/niedrig.

    Ja, aber nicht bei 140 mg/dl, zumindest nicht bei einem gesunden Menschen. Bei Mody ist es auch nur der Typ 2 (oder 3, ich bin mir nicht ganz sicher) wo die Nierenschwelle herabgesetzt ist. Ansonsten wird die Nierenschwelle immer bei 180 mg/dl liegen, plus/minus 10 mg/dl.

    Zitat

    d.h. ich habe nun weder unterzuckerungen noch zu hohe werte,

    Unterzucker hattest du vorher auch nicht, sondern "nur" einen zu niedrigen Zuckerspiegel. So überraschend ist das gar nicht, dass du nun weniger Probleme hast. Durch deine momentane Ernährung, hast du natürlich weniger Insulin im Blut und dein Blutzucker wird nicht so stark "runtergedrückt".


    Was mich mehr überrascht, ist das du auf Werte um die 50 mg/dl gekommen bist, denn das spricht nicht wirklich für eine Insulinresistenz.

    Zitat

    mir fällt auf, du gibst kaum an, woher du deine informationen beziehst, praxa. ein paar links wären nicht schlecht zum nachvollziehen und nachlesen. 8-)

    Das liegt daran, dass ich mein Wissen nicht von Doktor Google beziehe, sondern aus meiner Erfahrung, sowie aus Gesprächen mit Menschen, die täglich damit konfrontiert sind, wie zb. Diabetiker, Ärzte und Diabetesberater.


    Dazu muss ich sagen, dass ich das Glück habe, das meine Ärzte auch sehr gesprächsbereit sind, was ja leider nicht immer der Fall ist.


    Hinzu kommt, dass meine Freundin (Typ 1 Diabetikerin) in einem Diabetikerverein ist und ich dadurch gut an Informationen komme, sei es durch Gespräche und/oder durch Vorträge.


    Sicherlich mag da auch nicht alles zu 100% wahr sei, aber auf jeden Fall besser als irgendwelche Studienberichte aus dem Netz, welcher teils aus dem Zusammenhang gerissen sind oder wo nötiges Hintergrundwissen fehlt, wie zum Beispiel, die Auftraggeber eine Studie.


    Ein gutes Beispiel wäre da Avandamet (Rosiglitazon), da wurde in einigen Studien, einfach unter den Tisch gekehrt, dass bei Einnahme ein stark erhöhtes Herz/Kreislaufrisiko besteht, obwohl es bekannt war. Das wurde so geschickt gemacht, dass sogar mein Arzt, darauf "hereingefallen" ist. Inzwischen wurde das Medikament, zum Glück, vom Markt genommen.

    Zitat

    Das ist wohl wahr, aber ich finde keine Andeutung von dir, dass du PCOS hast. Wenn ja, dann frage ich mich, warum du das Metformin dann nicht nimmst. Als Off-Label-Use bei PCOS bietet sich Metformin doch an und für deinen Diabetes sowieso. Wenn du es wirklich nicht vertragen solltest, kannst du es ja immer noch absetzen.

    ganz einfach: durch die ernährung habe ich das nun nicht mehr bzw. es geht immer mehr zurück.(hormonspiegel usw.) das hatte ich aber bereits mehrfach geschrieben.

    Zitat

    Was mich mehr überrascht, ist das du auf Werte um die 50 mg/dl gekommen bist, denn das spricht nicht wirklich für eine Insulinresistenz.

    natürlich, das ist sogar eines der hauptsymptome. durch die mehrfach überhöhte menge an insulin wird nach 3-4 h die glucose doch in die zellen gedrückt, der überschuss wird über die nieren ausgeschieden. so gerät man, auch und vor allem ! mit insulin resistenz, in den unterzucker.

    Zitat

    Das liegt daran, dass ich mein Wissen nicht von Doktor Google beziehe, sondern aus meiner Erfahrung, sowie aus Gesprächen mit Menschen, die täglich damit konfrontiert sind, wie zb. Diabetiker, Ärzte und Diabetesberater.

    denkst du , ich hatte diese gespräche nicht? ich habe mich ausführlich damit beschäftigt. infoquellen anzugeben ist nun mal ehrensache, wenn man den link hat, stellt man diesen den anderen zu verfügung. natürlich könnte ich auch das wiedergeben, was mir die diabetesberater, bekannte diabetiker und ärzte sagen, was ich auch teilweise tue. das internet ist eine wunderbare informationsquelle. wenn man weiß wie es zu nutzen ist und wie man informationen filtern kann, eine der besten quellen, die es gibt. man sollte das internet als infoquelle nicht per se verteufeln. wir sind ja schließlich auch hier im forum...


    offen für neue infos, alte dinge überdenken, überholtes über bord werfen, neues ausprobieren, mit bedacht und viel lesen vorher. mir hats jedenfalls geholfen.


    hört euch an, was die berater und ärzte sagen, ABER DENKT WEITER, nutzt alle quellen.

    Zitat

    denkst du , ich hatte diese gespräche nicht?

    Ja, das denke ich.


    Ansonsten wärst du nicht so hilflos, was zum Beispiel eine Schulung betrifft. Für jemanden der angeblich das persönliche Gespräch sucht und sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt, wäre dies nämlich das kleinste Problem.


    Deine These bezüglich des Unterzuckers in Verbindung mit einer Insulinresistenz, solltest du auch mal überdenken.


    Stichwort: Glucagon


    ....außerdem, wirkt das Insulin nicht urplötzlich nach 3-4 Stunden stärker und die Insulinresistenz ist temporär verschwunden.


    Ich kenne keinen einzigen Diabetiker, welcher nur alleine wegen einer Insulinresistenz, in eine Hypoglykämie geraten wäre und ist somit, mit Sicherheit, auch kein Hauptsymptom.

    ich kann dir nur sagen, dass du mit deiner vermutung unrecht hast.


    und dieses forum ist zum gedanken- und erfahrungsaustausch da , um neue ideen zu bringen usw..


    dass du alles andere abschmetterst, nur weil du gewisse dinge in deinen "vielen vielen" jahren erfahrung noch nicht gesehen hast, spricht auch für sich.


    deine erfahrungen sind halt deine, und meine sind meine. jeder hat das recht dies auszudrücken und darf dafür nicht runtergeputzt werden (auch wenn die anonymität des internets dazu einlädt, der versuchung halten eben nicht alle stand, wie man sieht!)


    will nur hilfe und infos anbieten, sonst nichts.

    Zitat

    ich kann dir nur sagen, dass du mit deiner vermutung unrecht hast.

    Wo liegt den dann das Problem?


    Wenn ich unrecht habe, dann bist du wahrscheinlich nicht hartnäckig genug.

    Zitat

    dass du alles andere abschmetterst, nur weil du gewisse dinge in deinen "vielen vielen" jahren erfahrung noch nicht gesehen hast, spricht auch für sich.

    Ich schmettere nichts ab.


    Bei Low Carb bin ich und wie du bei dir siehst, auch einige Diabetologen, geteilter Meinung.


    Prinzipiell lehne ich es ja nicht ab, aber als "Standardernährung", halte ich es nun mal, nicht für gut.


    Bei der Insulinresistenz ist es halt nun mal so, dass es so nicht stimmt, wie du es schreibst. Wenn dies so wäre, dann müsste/sollte jeder Diabetiker mit einer Insulinresistenz, einen Glucagon-Pen mit sich führen.


    Du wirst aber mit 100% Sicherheit keinen Arzt finden, der dies verschreiben, bzw. empfehlen würde.


    Bei einer Resistenz, verbunden/verursacht durch ein PCO-Syndrom, möchte ich dir aber gar nicht widersprechen. Erstens, ist dies nicht wirklich mein "Hauptgebiet" und zweitens spielen hier so viele Hormone eine Rolle, so das deine Behauptung schon richtig sein kann, dass hier Unterzuckerungen gehäuft auftreten.

    Zitat

    und darf dafür nicht runtergeputzt werden

    ???


    Wenn du das schon als "runtergeputzt" auffasst, dann wirst du aber bestimmt häufig "runtergeputzt". ;-)


    Wenn du es so aufgefasst hast, war dies nicht meine Absicht und ich entschuldige mich dafür.

    Wollte nur mal HALLO sagen und Euch allen einen schönen Tag wünschen @:) @:) @:)


    Ich habe nun beschlossen, so kann es nicht weiter gehen. Ich muß definitiv soweit es geht auf das Süsse verzichten :-( . Aber so wirklich weiß ich nicht wie. HILFEEEEEEEEE, bitte um Tips ...............


    LG

    Huhu,


    ich bin es ..der striker...ich habe diese Diskusion eröffnet, weil bei mir ein plötzlicher Blutzuckerwert von 207 (Mitte Oktober) festgestellt worden ist. Bei einer Routineuntersuchung.


    Kurzes Update:


    Ich bin dann nach Erhalt des ersten Befundes zum Test in die Apotheke.....nach 2 Stunden (Frühstücke) ein Wert von 113.


    2 Tage später beim Arzt Blut abnehmen lassen und für die Erinnerungswerte (Langzeittest)....kann mich nicht so fachspeziefisch ausdrücken. Der HbA1c Wert lag bei 5,6%. Man sagte mir.....guter Wert. Es wurde dann ein BZ-test gemacht nach 2 Stunden Frühstück. Der Wert lag bei 81. Guter Wert. Ich habe mich in dieser Woche einfach mal darauf konzentriert was ich esse und wieviel. Süßigkeiten so gut wie weggelassen. Mehr bewegt. Wo dieser hohe Wert Mitte Oktober von 207 herkommt, ist schon komisch. Kann mit Stress zusamenhängen und dadurch das ich gerade einen Infekt hinter mir hatte, bei Messung. Ich hoffe das war nur ein Schuß vor den Bug und ich komme um eine Diabhetis umzu und bin Gesund. Werde jetzt immer mal zwischendurch mal zum Messen gehen um ganz sicher zu sein. Wollte das nur mal loswerden.


    Liebe Grüße


    striker

    Zitat

    Bei Low Carb bin ich und wie du bei dir siehst, auch einige Diabetologen, geteilter Meinung.


    Prinzipiell lehne ich es ja nicht ab, aber als "Standardernährung", halte ich es nun mal, nicht für gut.

    Warum nicht? Was spricht aus bewiesener, wissenschaftlicher Sicht dagegen?

    Wahrscheinlich genau so viel, was dafür spricht. ;-)


    Durch den verzehr von KH werden Endorphine ausgestoßen, welche das Wohlbefinden steigern. Durch fehlen von KH, mögliche Heißhungerattacken und schlechte Laune.


    Kartoffeln, Reis, Nudeln etc., sättigen länger.


    Zu viel Eiweiß ist nicht gut für die Nieren und kann zu Gicht/Rheuma führen, sowie Nierensteine fördern.


    Zu viel Fett kann die Fettwerte verschlechtern und damit anfälliger für Herz/Kreislauferkrankungen machen.


    Eine Ernährung, welche auf bestimmte Nährstoffe verzichtet, kann langfristig zu Mangelerscheinungen führen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente benötigen teilweise KH, um richtig verstoffwechselt zu werden.


    Muskeln arbeiten am effektivsten, bei einem Mix aus Fetten und Kohlenhydraten und das Gehirn arbeitet mit KH auch am besten.


    Ökologisch gesehen, ist eine normale Ernährung günstiger. Eiweiß- und fetthaltige Nahrungsmittel verbrauchen mehr Ressourcen, als kohlenhydratreiche Nahrungsmittel.


    Gewichtsabnahme ist eine" kleine Lüge", da die Glykogenspeicher geleert werden und dadurch auch etwa 3 Kilo Wasser verloren werden. Gut, kann man vernachlässigen, wollte es nur mal erwähnt haben.


    Die positiven Wirkungen einer Low Carb Ernährung, halte ich ja nach wie vor nicht für schlecht und ist sicherlich einer der besseren Methoden abzunehmen.


    ..... aber halt kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.


    Die Wahrheit liegt wohl, wie meistens, dazwischen. 300 Gramm KH pro Tag benötigt man sicherlich nicht und unter 100 Gramm pro Tag sind auch nicht OK. Die goldene Mitte, mit ca. 150-200 Gramm KH pro Tag, sollte ein guter Kompromiss, zwischen einer Low Carb- und eine normalen Ernährung sein.

    Zitat

    Durch den verzehr von KH werden Endorphine ausgestoßen, welche das Wohlbefinden steigern. Durch fehlen von KH, mögliche Heißhungerattacken und schlechte Laune.

    Na, für die genannten Folgen kenne ich haufenweise Gegenbeispiele, die nämlich durch viele KH und die ständigen Blutzuckerschwankungen Heißhungerattacken bekamen – und mein Wohlbefinden und das vieler anderer ist ohne viel KH deutlich gestiegen. vielleicht merken nämlich erst wenn sie sie weglassen oder reduzieren, dass die Verdauungsprobleme/ blähungen & Co. von zu vielen KH/ zu viel Brot etc. kommt – und sind immer mächtig überrascht. Aber es spricht ja auch keiner von KH-frei.

    Zitat

    Kartoffeln, Reis, Nudeln etc., sättigen länger.

    Das würde ich so aber auch nicht pauschalieren. Durch die viele Stärke wird der BZ auf Achterbahn geschickt – und Nährwert haben die auch nicht – außer vielleicht die Kartoffen.

    Zitat

    Zu viel Eiweiß ist nicht gut für die Nieren und kann zu Gicht/Rheuma führen, sowie Nierensteine fördern.

    Nein, die gesunden Nieren passen sich problemlos einer erhöhten Aufnahme an. Zu Gicht führt ein erhöhter Harnsäurespiegel – ein sehr häufiger Grund dass diese Harnsäure nicht ausgeschieden werden kann, ist ein erhöhter Blutzucker- und Insulinspiegel. Auch zu viel Fruchtzucker lässt den Harnsäurespiegel drastisch ansteigen. Die Frage ist doch: Was heißt ZU VIEL??

    Zitat

    Zu viel Fett kann die Fettwerte verschlechtern und damit anfälliger für Herz/Kreislauferkrankungen machen.

    Na, also das ist ja nun durch zahlreiche wissenschaftliche Studien inzwischen widerlegt worden. Da solltest du dich mal auf den neuesten wissenschaftlichen Stand bringen – aber nicht bei der DGE – sondern durch die Studien. ;-)

    Zitat

    Eine Ernährung, welche auf bestimmte Nährstoffe verzichtet, kann langfristig zu Mangelerscheinungen führen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente benötigen teilweise KH, um richtig verstoffwechselt zu werden.

    Wo verzichte ich denn auf KH oder Nährstoffe, wenn meine Basis viel Gemüse und Salat sowie etwas Obst darstellt? Dazu ausreichend Milchprodukte? Damit bekomme ich garantiert mehr Nährstoffe als jemand, der 2 Mahlzeiten am Tag mit Brot und 1 mit Nudeln als Basis hat. Außerdem bekommt man dadurch mehr als Genug KH.

    Zitat

    Muskeln arbeiten am effektivsten, bei einem Mix aus Fetten und Kohlenhydraten und das Gehirn arbeitet mit KH auch am besten.

    Nein, es werden keine KH gebraucht sondern Glucose. Und für kurzfristige Belastung sind KH sicherlich wertvoll, für längere Ausdauer eher die Fettverbrennung. Wenn die richtig trainiert wird, funktioniert sie auch besser als zu Beginn.

    Zitat

    Ökologisch gesehen, ist eine normale Ernährung günstiger. Eiweiß- und fetthaltige Nahrungsmittel verbrauchen mehr Ressourcen, als kohlenhydratreiche Nahrungsmittel.

    Ökologisch – oder doch ökonomisch? Natürlich sind KH billiger – und die Firmen verdienen daran auch mehr: Billig produziert – teuer verkauft (und selbst an Billignudeln verdienen sie noch genug). Das mit dem Ressourcenverbrauch ist sicherlich richtig – aber dafür enthalten sie auch mehr Nährstoffe – und außerdem gehören Eiweiß und Fett nunmal zu den essentiellen Nährstoffen – KH nicht.

    Zitat

    Gewichtsabnahme ist eine" kleine Lüge", da die Glykogenspeicher geleert werden und dadurch auch etwa 3 Kilo Wasser verloren werden. Gut, kann man vernachlässigen, wollte es nur mal erwähnt haben.

    Das ist der Grund, warum ich darauf immer hinweise. Aber das ist auch der grund, warum z.B. kurzfristige Diäten nichts bringen – und wenn man seine Ernährung dauerhaft umstellt, dann verliert man auch deutlich mehr – und zwar FETT, weil das Wasser dann schon weg ist. Und außerdem baut sich unter eiweißreicher und fettbewusster mehr fettfreie Körpermasse auf als unter KH-reich.

    Zitat

    Die positiven Wirkungen einer Low Carb Ernährung, halte ich ja nach wie vor nicht für schlecht und ist sicherlich einer der besseren Methoden abzunehmen.

    :)= :)=

    Zitat

    ..... aber halt kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

    Es IST eine ausgewogene Ernährung. Hast du dir die LOGI Pyramide schon mal angesehen?

    Zitat

    Die Wahrheit liegt wohl, wie meistens, dazwischen. 300 Gramm KH pro Tag benötigt man sicherlich nicht und unter 100 Gramm pro Tag sind auch nicht OK. Die goldene Mitte, mit ca. 150-200 Gramm KH pro Tag, sollte ein guter Kompromiss, zwischen einer Low Carb- und eine normalen Ernährung sein.

    Das kommt ganz darauf an, was für Ziele vorhanden sind, wie viel man sich bewegt und wie man damit klarkommt (Gesundheit & Wohlbefinden). Für Gesunde, Schlanke und Aktive reichen 150 g aus – 200 g bringen sie auch nicht um.


    Bei Insulinresistenz und Bewegungsarmut und ggf. Übergewicht reichen auch 80 g.

    supermom64: :)^


    bin absolut deiner meinung. mein wohlbefinden hat sich auchdrastisch gesteigert, obwohl die ernährung (also meistens die zubereitung) aufwendiger ist. aber die launen oder die heißhungerattacken sind so gut wie weg. blutzuckerachterbahnfahrten fördern eben gerade den heißhunger.


    das mit den nährstoffen ist ein häufigen argument. "isst du nicht brot, kartoffeln, nudeln, reis, fehlt dir was"...das ist falsch gedacht, bzw. nicht weit genung. wenn man das alles durch gemüse ersetzt, dann hat man im endeffekt viel mehr vitamine spurenelemente usw intus. sich an gemüse satt zu essen mit etwas fleisch als grundlage hat mehr nährstoffdichte als ein aufgeblähtes (im wahrsten sinne des wortes) brot.


    viele grüße aus frankreich (wo die leute die meisten gesättigten fettsäuren verzehren und gleichzeitig am längsten mit auf der welt leben)

    Zitat

    blutzuckerachterbahnfahrten fördern eben gerade den heißhunger.

    ist das so

    Sorry kenne mich da einfach noch zu wenig mit aus.


    Habe es diese Woche einfach nicht geschafft mich mal mit der Logi-Sache zu beschäftigen, aber das interessiert mich schon sehr. Vielleicht fange ich da doch nachher mal ein wenig mit an, damit ich morgen dementsprechend schon ein wenig einkaufen kann.

    Zitat

    viele grüße aus frankreich

    oh Du Glückliche/er, ist eines meiner Lieblingsländer und nicht nur des Essens wegen ;-)


    LG aus dem Ruhrpotts

    Zitat

    die nämlich durch viele KH und die ständigen Blutzuckerschwankungen Heißhungerattacken bekamen

    Da gebe ich dir vollkommend recht, aber da reden wir von den "sinnlosen" KH wie zb. die Brötchen bei McDonald. KH sind ja nicht gleich KH.

    Zitat

    Das würde ich so aber auch nicht pauschalieren. Durch die viele Stärke wird der BZ auf Achterbahn geschickt – und Nährwert haben die auch nicht – außer vielleicht die Kartoffen.

    Von Achterbahn kann nicht die Rede sein, diese Lebensmittel halten den Zuckerspiegel eher konstant. Das kann dir jeder Diabetiker bestätigen, der regelmäßig misst.


    Was die Nährwerte betrifft, auch viele Gemüse sind nicht gerade "Nährwertbomben".

    Zitat

    Nein, die gesunden Nieren passen sich problemlos einer erhöhten Aufnahme an.

    Beim Abbau von Proteinen entsteht Harnstoff.


    Eine übermäßige Aufnahme von Eiweiß führt zu einer erhöhten Harnstoffmenge, deren Entsorgung zu einer Belastung für die Nieren werden kann.

    Zitat

    Na, also das ist ja nun durch zahlreiche wissenschaftliche Studien inzwischen widerlegt worden.

    Die Realität sieht aber anders aus, dass hatte ich aber schon mal geschrieben. Die Laborergebnisse, meiner Ärzte zeigen, dass sich bei etwa bei 4 von 10 Patienten die Fettwerte verschlechtern. Gut, wie weit da noch andere Faktoren mitspielen, kann ich nicht abschätzen (habe ja keine Akteneinsicht), aber es zeigt, dass ein Risiko besteht.

    Zitat

    ein sehr häufiger Grund dass diese Harnsäure nicht ausgeschieden werden kann, ist ein erhöhter Blutzucker- und Insulinspiegel.

    Richtig, aber auch nur bei einem entgleisten, bzw. schlecht eingestelltem Diabetes.

    Zitat

    Die Frage ist doch: Was heißt ZU VIEL??

    Zu viel ist es dann, wenn es schädigt. Da wird es keine allgemein gültige Formel geben, da jeder Mensch nun mal unterschiedlich ist.

    Zitat

    Wo verzichte ich denn auf KH oder Nährstoffe,

    Es geht darum, dass KH zum Verstoffwechseln benötigt werden.


    Nur mal ein Beispiel, was natürlich nicht stimmt, sondern nur verdeutlichen soll, was ich meine.


    Wenn 10 mg Vitamin C, 20 Gramm KH benötigen um vom Körper richtig verarbeitet und aufgenommen zu werden und diese 20 Gramm sind nicht vorhanden, dann kommt es irgendwann zu Mangelerscheinungen.

    Zitat

    Nein, es werden keine KH gebraucht sondern Glucose.

    Na, jetzt aber mal nicht Klugscheissen. ]:D


    Das ist mir schon klar, dass Glucose verbrannt wird. Diese wird aber aus KH gewonnen und nur aus KH. Der alternative Brennstoff sind Ketonkörper, welcher aus Fett gewonnen wird.


    Du hast es ja richtig beschrieben, KH für kurzfristige Belastungen und Ketone für längere Belastungen. Deshalb macht es Sinn KH zu essen, damit der Körper nicht auch bei normalen Belastungen an seine Fettreserven muss. Es sei den man muss ein paar Kilos verlieren.

    Zitat

    Ökologisch – oder doch ökonomisch?

    Suche dir aus, was dir lieber ist. ;-)

    Zitat

    Bei Insulinresistenz und Bewegungsarmut und ggf. Übergewicht reichen auch 80 g.

    Ja, kurz- bis mittelfristig.


    Eine Insulinresistenz hängt ja meist mit einem Übergewicht zusammen(Ausnahmen bestätigen die Regel ;-) ), wenn dies beseitigt ist, hat man auch oft, kein Resistenzproblem mehr.


    Danach muss man halt bewusst weiter essen. Man wird ja nicht direkt durch KH dick, sondern deshalb, weil man mehr isst, als man verbrennt. Wenn ich 3000 Kalorien, mit Gemüse und Obst zu mir nehmen würde, dann nehme ich auch zwangsläufig zu.