Diabetes 2 aufhlten?

    Hallo an Alle,


    ich wende mich an euch mit meinem Problem.


    Ich bin w/44 Jahre alt. 2011 in der Schwangerschaft wurde bei mir Schwangerschatsdiabetes diagnostiziert. Ich, der Arzt und alle die mich kennen konnten es kaum glauben denn:


    1. Ich bin schlank 175/63kg
    2. Ernähre mich überdurschnittlich gesund (bio, vollkorn, vegetarisch (1x in der Woche Fleisch) kein Industriezucker, viel Gemüse und Hülsenfrüchte, gesunde Fette, kaum Süssigkeiten, kein Fastfood, keine Fertiggerichte usw.)
    3. Rauche und trinke nicht, keine Softdrinks
    4. Bin topfit, treibe fast jeden Tag Sport und fühle mich puddelwohl
    5. Habe keinen Bluthochdruck

    Lt. Dem Arzt erfülle ich überhaupt kein Kriterium um so was zu haben.

    Dennoch habe ich diesen Mist wohl von meinem Vater geerbt, der übrigens immer sportlich war und immer schlank. Aber er hat eben Diabetes 2 seit ca.15 Jahren.


    In der Schwangerschaft musste ich eine Zeit lang dann Insulin spritzen. Ich nahm 9kg zu, das Baby war leicht mit knapp 3kg. Also alles OK


    Vor Kurzem habe ich den Zuckertest wiederholt. Nüchternwert war bei 101, 2 Stunden nach dem Zuckertrunk bei 86.

    Allerdings liegt der HbA1c Wert lt. Arzt im oberen Normbereich bei 5,7.


    Nun, die Ärztin meinte wir sollten den Test im ersten Quartal nächsten Jahres wiederholen.


    Ich weiß, es ist noch nicht so weit und ich habe noch keine Panik. Aber auch keine Lust dem D-Club beizutreten. ;-D


    Nichtsdestotrotz überlege ich wie und was ich noch optimieren kann?! Noch mehr an der Ernährung anzuschrauben? Das eine Stückchen 70% Schokolade doch weglassen? Also, bisschen "Leben" will ich auch noch und Essen ist für mich ein Genuss!


    Bin noch mit der Materie nicht so bewandt.


    Daher falls jemand noch ein paar Ideen oder Anregungen hat, sehr gerne!


    Herzlichen Dank

  • 4 Antworten

    Einen sehr sportlicher Freund von mir hat es auch erwischt. Er hat zunächst noch dagegen anarbeiten können (noch mehr Sport, noch gesündere Ernährung). Das ging dann so weit, dass er bei höheren Werten jederzeit auf sein Rad gehüpft ist und die Werte wieder runtergefahren hat. Allerdings, er arbeitet auch nicht, hat andere Einkünfte, ist jederzeit flexibel.


    Dann wurde er krank (Grippe), drei Wochen kein Sport, dann war es aus mit der Methode. Seit dem spritzt er. Es ist lästig, aber er hat zum Beispiel diesen aufgeklebten Sensor, kann also beim Ausdauersport immer mal eben an der roten Ampel ohne Aufwand messen und entsprechend reagieren. Der gibt auch Alarm, wenn Unterzucker droht. Durch das Spritzen ist er natürlich auch viel flexibler geworden, Essen, mal Sport ausfallen lassen, feiern, ... - wobei man da aufpassen muss, es gilbt ja auch den wichtigen langfristigen Effekt. Stimmt aber bei ihm.


    Du wirst es von Deinem Vater kennen, man kann damit umgehen. Wenn Du zusätzlich sportlich bist, schon auf die Ernährung achtest und ein bisschen flexibel im Kopf, dann ist das heutzutage durchaus handhabbar. Lästig, ja, aber besser als früher.


    Vielleicht regelt es sich ja wieder. Ansonsten, nur Mut! Nicht von der inneren Einstellung dazu dagegen auflehnen, lieber einen guten Umgang damit entwickeln.

    Hey,

    Ich habe bereits zwei Schwangerschaften mit Schwangerschaftsdiabetes hinter mir.

    Leider hat es sich bei mir auch nicht wieder normalisiert. Oder hatte ich es schon vor der Schwangerschaft?!

    Ein Jahr nach der ersten Schwangerschaft hatte ich ein hba1c von 6,4 :-okurz vor Diabetes.

    Da habe ich radikal meine Ernährung auf die Logimethode umgestellt.

    Ich halte mich inzwischen nicht mehr ganz so streng daran.

    War letzte Woche zum test.

    Nüchternwert war wie immer erhöht. 98. Nach zwei Stunden aber in Ordnung.

    Und der HbA1c 5,3.

    Soll trotzdem weiter aufpassen und in einem Jahr wieder kommen.


    Bin ebenfalls schlank mit 63 kg auf 175 cm ;-D

    Sport kommt bei mir allerdings zu kurz. Meine Jungs sind 3 und 1.

    Bin aber sehr viel unterwegs und habe ein aktiven Beruf.

    Rauche nicht und trinke ganz selten mal ein Glas alkoholisches.

    Mein Vater hat auch Diabetes Typ 2..

    Also alles sehr ähnlich.


    Mir fällt leider nichts ein, wie du dein Lebensstil noch optimieren könntest.

    Was für ein Sport machst du denn?

    Gadgetier ,


    danke für deine Meinung! Interessant zu lesen…

    Längst weiß ich, dass die Welt nicht wirklich gerecht ist. Und frage nicht mehr „warum?“ Und mir ist es bewusst, dass das nicht der Weltuntergang ist und es Schlimmeres gibt.

    Letztendlich wenn es so weit kommt, dann ist es halt so! Ich kann es nicht ändern.8-) Nur etwas aufhalten können würde ich es mir wünschen. Fühle mich noch zu jung. Mein Vater war ca. 60 Jahre alt…


    Das ist schon alles sehr „komisch“. Meine Schwester z.B. achtet null auf die Ernährung, treibt keinen Sport. Sie liebt süß, Kuchen etc. Sie hat eher die weiblichere Körperform und Speck am Bauch, wie unsere Mama.

    Aber scheinbar ist alles noch i.O. bei ihr, bzw. sie weißt von nichts.


    Jennsch

    Danke für deine Geschichte und Info über die Logimethode.

    Muss ich mich da erst einlesen, wobei auf den ersten Blick kommt sie mir sehr nah an die Keto-Methode. Und phantastisch wie du damit so ein Erfolg erzielen konntest! :)=

    Kohlenhydrate zu reduzieren wird schon schwierig….Ich habe das versucht, damals wg. Sportlicher Leistung, aber ich habe nicht lange durchgehalten. X-\

    Ich brauche KH, scheine sie auch gut zu verbrennen, viele sagen zu mir ich wäre eine Verbrennungsmaschine.

    Aber ich werde das alles nocht evtl. optimieren und schauen ob das was bringt.


    Nach dem Arztbesuch und dem Zuckertrunk war der Wert 86 nach 2 Stunden. Ich bin dann heim gefahren und wollte noch schnell einkaufen. Im Laden bemerkte ich wie zittrig ich wurde, mein Herz raste und schwarze Flecken tanzten vor meinen Augen.

    Nachhinein weiß ich, dass ich wohl in die Unterzuckerung kam. Ich musste auch schnell in etwas beißen im Laden.


    Meine Sportarten sind: klettern, bouldern, yoga, HIIT, laufen.


    Mein Vater z.B. wenn wir im Skiurlaub sind und er ordentlich Strecke macht mit seinen 73 Jahren, braucht z.B. kein Insulin und abends muss er sogar richtig gut essen damit er nachts nicht in Unterzucker kommt.

    Hi, ich bin auch so ein seltsamer Fall. Ich habe keine Schwangerschaft gehabt, aber wegen unerfülltem Kinderwunsch einen Zuckerbelastungstest gemacht, um zu sehen, ob da etwas vorliegt. Bei mir kam eine Glucosetoleranzstörung raus, sprich, 2-Stunden-Wert leicht erhöht. Auch der Nüchternblutzucker war an dem Tag etwas erhöht, eine Woche vorher aber in der Norm (wobei hier ja schon 98 als erhöht angesehen wurde, bei mir sind die Ärzte nach wie vor von 100 als Grenze ausgegangen). Der Langzeitblutzucker war mit 4,9 dagegen völlig in der Norm. Ich habe mir so ein Gerät gekauft und ab und an gemessen, es war alles immer im Rahmen, nur nach vielen Kohlenhydraten war es nach einer Stunde mal zu hoch, aber auch nur für 5 Minuten. Ich bin auch sehr schlank, ca. 48 Kilo bei 163.

    So richtig verstanden hat die Ärztin das alles nicht, meinte nur, ich solle es bei Gelegenheit wiederholen, aber die Werte sind bei mir, wenn ich messe, immer o.k.

    Bei Dir scheint mir kein großer Grund zur Besorgnis gegeben. Dein Zwei-Stunden-Wert war ja sehr gut, grenzwertig ist tatsächlich der Hba1c, aber auch nicht so krass.

    Vermutlich kannst Du nur so weiter machen wie bisher, mit gesunder Ernährung und Sport.