Wow, 75gr KH? Das krieg ich nicht hin.... Schon die Banane zum Frühstück, oder ein kleines Müsli mit 30gr nur halb so viel wie als Portion lt. Packung genannt..... Oder ein Brötchen.... Mittags dann Eintopf mit Gemüse, da sind ja auch KH drin, selbst wenn es KH-arm ist... das läppert sich zusammen über den Tag verteilt, auch ohne Schokolade oder mal ner kleinen Nascherei.... also wenn ich unter 100gr KH bin ich schon echt stolz.


    Wie ernährst Du Dich, dass Du so wenig KH zusammensammelst? Wie sieht Dein Frühstück, Dein Mittagessen, Dein Abendbrot aus?

    Frühstück: griechischer Joghurt, 20 g Walnüsse, 20 g frisch gemahlene Leinsamen, 5 g Flohsamenschalen, 100 g Apfel


    > 19 KH


    Mittags nur Gemüse mit Fleisch, Fisch, Feta , Gemüse achte ich drauf, dass eben wenig KH drin sind.


    Abends: meistens einen Salat mit viel Pilzen, Ei, Feta, Tomate, Oliven


    Schokolade esse ich nur mal ein STückchen mit 90 oder 99 % Kakaoanteil. Den ganzen süssen SChe.ß, der mir Diabetes und den dicken HIntern eingebracht hat, brauche ich nicht mehr. Da ja kaum KH zugeführt wird, hat man eben keinen Hunger auf Süßes.


    Unschlagbar mein Schokopudding: Banane quetschen, kleinen Schuß Wasser zugeben, 30 g richtigen Kakao mit Pürrierstab sämig machen, 100 g Sahne schlagen, unterrühren, dazu eine Prise echte Vanille, 2 TL geröstete Haselnüsse unterrühren.


    Das macht über Stunden satt und ersetzt bei mir eine komplette Mahlzeit: KH ca. 35


    Ich esse natürlich nicht jeden Tag diesen Pudding, wenn dann ist das mein Abendessen.


    ca.20 g KH zum Frühstück, 35 g KH zum Abend, dann esse ich mittags als Beispiel 1 Forelle mit Spitzkohl oder Aubergine oder wieder vielen Pilzen, das mit den 75 g KH kommt recht gut hin.


    Und wenn es mal 100 g KH werden, geht die Welt auch nicht unter.


    Ich plane ziemlich genau, wann, was wo und wie. Besonders auch, wenn ich unterwegs bin. Meine Zuckerwerte ist total im Normalbereich, seitdem ich so konsequent bin. Ich war allerdings auch nicht insulinpflichtig und Metformin soll ich auch nicht nehmen, weil ich inzwischen so gute Werte habe.

    Das ist individuell betrachtet, für jemanden mit Typ-2-Diabetes natürlich super. Und wers ohne Medikamente schafft, der hat meinen Respekt in dieser Situation verdient.


    Mit einem normalen Alltag hat das aber wenig zu tun, und genau das wünscht sich die Eröffnerin ja. Zudem, ohne Medikamente kommt sie nicht aus. Ob da nun 75g KH gegessen werden oder 150 spielt keine Rolle. Insulin wird benötigt. Und ich persönlich empfinde es als Lebensqualität, Brot, Pasta, Reis und Kartoffeln regelmässig auf dem Teller zu sehen. Oder was Süsses.


    Laut meiner Software ess ich durchschnittlich 12-13 KE am Tag. Mal mehr, mal weniger. Die Werte sind trotzdem sehr gut, weil ich eine gute Einstellung hab und mein Körper mitspielt.

    Nun ja... So essen nach Plan ist nicht mein Ding ! Ich könnte das nicht ! Jeden Tag das Gleiche, ja okay, das Gemüse ect. kann man ja mal wechseln aber im Grunde ist es immer das Gleiche... Ne, damit würde ich nie glücklich werden können! Und ich wiege 53 Kilo von daher kann ich essen was ich möchte und das werde ich auch weiterhin, denn schließlich muss ich es mir ja nur "runterspritzen"...


    Aber ich muss sagen, das schafft nicht jeder so diszipliniert zu sein wie du Marulabaum !


    Die Eröfferin wünscht sich gute Ratschläge und vor allem Wahre !


    So wie fünf Schlucke Cola 1 KE sind... Leicht zu merken... Man braucht nichts abzumessen, super Sache !


    Gute Nacht, oder lieber, hoffentlich eine Nacht...

    Ob das mit der Cola bei dir stimmt, kannst du mal rausfinden, indem du einen Deziliter Wasser abmisst und schaust, wie viele Schlucke du dafür benötigst. Dann hast DEINE Messgrösse. Ich kenn Leute, die kriegen die Menge in einem Schluck runter, da wärs dann fatal ;-)


    Am meisten lernst du sowieso beim Beobachten der Mengen. Abgepacktes Brot sagt dir, wie viele KH drin sind. Das Brot vom Bäcker ist ziemlich vergleichbar damit, also kannst du überall Brot kaufen und die Werte übertragen. Wie viele KH eine Portion Reis oder Nudeln enthalten, kannst du daheim berechnen und dir einprägen, damit du im Restaurant eine ungefähre Ahnung hast, was du isst. Etc. Mit der Zeit gewinnst du Sicherheit und lebst befreiter.

    Also so "hart" wie Marulabaum es macht, schaff ich das nicht. Vor allem ist mir aufgefallen, dass, wenn ich nur Fisch und Fleisch und Käse esse, ich nach ein paar Tagen einen Widerwillen bekomme und ein Steak gegen ne Scheibe Brot eintauschen würde. Und Schoki mit einem Kakao-Anteil von über 80% find ich persönlich zum Abgewöhnen ]:D 100gr Apfel zum Frühstück? Dann wäre das wohl ca. ein halber, ich verbrauche Obst immer komplett als einzelne Frucht, nicht zuletzt wegen dem Vitamingehalt, der beim Aufschneiden und Liegenlassen möglicherweise rapide sinkt. Aber Frühstück ist nicht mein Problem sondern das Abendbrot. Da gehen mir manchmal die Ideen aus, weil ich abends möglichst keine KH essen will, aber so Salat mit Feta, Oliven und Champignons klingt auch ganz interessant. Und die Idee mit Deinem Schokopudding muß ich mal ausprobieren, klingt interessant, muß ich mal ausprobieren. :)^


    Die TE aber ist sehr schlank und braucht, denke ich, in keinster Weise auf KH achten, nur darauf, sie auch ordentlich runterzuspritzen. Meine Faustregel war: 2h pp nicht über 140, meistens war ich nach 2h schon wieder auf 100 oder so. Früh nüchtern war ich meist bei 105 - 110. Das bin ich auch jetzt ohne Spritzen. Ich glaub, da zeigt sich eben der DM, mein Mann, gesund, liegt früh bei ca. 80. Das hatte ich, seit ich die Diagnose habe, noch nie.


    Cola mit Zucker trinke ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich habe es auch gehaßt, für Getränke spritzen zu müssen, und so ein Natursaft hat ja schon knackviel Zucker, selbst wenn es nur Fruchtzucker ist. Noch ein Tipp, falls es interesseriert (trotzdem Du ja schlank bist): Stevia. Süßt ungemein und ist, glaube ich zumindest, gesünder als Industriezucker. Auch wenn ich schlank wäre, würde ich wahrscheinlich mehr auf Fett stehen als auf KH, ich glaub, das ist auch eher nach der Natur.


    Aber Du wirst sehen, das kriegst Du schnell in den Griff und wirst bald abends keine Angst mehr vor ner nächtlichen Hypo haben.

    @Melchen

    Zitat

    Nun weiß ich, dass ich ab jetzt auf gar nichts mehr verzichten möchte (ich habe es so satt!)

    Zitat

    Ich möchte mich so wie andere fühlen !!

    Genau so eine Einstellung hatte mein alter Freund Chris, bei dem mit 17 Diabetes diagnostiziert wurde.


    Er hat schludrig und geschätzt gerechnet mit dem Insulin, immer fröhlich mit uns alles gesoffen und gefeiert. Denn er wollte auch so sein "wie alle anderen". Immer wieder hatte er stark Überzucker, dann wieder Unterzucker.


    Mittlerweile, etwa 12 Jahre später ist er nach mehreren Organtransplantationen ein Pflegefall. (Dialyse, Hirnschädigungen...) :°(


    Denk noch mal nach, Melchen.

    Zitat

    Deshalb hat mir das Wissen auch gut geholfen, dass die Leber noch Zucker ausschüttet im Notfall !

    Wie schon gesagt, dafür gibt es keine Garantie. Der Speicher der Leber ist nicht unerschöpflich.


    Wenn er leer ist, kann auch nichts mehr ausgeschüttet werden.


    Wenn du zb. zu viel Insulin gespritzt hast und die Leber Zucker ausschüttet bis sie "leer" ist und es ist noch zu viel Insulin vorhanden, wirst du ohne wenn und aber in den Unterzucker geraten. Dies kann auch durch Sport passieren, wenn du vorher zu wenig BE´s zu dir genommen hast.


    Verlasse dich also nicht blind auf deine Leber.


    Noch mal zum Alkohol.


    Als Typ 1 sieht es natürlich etwas anders aus, als bei einem Typ 2er.


    Wenn du zb. lieblichen Wein trinkst geht dein Blutzucker hoch, bei einem Typ 2er natürlich auch, aber dieser hat noch eine eigene Insulinproduktion, so das sehr hohe Werte abfangen werden können. Bei dir ist dies nicht möglich.


    Es kann also nötig sein, je nachdem wieviel du trinkst, dass du etwas korrigieren musst. Eine Flasche Wein kann dich schon in einen gefährlichen Bereich bringen.


    Taste dich also langsam ran, bis du weißt, wie dein Körper reagiert.

    Zitat

    an denen meine Werte bei 300 liegen oder auch etwas unter 80...

    Das ist ganz übel, vor allen für die Adern in deinen Augen (denke daran, dass du einmal im Jahr zum Augenarzt gehst).


    Solch starke Schwankungen sind schlimmer, als wenn der Zucker zb. ständig bei 140 mg/dl liegen würde.


    Du solltest so eingestellt sein, dass deine hohen Werte, nicht an die Nierenschwelle (max. 180 mg/dl) herankommen und deine tiefen Werte nicht unter 70 mg/dl kommen. Wenn du dies schaffst, wirst du einen HbA1c von rund. 6,5% haben (wahrscheinlich sogar etwas besser) und bist auf einem guten Weg, was die Spätfolgen betrifft.


    Ausrutscher wird es immer geben, dass lässt sich leider nicht immer vermeiden.

    Also mal von der "anderen Seite" aus gesehen, wir bringen Kindern den Umgang mit Typ 1 bei... und da ist auch nirgendwo von Verzicht die Rede.. die können essen was immer sie wollen.. standardregel nur: genau ausrechnen und eben vorher wissen was man gleich essen will, damit man rechnen kann...


    Aber ob das nun Gummibärchen oder Möhren sind... ob Fleisch oder Weißbrot... solange der BZ nicht entgleist ist es doch egal... also bei Typ 1 spielt die Ernährung keine größere Rolle als bei jedem anderen...


    und nur weil hier freunde schludrig waren wird das der TE auch unterstellt weil sie auf nichts verzichten will und auch nicht auf Alkohol? sehr seltsam...

    Zitat

    Die TE aber ist sehr schlank und braucht, denke ich, in keinster Weise auf KH achten, nur darauf, sie auch ordentlich runterzuspritzen.

    Nun ja, es sind eben logisch gesehen die Kohlenhydrate, die man wegspritzen muß.


    Ich war letztes Jahr in Toronto, wo man in den U-Bahnen Werbung von Kampagnen einer Diabetesklinik verbreitete.


    Mein Cousin dort ist auch Diabetiker und hat sich nach diesem Programm ernährt und er kam auch relativ schnell von Medikamenten runter. Gewicht verliert man automatisch. Die Bauchspeicheldrüse scheint sich zu regenerieren.


    Das Einzige, was den Blutzuckerspiegel schwanken läßt, sind eben die Kohlenhydrate. Und wenn man da sparsam mit umgeht, kommt es logischer Weise auch nicht zu Schwankungen.


    Ich habe früher oft und gerne Mangos gegessen. Lecker, hatte aber nach dem Genuss einer Mango einen Zucker von 260. Ich esse Mango heute, wenn ich sie esse, in Portionen zu 50 g, dann auch noch zusammen mit Joghurt, damit der Körper den Fruchtzucker nicht pur bekommt.


    Es ist angewöhnte "Lebensqualität", zu meinen man bräuchte Brot und Reis und Kartoffeln.


    Das Argument, ich würde mit meiner ERnährungsform immer dasselbe essen, kann ich zurückgeben. Brot und Konsorten ist immer dasselbe – und gerade für eine Organ, das nicht mehr funktioniert, immer ein weiterer Peitschenschlag.


    Offensichtlich kann es zumindest bei Typ 2 eine Erholung des Organs bedeuten. Und was ich auf dem Teller habe, ist genau

    Zitat

    so

    abwechsungsreich, wie

    Zitat

    ich

    das gestalte. Und keineswegs dauernd dasselbe.

    Zitat

    Genau so eine Einstellung hatte mein alter Freund Chris, bei dem mit 17 Diabetes diagnostiziert wurde.


    Er hat schludrig und geschätzt gerechnet mit dem Insulin, immer fröhlich mit uns alles gesoffen und gefeiert. Denn er wollte auch so sein "wie alle anderen". Immer wieder hatte er stark Überzucker, dann wieder Unterzucker.

    Das Problem da war aber, tragischerweise, nicht der Wunsch, wie die anderen zu leben, sondern der – pardon – schlampige Umgang mit der Krankheit.


    Ein Typ-1-Diabetiker kann heute normal leben. Was ihm fehlt, ist die körpereigene Insulinproduktion. Ergo muss er sich das Hormon selber zuführen. Das kann natürlich nicht zu 100% so gut funktionieren wie wenns aus dem eigenen Pankreas stammt. Aber abgesehen von diesen Abstrichen, die postprandiale Spitzen hervorrufen können, ist die heutige Insulintherapie sehr gut.


    Wichtig ist, wie Praxa schreibt, dass der BZ einigermassen stabil ist. Wenn man weiss, wie man zu spritzen hat bei "normalen" Dingen, dann kann man sich auch "normal" ernähren. Wenn nicht, dann hat man die Wahl, sich sehr schonend zu ernähren, oder die für sich selbst richtige Variante, zu spritzen, zu finden.


    Da es beim Typ-1-Diabetiker durch eine spezielle Diät zu keiner Verbesserung der Krankheit kommen kann, höchstens zu einem geringeren Insulinverbrauch, macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, sich speziell KH-arm zu ernähren. Diabetiker sollten sich, wie alle Menschen übrigens auch, möglichst abwechslungsreich, gesund und hochwertig zu ernähren. Dazu gehören auch Ausflüge ins Ungesunde. Wie bei jedem anderen Menschen auch.


    Ein wichtiger Faktor bei Diabetes ist übrigens auch die Psyche. Ein zufriedener Diabetiker erreicht normale BZ-Werte viel einfacher als jemand, der sich quält und unter dem Verzicht leidet.

    @ Meister Glanz

    Vielen Dank für Deine guten Ausführungen und Erklärungen @:) .


    Die Grundstruktur war mir schon bekannt, und natürlich kommt es nur auf die Balance an.


    Ich denke, dass ich der TE wohl einfach etwas unbewusst "unterstellt" habe, dass sie nicht nur alles Essen und trinken will, sondern dass dieser "Ich will wie alle anderen sein/ich habe es satt"-Tenor mir eben so bekannt vorkam, und unter Umständen - aber da habt ihr absolut recht - das war eine Unterstellung - auch dazu führen könnte, dass sie "das mit dem Rechnen nicht so genau nimmt" .... :-(


    Ihre Worte klangen in meine Ohren eben so sehr nach Chris. Erst hat gegessen was er wollte, ohne zu planen, weil er so sein wollte wie alle anderen...aber noch gerechnet. Dann wurde es ihm immer lästiger, weil er eben sein wollte wie wir...das rechnen immer ungenauer. Hier mal ne Hand voll Gummibärchen etc. Bei Parties war es ganz schlimm...da hat er die Diabetes irgendwann nahezu ignoriert :-/


    Das war bei ihm eben der sprichwörtliche "Anfang vom Ende"... :-|


    Und der Grund war m.E. dieselbe Einstellung wie die der TE.


    Bleibt nur zu hoffen, dass eine identlsche Einstellung nicht zur selben Entwicklung bei der TE führen wird.

    Man darf die Krankheit nicht ignorieren, klar. Aber man sollte ihr auch nicht sein Leben komplett unterordnen. An normalen Tagen beschäftige ich mich vielleicht 30 Minuten mit dem Diabetes und 23,5h mit anderem. Beim Aufstehen messen+spritzen, am Mittag schätzen+spritzen, am Nachmittag messen+ggf. korrigieren, am Abend schätzen+spritzen, dann nochmals messen+ggf. korrigieren+spritzen. Das wars. Klar, wenn ich das Gefühl hab, irgendwas stimmt nicht, mess ich zusätzlich und ess auch was zusätzlich. Man lebt aber mit dem Diabetes, nicht für den Diabetes. Der kleine Schweinehund hat seine grösste Aufmerksamkeitsphase vor der Diagnose bekommen, mehr kriegt er nicht mehr. ;-)


    Die Diagnose selbst ist ein Hammer, dann läuft mal alles nur noch für die Krankheit. Je nachdem, wie schnell man mit den Symptomen beim Arzt war, geht das "sanft" vonstatten oder man landet, wie ich damals, mal kurz auf der Intensivstation. Dann folgt die mühsame Einstellungsphase, in der die Werte wohl noch zu hoch sind, man sich aber eigentlich ganz gut fühlt. Und man muss aufpassen, was man isst. Wann man isst, wie viel man isst. Ich hatte das Vergnügen, zwölf Tage im Spital vor mich hin zu dümpeln. Ich war gar soweit, dass ich gerne wieder arbeiten gegangen wäre. Weil mir so langweilig war, ich mich gut gefühlt habe, die Ärzte mich aber einfach nicht gehen lassen wollten.


    Der Wunsch nach Normalität, die ich zuvor 26 Jahre lang gelebt habe, wuchs extrem. Als ich dann heimdurfte, ging ich am selben Abend noch mit den Kollegen was Trinken. Ich natürlich nur ein Mineralwasser, traute mich gar nichts. Aber immerhin das gab mir schonmal sehr viel. Ich wurde mit vielen Fragen entlassen. Was darf ich, wie darf ich ... Wie MelchenM auch schreibt. Die Unsicherheit war gross. Am 19. Dezember durfte ich raus. Weihnachten ohne Fondue geht bei uns gar nicht. Aber darf ich das noch essen? Darf ich ein Glas Wein dazu trinken? Ich hätte schon eine Ernährungsberatung bekommen, aber erst etwa einen Monat später. Sind halt gut ausgebucht, die Beraterinnen. Ich hatte einzig die Diabetesberatung, die mir den Weg etwas gewiesen hat. Dank der netten und kompetenten Dame hab ich dann recht schnell Sicherheit gewonnen. Aber es braucht seine Zeit, bis man wieder im Alltag ankommt. Zum Glück gibts heute viele Möglichkeiten, sich Infos zu beschaffen. Internet, Bücher, andere Betroffene ... für jeden ist was dabei.

    Zitat

    Diabetiker sollten sich, wie alle Menschen übrigens auch, möglichst abwechslungsreich, gesund und hochwertig zu ernähren. Dazu gehören auch Ausflüge ins Ungesunde. Wie bei jedem anderen Menschen auch.


    Ein wichtiger Faktor bei Diabetes ist übrigens auch die Psyche. Ein zufriedener Diabetiker erreicht normale BZ-Werte viel einfacher als jemand, der sich quält und unter dem Verzicht leidet.

    Es wär eine grundlose Unterstellung und eine reine Annahme, eine KH arme ERnährung sei ohne Abwechslung, nicht hochwertig und quälerisch. Diese Gedanken kann man nur "pflegen", weil man sie von vorne herein beschränkend ansieht.


    Ich koche Rezepte nach LOGI Kochbüchern, nach Urgeschmack – alles Bücher die gesunde Rezpte en masse parat halten, wo der GEnuss befriedigt wird.


    Es ist so: will ich mich mit KH gut ernähren, muß ich auch schauen, was ich zu mir nehme. Vollwertig eben. WEnn ich das ohne KH's mache, muß ich halt auch schauen, wie ich es rundum gut mache. Ich plane meine Einkäufe, ich plane mein Essen.


    Lebensmittelangebote/Sonderangebote von früher lasse ich links liegen. Da habe ich früher eben große Mengen gekauft, weil eben billig – und dann mußte das eben weg, sprich es wurde dann im größeren STil gefressen. Sollte ja nicht umkommen....


    Heute, wo ich gezielt einkaufe, gebe ich wesentlich weniger aus für Nahrungsmittel als früher. Es ist verblüffend. Grundzutaten: alles übersichtlich. Pro Woche 400 g Fleisch, 200 g Fisch, 3500 g verschiedene Gemüse, 2 Kiloeimer Joghurt 10 %ig, 700 g Obst, 1 kg Pilze, Nüsse, Leinsamen, gutes Pflanzenöl.

    und was hat das jetzt mit der TE und ihrem bisherigen Leben zu tun, welches sie möglichst so weiterleben will...??


    Sie kann essen was sie will und wann sie will, sie sollte es nur vorher wissen, da dürfen die schlimmsten bösesten KHs bei sein...

    Zitat

    Es wär eine grundlose Unterstellung und eine reine Annahme, eine KH arme ERnährung sei ohne Abwechslung, nicht hochwertig und quälerisch. Diese Gedanken kann man nur "pflegen", weil man sie von vorne herein beschränkend ansieht.

    Es ist auch ein Unterschied, ob man seine Ernährung umstellen muss, bzw. sollte oder nicht. Beim Typ 2 ist das halt gegeben. Es sei denn, man ist bereit, Medikamente zu nehmen und seine Krankheit ggf. zu verschlimmern, weil man den Lifestyle nicht aufgeben will, der einem da zum Teil reingebracht haben wird. Wenn ich jahrelang alle gegessen habe, gehörts zur Normalität, wenn ich auch mit der Krankheit weiterhin alles essen darf. Zumal bei MelchenM das Gewicht ja absolut kein Problem darstellt.


    Und ja, ich sähe es für mich als sehr beschränkend an, wenn ich mich KH-arm ernähren müsste. Ich muss nicht jeden Tag Unmengen an Kohlenhydraten verschlingen. Aber ich will nicht Erbsenzählen. Es reicht, wenn ich die KH berechnen muss. ;-)


    Ich habe übrigens nicht gemeint, dass eine KH-arme Ernährung nicht abwechslungsreich sein kann. Mir persönlich würde halt nur was fehlen. Klar gings auch ohne. Aber ich seh, wie erwähnt, keinen Grund dazu. Ob 2IE oder 10. Die Nadel wird gesteckt.

    Marulabaum, Du fährst die LOGI-Schiene. Das ist okay, aber es geht hie ja um die TE, die einen Typ1 hat. Da kommt es einfach nur drauf an, sich die KH ordentlich zu spritzen und regelmäßig zum DM-Check zu gehen.

    Zitat

    Es ist angewöhnte "Lebensqualität", zu meinen man bräuchte Brot und Reis und Kartoffeln.

    Die Menschen in Mitteleuropa essen seit Jahrhunderten Kartoffeln und noch länger essen sie Brot. Wenn Du sie komplett aussparst in Deiner Ernährung, ist das okay - für Dich. Aber mach es nicht zur Doktrin, nur weil Du es für Dich und Dein Übergewicht so entschieden hast. Die TE wiegt 52kg.


    Ich achte auch auf KH, aber das ist meine persönliche Nummer, die ich da fahren, damit haben die anderen nichts zu tun.


    Die TE muß sich an ihren DM gewöhnen und lernen, mit ihm zu leben und dabei ein gutes Maß an Lebensqualität zu haben, und zwar bis ins Alter - ohne Spätfolgen.

    Ui, das muss ich mir alles mal in Ruhe durchlesen und mir nützliche Tipps rausschreiben !


    Die TE hat einen Namen und der lautet, für alle, Melanie :)


    Ich gehe nicht schlampig mit meiner neuen Erkrankung um ! Ich habe bloß nocht nicht so den Dreh raus mit diesen ganzen Kohlenhydraten und das damit verbundene ausrechnen ect... Aber mit der Zeit kann es ja nur werden ! Ich messe mich täglich fünf Mal am Tag oder auch mehr ! Ich fahre Auto, also kann ich auch nicht verantwortungslos sein, denn ich möchte niemanden im Straßenverkehr verletzen !!!! Also ich habe den Führerschein, ich werde erst wieder fahren, wenn meine Werte in Ordnung sind ! Ich habe mit einem 600 Wert angefangen und das braucht nun mal ein bisschen Zeit diesen druchgehend auf die guten Werte zu bringen..


    Ich weiß solche Dinge wie, 3 Schoko-Bong sind 1 KE, 7 Gummibärechen (auch 7g) sind auch 1 KE, ein Eiskugelding befüllt mit gekochtem Reis sind auch 1 KE...


    Aber ich verhalte mich leider noch so, daß ich auf Sachen verzichte und diese lieber umgehe, wie z.B. anstatt einen Kakao zu trinken trinke ich nun lieber einen Kaffee (dieser hat schließlich keine KE!) und dazu muss ich sagen, ich habe vor meiner Erkrankung keinen Kaffee getrunken, nie ! Oder FastFood habe ich seitdem auch noch nicht wieder gegessen.. Aber ich muss mich wohl mal trauen... Sonst wird das ja nie was...