Diabetes Gefährdung als Jugendlicher

    Hallo,


    Ich bin 15 Jahre alt und recht groß und schlank. Manchmal ess ich sehr gern Zucker Haltige Lebensmittel und teils drink ich täglich um die 0.5 liter softdrinks. Sowas wie Club Mate oder Cola.


    Bin ich durch diesen Konsum Diabetes Gefährdet?


    Danke für die Antworten!

  • 18 Antworten

    Kommt drauf an, wie du das "manchmal" definierst. Das mit den Softdrinks ist auf jeden Fall nicht so gut. Diabetes-gefährdet bist du auf jeden Fall. Aber das ist fast jeder, der gern mal nascht oder Softdrinks trinkt. Die Frage ist, in welchem Maße.


    Wie oft isst du denn Schokolade, Kuchen, Bonbons, Kekse und Co. pro Woche? Jeden Tag bisschen was wie bei den Softdrinks oder einmal in der Woche nen Abend am Wochenende etwas mehr davon? Oder manchmal wochenlang gar nicht?


    Und warum machst du dir jetzt bereits darüber Gedanken? Hast du da Vorfälle in deiner Familie, die dir Sorgen machen?

    Ich esse teils täglich etwas Süßes. In der Schulzeit hab ich fast täglich ein Softtrink getrunken. Unter anderem mach ich mir nur einfach so sorgen weil ich im Bio Unterricht das Thema kurz hatte. In meiner Familie hat keiner Diabetes.

    Zitat

    Aber das ist fast jeder, der gern mal nascht oder Softdrinks trinkt. Die Frage ist, in welchem Maße.

    Dass der Zuckerkonsum zuckerkrank macht stimmt so aber nicht...der Zusammenhang kommt über das folgende Übergewicht und mangelde Bewegung, nicht über den reinen Konsum von Industriezucker.

    Wenn Du schlank bist (und nicht gerade extrem bewegungsfaul, was ich jetzt mal nicht annehme), wirst Du in dem Alter keinen Typ-2-Diabetes entwickeln. Möglich wäre also höchstens noch "Typ 1", bei dessen Entstehung die Ernährung meines Wissens aber eine untergeordnete Rolle spielt. (Das Netz bietet massenweise Infos zu dieser Krankheit.)


    Eine sinnvolle Vorbeugungsmaßnahme gegen Diabetes ist offenbar die Vermeidung (oder Behebung) eines Vitamin-D-Mangels. Auch bei gesunder Ernährung kann man diesen Mangel haben.


    Gute Ernährung ist natürlich auch wichtig für die Gesundheit insgesamt. Es ist dabei aber nicht nötig, sich süße Sachen völlig zu verbieten (das halten viele sowieso nicht lange durch...). Stark zuckerhaltige Getränke solltest Du versuchen auf ca. 1 bis max. 1,5 Liter pro Woche zu begrenzen.

    PS. Deinen letzten Beitrag habe ich erst nach dem Absenden meines Beitrags gelesen... Zu viel Rumsitzen ist natürlich nicht so gut. Sieh zu, daß Du dich bewegst und auch in der Mittagszeit die Sonne an die Haut lässt; noch steht sie hoch genug, um die Vitamin-D-Synthese zu bewirken...

    Ich habe unbesorgt bis zu meinem 58. Lebensjahr Zucker und überhaupt alles Süße gegessen ohne Sinn und Verstand.


    Und ja, ich habe die Rechnung bekommen. Aufgefallen durch eine Blutung in der Netzhaut, stellte sich die Frage nach Diabetes und Bluthochdruck. Bingo....


    Mein Auge verreckt langsam, meine Beine sind kurz vor dem Geschwür.


    Aber wenn Du mit Denken an die Sache rangehst, ist doch klar, dass zuviel Zucker ungesund ist. Also was ist die Konsequenz? Oder willst Du eine Beruhigung, es wird Dir nicht treffen?


    Dazu Bewegungsmangel, Glückwunsch.

    Dein Risiko hängt zu einem grossen Teil davon ab, ob du genetisch vorbelastet bist. Wenn in deiner Familie also ein Typ-2 Diabetes vorkommt, ist dein Risiko höher, als wenn nicht. Dabei kannst du dieses Risiko noch erhöhen, indem du dich ungesund ernährst und nicht genug bewegst.


    Mit zuckerhaltigen Lebensmitteln meinst du bestimmt süsse Sachen. Dabei gilt es zu bedenken, dass Kohlenhydrate ("Zucker") aber auch in Nudeln, Kartoffeln, Reis, Brot, Früchten und auch im Gemüse enthalten sind. In grösserer oder kleinerer Menge.


    Grundsätzlich solltest du gesund leben. Wie jeder Mensch es sollte. Die einen tuns, die anderen weniger, die einen kriegen gesundheitliche Probleme, die anderen nicht.


    Ich würd mir da an deiner Stelle keine grossen Sorgen machen. Aber etwas auf die Ernährung achten schadet nie.

    Die Ernährung spielt bei einer Diabetes mit 15 nur dann eine Rolle, wenn man sonst wenig tut, in der Familie Diabetes hat und übergewichtig ist! Sonst ist es ein typ1 Diabetes, diese kann man nicht beeinflussen und ist eine Autoimmunkrankheit. Die kommt ohne Vorankündigung und mit den Symptomen der starken Gewichtsabnahme und von extrem starken Durstgefühl!

    Zitat

    Dabei gilt es zu bedenken, dass Kohlenhydrate ("Zucker") aber auch in Nudeln, Kartoffeln, Reis, Brot, Früchten und auch im Gemüse enthalten sind. In grösserer oder kleinerer Menge.

    Das wird leider kaum realisiert, stattdessen nur gewettert, wenn man vor zu vielen Kohlenhydraten warnt. Dann heißt es regelmäßig: "Der Körper braucht aber Kohlenhydrate!" Dass es darum nicht geht, wird übersehen.


    Viele LEBEN praktisch von Zucker, da sie außer Süßem, Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln kaum etwas anderes essen - was alles genau wie Zucker vom Körper verstoffwechselt wird. Das ist zu viel! Die Bauchspeicheldrüse macht bei diesen Mengen irgendwann schlapp = Diabetes.

    Wie schon richtig geschrieben wurde, Typ 1 kann man nicht beeinflussen. Und Typ 2 hat NICHTS mit einer "verreckenden" Bauchspeicheldrüse zu tun. Es handelt sich dabei lediglich um eine Abnahme der der Insulinsensivität, die dann letzendlich in einer Insulinresistenz endet. Daher ist das Ziel zur Vorbeugung von Diabetes die Insulisensivität zu erhöhen. Ein paar Zitate aus wissenschatlichen Quellen dazu, die einem klarmachen, was man zu tun hat:


    "Die Insulinsensibilität beschreibt, wie sensibel bestimmte Organe des Körpers auf das Hormon Insulin reagieren, insbesondere Leber, Muskel- und Fettgewebe sind von Interesse."


    "Es gibt zwei Faktoren, die die Insulinsensitivität bestimmen.


    Zum einen gibt es eine genetische Komponente und erklärt, warum eine Insulinresistenz in prädispositionierten Familien gehäuft auftritt. In Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Insulinsensitivität von Mensch zu Mensch (mit dem gleichen KFA) stark variiert.


    Beeinflussbar ist die Insulinsensitivität stark durch den Lebensstil (Ernährung, Stress und Aktivitätslevel) und insbesondere durch den Körperfettanteil. In Untersuchungen wird regelmäßig gezeigt, dass bei Fettabnahme die Insulinsensitivität erhöht und Fettzunahme die Insulinsensitivität gesenkt wird. Die Ursache dafür liegt in dem Fettanteil deines Körpers. Je mehr du mit dir herumträgst, desto höher sind deine Blutspiegel an freien Fettsäuren. Diese wiederum verschlechtern die Wirksamkeit von Insulin.


    Weiterhin korreliert ein Absinken der Insulinsensitivität mit zunehmenden Alter.[1] Mit Maßnahmen vonseiten des Trainings und der Ernährung kann dem entgegengewirkt werden."


    "Durch Kontraktion der Muskulatur kann die Insulinsensitivität erhöht werden. Dies erklärt die enorme Bedeutung von sportlicher Betätigung für die Gesundheit."


    "Eine fettreiche Ernährung mit wenig Ballaststoffen verschlechtert die Inuslinsensitivität. Im Gegensatz dazu verbessert eine kohlenhydratreiche, ballaststoffreiche Ernährung mit mehrfach ungesättigten Fetten und Fischöl die Insulinsensitivität.[2] [3] [4]"


    Kopiert aus: http://fitness-experts.de/grundlagen/insulinsensitivitaet


    Lg und guten Appetit :D

    Typ 2 hat nicht mit der Bauchspeicheldrüse zu tun? Diese Aussage finde ich verwunderlich.


    Die Ursache der Erkrankung ist einerseits eine Insulinresistenz (verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für das blutzuckersenkende Hormon Insulin), andererseits ein Insulinmangel, einer "Erschöpfung" der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zuzuschreiben. Das ist überall nachzulesen.

    Es ist richtig, dass di Insulinproduktion nicht mehr hinterherkommt, allerdings liegt der Grund darin nicht wirklich in der "Schwäche" der Bauchspeicheldrüse, meist zumindest, sondern in einer Übersättigung des Blutes mit insulin. Diese Mengen, die bei Menschen erreicht werden, aufgrund von Insulinresistenzen ist absolut unphysiologisch.


    Fehlernährung ist ein wichtiger Punkt, richtig. Allerdings ist nicht wie oben erwähnt der Zucker schuld, sondern der permanente Kalorienüberschuss, der zu Fettleibigkeit führt in Kombination mit wenig Bewegung. Klar, es ist einfacher mit Zucker viele Kalorine zu sich zu nehmen (Kaloriendichte, sowie geringe Sättigung). Gerade wenn man schon eine sehr geringe Insulinsensivität hat, ist es allerdings viel einfacher, die Zellen über eine schnelle hohe Insulinausschüttung in Kombination mit hohen Blutfettwerten zu "übersättigen". Allerdings ist Sport wohl der wesentlich entscheidendere Einflussfaktor, da er gleich an mehreren Punkte eingreift!


    Dass ein 15 jähringer großer und schlanker Junge Zucker gut findet ist völlig natürlich. Un solange er schlank ist, ist eingewisser Zuckerkonsum absolut unbedenklich! Der Stoffwechsel läuft eh auf 180, gerade wenn er Sport macht (machste?).

    Bei so gut wie jeder Krankheit gibt es vermutlich mehrere Bedingungen und Vorläufe - ich vermeide hier jetzt mal ganz bewusst das Wort Ursache - damit sie ausbrechen kann. Übergewicht tritt im Vorlauf zu Diabetes ebenso auf wie Insulinresistenz, schon klar, ebenso wie Bluthochdruck - all das zeigt bereits eine ungünstige Stoffwechsellage bzw. einen geschädigten Organismus an.


    Wieso aber eine über Jahrzehnte überstark geforderte Bauchspeicheldrüse zu dem Bündel, das schließlich Diabetes im Gefolge hat, nicht gehören soll, verstehe ich nicht. Jedes überstrapazierte Organ kann "schlapp machen", und da die Bauchspeicheldrüse bei Diabetikern des Typs 2 die Insulinproduktion drosselt, ist es keine unlogische Annahme, dass ihre Erschöpfung zumindest ein Grund mit ist.

    Ich gebe dir absolut recht, dass die BSD zur Krankheit dazu gehört und ein Faktor ist. Aber viel zu oft hört man, dass die DAS Problem ist, dabei ist dieses Problem ein Symptom und kein Ursacvhe, was oft verwechselt wird.